DE20315414U1 - Warmfassadenelement und Fassade - Google Patents
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- E04F13/00—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
- E04F13/07—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor
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Abstract
Warmfassadenelement
(1), umfassend die Bauteile
eine Trägerplatte (2) zur Stabilität des Warmfassadenelements (1),
eine Steinplatte (3) an einer Außenseite des Warmfassadenelements (1),
Dämmmaterial (6),
einen Blechkasten (7),
einen Träger-Steinplattenkleber (4),
wobei die Bauteile Trägerplatte (2), Steinplatte (3), Dämmmaterial (6) und Blechkasten (7) flächig sind und zueinander geschichtet angeordnet sind,
und der Träger-Steinplattenkleber (4) durch Adhäsion einen festen Verbund zwischen Trägerplatte (2) und Steinplatte (3) erzeugt, dessen Blechkasten (7) so geformt ist, dass er zusammen mit der Trägerplatte (2) einen Hohlraum formt, in dem das Dämmmaterial (6) aufnehmbar ist,
das eine wärmedämmungsmäßige Isolationsschicht bildet, so dass aus den geschichteten Bauteilen im Verbund ein selbsttragendes Warmfassadenelement (1) entsteht.
eine Trägerplatte (2) zur Stabilität des Warmfassadenelements (1),
eine Steinplatte (3) an einer Außenseite des Warmfassadenelements (1),
Dämmmaterial (6),
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das eine wärmedämmungsmäßige Isolationsschicht bildet, so dass aus den geschichteten Bauteilen im Verbund ein selbsttragendes Warmfassadenelement (1) entsteht.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Warmfassadenelement und eine Fassade. Weiter betrifft die Erfindung die Herstellung eines Warmfassadenelementes.
- Fassaden von insbesondere Großbauten haben in der Regel einen Warmfassadenanteil, die Fensterbänder, und im Brüstungsbereich und/oder in dem Bereich zwischen Fensterband und Decke einen Kaltfassadenanteil, insbesondere aus Mauerwerk mit davor gehängten Fassadenelementen. Es sind auch durchgängige Warmfassaden bekannt, bei denen in einem Gerüst aus Metallprofilen, insbesondere Aluminiumprofilen, sowohl die Fensterbänder eingelassen sind als auch spezielle Glaspaneele oder Blechpaneele. Die Verwendung von Stein ist im Warmfassadenbau nicht möglich, da Stein zum einen zu schwer ist, um in die Aluminiumprofile eingefügt zu werden, und zum anderen, da der Stein als Kältebrücke fungieren würde. Aufgrund der guten Wärmeleitfähigkeit von Stein, würde durch den Stein ein Kältedurchgang stattfinden, mit dem Taupunkt auf der Innenseite.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Warmfassadenelement bereitzustellen, das in eine Warmfassade eingebaut werden kann und das auf der Außenseite Stein aufweist. Ferner soll eine Fassade bereitgestellt werden.
- Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Warmfassadenelement nach Anspruch 1, eine Fassade nach Anspruch 6 und eine Verwendung nach Anspruch 9. Bevorzugte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Das erfindungsgemäße Warmfassadenelement besteht aus einem dünnen Stein auf der äußeren Sichtseite. Darauf wird eine Trägerplatte aufgeklebt, die gleichzeitig dem Stein die nötige Stabilität verleiht und die Wärmeleitfähigkeit vom kalten Stein in das warme Gebäudeinnere unterbricht. Für die Ausführung als Warmpaneel wird eine Wärmedämmung aufgebracht. Für die innere Ansicht wird ein Alublechkasten gekantet.
- Vorteil dieses Paneel ist die Möglichkeit, eine Warmfassade mit Steinpaneelen zu bauen, was bis jetzt mit nur Stein nicht möglich war, wegen der guten Wärmeleitfähigkeit des Steines. Vorteilhaft ist weiter, dass das Warmfassadenelement ein bis zu 60 % geringeres Gewicht aufweist, als eine vergleichbar dicke Steinplatte. Weiterhin sind Farbvariationen möglich durch die Verwendung unterschiedlich gefärbter Steinplatten, beispielsweise verschiedenfarbiger Porphyre. Schließlich sind unterschiedliche Dicken in Abstufungen im Millimeterbereich möglich.
- Erfindungsgemäß wird eine bekannte Trägerplatte, die aus Glasgranulat besteht, das mit einem Kleber gebunden und zu einer Platte geformt ist, verwendet zur Herstellung eines Warmfassadenelementes. Bevorzugt wird dafür einer Trägerplatte verwendet, die von der Fa. Sto Verotec GmbH, Lauingen, Deutschland verkauft wird. Durch die Verwendung der Trägerplatte für die Herstellung des Warmfassadenelements wird es erstmals möglich, Stein im Warmfassadenbau einzusetzen. Das dadurch hergestellte Warmfassadenelement ist in die Profile eines Gerüstes einer Warmfassade einsetzbar. Zur Außenseite hin ist die Steinplatte sichtbar. Das direkte Einsetzen des Warmfassadenelements in das Fassadengerüst bringt einen großen Zeit-, Arbeits- und Materialvorteil mit sich. Soll, wie bevorzugt, die Trägerplatte für die Herstellung des Warmfassadenelements mit einer Steinplatte verbunden werden, so wird zum einen die Zeit eingespart, die bist jetzt für den doppelten Arbeitsaufwand, dem Bau einer Kaltfassade und dem anschließenden Vorhängen einer Steinplatte als Sichtfassade, benötigt worden war. Ferner entfällt dadurch ein Arbeitsgang. Schließlich ist noch eine nicht unerhebliche Materialeinsparung vorteilhaft. Dies war trotz der Zugänglichkeit der schon vergleichsweise lange bekannten Trägerplatte bisher nicht möglich gewesen. Erst die erfindungsgemäße Verwendung macht es möglich, eine Warmfassadenelement mit einer Steinaußenansicht bereitzustellen.
- Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert und beschrieben. Es zeigen:
-
1 : einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Warmfassadenelement; und -
2 : einen Ausschnitt aus einer Fassade in perspektivischer Darstellung. - Wie aus
1 ersichtlich weist ein erfindungsgemäßes Warmfassadenelement1 auf der Fassadenaußenseite eine Steinplatte3 auf. Die Steinplatte3 besteht aus einer dünnen Steinschicht, beispielsweise aus Sarner Porphyr. Sie kann beliebige Dicken haben, solange dadurch das Warmfassadenelement nicht zu schwer wird. Bevorzugte Stärken liegen im Bereich von 5–20 mm, insbesondere bei 10 mm. Die Steinplatte3 ist über eine Träger-Steinplattenkleberschicht4 , deren Dicke variabel ist, mit der Trägerplatte2 verklebt. Als Kleber kann jeder zum Verkleben von Sandwichelementen, die Stein enthalten, geeignete Kleber eingesetzt werden. Die Trägerplatte besteht aus Glasgranulat, das mit Hilfe eines Bindemittels miteinander verbacken ist. Bevorzugt wird eine Trägerplatte der Sto Verotec GmbH, Lauingen, Deutschland verwendet. Die Herstellung und Zusammensetzung der Trägerplatte ist inEP 0 290 881 und inEP 0 625 618 beschrieben. Die Trägerplatte2 ist sehr stabil und flexibel, dabei vergleichsweise leicht und hat wärmedämmende Eigenschaften. Die Stärke der Trägerplatte2 ist beliebig gewählt; vorzugsweise liegt sie in einem Bereich von 10–25 mm. Auf die Trägerplatte2 ist zur Raumseite hin ein Blechkasten7 aufgebracht. Der Blechkasten7 besteht vorzugsweise aus Aluminium und ist mit der Trägerschicht über eine zweite Kleberschicht5 , deren Dicke ebenfalls variabel ist, verklebt. Wiederum liegt die Wahl des richtigen Klebers im Können des Durchschnittsfachmanns. Alternativ kann der Blechkasten7 auch mit dem Aufbau aus Steinplatte3 und Trägerplatte2 anders befestigt sein, insbesondere verschraubt sein. Als Blech wird vorzugsweise 2 mm starkes Aluminium verwendet. Zwischen Blechkasten7 und Trägerplatte2 befindet sich Dämmmaterial6 . Die Dicke ist variabel; vorzugsweise werden 40–120 mm Dämmmaterial6 eingebracht. Der Blechkasten7 wird, wenn Dämmmaterial6 vorgesehen ist, dampfdicht verschweißt. Wie sich aus der Darstellung der1 ergibt, hat der Blechkasten7 eine wannenförmige Gestalt. Im Bereich der Enden des Warmfassadenelements1 ist das Blech unmittelbar über die Kleberschicht5 mit der Trägerplatte2 verbunden. Dadurch ergibt sich ein Bereich mit geringerer Stärke des Warmfassadenelements 1 im Vergleich zu dem Bereich, wo das Dämmmaterial6 vorgesehen ist. Mit dem Bereich geringerer Stärke wird das Warmfassadenelement1 in entsprechende Profile von Fassadengerüsten eingebracht und verankert. - Aus der Darstellung der
2 ergibt sich der erfindungsgemäße Aufbau einer Fassade50 . In2 ist hierfür ein Ausschnitt davon perspektivisch gezeigt. Die Fassade50 weist ein Gerüst40 aus Querprofilen20 und Längsprofilen30 auf. Es wird darauf hingewiesen, dass die Quer- und Längsprofile nicht exakt horizontal bzw. vertikal verlaufen können. Davon abweichende Anordnungen sind ebenfalls beabsichtigt. Wichtig ist, dass durch das Gerüst Zwischenräume gebildet werden, in die Fenster und Warmfassadenelemente eingefügt werden können. In der Darstellung der2 sind vier Warmfassadenelemente1 vorgesehen. Es wird deutlich, dass auf der Außenseite die Steinplatte3 sichtbar ist. Auf der Innenseite kann noch eine Wärmedämmung6 zwischen Trägerplatte3 und Blechkasten7 vorgesehen sein, wie in1 dargestellt. Aus der2 ergibt sich, dass das Warmfassadenelement1 in entsprechende U-förmige Ausnehmungen der Quer- und Längsprofile eingeschoben ist. Aufgrund der perspektivischen Darstellung, ist in2 jedoch lediglich das U-Profil21 des Querprofils20 sichtbar.
Claims (8)
- Warmfassadenelement (
1 ), umfassend die Bauteile eine Trägerplatte (2 ) zur Stabilität des Warmfassadenelements (1 ), eine Steinplatte (3 ) an einer Außenseite des Warmfassadenelements (1 ), Dämmmaterial (6 ), einen Blechkasten (7 ), einen Träger-Steinplattenkleber (4 ), wobei die Bauteile Trägerplatte (2 ), Steinplatte (3 ), Dämmmaterial (6 ) und Blechkasten (7 ) flächig sind und zueinander geschichtet angeordnet sind, und der Träger-Steinplattenkleber (4 ) durch Adhäsion einen festen Verbund zwischen Trägerplatte (2 ) und Steinplatte (3 ) erzeugt, dessen Blechkasten (7 ) so geformt ist, dass er zusammen mit der Trägerplatte (2 ) einen Hohlraum formt, in dem das Dämmmaterial (6 ) aufnehmbar ist, das eine wärmedämmungsmäßige Isolationsschicht bildet, so dass aus den geschichteten Bauteilen im Verbund ein selbsttragendes Warmfassadenelement (1 ) entsteht. - Warmfassadenelement (
1 ) nach Anspruch 1, dessen Trägerplatte (2 ) und dessen Steinplatte (3 ) im Wesentlichen die gleichen Flächenmaße haben, und das Flächenmaß des Dämmmaterials (6 ) um die Fläche gegenüber dem Flächenmaß der Trägerplatte (2 ) verändert ist, um den die größte Seite des Blechkastens (7 ) flächenmäßig gegenüber dem Flächenmaß der Trägerplatte (2 ) verändert ist. - Warmfassadenelement (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die Trägerplatte (2 ) aus einem Blähglasgranulat gefertigt ist, der Blechkasten (7 ) aus einem Aluminiummaterial tiefgezogen oder gewalzt worden ist und die Steinplatte (3 ) eine Dicke hat, die zwischen 2 mm und 30 mm liegt. - Warmfassadenelement (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Träger-Steinplattenkleber (4 ) ein erster Kleber des Warmfassadenelements (1 ) ist, und ein zweiter Kleber (5 ) durch Adhäsionskräfte einen Verbund zwischen Blechkasten (7 ) und Trägerplatte (2 ) bildet. - Warmfassadenelement (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Rand des Blechkasten (7 ) so umgebördelt ist, dass er den Verbund aus Trägerplatte (2 ) und Steinplatte (3 ) umschließt. - Fassade (
50 ) von Gebäuden, die Warmfassadenelemente (1 ), bestehend aus Steinplatten (3 ), Trägerplatten (2 ) und Blechkästen (7 ), und Gerüste (40 ) haben, deren Gerüste (40 ) eine Anzahl von Querprofilen (20 ) und eine Anzahl von Längsprofilen (30 ) aufweisen und so ein Gitternetz bilden, deren Innenfläche so ausgebildet ist, dass sie Warmfassadenelemente (1 ) aufnehmen könnten, wobei die Querprofile (20 ) und/oder die Längsprofile (30 ) an ihren Langseiten (22 ,24 ,32 ,34 ) zweifache U-Profile (21 ) gegenüberliegend haben, die einen Querschnitt haben, der im Wesentlichen der zusammengesetzten Dicke aus Steinplatte (3 ) Trägerplatte (2 ) und der Dicke des Blechkasten (7 ) entspricht, so dass die U-Profile (21 ) die Warmfassadenelemente (1 ) spielfrei an ihren schmalen Seiten (9 ) umschließen können. - Fassade (
50 ) von Gebäuden mit Gerüsten (40 ) bestehend aus Längsprofilen (30 ) und Querprofilen (20 ) von denen zwei Seiten entweder am Längsprofil (30 ) oder am Querprofil (20 ) U-Profile (21 ) aufweisen, so dass Warmfassadenelemente (20 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5 in die U-Profile (21 ) einsteckbar sind. - Fassade (
50 ) von Gebäuden nach Anspruch 6 oder 7, deren Längsprofile (30 ) und deren Querprofile (20 ) an den den U-Profilen (21 ) abgewandten Seiten durch Dämmmaterial, das sich in den Innenseiten der Längsprofile (30 ) oder der Querprofile (20 ) befindet, gegen Wärme, Kälte oder Schall isoliert ist.
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2003
- 2003-10-02 DE DE20315414U patent/DE20315414U1/de not_active Expired - Lifetime
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