-
Ausziehbarer Koffer o0dgl.
-
Die Erfindung betrifft einen verbesserten Koffer o.dgl., insbesondere
einen Koffer o.dgl., der sich entsprechend dem wechselnden Bedarf des Benutzers
ausziehen oder zusammendrücken läßt. Wenn ein Reisender seine Reise beginnt, bevorzugt
er,einen Koffer zu tragen, der nicht größer ist als fAr den Inhalt erforderlich.
Während seiner Reise kann er Jedoch zusätzliche Artikel erwerben, so daß er einen
größeren Koffer benötigt. Der erfindungsgemäße Koffer o.dgl. läßt sich sowohl dem
anfanglichen als auch dem späteren Bedarf anpassen.
-
Das gleiche gilt fur Aktentaschen. Auf dem Hin- und RUckweg von einem
3Uro zum anderen kann die untersubringende Aktenlast zu- oder abnehmen. Im allgemeinen
wird, wenn es die zu tragenden Akten zulassen, eine dünne Aktentasche bevorzugt.
Gelegentlich erfordert jedoch eine größere Aktenlast eine Aktentasche größerer Kapazität,
manchmal selbst während einer einzelnen Geschäftsreise.
-
Daher ist eine ausziehbare Aktentasche von Vorteil.
-
Jedoch muß die die Ausziehbarkeit des Koffers o.dgl. gewährleistende
Kcnstruktion mehrere Bedingungen erfüllen.
-
Unter anderem muß das Endprodukt ordentlich und aktraktiv sein. Seine
Teile sollten die gleiche Höhe und Länge haben, d.h. sie sollten keine Teleskopschachteln
sein.
-
Es muß frei von beschädigbaren Teilen sein und sich bequem, schnell
und einfach betätigen lassen.
-
Die Erfindung ist insbesondere bei steifen Koffern einsetzbar, z.B.
bei Formkoffern. Erfindungsgemäß sind die einander gegenüberliegenden Flächen der
peripheren Verbindungsstelle mit zwei kontinuierlich stranggepressten Verbindungsschienen
mit Nut und Peder ausgerüstet. Ein partieller Spalt in einer Schiene ermöglicht
das Lösen der Verbindung.
-
Aufgabe der Erfindung ist, einen Koffer o.dgl. vorzuschlagen, der
an einer peripheren Verbindungsstelle zwischen zwei seiner Teile über seinen gesamten
Querschnitt ausziehbar iat. Der erfindungsgemäße Koffer besitzt ein den ganzen Koffer
umgebendes peripheres Wandelement mit mindestens ungefähr gleicher Breite entlang
seines Umfangs. Das Wandelement ist relativ zu mindestens einem der beiden Teile
bewegbar und überbrückt den Spalt zwischen den einander gegenüberliegenden peripheren
Kanten der beiden Teile, wenn der Koffer ausgezogen ist. Der Koffer ist mit verriegindea
Nut- und Feder-Verbindungselementen ausgerüstet. las Peder-Verbindungselement läuft
entlang einer Kante der peripheren Verbindungsstelle und das Nut-Verbindungselement
läuft entlang der anderen Kante der peripheren Verbindungsstelle. Die Verbindungselemente
laufen mindestens fast um den gesamten Umfang der beiden Kofferteile. Jedoch läuft
mindestens eines der Verbindungselemente mit zu ee seinem vollen Querschnitt nicht
ganz um die gesamte PeripherieR so
daß eine partielle Lücke einer
kurzen Länge entsteht. Das Feder-Verbindungselement ist an einer Seite der peripheren
Verbindungsstelle und das Nut-Verbindungselement ist an der anderen Seite der peripheren
Verbindungsstelle befestigt. Die Verbindungselemente lassen sich verriegelnd derart
miteinander zum Eingriff bringen, daß sie den Koffer im zusammengedrUckten Zustand
halten, und derart außer Eingriff bringen, daß sie dem Koffer gestatten, seinen
ausgezogenen Zustand anzunehmen.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform bilden das Feder-Verbindungselement,
das Nut-Verbindungselement und das Wandelement ein integrales Teil, das mindestens
am Boden und den Seiten weitgehend rechteckig ist. Das Wandelement ist innerhalb
der Höhe des integralen Teiles zusammenfaltbar.
-
Bei einer weiteren Ausführungsform ist an einem der Nut-und Feder-Verbindungselemente
eine Lasche befestigt, die zwischen den beiden Verbindungselementen angeordnet ist,
wenn der Koffer zusammengedrückt ist. Dabei erstreckt sich die Lasche derart nach
außen, daß ein ergreifbarer Teil der Lasche an der äußeren Oberfläche des Koffers
anliegt.
-
Bei einer weiteren Ausführungsform erstreckt sich an der inneren Oberfläche
des Koffers eine dünne, flache, in Querrichtung dehnbare Verkleidung über die periphere
Verbindungsstelle. Die Verkleidung ist längs der Kanten der Verbindungsstelle an
den beiden Teilen des Koffers befestigt.
-
Die Erfindung ist nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsformen ausführlich beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aktentasche, die in zwei verschiedenen Ebenen
mit erfindungsgemäßen Vorrichtungen zum Ausziehen ausgerüstet ist; Fig. 2 einen
Schnitt 2-2 gemäß Fig. 1; Fig. 3 einen partiellen Schnitt 3-3 gemäß Fig. 1; Fig.
4 einen partie n Schnitt 4-4 gemäß Fig. 1; Fig. 5 einen Schnitt ähnlich Fig. 3 Jedoch
im ausgezogenen Zustand der Aktentasche, in dem die Aus ziehverbindung geöffnet
ist; Fig. 6 ein vergrößertes Detail der oberen rechten Ecke von Fig. 2; Fig. 7 eine
Draufsicht gemäß Fig. 6; Fig. 8 eine Seitenansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Koffers mit zwei erfindungsgemäßen Ausziehverbindungen, von denen die eine zusammengedrückt
und die andere ausgezogen dargestellt ist; Fig. 9 eine Frontansicht des Koffers
gemäß Fig. 8; Fig. 10 einen partiellen Schnitt 10-10 gemäß Fig. 8; Fig. 11 einen
partiellen Schnitt 11-11 gemäß Fig. 8; Fig. 12 ein schematischer partieller Schnitt
ähnlich Fig.
-
10;
Fig.13 bis 17 partielle schematische Schnitte
13-13 bis 17-17 gemäß Fig. 9; Fig.18 bis 21 partielle schematische Schnitte ähnlich
Fig.
-
3 einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform; Fig.22a eine
fragmentarische, schematische Ansicht der dehnbaren Verkleidung gemäß Fig. 21 von
unten; Fig.22b eine Ansicht der dehnbaren Verkleidung ähnlich Fig. 22a, jedoch bei
gedehnter Verkleidung im ausgezogenen Zustand des Koffers; Fig.23 eine schematische
perspektivische-Ansicht der Verkleidung im Einbauzustand.
-
Die Erfindung ist für die verschiedensten Arten von Eoffern, Aktentaschen
o.dgl. einsetzbar, z.B. für Aktentaschen, Koffer, und speziell Formkoffer.
-
Fig. 1 bis 7 zeigt eine erfindungsgemäße Aktentasche 10.
-
Die Aktentasche 10 besitzt einen Deckel 11 und einen Kasten 12. Der
Deckel 11 und der Kasten 12 sind durch ein Scharnier 13 miteinander verbunden und
lassen sich mit Hilfe eines Riegels zusammenhalten, so daß die Tasche 10 geschlossen
ist. An der Oberseite der Tasche 10 ist ein Griff 15 befestigt.
-
Als Beispiel sind Je eine Ausziehverbindung 16 und 17 in dem Deckel
11 und dem Kasten 12 angeordnet. Die Verbindungen 16 und 17 erstrecken sich um die
gesamte Peripherie der Tasche 10; gemäß Fig. 2 besitzen sie jedoch an einer Ecke
eine partielle Lücke, deren Punktion in Verbindung mit Fig. 6 beschrieben wird.
-
Die Verbindungen 16 und 17 sind an einander gegenüberliegenden Kanten
20 und 22 der Tasche 10 befestigt. Die Kanten 20 und 22 besitzen vorteilhaft an
ihrer Innenseite je einen Steg 21 und 23. Die Stege 21 und 23 erleichtern die Positionierung
von verriegelnden elastomerischen Verbindungsschienen 30a und 30b.
-
Die stranggepressten Schienen 30a und 30b sind aus Gummi oder einem
anderen geeigneten elastomerischen Material hergestellt; jede besitzt einen Fuß
31, eine Nut 32 und eine Feder 33. Vorzugsweise ist der Boden der Nut 32 von dem
Fuß 31 weg und die Spitze der Feder 33 zum Fuß 31 hin geneigt. Wünschenswert, Jedoch
nicht notwendigerweise wird der gleiche PrDfilstrang für die andere Elfte der verriegelnden
Verbindungsschiene verwendet, wozu er um 1800 gedreht wird, um ein komplementäres
Paßstück zu bilden.
-
Die beiden Schienen 30a und 30b bilden eine zusaininenpassende Nut-
und Feder-Verbindung, die sich in einem festen, verriegelnden Paßsitz vereinigen
läßt.
-
An der Trennfläche jeder Ausziehverbindung (in'Pig. 3 bis 5 ist als
Beispiel die Verbindung 16 dargestellt) ist ein Deckband 40 angeordnet, daß in einer
geschlossenen Schleife um die Tasche 10 herumläuft. Das Deckband 40 besteht vorzugsweise
aus einem flexiblen Material, z.B Leitwand, schwerem Nylongewebe, oder geeignetem
Kunststoff-Streifen.
-
Im zusammengefalteten Zustand bildet es gemäß Fig. 3 und 4 zwei relativ
zueinander entgegengesetzte S-Kurven, so daß es relativ flach liegt. Das Deckband
40 kann, falls gewünscht, aus einem stranggepressten Streifen hergestellt sein,
der die Form voa zwei relativ zueinander entgegengesetzter S-turven, deren gegeneinafldä
gerichtete S-Schenkel miteinander verbunden sind, besitzt. In einer bevorzugten
Ausführungsform besteht das Deckband aus einem stranggepressten Streifen eines geeigneten
elastomerischen Kunststoffes, der flach gefaltet und
gepreset, z.B.
über eine heiße Trommel, ausgehärtet worden ist. In diesem Fall legt sich das Deckband,
wenn ihm gestattet wird, sich zusammenzuziehen, flach und dünn an die Innenseite
der Tasche 10 an. Andererseits läßt es sich jedoch auch derart strecken, daß es
sich relativ zu mindestens einem oder beiden Teilen der Tasche 10 bewegt und gemäß
Fig. 5 flach ausgezogen wird, wenn die Tasche 10 ausgezogen wird. In diesem Zustand
bildet es ein den Spalt zwischen den beiden Teilen der Tasche 10 überbrückendes
Wandelement.
-
In der Ausziehverbindung läuft eine der Nut- und Federschienen vorzugsweise
kontinuierlich um die gesamte Peripherie der Verbindung, während die andere an einer
Stelle unterbrochen ist, so daß eine partielle Lücke 42 entsteht.
-
In Fig. 2 ist die partielle Lücke 42 an der rechten oberen Ecke der
Ausziehverbindung dargestellt. Gemäß Fig.6 stoßen die beiden Enden der Federschiene
30b an einer gewWnschtan Stelle 44 zusammen. Die Stoßstelle 44 kann aber braucht
jedoch nicht mit der partiellen Lücke 42 zusammenfallen. Zur Bildung der partiellen
Lücke' 42 ist jedoch auf einem kurzen Stück der Verbindung die Feder 33 von einer
der zusammenwirkenden Verbindungsschienen weggeschnitten. Dies geschieht vorzugsweise
an einer Ecke. Wenn jedoch der Taschenrahmen ausreichend flexibel ist, kann die
partielle Lücke 42 an einer anderen Stelle angeordnet werden.
-
Fig. 4 zeigt einen Querschnitt im Bereich der partiellen Lücke 42.
In diesem Querschnitt stehen die beiden Verbindungchlenen 30a und 30b nicht miteinander
im Eingriff.
-
Funktionsgemäß ist es möglich, gemäß dem Pfeil in Fig.4 den äußeren
Teil der oberen Verbindungsschiene 30a im Bereich der Lücke 42 nach unten zu drücken.
Dadurch läßt sich mit den Fingern an dieser Stelle auf den äußeren Teil der Tasche
10 eine Hebelwirkung ausüben, mit der der Benutzer die Trennung der Ausziehverbindung
einleiten kann. Er kann seine Finger progressiv entlang der Verbindung 16 bewegen
und dabei derart intermittierend ziehen, daß eine progressive Trennung der beiden
Verbindungsschienen 30a und 30b bewirkt wird, bis sie um den gesamten Umfang der
Tasche 10 voneinander getrennt sind. Damit wird die Tasche 10, bezogen auf die Ausziehverbindung
16 in den ausgezogenen Zustand gebracht, in dem sie eine vergrößerte Ladekapazität
besitzt. Wenn gemäß Fig. 1 zwei Ausziehverbindüngen 16 und 17 vorgesehen sind, läßt
sich die zweite Ausziehverbindung 17 auf die gleiche Art öffnen, um die Ladekapazität
der Tasche 10 nochmals zu vergrößern.
-
Wenn die vergrößerte Ladekapazität nicht mehr benötigt wird, läßt
sich die Tasche 10 wieder in den zusammengefalteten Zustand zurückbringen. Dazu
wird zunächst eine Ecke der Tasche 10 nach innen gedrückt. Danach werden die beiden
Teile der Tasche 10 entlang des Umfanges zusammengedrückt, bis die gesamte Verbindung
wieder geschlossen ist. In der Praxis wird die Tiefe des Einschnitts der einander
gegenüberliegenden Federn 33 der Verbindungsschienenvon der Kompressibilität der
beiden elastomerischen Verbindungsschienen quer zur Verbindung bestimmt. Wenn sie
bei den aufwendbaren Kräften weitgehend inkompressibel sind, sind die beiden Federn
33 nicht in Richtung auf den Fuß 91 zurückgeneigt, sondern liegen exakt in der Verbindungsebene,
oder sind sogar etwas nach außen geneigt.
-
Wenn die beiden Schienen 30a und 30b sich leicht zusammendrücken lassen,
werden die Federn 33 gemäß Fig. 3 hinterschnitten, um ein unbeabsichtigtes Öffnen
der Verbindung
mit Sicherheit zu unterbinden.
-
Die Erfindung läßt sich sowohl bei Formkoffern als auch bei Aktentaschen
einsetzen. Während die Konstruktionen der beiden Verbindungsschienen beider Artikel
untereinander austauschbar sind, wird die Nut- und Feder-Verbindungsschiene der
Formkoffer vorzugsweise mit einem Schieber ausgerüstet. Unter "Nut- und Feder-Verbindungsschienen'1
sind allgemein zwei längliche Elemente oder Streifen, z.B. stranggepresste Streifen,
zu verstehen, deren Querschnitt derart aus einer Nut oder einem Kanal und einer
Feder, einer Lippe oder einem Wulst besteht, daß, wenn die beiden Elemente ineinandergepasst
werden, die beiden Elemente einer Trennung durch einen Zug in seitlicher Richtung
einen beträchtlichen Widerstand entgegensetzen, obwohl sie sich relativ leicht voneinander
trennen lassen, wenn sie progressiv rechtwinklig zu dieser Zugrichtung aufgespreizt
werden.
-
Fig. 8 bis 17 zeigt eine bei Formkoffern einsetzbare Ausführungsform
der Erfindung. Der Formkoffer 50.besitzt zwei Ausziehverbindungen 52 und 54, so
daß sich zwei Ausziehstufen ergeben. Die beiden Ausziehstufen erstrecken sich derart
über den gesamten Querschnitt des Koffers 50 parallel zu der Ebene eines Handgriffes
56, daß sie Groß-Peripherien des Koffers 50 schneiden.
-
Fig. 10 zeigt einen vergrößerten Querschnitt durch eine Ausziehverbindung
mit zwei verriegelnden Nut- und Feder-Verbindungssehienen 60 und 62 und mit einem
zusammengefalteten Deckband 64, das sich um die gesamte Peripherie des Koffers 50
erstreckt. Das Deckband 64 dient, wenn es gemäß Fig. 11 in der Breite auseinandergezogen
ist, als Wand und Verbindungselement zwischen den beiden Teilen des Koffers 50 zu
seinen beiden Seiten. Das Deckband
64 und die Nut- und Feder-Verbindungsschienen
und zwei nutförmige Befestigungselemente -61 und 63 für die beiden einander gegenüberliegenden
Kanten des Koffers 50 lassen sich vorzugsweise als eine integrale Strangpresseinheit
aus einem geeigneten elastomerischen Material herstellen. Falls gewünscht läßt sich
der Deckstreifen jedoch aus einem Leinwandgewebe o.dgl. herstellen.Die Befestigungselemente
können dabei mit dem Leinwandstreifen verbunden oder getrennt hergestellt werden.
-
Die vorliegende Ausführungsformder erfindungsgemäßen Nut- und Feder-Verbindungsschienen
muß bestimmte Forderungen erfüllen. Da Formkoffer sehr steif sind und nicht die
Fähigkeit besitzen, sich durch den vorbeigezogenen Schieber örtlich auseinandersweitzen
zu lassen, müssen sich die Nut- und Feder-Verbindungsschienen ohne eine wesentliche
Änderung der Breite der Verbindung während des Prozesses in und außer Eingriff bringen
lassen. Das bedeutet, daß auch der Schieber von seinem Eingriffsende bis zu seinem
Ablaufende weitgehend die gleiche Breite besitzt. Ferner sollte der Schieber immer
an einer der Schienen befestigt sein, auch dann wenn die Schienen nicht in Eingriff
sind und damit die Verbindung offen ist; Diese Forderung wird mit Hilfe von zwei
nach außen offenen, an entgegengesetzten Seiten des Halses der Schiene 62 angeordneten
Nuten 66 und 68 erfüllt; konstruktiv besitzt der Schieber dann Gegenstücke, die
immer in den Nuten 66 und 68 laufen, 80 daß der Schieber immer auf der Verbindungsschiene
62 gehalten wird.
-
Um die eben genannten Forderungen zu erfüllen, wird eine ineinandergewundene
Nut- und Feder-Verbindung eingesetzt.
-
Diese Verbindung ist fest verriegelt und widersteht sehr großen Zugkräften
in seitlicher Richtung, wenn sie gemäß Fig. 10 im Eingriff ist. Wenn die Verbindung
außer
Eingriff gebracht worden ist, jedoch die Verbindungsschienen
noch nicht voneinander wegbewegt worden sind, liegen die Verbindungsschienen 60
und 62 gemäß Fig. 12 außer Eingriff aufeinander. Dadurch wird eine progressive und
bleibende Trennung durch den entlang der Peripherie laufenden Schieber ermöglicht,
selbst dann, wenn die Kanten des Koffers 50 nicht gleichzeitig an der Stelle an
der die Verbindungsschienen 60 und 62 lokal außer Eingriff kommen, auseinander bewegt
werden. Verbindungsschienen mit anderen Querschnitten großer Vielfalt sind möglich.
-
Der Schieber ist ständig mit einer Schiene, hier der Schiene 62 verbunden.
Demgemäß muß sich der Schieber von der anderen Schiene 60 lösen, damit sich die
Verbindung aufspreitzen läßt. Jedoch muß er für das Schließen der Verbindung wieder
mit der anderen Schiene 60 zum Eingriff kommen. Erfindungsgemäß werden diese einander
wiedersprechenden Forderungen durch eine partielle Lücke 70 in mindestens einer,
vorzugsweise jedoch beider Verbindungsschienen erfüllt. Im Bereich der Lücke 70
werden die Schienen 60 und 62 nicht miteinander verriegelt, sie können sich jedoch
frei aufeinander zu oder voneinander weg bewegen. Die andere Forderung wird erfindungsgemäß
dadurch erfüllt, daß der zum Eingriff kommende Teil der Verbindungsschiene graduell
hinterschnitten ist. Dadurch passt der Schieber, wenn die Schienen zusammengebracht
und der Schieber entlang der Schienen bewegt wird, zwischen die Schienen und bewegt
sie in Abhängigkeit von seiner Bewegungsrichtung in oder außer Eingriff.
-
Erfindungsgemäß wird das Hinterschneiden so durchgeführt, daß das
Stück der stranggepressten Schiene, das die partielle Lücke 70 bilden soll, in Bezug
auf seinen Querschnitt flach auseinandergewunden wird. Das läßt sich
z.B.
dadurch erreichen, daß die Schiene über ein Rad mit einer flachen Umfangsfläche
gezogen wird. Dann wird schräg nach innen eine graduell sich vergrößernde Breite
und anschließend schräg nach außen eine graduell sich verringernde Breite der aufgewundenen
und sich vorwärtsbewegenden Schiene in einem Schrägschnitt abgeschnitten.
-
Wenn beide Schienen auf die gleiche Weise an der gleichen Stelle hinterschnitten
werden, so ergeben sich fortschreitend Querschnitte gemäß Fig. 13 bis 17.
-
Jeder dem Stand der Technik gemäße, geeignete Schieber läßt sich verwenden;
oder es kann ein den dargestellten Verbindungsschienen angepaseter Schieber entwickelt
werden. Wenn der Schieber in der Eingriffsrichtung bewegt worden ist, hinterläßt
er die Verbindungsschienlen gemäß Fig. 10 verriegelt. Wenn der Schieber in der entgegengesetzten
Richtung bewegt worden ist und die zu beiden Seiten der Verbindung angeordneten
Teile des Koffers 50 noch nicht auseinander bewegt worden sind, hinterläßt der Schieber
die Verbindungsschienen vorübergehend in den in Fig.
-
12 dargestellten Zustand. Wenn die Verbindung geöffnet worden ist,
sind die Verbindungsschienen gemäß Fig. 11 seitlich voneinander getrennt.
-
Wenn der Koffer 50 zusammengefaltet ist und die Schienen 60 und 62
miteinander verriegelt sind, so daß sie den Koffer 50 in seinem zusammengefalteten
Zustand halten, sind die Verbindungeschienen 60 und 62 in der Mitte des Bereichs
der partiellen Lücke 70 nicht miteinander im Eingriff. liii Gegenteil besteht zwischen
ihnen gemäß Fig. 17 ein deutlicher Spalt. Diese Stelle läßt sich als Ruhestellung
für den Schieber verwenden; an dieser Stelle bringt er die Verbindungßsch Xm weder
in noch außer Eingriff. Zwischen den Schienen besteht ein offener Spalt, durch den
der Schieber ragt, ohne die Verbindungsschienen
zu beeinflußen.
-
Vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise ist der offene Teil der
partiellen Lücke 70 doppelt so lang wie der Schieber. Ferner ist in der Mitte des
doppelt langen Spaltes ein Anschlag 71 am Koffer 50 befestigt, der die Bewegung
des Schiebers in der mitte des Spaltes 70 begrenzt. Alternativ läßt sich statt des
Anschlages eine Sperre einsetzen und mit Hilfe einer Beschriftung, z.B.
-
AWB und ZU, läßt sich die richtige Bewegungsrichtung des Schiebers
anzeigen.
-
Wenn der Schieber in der trennenden Richtung bewegt wird, dringt er
progressiv zwischen den geneigten Enden der Schienen derart vor, daß er sie aufspreizt
und in der in Fig. 12 dargestellten Stellung hinterläßt. Wenn die Verbindung weit
genug um den Umfang herumgetrennt worden ist, beginnen sich die Schienen seitlich
voneinander weg zu bewegen, bis der Schieber seinen gesamten Weg zurückgelegt hat
und die Verbindung vollständig offen ist, 8o daß sich der Koffer 50 über seinen
gesamten Querschnitt ausziehen läßt.
-
Wenn gewünscht wird, den Koffer 50 wieder 2usammensufalten, werden
seine Teile gegeneinander gedrückt. Wenn sich dabei die Verbindungsschienen berühren,
rutschen sie keilartig übereinander und werden in den in Fig.12 dargestellten Zustand
ausgelenkt. Wenn der für die Verbindungsschienen verwendete Kunststoff relativ steif
ist, wird das lusleaken der Verbindungschienen über und untereinander dadurch ermöglicht,
daß die Lücke 70 und der Anschlag 71 für den Schieber in der Nähe einer Ecke 72
des Koffers 50 angeordnet werden. In jedem Fall,lassen sie sich in dem Bereich der
partiellen Lücke 70 derart seitlich zusammenbringen, daß der Schieber mit beiden
Schienen
kämmt, wenn er in Längsrichtung bewegt wird. Dabei bringt
er die Verbindungsschienen entlang -des umganges wieder in Eingriff.
-
Fig. 18 bis 23 zeigt weitere Eigenschaften und weiteren alternative
Ausführungsformen der Erfindung; Fig. 18 zeigt eine Nut- und Feder-Verbindung, bei
der das sich bewegende und das Au88iehgebiet als Wand überspannendeDeckband, das
Nutelement und das Federelement als integrale Strangpresseinheit 80 hergestellt
sind.
-
Ferner ist bei dieser Ausführungsform das Deckband innerhalb der Höhe
der integralen Einheit zusammengefaltet.
-
Gemäß Fig. 18 besitzt die integrale Strangpresseinheit 80 eine weitgehend
rechteckige Querschnittsform, zumindest unten und an den Seiten und vorzugsweise
auch oben. Die Strangpresseinheit 80 passt mit den inneren und äußeren Oberflächen
weitgehend fluchtend zwischen die benachbarten Teile 20 und 22 des Koffers 50. Eine
Feder oder Lippe 81 hängt an einem sich von einem außen ren Seitenelement 83 aus
erstreckenden Verbindungsband 82.
-
Von der unteren Kante des äußeren Seitenelementes 83 aus erstreckt
sich eine zweilagige Falte 84a und 84b nach oben, deren Schenkel aufwärts uird wieder
abwärts laufen.
-
Danach setzt sich die integrale Einheit 80 in einem ?uß 85 mit einem
Stutzen 86 fort. Der Stutzen 86 bildet zusammen mit einem an dem Fuß 85 befestigten
inneren Seitenelement 87 eine der Feder 81 komplementäre Nut.
-
Das ganze bildet eine kompakte weitgehend- rechteckige Einheit, die
die gleiche Höhe besitzen kann, wie die benachbarten peripheren Teile 20, 22 des
Koffers 50. Mit den heute zur Verfügung stehenden ausgezeichneten Klebstoffen läßt
sich die rechteckige integrale Einheit 80 mit beiden Seitenflächen an das Gehäuse
des Koffers 50 ankleben. Falls gewünscht können andere Befestigung-smittel
verwendet
werden.
-
Die Schwierigkeit ein Strangprofil mit einem Querschnitt gemäß Fig-.
18 herzustellen, läßt sich dadurch umgehen, daß ein Strangprofil 80 gepresst wird,
bei dem gemäß Fig. 18a die normalerweise ineinander gefalteten Teile auseinandergefaltet
sind. Danach werden sie dadurch in die endgültige Form gemäß Fig. 18 gebracht, daß
das Strangprofil durch eine konische Führung gezogen wird, die das elastomerische
Strangprofil im geschlossenen Zustand hält, während die Wärmebehandlung für das
abschließende Aushärten durchgeführt wird.
-
Die Decke der Kofferteile 20 and 22 kann sehr gering sein.
-
In diesem Fall haben die Faltenlagen 84a und 84b nur eine geringe
Höhe. Wenn der Koffer 50 dadurch nicht ausreichend ausziehbar ist, lassen sich gemäß
Fig. 19 zwei oder mehrere Paare von Faltenlagen 90a, 90b und 91a und 91b vorsehen,
die auch Teil der integralen Strangpresseinheit 80 sind. Dadurch legt das Deckband
in mehreren Falten in der Höhe der integralen Einheit. Infolge der Mehrfachfaltung
ermöglicht diese Konstruktionsart die Herstellung von dünnen Produkten, die keine
hervortretenden Bänder benötigen, falls nicht der Designer solche Bänder wählt,
Gemäß Fig. 20 läßt sich durch einen Zug an einer Lasche 92 das Öffnen der Ausziehverbindung
einleiten. Diese Öffnungsmittel bilden einelAlternative zu den in Fig. 1 bis 17
dargestellten Öffnungsmitteln; oder sie lassen sich in Kombination mit diesen Öffnungsmitteln
verwenden.
-
Die Lasche 92 ist aus einem mit einem härtbaren elastomerischen Kunststoff
imprägnierten Material hergestellt, z.B. einem starken Gewebe. Ein oder mehrere
Laschen 92
sind entlang der Ausziehverbindung 80 angeordnet und
an einem der Nut- und Feder-Elemente, gemäß Fig. 20 vorzugsweise an der Feder 81,
die von der äußeren Oberfläche nach innen ragt,befestigt. Die Lasche 92 passt zwischen
das Feder- und das Nutelement, wenn der Koffer 50 zusammengefaltet ist. Das äußere
Ende der Lasche 92 bildet einen greifbaren Teil; beim Aushärten wird es niedergedrückt,
so daß es in seiner Ruhestellung flach all der Oberfläche des Koffers anliegt, Fig.
21 zeigt ein doppelt gefaltetes Deckband mit einer lasche 92 und einer inneren elastischen
Verkleidung 93, Die Verkleidung 93 besteht aus einem dünnen Streifen, der sich in
seitlicher Querrichtunq leicht auf en doppelten Wert seiner ursprünglichen Breite
dehnen 1äbt , der jedoch einer Dehnung senkrecht zu dieser Richtung einen hohen
Widerstand entgegensetzt.
-
Vorzugsweise ist gemäß Fig. 22a und 22b ein in einer Richtung streckbares
Gewebe 93 unter einem spitzen Winkel geschnitten. In Fig. 22a und 22b und Fig. 23
repräsentieren die dargestellten Linien die Richtung sehr geringer oder keiner Dehnbarkeit,
d.h. daß Gewebe 93 läßt sich rechtwinklig zu diesen Linien leicht dehnen. Das dehnbare
Gewebe 93 ist an der inneren Oberfläche des Koffers 50 über der Ausziehverbindung
80 angeordnet. Seine Ränder 93a und 93b sind gemäß Fig. 21 mit der inneren Oberfläche
der Kofferteile 20 und 22 verbunden.
-
Gemäß Fig. 23 sind die nicht dehnbaren Fasern des in einer Richtung
dehnbaren Gewebes 93 derart orientiert, daß sie in den benachbarten Teilen der Verkleidungen
der beiden Ausziehverbindungen immer leicht auseinander laufen, wenn man den oberen
Teilen 94 der Verkleidungen von der oberen Mitte nach außen, den seitlichen
Teilen
95 der Verkleidungen von oben nach unten und den unteren Teilen 96 der Verkleidungen
von außen zur unteren Mitte hin folgt. WAuseinanderlaufentt bedeutet, daß die nicht
dehnbaren Fasern von der Mittelebene des Koffers, die durch einen in gestrichelten
Linien dargestellten Griff gekennzeichnet ist, weg in Richtung auf die Hauptseitenflächen
des Xoffers laufen. Die Ausziehrichtung des Koffers quer zu den Verkleidungsteilen
94, 95 und 96 ist durch Pfeile 97 gekennzeichnet.
-
Die Erfindung besteht also im wesentlichen in einem über seinen gesamten
Querschnitt ausziehbaren Koffer o.dgl.
-
mit einer Ausziehverbindung aus Nut- und Feder-Verbindungsschienen,
die um die einander gegenüberliegenden Kanten des Koffers o.dgl. an der Ausziehverbindung
laufen und von denen mindestens eine entweder eine partielle Lücke, eine Zuglasche
oder beides besitzt, mit deren Hilfe sich die Verbindungsschienen in rund außer
Eingriff bringen lassen.