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DE20312722U1 - Mäanderstent - Google Patents

Mäanderstent

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DE20312722U1
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stent
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helix
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/82Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/86Stents in a form characterised by the wire-like elements; Stents in the form characterised by a net-like or mesh-like structure
    • A61F2/88Stents in a form characterised by the wire-like elements; Stents in the form characterised by a net-like or mesh-like structure the wire-like elements formed as helical or spiral coils
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  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)

Description

Anwaltsakte: 20024929-2
Anmelder: Prof. Dr. med. Ernst P. Strecker
Vierordtstr. 7a
D-76228 Karlsruhe
MAANDERSTENT
Die Erfindung betrifft einen Mäanderstent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße, die in Form wenigstens eines langgestreckten Filaments, dass mittels einer Implantationsvorrichtung (3) in ein Körpergefäß (2) implantierbar ist und erst am Implantationsort seine bestimmungsgemäße Form eines Stents (1), vorzugsweise einer Spirale, einnimmt.
Ein derartiger Stent ist beispielsweise aus der DE 197 03 482 A1 vorbekannt.
Bei diesem vorbekannten Stent liegt die Besonderheit darin, dass einerseits eine hinreichende Stabilität des Mäanderstents unter gleichzeitigen Wahrung der benötigten Flexibilität dadurch erreicht wird, dass dieser Stent im Wesentlichen aus zwei Stentfilamenten aufgebaut ist, die dieser in Form zweier gegenläufiger Wendel aufbauen. Diese Filamente bestehen dabei aus einem Material hoher Elastizität und/oder mit entsprechenden Thermo-Memory-Eigenschaf ten, die beide für sich oder miteinander bewirken, dass der Stent erst am Implantationsort entweder in Folge seiner Thermo-Memory-Eigenschaft oder seiner
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Elastizität in eine vorbestimmte Formgebung springt. Dabei können die beiden Wendel aus einem einzigen Filamentdraht bestehen, der etwa am distalen Ende des Stents einen Knick, einen Bogen oder eine Schlaufe aufweist um von einem ersten in einen zweiten gegenläufigen Wendel überzugehen. Die Besonderheit der Lösung mit den beiden gegenläufigen Wendeln besteht darin, dass einerseits bei der Verwendung von zwei Wendeln die Stabilität erhöht ist, während gleichzeitig durch die Zwischenräume der Wendel für eine hinreichende Nährstoffversorgung des durch den Stent eröffneten Körpergefäßes sichergestellt ist.
Die Verwendung von zwei Wendeln bietet darüber hinaus eine Reihe weiterer Vorteile, da die Wendel in Abhängigkeit vom jeweiligen Anwendungsfall abschnittweise oder insgesamt unterschiedlich gestaltet werden können. Beispielsweise können die Steigungen der einzelnen Wendelschlaufen über die Gesamtlänge des Stents so konstruiert werden, dass sie beispielsweise Krümmungen von Körpergefäßen aufnehmen.
In der DE 197 03 482 A1 ist überdies die vorteilhafte Verwendung von Thermo-Memory-Drähten ausführlich erläutert. Im Wesentlichen liegt der Vorteil eines Thermo-Memory-Drahtes darin, dass dieser bei Temperaturen zwischen 400° und 500° 5 Celsius in eine vorbestimmte Form gebracht werden kann. Diese Form verliert sich jedoch bei einer entsprechenden Abkühlung des Thermo-Memory-Drahtes, der dabei jegliche Form und Elastizität verliert und dann als langgestreckter Draht freibeweglich und biegsam wird. Dieser Draht kann dann einfach durch einen entsprechenden Katheter implantiert werden und nimmt erst am Implantationsort infolge der Erwärmung auf die Körpertemperatur die vorstehend erläuterte, vorgeprägte Form wieder ein.
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Das Problem eines derart aus zwei Filamenten gebildeten Stents besteht darin, dass aufgrund der Schaffung eines Doppelwendeis sich ein relativ weiter Implantationsdurchmesser ergibt, der zumindest gegenüber den Ein-Wendel-Mäanderstent zum Teil erheblich vergrößert ist. Die Vorteile der vorstehend erläuterten Doppelwendel-Lösung werden somit mit einer erschwerten Implantation durch den Katheter hindurch erkauft.
Die aus dem Stand der Technik bekannte alternative Lösung mit nur einem geschlossenen Wendel sind jedoch ebenfalls nachteilig, weil sich die Wendel im Körpergefäß bei der Implantation zum Teil verschlingen oder verdrehen können und somit die bestimmungsgemäße Positionierung am Implantationsort erschwert ist. Außerdem können sich die Wendeln unerwünscht und unbeeinflusst durch die innewohnende Federspannung beim Austritt am distalen Katheterende in einer der Implantationsrichtung entgegengesetzten Richtung bewegen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich derartige Mäanderstents auch verdrehen oder sogar Schleifen ausbilden können, die den Blutfluss in dem zu behandelnden Gefäß erschweren oder sogar unterbrechen können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stent hinreichender Stabilität zur Eröffnung eines Körpergefäßes zu schaffen, der gleichzeitig soviel Flexibilität bietet, dass er unproblematisch an den gewünschten Implantationsort verbracht und dort in seiner bestimmungsgemäßen Position positioniert werden kann. Zudem soll der erfindungsgemäße Stent in bisher schlecht zugänglichen Gefäßbereichen, wie etwa der Hirngefäße, implantiert werden können.
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I··
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird mittels eines Mäanderstents gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Unteransprüche 2 bis 16.
5
Dadurch , dass der Mäanderstent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße nur von einem Filament gebildet ist, kann der Durchmesser des zu implantierenden Katheters wesentlich kleiner ausfallen, als bei einer Lösung mit zwei Filamenten mit Ausbildung gegenläufige Wendel. Gleichzeitig kann die Flexibilität dieses Filaments durch die, sich durch den wechselnden Drehsinn ergebenden Wendel des Mäanderstents gewahrt bleiben.
Dabei hat es sich bewährt wenn die Abstände der Wendel über die Länge des Mäanderstents variabel gehalten sind, da sich die Anforderungen an die Flexibilität des Mäanderstents je nach Position relativ zum Körpergefäß oder bei der Implantation durchaus unterscheiden, können. Dem trägt der flexiblere Aufbau des Mäanderstents mit wechselndem Wendelabstand eher Rechnung als ein. konstanter Wendelabstand.
Insbesondere ein größerer Wendelabstand am distalen Ende des Mäanderstent bietet den Vorteil einer erleichterten Implantation. Außerdem legt sich der Mäanderstent besser an die Gefäßwandung an.
Die Ausbildung einer durch den Wechsel des Drehsinns der Wendel geöffneten Spirale ist möglich, einerseits durch einen Aufbau eines stabilen Mäanderstents und andererseits durch die Wahl der Offenseiten eines hinreichend flexiblen
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Mäanderstents um die Implantation zu erleichtern bzw. sich an Korpergefaßkruminungen in optimaler Weise anzuschmiegen.
Konstruktiv ausgestaltet wird der Mäanderstent in Spiralform mit Offenseite mittels eines einzigen Filaments, dessen Drehsinn sich vorzugsweise innerhalb eines jeden Wendeis in der Ausbildung einer Schlaufe ändert.
Dabei können die erwähnten Schlaufen sinnvoll dazu genutzt werden, die unterschiedlichen Abstände zwischen den einzelnen Wendeln des Mäanderstents einfach dadurch zu erreichen, mittels unterschiedlicher Radien der Schlaufen die variablen Abstände bewirkt werden. Alternativ kann die selbe Wirkung mittels unterschiedlicher Steigungen der einzelnen Filamente erreicht werden.
Die zur Ausbildung des Mäanderstents eingesetzten Filamentbündel bestehen mit Vorteil ihrerseits aus Filamenten, die miteinander verdreht oder verflochten sind.
Im Fall der Verwendung derartiger Filamentbündel hat es sich als vorteilhaft erwiesen einige wenige ausgewählte Filamente ausschließlich zur Medikamentengabe einzusetzen, die nach Erfüllung dieser Funktion ggf. auch noch biologisch aufbaubar sind.
Ebenso wie sich der Abstand der Wendel der Mäanderstents über dessen Länge ändern kann, kann auch der Durchmesser des Mäanderstents über dessen Länge veränderlich ausgestaltet sein, um auch insoweit an eine optimale Anpassung an den jeweiligen Einsatzorten und betroffenen Gefäße zu erreichen.
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j.OüO =..=·.
Zusätzlich oder alternativ können die Wendel des Mäanderstents gegenüber einer gedachten Längsachse des Mäanderstents schräg angestellt sein. Hierdurch wird eine größere Dichte der zur Gefäßstützung eingesetzten Filamente zumindest abschnittsweise erreicht. Diese Ausgestaltung erschwert außerdem das mögliche und unerwünschte Umklappen einzelner Wendel des Mäanderstents am Implantationsort.
Die einzelnen Filamente sind bedarfsweise zumindest abschnittsweise mit einer dünnen Kunststoffschicht
überzogen. Dies erleichtert zum einen das Einschieben des Mäanderstents durch den Katheter und dient außerdem einer gesteigerten Körperverträglichkeit des erfindungsgemäßen Mäanderstents.
15
Dabei kann auch der zur Implantation des Mäanderstents eingesetzte Katheter analog zumindest abschnittsweise mit einer entsprechenden Kunststoffschicht versehen sein.
Schließlich ist zumindest ein Filament an einem distalseitigen Ende mit einer plattenförmigen Erweiterung versehen, die verschiedene vorteilhafte Weiterbildungen des Mäanderstents ermöglicht.
Hierzu zählt etwa der Auftrag einer Rontgenmarkierung, um die Implantation bzw. die Positionierung des Mäanderstents innerhalb eines Körpergefäßes erleichtert kontrollieren zu können. Außerdem verhindert diese Erweiterung, dass sich das Filament bei der Passage durch den Katheter während der Implantation an dessen Innenwandung verhakt.
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Diese Erweiterung dient ferner zum Anschluss eines sogenannten Pushers an den Mäanderstent, der dazu benötigt wird, den Mäanderstent durch den Katheter vorzuschieben.
Dabei können Mäanderstent und Pusher einfach miteinander verschraubt oder sonstig lösbar miteinander verbunden sein.
Die Verbindung kann dann mit Vorteil in einfacher Weise nach der Implantation gelöst werden. Hierbei ist auch ein elektrolytisches Auftrennen der Verbindung denkbar.
Zusätzlich kann der Mäanderstent an seinem dem Katheter zugewandten Ende mit einer Öse versehen sein, um den Mäanderstent nach der Behandlung eines Gefäßes eventuell wieder über einen Haken greifen und durch den Katheter entfernen zu können. Derartige Mäanderstents werden etwa zur temporären Behandlung von Körpergefäßen eingesetzt.
Es zeigen
20
Fig. 1: einen Mäanderstent mit einer geöffneten
Spirale in einer transparenten Prinzipdarstellung,
Fig. 2: den in Fig. 1 gezeigten Mäanderstent in
einer Seitenansicht,
Fig. 3: den in den Fig. 1 und 2 gezeigten Mäanderstent in einer Abwicklung, 30
Fig. 4: eine alternative Ausgestaltung des in den
Figuren 1 bis 3 gezeigten Mäanderstents mit angeschrägten Wendeln in einer Abwicklung,
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Fig. 5: den in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Mäanderstents in einer abermals alternativen Ausgestaltung mit variierender Schlaufengestaltung in einer Abwicklung, 5
Fig. 6: den in Figur 4 gezeigten Mäanderstent in einer Abwicklung und
Fig. 7: eine abermals alternative Ausgestaltung eines Mäanderstents in einer weiteren aus
schnittsweise dargestellten Abwicklung.
Der in Figur 1 gezeigte Mäanderstent 1 zur Eröffnung eines pathologischen Körpergefäßes 2 besteht im Wesentlichen aus einem, über einen Katheter 3 eingeführtes Filament 4. Das Filament 4 springt aufgrund seiner Elastizität oder seiner Thermo-Memory-Eigenschaften am Implantationsort, also in dem pathologischen Körpergefäß 2 in eine wendeiförmige Struktur und bildet somit eine geöffnete Spirale mit Wendeln 5. Dabei wird der Drehsinn eines jeden Wendeis 5 vor dem Beschreiben einer vollständigen Umdrehung durch das Filament 4 unter Ausbildung einer Schlaufe 6 umgekehrt. Hierdurch bildet sich gemäß der Darstellung in Figur 2 eine Spirale mit einer in Figur 2 dem Betrachter zugewandten Offenseite aus, wobei die Öffnung im Wesentlichen entlang einer gedachten Linie 7 parallel zu einer strichpunktierten Zentralachse 10 des Mäanderstents 1 verläuft.
Wie aus der Darstellung in Figur 3 ersichtlich, wird der Mäanderstent 1 im Wesentlichen durch ein einziges Filament 4 gebildet, dass auch ein Filamentbündel sein kann, das gemäß der Ausführung, gemäß den Figuren 1 und 2 in gleichbleibenden Abständen unter Ausbildung einer Schlaufe
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6 den Drehsinn ändert und sich in dreidimensionaler Hinsicht zu einer beidseits geöffneten Spirale am Implantationsort ausbildet.
In der alternativen Ausgestaltung gemäß Figur 4 kann der Mäanderstent 1 auch mit schräg angestellten Wendeln aufgebaut sein, wobei die Filamente 4 gegenüber einer gedachten Längsachse 10 des Mäanderstents schräg angestellt sind. Durch die Schrägstellung der Filamente 4 ist einerseits die Implantation des Mäanderstents 1 erleichtert aber auch die Gefäßwandung 3 besser abgestützt. Der in Figur 4 gezeigte Mäanderstent 1 ist mit angeschrägten Wendeln verbunden. Die Anordnung von schräg gestellten Wendeln hat den Vorteil, dass an einigen Stellen des Mäanderstents 1 eine größere Dichte an stützendem Drahtmaterial über die Länge des Mäanderstents gesehen erzielt wird. Ferner vermeidet diese Anordnung, dass einzelne Wendel zur Seite umkippen.
An dem dem Katheter 3 zugewandten Ende des Filaments 4 ist eine Erweiterung 9 zur Verbindung mit einem Pusher 8 vorgesehen. Die Erweiterung 9 ist mit einer Markierung für eine Röntgenkontrolle versehen. Die Röntgenkontrolle dient dazu, die lagerichtige Platzierung des Mäanderstents 1 in dem zu behandelnden Gefäß 3 zu kontrollieren und ferner die Implantation des Mäanderstents 1 zu überwachen. Der Pusher 8 ist ein lang gestreckter Draht mit dem der Mäanderstent 1 bzw. die den Mäanderstent 1 bildenden Filamente 4 innerhalb des Katheters 3 vorgeschoben werden. Der Pusher 8 mündet auf der dem Mäanderstent 1 zugewandten Stirnseite in einen Rohrzylinderstutzen 11, der über ein nicht weiter dargestellten Innengewinde mit einem nicht weiter gestellten Außengewinde der Erweiterung 9 verschraubt ist.
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Die Verbindung des Pushers 8, eines sogenannten Schiebedrahts, mit dem Mäanderstent 1 sorgt dafür, dass die langgestreckten Filamente 4 zum Aufbau des Mäanderstents 1 sicher durch den Katheter 3 geschoben werden können. 5
Der auf den Pusher 8 aufgesetzte Rohrstutzen 11 hat den Vorteil, dass der Pusher beim Vorschieben des Mäanderstents 1 nicht an dem entsprechenden Zuführkatheter vorbeigleiten kann. Durch den Rohrstutzen 11 wird also eine größere Implantationssicherheit erreicht. Solange der Mäanderstent 1 noch nicht von dem Pusher 9 getrennt wurde, kann der Mäanderstent 1 bedarfsweise über die Verbindung mit dem Rohrstutzen 11 wieder zurückgezogen werden, um beispielsweise eine etwa fehlerhafte Implantation bzw. Lage des Mäanderstents 1 im Körpergefäß 3 zu korrigieren. Eine weitere Möglichkeit derartige Korrekturen vorzusehen ist gemäß der in Figur 6 gezeigten Öse 12 am Ende des Mäanderstents 1 gegeben. Mittels eines entsprechenden mit dem Pusher 8 verbundenen hier nicht weiter dargestellten Hakens kann in das den Mäanderstent 1 bildende Filament 4 eingehakt und dieses somit durch den Katheter 3 zurückgezogen werden.
Einige weitere alternative Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Mäanderstents 1 sind in Figur 5 gezeigt. Gemäß Figur 5 kann zur besseren Anpassung des Mäanderstents 1 an das jeweils zu behandelnde Gefäß bzw. den Implantationsort auch dadurch variiert werden, dass zwar die Schlaufe 6, 6', &zgr;,'' des Mäanderstents 1 in Ihrer Krümmung variiert werden und somit die Abstände zwischen den einzelnen Wendeln über die Länge des Mäanderstents 1 gesehen durchaus unterschiedlich sind. Alternativ kann durch eine entsprechend verlängerte Schlaufe 6'' auch einen größerer Durchmesser
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des Mäanderstents 1 innerhalb eines definierten Mäanderstentabschnitts erreicht werden. Die Ausgestaltung der Schlaufen 6, 6', S'' dient also der individuellen Anpassung des Mäanderstents 1 an die jeweiligen Anforderungen des jeweiligen Implantationsorts.
Eine besondere Ausgestaltung des Mäanderstents ist mit der in Figur 7 gezeigten Abwicklung dargestellt. Diese Ausgestaltung des Mäanderstents 1 bietet des Vorteil einer besonders stabilen Lage des Mäanderstents 1 innerhalb des zu behandelnden Gefäßes 3.
Vorstehend ist somit der Aufbau eines Mäanderstents 1 aus einem einzigen Filament 4 beschrieben, wobei das einzige Filament 4 gegebenenfalls aus mehreren oder miteinander verbundenen Filamenten gebildet sein kann. Die Besonderheit des Aufbaus des Mäanderstents 1 liegt darin, dass eine Spiralform mit einer mehr oder minder geöffneten Offenseite aufgebaut wird. Die Gestaltung der Offenseite aber auch der 0 Wendelstruktur und des Mäanderstents 1 insgesamt kann variieren und hat bei der Implantation den großen Vorteil, dass gegebenenfalls nur ein einziges langgestrecktes Filament 4 durch den Katheter 3 transportiert werden muss.
Geitz & Truckenmülltbr·^ ' :··'"··:
Patentanwälte Kriegsstraße 234 · D-76135 Karlsruhe
Anwaltsakte: 20024929-2
Anmelder: Prof. Dr. med. Ernst P. Strecker Vierordtstr. 7a D-76228 Karlsruhe
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Mäanderstent
2 Körpergefäß
3 Katheter 20
4 Filament
5 Wendel
6 6', 6" Schlaufe
7 gedachte Linie
8 Pusher
30
9 Erweiterung
10 Zentralachse 11 Rohrstutzen 12 Öse

Claims (16)

1. Mäanderstent zur Behandlung pathologischer Körpergefäße, die in Form wenigstens eines langgestreckten Filaments, dass mittels einer Implantationsvorrichtung (3) in ein Körpergefäß (2) implantierbar ist und erst am Implantationsort seine bestimmungsgemäße Form eines Stents (1), vorzugsweise einer Spirale, einnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Mäanderstent (1) zumindest nach der Implantation die Form einer zumindest abschnittsweise geöffneten Spirale mit zumindest mehreren Wendeln (5) aufweist, wobei sich zumindest abschnittsweise der Drehsinn eines Wendels (5) je Wendel (5) wenigstens einmal umdreht.
2. Mäanderstent nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der von dem oder den Filamenten gebildeten Wendel über die Länge des Mäanderstents (1) variieren.
3. Mäanderstent nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Spiralwendel am distalen Ende des Mäanderstents (1) gegenüber den übrigen Wendeln vergrößert ist.
4. Mäanderstent nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das implantierte Filament (4) im Bereich des geöffneten Spiralabschnitts den Drehsinn des jeweiligen Wendels (5) unter Ausbildung einer Schlaufe (6, 6', 6") ändert.
5. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die variablen Abstände der Spiralwendel mittels unterschiedlicher Radien der Schlaufen (6, 6', 6") und/oder unterschiedlicher Steigungen der die Wendel ausbildenden Filamente (4) bzw. Filamentbündel bewirkt sind.
6. Mäanderstent nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet das die Filamentbündel aus miteinander verflochtenen und/oder verdrehten Filamenten (4) gebildet sind.
7. Mäanderstent nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einige der Filamentbündel solche Filamente (4) integriert sind, die zur Medikamentenabgabe geeignet und vorzugsweise biologisch abbaubar sind.
8. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auch der Durchmesser des implantierten Mäanderstents (1) über dessen Länge hin veränderlich ausgestaltet ist.
9. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wendel des in ein Körpergefäß (2) implantierten Mäanderstents (1) bei bestimmungsgemäßer Implantation gegenüber der Längsachse dieses Körpergefässes (2) schräg angestellt angeordnet sind.
10. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der den Mäanderstent (1) ausbildenden Filamente (4) und/oder Filamentbündel zumindest abschnittweise mit einer, vorzugsweise dünnen, Kunststoffschicht, insbesondere aus PTFE, überzogen sind.
11. Mäanderstent nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auch der zur Implantation des Mäanderstents (1) eingesetzte Katheter (3) mit einer, vorzugsweise dünnen, Kunststoffschicht, insbesondere aus PTFE, überzogen sind.
12. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Filament (4) und/oder Filamentbündel zumindest an dessen distalseitigen Ende mit einer plattenförmigen Erweiterung (9) zum Auftrag einer Markierung versehen ist.
13. Mäanderstent nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterung (9) mit der Markierung von einem zumindest an dessen distalseitiger Stirnseite geöffneten Rohrzylinderstutzen (11) übergriffen ist, der auf einem Pusher (8) befestigt zum Einführen des Mäanderstents (1) befestigt ist.
14. Mäanderstent nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Mäanderstent (1) mittels einer Gewindeverschraubung mit dem Pusher (8) lösbar derart verbunden ist, dass die Erweiterung (9) ein Außen- und der mit dem Pusher (8) verbundene Rohrzylinderstutzen (11) ein Innengewinde aufweist, die miteinander verschraubbar sind
15. Mäanderstent nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Pusher (8) und der plattenförmigen Erweiterung, vorzugsweise elektrolytisch, lösbar ist.
16. Mäanderstent nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Mäanderstent (1) an seinem dem Pusher (8) zugewandten Ende mit einer Öse (12) versehen ist.
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