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DE20303348U1 - Tambourwagen - Google Patents

Tambourwagen

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Publication number
DE20303348U1
DE20303348U1 DE20303348U DE20303348U DE20303348U1 DE 20303348 U1 DE20303348 U1 DE 20303348U1 DE 20303348 U DE20303348 U DE 20303348U DE 20303348 U DE20303348 U DE 20303348U DE 20303348 U1 DE20303348 U1 DE 20303348U1
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DE
Germany
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reel
carriage
wheels
winding
chassis
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE20303348U
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English (en)
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Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Paper Patent GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voith Paper Patent GmbH filed Critical Voith Paper Patent GmbH
Priority to DE20303348U priority Critical patent/DE20303348U1/de
Publication of DE20303348U1 publication Critical patent/DE20303348U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/22Changing the web roll in winding mechanisms or in connection with winding operations
    • B65H19/30Lifting, transporting, or removing the web roll; Inserting core
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H19/00Changing the web roll
    • B65H19/10Changing the web roll in unwinding mechanisms or in connection with unwinding operations
    • B65H19/12Lifting, transporting, or inserting the web roll; Removing empty core
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2301/00Handling processes for sheets or webs
    • B65H2301/40Type of handling process
    • B65H2301/41Winding, unwinding
    • B65H2301/417Handling or changing web rolls
    • B65H2301/418Changing web roll
    • B65H2301/4181Core or mandrel supply
    • B65H2301/41816Core or mandrel supply by core magazine within winding machine, i.e. horizontal or inclined ramp holding cores
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2405/00Parts for holding the handled material
    • B65H2405/40Holders, supports for rolls
    • B65H2405/42Supports for rolls fully removable from the handling machine
    • B65H2405/422Trolley, cart, i.e. support movable on floor

Landscapes

  • Replacement Of Web Rolls (AREA)

Description

Tambourwagen
Die Erfindung betrifft einen Tambourwagen mit einem Chassis, das eine Tambouraufnahme aufweist.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von Problemen beschrieben, die bei der Herstellung von Papieren bestehen. Sie ist aber auch bei anderen Produktionsanlagen verwendbar, bei denen ähnliche Probleme mit großen Rollen auftreten, beispielsweise bei der Herstellung von Kartonbahnen, Kunststoffbahnen oder ähnlichem.
Papierbahnen werden in der Regel "endlos" produziert. Da viele Bearbeitungsschritte bei der Herstellung aber nicht "online" erfolgen können, müssen die Papierbahnen am Ende einer Bearbeitungsstation aufgewickelt, zur nächsten Bearbeitungsstation transportiert und dort wieder abgewickelt werden. Für diesen Zwischentransport in einer Papierfabrik verwendet man sogenannte Tambou-
DRESDNER *3&Agr;&Ggr;·5&kgr;&idigr; FRANKFURT/JvI.
"ÄTJ FRANKFUrT/M**3425*605 (BLZ 50010060)
5.\&i.fJ:-cc5de5dr^ de ff
re, also mechanisch relativ stabile Rollenkerne, die in der Regel aus Metall gebildet sind. Auf einen derartigen Tambour wird eine Papierbahn in großer Länge und voller Breite aufgewickelt. Derartige Tamboure können bei einer- Breite von 10 m und einem Durchmesser von über 3 m durchaus ein Gewicht von über 100 t aufweisen. Zum Transport der Tamboure innerhalb der Papierfabrik verwendet man die obengenannten Tambourwagen, auf denen die Tamboure abgelegt werden. Die Tambourwagen können dementsprechend zumindest zeitweise auch als Speicheroder Vorratsplatz verwendet werden, auf dem die Tamboure für kurze Zeit zwischengelagert werden können. Alternativ dazu ist es natürlich auch möglich, eine Jumbo-Rolle oder einen leeren Tambour mit einem Hallenkran von einer Position zur nächsten zu befördern.
Um zu vermeiden, daß man bei Verwendung einer Papierbahn von einer neuen Jumbo- oder Mutter-Rolle die Papierbahn wieder neu durch eine Bearbeitungsstation ein-0 fädeln muß, ist es bekannt, das Ende der ablaufenden Papierbahn mit dem Anfang einer zulaufenden Papierbahn zu verbinden. Diese Verbindung wird, wenn sie während des Betriebs erfolgt, auch als "flying splice" bezeichnet. Voraussetzung für einen derartigen flying splice ist, daß man mindestens zwei Jumbo-Rollen, nämlich die sich dem Ende zuneigende und die volle, in der Abwikkelposition vorrätig hält. Ahnliche Überlegungen gelten für die Aufrollung. Das Beladen der Abwickelstation bzw. das Entladen der Aufwickelstation erfordert eine gewisse Zeit und erfordert Belade- und Entladevorrichtungen, die teuer und kompliziert sind und für ihre Funktion ebenfalls Zeit benötigen. Die Auslegung derar-
• 9
&ugr;&igr;·&udiagr;.&idiagr;·&ogr;:
tiger Ab- bzw. Aufrollungen begrenzt den maximalen Durchmesser der Jumbo-Rollen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Flexibilität in einer Papierfabrik zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird bei einem Tambourwagen der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Tambouraufnahme als Wickellagerung ausgebildet ist.
Man benutzt den Tambourwagen also nicht mehr nur als statisches Medium, mit dem zwar ein Transport der Tamboure oder der darauf aufgewickelten Jumbo-Rollen von einer Position zur nächsten möglich ist. Man legt die Tambouraufnahme vielmehr so aus, daß die Tamboure und die darauf aufgewickelten Jumbo-Rollen mit normaler Wickelgeschwindigkeit gedreht werden können. Mit anderen Worten ist es erforderlich, daß die Tambouraufnahme den dabei auftretenden statischen und dynamischen BeIa-0 stungen standhält. In diesem Fall kann man den Tambourwagen als Aufwickel- bzw. Abwickelstation verwenden, d.h. es ist nicht länger erforderlich, daß man eine Jumbo-Rolle oder einen Tambour vom Tambourwagen abhebt und in eine Aufroll- bzw. Abwickelstation einlegt. Es reicht aus, wenn man den Tambourwagen in die entsprechende Station einfährt. Da dabei keine aufwendigen Umsetzbewegungen mit Hilfe eines Hallenkrans erforderlich sind, spart dies zum einen Zeit. Zum anderen spart man in teilweise erheblichem Maße Einrichtungen, die beim Einlegen bzw. Ausheben der Jumbo-Rollen in eine Wickelstation bzw. aus einer Wickelstation erforderlich sind.
Vorzugsweise ist eine Antriebssteuerung auf dem Chassis angeordnet. Eine Antriebssteuerung bedeutet bei einer Abwicklung eine Einrichtung, mit der die Jumbo-Rolle beim Abwickeln gebremst werden kann, um die notwendige Bahnspannung beizubehalten. Im Fall einer Aufwicklung beinhaltet die Antriebssteuerung einen Antriebsmotor, mit dem man den Tambour und die sich darauf bildende Jumbo-Rolle drehen kann. Beides kann unter Umständen durch die gleiche elektrische Maschine realisiert werden, die in einem Fall als Bremsgenerator arbeitet und im anderen Fall als Antriebsmotor. Dadurch, daß die Antriebssteuerung auf dem Tambourwagen angeordnet ist, kann man die Verbindung zwischen der Jumbo-Rolle bzw. dem Tambour und der Antriebssteuerung schon vornehmen, wenn sich der Tambourwagen noch nicht in der Auf- oder Abwickelposition befindet. Die Rüstzeiten, die man zum Ein- bzw. Ausbringen einer Jumbo-Rolle bzw. eines Tambours in eine Auf- oder Abwickelposition benötigt, bleiben daher klein.
Vorzugsweise ist mindestens ein elektrischer Verbraucher auf dem Chassis angeordnet, der ein lösbares elektrisches Kupplungselement aufweist. Der elektrische Verbraucher kann beispielsweise die Antriebssteuerung sein. Die lösbare elektrische Kupplung ermöglicht es, daß man den Verbraucher in den Positionen mit der notwendigen elektrischen Energie versorgt, ohne daß es erforderlich ist, die elektrische Energie auch während des Transports von einer Position zur nächsten bereitzuhalten. Wenn der Tambourwagen in eine Aufrollstation oder eine Abwickelstation eingefahren wird, kann man die elektrische Verbindung herstellen. Während einer Verlagerung des Tambourwagens von einer Position zur
nächsten kann die elektrische Verbindung hingegen gelöst werden.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß das Kupplungselement eine Energieversorgungsstrecke und eine Kommunikationsstrecke aufweist. Über die Energieversorgungsstrecke kann die benötigte elektrische Energie auf den Tambourwagen übertragen werden. Über die Kommunikationsstrecke kann ein Datenaustausch erfolgen, so daß auf dem Tambourwagen die Informationen vorhanden sind, die erforderlich sind, um ein Auf- bzw. Abwickeln des Tambours unter den gewünschten Bedingungen realisieren zu können.
Vorzugsweise ist eine elektrische Maschine an der Wikkellagerung angeordnet. Die elektrische Maschine kann beispielsweise als Bremsgenerator verwendet werden. Mit Hilfe des Bremsgenerators läßt sich die notwendige Wikkelspannung beim Abwickeln aufrecht erhalten. Die Maschine kann auch als Antriebsmotor verwendet werden.
Vorzugsweise weist die Wickellagerung eine Höhe auf, die geringer ist als ein Abstand zwischen einem Fußboden, auf dem der Tambourwagen verfahrbar ist, und einer stationären Anklebewalze. Damit läßt sich der Tambourwagen mit aufgesetztem Tambour dann unter der Anklebewalze hindurchfahren, wenn er nahezu abgewickelt oder noch nicht aufgewickelt ist. Wenn eine Jumbo-Rolle auf dem Tambour aufgewickelt ist, dann ist diese Bedingung zwar nicht mehr unbedingt erfüllt. In diesem Fall ist es aber auch nicht notwendig, daß sich der Tambourwagen unter einer Anklebewalze hindurchbewegt.
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Vorzugsweise weist der Taitibourwagen einen ersten Rädersatz auf, mit dem er parallel zu einer ersten Richtung verfahrbar ist, und einen zweiten Rädersatz, mit dem er parallel zu einer zweiten Richtung verfahrbar ist, die senkrecht zur ersten Richtung verläuft, wobei die Rädersätze alternativ verwendbar sind. Mit dieser Ausgestaltung ist es beispielsweise möglich, den Tambourwagen von der Seite, also senkrecht zur Abzieh- bzw. Aufwickelrichtung, in eine Wickelposition zu verfahren.
Mit dem anderen Rädersatz ist es möglich, den Tambourwagen in die Abzieh- bzw. Aufwickelrichtung zu verfahren, um beispielsweise eine Positionsänderung von einer Bereitschaftsposition in eine Wickelposition durchführen zu können.
Hierbei ist besonders bevorzugt, daß zumindest ein Rädersatz mit einer Hebeeinrichtung versehen ist. Mit Hilfe der Hebeeinrichtung ist es möglich, entweder den einen Rädersatz auf den Fußboden oder eine Fahrbahn, beispielsweise Schienen, aufzusetzen und die Räder des anderen Rädersatzes vom Fußboden abzuheben oder eben die anderen Räder auf den Fußboden aufzusetzen und die ersten Räder abzuheben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einer bevorzugten Ausgestaltung in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
Fig. 1 einen Tambourwagen in einer Aufrollposition neben einem Tambourwagen mit einem vollbewik-
kelten Tambour,
Fig. 2 den Tambourwagen in einer Abrollposition neben einem Tambourwagen mit einer neuen Jumbo-Rolle,
Fig. 3 den Tambourwagen in schematischer Draufsicht,
Fig. 4 eine Darstellung zur Erläuterung des Wechselns von Positionen von Tambourwagen und
Fig. 5 eine schematische Darstellung zur Erläuterung von Bewegungsabläufen beim Wechseln von Tambouren.
Fig. 1 zeigt einen Tambourwagen 1 mit einem Chassis 2, auf dem auf einer Halterung 3 eine Tambouraufnahme 4 angeordnet ist. In der Tambouraufnähme ist ein Tambour 5 mit seinen Zapfen 6 eingelegt. Der Tambour 5 ist eine relativ massiv ausgebildete Stahlachse mit einer axialen Länge, die etwas größer ist als die Breite einer aufzuwickelnden Papierbahn 7.
Die Tambouraufnahme 4 dient aber nicht nur der stationären Lagerung des Tambours 5. Sie ist vielmehr so ausgelegt, daß der Tambour 5 in der Tambouraufnahme 4 mit Wickelgeschwindigkeit rotieren kann. Mit anderen Worten ist es möglich, die Papierbahn 7 auf dem Tambourwagen 1 zu einer Jumbo-Rolle 8 aufzuwickeln, wie sie auf einem Tambourwagen 9 dargestellt ist, der in Richtung von Pfeilen 10 aus der Wickelposition herausgefahren worden ist, in der sich der Tambourwagen 1 befindet.
In der Wickelposition ist eine Tragtrommel 11 angeordnet, an der die sich auf dem Tambour 5 bildende Jumbo-
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Rolle anliegt, wenn die Papierbahn 7 aufgewickelt wird. Die Tragtrommel 11 ist an einer nicht näher dargestellten Stuhlung angeordnet und kann dazu verwendet werden, die Jumbo-Rolle anzutreiben und eine Wickelhärte durch einen .Anlagedruck einzustellen. Natürlich ist es auch möglich, statt eines derartigen Poperollers einen Freiwickler zu verwenden, d.h. die Jumbo-Rolle nur zentrisch anzutreiben.
Ein Vorroller 12 ist vorgesehen, um einen Tambour 5a vorzubeschleunigen. Weitere Tamboure 5b, 5c werden in einem Leertambourmagazin 13 vorrätig gehalten. Der Vorroller 12 weist einen Schwenkarm 14 auf, mit dem der neue Tambour 5a in Richtung des Pfeiles 15 zur Ablage auf den Tambourwagen 1 geschwenkt werden kann.
Eine Luftdüse 16 ist an der Halterung 3 vorgesehen. Sie erleichtert den Wechsel zwischen zwei Tambouren, d.h. die Überleitung der Materialbahn von einer vollen Jumbo-Rolle 8 auf einen leeren Tambour 5.
Der Tambourwagen 1 weist zwei Sätze von Rädern auf. Ein erster Satz von Rädern 17 ist vorgesehen, um den Tambourwagen 1 in Richtung des Pfeiles 10 zu verfahren.
Dies ist die Richtung, in der die Papierbahn 7 zuläuft. Die Räder 17 des ersten Satzes werden auch verwendet, um den Tambourwagen 1 beim Wickeln von der Tragtrommel 11 langsam wegzufahren, um dem sich ändernden Durchmesser der Jumbo-Rolle 8 Rechnung zu tragen.
Ein zweiter Satz Räder 18 ist vorgesehen, um den Tambourwagen 1 senkrecht zu dieser Richtung zu verfahren, d.h. bezogen auf die Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene.
-9-
Diese Räder 18 werden verwendet, um den Tambourwagen 1 in die in Fig. 1 dargestellte Wickelposition hinein zu fahren. Dies wird weiter unten im Zusammenhang mit Fig. 5 erläutert werden.
5
Die Räder 17, 18 können, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, abwechselnd auf den Fußboden 19 abgesenkt werden, so daß der Tambourwagen 1 immer nur mit einem Satz Räder 17, 18 auf dem Fußboden aufsteht. Auf dem Fußboden können Schienen 20 für die Räder 17 des ersten Satzes und Schienen 21 für die Räder 18 des zweiten Satzes vorgesehen sein, siehe hierzu Fig. 3.
Fig. 2 zeigt den Tambourwagen 1 in einer Abrollposition. Gleiche Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Der in der Abrollposition befindliche Tambourwagen 1 steht unter einer Stuhlung 22, an der eine Anklebewalze 23 an einem Hebel 24 schwenkbar befestigt ist. Ein Messer 25 ist vorgesehen, um die vom Tambour 5 abgezogene Papierbahn 7 zu durchtrennen.
Die Tambouraufnahme 4 ist in einer solchen Höhe über dem Fußboden 19 angeordnet, daß der Tambourwagen 1 mit aufgesetztem Tambour 5 unter der Anklebewalze 23 hindurchbewegt werden kann. Ein vollbewickelter Tambourwagen 8, wie er auf einem weiteren Tambourwagen 9 rechts neben dem soeben dargestellten Tambourwagen 1 bereitgehalten wird, kann hingegen nicht unbedingt unter der Anklebewalze 23 hindurchgefahren werden.
Der neue Tambour 8 ist bereits mit einer Klebestelle versehen. Sobald der auf dem Tambourwagen 1 befindliche Tambour 5 weit genug abgewickelt worden ist, wird die abgezogene Papierbahn mit Hilfe des Messers 25 durchtrennt und durch die Anklebewalze 23 gegen die Klebestelle 26 geschwenkt, so daß man einen "flying splice" realisieren kann. Die Papierbahn wird dann weiter von der Jumbo-Rolle 8 abgewickelt. Wenn der Durchmesser der Jumbo-Rolle 8 weit genug abgenommen hat, dann kann der Tambourwagen 9 in die Position des Tambourwagens 1 in Richtung des Pfeiles 10 verschoben werden. Solange der Tambourwagen 1 oder der Tambourwagen 9 noch stationär gehalten werden muß, sind die Räder 17 des ersten Satzes abgehoben und nur die Räder 18 stehen auf dem Fußboden 19 auf und blockieren dadurch eine Bewegung der Tambourwagen 1, 9 in Abzugrichtung der Papierbahn 7.
Fig. 3 zeigt den Tambourwagen 1 in schematischer Draufsicht mit der Jumbo-Rolle 8, die mit dem Tambour 5 in der Tambouraufnahme 4 liegt. Der Tambour 5 ist mit einem elektrischen Motor 27 verbunden, der einerseits (in der Aufwickelposition) als Antrieb verwendet werden kann, andererseits (in der Abwicklung) als Bremsgenerator. In bekannter, aber nicht näher dargestellter Weise kann der Motor 27 auch über ein Getriebe auf den Tambour 5 wirken.
Eine elektrische Steuerung 28 ist vorgesehen, um den Motor 27 zu steuern. Die elektrische Steuerung 28 weist eine lösbare elektrische Steckkupplung 29 auf, die mit einer stationären Gegenkupplung 30, 31 oder einer beweglichen Gegenkupplung 32 in Eingriff gebracht werden kann, um eine Energieübertragung zum elektrischen Motor
27 zu ermöglichen. Die bewegliche Kupplung 32 ist in Richtung des Doppelpfeiles 33 verlagerbar, um auch bei einer Bewegung des Tambourwagens 1 in Richtung des Pfeiles 10 eine Energieübertragung zu ermöglichen. 5
Die Kupplung 29 kann so ausgebildet sein, daß sie zum einen in der Lage ist, elektrische Energie zu übertragen, und zum anderen auch dazu, elektrische Signale zu übertragen, um den Motor 27 beim Wickeln in Abhängigkeit von vorgegebenen Parametern zu steuern.
Eine Hydraulikeinheit 34 ist vorgesehen, um hydraulische Anpreßelemente 35 anzusteuern, mit denen der Tambourwagen auf dem Fußboden 19 abgestützt werden kann, um ihn in Position zu halten. Für die hydraulischen Anpreßelemente 35 können Schienen 36 vorgesehen sein.
Wenn ein Tambour 5 bis auf eine Restmenge der Papierbahn 7 abgewickelt worden ist, dann wird auf den Schienen 21 ein Tambourwagen 9 mit einer neuen Jumbo-Rolle in Richtung des Pfeiles 37 in die Abwickelposition gefahren. Durch Einkuppeln der Kupplung 2 9 mit der Kupplung 30 wird die Energieversorgung hergestellt und die Jumbo-Rolle 8 wird beschleunigt. Sobald die Überleitung vom Tambour 5 auf die Jumbo-Rolle 8 erfolgt ist, wird die Kupplung 38 zwischen dem Motor 27 und dem Tambour gelöst (Doppelpfeil 39) und der Tambourwagen 1 in Richtung des Pfeiles 40 aus der Wickelposition herausgefahren. Auch hier können wiederum Schienen 21 verwendet 0 werden. Der Tambourwagen 9 mit der Jumbo-Rolle 8 wird dann mit der beweglichen Kupplung 32 gekuppelt und in die Position verfahren, die zuvor der Tambourwagen 1 eingenommen hatte (Pfeil 10). Dort wird er mit der wei-
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teren stationären Kupplung 31 gekuppelt. Die bewegliche Kupplung 32 kann wieder in ihre Ausgangsposition zurückgefahren werden.
Anhand von Fig. 5 soll nun dargestellt werden, wie man mit mehreren Tambourwagen einen quasi kontinuierlichen Betrieb beim Abwickeln der Papierbahn 7 erreichen kann. In entsprechender Weise läßt sich natürlich auch das Aufwickeln realisieren.
In einer Beladeposition 41 wird ein Tambourwagen mit einer vollen Jumbo-Rolle beladen und dann in Richtung des Pfeiles 37 auf den Schienen 21 in eine Einfahrposition 42 verfahren. Gestrichelt ist alternativ eine seitliche Beladeposition 43 dargestellt. In der Einfahrposition 42 wird die Bahn von dem fast leeren Tambour 5 auf die volle Jumbo-Rolle 8 übergeleitet und die Bahn wird dann von der Jumbo-Rolle 8 abgewickelt. Sobald der Durchmesser der Jumbo-Rolle weit genug abgenommen hat, wird der Tambourwagen in eine Wechselposition 44 verfahren. Hierzu werden die Schienen 20 verwendet. Wenn der Wechsel erfolgt ist, wird der Tambourwagen in Richtung des Pfeiles 40 in eine Entladeposition 45 verfahren. Von dort kann er wieder in die Beladeposition 41 verfahren werden. Es läßt sich also ein Kreislauf realisieren. Alternativ ist eine weitere Entladeposition 46 gestrichelt dargestellt, die sozusagen in Reihe mit der Einfahr- und Wechselposition 42, 44 liegt.
Mit dem Tambourwagen läßt sich also eine Abrollung realisieren, bei der der volle Tambour mit der Jumbo-Rolle 8 auf dem Tambourwagen 9 in den Bahnverlauf einer Bear-
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-13-
beitungseinrichtung, beispielsweise einer Streichanlage, hineingefahren wird. Dort wird er mit einer elektrischen Kupplung verbunden und aus dieser Position abgewickelt. Der Motor 27 bildet den Bremsgenerator. Der Motor 27 und die gesamte Elektrotechnik einschließlich der Antriebssteuerung 28 befinden sich auf dem Tambourwagen 1, 9.
Die An- bzw. Abkupplung zwischen dem Motor 27 und dem Tambour 5 erfolgt mechanisch beim An- bzw. Ausheben durch eine Krananlage.
Wenn die Jumbo-Rolle 8 auf den Wechseldurchmesser abgewickelt worden ist, wird die bewegliche Steckverbindung 32 eingekuppelt und anschließend die stationäre Steckverbindung 29, 30 ausgekuppelt. Der Tambourwagen kann dann quer verschoben werden, ohne die elektrische Verbindung zu unterbrechen. Anschließend wird der Tambourwagen in die Wechselposition gefahren. Die in dieser Position vorhandene stationäre Steckkupplung 31 wird eingekuppelt und anschließend die bewegliche Steckverbindung 32 ausgekuppelt und in die Einfahrposition zurückgeführt.
Wie oben geschildert, läßt sich dann ein automatischer splice durchführen. Die Messung des für den automatischen splice benötigten Tambourdurchmessers erfolgt beim Einlegen des Tambours 5 auf dem Tambourwagen. Ebenso wird die Klebestelle 26 zu einer bestimmten Position ausgerichtet und die Stellung ist für die weitere Auswertung abgespeichert worden.
-14-
Nach dem Wechseln wird die Zugregelung auf den neuen Tambour umgeschaltet. Der alte Tambour wird abgebremst und wickelt die Restbahn auf. Anschließend wird die elektrische Steckverbindung 31 ausgekuppelt und der Tambourwagen mit dem Leertambour fährt in die Entladeposition 45.
Das Verfahren der Tambourwagen 1, 9 erfolgt über einen Mitnehmer, der zwischen den Schienen 20 bzw. 21 verfahrbar ist und beispielsweise so ausgebildet sein kann, wie dies aus Autowaschanlagen bekannt ist. Die seitliche Verschiebung kann bei kleineren Wegstrecken auch mit hydraulischen Zylindern erfolgen, die sich ebenfalls auf dem Tambourwagen befinden. Andernfalls ist auch für die seitliche Bewegung eine im Fußboden vorhandene Mitnehmeranordnung vorgesehen.
In der Entladeposition 45 wird der alte Tambour 5 entsorgt. Der Wechsel der Positionen erfolgt im Umlauf, so 0 daß man theoretisch mit zwei Tambourwagen auskommt. Für einen schnellen Wechsel sind jedoch mindestens drei Tambourwagen in diesem Kreisverkehr notwendig.
Dargestellt wurde eine Ausgestaltung, bei der die Tambourwagen für die Aufrollung und für die Abrollung im wesentlichen gleich ausgebildet sind. In diesem Fall kann man einen in der Abwickelposition abgewickelten Leertambour auf dem Tambourwagen in die Aufwickelposition verfahren. Es ist aber auch möglich, für das Aufwickeln und für das Abwickeln unterschiedliche Tambourwagen zu verwenden, die dann speziell an ihre jeweiligen Aufgaben angepaßt sind.

Claims (8)

1. Tambourwagen mit einem Chassis, das eine Tambouraufnahme aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tambouraufnahme (4) als Wickellagerung ausgebildet ist.
2. Tambourwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Antriebssteuerung (28) auf dem Chassis (2) angeordnet ist.
3. Tambourwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein elektrischer Verbraucher (27, 28) auf dem Chassis (2) angeordnet ist, der ein lösbares elektrisches Kupplungselement (29) aufweist.
4. Tambourwagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungselement (29) eine Energieversorgungsstrecke und eine Kommunikationsstrecke aufweist.
5. Tambourwagen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Maschine (27) an der Wickellagerung (4) angeordnet ist.
6. Tambourwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickellagerung (4) eine Höhe aufweist, die geringer ist als ein Abstand zwischen einem Fußboden (19), auf dem der Tambourwagen (1, 9) verfahrbar ist, und einer stationären Anklebewalze (23).
7. Tambourwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß er einen ersten Rädersatz (17) aufweist, mit dem er parallel zu einer ersten Richtung verfahrbar ist, und einen zweiten Rädersatz (18), mit dem er parallel zu einer zweiten Richtung verfahrbar ist, die senkrecht zur ersten Richtung (10) verläuft, wobei die Rädersätze (17, 18) alternativ verwendbar sind.
8. Tambourwagen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Rädersatz (17, 18) mit einer Hebeeinrichtung versehen ist.
DE20303348U 2003-03-01 2003-03-01 Tambourwagen Expired - Lifetime DE20303348U1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2816651A4 (de) * 2012-02-13 2015-07-22 Nissan Motor Fördervorrichtung und förderverfahren
EP4163239A1 (de) * 2021-10-11 2023-04-12 Rodolfo Comerio Srl System zum abwickeln und schnellen wechseln von rollen in einer linie zur herstellung eines blattprodukts

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