[go: up one dir, main page]

DE2028169A1 - Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating - Google Patents

Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating

Info

Publication number
DE2028169A1
DE2028169A1 DE19702028169 DE2028169A DE2028169A1 DE 2028169 A1 DE2028169 A1 DE 2028169A1 DE 19702028169 DE19702028169 DE 19702028169 DE 2028169 A DE2028169 A DE 2028169A DE 2028169 A1 DE2028169 A1 DE 2028169A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
hydrophilic
sulfur
acids
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702028169
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr Naarmann Herbert Dr 6700 Ludwigshafen Schneider Kurt Dr 6703 Limburgerhof Willersinn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Badische Anilin and Sodafabrik AG filed Critical Badische Anilin and Sodafabrik AG
Priority to DE19702028169 priority Critical patent/DE2028169A1/de
Publication of DE2028169A1 publication Critical patent/DE2028169A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/68Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen
    • C08G63/688Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing sulfur
    • C08G63/6884Polyesters containing atoms other than carbon, hydrogen and oxygen containing sulfur derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyesters Or Polycarbonates (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke Die Erfindung betrifft hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke, die beim Erwärmen auf 1000 bis 2500C entalkylierbar sind und dadurch hydrophob werden, aus Polyestern, die Schwefelbrückenatome in der Molekülhauptkette gebunden enthalten, Alkylenoxiden und Wasser, anorganischen Säuren oder Anionen bildenden organischen Verbindungen und ein Verfahren zu deren Herstellung.
  • Addukte aus Polyestern, die Reste zweiwertiger, äthylenisch ungesättigter Carbonsäuren esterartig gebunden enthalten, und einwertigen Thioalkoholen, die zusätzlich zur Thiolgruppe eine oder mehrere Hydroxyl- und der carboxylgruppen enthalten, sind aus der deutschen Auslegeschrift 1 282 820 bekannt. Die Produkte werden zur Herstellung von Einbrennlacken verwendet. Sie ergeben lackierungen mit beachtlichen Gebrauchseigenschaften. Die Lacklösungen besitzen jedoch den Nachteil, daß sie nur in untergeordneten Nengen Wasser als Lösungsmittel enthalten können.
  • Es wurde gefunden, daß hydrophile Einbrennlacke erhalten werden durch Umsetzung von a) Polyestern, die Schwefelbrückenatome in der Molekülhauptkette gebunden enthalten, mit Molekulargewichten von 2500 bis 50 000 und Schwefelgehalten von 1 bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Polyester, b) Alkylenoxiden und c) Wasser, anorganischen Säuren oder Anionen bildenden organischen Verbindungen, wobei 30 bis 100 ffi der Schwefelatome in Form eines Sulfoniumsalzes vorliegen, welches beim Erwärmen auf 1000 bis 2500 c entalkylierbar ist.
  • Die erfindungsgemäßen hydrophilen Einbrennlacke weisen den Vorteil auf, daß sie in Lösungsmittelmischungen, die neben organischen Lösungsmitteln gegebenenfalls bis zu 90 Gew.% Wasser enthalten können, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösungsmittelmischung, löslich sind und beim Erwärmen auf Temperaturen von 100° bis 250°C, vorzugsweise 140° bis 220°, entalkylierbar sind und dadurch hydrophob werden. Auf diese Weise ist es möglich, aus überwiegend wasserhaltigen Laoklösungsmittelmischungen Überzüge hoher Härte, Xratzfestigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit, Haftfestigkeit und Elastizität herzustellen.
  • Die Produkte werden durch Alkylierung von Polyestern, die in der Polymerhauptkette Schwefelatome als Brückenglieder gebunden enthalten, mit 0,3 bis 1,2 Mol, vorzugsweise 0,5 bis 1 Mol, Alkylenoxid pro Schwefelbrückenatom in Gegenwart einer ungefähr aqutsalenten Menge Wasser, einer anorganischen Säure oder einer Aniomnen bildenden organischen Verbindung in Lösungsmitteln oder gegebenen.-falls lösungsmittel frei bei Temperaturen von 0° bis 500(C, Vorzug 5 weise 10° bis 35°C und Reaktionszeiten von 1 bis 20 Stunden, vorzugsweise von 5 bis 10 Stunden hergestellt.
  • Wird die Alkylierung bei höheren Temperaturen durchgeführt, so entstehen in untergeordneten Mengen r;'olyalkylenoxide als N-ebenprodukte.
  • Zur Herstellung geeigneter schwefelhaltiger Polyester mit Molekulargewichten von 2500 bis 50 000, vorzugsweise von 5000 bis 25 000, werden schwefelhaltige Polycarbonsäuren und gegebenenfalls schwefelhaltige Polyole oder Polyearbonsäuren und schwefelhaltige Polyole im Molverhältnis von ungefähr 1 : 1 unter den üblichen Reaktionsbedingungen in der Schmelze oder gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungsmitteln und Schleppmitteln wie Toluol, Xylol oder Tetrachlormethan, azeotrop kondensiert Für die anschließende Alkylierung der Polyester ist es gleichgültig, ob die Schwefelbrückenatome in den Polycarbonsäure- und/ oder Polyelresten gebunden enthalten sind. Wesentlich ist nur, daß der Gesamtschwefelgehalt des Polyesters 1 bis 50 Gew.%, vorzugsweise 5 bis 35 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht, beträgt.
  • Als Polycarbonsäuren werden vorzugsweise Dicarbonsäuren verwendet. Diesen können gegebenenfalls in Mengen bis zu 10 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Säuremischung drei- und/oder mehrwertige Carbonsäuren hinzugefügt werden. Auf diese Weise erhält man Polyester, die freie Carboxylgruppen als Substituenten in der Polymerhauptkette gebunden enthalten.
  • Neben schwefelhaltigen aromatischen Dicarbonsäuren, wie 4,4'-Dicarboxy-diphenysulfid, 4,4'-Dicarboxy-di[bi-phenyl]sulfid werden vorzugsweise aliphatische Dicarbonsäuren, wie Di-(2-carboxyäthyl)-sulfid und Di-(2-carboxy-2-methyl-äthyl)-sulfid, verwendet. Bewährt haben sich ferner Polyäthylensulfid-dicarbonsäuren der Formeln HOOC - CH2CH2 - S - (CH2CH2 - S)n - CH2CH2.-Q - CH2CH2000H und HOOC - (CH2CH2 - S)n - CH2CH2O0OH, in denen n eine ganze Zahl von 1 bis 60, vorzugsweise 1, 5, 12, 25 bis 35 und 40 bis 45, bedeutet. Als dreiwertige Carbonsäure kommt beispielsweise das 1,2-Dicarboxy-äthyl-2-carboxy-äthyl-sulfid in Betracht.
  • Neben diesen schwefelhaltigen Polycarbonsäuren können die Polyester zusätzlich schwefelfreie aromatische, cycloaliphatische und/oder aliphatische Polycarbonsäuren einkondensiert enthalten.
  • Es ist ferner möglich, Polyester aus schwefelfreien Polycarbonsäuren und schwefelhaltigen Glykolen zu verwenden.
  • Geeignete Carbonsäuren zur Herstellung solcher Kondensate sind beispielsweise aliphatische Dicarbonsäuren mit 2 bis 16 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette, wie Oxalsäure, Glutarsäure, Pimelinsäure, Korksäure und vorzugsweise Bernsteinsäure, Adipinsäure oder Sebacinsäure; substituierte aliphatische Dicarbonsäuren mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie Dichlorbernsteinsäure, Weinsäure oder Apfelsäure; gegebenenfalls substituierte olefinisch ungesättigte aliphatische Dicarbonsäuren mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylenkette, wie Dichlormaleinsäure oder Itaconsäure; cycloaliphatische Dicarbonsäuren, wie Tetrahydrophthalsäure, Tetrahydroterephthalsäure oder Endomethylentetrahydrophthalsäure und aromatische Dicarbonsäuren, wie Phthalsäure, Terephthalsäure, 4,4' -Diphenyldicarbonsäure oder 4,4'-Diphenylmethandicarbonsäure.
  • Als drei- oder mehrwertige Carbonsäuren kommen beispielsweise in Betracht: aliphatische Tricarbonsäuren, wie Methantricarbonsäure oder Citronensäure und vorzugsweise aromatische drei- und mehrwertige Carbonsäuren,wie 1,2,4-Benzoltricarbonsäure, 1,2,4, 5-Benzoltetracarbonsäure oder 3,3',4,4'-Diphenyl-tetracarbonsäure.
  • Anstelle der freien Säuren können auch die entsprechenden Carbonsäurealkylester mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest, wie Methylester, Äthylester oder Glykolester; cyclische Carbonsäureanhydride, wie Maleinsäure- oder Phthalsäureanhydrid und Carbonsäurehalogenide, vorzugsweise Carbonsäurechloride, verwendet werden.
  • Als andere Ausgangsverbindungen zur Herstellung der schwefelhaltigen Polyester werden gegebenenfalls schwefelhaltige aliphatische und/oder aromatische Polyole verwendet, Geeignet sind beispielsweise aliphatische Glykole mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen in der Molekülkette, wie Äthylenglykol, Propandiol-1,3, Butandiol-1,4, Hexandiol-1,6, Decandiol-1,10; substituierte aliphatische Glykole mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen in der Molekülhauptkette, wie Propandiol-1,2, 2,2-Dimethylpropandiol-1,3, Pentandiol-1,3, 2,2-Dimethylpentandiol-1,3, 2,2,4-Trimethylpentandiol-1,3, 1-Allyloxypropandiol-2,3; und- aromatische Diole der Formel in der y eine Einfachbindung oder ein zweiwertiges Brückenglied, wie -CH2-, -C(CH3)2-, -C0-, -S02- und vorzugsweise Sauerstoff bedeutet. Genannt seien beispielsweise 4,4'-Dihydroxy-diphenylmethan, 2,2 -C4,4'-Dihydroxy-dipheny7-propan, 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfon, 4,4'-Dihydroxy-benzophenon und vorzugsweise 4,4' -Dihydroxy-diphenyläther.
  • Als schwefelhaltige aliphatische Glykole kommen Verbindungen in Betracht, die in der Kohlenwasserstoffhauptkette Schwefel- und gegebenenfalls Sauerstoffbrückenglieder gebunden enthalten, der einen Methyl- oder Phenylrest und/oder vorzugsweise ein Wasserstoffatom, X ein Schwefel- oder Sauerstoffatom und n eine ganze Zahl von 1 bis 15, vorzugsweise von 1 bis 3. Als solche Verbindungen sind insbesondere Di-(2-hydroxy-2-methyl-äthyl)-sulfid und Di-(ß-hydroxyäthyl)-sulfid zu nennen. Als aromatisches schwefelhaltiges Diol wird insbesondere 4,4'-Dihydroxy-diphenylsulfid verwendet.
  • Diesen Diolen können gegebenenfalls in Mengen bis etwa 5 Ges., bezogen auf das Gesamtgewicht, mehrwertige Alkohole, wie Glycerin, Pentaerythrit, Glukose und Cellulose, hinzugefügt werden. Auf diese Weise erhält man zwei- bzw. dreidimensional vernetzte Polyester.
  • Die erhaltenen Polyester, die Molekulargewichte von 2500 bis 50 000, vorzugsweise von 5000 bis 25 000, und Schwefelgehalte von 1 bis 50 Ges., bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyesters, aufweisen, werden in einem zweiten Reaktionsschritt mit 0,3 bis 1,2 Mol, vorzugsweise 0,5 bis 1 Mol, Alkylenoxid pro Schwefelbrückenatom in Gegenwart einer ungefähr äquivalenten Menge einer Anionen bildenden Substanz in die entsprechenden Sulfoniumsalze überführt. Auf diese Weise erhält man hydrophile Produkte, die 30 bis 100 %, vorzugsweise 40 bis 65 %, der Schwefelbrückenatome in Porm von Sulfoniumsalsen enthalten.
  • Als Alkylenoxide kommen Verbindungen der Formel in Betracht. Als Reste R haben sich neben Wasserstoff gegebenenfalls substituierte aliphatische Reste, wie -CH3, -CH2Ol und oder aromatische Reste, wie Phenyl und p-Chlorphenyl, bewährt.
  • Vorzugsweise werden jedoch Xthylen- und Propenoxid verwendet.
  • Die Alkylierung muß in Gegenwart einer ungefähr äquivalenten.
  • Menge einer Anionen bildenden Verbindung durchgeführt werden.
  • Als solche Substanzen werden anorganische und organische Säuren, gegebenenfalls substituierte Phenole und vorzugsweise Wasser verwendet. Geeignete anorganische Säuren sind beispielsweise Halogenwasserstoffsäuren, wie Salzsäure, Brom- und Jodwasserstoffsäure, und sauerstoffhaltige Säuren, wie Schwefelsäuren und Phosphorsäuren. Als organische Säuren kommen beispielsweise in Betracht: aliphatische Monocarbonsäuren mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen, wie Ameisensäure, Essigsäure, Valeriansäure, n-Octansäure, Myristinsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure; aliphatische Dicarbonsäuren mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie Oxalsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure und Sebacinsäure; olefinisch ungesättigte Dicarbonsäuren mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Maleinsäure, Fumarsäure und Itaconsäure; mehrwertige Carbonsäuren, wie Polyacrylsäure und partiell verseifte Styrol-Maeinsäureanhydrid-Polymerisata; aromatische ein- und mehrwertige Carbonsäuren, wie Benzoesäure, Phthalsäure und Trimellitsäure. Neben Phenol haben sich vor allem nitrogruppenhaltige Phenole, wie p-Nitrophenol, 2,4-DinitrZophenol und Pikrinsäure, bewährt. Neben den genannten Verbindungen können auch die gegebenenfalls in den schwefelhaltigen Polyestern enthaltenen freien Carboxylgruppen als Gegenionen fungieren, Die Alkylier g kann in Substanz durchgeführt werden. Vorteilhafterweise arbeitet man jedoch in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn die Polyester bei der Reaktionstemperatur hochviskos oder fest sind. Als geeignete, mit Wasser mischbare Lösungs- oder Verdünnungamittel haben sich beispielsweise bewährt: Äther, wie Dioxan oder Tetrahydrofuran; Säureamide, wie Dimethylformamid oder N-Methyl-pyrrolidon; Alkohole, wie Methanol oder Äthanol; Ketone, wie Methyl- Äthyl oder Methylpropylketon und Dimethylsulfoxld.
  • Diese Lösungs- oder Verdünnungsmittel werden einzeln oder als Mischungen verwendet. Sie können ferner gegebenenfalls mit hydrophoben Lösungsmitteln, beispielsweise Aromaten, wie Benzol, toluol oder Xylol; Aliphaten, wie Heptan, Hexan oder Cyclohexan; Alkoholen, wie Propanol, n-Butanol oder tert.-Butanol, und Alkylacetaten mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen im Alkoholrest, wie äthyl , Butyl oder Bexylacetaten, gemischt werden.
  • Die erfindungsgemäßen hydrophilen Einbrennlacke können gegebenenfalls mit anderen Lackbindemitteln, wie Aminoplasten, Pheno -plasten oder Melamin-Formaldehydharzen, und Zusatzstoffen gemischt werden. Als Zusatzstoffe kommen beispielsweise Mittel zur Verbesserung des Verlaufs und des Glanzes, Pigmente, lösliche Farbstoffe, Lichtetabilisatoren und Härtungakatalysatoren, wie Metallalkoholate oder Metallsalse, in Betracht.
  • Zur Herstellung von Lackierungen werden die Einbrennlacke unter Anwendung der üblichen Methoden auf Gegenstände aus Holz, keramischem Material und Kunststoff, vor allem aber aus Metallen, insbesondere Eisen, Aluminium oder Magnesium, oder Legierungen, in denen diese Metalle enthalten sind, aufgebracht, z.B. durch Aufsprühen, Aufstreichen, Aufgießen, Aufwalzen, Fluten, Tauchen oder Tränken. Das Einbrennen der Lacke kann zweckmäßigerweise bei Temperaturen von 100 bis 25000, insbesondere von 140 bis 22000, vorzugsweise von 150 bis i800C, und in Abhängigkeit von der Temperatur in einer Zeitspanne von etwa 5 bis 120 Minuten, vorzugsweise von etwa 30 bis 80 Minuten, erfolgen.
  • Die erfindungsgemäßen Einbrennlacke ergeben UberzUge großer Härte, Kratzfestigkeit, Lösungsmittelbeständigkeit, Haftfestigkeit und Elastizität.
  • Die in den Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 A. Herstellung des Polyesters.
  • Unter einer Stickstoffatmosphfire wird ein Gemisch aus 776 Teilen Terephthalsäuredimethylester, 620 Teilen Di-(ß-hydroxy-äthyl)-sulfid und 0,77 Teilen Natriummethylat in einem Rührgefäß, das mit einem absteigenden Kühler versehen ist, auf 2000C erhitzt und so lange bei dieser Temperatur kondensiert, bis etwa 260 Teile Methanol abdestilliert sind. Das Reaktionsgemisch wird danach mit 4,17 Teilen p-Toluolsulfonsäure neutralisiert, 30 Minuten bei 20000 gerührt und auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • Man erhält 1130 Teile eines harten, farblosen Polyesters mit einem Molekulargewicht von 12 000, einem Schwefelgehalt von 15 0 und einer Säurezahl von<5.
  • B. Herstellung des sulphoniumgruppenhaltigen Polyesters 252 Teile des gemäß Vorschrift A erhaltenen Polyesters werden bei Temperaturen um 80°C in 252 Teilen Dioxan gelöst und danach bei 300C mit 50 T.Äthylenoxid in Gegenwart von 58 Teilen Maleinsäure alkyliert. Nach beendeter Zugabe des Epoxids wird noch 1 Stunde bei 300 bis 3200 gerührt.
  • C. Herstellung einer Drahtlackierung a) Der gemäß Vorschrift B erhaltene Einbrennlack wird in einer üblichen Drahtlackiermasohine auf einen runden Kupferdraht von 1,3 mm Durchmesser aufgebracht und bei einer Temperatur von etwa 25000 eingebrannt. Man erhält einen wasserabweisenden, zähelastischen, unlöslichen und widerstandsfähigen Überzug.
  • b) Eine gemäß Vorschrift B erhaltene sulfoniumgruppenhaltige Polyesterlösung wird mit 225 Teilen bzw. 500 oder 1000 Eilen Wasser verdünnt. In allen 3 Fällen erhält man eine homogene Mischung, Die Mischungen weisen nach 1Otägigem Lagern bei Raumtemperatur keine Koagulation oder Sedimentation auf.
  • Die Produkte werden mit Hilfe einer üblichen Drahtlackiermaschine auf einen runden Kupferdraht von 1,3 mm Durchmesser aufgebracht und bei einer Temperatur von etwa 2500C eingebrannt. Man erhält wasserabweisende, zähelastische, unlösliche und widerstandsfähige Überzüge.
  • Beispiel 2 A. Herstellung eines sulfoniumgruppenhaltigen Polyesters 416 Teile eines Polyesters mit einem Molekulargewicht von 15 000, einem Schwefelgehalt von 17,5 % und einer Säurezahl von 30 aus 98 Teilen Maleinsäureanhydrid, 166 Teilen Isophthalsäure und 244 Teilen Di-(ß-hydroxy-äthyl)-sulfid werden in 280 Teilen Xylol gelöst. Zu dieser Lösung gibt man zunächst 65 Teile Phosphorsäure und danach bei 3000 100 Teile Äthylenoxid. Anschließend wird die Reaktionslösung noch 1 Stunde bei 30 bis 3200 gerührt.
  • B. Herstellung des Einbrennlackes 70 Teile der gemäß Vorschrift A erhaltenen Lösung werden mit 30 Teilen einer 60eigen Lösung eines mit Methanol verätherten Melamin-Formaldehyd-Kondensats und 100 Teilen Titandioxid gemischt und danach in einer Kugelmühle homogenisiert.
  • C. Herstellung einer Lackierung Der gemäß Vorschrift B erhaltene Einbrennlack wird in einer Dicke von etwa 100 /u auf ein gut gereinigtes Stahlblech aufgebracht, 0 20 Minuten abgelüftet und 1 Stunde bei 120 0 eingebrannt. Der so erhaltene, gegen den Befall durch Mikroorganismen relativ unanfällige Überzug ist sehr hart, kratzfest und lösungsmittelbeständig. Die Haftfestigkeit ist so gut, daß die Gitterschnittprobe keinen Fehler zeigt. Aufgrund der großen Elastizität des Überzuges springt der Lack beim plötzlichen Biegen des Bleches nicht ab.
  • Beispiele 3 bis 12 Wird analog den Angaben der Beispiele 1 A und 1 B gearbeitet, jedoch die Ausgangsverbundungen variiert, so erhält man folgende Reaktionsprodukte: A Herstellung der Polyester
    Beisp. Dicarbonsäure Diol
    Nr. Art und Menge Art und Menge Polyester Mol- Schwefel- Säure-
    gew. gehalt zahl
    Teile %
    #COOH
    3 # 166 HO-CH2-CH2-S-CH2-CH2-OH 122 250 12000 12,9 <15
    #COOH
    #COOH
    4 # 166 HO-CH-CH2-S-CH2-CH-OH 122 250 7500 12,5 <10
    #COOH # #
    CH3 CH3
    5 HOOC-CH2-CH2-S-CH2-CH2-COOH HO-CH2-CH2-S-CH2-CH2-OH 122 364 18000 24,2 <5
    178
    CH3
    #
    6 HOOC-CH2-CH2-S-CH2-CH2-COOH HO-#-C-#-OH 228 370 19500 8,6 <15
    #
    178 CH3
    7 HOOC-CH2-CH2-S-CH2-CH2-COOH HO-#-SO2-#-OH 250 392 23000 16,1 <10
    178
    A Herstellung der Polyester
    Beisp. Dicarbonsäure Diol
    Nr. Art und Menge Art und Menge Polyester Mol- Schwefel- Säure-
    gew. gehalt zahl
    Teile %
    CH-CO#
    8 # O 100 HO-CH-CH2-S-CH2-CH-OH 274 355 4000 9,4 <10
    CH-CO# # #
    C6H5 C6H5
    9 HOOC-(CH2)2S-(CH2)2-O-(CH2)2-COOH HO-CH2-CH2-S-CH2-CH2-OH 122 365 21000 17,2 <10
    282
    CH3
    #
    10 HOOC-(CH2-CH2S)6-(CH2)2-O-(CH2)2-COOH HO-#-C-#-OH 22,8 71 20000 23,6 <10
    #
    52,2 CH3
    11 HOOC-(CH2-CH2S)31-(CH2)2-O-(CH2)2-COOH HO-#-SO2-#-OH 25 223 2600 39,5 <5
    202,2
    CH-CO#
    12 # O 100 HO-CH2-CH2-S-CH2-CH2-OH 122 204 9000 17,1 <18
    CH-CO#
    B Herstellung der sulfoniumgruppenthaltigen Polyester
    Polyester erhalten Anionen bildende Alkylierungsmittel
    gemäß Vorschrift Verbindungen
    Teile Art Menge Art Menge
    3 A 250 HCOOH 43 CH2-CH2 45
    #
    O
    4 A 250 CH3COOH 57 CH2-CH2 45
    #
    O
    5 A 364 H2SO4 96 CH2-CH2 90
    #
    O
    6 A 370 H3PO4 32 CH2-CH-CH3 59
    #
    O
    7 A 392 CH-COOH 50 CH2-CH-CH3 59
    # #
    CH-COOH O
    B Herstellung dersulfoniumgruppenhaltigen Polyester
    Polyester erhalten Anionen bildende Alkylierungsmittel
    gemäß Vorschrift Verbindungen
    Teile Art Menge Art Menge
    8 A 355 CH2=CH-COOH 70 CH2-CH2 45
    #
    O
    9 A 365 HCl 35,5 CH2-CH2 135
    #
    O
    10 71 H3PO4 75 CH2-CH2 265
    #
    O
    11 A 223 H3PO4 50 CH2-CH2 1000
    #
    O
    12 A 204 COOH 21 CH2-CH-C6H5 125
    # #
    COOH O

Claims (4)

  1. Patentansprüche 1. Hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke erhalten durch Umsetzung von a) Polyestern, die Schwefelbrückenatome in der Molekülhauptkette gebunden enthalten, mit Molekulargewichten von 2500 bis 50 000 und Schwefelgehalten von 1 bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyesters, b) Alkylenoxiden und c) Wasser, anorganischen Säuren und/oder Anionen bildenden organischen Verbindungen, wobei 30 bis 100 % der Schwefelbrückenatome in Form eines Sulfoniusmsalzes vorliegen, welches beim Erwärmen auf 1000 bis 2500C entalkylierbar ist.
  2. 2. Hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter Verwendung von Äthylenoxid, Propylenoxid und/oder Styroloxid als Komponente (b) erhalten werden.
  3. 3.Hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke gemäß Mispruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter Verwendung von Wasser als Komponente (c) erhalten werden.
  4. 4. Hydrophile, sulfoniumgruppenhaltige Einbrennlacke gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter Verwendung von Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäuren und Phosphorsäuren als Komponente (c) erhalten werden.
    6, Hydrophile sul£oniumgflippenha ltige Einbrennla cke gemaß Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß sie unter Verwendung von organischen Mono- und/oder Polycarbonsäure oder gegebenenfalls Nitrogruppen tragenden Phenolen als hromponen-to (c) erhalten werden, 6. Verfahren zur Herstellung von hydrophilen, sulfoniumgruppenhaltigen Einbrennlacken gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Polyester, die Schwefelbrückenatome in der Polymerhauptkette gebunden enthalten und die Molekulargewichte von 2500 bis 50 000 und Schwefelgehalte von 1 bis 50 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Polyesters, besitzen, mit 0,3 bis 1,2 Mol Alkylenoxid pro Schwefeibrückenatom bei Temperaturen von 0° bis 50 0C in Gegenwart einer zu dem Alkylenoxid ungefähr äquivalenten Menge Wasser, einer anorganischen Säure oder einer Anionen bildenden organischen Verbindung umsetzt.
DE19702028169 1970-06-09 1970-06-09 Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating Pending DE2028169A1 (en)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702028169 DE2028169A1 (en) 1970-06-09 1970-06-09 Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702028169 DE2028169A1 (en) 1970-06-09 1970-06-09 Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2028169A1 true DE2028169A1 (en) 1971-12-16

Family

ID=5773380

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702028169 Pending DE2028169A1 (en) 1970-06-09 1970-06-09 Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2028169A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0060505B1 (de) Mit Wasser verdünnbarer Polyester, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendung
CA2758203C (en) Polyester coating composition
DE2019282A1 (de) UEberzugsmittel
DE1805190A1 (de) UEberzugsmittel
DE1520725C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkydharzen
DE1807776C3 (de) Überzugsmittel zur Herstellung kochfester, sterilisier- und hochverformbarer Lackfilme
DE2407566C2 (de) Polysiloxanmodifizierte Überzugsmittel
EP0101838A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphorsäuregruppen enthaltenden Polyesterharzen und deren Verwendung als Lackbindemittel
DE69008684T3 (de) Harzzusammensetzung auf Basis eines Polyesterharzes, eines Aminoharzes und eines Epoxyharzes.
DE2028169A1 (en) Hydrophilic polyester stoving lacquers - contg sulphonium - groups which are de-alkylated and become hydrophobic on heating
DE2211059C3 (de) Verwendung von Polykondensationsprodukten als Bindemittel in Überzugsmitteln
DE1519173A1 (de) Zum Einbrennen geeignete wasserverduennbare UEberzugsmittel
DE3119380C2 (de)
DE1805186A1 (de) UEberzugsmittel
DE1669095B2 (de) Wasserlösliche Einbrennlacke
DE69031403T2 (de) Beschichtungsmassen auf Basis von Polyestern, die 2-Methyl-1,3-propandiol enthalten
DE1805189C3 (de) Überzugsmittel
DE2161253A1 (de) Verfahren zur herstellung von alkydharzen
DE2457775C3 (de) Hochpigmentierbares, flüssiges Überzugsmittel
DE2809840C3 (de) Wasserdispergierbares epoxymodifiziertes Alkydharz und dessen Verwendung
DE1805188C3 (de) Überzugsmittel
DE1520717A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Alkydharzen
DE1805187C3 (de)
DE2700537C2 (de) Grundierung von nichtphosphatierten Stahlblechen
DE1805191C3 (de) Überzugsmittel