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DE2026757C3 - Kleinkläranlage in Kompaktbauweise zur biologischen Reinigung von häuslichen und gewerblichen Abwässern - Google Patents

Kleinkläranlage in Kompaktbauweise zur biologischen Reinigung von häuslichen und gewerblichen Abwässern

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Publication number
DE2026757C3
DE2026757C3 DE2026757A DE2026757A DE2026757C3 DE 2026757 C3 DE2026757 C3 DE 2026757C3 DE 2026757 A DE2026757 A DE 2026757A DE 2026757 A DE2026757 A DE 2026757A DE 2026757 C3 DE2026757 C3 DE 2026757C3
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DE
Germany
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annular
space
wastewater
treatment plant
aerator
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DE2026757A
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Hans Worb Schnyder (Schweiz)
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Individual
Original Assignee
Individual
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Priority to ES392191A priority patent/ES392191A1/es
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F3/00Biological treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F3/02Aerobic processes
    • C02F3/12Activated sludge processes
    • C02F3/1236Particular type of activated sludge installations
    • C02F3/1242Small compact installations for use in homes, apartment blocks, hotels or the like
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W10/00Technologies for wastewater treatment
    • Y02W10/10Biological treatment of water, waste water, or sewage

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Aeration Devices For Treatment Of Activated Polluted Sludge (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sieh auf eine Klcinkhiranlagc in Kompaktbauweise /ur biologischen Reinigung von häuslichen und gewerblichen Abwässern, mit einen) /ylindrischen Becken und einem koaxial zur Beckenachsc angeordneten Belüfter zur Versorgung des belebten Schlammes mit Sauerstoff und Umwälzung des belebten Schlammes im Becken sowie einem mit einem seitlich eingeführten Zulaufiohr für das rohe Abwasser versehenen inneren Beliiftungsraum, der durch eine an der Beckcnsohle einen Ringspall frei lassende ringförmige Trennwand von einem ihn umschließenden ringförmigen Nachklärraum getrennt ist, ferner mit einer ringförmigen Leitwand, die den oberen Teil des Nachklärraumes in einen ringförmigen äußeren Schwimmstoffraum und einen ebenfalls ringförmigen inneren Klfirwassernmm unterteilt, sowie mit Rücklaufrohren, die den SchwimmMoffraum mit dem Heluftungsrauin verbinden, und mit einer ringförmigen Überlaufrinne, an die ein Ablmifrohr für das aus dem Klarwasserraum in die Überlaufrinne abfließende, geklärte Abwasser angeschlossen ist.
Hei einer bekannten Kleinkläranlage dieser Art (deutsche Auslegeschrift 1 2Sl 3fV7) erfolgt die Belüftung und Umwälzung des Wassers durch einen im He-
lüftungsraum als Oberflächenbelüfter an der Wasseroberfläche angeordneten und mit einem bis zur Heckensohlc berabreichehdeu Steigrohr ausgestatteten Hochleistungskreisi:!, der das Wasser in Form eines Parabelbogens z.entralsymmetrisch über die Wasseioberfläche schleudert, was nicht nur eine erhebliche Gcräuschbeläsligung durch das standige Wasserrausclien verursacht, sondern auch durch das in die Umgebungsluft versprühte Abwasser zu der wegen der Infektionsgefahr für Mensch und Tier allgemein gefürchteten Aerosolwirkung, vor allem aber hei Froslwctter zur Blockierung des Kreiselantriebs dim-h die rasch fortschreitende Vereisung des letzteren führt, wobei übeidies wegen der fehlenden mechanischen Zerkleinerung bzw. Vorklärung auch relativ
*5 große Kanäle des Krcisclbclüfters durch das zu behandelnde RohwassiT verstopft werden können und außerdem in der Kläranlage der gefiirchtete Blahschlamm entstehen kann, dessen Abselzeigenschaften sich derart verschlechtert haben, daß er im Nachklärraum schwebt, wodurch der Klärbetrieb in dieser An lage vollständig zusammenbrechen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile /ti beseitigen, d. h. eine Kläranlage der eingangs genannten Art so auszubilden, daß sie vor allem auch bei Frostwetlcr betriebssicher und mit hoher Reinigimgslcislung betrieben werden kann.
Diese Aufgabe wird crfinduMjvsgemäß dadurch ge lost, daß der als Druckluftbeliiftcr ausgebildete Belüfter aus einem rotationssymmetrisch ausgebildeten, drehbar gelagerten Luftverteiler mit hohler, vertikal angeordneter Verlcilerwelle und an derem unteren r.nde angebrachten hohlen, jeweils auf der gleichen Seite mit Düsen versehenen, horizontal gerichteten Verteilerarmen besteht, und daß in der Beckenaehse unterhalb des I.uftVerteilers eine durch ein einstellbares Zeilrelais periodisch auf bestimmte Dauer einschalt bare kombinierte Zerkleinerer-K reise I pum pe angeordnet ist, deren Säugöffnung nahe an der Ikkkensohle liegt und deren Auslaß mit dem Hcliiftungsraum durch eine in ihn tangential mündende Rückfiihrleiiunj! verbunden ist.
Die Klcinlaianlage nach der Erfindung kann betriebssicher und mit hoher Reinigungslcistuug vor allem auch bei Frosiwclter betrieben werden, Eine im Wintei bei Frost entstehende Vereisung des BelüfluM^skiciscN und des Kreiselantriebs wird vermieden. Zudem ti itl keine Blahschlammbildung auf. da in dem Bclüfliingsraum /.U. durch Zusainmcnballung von schwer abzubauendem Müll entstehende Schlammklumpen, die die Existenz von Fäulnisbakterien begünstigen, an der Beckensohle zu deren Mitte hin bewegt werden, wo sie von der kombinierten Zerkleinerer-Kreiselpun;pe erfaßt, zerkleinert und so wieder einem aeroben Aufschluß zugänglich gemacht werden.
Nach einer bevorzugten Ausführung der Kleinkläranlage nach der Erfindung ist unterhalb einer an der Beekcnsohle angeordneten Einstieglucke an der Hck-
cine zugleich ills Ueüiiimingsluihue die-AuHiiin«evorrielming Tür ilen Druckhelitfter igi
eine biologische Kläranlage mil einem nn-. n>r Wasser rotierenden ;,is Druckbelüflcr ausgchikle-1cn Belüfter bereils bekannt (USA.-P.itemsehnfi 2n24 704), doch ist es hei dieser Anlage nicht möglich, «nierhalb des Luftverteiler* zentral eine mechanische Zerkleinerungsvorrichtung anzuordnen, da dort das rohe Abwasser über ein zentral angeordnetes Steigrohr eingeleitet wird. Durch diese bekannte Anlage fcdiinlc daher die Auffindung der oben angegebenen Losung der gestellten Aufgabe dem Fachmann nicht nahegelegt werden, wobei für ihn eine Anregung hier/u auch durch gemeinsame Betrachtung mit einer anderen bekannten Kläranlage (USA.-Patentschrift 34IS 37N), bei der bei sonst wesentlich abweichenden Einrichtung ein zentral angeordneter als Druekbelüf- ICT ausgebildeter Belüfter und ein seitliches Zulaufrolii ftir das rohe Abwasser mit einer fleischwolfartig ac eingebauten Zerkleinerungsschnecke \orgesehen ist, in Verbindung mit der bereits erwähnte.·!, mit einem rotierenden Oberflächenbelüfter ausgerüsteten Klei' kläraiilagc nicht gegeben war.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der KleMklänmlage nach der Erfindung schemalisch dargestellt und wird nachstehend näher erläutert. Es zeigt
Ι· ι μ. I einen Querschnitt durch das Ausfiihrungshei^j'iel und
I- i g. 2 die Klcinkläraiilagc nach Fig. I in einer riiii'iilichcn Ansicht.
Zunächst soll die Einrichtung der Kleinkläranlage htsehrieben und anschließend deren Wirkungsweise erläutert werden.
Die in Fig. I im Querschnitt dargestellte biologisein. Kleinkläranlage weist ein zylindrisches Hecken 1 mit einer vertikalen Heckcnachse A1 auf. Das Mekken 1 besteht, wie übrigens auch überwiegend die anderen Teile der Kleinkläranlage, vorzugsweise aus glasarmiertem Kunststoff, der außer seiner hervorragenden chemischen Widerslandsfähigkeit gegenüber sauren und alkalischen Flüssigkeilen auch den konstruktiven Fesligkeitsanforderurigen gerecht wird.
Das Hecken 1 ist mit einem aufklappbaren Dekkel 2 versehen, der eine kreisförmige Einsliegsluke 3 abschließt, in welcher eine am oberen Beckenrand befestigte Aufhängevorrichtung 4 angeordnet ist. die einen allgemeinen mit DL bezeichneten Belüfter trägt und zugleich auch eine Bedienungsbühne fi bildet, welche über ein außen an der gewölbten Beckendecke |(/ angebrachtes Stundpodest 6 (vgl. Fig. 2) von der !•rdoberfläche Or des das Becken 1 umgebender Erdreichs E aus zugänglich ist.
In der Seitenwand l.vdes Beckens 1 ist ein Zulaufrohr 7 für das zu reinigende Abwasser angeordnet, welches in einen zentralen Belüftungsraum 8 der Kleinkläranlage mündet. Das Zulaufrohr 7 durchsetzt eine ringförmige konische Trennwand 9, die den IJelüftuiigsraum 8 von einem ringförmigen Nachklärraiim 10 trennt, der (.\c\\ Belüftungsraum 8 ringsum umschließt. Die Trennwand 9 läßt gegenüber der Beckcnsohle .V1 einen Ringspalt 11 frei, so daß der Hclüftungsraum 8 unten ringsum mit dem Nachklärraum 10 in Verbindung steht. Die konische Trennwand 9 ist, wie dies später näher erläutert werden soll, an mit Gewinde ι'ersehene, verstellbare Anker 12 angehängt, die ihrerseits, gleichmäßig auf den Umfang des Beckens 1 vi/tcHl, an der gewölbten Beckendeckc If/ befestigt sind,
Zur Drneklufivcrsorgunjj, üor Kläranlage ist ein Kompressor 13 vorgesehen. der durch einen gepol-M er te η AbUeekkastcn bestens nchallisoliert sein kann. Der Kompressor 13. an dessen Stelle auch ein Gebläse verwendet werden kann, ist Über eine Luftleitung 14 mit dem Belüfter Dh verbunden. Der Belüfter DL weist ein zylindrisches Gehäuse IS auf, an welches die Luftleitung 14 luftdicht angeschlossen ist und in welchem eine vertikale hohle Verteilerwelle 16 eines allgemein mit LV bezeichneten rolationssymmetrischen Luftverteilers drehbar gelagert ist. Dazu ist innerhalb des Gehäuses 15 ein Längslager angeordnet, welches zugleich auch als Radiallager ausgebildet sein kann. Die hohle Vcrteilenvelle 16 ist an ihrem unteren Ende mit einem Verteilerkopf 16a versehen, an welchem rohrartige Vertcilerarme 17 flüssigkeit«- und luftdicht befestigt, beispielsweise eingeschraubt sind. Die einander gleichen Vertcilerarmc 17, es können /. B. vier Arme sein, sind in einer gemeinsamen horizontalen Ebene, durch i'leiche Winkel gleichmäßig voneinander distanziert, sternförmig angeordnet, wobei tiH- vertikale Hauptachse des Luftverteilers LV als Di ι chachse mit der vertikalen B -ckenachse A , zusammenfällt. Die an ihren äußeren Enden verschlossenen Vertcilerarme 17 sind jeweils auf der gleichen Seile mit Düsen 18 versehen, durch welche die komprimierte Luft in das im Belüftungsraum 8 befindliche Abwasser eingehlasen wird. Dadurch wird der Luftverteiler LV nach dem Rückstoßprinzip, ähnlich wie das bekannte Segnersche Reaktionsrad, ständig in Rotation gehalten. Das Gehäuse 15 ist mit einem relativ großen Bcfestigungsflansch 15</ versehen, welcher, abgesehen von der Befestigung des Belüfters DL an der Bedienungsbühne S, mittels einiger Nivellierschrauben 15fr zugleich auch das genaue Einnivellieren der Vertcilerarme 17 ermöglicht.
Eine kombinierte Zerkieinerer-Kreisclpumpe 19 ist an der Beckensohle .V1 des Beckens 1 koaxial zur Beckcnuchse A , derart angeordnet, daß Säugöffnungen 19« unterhalb von ihr oberhalb der BcckensohL· V1 frei gelassen werden. Die kombinierte Zcrklcincrei-Kreiselpumpe 19. welche durch ein einstellbares Zeitrelais 20 periodisch kerzzeitig in Betrieb gesetzt wird, ist über eine Rückführleitung 21, welche die konische Trennwand 9 diirchse*. t, mit dem Meluftungsraum 8 verbunden. An die mit einem Absperrschieber 22 versehene Rückführleitung21 ist eine Schlammabziigsleitung 23 angeschlossen, die ebenfalls mit einem Absperrschieber 24 verschen ist. Die Rückführleitung 21 mündet zweckmäßigerweise tangential in den Belüftungsraum 8, und zwar derart, daß dadurch die durch den rotierenden Luftverteiler LV im Belüf-(ungsraum hervorgerufene Potcntialströmung des Abwassers unterstützt wird.
Der ringförmige Nachklärraum 10 wird außen durch die Seitenwand Xs und innen durch die konische Trennwand 9begrenzt. Eine ringförmige Leitwand 25 ragt von oben in den Naeiikliirraum 10 fast bis /ur Hälfte voii dessen Höhe hinein und unterteilt ihn oben in einen ringförmigen äußeren Schwimmstoffraum 26 und einen ebenfalls ringförmigen inneren Klarwasscrraum 27. Die Leitwand 25 ist konisch ausgebildet und konvergiert nach unten hin mit der konischen Trennwand 9, wobei zwischen ihrem unteren Rand und der Trennwand 9 eine relativ schmale ringförmige Öffnung 28 frei gelassen wird, über welche der untere Teil des Nachklärraumcs 10 mit dem Klarwasserraum
27 in Verbindung sieht. Die Riickführlcitung 21 durchsetzt außor dVr Trennwand 9 selhstvcrständlicli aucli die ringförmige Leitwand 25.
Eine ringförmige Überlaufrinne 29 ist durch über ihren Umfang gleichmäßig verteilte, radial gerichtete Halterungstravcrscu 30 mit den beiden ringförmigen Trennwänden, d. h. mit der inneren Trennwand 9 und der äußeren Leitwand 25, verbunden und mittels der Anker 12 an der gewölbten Bcckcndcckc \d befestigt. Alle drei, die Überlaufrinne 29, die Trennwand 9 und die Leitwand 25, sind also über die mil diesen drei Teilen verbundenen Hnltcrungstravcrscn 30 an die Anker 12 angehängt und mittels der letzteren an der Heekcndcekc Ic/befestigt. I lierbei dienen die mit Gewinde versehenen verstellbaren Anker 12 zugleich auch /um präzisen Einnivellieren der Überlaufrinne 29, genau horizontal in einer Höhe entsprechend dem Niveau des Wasserspiegels If,, welcher nach dein physikalischen Gesetz der kommunizierenden Röhren im Hclüftungsraum 8. Schwiinmstoffraum 26 und Klarwasserraum 27 auf derselben Höhe liegt, so daß mit dem Einnivcllicren der Überlaufrinne 29 zugleich auch die oberen Ränder der Trennwand 9 und der Leitwand 25 richtig cinnivelliert werden. Die Überlaufrinne 29, welche im Hereich des Klarwasscrraumcs 27 in das darin stehende Klarwasscr eintaucht, ist beiderseits ringsum mit zaekenförmigcn Überlauföffnungen 29(i verschen, über welche das Klarwasser ringsum von beiden Seilen her aus eiern Klarwasscrraum 27 in die Überlaufrinne 29 einströmen kann. Die unteren Kanten 29k der dreieckförmigcn Überlauföffnungen 29« liegen auf einer Höhe, die dem Niveau des Wasserspiegels W, entspricht, was durch das Einnivcllicrcn der Überlaufrinne 29 mittels der verstellbaren Anker 12 erreicht wird. Ein Ablnufrolir 31 ist an die ringförmige Überlaufrinne 29 angeschlossen und fuhrt das gereinigte Wasser einem in Fig. 1 nicht dargestellten Vorfluter zu, z. H. in einen FIuB oder See·.
Der ringförmige Schwimmstoffraum 26 ist über gleichmäßig auf seinem Umfang verteilte U-förmigc Rücklaufrohrc 32 mit dem zentralen Bcliiftungsraum 8 verbunden Die Rücklaiifrohrc 32durchsetzen mit ihrem unteren fiasisteil sowohl die Leitwand 25 als auch die Trennwand 9 und verdcn von diesen bei den Wänden als aufrechtstehendes U-Rohr getragen. Luftabzapflcitungcn 14« geringerer lichter Weite, die zweckmäßig mit einem Regulierventil versehen sind. sind an die Luftleitung 14 angeschlossen und führen zu den inneren Schenkeln 32s der U-förmigen Rücklaufrohre 32, an weiche sie jeweils unten angeschlossen sind. Dadurch wird jeder dieser Schenkel 32s der Rücklaufrohre 32 zum Steigrohr einer Mammutpumpe, in welchem das Wasser durch die eingehlascnc Druckluft als Luft-Wasser-Gemisch aufwärts getrieben wird. Der äußere Schenkel 32/ des U-förmigcn Rucklaufrohrcs 32, der als Fallrohr dient, sehließt mit seinem freien oberen Ende mit dem Wasserspiegel W1 des Schwimmstoff raumcs 26 ab, während sein innerer, als Steigrohr des Mammuthebers dienender Sehenkel 32* mit seinem oberen Ende über den Wasserspiegel H' des Belüftungsraumcs 8 etwas hinausragt, so daß zwar wohl das mit Schwimmsloffcn angereicherte Wasser aus dem Schwimmstoffraum 26 über da.·» Steigrohr 32s des Rücklaufrohres 32 in den Belüftungsraum 8 gefördert werden kann, nicht aber umgekehrt Abwasser aus dem Bclüftungsraum 8 in das U-förmige Rücklaufrohr 32 eintreten kann. Da die Rücklaufrohrc· 32 iilier die Trennwand 9 mit der Leitwand 25 und die Haltcrtiugstravcrsen 30 mit der Überlaufrinne 29 verbunden sind und die letztere mittels der verstellbaren Anker 12gcnau auf den Wasscr- spiegel W, des Klarwasserraumes 27 einnivellierl werden kann, wird dadurch zugleich auch das obere Ende des äußeren, als Fallrohr dienenden Schenkels 32/des Rucklaufrohrcs 32 auf den Wasserspiegel W1 des Sehwimmstoffraumes 26 einnivellicrt.
ίο Die Betriebs- und Wirkungsweise der zuvor in ihrem Aufbau beschriebenen Kläranlage stillen im folgenden erläutert werden.
Das zu reinigende Abwasser, das sogenannte Rohwasscr. wird dem Helüftungsraum 8 der Klcinkläran !agc durch das /,ulaufrohr 7 nur chargenweise zugeführt. Dabei fallen die schwereren Grobstoffe des Abwassers auf die Bcckensohle .V1, wo sie von dem I'otentialwirbel des durch den rotierenden Luftverteiler LV in eine Drehbewegung versetzten Inhalts des Belüftungsraumcs 8 erfaßt und auf spiralförmigen Wegen nach innen zum Bcckcn/enlrum in der Bekkcnachsc A, hineingeführt werden. Dort werden diese Grobstoffe von Zeit zu Zeit von der durch das Zeitrelais 20 periodisch in Betrieb gesetzten Zcrkleincrcr- Kreiselpumpe 19 über deren Ansaugöffnungen 19ii aussaugt, zerkleinert und über die Rückführleitunj! 21 bei geöffnetem Absperrschieber 22 der letzteren und geschlossenem Absperrschieber 24 der Schlamm abzugsleitung 23 wieder in den Bclüftungsraum 8 zu rückgeführl. Auf diesem Rezirkulalionswcg werden die Grobstoffe so !arsgc umgewälzt, bis sie mit dem im Belüftungsraum 8 befindlichen Belebtschlamm homogenisiert sind, bzw. bis sie nicht mehr durch den oben erläuterten slrömimgsphysikalischcn Effekt
s5 des Potcntialwirbels abgeschieden werden.
Das Rohwasser und die so zerkleinerten Grob- und Faserstoffe vermischen sich mit dem im Bclüftungsraum 8 vorhandenen Belebtschlamm und werden über eine Zeitspanne von etwa 24 Stunden umgewälzt.
wobei dieses Gemisch durch die vom Luftverteiler LV ausgestoßenen Luftblasen ständig mit Sauerstoff versorgt wird. Hierbei wird der Belebtschlamm im Was scr des Bclüfluiigsraumcs 8 durch die Rotation dc> Luftverteiler* LV, wie auch durch die von seinen krei senden Vcrteilerarmen 17 auf Aufstiegswegen ir Form von räumlichen Spiralen nach oben steigender Liiftblascnwirbcl in der Schwebe gehal.cn.
Da die Kleinkläranlagc kontinuierlich arbeitet verläßt jedesmal darm, wenn eine neue Charge Roh-
wasser durch das Zalaufrohr 7 in den Bclüftungs raum 8 eingeführt wird, eine dieser Zulaufmenge ent sprechende Menge des Bcfebtschlamm-Wasser-Gemischcs nach dem physikalischen Gesetz der kommunizierenden Röhren den Belüftungsraum 8 über der
Ringspalt 11 an der Beckensohlc St und tritt von un ten her in den ringförmigen Nachklärraum 10 ein. urr dort nach oben zu strömen. Im Nachklärraum K herrsch« aber nur eine sehr langsame Vertikalströ mung, st» daß sich dort die Belebtschlammflocken, de rcn spezifisches Ctewicht etwas größer als dasjcnigi des Wassers ist (y»· 1), nach unten hin absetzen un« dadurch vom dortigen Wasser trennen. Dabei rut sehen diese Schlammfloekcn auf und längs der koni sehen Trennwand 9 nach unten zum Ringspalt f 1 hii
und k<»mmen durch diesen erneut mit der roticrcndci PiMcttiiaktmmiing im Itclüftun^sraum Λ ·»· Kontakt Da abc-i da·, /ti reinigende Abwasser tu· . Zulauf rohr 7 ciw-icnweise ankommt. wii,t ..mcntspre
chend in der Berührungszone zwischen denn Inhalt des Belüftungsraumes 8und dem !Inhalt des Nachklärraumes 10 eine Pulsation stattfinden, welche diese Rückkehr der Schlammflocken begünstigt.
E>; günstiger Nebeneffekt begleitet die zuvor erläuterte Absetzung der Schlammflocken insofern, als die feinen Schwebeartikel, deren spezifisches Gewicht demjenigen des Wassers etwa gleich ist (ys 1) und die im Nachklärraum 10 mit der dort herrschenden Vertikalströmung nach oben gefördert werden, von den sich nach unten absetzenden größeren Schlammflocken, die gleichsam eine stationäre Schwebefilterzone bilden, nach dem Newton'schen Gravitationsgesetz angezogen, d. h. erfaßt und mit diesen abgeschieden werden.
Die im Wasser des Nachklärraumes 10 aufsteigenden Schwimmstoffe aber, deren spezifisches Gewicht kleiner ist als dasjenige des Wassers (y«< 1) und die deshalb im Wasser des Nachklärraumes 10 aufsteigen, werden durch die Leitwand 25 derart abgelenkt, daß sie nicht durch die ringförmige Öffnung 28 in den inneren Klarwasserraum 27, sondern nur in den diesen umgebenden äußeren Schwimmstoffraum 26 gelangen können, von wo sie durch die U-förmigen Rücklaufrohre 32 dank deren als Steigrohr eines MammutheHers ausgebildeten, an die Luftleitung 14 angeschlossenen Schenkels 32s im den Belüftungsraum 8 zurückgeführt werden.
Die ringförmige Überlaufrinne 29 sammelt auf ihrem ganzen Umfang das gereinigte Wasser, welches aus dem ganzen Klarwassenaum 27 beiderseits der Überlaufrinne 29 über deren dreieckförmige Über-
lauföffnungen 29a in die überlaufrinne 29 einströmt und dann die Kleinkläranlage über das Ablaufrohr 31 verläßt, um in den Vorfluter, sei es nun ein See oder Fluß, eingeleitet zu werden.
Wenn auch durch die Oxydation das Problem des Überschuß-Schlammes zumindest theoretisch gelöst ist, zeigt jedenfalls die praktische Erfahrung, daß das Abziehen einer Schlammenge von etwa V10 bis V, des Beckeninhalts über die Schlammabzugsleitung 23 in Zeitintervallen von etwa 6 bis 12 Monaten auf die Biologie der Kleinkläranlage anregend wirkt und daher auch vorteilhaft ist.
Fi g. 2 zeigt die Kleinkläranlage der Fig. 1 in einer räumlichen Ansicht. Die Kleinkläranlage ist so weit
is in das Erdreich E eingelassen, daß eine Bedienungsperson von der Erdoberfläche Oe bequem das Standpodest 6 betreten, den mittels Scharnier 2s an der Beckendecke Id drehbar befestigten Deckel 2 nach Lösen der Decketverschlüsse 2v aufklappen und die in Fig. 2 nicht sichtbare Bedienungsbühne 5 (vgl. F i g. 1) betreten kann. Von dort aus läßt sich kontrollieren, ob sowohl das aus der Überlaufrinne 29, der Trennwand 9 und der Leitwand 25 sowie den U-förmigen Rücklaufrohren 32 bestehende Einbauteil als
9$ auch der Luftverteiler LV richtig einnivelliert sind. Auch kann von der Bedienungsbühne 5 aus die Überlaufrinne 29 gereinigt werden.
Ferner zeigt Fig. 2 das Zulauf rohr 7, das Ablaufrohr 31 für das gereinigte Wasser, die Rückführleitung
21 und die Schlammabzugsleitung 23 mit ihren beiden Absperrventilen 22 und 24, sowie den Kompressoi 13 mit seiner Luftleitung 14.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    1, Kleinklänuilage in Kompaktbauweise zur biologischen Reinigung von häuslichen und gewerblichen Abwässern, mit einem zylindrischen Hecken und einem koaxial zur Beckenaehse angeordneten Belüfter zur Versorgung des belebten Schlammes mit Sauerstoff und Umwälzung des belebten Schlammes im Hecken sowie einem mit einem seitlich eingeführten Zuhnifrohr für das rohe Abwasser versehenen inneren Uclüftungsraum, der durch eine an der Beekensohlc einen Ringspalt frei lassende ringförmige Trennwand von einem ihn umschließenden ringförmigen Nachklärraum getrennt ist, ferner mit einer ringförmigen Leitwand, die den oberen Teil des Nachklärraumc.s in einen ringförmigen äußeren Schwinimsloffraum und einen ebenfalls ringförmigen inneren idarwasserraum unterteilt, sowie mit Rücklaufrohren, die den Schwinimsloffraum mildern Melüftungsrauin verbinden, und mit einer ringförmigen Überlaufrinne, an die ein Ablaufrohrfür das aus dem Klarwasserraum in die Übcr-I lufrinne abfließende, geklärte Abwasser angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dai.5 der als Drueklufthelüfter ausgebildete Belüfter (DL) aus einem rotationssymmetrisch ausgebildeten, drehbar gelagerten Luftverteiler (Z.V) mit hohler, verikal angeordneter Verteilerwelle (16) und an derem unteren Ende angebrachten hohlen, jeweils auf der gleichen Seife mit Düsen (18) versehenen, horizontal gcric? telen Verteilerarmen (17) besteht, und daß in der Heckenachse (A1) unterhalb des Luft Verteilers (L V) eine durch ein einstellbares Zeitrelais (20) periodisch auf bestimmte Dauer einschaltbare kombinierte Zcrkleinerer-Krciselpumpe (19) angeordnet ist, deren Säugöffnung (19«) nahe an der Mecken.sohle (.V1) liegt und deren Auslaß mit dem Belüftungsrauin (8) durch eine in ihn tangential mündende Rückführleitung (21) verbunden ist.
  2. 2. Kleinkläranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb einer an der Bckkendecke (1</) angeordneten Iiinstieglücke (3) an der Meckendecke (Ii/) eine zugleich als Bedienungsbühne (5) dienende Aufhängevorrichtung (4) für den Belüfter (DL) befestigt ist.
DE2026757A 1970-06-01 1970-06-01 Kleinkläranlage in Kompaktbauweise zur biologischen Reinigung von häuslichen und gewerblichen Abwässern Expired DE2026757C3 (de)

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CH754671A CH521292A (de) 1970-06-01 1971-05-24 Biologische Kläranlage für häusliche und gewerbliche Abwasserreinigung
FR7119767A FR2095738A5 (en) 1970-06-01 1971-06-01 Compact sewage treatment plant - for hotels,camping sites,etc
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