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Die Erfindung bezieht sich auf einen Sauger, insbesondere für Benutzung durch Babys oder Kleinkinder. Der Sauger kann als Trinksauger oder als Beruhigungssauger ausgebildet sein.
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Herkömmliche Sauger haben eine Basis und ein davon vorstehendes hohles und elastisches Mundstück. Bei einem Trinksauger weist das Mundstück mindestens eine Trinköffnung auf und ist die Basis mit einem umlaufenden Flansch oder Befestigungsring zum lösbaren Befestigen an einer Trinkflasche versehen. Meist weisen Trinksauger zudem ein integriertes Belüftungsventil auf, das einen Druckausgleich mit der Umgebung ermöglicht. Bekannt ist auch, das Belüftungsventil im Kontaktbereich zwischen dem Flansch und dem Öffnungsrand der Flasche auszubilden. Bei einem Beruhigungssauger ist die Basis ein Mundschild, über das sich der Sauger an Lippen und Mundpartie des Kindes abstützt.
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Die
WO 2008/154 968 A1 beschreibt einen Sauger mit einem Nippelträger und einem von dem Nippelträger vorstehenden, hohlen Saugernippel, der mindestens an zwei einander gegenüberliegenden Längsseiten Bereiche mit geringerer Wandstärke aufweist. Durch diese Verdünnungen ist der Sauger flexibel und übt bei der Anwendung weniger Druck auf den Kiefer aus. Zudem ist der Saugernippel mit weiteren streifenförmigen Bereichen mit geringerer Wandstärke versehen, die im Abstand von der Mittelebene des Nippelschaftes annähernd parallel zu den Bereichen geringerer Wandstärke verlaufen und bis in den Bereich des Nippelkopfes weitergeführt sind. Das Verformen des Nippelkopfes wird durch ein kontrolliertes Einknicken in den streifenförmigen Bereichen mit geringerer Wandstärke erleichtert.
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Die
DE 20 2004 005 564 U1 beschreibt einen Trinksauger mit einem Mundstück und einem als Warzenhofteil bezeichneten kuppelförmigen Träger des Mundstückes, wobei der Träger einen flexiblen Bereich aufweist, der ein Biegen des Mundstückes zum Träger hin und vom Träger weg ermöglicht. Der flexible Bereich wird durch mehrere um die Achse des Mundstücks umlaufende Kanäle an der Innenseite des Trägers gebildet.
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Davon ausgehend legt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sauger zur Verfügung zu stellen, dessen Benutzung vom Kind als angenehmer empfunden wird.
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Der erfindungsgemäße Sauger hat eine Basis und ein davon vorstehendes hohles und weichelastisches Mundstück mit einem Gaumenanlagebereich, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück einen den Gaumenanlagebereich ganz oder teilweise einnehmenden flächigen Verdünnungsbereich hat, in dem das Mundstück eine geringere Wandstärke, als in seinen angrenzenden Bereichen aufweist.
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Der erfindungsgemäße Sauger liegt bei der Benutzung mit dem flächigen Verdünnungsbereich am Gaumen an. Der fläche Verdünnungsbereich ist besonders weich und anschmiegsam. Dies beruht auf der flächigen Ausbildung des Verdünnungsbereiches, der im Unterschied zu der eingangs erwähnten, streifenförmigen weiteren Materialschwächung den Gaumenanlagebereich nicht außen umgibt, sondern diesen flächig bedeckt. Aufgrund der Weichheit und Anschmiegsamkeit des Verdünnungsbereiches wird die Benutzung des Saugers vom Kind als besonders angenehm empfunden. Dies beruht auch darauf, dass der Gaumen besonders druckempfindliche Bereiche umfasst. Dies ist besonders im vorderen Bereich des harten Gaumens der Fall, insbesondere im Bereich der Papilla incisiva, die eine kleine Erhöhung am vorderen Ende des Gaumens ist. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung befindet sich deshalb der flächige Verdünnungsbereich in einem Gaumenanlagebereich, der bei Benutzung im Kontakt mit dem vorderen Bereich des harten Gaumens kommt. Vorzugsweise befindet sich der flächige Verdünnungsbereich in einem Gaumenanlagebereich des Saugers, der bei Benutzung in Kontakt mit der Papilla incisiva kommt. Vorzugsweise ist der Verdünnungsbereich ein zusammenhängender Verdünnungsbereich. Der Verdünnungsbereich weist bevorzugt in seiner gesamten Fläche eine Wandstärke auf, die gegenüber der Wandstärke des angrenzenden Bereiches des Mundstückes verringert ist. Der Verdünnungsbereich kann aber auch aus kleinen nebeneinander angeordneten Flächenelementen bestehen, in denen das Mundstück eine verringerte Wandstärke aufweist und die gemeinsam eine Fläche bedecken, welche den Verdünnungsbereich bildet. In dieser Ausgestaltung wird ein quasi zusammenhängender flächiger Verdünnungsbereich gebildet.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Mundstück außerhalb des Verdünnungsbereiches überall eine größere Wandstärke, als im Verdünnungsbereich auf. Weiterhin bevorzugt weist das Mundstück außerhalb des Mundstückes überall die gleiche Wandstärke auf. Weiterhin bevorzugt weist das Mundstück im Verdünnungsbereich überall die gleiche Wandstärke auf.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung beträgt die Wandstärke des Verdünnungsbereiches maximal 75% der Wandstärke des angrenzenden Bereiches des Mundstückes. Weiterhin bevorzugt beträgt die Wandstärke des Verdünnungsbereiches maximal 50% der Wandstärke des angrenzenden Bereiches des Mundstückes. Weiterhin bevorzugt beträgt die Wandstärke des Verdünnungsbereiches mindestens 20% der Wandstärke des angrenzenden Bereiches des Mundstückes. Weiterhin bevorzugt beträgt die Wandstärke des Verdünnungsbereiches mindestens 40% der Wandstärke des angrenzenden Bereiches des Mundstückes.
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Gemäß einer Ausgestaltung ist der Verdünnungsbereich vollständig vom Gaumenanlagebereich umschlossen oder deckungsgleich mit dem Gaumenanlagebereich oder schließt den Gaumenanlagebereich ein. Der Verdünnungsbereich kann sich also nur über einen Teil des Gaumenanlagebereiches erstrecken oder deckungsgleich mit diesem ausgebildet sein oder sich noch über eine größere Fläche als der Gaumenanlagebereich des Mundstückes erstrecken. Ein Verdünnungsbereich, der vollständig vom Gaumenanlagebereich umschlossen ist, kann auf die Bereiche des Gaumenanlagebereiches konzentriert werden, die besonders empfindlich sind. Dies hat den Vorteil, dass das Mundstück weniger durch den Verdünnungsbereich geschwächt wird und somit fester ist, als bei den beiden anderen Varianten. Falls der Verdünnungsbereich deckungsgleich mit dem Gaumenanlagebereich ist, liegt der Sauger besonders weich am Gaumen an. Dies ist verstärkt bei der Ausgestaltung der Fall, bei der der Verdünnungsbereich den Gaumenanlagebereich einschließt, weil bei Anlage des Gaumenanlagebereiches am Gaumen die den Gaumenanlagebereich umgrenzenden Teile des Verdünnungsbereiches ebenfalls nachgeben. Bevorzugt hat der Verdünnungsbereich eine Kontur, die parallel zur Kontur des Gaumenanlagebereiches verläuft oder mit dieser zusammenfällt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Sauger aufgrund seiner Gestaltung eine bevorzugte Drehstellung im Mund auf und ist der Verdünnungsbereich nur an dem in der bevorzugten Drehstellung am Gaumen anliegenden Gaumenanlagebereich des Mundstückes vorhanden. Dies ermöglicht eine Begrenzung des Verdünnungsbereiches, welche die Festigkeit des Mundstücks nur wenig vermindert.
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Alternativ weist der erfindungsgemäße Sauger keine bevorzugte Drehstellung im Mund auf. Dies ist insbesondere bei einem Sauger mit rotationssymetrischer Form gegeben. Bei Saugern mit rotationssymetrischer Form ist bevorzugt der Verdünnungsbereich ebenfalls rotationssymetrisch ausgebildet, sodass er in beliebiger Drehstellung zur Anlage am Gaumen kommt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Mundstück zumindest im Gaumenanlagebereich und im Zahnbereich in jedem Querschnitt in Richtung der horizontalen Achse größere Abmessungen als in Richtung der vertikalen Achse auf. Bei der horizontalen Achse handelt es sich um die Achse des Querschnittes, die bei Benutzung in aufrechter Körperhaltung des Kindes horizontal ausgerichtet ist und bei der vertikalen Achse um die Achse des Querschnittes, die bei dieser Benutzung vertikal ausgerichtet ist. Aufgrund dieser Querschnittsform wird der Sauger bevorzugt in der beschriebenen Ausrichtung benutzt. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Querschnitt oberhalb.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Mundstück oben eine Kuppe zur Anlage am Gaumen und/oder unten eine Anschrägung zur Anlage an der Zunge und/oder angrenzend an die Basis eine Taille zur Aufnahme des Zahnbereiches auf. Ein derartiges Mundstück ist in der
DE 94 15 655 U1 beschrieben. Die Angaben „oben” und „unten” beziehen sich ebenfalls auf eine Ausrichtung im Munde des Kindes bei aufrechter Körperhaltung des Kindes, bei denen die oben angeordneten Bestandteile des Saugers oberhalb der unten angeordneten Bestandteile angeordnet sind. Die betreffenden Ausgestaltungen bewirken ebenfalls eine bevorzugte Drehstellung des Saugers im Munde des Kindes.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung erstreckt der Verdünnungsbereich sich in einem vertikalen Längsschnitt durch das Mundstück vom Scheitel der Kuppel bis zur Taille. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung liegt der Verdünnungsbereich an den besonders empfindlichen Bereichen des Gaumens an, insbesondere an der Papilla incisiva.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist der Verdünnungsbereich betrachtet aus einer Position vertikal oberhalb des Mundstückes eine elliptische Kontur auf. Diese Ausgestaltung trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die besonders empfindlichen Bereiche des Gaumens auf und beidseitig neben der Medianebene befinden, d. h., der Ebene, die den Körper in die rechte und linke Hälfte teilt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Hauptachse des Verdünnungsbereichs in einer vertikal gerichteten Mittelebene des Trinksaugers angeordnet und ist die Nebenachse der elliptischen Kontur senkrecht zur Mittelebene angeordnet. Bei Benutzung in der bevorzugten Drehstellung des Trinksaugers fallt die Mittelebene in die Medianebene des Körpers. Bei dieser Ausgestaltung kommt der Verdünnungsbereich in den besonders empfindlichen Bereichen des Gaumens zur Anlage. Die Hauptachse ist die längere und die Nebenachse ist die kürzere Achse der elliptischen Kontur.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat das Mundstück mindestens ein den Verdünnungsbereich umgebendes streifenförmiges Verstärkungselement. Das Verstärkungselement schützt den Verdünnungsbereich vor Beschädigungen bzw. verhindert, dass sich eine Beschädigung des Verdünnungsbereiches auf den übrigen Sauger ausweitet. Vorzugsweise hat das Verstärkungselement einen Verlauf, der dem Verlauf der Kontur des Verdünnungsbereiches entspricht.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung erstreckt sich der Verdünnungsbereich oder ein Verstärkungselement betrachtet aus einer Position senkrecht von oben auf den Sauger zu den Innenseiten der längsseitigen Wände des Mundstückes.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Mundstück an den beiden in horizontaler Richtung voneinander entfernten Längsseiten weitere Verstärkungselemente auf. Die weiteren Verstärkungselemente schützen das Mundstück gegen die besonders hohen Belastungen an den Längsseiten. Ferner können sie als Scharniere wirken, die ein flaches Zusammendrücken des Mundstückes begünstigen, sodass es die Kiefer weniger belastet. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Verstärkungselemente von der Innenseite der Wände des Mundstückes vorstehende Wulste. Die Wulste sind bevorzugt einteilig mit den Wänden des Mundstückes ausgebildet. Alternativ sind die Verstärkungselemente und/oder die weiteren Verstärkungselemente in das Mundstück eingebettete Verstärkungsfäden oder Verstärkungsstreifen. Die Verstärkungsfäden oder Verstärkungsstreifen bestehen aus einem flexiblen Material, das fester ist, als das übrige Material des Mundstückes.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Sauger ein Trinksauger, der im oder neben dem Gaumenanlagebereich mindestens eine Trinköffnung (z. B. Trinkloch oder Trinkschlitz) aufweist und eine hohle, elastische Basis oder einen umlaufenden Flansch oder Befestigungsring an der Basis hat.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung befindet sich die Trinköffnung im Scheitelbereich der Kuppel des Mundstückes. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung befindet sich die Trinköffnung außerhalb des Verdünnungsbereiches. Hierdurch wird eine Schwächung des Verdünnungsbereiches durch die Trinköffnung vermieden, welche eine Beschädigung des Verdünnungsbereiches erleichtern könnte. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung befindet sich die Trinköffnung außerhalb eines Verstärkungsbereiches um den Verdünnungsbereich. Hierdurch wird eine Rissausbreitung ausgehend von der Trinköffnung in den Verdünnungsbereich vermieden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung befindet sich das Trinkloch zwischen zwei den Verdünnungsbereich umschließenden Verstärkungsbereichen. Hierdurch wird ein von Trinköffnung ausgehender Riss durch die beiden Verstärkungsbereiche gestoppt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Sauger ein Beruhigungssauger mit einer Basis in Form eines Mundschildes. Der Mundschild besteht aus einem bevorzugt aus einem starren oder elastischen Kunststoff. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Mundsschild starr mit einer weichelastischen Beschichtung auf mindestens einer Seite.
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Für eine bevorzugte Drehstellung eines Beruhigungssaugers kann ein Mundschild des Beruhigungssaugers eine (z. B. ovale oder schmetterlingsförmige) Kontur mit einem Freiraum für die Nasenpartie aufweisen. Auch kann hierfür die Innenseite des Mundschildes so gewölbt sein, dass der Mundschild eine bevorzugte Ausrichtung zu den Lippen des Kindes hat. Ein entsprechend gestalteter Sauger wird in der Regel so benutzt, dass das Mundstück an einem bestimmten Bereich am Gaumen anliegt. An diesem Gaumenanlagebereich ist der Verdünnungsbereich vorhanden.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das Mundstück aus Silikon, Naturkautschuk oder aus einem thermoplastischen Elastomer hergestellt und/oder ist die Basis aus Silikon, Naturkautschuk, einem thermoplastischen Elastomer oder einem thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoff hergestellt.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Sauger ganz oder teilweise spritzgegossen oder im Tauchverfahren hergestellt. Ein Sauger aus Silikon ist bevorzugt spritzgegossen und ein Sauger aus Naturkautschuk bevorzugt im Tauchverfahren hergestellt.
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Bei Ausführung als Trinksauger wird der Sauger bevorzugt einteilig spritzgegossen oder im Tauchverfahren hergestellt. Bei Ausführung als Beruhigungssauger kann er ebenfalls einteilig spritzgegossen oder im Tauchverfahren hergestellt werden. Durch Spritzgießen im Mehrkomponentenspritzguss-Verfahren können ein weichelastisches Mundstück und ein hartes oder elastisches Mundschild verwirklicht werden. Alternativ wird das Mundstück gesondert spritzgegossen oder im Tauchverfahren hergestellt und mit einem gesondert spritzgegossenem Mundschild mechanisch und/oder durch Kleben verbunden.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnung eines Ausführungsbeispieles für einen Trinksauger näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
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1 den Trinksauger in einer Ansicht vertikal von oben;
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2 den Trinksauger in der Ansicht von der linken Seite;
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3 den Trinksauger in der Ansicht von der rechten Seite;
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4 den Trinksauger betrachtet aus einer Richtung senkrecht von unten;
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5 den Trinksauger von vorn;
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6 den Trinksauger in einer Ansicht von hinten;
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7 den Trinksauger in einem vergrößertem Schnitt durch die Medianebene;
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8 den Trinksauger in einer Perspektivansicht schräg von oben und von der linken Seite.
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Der Sauger 1 hat eine Basis 2 in Form einer hohlen Kuppel oder Glocke, die an ihrem verjüngten Ende mit einem hohlen Mundstück 3 und an ihrer großen Öffnung mit einem umlaufenden, kreisringscheibenförmigen Flansch 4 verbunden ist. Der Flansch 4 wird deshalb als „proximales Ende” des Trinksaugers bezeichnet und das Mundstück 3 wird dementsprechend auch als „distales Ende” bezeichnet.
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Die Basis 2 des Trinksaugers wird auch als „Korpus” bezeichnet. Sie weist unterhalb ihres größten Durchmessers einen eingezogenen Bereich 5 auf, der sich bis zum inneren Rand des Flansches 4 erstreckt. Im Bereich des größten Durchmessers hat die Basis 2 in einer Vertiefung 6 ein Ventil 7. Das Ventil 7 ist im Beispiel als Schlitzventil mit zwei einander kreuzenden Schlitzen 8 ausgebildet.
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Das Mundstück 3 ist im Querschnitt im Wesentlichen oval, wobei das Mundstück 3 in jedem Querschnitt in Richtung der horizontalen Achse 9 größere Abmessungen als in Richtung der vertikalen Achse 10 aufweist (vgl. 5, 6).
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Ferner weist das Mundstück 3 oben eine Kuppel 11 zur Anlage am Gaumen und unten eine Anschrägung 12 zur Anlage an der Zunge auf. Zudem weist das Mundstück 3 angrenzend an die Basis 2 eine Taille 13 auf. Das Mundstück 3 ist sowohl in einer vertikalen Mittelebene tailliert (vgl. 2, 3 und 7), als auch in einer dazu senkrecht ausgerichteten, horizontalen Ebene durch sein distales Ende (vgl. 1 und 4).
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Die Anschrägung 12 ist leicht nach innen eingedellt.
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Der Trinksauger weist in der Kuppel 11 ein Trinkloch 14 auf. Dieses hat einen Querschnitt, der sich von außen nach innen verjüngt. Das Trinkloch ist etwas versetzt zum Scheitel der Kuppel 11 angeordnet.
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Das Mundstück 3 hat einen flächigen Verdünnungsbereich 15, in dem seine Wandstärke geringer ist, als in den übrigen Bereichen des Mundstückes 3. Der Verdünnungsbereich 15 erstreckt sich etwa vom Scheitel der Kuppel 11 über den eingezogenen Bereich 5 bis zur Verbindung des Mundstückes 3 mit der Basis (7). Der Verdünnungsbereich 15 ist deckungsgleich mit dem Gaumenanlagebereich des Mundstücks 3.
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Der Verdünnungsbereich 15 hat eine elliptische Kontur. Um den Verdünnungsbereich 15 herum weist das Mundstück 3 Verstärkungselemente 16, 17 auf, die als Wulste ausgebildet sind, und ebenso wie der Verdünnungsbereich 15 eine elliptische Kontur aufweisen. Die Verstärkungselemente 16, 17 haben einen kleinen Abstand von einander. Das Trinkloch 14 befindet sich auf der vertikalen Mittelebene zwischen den Verstärkungselementen 16, 17.
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Des Weiteren weist der Trinksauger 1 zwei weitere Verstärkungselemente 18, 19 in Form von Wulsten auf, die von der Innenseite der Wand des Trinksaugers 1 etwa in einer horizontalen Mittelebene durch den Trinksauger verlaufen. Die weiteren Verstärkungselemente 18, 19 sind leicht gekrümmt und weichen insofern etwas von der horizontalen Mittelebene ab (vgl. 2, 3 und 7). Sie erstrecken sich vom Verbindungsbereich des Mundstückes 3 mit der Basis 2 bis nahezu zum distalen Ende des Mundstückes 3.
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Der Sauger 1 wird einteilig aus Silikon hergestellt, insbesondere durch Spritzgießen. In ähnlicher Ausführung ist der Trinksauger auch aus Naturkautschuk herstellbar.
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Bei Benutzung wird der Flansch 4 mittels eines Befestigungsringes auf den Rand der Öffnung einer Trinkflasche mit Befestigungsgewinde geschraubt. Der Beruhigungssauger wird im Munde des Kindes so ausgerichtet, dass die Kuppel 11 und die Taille mit dem Verdünnungsbereich 15 am Gaumen anliegen, insbesondere an der Papilla incisiva. Die Anschrägung 12 liegt dann an der Zunge an. Aufgrund des weichen und anschmiegsamen Verdünnungsbereiches 15 ist die Benutzung für das Kind sehr angenehm. Die Verstärkungselemente 16, 17, 18, 19 verhindern die Entstehung und Ausbreitung von Rissen oder dergleichen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- WO 2008/154968 A1 [0003]
- DE 202004005564 U1 [0004]
- DE 9415655 U1 [0014]