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Die
Erfindung betrifft eine Antriebseinheit für eine Webmaschine mit einem
in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen
Elektromotor, mit vorzugsweise einer Zusatz-Schwungmasse und mit einer elektromagnetisch
schaltbaren Kupplungs-Brems-Kombination.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine Webmaschine mit Fachbildemitteln,
wobei der Antrieb der Fachbildemittel wahlweise von einer Antriebseinheit
der Webmaschine abgeleitet oder ein separater Antrieb ist, mit einer
Hauptantriebswelle und wobei die Hauptantriebswelle mit der wenigstens
einen Antriebseinheit verbunden ist, wobei die Antriebseinheit wenigstens
einen in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen Elektromotor besitzt,
welcher Elektromotor mit einem als Frequenzumrichter ausgebildeten leistungselektronischen
Stellglied betrieben wird, wobei der Frequenzumrichter ein Spannungszwischenkreisumrichter
ist und wobei das leistungselektronische Stellglied netzrückspeisefähig ist,
wobei ferner die Webmaschine eine zwischen dem Elektromotor und
der Hauptantriebswelle angeordnete elektromagnetisch schaltbare
Kupplungs-Brems-Kombination aufweist und wobei die Antriebseinheit
vorzugsweise eine Zusatz-Schwungmasse besitzt.
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Die
Erfindung betrifft darüber
hinaus einen Webmaschinenverbund,umfassend n Webmaschinen mit Fachbildemitteln,
wobei der Antrieb der Fachbildemittel wahlweise von dem Hauptantrieb
der Webmaschine abgeleitet oder ein separater Antrieb ist, wobei
jede Webmaschine eine Hauptantriebswelle besitzt, wobei jede Webmaschine
wenigstens eine mit der Hauptantriebswelle wirkverbindbare Antriebseinheit
mit einem in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen, aus Rotor und Stator
bestehenden Elektromotor besitzt, welcher Elektromotor mit einem
als Wechselrichter ausgebildeten leistungselektronischen Stellglied
betrieben wird, welches Stellglied Bestandteil der Antriebseinheit
ist, und wobei ferner zwischen dem Elektromotor und der Hauptantriebswelle
eine elektromagnetisch schaltbare Kupplungs-Brems-Kombination angeordnet
ist.
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Bei
vorbekannten Antriebslösungen
für Webmaschinen
treibt ein elektromotorischer Antrieb über Keilriemen eine als Riemenscheibe
ausgebildete Schwungmasse an, die mit Hilfe einer elektromagnetischen
Kupplungs-Brems-Kombination auf die Hauptantriebswelle der Webmaschine
aufgekuppelt wird und somit eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem
elektromotorischen Antrieb und der Hauptantriebswelle herstellt.
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Eine
solche Antriebslösung
erfordert aufgrund ihrer offenen Gestaltung einen relativ hohen Bauraum;
die Antriebskomponenten unterliegen einem hohen Verschmutzungsgrad
und das Betreiben der Webmaschine im Langsamlauf erfordert einen zusätzlichen
elektromotorischen Antrieb mit der hierfür notwendigen Elektronik und
mit getrieblichen Mitteln, in der Regel einem Untersetzungsgetriebe.
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Aus
EP 0 514 959 B1 ist
ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Antreiben einer Webmaschine im
Langsamlauf bekannt. Der Langsamlauf einer Webmaschine ist erforderlich,
um z.B. eine auftretende Unzulänglichkeit,
z.B. einen während
des Webprozesses auftretenden Schussfadenbruch, unmittelbar nach
dessen Auftreten zu beheben. Dazu wird die Betriebsdrehzahl durch
geeignete Mittel auf die Drehzahl 0 reduziert und bei Langsamlauf
des Hauptantriebmotors die Unzulänglichkeit
behoben. Bekannt ist in diesem Zusammenhang, dass während des
Langsamlauf des Hauptantriebsmotors dessen Erregung in Funktion
der Position, unter Berücksichtigung
der Belastung und/oder der erforderlichen Geschwindigkeit der anzutreibenden
Webmaschinenteile ausgeführt
wird.
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Die
hier erwähnte
Antriebsvorrichtung verzichtet auf einen separaten elektromotorischen
Zusatzantrieb zum Betreiben der Webmaschine im Langsamlauf.
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Bekannt
ist des weiteren aus
EP
0 726 345 A1 ein Antrieb für eine Webmaschine mit einem Hauptantriebsmotor,
der mittels eines Getriebes mit ersten anzutreibenden Elementen
und mit zweiten anzutreibenden Elementen verbunden ist. Unter erste
anzutreibende Elemente werden im wesentlichen die Fachbildeelemente
verstanden, die als Schaftmaschine, als Exzentermaschine, als Jacquardmaschine
oder als eine andere Art von Fachbildemitteln ausgebildet sind.
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Zu
den zweiten anzutreibenden Elementen zählen hier im wesentlichen die
Weblade und – im Falle
von Greiferwebmaschinen – die
Greiferantriebe.
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Innerhalb
des erwähnten
Getriebes ist ein Schaltzahnrad angeordnet, das derart in unterschiedliche
Schaltpositionen verstellbar ist, dass in einer Schaltposition eine
Antriebsverbindung zwischen dem Hauptantriebsmotor und den ersten
und zweiten anzutreibenden Elementen besteht und dass in einer anderen
Schaltposition die Antriebsverbindung zu den ersten oder zweiten
anzutreibenden Elementen unterbrochen ist.
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Schließlich ist
aus
EP 0 953 073 B1 ein
Antrieb für
eine Webmaschine bekannt, umfassend eine in einem Maschinenrahmen
gelagerte Hauptantriebswelle, die mittels eines elektromotorischen
Antriebs angetrieben ist. Die Motorwelle des Antriebs ist dabei
koaxial zur Hauptantriebswelle der Webmaschine angeordnet und mit
dieser direkt verbunden.
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Vorbekannte
Antriebslösungen,
die als sogenannten Direktantriebe wirksam sind, verzichten auf eine
Kupplungs-Brems-Kombination zwischen elektromotorischem Antrieb
und Hauptantriebswelle der Webmaschine.
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Es
ist daher Aufgabe der Erfindung eine in geschlossener und kompakter
Bauweise ausgeführte,
drehzahlveränderliche
elektromotorische Hochleistungs-Antriebseinheit für eine Webmaschine
zu schaffen, welche mittels einer Kupplungs-Brems-Kombination auf
die Hauptantriebswelle der Webmaschine kuppelbar ist.
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Die
Antriebseinheit soll dabei in der Lage sein, die Webmaschine innerhalb
eines Zeitraumes von einem Webzyklus auf eine vorgebbare Betriebsdrehzahl
zu beschleunigen und umgekehrt soll die Webmaschine aus einer Betriebsdrehzahl
innerhalb eines Webzyklus zum Stillstand gebracht werden können, also
auf die Betriebsdrehzahl 0 heruntergebremst werden.
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Ferner
soll die Antriebseinheit Schwankungen in der Betriebsdrehzahl der
Webmaschine weitestgehend vermeiden und geeignet sein, die Webmaschine
unter Verzicht auf einen separaten elektromotorischen Antrieb mit
zugehöriger
elektronischer Steuerung und getrieblichen Mitteln im Langsamlauf zu
betreiben.
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Die
Antriebseinheit soll darüber
hinaus Wartungsarbeiten, insbesondere an der Kupplungs-Brems-Kombination
zulassen, ohne dass ein nennenswerter Montageaufwand an der Antriebseinheit
erforderlich wird.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale der unabhängigen
Ansprüche
1, 16, 19 und 24 gelöst.
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Die
Antriebseinheit für
die Webmaschine umfasst einen in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen,
aus Rotor und Stator bestehenden Elektromotor, vorzugsweise eine
Zusatz-Schwungmasse, eine aus drehfesten Teilen und drehbeweglichen
Teilen bestehende, schaltbare Kupplungs-Brems-Kombination sowie
eine die drehfesten Teile (Bremsseite) der Kupplungs-Brems-Kombination
aufnehmende Montageglocke, deren erstes Ende über geeignete Vorkehrungen
mit dem der Webmaschine zugewandten Lagerschild des Elektromotors
verbunden ist und deren zweites Ende geeignete Vorkehrungen zur drehfesten
Verbindung mit der Webmaschine besitzt.
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Wenn
hier vorzugsweise eine Zusatz-Schwungmasse erwähnt ist, so kann diese darin bestehen,
dass der Rotor des Elektromotors einen vergleichsweise großen Durchmesser
mit einer vergleichsweise großen
Masse aufweist, um die Funktion der aus dem Stand der Technik bekannten Schwungmasse
zu übernehmen.
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Die
Zusatz-Schwungmasse kann also erfindungsgemäß integraler Bestandteil des
Rotors sein.
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Die
Zusatz-Schwungmasse kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
ein zusätzliches
Bauteil sein, das mit dem freien Ende der Welle des Rotors verbunden
ist, und zwar derart, dass die Zusatz-Schwungmasse als rotationssymmetrischer Körper zwischen
dem Elektromotor und der Kupplungs-Brems-Kombination angeordnet
ist. Die vorgenannten geeigneten Vorkehrungen zur Verbindung der
Montageglocke mit dem Motoren-Lagerschild umfassen dabei Mittel,
die als vollständige
oder teilweise Umhausung der Zusatz-Schwungmasse ausgeprägt sind.
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Die
Zusatz-Schwungmasse als zusätzliches Bauteil
kann auch als Lüfterrad
zur Abführung
der Motorwärme
ausgebildet sein.
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Der
Elektromotor der Antriebseinheit ist gem. der Erfindung ein Asynchronmotor
mit Kurzschlussläufer.
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Zwecks Änderung
der Drehrichtung ist der Elektromotor polumschaltbar, wobei die
Spulen des Elektromotors eine Wicklung aufweisen, die wenigstens
zwei verschiedene Polpaarzahlen besitzt.
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Zum
Beispiel zur Änderung
seiner Drehzahl wird der Elektromotor mit einem leistungselektronischen
Stellglied in Art eines Frequenzumrichters betrieben, der als Spannungszwischenkreisumrichter ausgebildet
ist.
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Soll
der Elektromotor und gegebenenfalls die Webmaschine stillgesetzt
oder in ihrer Drehzahl verringert werden oder soll eine Drehrichtungsumkehr erfolgen,
so muss ein Bremsvorgang erfolgen, bei dem kinetische Energie des
Elektromotors, der Zusatz-Schwungmasse,
der mitrotierenden Teile der Kupplungs-Brems-Kombination, der Webmaschine selbst
und gegebenenfalls weiterer Komponenten über den dann als Wandler (Generator)
wirksamen Elektromotor in elektrische Energie umgewandelt wird,
die über
ein netzrückspeisefähiges leistungselektronisches
Stellglied in das elektrische Versorgungsnetz eingespeist wird.
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Dazu
ist sowohl zur Einspeisung der elektrischen Energie bei motorischem
Betrieb der Antriebseinheit als auch zur Netzrückspeisung bei generatorischem
Betrieb der Antriebseinheit jeweils eine entsprechend ausgeführte Einspeiseeinheit
vorgesehen.
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Eine
Webmaschine gem. dem unabhängigen
Anspruch 16 umfasst Fachbildemittel, eine Hauptantriebswelle, wenigstens
eine mittels einer Kupplungs-Brems-Kombination auf die Hauptantriebswelle
kuppelbare Antriebseinheit, welche Antriebseinheit wenigstens einen
in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen,
aus Rotor und Stator bestehenden Elektromotor besitzt und welche
vorzugsweise mit einer Zusatz-Schwungmasse ausgerüstet ist.
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Der
Elektromotor wird mit einem als Frequenzumrichter ausgebildeten
leistungselektronischen Stellglied betrieben. Der Frequenzumrichter
ist dabei ein Spannungszwischenkreisumrichter und das leistungselektronische
Stellglied ist netzrückspeisefähig, um
die kinetische Energie aus dem Bremsvorgang der Webmaschine und
deren drehangetriebenen Komponenten sowie aus der Antriebseinheit
selbst über
den als Wandler (Generator) wirksamen Elektromotor der Antriebseinheit
als elektrische Energie in das elektrische Versorgungsnetz rückspeisen
zu können.
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Erfindungswesentlich
bei einer die vorgenannten Merkmale umfassenden Webmaschine ist nun,
dass der Rotor des Elektromotors, die drehbeweglichen Teile der
Kupplungs-Brems-Kombination, die
wenigstens eine Zusatz-Schwungmasse und die Hauptantriebswelle derart
zueinander angeordnet sind, dass sie die selbe Rotationsachse besitzen.
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In
weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Antrieb der Fachbildemittel
dabei entweder von der Hauptantriebswelle der Webmaschine abgeleitet
sein oder die Fachbildemittel sind mittels wenigstens eines eigenen
Elektromotors angetrieben.
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Eine
weitere erfindungsgemäße Lösung sieht
vor, mehrere Webmaschinen mit den in Anspruch 16 angegebenen Merkmalen
in einem energetischen Verbund, einen sogenannten Webmaschinenverbund,
zu betreiben und dabei die Wechselrichter der Antriebseinheiten
von mehreren Webmaschinen mit einem gemeinsamen elektrischen Spannungszwischenkreis
zu verbinden.
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Ferner
ist für
die Antriebseinheiten aller Webmaschinen eine gemeinsam genutzte
netzrückspeisefähige Gleichrichter-Einspeiseeinheit
vorgesehen, welche mit dem elektrischen Spannungszwischenkreis verbunden
ist.
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In
einem energetischen Verbund von Webmaschinen kann ferner die Einspeisung
elektrischer Energie bei motorischem Betrieb der Antriebseinheiten über eine
erste gemeinsame Einspeiseeinheit erfolgen, welche mit einem elektrischen
Spannungszwischenkreis verbunden ist, während die Netzrückspeisung
bei generatorischem Betrieb der Antriebseinheiten über ein
zweite Einspeiseeinheit erfolgt, die ebenfalls mit dem elektrischen
Spannungszwischenkreis verbunden ist.
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Ein
weiterer energetischer Verbund von Webmaschinen mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 24 ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Wechselrichter der Antriebseinheiten von mehreren Webmaschinen mit
einem gemeinsamen elektrischen Spannungszwischenkreis verbunden
sind und dass für
die Antriebseinheiten der Webmaschinen ein gemeinsam genutzter Bremswiderstand
vorhanden ist, welcher über
geeignete Mittel mit dem elektrischen Spannungszwischenkreis verbunden
ist.
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In
weiterer Ausgestaltung des energetischen Verbundes mehrerer Webmaschinen
kann die wenigstens eine Rückspeiseeinheit
oder der wenigstens eine Bremswiderstand so ausgelegt sein, dass
die gleichzeitige Stillsetz-Bremsung von mehreren Webmaschinen aus
maximaler Betriebsdrehzahl heraus möglich ist.
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Die
Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
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In
den Zeichnungen Zeigen:
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1 eine elektromotorische
Antriebseinheit mit Zusatz-Schwungmasse in gekuppeltem Zustand mit
einer Webmaschine,
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2 die elektromotorische
Antriebseinheit nach 1 von
der Webmaschine entkuppelt,
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3 die schematische Darstellung
eines bekannten Frequenzumrichters in Verbindung mit dem Elektromotor
der Antriebseinheit nach 1,
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4 die schematische Darstellung
des bekannten Frequenzumrichters in Verbindung mit dem Elektromotor
der Antriebseinheit nach 1,
bei Verzicht auf Schalter (Bremschopper) und Bremswiderstand nach 3,
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5 die schematische Darstellung
des bekannten Frequenzumrichters in Verbindung mit dem Elektromotor
der Antriebseinheit nach 1 mit
der Möglichkeit,
elektrische Energie in das Versorgungsnetz zurückzuspeisen und
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6 die schematische Darstellung
des bekannten Frequenzumrichters in Verbindung mit dem Elektromotor
der Antriebseinheit nach 1,
mit der Möglichkeit
bei Verzicht auf Schalter (Bremschopper) und Bremswiderstand gem. 5 elektrische Energie in
das Versorgungsnetz zurückzuspeisen.
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Gem. 1 besteht eine elektromotorische Antriebseinheit 1 für eine Webmaschine 9,
die hier nur andeutungsweise durch eine Seitenwange dargestellt
ist, aus einem in Drehzahl und Drehrichtung veränderlichen Elektromotor 2,
aus einer Zusatz-Schwungmasse 3 und
aus einer Kupplungs-Brems-Kombination 4.
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Der
Elektromotor 2 wird, wie in den 3 bis 6 dargestellt, über einen
Frequenzumrichter 13 mit elektrischer Energie gespeist.
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Zum
Erhalt einer geschlossenen und kompakten Bauweise der Antriebseinheit
ist gem. der Erfindung die Kupplungs-Brems-Kombination 4 von
einer sogenannten Montageglocke 5 umschlossen, die ihrerseits,
in Richtung des Motorlagerschildes 7 gesehen, durch Verbindungsmittel 10 mit
einer Umhausung 6 für
die drehfest mit der Welle des Elektromotors 2 verbundene
Zusatzschwungmasse 3 montiert ist.
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Die
Umhausung 6 ihrerseits ist dann über weitere Verbindungsmittel 10 mit
dem Lagerschild 7 des Elektromotors 2 verbunden.
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Der
Aufbau und die Funktionsweise der Kupplungs-Brems-Kombination 4 als
Verbindungsglied zwischen elektromotorischem Antrieb und der Webmaschine
ist allgemein bekannt, so dass hier auf eine weitergehende Beschreibung
verzichtet werden kann.
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Ein
erfindungswesentliches Merkmal des in den 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels ist
nun darin zu sehen, dass der Rotor 2a des Elektromotors 2,
die drehbeweglichen Teile 4b, 4c der Kupplungs-Brems-Kombination 4,
die Hauptantriebswelle 11 der Webmaschine 9 und
die vorzugsweise vorhandene wenigstens eine Zusatz-Schwungmasse 3 die
selbe Rotationsachse 12 besitzen.
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Anhand
des in 2 dargestellten
Ausführungsbeispiels
wird deutlich, dass auf einfache Weise und ohne nennenswerte Montageaufwand
der elektromotorische Antrieb 2 von der sogenannten Bremsseite
der Kupplungs-Brems-Kombination 4 trennbar ist. Durch Lösen der
ersten Verbindungsmittel 10 ist der Elektromotor 2 mit
der Zusatz-Schwungmasse 3 leicht
von der maschinenfest angeordneten Montageglocke 5 trennbar.
Damit ist der Vorteil verbunden, dass z.B. ein notwendig werdendes
Ein- oder Nachstellen oder ein notwendig werdendes Auswechseln der
mit der Hauptantriebswelle 11 drehfest verbundenen Ankerscheibe 4c der
Kupplungsbremskombination 4 kostengünstig durchführbar ist.
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3 zeigt anhand vereinfachter
bzw. schematischer Darstellung einen aus dem Stand der Technik bekannten
Frequenzumrichter 13 für
den Elektromotor 2 der erfindungsgemäßen Antriebseinheit 1.
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Das
speisende Netz 14, also das Versorgungsnetz, ist mit drei
Leitern 14.1, 14.2 und 14.3 als dreisträngiges Drehstromnetz
dargestellt. Die dem Frequenzumrichter 13 zugeordnete Einspeiseeinheit 15 wandelt
die Netzspannung in eine Spannung mit einem in der Regel hohen Gleichspannungsanteil. Man
spricht im Stand der Technik dann von einem Spannungszwischenkreis 16 oder
auch Gleichspannungszwischenkreis. Die Einspeiseeinheit 15 ist
in diesem Ausführungsbeispiel
nicht in der Lage, elektrische Energie vom Spannungszwischenkreis 16 in das
Versorgungsnetz 14 zurückzuspeisen.
Eine solche nicht rückspeisefähige Einspeiseeinheit
ist kostengünstig.
Im Stand der Technik wird eine solche Ausführung oft als sogenannte ungesteuerte
B6-Brücke
bezeichnet.
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Im
Spannungszwischenkreis 16 ist zumeist eine Kapazität 17 vorgesehen,
welche u.a. dazu dient, die Spannung im Spannungszwischenkreis 16 zu
stabilisieren.
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Der
Wechselrichter 18 schließlich wandelt die Spannung
aus dem Spannungszwischenkreis 16 wieder in eine Wechsel-
oder Drehspannung; d.h. man hat wieder ein Wechsel- bzw. Drehstromsystem 19,
welches sich vor allem in Effektivspannung, Frequenz, Phasenlage
und Strangzahl vom speisenden Netz 14 unterscheiden kann.
In der 3 ist es beispielsweise
ein dreisträngiges
Drehstromsystem 19.
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Das
Drehstrom- bzw. Wechselstromsystem 19 dient dem Betreiben
des Elektromotors 2. Soll der Elektromotor 2 und
gegebenenfalls die Webmaschine 9 stillgesetzt oder in ihrer
Drehzahl verringert werden oder soll eine Drehrichtungsumkehr bewirkt
werden, so muss ein Bremsvorgang erfolgen, bei dem kinetische Energie
vom Elektromotor 2, gegebenenfalls von der Schwungmasse 3 den
mitrotierenden Teilen 4b, 4c der Kupplungs-Brems-Kombination 4 bzw.
der Webmaschine 9 und gegebenenfalls weiterer nicht dargestellter
Komponenten der Webmaschine über
den Elektromotor 2 als Wandler (Generator) in elektrische
Energie umgewandelt wird und als elektrische Energie über das
Stromsystem 19 und den Wechselrichter 18 zum Spannungszwischenkreis 16 gelangt – sofern
man den vorgenannten rotierenden Einrichtungen nicht die Zeit des
Austrudelns über
ihre Eigenverluste geben will oder kann.
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Die
Einspeiseeinheit 15 kann diese Energie nicht an das speisende
Netz 14 weitergeben und die Kapazität 17 kann diese Energie
nur in bestimmten Maße
aufnehmen, da sonst die Spannung im Spannungszwischenkreis 16 unzulässig hoch
wird.
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Mittels
eines Schalters 20, im Stand der Technik oft als Chopper
oder Bremschopper bezeichnet, wird diese Energie stattdessen dem
wenigstens einen Bremswiderstand 21 zugeführt, der
sie in Wärme
umsetzt. Oft werden dabei die Längen
von Ein- und Ausschaltzeiten des Schalters 20 unter Berücksichtigung
des Niveaus der Spannung im Spannungszwischenkreis 16 festgelegt.
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Die
kinetische Energie schon des Motors 2 selbst und der gegebenenfalls
vorhandenen wenigstens einen Schwungmasse 3 ist jedoch
sehr hoch. Bei häufigem
Bremsen entsteht im Bremswiderstand 21 entsprechend viel
Wärme.
Der Bremswiderstand 21 muss daher entsprechend groß ausgeführt werden,
um die Wärme
auch an die Umgebung abstrahlen zu können. D.h. dass z.B. ein Schaltschrank,
in dem der Bremswiderstand 21 installiert ist, muss entsprechend
groß sein
und/oder aufwendig gekühlt werden.
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Erfindungsgemäß ist deshalb,
unter Nutzung eines Wechselrichters 18 vorgesehen, entweder
eine Gleichstrombremsung oder eine Gegenstrombremsung oder eine
Kurzschlussbremsung des Elektromotors 2 vorzunehmen, was
außer
den Elektromotor 2, die gegebenenfalls vorhandene wenigstens
eine Schwungmasse 3, die mitrotierenden Teile 4b, 4c der Kupplungs-Brems-Kombination 4,
gegebenenfalls die Webmaschine 9 und gegebenenfalls weitere Komponenten
entsprechend mit abbremst. Die Vorgehensweisen zur Gleichstrombremsung,
zur Gegenstrombremsung und zur Kurzschlussbremsung selbst sind im
Stand der Technik hinreichend beschrieben. Sie bewirken, dass die
kinetische Energie maßgeblich
in Motorenwärme
umgesetzt wird. Der Bremswiderstand 21 und auch der Schalter 20 können entsprechend
kleiner ausgelegt werden, ebenso die notwendige Abstrahlfläche für die Motorwärme. Die
Anteile der in Wärme
umgesetzten kinetischen Energie über
den Bremswiderstand 21 und über eine Gleichstrombremsung
oder Gegenstrombremsung oder Kurzschlussbremsung können im
Verhältnis
zueinander beeinflusst werden – vorzugsweise
durch die Art der Ansteuerung des Wechselrichters 18 und des
Schalters 20. Bei Bedarf kann dies dem Bediener/Betreiber
ermöglicht
werden, z.B. unter Angabe von Empfehlungen oder es erfolgt eigenständig durch
Steuermittel. Gegebenenfalls kann auf den Schalter 20 und
den Bremswiderstand 21 ganz verzichtet werden. Die Anordnung
gem. 3 reduziert sich
dann um den Schalter 20 und den Bremswiderstand 21.
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4 zeigt eine entsprechend
reduzierte Anordnung eines Frequenzumrichters 13.
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In 5 hat die Einspeiseeinheit 25 die
selbe Aufgabe wie die Einspeiseeinheit 15 in 3, ist aber im Gegensatz
zur Einspeiseeinheit 25 in 5 zudem
in der Lage, Energie vom Spannungszwischenkreis 26 in das
speisende Netz 24 zurückzuspeisen.
Solche Einspeiseeinheiten sind Stand der Technik und in der Leistungselektronik
oft wie ein Wechselrichter aufgebaut.
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So
kann also die unter 3 beschriebene kinetische
Energie als elektrische Energie in das speisende Netz 24 zurückgespeist
werden. Das bewirkt, dass der Bremswiderstand 31 und auch
der Schalter 30 entsprechend kleiner ausgelegt werden können, ebenso
die notwendige Abstrahlfläche
für die
Wärme des
Elektromotors 2.
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Die
Anteile der in Wärme
umgesetzten kinetischen Energie über
den Bremswiderstand 31 und die ins Versorgungsnetz 24 zurückgespeiste
Energie können
im Verhältnis
zueinander beeinflusst werden – vorzugsweise
durch die Art der Ansteuerung der Einspeiseeinheit 25 und
des Schalters 30.
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Bei
Bedarf kann dies dem Bediener/Betreiber ermöglicht werden, z.B. unter Angabe
von Empfehlungen oder es erfolgt eigenständig durch Steuerungsmittel.
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Gegebenenfalls
kann auf den Schalter 30 und den Bremswiderstand 31 ganz
verzichtet werden; die Anordnung in 5 reduziert
sich dann um diese beiden vorgenannten Komponenten.
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6 zeigt eine entsprechend
reduzierte Anordnung eines Frequenzumrichters 23.
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Auch
bei Verwendung einer rückspeisefähigen Einspeiseeinheit 25 in 5 und 6 und gegebenenfalls bei gleichzeitiger
Verwendung von Schalter 30 und Bremswiderstand 31 kann
zusätzlich
oder alternativ mit Gleichstrombremsung oder Gegenstrombremsung
oder Kurzschlussbremsung gearbeitet werden. Die Anteile der in Wärme umgesetzten
kinetischen Energie über
die Gleichstrombremsung oder die Gegenstrombremsung oder die Kurzschlussbremsung
und über
gegebenenfalls dem Bremswiderstand 31 und die ins Versorgungsnetz 29 zurückspeisende
Energie können
im Verhältnis
zueinander beeinflusst werden – vorzugsweise
durch die Art der Ansteuerung der Einspeiseeinheit 25 und
des Wechselrichters 28 sowie gegebenenfalls des Schalters 30.
Bei Bedarf kann dies dem Bediener/Betreiber ermöglicht werden, z.B. unter Angabe
von Empfehlungen oder es erfolgt eigenständig durch Steuerungsmittel.
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- 1
- Antriebseinheit
- 2
- Elektromotor
- 2a
- Rotor
- 2b
- Stator
- 3
- Zusatz-Schwungmasse
- 4
- Kupplungs-Brems-Kombination
- 4a
- drehfestes
Teil
- 4b
- drehbewegliches
Teil
- 4c
- drehbewegliches
Teil
- 5
- Montageglocke
- 6
- Umhausung
- 7
- Lagerschild
- 8
- Mittel
- 9
- Webmaschine
- 10
- Verbindungsmittel
- 11
- Hauptantriebswelle
- 12
- Rotationsachse
- 13
- Frequenzumrichter
- 14
- speisendes
Netz
- 15
- Einspeiseeinheit
- 16
- Spannungszwischenkreis
- 17
- Kapazität
- 18
- Wechselrichter
- 19
- Wechsel-
oder Drehstromsystem
- 20
- Schalter
- 21
- Bremswiderstand
- 23
- Frequenzumrichter
- 24
- speisendes
Netz
- 25
- Einspeiseeinheit
- 26
- Spannungszwischenkreis
- 27
- Kapazität
- 28
- Wechselrichter
- 29
- Wechsel-
oder Drehstromsystem
- 30
- Schalter
- 31
- Bremswiderstand