DE2019270A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Haerten einer auf einen Koerper aufgetragenen Schicht - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Haerten einer auf einen Koerper aufgetragenen SchichtInfo
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Description
DIPL..ING. H. FINK PATENTANWALT ■ 7300 ESSLINGEN (NECKAR) · HINDENBURGSTRASSE
P 5812
j . 21. April 1970 ϋϊ
Robert Hildebrand Maschinenbau GmbH, 7446 Oberboihingen,
Nürtinger Straße 68
"Verfahren und Vorrichtung zum Härten einer auf einen
Körper aufgetragenen Schicht"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Härten einer auf einen Körper aufgetragenen Schicht aus einem nach Anregen durch
SertraMtn en§Fg£§@£3@ug§nä@ß (isotherm regierenäen) >
organischen Stoff, insbesondere oxidativ trocknendem lack, worunter
Kunstharz- und öllacke zu verstehen sind j und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Eine Schicht aus dem vorgenannten Stoff wird im allgemeinen an der Luft, gegebenenfalls unter Mitwirkung von Konvektionswärme
getrocknet, das heißt, gehärtet. Es ist bekannt, daß durch Ultraviolettbestrahlung
(200 - 400 mMy Wellenlänge) die Erstarrung
vieler Lackanstriche sehr fetark beschleunigt werden katui,
da die Oxydations- und Polymerisationsprozesse bei der Erstar*-
rung von Farbanstrichen und Lacken auf Leinölbasis
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dung durch UV-Bestrahlung um das etwa Zehntausendfache beschleunigt
werden. Auch ist bekannt, daß viele Kunstharzsanstriche unter UV-Bestrahlung rascher erstarren. Diese Bestrahlung
erfordert für das Härten von exotherm reagierenden, nachreagierenden organischen Stoffen, insbesondere von oxydativ trocknenden
Lacken eine sehr hohe Energiemenge, welche das Verfahren wegen zu hoher Kosten unwirtschaftlich macht.
Es ist auch bekannt, Lacke auf der Basis von Alkyd-Phenol- und
Harnstoffharzen, Asphaltlacke und dergl. durch Infrarotstrahlen
zu trocknen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die für das Härten von exotherm reagierenden, organischen Stoffen erforderliche
Energiemenge wesentlich zu verringern. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Stoff durch UV-Strahlen
angestrahlt wird, deren Wellenlänge im Resonanzbereich seines Radikales liegt und die in Form von im wesentlichen gleiche
zeitliche Abstäaels aufweisenden Impulsen erzeugt werden. Die
Erfindung maoht sich hierbei die Erkenntnis zunutze, daß die
energieerseugende (exotherme) Reaktion des Stoffes durch einen
bestimmten Impuls angeregt werden kann, und mindestens während einer begrenzten Zeit nachläuft. Während der Reaktion ist eine
UV-Bestrahlung nicht erforderlich, aber auch nicht störend. Die Energiezufuhr ist um so geringer, je größer der zeitliche
Abstand der Impulse in bezug auf die Impulszeit ist. Da ein Impuls die energieerzeugende Reaktion des Lackes nicht stört, ist
es für ein schnelles Trocknen von Vorteil, wenn die begrenzte Reaktionszeit nicht voll abgelaufen ist, bis der nächste Impuls
folgt. Die Wellenlänge der ultravioletten Strahlen entspricht der Eigenfrequenz der Radikalen, die an der Härtung oder Reaktion
oxydativ härtender Lacke beteiligt sind.
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In Weiterbildung der Erfindung ist der zeitliche Abstand der
Impulse zur Zeitdauer des Impulses sehr viel größer als 1, insbesondere größer als 100. Je höher dieses Verhältnis ist,
desto geringer ist die zum Härten erforderliche Leistung. Die
Form des Impulses kann beliebiger Art sein.
Eine Vorrichtung zum Härten einer auf einen Körper aufgetragenen Schicht aus einem nach Anregen durch Bestrahlen exotherm
reagierenden, organischen Stoff unter Verwendung eines ultra- ' violetten Strahlers ist dadurch gekennzeichnet, daß dieser
Strahler eine Wellenlänge erzeugt, die im Resonanzbereich des
Radikales liegt, und daß der Strahler an eine Zündeinrichtung angeschlossen ist.
Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen,
der Beschreibung und der Zeichnung. In dieser zeigen
Pig« 1 einen Querschnitt durch eine Vorrichtung als Ausführungebeispiel des Gegenstandes der Erfindung
in schematischer Parsteilung,
Fig. 2 eine graphleche Darstellung von von einem an
eine Wechselstromquelle angeschlossenen Ultraviolettetrahler
ausgehenden Impulsen,
Fig. 3 eine graphische Darstellung von beim Ausführungebeispiel
auftretenden Impulsen Io schematischer Darsteilung,
Fig. 4 «in Schaltbild tintr Zündeinrichtung. ■
In eine« nach außen angeschlossenen Gehäuse 1 let eine Fördervorrichtung
2 untergebracht, welche beispielsweise von außen an-
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0 INSPECTED
-γ 4 -
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getriebene Förderwalzen aufweist, die zum Fördern von beschichteten
Körpern dienen. Diese Körper sind mit einer Schicht 4 aus
einem Kunstharz- oder Öllack-« insbesondere einem oxydativ trocknenden
Lack, veraehen. Beim AusfÜhrungsbeispiel sind flache
Körper 3 dargestellt. An der Decke des Gehäuses ist eine Röhre
5 angebracht, die Ultraviölettstrahlen erzeugt, welche mindestens /
' einen Anteil an Strahlen einer bestimmten Wellenlänge oder einer
bestimmten Frequenz aufweist. Die Röhre 5 ist an eine Zündeinrichtung
6 angeschlossen.
Wenn die Röhre 5 an eine Übliche Wechselstromquelle angeschlossen
wäre, so würden von ihr die in Fig. 2 dargestellten Impulse
ausgehen. Die Zündeinrichtung 6 erzeugt jedoch im Zusammenwirken
mit der Röhre 5 Impulse nach Fig. 3, die auch eine andere Form
aufweisen können. Je nach Art der zu verwendenden Röhre kann eine
nicht unterschreitbare Grundspannung notwendig sein. Eine
Grundspannung ist z. B. nicht notwendig für eine Xenon-Impulsröhre
mit zusätzlicher Zündwicklung, deren Röhrengehäuse in vor* teilhafter Weise aus einem die gewünschte Wellenlänge stark
durchlässigen Quarz oder dergl. besteht. Bei Verwendung einer
Quecksilberdampflampe muß jedoch eine Grundspannung vorhanden
sein, damit die Röhre nicht zum Erlöschen kommt.
Die Zündeinrichtung 6 für die Röhre 5 hat gemäß Fig. 4 einen
an eine Wechselstromquelle anschließbaren Transformator 7, an
, dessen sekundärer Seite über einen Einweggleichrichter 8 und einen
Widerstand 9 die Röhre 5 mit ihren Elektroden angeschlossen
ist. Zur Röhre 5 ist ein Kondensator 10 parallel geschaltet. Ein
ebenfalle an den !Transformator 7 sekundärseitig angeschlossener Zündkreis hat einen Doppelweggleichrichter 11, 12 in Brücke n-.
schaltung Alt einem Glattungekondensator 13, der mit der Röhre
verbunden let. Hit dem; Gleichrichter 11, 12 ist über einen Widerstand
14 ein Zündicoo«#08jator 15 terbuadeav zu dem eia
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spannungs- oder Zündtransformator 16 und ein Schalter 17 parallel
liegen. Der Schalter 17 kann ein Impulsschalter, ein Thyristor
oder dergl. sein. Der Zündtransformator ist mit einer ZÜndwicklung
18 der Röhre 15 verbunden. Mit der Zündeinrichtung 6 werden kurze Impulszeiten (etwa-Tq00 Sekunde) und lange Pausen angestrebt. Aus Fig. 3 ist deutlich zu entnehmen, daß, ^e länger
die Pausen zwischen den einzelnen, gegebenenfalls anders gearteten Impulsen sind, desto geringer ist auph die zum Härten erforderliche
Leistung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient zum Härten einer auf einen
Körper aufgetragenen Schicht aus einem nach Anregen durch Bestrahlung exotherm reagierenden und nachreagierenden organischen
Stoff, insbesondere einem oxydativ trocknenden lack. Es
ist dies z. B. ein Kunstharz- oder öllack. Diese Art von Lacken
ist verhältnismäßig preiswert und hat insgesamt einen größeren Marktanteil als die übrigen Lacke.
Die zu trocknenden Lacke können mit niedrig siedenden Lösungsmitteln mit hoher Verdunstüngszahl, z. B. Sssigsäure-Äthylester,
Butanol, Aceton oder dergl. versetzt sein, um die Härtungszeiten
herabzusetzen. Zum gleichen Zweck dienen Photo-Initiatoren oder lichtempfindliche Stoffe als Zusatz, z. B. Ammoniumbichromat,
Chromsäure und dergl,. Aus dem Ammoniumbichromat im Augenblick der Bestrahlung entstehende Chromsäure wirkt härtend.
Die zur Verwendung kommenden Lacke oder ein Mieschungsbestandteil
davon von mehr als 30 $> weisen beim Härten eine energieerzeugende
oder exotherme Reaktion auf, welche durch Impulse bestimmter Wellenlänge angeregt werden, sobald eine bestimmte
Energieschwelle überschritten ist und reagieren in gewissen Grenzen
nach. Es wird hierbei das Radikal des organischen Stoffes in
Eigenfrequenz angeregt, das an der Härtung von oxydativ trocknen-
■■■..; ■■'■■- 6 109847/1530
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den lacken beteiligt ist, wodurch Sauerstoff aktiviert wird. Die
Strahlung muß eine Frequenz aufweisen, welche der Resonanzschwingung der Moleküle entspricht, die sich mit Sauerstoff verbinden.
Dies entspricht bei einer bestimmten Art von Lacken einer Wellenlänge
von 197»4 mMy oder nm. Eine Beschleunigung der Härtung wird
noch zusätzlich erzielt, wenn ein geringer Anteil der Strahlung eine Wellenlänge aufweist, die einer der Resonanzlinien des Sauer·
Stoffs entspricht, z. B. 184,9 nm. Es wurde auch gefunden, daß,
wenn ein Anteil der Strahlung eine Wellenlänge von 389,0 nm aufweist,
dies ebenfalls zur Beschleunigung, des Härtens beiträgt.
Die Zahl der in der Zeiteinheit erzeugten Impulse kann je nach
Art des Lackes unterschiedlich sein. Es kann je nach Art der
Schicht mit zwei oder mit zehn bis zwanzig Impulsen je Sekunde gearbeitet werden· Die Zahl der auf eine Flächeneinheit auftreffenden notwendigen Impulse hängt von der Stärke der Röhre ab.
Mit etwa sechshundert Impulsen je Flächeneinheit wurde eine befriedigende Härtßng ©rreicht« Di© Zahl der zur Härtung erforderlichen
Impulse hängt natürlich auoh von dsr Schichtdicke ab.
Die zum Aushärten erforderliche Energie ist um so geringer, je
.größer der zeitliche Abstand der Impulse zur Zeitdauer eines Impulses
ist. Mit einem Verhältniswert von 100 wurden bei äußerst geringer Leistungeaufnähme.gute Erfolge erzielt.
Bei den zur Verwendung kommenden Stoffen muß die energieerzeugende
oder exotherme Reaktion mindestens eine gewisse Zeit nachlaufen und duroh Impulse bestimmter Frequenz anzuregen sein.
1 — 7 m,
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Claims (1)
- 2 5912■zn- Ap*ii 1970A χι β Tt r ü c he,Verfahren stum Härten einer auf einen Körper aufgetragenen . Schicht aus einem nach Anregen durch Bestrahlen exotherm reagierenden, organischen' Stoff, insbesondere oxydativ trocknendem Lack, dadurch . g e k e η η zeich net, daß der Stoff durch Ultraviolettstrahlen angestrahlt wird', deren Wellenlänge im Resonanzbereich seines Radikales liegt und . die in Form von im wesentlichen gleiche zeitliche Abstände . aufweisenden Impulsen erzeugt werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η ζ e ic h η e t, daß der mittlere zeitliche Abstand zweier Impulse zur mittleren Zeitdauer des Impulses sehr viel größer als 1, insbesondere größer als 100 ist.% Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch g e k e η η - ze ic h.'-η et, daß die Wellenlänge 19714 nm beträgt.4· Vtrfahrtn ntoh Anspruoh 3ι dafluroh g t k β η η β ei ο h net, daß eine zusätzliche Wellenlänge von 184,9 nm und/oder 389,0 nm verwendet wird.5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche unter Verwendung eines Ultraviolettstrahlers, daduroh g e k e η η ζ ei c h η e t, daß dieser Strahler eine Wellenlänge erzeugt, die im Resonanzbereich des Radikales des zu bestrahlenden Stoffes liegt, und daß der Strahler an eine Zündeinrichtung angeschlossen ist.- ' ■..■■-.·■■ -:. ' . ■■-■6« Vorrichtung nach Anspruch 51 dadurch ge kin nee i oh - net, daß 41· Zündeinrichtung (6) eine Gleichetromquelle (8)109847/ORIGINAL INSPECTED? 581221. April ifrr© Μ.mit einem parallel zum Strahler (5) iiegendven Kondensator und einen 25Ündkr<Bis (11 fcie 17) aufweist*7. Vorrichtung naeh Anspruch 5 öder 6, dadurch jg e fc e h η ζ e i e h ή e % iaö -WM Hsiöeüjpn -üNsr eine Xenon-iifl|jUlB*ft8hre Mi^ auitlSlicherweiche Röhre einen ittr die äur- e*ö$h(örnieü Anregung ertördei*- Wellenlänge durchlassendeh ^6. liaek zur Dürchiilhrung des Verfahrens nach einem der , ehe 1 bis 4 und zur Verwendung in der Vörriöhtung nach eineffii der Ansprüche 6 und 7» dadurch g e fc e η η ζ e 1 ö h η e t, daß er ein niedrigsiedendes lösungsmittel hoher Ver dampf ungs zahl9. Lack nach Anspruch 8, dadurch g e k e η η ζ e i c h η e t, daß er einen iichteopfindiiehen Ötoff. enthält.10. Lack nach einem der Ansprüche 8 und 9» dadurch g e k e η η zeich η e t, daß er einen Mindestanteil von 30 % min* destens eines exotherm reagierenden und nachreagierenden, organischen Stoffes enthält.100847/1510Lee rs ei te
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