DE2017229A1 - Umschmelzofen - Google Patents
UmschmelzofenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Umschmelzofen, bei dem der jeweils
unter der Elektroschlacke liegende Elektrodenteil durch netzfrequente
elektrische Ströme abschmelzbar ist, welche zwischen
dem Elektrodenteil und der Ofenwandung fließen, und bei dem die Ströme von 10 kA und darüber aus einem Transformator entnehmbar
sind, dessen Primärseite über einen Wechselstromsteller mit einem Netz verbunden ist.
Zur Erzeugung hochreiner und hochwertiger Stähle werden heute in immer größerem Umfange Umschmelzverfahren mit selbstverzehrenden Elektroden, wie z.B. das Elektroschlacke-Umschmelzverfahren,
benutzt. Bedingt durch die geforderten Werkstückgrößen
werden dabei häufig auch die Abmessungen der Umschmelzofen
beträchtlich, z.B. Höhen von über 15 m.
Durch diese Abmessungen werden auch die Induktivitäten der Zuleitung
von der Stromquelle zu den Ofenanschlüssen verhältnismäßig groß. Messungen bei einem Ofen samt Zuleitungen haben
z.B. Induktivitäten von 40 μΚ bei 1 mil Wirkwiderstand ergeben.
Bei der Verwendung von Gleichstrom würden diese Induktivitäten
nicht stören; oft ist jedoch aus technologischen Gründen - zu
einseitige Auskristallisation - Gleichstrom nicht einsetzbar. Verwendet man jedoch netzfrequente Wechselspannung von 50 Hz,
so sind die Blindwiderstände etwa 10 mal so groß wie die Wirkwiderstände,
die die eigentliche Ofenleistung erbringen. Dies bedeutet bei den geforderten Leistungen in der Größenordnung von
einigen MVA und bei Strömen von z.B. 20 kA außerordentlich umfangreiche
Dimenaionierungen der Transformatoren und Zuleitungskabel und erfordert außerdem die Bereitstellung einer erheblichen
Blindleistung durch das Netz.
109843/0946
ORIGINAL
■ "* VPA1 70/3064
Es ist bereits bekannt (vgl. z.B. österreichische Patentanmeldung
A 3378/68), den Ofen mit einer weit unterhalb der Netzfrequenz liegenden Frequenz von z.B. 5 bis 10 Bz zu speisen.
Dies verhindert zwar den ungünstigen technologischen Effekt der Auskristallisation, mit besonderen Vorzugsrichtungen, verringert
auch gleichzeitig die induktiven Spannungsabfälle ganz erheblich, erfordert aber anderseits wieder einen relativ aufwendigen
Umrichter.
Die Erfindung geht einen anderen Weg; und zwar wird hier erfindungsgemäß
zur Berücksichtigung der induktiven Widerstände bei Netzfrequenz auf einer Hochspannungsseite des Stromkreises eine
Kondensatorbatterie vorgesehen, welche - elektrisch gesehen -. mit dem Wechselstromsteller in Reihe geschaltet ist und den
Blindleistungsbedarf der Ofenleitungen zumindest teilweise kompensiert. Diese so getroffene Serienkompensation hat den Forteil, daß sie lastabhängig ist; d.h» daß also bei weitgehend
abgeschaltetem Ofen nicht unnötige Kompensationsströme fließen;
außerdem ergibt die potentialmäßige-Trennung der Kondensatorbatterie von der Niederspannungsseite am öfen noch den Vorteil,
daß die Kondensatoren relativ klein gewählt werden können, um
die auf der Niederspannungsaeite liegenden Induktivitäten zu
kompensieren.
Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert:
In den Schmelzsumpf 2 des Elektro-Umscnmelsofens 1 taucht eine
selbstverzehrende Elektrode 3 ein. Durch den zwischen Elektrode 3 und Ofenwandung 4 fließenden elektrischen Strom J schmilzt
das in den Metallsumpf 2 eintauchende Elektrodenteil ab. Durch geeigneten Vorschub der Elektrode 3 kann somit das in dieser
Elektrode vorhandene Material, z.B. Stahl, vollständig umgeschmolzen werden.
Der Strom J zur Elektrode 3 und zur Ofenwandung 4 fließt durch Leitungen 11a und Hb9 normalerweise Kupferschienen erheblicher
Dimensionierung, die mit der Sekundärwicklung 5b eines Transformators
5. verbunden sind. Die Primärseite 5a dieses Transformators 5 ist über eine Kondensatorbatterie 6, einen aus antiparallel
geschalteten Thyristoren bestehenden Wechselstrom-
109843/0946 - 5 -
BAD ORIGINAL
- 5-V VPA 70/5004
atelier 7 und einen Anzapftransformator 8 mit den Phasenleitern
RS eines 50-Hz-Wechselstromnetzes 9 verbunden. Die elektrischen
Daten des Kreises sind dabei etwa so gewählt,' daß bei einer Primärspannung von ca. 500 V auf der Primärseite des Transformators
5 etwa 5.0 bis 80 V auf der Sekundärseite 5b liegen und ein Strom von ca. 20 kÄ durch die Zuleitungen 11a und 11b
fließt. Die in Reihe mit der Primärwicklung 5a angeordnete Kondensatorbatterie
6 ist dabei so gewählt, daß sie den cosV der
Anlage von etwa 0,2 bis auf 1,0 kompensieren kann.
Fig. 2 zeigt eine etwas andere Variante der Spannungsversorgung, und zwar liegt hier der zur Anpassung an den jeweiligen cos \P
der Anlage verwendbare Spartransformator 12 zwischen Kondensator batterie 6 und Thyristorsteller 7.
Eine weitere Variante zeigt Pig. 3. Hier ist in Reihe mit der
Sekundärwicklung 5b des Transformators 5 die Sekundärwicklung
10a eines weiteren Transformators 10 angeordnet, auf dessen Hochspannungsseite ein mit der Primärwicklung 10b verbundener
Kondensator 6 angeordnet ist. Diese Schaltung hat - elektrisch gesehen - die gleiche Wirkungsweise wie die mit der Primärwicklung
5a in Reihe geschaltete Kondensatorbatterie 6..
4 Patentansprüche
3 Figuren
3 Figuren
BAD ORIGINAL 109843/09Λ6 _ 4 _
Claims (3)
- VPA 70/3064Patentansprüche: . - ..:' ·■■■- ■ ; :-;. ■■"■.■■Umschmelzofen," bei dem der jeweils unter der Elektroschläcke liegende Elektrodenteil durch netzfrequente elektrische Ströme abschmelzbar ist, welche zwischen dem Erektrodeiiteil und der Ofenwandung fließen, und bei dem die Ströme von 10 kA und darüber,aus einem Transformator entnehmbar sind, dessen Primärseite über einen Wechselstromsteller mit einem Netz verbunden-ist, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Hochspannungsseite des Stromkreises eine Kondensatorbatterie (6) vorgesehen ist, welche - elektrisch gesehen - mit dem Wechselstromsteller in Reihe geschaltet ist und den Blindleistungs- ^ . bedarf der.Ofenanlage (1) zumindest teilweise lastabhängig . kompensiert.
- 2. Umschmelzoferi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatorbatterie (6) mit der Primärwicklung (5a) des Transformators (5); in Reihe geschaltet ist. .
- 3. Umschmelzofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Kondensatorbatterie (6) zuführbare Spannung durch einen Spartransformator (12) oder Netztransformator (8) mit Anzapfungen veränderbar ist.4· Umschmelzofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß " auf der Niederspannungsseite des Transformators (5) in Reihe mit der Sekundärwicklung (5b) die Sekundärwicklung (TOa) eines weiteren Transformators (10) liegt, an -dessen Primärwicklung (TOb) die. Kondensatorbatterie (6) angeschlossen ist.BAD ORIGINAL1098A3/09A6
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