[go: up one dir, main page]

DE2014794B - O-(Thiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents

O-(Thiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel

Info

Publication number
DE2014794B
DE2014794B DE2014794B DE 2014794 B DE2014794 B DE 2014794B DE 2014794 B DE2014794 B DE 2014794B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pyridyl
thiocarbamoyl
parts
thionophosphoric acid
active ingredients
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Dr. Riehen; Kristiansen Odd Dr. Reinach; Gubler (Schweiz)
Original Assignee
Agripat S.A., Basel (Schweiz)

Links

Description

Beispiel 1
Eine Suspension von 12 g 2-Hydroxy-5-cyanopyridin und 13,8 g Kaliumcarbonat in 200 ml Methylethylketon wird zuerst 3 Stunden bei Rückflußtemperatur erhitzt, anschließend innerhalb von 30 Minuten mit einer Lösung von 18,9 g Chlor-thiophosphorsäure-diäthylester in 20 ml Methylethylketon versetzt und wiederum 17 Stunden erhitzt Nach dem Erkalten wird der Niederschlag abgetrennt, das FiI-trat am Vakuum destilliert Der Rückstand wird in Äther aufgenommen, mit Wasser, wäßriger Natriumbicarbonat-Lösung und wieder mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und vom Lösungsmittel befreit Das O-[5-Cyano-pyridyl(2)]-O,O-diäthyl-thionophosphat hat den Brechungsindex n?: 1,5284.
2,8 g dieses Esters werden dann mit 2,7 g Pyridin und 1,1 g Triäthylamin versetzt und in einer geschlossenen Apparatur so mit Schwefelwasserstoff-Gas versetzt, daß auf dem System ein konstanter überdruck von 75 Torr lastet Nach 2 Stunden wird das Gemisch auf Eiswasser gegeben, der Niederschlag wird abfiltriert und aus Äther/Petroläther umkristallisiert. Das O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)] - O,O - diäthylthionophosphat hat den Schmelzpunkt 72 bis 73°C.
35
Die Erfindung betrifft O-CThiocarbamoyl-pyri'iyl)-thionophosphorsäureester, ferner insektizide, nematozide und acarizide Mittel, die die neuen Phosphorsäureester als Wirkstoffe enthalten.
Die O - (Thiocarbamoyl - pyridyl) - thionophosphorsäureester entsprechen der Formel
R, C — NH,
R1O S
\ll
P-O
R2O
40
45
55
in der R1 und R2 Q-Q-Alkylreste und R3 Wasserstoff, Chlor oder die Methylgruppe bedeutet.
Diese Verbindungen können nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch Reaktion einer Cyano-2-hydroxy-pyridin-Verbindung mit einem Phosphorsäurehalogenid und Schwefelwasserstoff, in beliebiger Reihenfolge in Gegenwart einer anorganischen oder organischen Base hergestellt werden. Wirkungsprüfungen mit Verbindungen gemäß Anspruch 1 an Nematoden ergaben, daß diese Wirkstoffe eine gute bis sehr gute Wirkung besitzen und bekannten, bei
Analyse:
Berechnet:
C 39,21, H 4,94, N 9,15, P 10,11, S 20,94; gefunden:
C 39,58, H 5,07, N 9,25, P 10,07, S 20,93.
Beispiel 2
In eine Lösung von 66,9 g 2-Hydroxy-5-cyanopyridin in 1300 ml Pyridin und 925 ml Triäthylamin wird 10 Stunden lang Schwefelwasserstoff-Gas eingeleitet. Das Thioamid kristallisiert aus und hat den Schmelzpunkt 236 bis 239°.
Eine Suspension von 4,7 g 2-Hydroxy-5-thiocarbamoylpyridin, 4,2 g Kaliumcarbonat in 150 ml Methyläthylketon wird 3 Stunden bei Rückflußtemperatur erhitzt, anschließend innerhalb von 20 Minuten mit einer Lösung von 6,5 g Chlorthionophosphorsäure-di-n-propylester in 30 ml Methyläthylketon versetzt und wiederum 4 Stunden bei Rückflußtemperatur erhitzt. Nach dem Erkalten wird der Niederschlag abgetrennt das Filtrat am Vakuum eingeengt und der Rückstand mit Äther aufgenommen. Die Ätherlösung wird mit Wasser, wäßriger Natriumhydroxid-Lösung und wieder mit Wasser gewaschen, getrocknet und destilliert. Das O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-Ο,Ο-di-n-propylthionophosphat hat nach dem Umkristallisieren aus Äther/Petroläther den Schmelzpunkt 95 bis 97°.
Analyse:
Berechnet gefunden .
C 43,10, H 5,73, P 9,26, S 19,18; C 43,10, H 5,90, P 9,40, S 19,10.
Verbindungen
3. O-[5-τhiocarbamoy^pyridyl(2)l·σ-O-din-biJtyl-thionophosphat
4. O-[5-Thiocarbamoyl-pjni^l(2)>O-methyl-O-isopropyl-thiouophosphat
5. O-[3-Chlor-5-ttaocarbamoyl-pyridyl(2)]-Ο,Ο-diäthyl-thionophosphat
6. O-[6-Thiocarbamoyl-pyridyl{2)]-O,O-diäthyl-thionophosphat
7. O-[6-Methyl-3-thiocarbamoyl-pyridyl(2)]-O, O-diäthyl-thionophosphat
4639
46,60
6,40
6,40
F. 1040C 8,54
8,60
ber.
gef.
7,73
7,60
41,41
41,75
5,13 F. 95 10,67
11,02
ber.
gef.
3530
35,45
4,14
4,17
bis 97°C
ber.
get
F. 92 9,65
9,70
39,21
39,75
4,94
4,98
10,11
1034
ber.
gef.
I bis94°C
4UO 5,43
5,30
F. 51 8,23
8,42
20,00
20,40
ber.
gef.
bis 53° C
7. 205 9,15
9,02
bis 206°C
9,70
9,70
17,70 17,60
11,03 11,40
18,85 19,13
20,94 20,44
8,70 8,90
Die Herstellung die neuen Wirkstoffe enthaltender insektizider, nematozider und akarizider Mittel erfolgt in an sich bekannter Weise durch Vermischen und Vermählen der Wirkstoffe mit geeigneten Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Zusatz von Dispersionsoder Lösungsmitteln. Die neuen Wirkstoffe können angewendet werden in Form von festen Aufarbeitungsformen, wie Stäubemittel, Streumittel, Granulate, oder in Wusscr dispergierbaren oder flüssigen Aufarbeitungsformen, wie Spritzpulver, Pasten, Emulsionen, Lösungen, Aerosolen.
Die Wirkstoffkonzentralion in diesen Mitteln beträgt bis zu 90%, vorzugsweise 0,01 bis 80%. Die Anwendungskonzentration der Wirkstoffe in den gebrauchsfertigen Mitteln beträgt für den praktischen Gebrauch allgemein etwa unterhalb 2%, vorzugsweise 0,01 bis 1%.
Die neuen Wirkstoffe werden fiir die Bodendesinfektion in Form fester oder flüssiger Mittel angewendet.
Da die neuen Wirkstoffe nicht phytotoxisch sind und die Keimfähigkeit nicht beeinträchtigen, können sie auch ohne Beachtung einer sogenannten Karenzzeit unmittelbar vor oder nach der Einsaat oder Pflanzung angewendet werden. Ebenso können schon bestehende Pflanzerkulturen mit den neuen Mitteln behandelt werden. Da die Wirkstoffe ausgeprägte systemische Wirkungseigenschaften besitzen, kann die Applikation auch nur auf oberirdische Pflanzenteile erfolgen.
Die folgenden Aufarbeitungsformen erfindungsgemäßer Schädlingsbekämpfungsmittel sollen die Erfindung veranschaulichen; soweit nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, bedeuten Teile Gewichtsteile.
Stäubemittel
Zur Herstellung eines a) 10%igen und b) 2%igen Stäubemittels werden die folgenden Bestandteile verwendet:
a) 10 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
O.O-diäthyl-thionophosphat, Teile hochdisperse Kieselsäure, Teile Talkum,
b) 2 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
Ο,Ο-di-n-propyl-thionophosphat,
Teil hochdisperse Kieselsäure, Teile Talkum.
Die Wirkstoffe werden mit den Trägerstoffen vermischt und vermählen. Die erhaltenen Stäubemittel sind z. B. zur Bekämpfung von Küchenschaben und Ameisen im Haus geeignet.
Streumittel
Zur Herstellung eines 25%igen Streumittels werden die folgenden Bestandteile verwendet:
Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
O,O-di-n-butyl-thionophosphat, 0,25 Teile eines Kombinationsemulgators (Alkylarylpolyäthylenglykol - Alkylarylsulfonat-Calcium-Salz),
Teile Kieselgur,
24,75 Teile Calciumsulfat (wasserhaltig).
Der Wirkstoff wird mit dem Emulgator und dem Kieselgur innig vermischt, und anschließend wird das Calciumsulfat zugemischt. Man erhält ein Streumittel, das sich insbesondere zur Bodendesinfektion eignet.
Streumittel
Zur Herstellung eines 5%igen Streumittels werden die folgenden Stoffe verwendet:
5 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]- O, O-diäthyl-thionophosphat, Teile Talkum, Teile Calciumcarbonat.
Die Wirkstoffe werden mit den Trägerstoffen vermischt und vermählen. Die so erhaltenen Streumittel werden z. B. im Pflanzenschutz durch Einarbeiten in den Boden zur Bekämpfung von Nematoden verwendet Spritzpulver
Zur Herstellung eines a) 50%igen, b) 40%igen und c) 10%igen Spritzpulvers werden die folgenden Bestandteile verwendet:
IO
a) 50 Teile O - £5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
Ο,Ο-diäthyl-thionophosphat,
5 Teile Naphthalinsulfonsäure - Benzolsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat (3:2:1), 5 Teile Champagne-Kreide, 20 Teile Kieselsäure,
15 TeUe Kaolin,
5 Teile Oleoylmethyltaurid-Na-Salz,
b) 40 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
di-n-propyl-tkionophosphat,
S Teile Magncsiumcarbonat,
4 Teile Na-SaIz von sulfoniertem Hexadecyl-
glykoläther mit 1,5 Äthylenoxyd,
4 Teile Ligninsulfonsäure-Calcium-Salz,
2 Teile einer 1:1-Mischung von Champagne- 2s
Kreide und Hydroxyäthylcellulose,
45 Teile Natrium-Aluminium-Silikat,
c) 10 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)>
O,O-di-n-butyl-thionophosphat,
3 Teile Gemisch der Natriumsalze gesättigter
Fettalkoholsulfate,
5 Teile Naphthalinsulfonsäure - Fonnaldehyd-Kondensat,
82 Teile Kaolin.
Die Wirkstoffe werden in geeigneten Mischern mit den Zuschlagstoffen innig vermischt und auf entsprechenden Mühlen und Walzen vermählen. Man erhält Spritzpulver, die sich mit Wasser zu Suspensionen jeder gewünschten Konzentration verdünnen lassen. Derartige Suspensionen finden zur Bekämpfung fressender und saugender Insekten Verwendung.
Emulsionskonzentrat
Zur Herstellung eines 25%igen Emulsionskonzentrates werden
25 Teile O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)]-
O.O-diäthyl-thionophosphat,
2,5 Teile Epichlorhydrin,
5 Teile eines Kombinationsemulgators (Alkylarylpolyäthylenglykol - Alkylarylsulfonat-Calciumsalz),
67,5 Teile Xylol
miteinander vermischt. Dieses Konzentrat kann mit Wasser zu Emulsionen auf für den Pflanzen- und Vorratsschutz geeignete Konzentrationen verdünnt werden. Insbesondere eignen sich solche Emulsionen zur Bekämpfung von Insekten in Vorratsspeichem, Lagerhäusern und auf Kulturpflanzen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. CKITubcarlMmoyl-pyadyl^thionophosphorsäureester der Formel
IO
in der Rs und R2 C,-C4-AIkylreste und R, Wasserstoff, Chlor oder die Methylgruppe bedeutet
2. O - [5 - Thiocarbamoyl - pyridyl(2)] - Ö,O - diäthyl-thionophosphat.
3. Insektizides, nematozides und akarizides Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß es als Wirkstoff mindestens einen O-fThiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester gemäß Anspruch 1 enthält.
der Bekämpfung von pflanzenparasitären Nematoden eingesetzten Stoffen überlegen sind.
Die folgenden Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2609280A1 (de) Schaedlingsbekaempfungsmittel
DE2406475C2 (de) 5-Acetamido-2,4-dimethyltrifluormethansulfonanilid und dessen landwirtschaftlich geeignete Salze, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und diese Verbindungen enthaltende Mittel
DE1542879A1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer Nematozide
DE3133190A1 (de) Neue monoestersalze der phosphorigen saeure, verfahren zur herstellung derselben und diese verbindungen enthaltende fungizide mittel
CH618974A5 (de)
DE1297111B (de) Thiabicyclo-2-nonenverbindungen
DE2920182A1 (de) Salze von thiazolyliden-oxo-propionitrilen, insektizide mittel enthaltend diese salze sowie verfahren zu ihrer herstellung
DD142282A5 (de) Zusammensetzungen zur bekaempfung von pflanzenkrankheiten
DE2014794C (de) 0-(Thiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
DE2014794B (de) O-(Thiocarbamoyl-pyridyl)-thionophosphorsäureester und diese enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
DE2349474C2 (de) Tri(cylcohexylalkyl)zinnverbindungen und ihre Verwendung zur Bekämpfung von Pilzen und Milben
DE2061133A1 (de) Pestizide Verbindung,Verfahren zu ihrer Herstellung und Verwendung
DE2119981A1 (de) Thiophosphatderivate von Acetylhydraziden und ihre Verwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel
DE1542806A1 (de) Zweiwertige Fluoralkohole und Alkoholate davon mit pestiziden Eigenschaften
DE1518692B2 (de) N-a-Methyl-4-bromphenyl)-N\ N'dimethylformamidin enthaltende Schädlingsbekämpfungsmittel
DE2522474A1 (de) Fungicide mittel enthaltend n-alkylarcrylamide
CH516909A (de) Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen in der Landwirtschaft, Verfahren zu dessen Herstellung sowie Verwendung des Mittels
DE2320371A1 (de) Thiophosphonsaeureester
DE2013955A1 (de) Insektizides und fungizides Mittel zur Verwendung in Landwirtschaft und Gartenbau
DE2234466A1 (de) Thiophosphorsaeureester, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als fungizide und bakterizide
DE1542879C3 (de) Verwendung von Derivaten des 23-Dihydro-2^-dimethyl-7-benzofuranyl-carbamats als Nematozide
DE2150108C3 (de) 2,2-Dichlorvinrlester von Thiophosphorsäuren, ihre Herstellung und Verwendung
AT264206B (de) Insektizides Mittel
EP0204268B1 (de) Bisthiolphosphate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Bekämpfung von Schädlingen und Mittel dafür
AT209347B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-Thiotrichlormethylderivaten heterocyclischer Stickstoffverbindungen