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DE20121701U1 - Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen - Google Patents

Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen

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DE20121701U1
DE20121701U1 DE20121701U DE20121701U DE20121701U1 DE 20121701 U1 DE20121701 U1 DE 20121701U1 DE 20121701 U DE20121701 U DE 20121701U DE 20121701 U DE20121701 U DE 20121701U DE 20121701 U1 DE20121701 U1 DE 20121701U1
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liquid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M23/00Constructional details, e.g. recesses, hinges
    • C12M23/58Reaction vessels connected in series or in parallel
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M21/00Bioreactors or fermenters specially adapted for specific uses
    • C12M21/04Bioreactors or fermenters specially adapted for specific uses for producing gas, e.g. biogas
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

• · f
Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. 5
Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet des Abbaus organischer Substanzen, z.B. Gartenabfälle, Festmist, Silage, Essensreste, Bioabfälle, organische Abfälle, nachwachsende Rohstoffe und dgl..
10
Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist aus der DE 695 10 679 T2 bekannt.
Aus der EP 0 241 357 Bl ist ferner ein Fermentierer zur Vergärung von Behandlungsflüssigkeit bekannt. Die Hydrolyse findet dabei ausschließlich im Fermentierer statt.
Die EP 0 03 7 612 beschreibt eine Vorrichtung zur anaeroben Verdauung von festem organischen Material. Die Vorrichtung umfasst einen Hilfsreaktor zur Bereitstellung von Reaktionsflüssigkeit zum Anstoß einer Methanerzeugung in einem Primärreaktor.
Aus der DE-OS 197 19 323 Al ist ein Verfahren bekannt, bei dem die organischen Substanzen diskontinuierlich durch eine Öffnung einem Tunnelfermenter zugeführt bzw. davon entnommen werden. Das bekannte Verfahren erlaubt nachteiligerweise keine kontinuierliche Behandlung der organischen Substanzen. Die Zufuhr und die Entnahme der organischen Substanzen bzw. dar-0 aus hergestellter Abbauprodukte verursacht einen hohen Kosten- und Zeitaufwand. Ferner ist es erforderlich, die organischen Substanzen vor deren Zufuhr in den Tunnelfermenter zu zerkleinern. Auch das ist kosten- und zeitaufwendig. Schließ-
422481-atz evusi-aii-2..
lieh sind die Ausbeute und die Zusammensetzung des gewonnenen Biogases nicht konstant.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere eine möglichst einfach und kostengünstig aufgebaute Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen angegeben werden. Die Vorrichtung soll nach einem weiteren Ziel der Erfindung eine zumindest quasi-kontinuierliche Verfahrensführung ermöglichen. 10
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis 12.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht die Durchführung eines Verfahrens, bei dem die organischen Substanzen im Reaktor schwimmend von der Zufuhröffnung bis zu einer entfernt davon angeordneten und im wesentlichen auf demselben horizontalen Niveau befindlichen Entnahmeöffnung transportiert wer-0 den.
Der schwimmende Transport der organischen Substanzen von der Zufuhröffnung zur Entnahmeöffnung kann besonders einfach und kostengünstig durchgeführt werden. Eine zumindest quasi-kontinuierliche Verfahrensführung wird ermöglicht. Eine aufwändige Zerkleinerung der organischen Substanzen ist nicht mehr erforderlich. Das vorgeschlagene Verfahren zeichnet sich durch eine konstante Ausbeute an Biogas mit gleichbleibender Zusammensetzung aus. Es kann außerdem in einfacher Weise kombiniert werden mit einem weiteren Reaktor, in dem aus dem Reaktor entnommene Behandlungsflüssigkeit unter Gewinnung von Biogas weiter vergoren werden kann.
422481-atZ * * ""
Die Behandlungsflüssigkeit enthält anaerobe Bakterien. Es kann sich dabei um hydrolysierende Bakterien handeln. Die Beaufschlagung der organischen Substanzen mit der Behandlungsflüssigkeit kann auch eine Versäuerung und im weiteren eine Umwandlung in Biogas bewirken.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung werden die organischen Substanzen schwimmend in oder auf der Behandlungsflüssigkeit transportiert. Das vereinfacht die Verfahrensführung erheblieh. Die organischen Substanzen werden zweckmäßigerweise quasi-kontinuierlich durch den Reaktor transportiert. Der Transport kann z.B. mit einer in der Nähe der Zufuhröffnung vorgesehenen Schnecke erfolgen.
Vorteilhafterweise werden in den organischen Substanzen enthaltene eine höhere Dichte als die Behandlungsflüssigkeit aufweisende Störstoffe mittels einer am Boden des Reaktors vorgesehenen Abzugsvorrichtung abgeführt. Die Abzugsvorrichtung kann im einfachsten Fall nach Art eines verschließbaren Abflusses ausgeführt sein, der an einer tiefsten Stelle des Bodens des Reaktors vorgesehen ist. Sie kann auch eine weitere Schnecke zum Abführen der Störstoffe aufweisen. Bei den Störstoffen handelt es sich meist um Sand, Steine und andere Reststoffe.
Nach einem besonders vorteilhaften Ausgestaltungsmerkmal werden die organischen Substanzen weitgehend unzerkleinert bzw. grob zerkleinert dem Reaktor zugeführt. Das spart Kosten- und Zeitaufwand. Die Behandlungsflüssigkeit wird zweckmäßigerweise auf eine Temperatur von 200C bis 65°C erwärmt. Die Erwärmung bewirkt einen besonders effektiven Abbau der organischen Substanzen.
422481-atz
I* t ·«
Die organischen Substanzen werden zweckmäßigerweise während des Transports durch den Reaktor mit Behandlungsflüssigkeit beregnet. Zum Beregnen kann die Behandlungsflüssigkeit im Kreislauf geführt werden. Das erhöht weiter die Effizienz des Verfahrens.
Die Behandlungsflüssigkeit kann auch im Kreislauf durch einen weiteren Reaktor geführt werden. Es ist zweckmäßig, in der Behandlungsflüssigkeit enthaltene Feststoffanteile vor dem Eintritt in den weiteren Reaktor abzutrennen. Die Behandlungsflüssigkeit kann im weiteren Reaktor unter anaeroben Bedingungen vergoren werden. Dazu wird die Behandlungsflüssigkeit im weiteren Reaktor zweckmäßigerweise mit anaeroben, vorzugsweise mit aceto- und/oder methanogenen, Bakterien in Kontakt gebracht. Als weiterer Reaktor kann ein anaerober Hochleistungsreaktor, z.B. ein Festbettumlaufreaktor oder ein UASB-(= Upflow Anareobic Sludge Blanket) Reaktor, verwendet werden. Die Kombination mit einem weiteren Reaktor bietet eine besonders hohe Prozeßstabilität. Im Vergleich zum Naßver-0 gärungsverfahren ist es erfindungsgemäß möglich, den Reaktor mit einem besonders hohen Anteil an organischen Substanzen zu beaufschlagen. Der Hauptanteil der Biogasproduktion findet in diesem Fall im nachgeschalteten weiteren Reaktor statt. Wegen der Trennung des Reaktors und des weiteren Reaktors kann eine 5 besonders ausfallsichere Biogasproduktion erreicht werden.
Eine Überladung des weiteren Reaktors mit einem zu hohen Anteil an organischen Substanzen kann beispielsweise durch Regelung der Menge an Behandlungsflüssigkeit sicher vermieden werden.
Nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal wird im Reaktor und/oder im weiteren Reaktor gebildetes Biogas abgezogen und einer Biogasverwertungseinrichtung zugeführt.
422481-atz
• 1
Zur Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe ist bei einer Vorrichtung zum Abbau organischer Substanzen vorgesehen, dass zum anaeroben Vergären der Behandlungsflüssigkeit ein über eine Leitung verbundener weiterer mit einer Vorrichtung zum Abziehen von Biogas versehener Reaktor vorgesehen ist.
Die vorgeschlagene Vorrichtung ist besonders einfach aufgebaut. Sie kann zumindest quasi-kontinuierlich betrieben werden.
Zweckmäßigerweise ist zum Zuführen der organischen Substanzen eine erste Schnecke vorgesehen. Dabei kann es sich um eine Stopfschnecke handeln. Zum Abführen der behandelten organisehen Substanzen kann im Reaktor eine zweite Schnecke vorgesehen sein. Die zweite Schnecke erstreckt sich zweckmäßigerweise bis zur Entnahmeöffnung. Am Boden des Reaktorbeckens kann eine Abzugsvorrichtung für eine höhere Dichte als die Behandlungsflüssigkeit aufweisende Störstoffe vorgesehen 0 sein. Die Abzugsvorrichtung kann eine dritte Schnecke aufweisen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist eine Beregnungseinrichtung zum Beregnen von in oder auf der Behandlungsflüssigkeit schwimmenden organischen Substanzen mit der Behandlungsflüssigkeit vorgesehen. Dazu kann eine Leitung zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit vom Reaktorbecken zur Beregnungseinrichtung vorgesehen sein. In die Leitung kann ein Wärmetauscher eingeschaltet sein. Das ermöglicht auf einfache Weise eine Erwärmung der Behandlungsflüssigkeit.
Vorteilhafterweise ist eine Einrichtung zum Führen der Behandlungsflüssigkeit im Kreislauf durch einen weiteren Reak-
422481-atz
• ·
• ·
tor vorgesehen. Bestandteil der Einrichtung zum Führen kann die Leitung sein und der weitere Reaktor kann in die Leitung eingeschaltet sein. In diesem Fall wird die Beregnungseinrichtung von Behandlungsflüssigkeit gespeist, welche im wesentlichen aus dem weiteren Reaktor entnommen ist. Stromabwärts des weiteren Reaktors kann eine Vorrichtung zum Abtrennen von Feststoffen aus der Behandlungsflüssigkeit in die Leitung eingeschaltet sein. Bei dem weiteren Reaktor kann es sich um einen anaeroben Hochleistungsreaktor, vorzugsweise um einen Festbettumlaufreaktor oder einen UASB-Reaktor, handeln. Die Vorrichtung zum Abziehen von Biogas kann eine Einrichtung zum Abtrennen von Schwefelwasserstoff (H2S) aufweisen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die einzige Figur zeigt ein schematisches Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung. Ein Reaktor 1 weist eine Zufuhröffnung 2 und eine vorzugsweise gegenüberliegend angeordnete Entnahmeöffnung 3 auf. Der Reaktor 1 ist mit einem kanalartig ausgeführten Reaktorbecken 4 versehen, in dem Behandlungsflüssigkeit 5 aufgenommen ist. Auf der Behandlungsflüssigkeit 5 schwimmt das Gärgut bzw. die organische Restmasse 6. Eine erste Schnecke 7 verbindet einen Aufgabetrichter 8 mit der Zufuhröffnung 2. Eine zweite Schnecke 9 führt vom Inneren des Reaktors 1 durch die Entnahmeöffnung 3 nach außen. Eine Leitung 10 führt zu einem weiteren Reaktor 11 und von da zu einer im Reaktor 1 oberhalb des Reaktorbeckens 4 vorgesehenen Beregnungseinrichtung 12. In die Leitung 10 ist zweckmäßigerweise ein Sieb 13 oder eine ähnliche Einrichtung zur Entfernung von Feststoffen eingeschaltet. Ferner ist in die Leitung 10 ein Wärmetauscher 14 eingeschaltet. Ein Bypaß 15 dient der unmittelbaren Zirkulation der Behandlungsflüssigkeit 5, d.h. unter Ausschaltung des weiteren Reaktors 11.
422481-atz evus*£ji-j.
Mit 16 ist eine weitere Leitung bezeichnet, welche dem Abziehen von Biogas dient. In die weitere Leitung 16 kann eine Vorrichtung zum Abziehen von H2S eingeschaltet sein. Die weitere Leitung 16 führt zu einem Blockheizkraftwerk BHKW. 5
Die Funktion der Vorrichtung ist folgende:
In den Aufgabetrichter 8 werden als organische Substanzen 6 Festmist, Gartenabfälle, Silage und dgl. weitgehend unzerkleinert bzw. grob zerkleinert aufgegeben. Die organischen Substanzen 6 werden mittels der ersten Schnecke 7 durch die Zufuhröffnung 2 in den Reaktor 1 gefördert. Sie schwimmen dort auf der im Reaktorbecken 4 befindlichen Behandlungsflüssigkeit 5 auf. Die Behandlungsflüssigkeit 5 bewirkt u.a. eine biologische Hydrolyse der organischen Substanzen 6. Die organischen Substanzen 6 können dabei weiterhin in mehreren Schritten anaerob abgebaut werden. Zur Steigerung der Effizienz werden die organischen Substanzen 6 während des Transports zur Entnahmeöffnung 3 mittels der Beregnungseinrichtung 12 mit Behandlungsflüssigkeit 5 beregnet. Die Beregnungseinrichtung 12 ist zweckmäßigerweise mit perforierten Leitungen versehen, die zur Vermeidung von Korrosionsproblemen aus Kunststoff hergestellt sein können. Durch das Zuführen organischer Substanzen 6 mittels der ersten Schnecke 7 und das Entnehmen behandelter organischer Substanzen 6 mittels der zweiten Schnecke 3 werden die organischen Substanzen 6 durch den Reaktor 1 bewegt. Es sind dazu innerhalb des Reaktors 1 keine weiteren, der korrossiv wirkenden Behandlungsflüssigkeit 5 und gebildeten gasförmigen Produkten ausgesetzte Vor-0 richtungen erforderlich. Am Boden des Reaktorbeckens 4 kann eine (hier nicht gezeigte) Vorrichtung zum Abführen von Störstoffen vorgesehen sein. Bei den Störstoffen handelt es sich üblicherweise um Sand, Steine oder andere Fremdstoffe, die
422481-atz evu9-a»-«2
eine höhere Dichte als die Behandlungsflüssigkeit 5 aufweisen. Diese Vorrichtung kann mit einer weiteren Schnecke zum Abführen der Störstoffe versehen sein.
Zur Speisung der Beregnungseinrichtung 12 mit Behandlungsbzw. Perkolationsflussigkeit 5 ist diese mit der Leitung 10 verbunden. Aus der mit organischen Stoffen hoch angereicherten Behandlungsflüssigkeit 5 wird mittels eines Siebs 13 oder dgl. darin eventuell noch enthaltener Feststoff abgetrennt.
Die Behandlungsflüssigkeit 5 gelangt entweder unmittelbar über den Bypaß 15 zur Beregnungseinrichtung 12. Wenn der Bypaß 15 geschlossen ist, wird die Behandlungsflüssigkeit 5 in einen kleinen, z.B. als Festbettumlaufreaktor ausgeführten, weiteren Reaktor 11 geführt und dort unter Einwirkung aceto- und/oder methanogener Bakterien weiter vergoren. Die Temperatur der Behandlungsflüssigkeit 5 kann mittels des Wärmetauschers 14 geregelt werden. Sie wird üblicherweise auf 20 bis 65°C eingestellt. Nach der weiteren Vergärung im weiteren Reaktor 11, wird die Behandlungsflüssigkeit 5 der Beregnungseinrichtung 12 zugeführt. Die Behandlungsflüssigkeit 5 wird üblicherweise mit einer Temperatur im Bereich von 20 bis 650C der Beregnungseinrichtung 12 zugeführt. In den Reaktoren 1 und 11 gebildetes Biogas wird über die weitere Leitung 16 abgezogen und dem Blockheizkraftwerk BHKW oder einen anderen energetischen oder stofflichen Verwertung zugeführt.
422481-atz evus-iani-J
Bezugszeichenliste
1 Reaktor
2 Zufuhröffnung
3 Entnahmeöffnung
4 Reaktorbecken
5 Behandlungsflüssigkeit
6 organische Substanzen
7 erste Schnecke 8 Aufgabetrichter
9 zweite Schnecke
10 Leitung
11 weiterer Reaktor
12 Beregnungseinrichtung 13 Sieb
14 Wärmetauscher
15 Bypaß
16 weitere Leitung
0 BHKW Blockheizkraftwerk
422481-atz

Claims (12)

1. Vorrichtung zum Abbau organischer Substanz, wobei zwischen einer Zufuhröffnung (2) zum Zuführen der organischen Substanzen (6) und einer entfernt davon angeordneten und im Wesentlichen auf denselben horizontalen Niveau befindlichen Entnahmeöffnung (3) für zumindest teilweise abgebaute organische Substanzen (6) ein Reaktorbecken (4) zur Aufnahme einer Flüssigkeit vorgesehen ist, so dass die organischen Substanzen (6) schwimmend von der Zufuhr- (2) zur Entnahmeöffnung (3) transportierbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zum anaeroben Vergären der Behandlungsflüssigkeit ein über eine Leitung (10) verbundener weiterer mit einer Vorrichtung (16) zum Abziehen von Biogas versehener Reaktor (11) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei zum Zuführen der organischen Substanzen (6) eine erste Schnecke (7) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zum Abführen der behandelten organischen Substanzen (6) im Reaktor (1) eine zweite Schnecke (9) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Boden des Reaktorbeckens (4) eine Abzugsvorrichtung für eine höheren Dichte als die Behandlungsflüssigkeit (3) aufweisende Störstoffe vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Abzugsvorrichtung eine dritte Schnecke aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Beregnungseinrichtung (12) zum Beregnen von in oder auf der Behandlungsflüssigkeit (5) schwimmenden organischen Substanzen (6) mit der Behandlungsflüssigkeit (5) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei eine Leitung (10) zum Zuführen von Behandlungsflüssigkeit (5) vom Reaktorbecken (4) zur Beregnungseinrichtung (12) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei in die Leitung (10) ein Wärmetauscher (14) eingeschaltet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Einrichtung zum Führen der Behandlungsflüssigkeit (5) im Kreislauf durch einen weiteren Reaktor (11) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei Bestandteil der Einrichtung zum Führen die Leitung (10) ist und der weitere Reaktor (11) in die Leitung (10) eingeschaltet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei stromaufwärts des weiteren Reaktors (11) eine Vorrichtung (13) zum Abtrennen von Feststoffen aus der Behandlungsflüssigkeit (5) in die Leitung (10) eingeschaltet ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der weitere Reaktor (11) ein anaerober Hochleistungsreaktor, vorzugsweise ein Festbettumlaufreaktor oder ein UASB- Reaktor, ist.
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