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Einschlagbeutel aus Verbundfolie Die Erfindung betrifft einen zweifach
einschlagbaren Flachbeutel aus Mehrlagenfolie.
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Derartige Beutel sind an sich schon in handelsüblicher Form der Öffentlichkeit
bekannt geworden. Hierbei besteht entweder die Mehrlagenfolie aus Einzellagen, die
lose zusammengefügt sind, oder aber aus fest zusammengefügten Schichten in Form
einer Verbundfolie. Die Beutel selbst sind als normale Siegelrandbeutel mit zwei-
bzw. dreiseitigem Siegelnahtverschluß ausgeführt. Derartige Verpackungseinheiten
sind jedoch nur in beschranktem Umfang maschinengangig und lassen außerdem das verpackte
Gut nicht erkennen.
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Hieraus ergab sich die Aufgabe, eine sehr leicht maschinengängige
und außerdem--einfach herzustellende Verpackungseinheit in Form eines zweifach einschlagbaren
Flachbeutels aus Verbundfolie herzustellen, der außerdem das verpackte Gut vor seiner
gesamten oder teilweisen Entnahme erkennen läßt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Einschlagbeutel aus
Verbundfolie gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, daß der äußerlich sichtbare
Bereich des eingeschlagenen-Beutels aus einer mindestens dreischichtigen Verbundfolie,
wovon wenigatens eine Schicht metallhaltig oder aus Metall ist, besteht, wobei der
innere, nach Einschlagöffnung erkennbare 3ereich des Beutels ein Sichtfenster aus
wenigstens einschichtiger Folie aufweist. Derartige Beuteleinheiten durchlaufen
Verpackungsmaschinen ohne die Gefahr eines Falten'nirfs und bieten dem Betrachter
nach Öffnung des Einschlags das verpackte Gut vorteilhaft mittels: Sichtfenster
dar. Die Innenlage des Sichtfensters schützt einen eventuell lichtempfindlichen
Inhalt vor wrerwünsch.t. langer Sonnenbestrahlung und
gestattet
andererseits im alle der Heterogenität eines verpackten Gutes eine selektive Entnahme
unter ständiger Sichtkontrolle. Der erfindungsgemäße SichtSenster-Binschlagbeutel
ist zur Verpackung und Aufbewahrung der verschiedensten Lebensmittel und anderer
Gebrauchsgüter geeignet, wie z.B. Tabak, Tee, "Studentenfutter", Bonbonmischungen,
aber auch Vogelfutter, Briefmarken, Spielkarten, Kleineisenteilen, Lego-Bausteinen
oder sonstiger Gebrauchsgüter. Nach der Art des verpackten Gutes (eventuell erforderliche
Aromadichte) und dem erwünschten Grad der Maschinengängigkeit des Verpackungs materials
richtet sich der Schichtaufbau der zur Herstellung des Einschlagbeutels benutzten
Mehrschichtfolie und die hiermit in Verbindung stehenden Verschlußmöglichkeiten.
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So kann z.B. die Außenschicht einer dreischichtigen Verbundfolie aus
Zellglas, die Mittelschicht aus Aluminium und die Innenschicht aus einem Polyolefin
bestehen, während es für andere Verpackungszwecke günstiger ist, wenn die Verbundfolie
eine Außenschicht aus Polypropylen, eine hittelschicht aus Aluminium und eine Innenschicht
aus einem Polyäthylen-Copolymerisat aufweist. Hier sind die verschiedensten Kombinationen
denkbar und im Rahmen der Erfindung, nämlich eines mit Sichtfenster ausgestatteten
Einschlagbeutels der genannten Art, zu verwirklichen. Hierbei kann das Sichtfenster
entweder als Einschichtfolie aus Polyäthylen, genauso gut aber auch aus einer aromadichteren
Zweischichtfolie aus Polypropylen und Polyäthylen, schließlich auch aus einer Zweischichtfolie
aus Polyamid und Polyäthylen gebildet sein. Erfindungskennzeichnend ist es auch,
daß das Sichtfenster als ein nach innen umgeschlagener, gegen den nicht umgecchlagenen
Folienteil zweinahtversiegelter metallkomponentenfreier Teil der Gesamtbeutelfolie
ausgebildet ist. Hierdurch ist die Fertigung des Beutels wesentlich vereinfacht,
da bei der IsIehrschichGfolietlherstellung gleich berücksichtigt werden kann, daß
im Reich
des~SichtSensters die mittlere Metallfolienlage fehlen
muß.
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Will man aus bestimmten Gründen, z.B. bei einem Füllgut aus Tabak
die unschöne Einzelkrümelbildung am unteren Beutelrand abdecken, liegt es auch im
Rahmen der Erfindung, daß auf der Beutelinnenseite der untere Bereich des im wesentlichen
als Sichtfenster ausgebildeten Innenumschlags der Verbundfolie (wie auch auf der
Beutelaußenseite der gesamte Bereich der Beuteloberfläche) eine sichtabdeckende
Metallfolienkomponente enthält.
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Je nach Wunsch und Erfordernis können die erfindungsgemäßen Sichtfenster-Einschlagbeutel
auch mit entsprechenden Druckbildern oder Buchstabendrucken versehen sein. Es kann
z.B.
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die schon an sich zweckmäßige und schöne Raumform des eingeschlagenen
Beutels durch eine ein- oder mehrfarbige Bedrukicung der auf der Beutelaußen- und
Innenseite liegenden Folienflächen noch besonders hervorgehoben werden. Hierbei
kann entweder der Sichtfensterbereich von der Bedruckung ganz ausgenommen werden
oder auch teilweise mit einem Druckbild versehen werden, wozu ergänzend auch noch
die hinter dem Sichtfenster liegende Innenseite der Beutelrückwand mit einer Art
Motivhintergrunddruck gemäß dem Deutschen Gebrauchsmuster 6 927 848 ausgestattet
sein kann. Wegen der sauberen Ausführung und der bei Nahrungs- und Genußmittelverpackungen
zu beachtenden physiologischen Unbedenklichkeit wird eine -Druckausstattung in der
Form ein- oder mehrfarbiger Konterdruckausführung bevorzugt. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgedankens ist auf der Beutel innenseite
der gleichzeitig als Beuteltaschenoberkante ausgebildete obere Rand des Sichtfensters
mit einem an sich bekannten Einmal- oder Dauergebrauchsverschluß versehen. Durch
eine derartige Maßnahme lassen sich Aromaverluste in Verbindung mit; relativ aromadihtn
ichtfensterausführungen, wie z.3. die bereits genannte Folienkombination aus Polyamid
und
Polyäthylen, weitgehend vermeiden.
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Zur besseren Handhabung bei mehrfachem Gebrauch kann man den erfindungsgemäßen
Sichtfenster-Einschlagbeutel auch auf seiner Außenseite mit Verschlußelementen für
den Dauergebrauch ausstatten und somit eine Möglichkeit schaffen, den Beutel in
eingeschlagenem Zustand auch nach mehrmaliger Gebrauchsöffnung sicher zu verschließen.
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Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen in Form einer bevorzugten
Ausführung des Erfindungsgedankens näher erläutert, ohne jedoch auf diese beschränkt
zu sein.
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Figur 1 zeigt die Draufsicht auf einen geöffneten Einschlagbeutel.
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Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch den geöffneten Einschlagbeutel
gemäß Figur 1 längs der Linie II - II.
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Der Mehrschichtbeutel besteht im wesentlichen aus einer dreischichtigen
Verbundfolie mit einer Innenschicht aus Polyäthylen ia, einer Mittelschicht aus
Aluminium ib und einer Außenschicht aus Polypropylen ic, die an ihrer Unterseite
zu einer Beuteltasche 2 umgeschlagen und gegen den nicht umgeschlagenen Folienteil
im Bereich der Streifen 3 zweinahtversiegelt ist, während sie an ihrer Oberseite
zur Bildung einer Versteifungsleiste im Bereich des Streifens 5 vollflächig gegen
einen gebildeten Kurzumschlag versiegelt ist. Der gesamte Innenumschlag setzt sich
^svwswm aus dem aus einer Polyäthylenschicht ia und Polypropylenschicht ic in Form
einer Zweischicht-Verbundfolie aufgebauten Sichtfenster 2 und dem aus der Polyäthylenschicht
ia, der Aluminiumschicht ib und der Polypropylenschicht ic in Form einer Dreischicht-Verbundfolie
aufgebauten und unterhalb des Sichtfensters 2 angeordneten
Bereich
4 zusammen. Eine aromadichte Verschlußnaht in Form eines Minigrip #- Verschlusses
6 dichtet den Beutelinhalt knapp unterhalb der Oberkante 9 des Innenumschlags der
Verbundfolie ab. Zum Einschlagen legt man den erfindungsgemäßen Beutel um die Knicklinien
7 und ß um, wobei der untere Beutelteil unter den oberen Beutelteil gelegt wird,
so daß die einseitig klebfähige Verschlußklappe 5a mit ihrer überstehenden Fläche
auf der Rückseite der umgelegten Beuteltasche 2 haften kann.
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Die oben beschriebene, spezielle Beutelausftihrungsform, wie auch
alle anderen im Rahmen der Erfindung liegenden Einschlagbeutel mit Sichtfenster
sind infolge des Fehlens einer versteifenden Metallkomponente im Sichtfensterbereich
in technisch fortschrittlicher Weise besonders gut zur schnellen und rationellen
Verarbeitung auf Verpaclangsmaschinen geeignet, weiygiè bisher auf der Außenseite
derartiger Beutel bei ihrer Herstellung auftretenden starken Falten in der Steifheit
der inneren Beuteltasche begründet waren. Durch Wegfall der versteifenden Netallfolienkomponente
im Sichtfensterbereich ist dieser Beutelbereich so flexibel geworden, daß die zwangsläufige
Faitenbildung infolge der geringen Steifigkeit an sichtbaren Bereichen des erfindungsgemäßen
Einschlagbeutels nicht mehr auftritt.
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Hinzu kommt noch der erhebliche ästhetische und auch praktische Vorteil,
den mit Sicht'fenster ausgestattete Verpakkungseinheiten bieten.