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DE20112606U1 - Modulares Gelstreifen-Trägerelement - Google Patents

Modulares Gelstreifen-Trägerelement

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DE20112606U1
DE20112606U1 DE20112606U DE20112606U DE20112606U1 DE 20112606 U1 DE20112606 U1 DE 20112606U1 DE 20112606 U DE20112606 U DE 20112606U DE 20112606 U DE20112606 U DE 20112606U DE 20112606 U1 DE20112606 U1 DE 20112606U1
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DE
Germany
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channel
gel strip
module according
support
side frame
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Expired - Lifetime
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DE20112606U
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English (en)
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Cytiva Sweden AB
Original Assignee
Amersham Pharmacia Biotech AB
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Publication date
Application filed by Amersham Pharmacia Biotech AB filed Critical Amersham Pharmacia Biotech AB
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Publication of DE20112606U1 publication Critical patent/DE20112606U1/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K1/00General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length
    • C07K1/14Extraction; Separation; Purification
    • C07K1/24Extraction; Separation; Purification by electrochemical means
    • C07K1/26Electrophoresis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D57/00Separation, other than separation of solids, not fully covered by a single other group or subclass, e.g. B03C
    • B01D57/02Separation, other than separation of solids, not fully covered by a single other group or subclass, e.g. B03C by electrophoresis
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
    • G01N27/416Systems
    • G01N27/447Systems using electrophoresis
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
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Description

PUOl 39-GB
Modulares Gelstreifen-Trägerelement
Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft ein modulares Trägerelement für einen Gelstreifen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein entsorgbares Gelstreifen-Trägerelement aus Kunststoff zur Verwendung bei der elektrophoretischen Trennung von Proteinen.
Hintergrund und Stand der Technik
Die elektrophoretische Trennung, wie hierin erwähnt, wird für die Reinigung von Proteinen oder für die Trennung von Proteinmischungen, z. B. durch die Migration von Proteinen in einem Medium unter dem Einfluss eines elektrischen Feldes, angewandt. Herkömmlicherweise ist das Medium ein länglicher IPG-Gelstreifen (Streifen mit immobilisiertem pH-Gradienten), welcher von einem Streifenhalter getragen wird, der auf einer Kühloberfläche einer Kühlplatte ruhen kann. Die Kühlplatte oder Peltier-Platte, ist, wo es zweckmässig ist, in einem zur Regulierung der Temperatur des Gels und zum Anlegen einer Spannung bestimmten Gerät angeordnet, welches die Migration von Proteinen in dem Gel in einer ersten Dimension eines zweidimensionalen Trennverfahrens bewirkt.
In dem Trennverfahren ist es von wesentlicher Bedeutung, die Temperatur des Gels während des Verfahrens zu regulieren und zu stabilisieren. Um für die effektive Wärmeübertragung von dem Gel zu sorgen, ist der Gelstreifenhalter typischerweise in einem Keramikmaterial mit einem hohen thermischen Leitvermögen, wie Aluminiumoxid, ausgebildet. Die Kosten zur Herstellung von keramischen Gelstreifenhaltern erfordern jedoch den wiederholten Einsatz des Gelstreifenhalters.
Beim Ausfindigmachen kostenwirksamer Trennverfahren ist es ein wesentlicher Nachteil und ein Problem, den keramischen Gelstreifenhalter für die wiederholte Analyse herzustellen. Daher
besteht das Erfordernis und der Wunsch nach einem kostengünstigen und entsorgbaren Gelstreifenhalter, welcher die mit den Laborprozeduren verbundene manuelle Arbeit verringert. Um die Nachteile herkömmlicher Gelstreifenhalter auszuschalten und um dem Erfordernis und dem Wunsch nach einem entsorgbaren Gelstreifenhalter nachzukommen, zielt die vorliegende Erfindung in ersten Linie auf die Bereitstellung eines Gelstreifen-Trägerelements aus kostengünstigem Material und eine Herstellung unter gleichzeitiger Sicherstellung einer Kapazität für die Regulierung der Temperatur in dem Gel während des Trennverfahrens.
Gemäss einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein entsorgbares, leicht zu verwendendes GeI-streifen-Trägerelement bereitgestellt, welches mit einem Gelstreifen hergestellt wird, welcher durch das Trägerelement in einem Lagerzustand gehalten wird.
Gemäss noch einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Gelstreifen-Trägerelement bereitgestellt, welches zur Unterstützung der automatisierten Handhabung des Gels in einem Trennverfahren der ersten Dimension dient, indem es für eine Einweganwendung gebaut ist.
Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein entsorgbares Gelstreifen-Trägerelement von modularer Bauart bereitgestellt, mit der Fähigkeit zum Tragen einer Vielzahl von Gelstreifen in einem elektrophoretischen Trennverfahren.
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Zusammenfassung der Erfindung
Die obenstehenden Ziele und Wünsche werden in einem Gelstreifen-Trägerelement, wie in dem beiliegenden Satz von Ansprüchen definiert, erfüllt. Kurzum, die vorliegende Erfindung schlägt ein entsorgbares Gelstreifen-Trägerelement oder -modul, welches vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist und welches für eine wirksame Wärmeübertragung von dem Gelstreifen zur Kühlplatte gebaut ist, vor. Das Trägerelement ist vorzugsweise zu einer schalenförmigen Gestalt geformt, so dass das Gel von der Kühlplattenoberfläche durch einen Materialabschnitt von begrenzter oder verminderter Dicke getrennt ist. Weitere Aspekte der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
-3-
Zeichnungen
Untenstehend ist die Erfindung in grösserem Detail beschrieben, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird, in welchen:
die Fig. 1 eine perspektivische Draufsicht eines Gelstreifen-Trägerelements gemäss der vorliegenden Erfindung ist;
die Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von unten des Trägerelements von Fig. 1 ist;
die Fig. 3 das Querschnittsprofil des Trägerelements der Figuren 1 und 2 zeigt, welches auf der Oberfläche einer Kühlplatte ruht;
die Fig. 4 eine perspektivische Draufsicht ist, welche ein mit einer Vielzahl von Streifenhaltern ausgebildetes Gelstreifenmodul der Erfindung zeigt;
die Fig. 5 eine perspektivische Draufsicht ist, die ein Trägerelement zeigt, das mit einem Gelstreifen unter einer versiegelnden Abdeckung hergestellt ist;
die Fig. 6 schematisch einen Balken zeigt, welcher zum Anlegen eines elektrischen Feldes über dem Gelstreifen dient; und
die Fig. 7 schematisch einen Deckel veranschaulicht, welcher zum Anlegen eines elektrischen Feldes über den Gelstreifen dient.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 wird ein Trägerelement 1 für einen Gelstreifen (nicht gezeigt) mit einem länglichen Kanal 2 in einer Oberseitenebene des Trägerelements ausgebildet. Am einen Ende davon grenzt der Kanal 2 an eine Aufnahmemulde 3 an. Am gegenüberliegenden
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Ende grenzt der Kanal 2 wahlweise an einen Überlaufhohlraum 4 an. Der Kanal 2 ist so geformt, dass er ein kontinuierliches Querschnittsprofil zwischen der Aufnahmemulde und dem Überlaufhohlraum zur Aufnahme eines Gelstreifens im Längskontakt mit einem Bodenteil 5 des Kanals 2 aufweist. Die Aufnahmemulde 3 ist so geformt, dass sie eine Probe in Kontakt mit dem Gelstreifenende aufnimmt, und sie kann vorteilhafterweise eine zum Ende des Kanals 2 hin spitz zulaufende Querschnittsbreite aufweisen. Der Überlaufhohlraum 4 ist so geformt, dass er überschüssige Flüssigkeit, z. B. von dem Streifen, aufnimmt und kann vorteilhafterweise so geformt sein, dass er sich in Querrichtung an dem gegenüberliegenden Ende des Kanals 2 erstreckt.
Wie am besten in Fig. 2 zu sehen ist, sind der Kanal 2, die Aufnahmemulde 3 und der Überlaufhohlraum 4 in Bezug auf die Oberseitenebene des Trägerelements 1 abgesenkt, so dass ein praktisch ebenes Bodenteil 5 gebildet wird, welches die drei Hohlräume in einer praktisch kontinuierlichen Höhe unterhalb der Oberseitenebene verbindet. Bei Verwendung ist das Trägerelement 1 so positioniert, dass es mit dem Bodenteil 5 vorzugsweise in praktisch kontinuierlichem Längskontakt mit der oberen Fläche 6 einer Kühlplatte 7 bleibt, wie in Fig. 3 veranschaulicht.
Bezugnehmend auf die Figuren 2 und 3 ist das Trägerelement 1 so ausgelegt, dass es eine schalenförmige Struktur aufweist. In diesem Zusammenhang sollte der Ausdruck "schalenförmige Struktur" als einen dünnwandigen Hohlkörper definierend verstanden sein, welcher den Gelstreifen von der Kühlplattenoberfläche durch einen Wandabschnitt mit nur einer begrenzten oder verminderten Dicke trennt, um den Kühlungseffekt der Platte 7 zu verstärken. Das Querschnittsprofil des schalenförmigen Körpers des Trägerelements 1 wird untenstehend weiter erklärt.
Bester Betriebsmodus
Bei dem besten Betriebsmodus sind der Kanal 2, die Aufnahmemulde 3 und gegebenenfalls der Überlaufhohlraum 4 innerhalb der Aussenränder eines vorzugsweise vierseitigen Parallelepiped-Körpers gebildet, wobei der Körper vorzugsweise zu der Kühlplattenoberfläche hin bei seiner Verwendung offen ist. Vorteilhafte Ausführungsformen schliessen eine modulare Bauart ein, welche zwei, drei oder mehr Kanäle 2, die Seite an Seite angeordnet sind und fest integriert als
Vertiefungen in der Oberseitenebene eines Trägermoduls 10 ausgebildet sind, wie in Fig. 4 gezeigt, beinhaltet. Auf der Unterseite umfasst der schalenförmige Körper, wie in Fig. 2 gezeigt, vorzugsweise querverlaufende Rippen 8, welche den/die Kanal/Kanäle 2 mit längsseitigen Rahmentafeln 9, 9' des Körpers verbinden. Die Rippen 8 sind als Stabilisatoren vorgesehen, um der Verformung der Schalenstruktur entgegenzuwirken, und gewährleisten somit eine starre Struktur, welche den Wärmeübertragungskontakt zwischen der gesamten Länge des/der Kanalbodenteils/-bodenteile 5 und der Kühlplattenoberfläche beim Einsatz fordert. Die Oberränder der seitlichen Rahmentafeln 9, 9' sind mit der Oberseitenebene verbunden, und die Unterränder sind mit dem Boden des/der Kanals/Kanäle 2 auf gleicher Höhe.
Alternativ können die Trägerelemente 1 gekoppelt sein unter Bildung einer modularen Anordnung, indem bei diesen passende Kopplungseinrichtungen (nicht gezeigt) an den Aussenseiten der längsseitigen Rahmentafeln 9, 9' angeordnet sind. Solche Kopplungseinrichtungen können Klappverschlusseinrichtungen, Einsteck- und Gegenstück-Schiebesitzeinrichtungen oder andere geeignete Einrichtungen, die an sich bekannt sind, einschliessen.
Wie am besten in Fig. 3 zu sehen ist, besitzt der schalenförmige Körper typischerweise ein kronenartiges (castellated) Querschnittsprofil. Genauer gesagt, sind der Kanal oder die Kanäle 2 mit dünnwandigen längsseitigen Segmenten 11, 11' ausgebildet, die von der Oberseitenebene herabhängen und parallel zwischen den seitlichen Rahmentafeln 9, 9' verlaufen. Damit ist - im Querschnitt durch einen Kanal 2 -, wie von links nach rechts in Fig. 3 zu sehen, das Trägerelement 1 zumindest durch die folgenden Wandelemente definiert:
- eine erste aufrechte seitliche Rahmentafel 9;
- einen ersten Bereich der Oberseitenebene 12, der sich horizontal vom Oberrand der ersten seitlichen Rahmentafel erstreckt;
- ein von dem ersten Bereich der Oberseitenebene herabhängendes erstes Kanalseitensegment 11;
- einen Kanalboden 5, welcher horizontal den Unterrand des ersten Kanalseitensegments mit dem Unterrand eines zweiten Kanalseitensegments 1&Ggr; verbindet;
- das zweite Kanalseitensegment, welches sich bis an einen zweiten Bereich der Oberseitenebene 12' heran erhebt, der horizontal mit dem Oberrand einer zweiten seitlichen Rahmentafel 9' verbunden ist;
- und die zweite seitliche Rahmentafel 9', welche sich von dem zweiten Bereich der Oberseitenebene nach unten erstreckt und mit ihrem Unterrand auf gleicher Höhe mit dem Unterrand der ersten seitlichen Rahmentafel 9 und dem horizontalen Bodenteil 5 endet.
Daher sind bei einer bevorzugten Ausführungsform die Höhen der ersten aufrechten seitlichen Rahmentafel 9, des Seitensegments 11 des ersten Kanals, des Seitensegments 11' des zweiten Kanals und der zweiten aufrechten seitlichen Rahmentafel so gewählt, dass, wenn das Trägerelement der vorliegenden Erfindung auf einer flachen Oberfläche platziert ist, die seitlichen Rahmentafeln 9, 9' und der Kanalboden sich alle in Kontakt mit dieser Oberfläche befinden. Auf diese Weise können ein guter Kühlungskontakt zwischen dem Kanalboden 5 und einer flachen, darunter liegenden Kühloberfläche während der Anwendung erzielt werden. Selbstverständlich ist es denkbar, dass eine Kühloberfläche vorgesehen werden könnte, welche um eine Distanz X von einer Oberfläche aufragt, die die Seitensegmente eines Trägerelements stützen soll. In einem solchen Fall wäre es zweckmässig, ein Trägerelement mit einem Kanalboden vorzusehen, welcher sich um eine ähnliche Distanz X (oder weniger, wenn ein festerer Kontakt mit der Kühloberfläche erwünscht ist) über die Unterränder der Seitensegmente des Trägerelements erhöht ist. In ähnlicher Weise, wenn die Kühloberfläche um eine Distanz Y in einer Stützfläche des Seitensegmentes vertieft ist, kann der Kanalboden eines Trägerelements unterhalb der Ebene der Unterränder der Seitensegmente des Trägerelements weit genug hinausragen (d. h. um mindestens eine Distanz Y), um so mit der Kühloberfläche in Kontakt zu kommen.
Bei der modularen Bauart, wo zwei oder mehr Kanäle 2 parallel verlaufen und durch die Bereiehe der Oberseitenebene zwischen den seitlichen Rahmentafeln 9, 9' getrennt sind, wird das kro-
• ·
• ·
nenartige Profil noch mehr hervorgehoben. Wahlweise können die Verbindungen in Längsrichtung winkelig, abgeschrägt oder abgerundet sein und die stehenden Wandelemente können vertikal, im wesentlichen vertikal oder in einer vertikalen Ebene geneigt sein. Die Wanddicke kann kontinuierlich und für alle Wandelemente gleich sein - alternativ kann eine verminderte Wanddicke bis zu ganzen etwa 1-2 mm oder noch weniger für den Kanalboden 5 in Betracht gezogen werden, wenn dies bezüglich der Wahl des Materials und der Herstellung angemessen ist. Denkbare Methoden zum Formen eines Kunststoffträgerelements 1 schliessen das Spritzgiessen, das Vakuumformen und das Blasformen ein.
Das Trägerelement 1,10 kann bei geringen Kosten durch Formen aus einem Kunststoffmaterial, wie einem Polycarbonat- oder einem Polypropylenkunststoff, einem Ketonkunststoff (PEEK) oder irgend einem anderen geeigneten Kunststoffmaterial hergestellt werden kann, wodurch ein Einweggebrauch ermöglicht wird. Die schlechte thermische Leitfähigkeit der meisten Kunststoffmaterialien wird, verglichen mit Aluminiumoxid- oder anderen Keramiken, durch den dünnen Kanalboden der vorgeschlagenen Schalenstruktur des Trägerelements ausgeglichen. Daher ermöglicht die Minimierung der Dicke des Materialquerschnitts, welcher den Gelstreifen von der Kühlplatte trennt, die Realisierung eines entsorgbaren Materials in einer Schalenstruktur, wo ein Wärmestau wirksam vermieden werden kann.
Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung (siehe Fig. 5) wird ein entsorgbares, leicht zu gebrauchendes Gelstreifen-Trägerelement 100 vorgeschlagen, das mit einem Gelstreifen 101 hergestellt wird, welcher durch das Trägerelement 100 in einem Lagerzustand gehalten wird. Zu diesem Zweck ist eine praktisch wasserundurchlässige und (wasser)dampfundurchlässige Abdeckung 102 abnehmbar an der Oberseitenebene des Trägerelements 100 befestigt. Vorzugsweise wird die Abdeckung 102 nahe den Aussenrändern um die obere Oberfläche des Trägerelements 100 verklebt und von Hand oder mechanisch abgerissen, wenn es gewünscht wird, den Gelstreifen 101 freizulegen. Der Gelstreifen kann in einem dehydratisierten oder einem rehydratisierten Zustand unter der versiegelnden Abdeckung 102 gelagert sein, wobei die Gelseite zum Boden des länglichen Kanals hin zeigt.
Bei der Verwendung unterstützt das Gelstreifen-Trägerelement 1OO mit dem rehydratisierten Gelstreifen 101 eine rationelle Laborarbeit, indem die Abdeckung 102 einfach abgerissen wird, eine Probe zu der Probenaufnahmemulde hinzugegeben wird und das Trägerelement und der Gelstreifen auf das Gerät platziert werden. Die wenigen Verfahrens schritte können leicht automatisiert werden, da das Trägerelement entsorgbar ist und lediglich unkomplizierte Maßnahmen bei Beendigung der Trennung erfordert.
Gemäss noch einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Trägerelement für die automatisierte Handhabung von Gelstreifen bei der elektrophoretischen Trennung der ersten Dimension angepasst. Zu diesem Zweck ist das Trägerelement so ausgelegt, dass es mit dem Greifer eines programmierbaren/steuerbaren Bewegungsmechanismus zusammenwirkt. Die Vorratshaltung von Trägerelementen mit gebrauchsfertigen Gelstreifen lässt sich leicht bewerkstelligen aufgrund der flachen rechteckigen Gestalt eines leichtgewichtigen und starren Trägerelements und auch aufgrund der dünnen Versiegelung, die den Gelstreifen im Lagerzustand abdeckt. Falls sie durch ein Formungsverfahren hergestellt werden, können die Strukturen für die mechanische und/oder Reibungsverbindung mit einem Bewegungsmechanismus leicht in dem schalenförmigen Körper aus Kunststoffmaterial integriert werden. Ferner ist die glatte und ebene Oberfläche der Oberseitenebene gut angepasst, um von einem Vakuumbecher erfasst zu werden. Die Kennzeichnung einzelner Gelstreifen kann durch Aufbringen einer Strichcodekennzeichnung 103 auf das Trägermodul zum Beispiel unter der versiegelnden Abdeckung oder durch Aufdrucken auf die versiegelnde Abdeckung zum Lesen der Identität einzelner Gelstreifen in einem automatisierten Untersuchungsvorgang bewerkstelligt werden.
Bezugnehmend auf die Fig. 6 ist ein Balkenelement 200 veranschaulicht, um die Gelstreifen 101 in dem Trägermodul 10 mit der Kühlplatte elektrisch zu verbinden. Der Verbindungsbalken 200 kann vorteilhafterweise mit Arretiereinrichtungen oder ähnlichen Einrichtungen für eine Schnappverschlussvorrichtung des Balkens mit dem Trägermodul ausgebildet sein. Der elektrische Kontakt mit der Kühlplatte oder Peltier-Platte kann mittels der Elektroden 201 hergestellt werden, die auch als Niederdrückeinrichtungen zum Fixieren der Gelstreifen an beiden Enden davon fungieren können.
Alternativ, wie in Fig. 7 zu sehen, wird ein Deckelteil 300 für die elektrische Verbindung der Gelstreifen mit der Peltier-Platte vorgeschlagen. Die Elektroden 301 werden von dem Deckel getragen. Der Deckel 300 kann vorteilhafterweise gelenkig an dem Gerät angebracht sein, so dass der elektrische Kontakt zwischen den Gelstreifen und der Peltier-Platte hergestellt wird, wenn der Deckel in eine geschlossene Position geschwenkt wird, wobei das Trägermodul mit den darin aufgenommenen Gelstreifen abgedeckt wird. Der Deckel 300 ist auf der Unterseite zur Anwendung einer abwärtsgerichteten Kraft auf dem Trägermodul in der geschlossenen Position des Deckels ausgebildet, um einen Kontakt in Längsrichtung zwischen dem Kanalboden und der Peltier-Plattenoberflächen für einen optimalen Wärmetransport von dem Gel zu sichern.
Die Balken 200 oder der Deckel 300 in der geschlossenen Position verbinden elektrisch beide Enden des Gelstreifens bzw. der Gelstreifen mit der Peltier-Platte. In dem Fall, wo ein Probenpapier in der Aufnahmemulde in einem übereinanderliegenden Kontakt mit dem Gelstreifen platziert wird, wendet ein Balken 200 oder der Deckel 300 vorzugsweise eine abwärts gerichtete Kraft auf den überlappenden Bereich für einen festen Kontakt zwischen der Probe und dem Gel an.
Das modulare Trägerelement für den Einweggebrauch, wie obenstehend beschrieben, sieht eine signifikante Verbesserung vom Gesichtspunkt der Einsparungen an manueller Arbeit und der Kosten vor. Alternative Bauarten können innerhalb des Umfangs der Erfindung, wie in dem beigefügten Satz von Ansprüchen definiert, in Erwägung gezogen werden.

Claims (12)

1. Trägermodul zum Halten eines Gelstreifens in einem wärmeübertragenden Kontakt mit einer Kühlplattenoberfläche in einem elektrophoretischen Trennverfahren, umfassend:
- ein in einem Kunststoffmaterial ausgebildetes Trägerteil (1, 10);
- wobei das Trägerteil eine Oberseitenebene aufweist, ausgebildet mit mindestens einem länglichen Kanal (2) zur Aufnahme eines Gelstreifens in Längskontakt mit einem Bodenteil (5) des Kanals;
- wobei das Trägerteil eine Schalenstruktur besitzt, wobei der Kanal in Bezug auf die Oberseitenebene der Schalenstruktur abgesenkt ist.
2. Trägermodul nach Anspruch 1, wobei das Trägerteil einen vierseitigen Parallelepiped- Körper mit längsseitig verlaufenden Rahmentafeln (9, 9') umfasst, wobei die Oberränder der seitlichen Rahmentafeln mit der Oberseitenebene verbunden sind und die Unterränder mit dem Bodenteil (5) des Kanals (2) auf gleicher Höhe sind.
3. Trägermodul nach Anspruch 2, wobei das Trägerteil (1, 10) einen Hohlkörper umfasst, welcher im wesentlichen offen ist zwischen dem Bodenteil (5) des Kanals (2) und den seitlichen Rahmentafeln (9, 9').
4. Trägermodul nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, wobei das Trägerteil gegen Verformungen durch ein Gerüst von stabilisierenden Bauteilen (8), die integral in die Schalenstruktur eingefasst sind und den Kanal (2) mit den längsseitigen Rahmentafeln (9, 9') des Trägermoduls (1, 10) verbinden, verstärkt ist.
5. Trägermodul nach Anspruch 1, wobei der Kanal (2) ein kontinuierliches Querschnittsprofil besitzt, wobei ein Ende des Kanals an eine Aufnahmemulde (3) angrenzt, wobei die Aufnahmemulde eine sich erweiternde Querschnittsbreite besitzt und zur Aufnahme einer Probe ausgelegt ist, wobei das andere Ende des Kanals in einem Überlaufhohlraum (4) endet.
6. Trägermodul nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das Kunststoffmaterial gewählt ist aus der Gruppe von Polycarbonaten und Polypropylenen und das Material vorzugsweise ein Ketonkunststoff (PEEK) ist.
7. Trägermodul nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei ein dehydratisierter Gelstreifen in dem Kanal unter einer versiegelnden abnehmbaren Abdeckung (102) untergebracht ist.
8. Trägermodul nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei ein rehydratisierter Gelstreifen in dem Kanal unter einer versiegelnden, abnehmbaren Abdeckung (102) untergebracht ist.
9. Trägermodul nach Anspruch 7 und 8, wobei eine Strichcode-Identifizierung (103) unter der versiegelnden Abdeckung aufgebracht ist oder auf die versiegelnde Abdeckung (102) aufgedruckt ist zum Lesen der Identität des einzelnen Gelstreifens in einem automatisierten Untersuchungsvorgang.
10. Trägermodul nach einem der vorausgehenden Ansprüche mit auf den seitlichen Rahmentafeln (9, 9') angeordneten, dazu passenden Kopplungseinrichtungen zum Verbinden mit benachbarten Trägermodulen (1, 10).
11. Trägermodul nach einem der vorausgehenden Ansprüche, umfassend mindestens die folgenden Wandelemente:
- eine erste aufrechte seitliche Rahmentafel (9); einen ersten Bereich der Oberseitenebene (12), der sich horizontal vom Oberrand der ersten seitlichen Rahmentafel erstreckt;
- ein von dem ersten Bereich der Oberseitenebene herabhängendes erstes Kanalseitensegment (11);
- einen Kanalboden (5), welcher horizontal den Unterrand des ersten Kanalseitensegments mit dem Unterrand eines zweiten Kanalseitensegments (11') verbindet;
- wobei das zweite Kanalseitensegment sich bis an einen zweiten Bereich der Oberseitenebene (12') heran erhebt, der horizontal mit dem Oberrand einer zweiten seitlichen Rahmentafel (9') verbunden ist;
- und die zweite seitliche Rahmentafel (9'), welche sich von dem zweiten Bereich der Oberseitenebene nach unten erstreckt und mit ihrem Unterrand auf gleicher Höhe mit dem Unterrand der ersten seitlichen Rahmentafel (9) und dem horizontalen Bodenteil (5) endet.
12. Wegwerf-Gelstreifenhalter, welcher einen unter einer abnehmbaren Abdeckung (102) gesicherten dehydratisierten/rehydratisierten Gelstreifen trägt, wobei die Abdeckung einen länglichen Kanal (2) versiegelt, welcher zur Aufnahme des Gelstreifens auf einem Bodenbereich (5) des Kanals ausgelegt ist, wobei der Kanal und der Gelstreifen an einem Ende an eine Aufnahmemulde (3) angrenzen, die zur Aufnahme eines Probenpapiers in übereinanderliegendem Kontakt mit dem Ende des Gelstreifens ausgelegt ist, wobei das andere Ende des Kanals und der Gelstreifen an einen Überlaufhohlraum (4) angrenzen, wobei der Kanal, die Aufnahmemulde und der Überlaufhohlraum integral in einem geformten Kunststoffträgerteil (1, 10) mit einer schalenförmigen Struktur ausgebildet sind.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2003006979A3 (en) * 2001-07-13 2003-09-18 Amersham Biosciences Ab Modular gel-strip carrier element
WO2003092893A1 (en) * 2002-05-06 2003-11-13 Idiogenes S.R.L. Integrated device for carrying out a genetic investigation and relative examining and reading equipment
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