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DE20110714U1 - Verbindungsanordnung für einen von zwei Behältern gebildeten Behältersatz - Google Patents

Verbindungsanordnung für einen von zwei Behältern gebildeten Behältersatz

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DE20110714U1
DE20110714U1 DE20110714U DE20110714U DE20110714U1 DE 20110714 U1 DE20110714 U1 DE 20110714U1 DE 20110714 U DE20110714 U DE 20110714U DE 20110714 U DE20110714 U DE 20110714U DE 20110714 U1 DE20110714 U1 DE 20110714U1
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DE
Germany
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container
spike
sliding sleeve
connection
sealing film
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DE20110714U
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Friedrich Sanner GmbH and Co KG
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Friedrich Sanner GmbH and Co KG
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Publication date
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D81/00Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents
    • B65D81/32Containers, packaging elements, or packages, for contents presenting particular transport or storage problems, or adapted to be used for non-packaging purposes after removal of contents for packaging two or more different materials which must be maintained separate prior to use in admixture
    • B65D81/3205Separate rigid or semi-rigid containers joined to each other at their external surfaces
    • B65D81/3211Separate rigid or semi-rigid containers joined to each other at their external surfaces coaxially and provided with means facilitating admixture

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description

ZENZ · HELBER · HOSBACH & PARTNER
Patentanwälte · European Patent Attorneys · 64673 Zwingenberg, Scheuergasse 24
Tel.: 06251-73008 · Fax: 06251-73156
Friedrich Sanner GmbH & Co. KG, Spritzgußwerk,
64625 Bensheim
Verbindungsanordnung für einen von zwei Behältern gebildeten Behältersatz
Die Erfindung betrifft eine Verbindungsanordnung für einen Behältersatz, der von zwei jeweils mit einer Komponente eines unmittelbar vor der Entnahme durch Vermischen aufzubereitenden Präparats gefüllten Behältern gebildet wird, von denen die in einem Anschlussstutzen des ersten Behälters gebildete Einfüll- und Entnahmeöffnung zum hermetisch dichten Abschluss der in ihr enthaltenen Komponente gegen die Umgebungsatmosphäre vor der Aufbereitung durch eine membranartige Siegelfolie verschlossen ist, welche zum Zweck der Einbringung der einen in die andere Komponente von einem rohrförmigen, an seinem der Siegelfolie zugewandten stirnseitigen Ende mit einer umlaufenden Messerkante versehenen und mit dem zweiten Behälter verbundenen langgestreckten Spike durchstoßbar ist.
Die Aufbereitung von Präparaten aus zwei Komponenten, die erst unmittelbar vor der Anwendung miteinander vermischt
werden dürfen, weil die Mischung nur zeitlich begrenzt haltbar, wirksam oder verarbeitbar ist, ist aus einer Reihe von medizinischen und pharmazeutischen Anwendungsfällen bekannt. In der Regel handelt es sich hierbei um eine flüssige Komponente, in welche unmittelbar vor der Anwendung die zweite entweder ebenfalls flüssige oder häufiger auch rieseiförmige pulvrige oder granulatförmige Komponente eingebracht und eingemischt werden muss. Als Beispiel sei hier auf die Aufbereitung von Knochenzement aus einer flüssigen polymeren und einer pulvrigen monomeren Komponente hingewiesen. Diese Komponenten, zu denen auch noch - dann meistens in der monomeren pulvrigen Komponente vorgemischt enthaltene - pharmazeutisch wirksame Stoffe, wie Antibiotika etc. hinzutreten können, können erst unmittelbar vor der Anwendung, z.B. bei der Fixierung des Schafts einer Endoprothese in einem Knochen zum Knochenzement vermischt werden, weil die Vermischung der Komponente einen Polymerisationsvorgang auslöst, bei welchem der in frisch aufbereitetem Zustand plastisch bildsame Knochenzement abbindet und aushärtet. Auch in solchen Fällen, in denen Patienten durch Zufuhr von flüssiger Nahrung enteral oder parenteral ernährt werden müssen, müssen der in der Regel in Folienbeuteln abgepackte flüssigen Hauptkomponente weitere zusätzliche Mineral- oder Vitalstoffe zugesetzt werden, um eine Mangelernährung des des Patienten zu vermeiden. Diese meist pulverförmig vorliegenden Zusatzstoffe werden in einem zweiten, in der Regel starren Behälter in einer mengenmäßig zur abgepackten flüssigen Komponente konfektionierten Form bevorratet. Die beiden Behälter weisen dabei bisher jeweils eine als Schraubstutzen ausgebildete Einfüll- und Entnahmeöffnung auf, die vor Gebrauch durch eine Schraubkappe verschlossen ist, wobei der hermetisch dichte Abschluss der Komponenten im Behälter vor Gebrauch durch eine die Füll- und Entnahmeöffnung abschließende membranartige Siegelfolie gewährleistet wird. Für die Einbringung und Vermischung der pulvrigen Komponente in den die flüssige Komponente enthaltende Behälter wurde ein auf die Schraub-
J &iacgr;».
stutzen der Behälter aufschraubbares Verbindungsstück entwickelt, in welchem zwei gegensinnig längsverschiebliche fluchtende Spikes zur Durchtrennung der Siegelfolie vorgesehen sind. Dieses bisher nicht bekannt gewordene Verbindungsstück (DE-Gebrauchsmusteranmeldung 201 04 284.3) hat seine Funktionsfähigkeit in Versuchen nachgewiesen. Allerdings ist der Aufbau des Verbindungsstücks relativ komplex und verursacht entsprechende Kosten, die auch nicht dadurch vermindert werden können, dass das Verbindungsstück mehrfach verwendet wird. Da eine einwandfreie Reinigung und Sterilisation eines solchen Verbindungsstücks nach Gebrauch nicht oder nur schwer zu gewährleisten ist, verbietet sich nämlich die mehrfache Verwendung.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Verbindungsanordnung für den hier in Frage stehenden Anwendungsfall zu schaffen, welche die Vermischung der in den beiden Behältern enthaltenen Komponenten und die anschließende Ausbringung des aufbereiteten Präparats ohne die Ge-0 fahr des Einschleppens von Keimen oder Verunreinigungen aus der Umgebung in das Präparat ermöglicht, ohne dass hierfür ein gesondertes Verbindungsstück mit komplexem mechanischem Aufbau erforderlich ist.
Ausgehend von einer Verbindungsanordnung der eingangs erwähnten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Spike an der Entnahmeöffnung des die zweite Komponente enthaltenden zweiten Behälters angesetzt oder ansetzbar ist, dass das hohle Innere des Spikes mit Abstand 0 von seiner Messerkante durch eine Querwand verschlossen ist und in dem unmittelbar in Richtung zum zweiten Behälter anschließenden Bereich seiner Wandung wenigstens eine Durchgangsöffnung vorgesehen ist, dass auf der Außenseite des rohrförmigen Spikes eine an ihrem dem ersten Behälter zugewandten Ende mit einer auf dem Anschlussstutzen des ersten Behälters befestigbaren Verbindungskappe versehene Schiebehülse angeordnet ist, welche in der nicht am ersten Behäl-
ter befestigten Ausgangsstellung die Durchgangsöffnung in der Wandung des Spikes dicht verschließt und bei einer relativen Verschiebung in Richtung zum zweiten Behälter die Durchgangsöffnung freigibt, wobei die Anordnung der Siegelfolie im Anschlussstutzen des ersten Behälters so getroffen ist, dass die Messerkante des mittels der Verbindungskappe auf dem Anschlussstutzen des ersten Behälters befestigten Schiebehülse in der Ausgangsstellung vor der Siegelfolie steht, bei einer Verschiebung des Spikes relativ zur Schiebehülse in Richtung des ersten Behälters die Siegelfolie jedoch durchtrennt und die in der Ausgangsstellung von der Schiebehülse verschlossene(n) Durchgangsöffnung (en) ins Innere des Anschlussstutzens des ersten Behälters verschoben wird bzw. werden. Der zur Durchtrennung der Siegelfolie des ersten Behälters dienende Spike ist also direkt am zweiten Behälter angesetzt, wobei durch die mit der auf dem Anschlussstutzen des ersten Behälters befestigbaren Verbindungskappe versehene Schiebehülse das Übertreten der im zweiten Behälter enthaltenen Komponente in den ersten Behälter über die im Spike vorgesehene(n) Durchgangsöffnung (en) steuert.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die am Anschlussstutzen des ersten Behälters befestigbare Verbindungskappe der Schiebehülse vor der Herstellung der Befestigung am Anschlussstutzen des ersten Behälters durch eine in oder an der Verbindungskappe angeordnete, das mit der Messerkante versehene Ende des Spikes gegen Beschädigungen oder Verunreinigung abschirmende abnehmbare Kappe abgedeckt. Der Anschlussstutzen des ersten Behälters und die Verbindungskappe der Schiebehülse sind dabei zweckmäßig mit komplementären Gewinden versehen, um eine feste und dichte Verbindung zwischen den beiden Behältern beim Einbringen der zweiten Komponente in die erste sicherzustellen.
Die Schiebehülse ist dabei zweckmäßig im Anschluss an ihren, die Durchgangsöffnung(en) in der nicht am ersten Be-
hälter befestigten Ausgangsstellung dicht verschließenden Bereich in Richtung zum zweiten Behälter mit einem Innengewinde versehen, in welches wenigstens ein von der Außenseite des Spikes vortretender Vorsprung eingreift. Beim Drehen des Spikes oder des mit dem Spike verbundenen zweiten Behälters schraubt sich dann der Spike in die fest auf dem Anschlussstutzen des Behälters aufgeschraubte Schiebehülse hinein, wobei dann die Messerkannte am freien Ende des Spikes die Siegelfolie durchstößt und gleichzeitig die Durchgangsöffnung(en) freigegeben werden.
Um sicherzustellen, dass die Messerkante des Spikes die Siegelfolie des ersten Behälters beim Aufschrauben der Verbindungskappe der Schiebehülse nicht ungewollt durchtrennt, ist es zweckmäßig, wenn die die im ersten Behälter abgefüllte Komponente vor der Herstellung der Verbindung mit dem zweiten Behälter hermetisch dicht im ersten Behälter einschließende Siegelfolie im behälterseitigen Endbereich des Anschlussstutzens des ersten Behälters vorgesehen ist.
Der Spike ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung integral am zweiten Behälter angesetzt, wobei dann der Spike und zumindest der an ihn anschließende Teil des zweiten Behälters als integrales Kunststoffteil ausgebildet sein kann, obwohl grundsätzlich natürlich auch eine integrale Herstellung aus einer für eine entsprechende Umformung durch Fließpressen geeigneten Metalllegierung möglich ist.
0 Die Schiebehülse und der Spike können zweckmäßig in der nicht am ersten Behälter befestigten Ausgangsstellung miteinander in Eingriff stehende Rastelemente aufweisen, welche erst bei einer relativen Verschiebung des Spikes und der Schiebehülse zueinander in Längsrichtung außer Rasteingriff bringbar sind.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung eines Aus-
führungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen als Folienbeutel ausgebildeten ersten Behälter zur Aufnahme einer
flüssigen Komponente eines aus zwei Komponenten aufzubereitenden Präparats in einem Längsmittelschnitt, wobei die Füll- und Entnahmeöffnung des Behälters als durche eine Drehkappe ver
schließbarer Gewindestutzen ausgebildet ist, dessen behälterinnere Mündung zusätzlich durch eine membranartige Siegelfolie verschlossen ist;
Fig. 2 einen Längsmittelschnitt durch einen
als starrer Behälter zur Aufnahme einer zweiten Komponente ausgebildeten zweiten Behälter, an dessen einem Ende ein Spike zum Durchtrennen der Siegelfolie des ersten Behälters integral
angesetzt ist, wobei auf dem Spike eine mit einer Verbindungskappe zum Aufschrauben auf dem Gewindestutzen des ersten Behälters versehene Schiebehülse angeordnet ist;
Fig. 3 eine schematische Schnittansicht, in welcher die Behälter gemäß den Fig. 1 und 2 über das Schiebestück zu einer Einheit verbunden sind, wobei die den ersten Behälter hermetisch dicht ver
schließende Siegelfolie noch unverletzt ist und somit die in den Behälter abgefüllten Komponenten noch voneinander getrennt sind;
Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Ansicht, bei welcher der mit dem zweiten Behälter verbundene Spike in eine solche Stellung verschoben ist, dass die Siegelfolie durchstoßen und die im Spike vorgesehene(n) Durchgangsöffnung(en) im Anschlussstutzen freigegeben sind, so dass die im zweiten Behälter abgefüllte Komponente in den ersten Behälter übertreten kann; und
Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht, bei welcher die Einheit aus den beiden Behältern in eine solche Lage verdreht dargestellt ist, dass der zweite Behälter nunmehr senkrecht unter dem An
schlussstutzen des ersten Behälters steht, so dass das fertig aufbereitete Präparat aus dem ersten Behälter in den zweiten Behälter übertreten und aus diesem an einem der dem Spike ge
genüberliegenden Stirnwand vorgesehenen Anschluss entnommen werden kann.
In Fig. 1 ist eine Schnittansicht durch einen ersten - an sich bekannten - Behälter 10 in Form eines im Wesentlichen rechteckigen Beutels 12 aus einer Kunststoff- oder einer Kunststoff-Metall-Laminatfolie gezeigt, aus welchem im - in der Zeichnung - oberen rechten Eckbereich durch einen schräg verlaufenden Schnitt ein dreieckiger Bereich weggeschnitten ist. Zwischen den beiden Folienlagen der so entstandenen Schrägkante 14 des Folienbeutels 12 ist ein Kunststoff-Anschlussstück 16 eingeschweißt, von welchem ein mit einem Außengewinde 18 versehener Anschlussstutzen vorsteht. Durch eine den Anschlussstutzen 20 und den anschließenden, im Beutel eingeschweißten Teil des Anschluss-Stücks 16 durchsetzende Öffnung 22 ist das Innere des bei-
spielsweise mit einer sterilen flüssigen Nahrungsmittelkomponente befüllten Beutels 12 zugänglich. Für die sterile Lagerung des befüllten Beutels ist die beutelinnere Mündung der Öffnung 22 durch eine membranartige Siegelfolie 24 hermetisch dicht verschlossen, wobei eine auf das Außengewinde 18 des Anschlussstutzens 20 aufgeschraubte Verschlusskappe 26 einen zusätzlichen Schutz gegen mechanische Beschädigung der Siegelfolie von außen gibt.
In Fig. 2 ist ein zweiter Behälter 30 mit einem zylindrischen Gehäuse 32 dargestellt, an dessen in Fig. 2 unten liegender Stirnseite integral ein rohrförmiger Spike 34 angesetzt ist, dessen behälterabgewandte Stirnseite zu einer zugeschärften Messerkante 3 6 geformt ist.
Das mit dem Behälterinnern verbundene Innere des Spikes 34 ist in geringem Abstand von der Messerkante 3 6 durch eine Querwand 38 verschlossen. In dem unmittelbar an die Querwand 38 in Richtung zum Behälter 32 anschließenden Bereich 0 der Spike-Wandung sind Durchgangsöffnungen 4 0 vorgesehen, über welche im Behälter 32 eingebrachtes Füllgut austreten kann. Diese Durchgangsöffnungen 4 0 sind durch eine auf der Außenseite des Spikes 34 angeordnete Schiebehülse 42 verschlossen, welche in der in Fig. 2 gezeigten Ausgangsstellung die Durchgangsöffnungen 40 dicht abschließt. In dem behälterseitig an den abdichtenden Bereich der Schiebehülse anschließenden Bereich ist die Schiebehülse 42 mit einem Innengewinde 44 versehen, in welches ein von der Außenseite des Spikes vortretender Vorsprung 46 eingreift. Es ist nun klar, dass durch relative Verdrehung des Spikes 34 zur Schiebehülse 42 diese in Richtung zum Behälter 32 verschraubt wird, wobei die die Durchgangsöffnungen 40 im Spike dicht verschließenden Abschnitte der Schiebehülse sich ebenfalls in Richtung zum Behälter verschieben und da-5 bei die Durchgangsöffnungen 4 0 freigeben.
An dem in Fig. 2 unten liegenden Ende der Schiebehülse 42 ist eine im Durchmesser vergrößerte Verbindungskappe 5 0 integral angesetzt, die mit einem dem Außengewinde 18 des Anschlussstutzens 20 komplementären Innengewinde versehen ist und somit bei abgenommener Verschlusskappe 26 auf den Anschlussstutzen 20 aufschraubbar ist. Der an seinem behälterabgewandten Ende über die Schiebehülse 42 vortretende freie Endbereich des Spikes 34 ist dabei zunächst noch durch eine in der Verbindungskappe gehaltene, vor dem Aufschrauben auf den Anschlussstutzen 20 abnehmbare Kappe 52 abgedeckt, welche das freie Ende des Spikes 34 gegen Verschmutzung und Beschädigung seiner Messerkante 36 abdeckt.
An der dem Spike 34 gegenüberliegenden Stirnwand des Gehäuses 32 ist eine normalerweise verschlossene Anschlussarmatur 54 mit einem Gewindestutzen 56 vorgesehen. Auf dem Gewindestutzen 56 kann nach Abnahme des Verschlussteils der Anschlussarmatur 54 eine Schraubkupplung 58 an einem Ende einer Schlauchleitung 60 (Fig. 5) aufgeschraubt werden. Im Behälter 32 enthaltenes fließ- oder rieselfähiges Gut kann also über die angeschlossene Schlauchleitung 60 ausgebracht werden.
In Fig. 3 ist der Behälter 3 0 in seiner über die Verbindungskappe 50 auf dem Anschlussstutzen 20 des Behälters 10 aufgeschraubten Verbindungsstellung gezeigt, in welcher der über die Querwand 3 8 des Spikes 34 vortretende freie Endabschnitt des Spikes in der Öffnung 22 steht, ohne jedoch die Siegelfolie 24 zu berühren.
30
In Fig. 4 ist demgegenüber eine Verbindungsstellung der beiden Behälter 10 und 30 gezeigt, in welcher der Spike durch Verdrehen in die Schiebehülse 42 hineingeschraubt ist und dabei die Messerkante 36 die Siegelfolie 24 durchstanzt hat, so dass die Füllung im Behälter 30 über das hohle Innere des Spikes und die Durchgangsöffnungen 4 0 in die Öffnung 22 und von dort ins Innere des Beutels 12 des Be-
hälters 10 übertreten kann. Durch Schütteln oder Kneten der auf diese Weise aus den beiden Komponenten entstandenen Mischung kann dann das Präparat aus den beiden ursprünglich getrennt in den Behältern 10 und 3 0 abgefüllten Komponenten aufbereitet werden.
In dem angesprochenen Anwendungsfall, in welchem das Präparat ein auch nach der Aufbereitung flüssiges Präparat für die enterale Ernährung von Patienten ist, kann die in Fig.
4 dargestellte, zu einer Einheit verbundene Baugruppe der beiden Behälter dann in die in Fig. 5 dargestellte Lage verkippt werden. Der Beutel 12 wird dann an einer entsprechenden Haltevorrichtung am Bett des Patienten aufgehängt und das flüssige Nahrungsmittel über den dann nach unten weisenden Schlauch 60 entnommen und dem Patienten dosiert zugeführt.

Claims (8)

1. Verbindungsanordnung für einen Behältersatz, der von zwei jeweils mit einer Komponente eines unmittelbar vor der Entnahme durch Vermischen aufzubereitenden Präparats gefüllten Behältern (10; 30) gebildet wird, von denen die in einem Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) gebildete Einfüll- und Entnahmeöffnung zum hermetisch dichten Abschluss der in ihr enthaltenen Komponente gegen die Umgebungsatmosphäre vor der Aufbereitung durch eine membranartige Siegelfolie (24) verschlossen ist, welche zum Zweck der Einbringung der einen in die andere Komponente von einem rohrförmigen, an seinem der Siegelfolie zugewandten stirnseitigen Ende mit einer umlaufenden Messerkante (36) versehenen und mit dem zweiten Behälter (30) verbundenen langgestreckten Spike (34) durchstoßbar ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Spike (34) an der Entnahmeöffnung des die zweite Komponente enthaltenden zweiten Behälters (30) angesetzt oder ansetzbar ist,
dass das hohle Innere des Spikes mit Abstand von seiner Messerkante (36) durch eine Querwand (38) verschlossen ist und in dem unmittelbar in Richtung zum zweiten Behälter anschließenden Bereich seiner Wandung wenigstens eine Durchgangsöffnung (40) vorgesehen ist,
dass auf der Außenseite des rohrförmigen Spikes (34) eine an ihrem dem ersten Behälter (10) zugewandten Ende mit einer auf dem Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) befestigbaren Verbindungskappe (50) versehene Schiebehülse (42) angeordnet ist, welche in der nicht am ersten Behälter (10) befestigten Ausgangsstellung die Durchgangsöffnungen (40) in der Wandung des Spikes (34) dicht verschließt und bei einer relativen Verschiebung in Richtung zum zweiten Behälter (30) die Durchgangsöffnungen (40) freigibt, wobei die Anordnung der Heißsiegelfolie (24) im Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) so getroffen ist, dass die Messerkante (36) des mittels der Verbindungskappe (50) auf dem Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) befestigten Schiebehülse (42) in der Ausgangsstellung vor der Siegelfolie (24) steht, bei einer Verschiebung des Spikes (34) relativ zur Schiebehülse (42) in Richtung des ersten Behälters (10) die Siegelfolie (24) jedoch durchtrennt und die in der Ausgangsstellung von der Schiebehülse (42) verschlossene(n) Durchgangsöffnung(en) (40) ins Innere des Anschlussstutzens (20) des ersten Behälters verschoben wird bzw. werden.
2. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die am Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) befestigbare Verbindungskappe (50) der Schiebehülse (42) vor der Herstellung der Befestigung am Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) durch eine in oder an der Verbindungskappe (50) angeordnete, das mit der Messerkante (36) versehene Ende des Spikes (34) gegen Beschädigung oder Verunreinigung abschirmende abnehmbare Kappe (52) abgedeckt ist.
3. Verbindungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussstutzen (20) des ersten Behälters (10) und die Verbindungskappe (50) der Schiebehülse (42) mit komplementären Gewinden versehen sind.
4. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebehülse (42) im Anschluss an ihren die Durchgangsöffnung(en) (40) in der nicht am ersten Behälter befestigten Ausgangsstellung dicht verschließenden Bereich in Richtung zum zweiten Behälter (30) mit einem Innengewinde (44) versehen ist, und dass von der Außenseite des Spikes (34) wenigstens ein in das Innengewinde (44) der Schiebehülse (42) eingreifender Vorsprung (46) vorgesehen ist.
5. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die im ersten Behälter (10) abgefüllte Komponente vor der Herstellung der Verbindung mit dem zweiten Behälter (30) hermetisch im ersten Behälter einschließende Siegelfolie (24) im behälterseitigen Endbereich des Anschlussstutzens (20) des ersten Behälters (10) vorgesehen ist.
6. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spike (34) integral am zweiten Behälter (32) angesetzt ist.
7. Verbindungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spike (34) und zumindest der an ihn anschließende Teil des zweiten Behälters (32) ein integraler Kunststoffteil ist.
8. Verbindungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebehülse (42) und der Spike (34) in der nicht am ersten Behälter (10) befestigten Ausgangsstellung miteinander in Eingriff stehende Rastelemente aufweisen, welche durch Ausübung in Spikelängsrichtung wirkenden Kraft außer Rasteingriff bringbar sind.
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