DE2010529A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Gewichtsmessung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur GewichtsmessungInfo
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Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann Dr. R. Koenlgsberger - Dipl.· Phys. R. Holzbauer - Dr. F. Zumstein Jun.
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Case SB 4592
The Dvmlop Company, Limited, London S.W. 1 / Großbritannien
Verfahren und Vorrichtung zur Gewichtsmessung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Messung des Gewichts pro Längeneinheit langgestreckter flexibler
Körper. Ein Anwendungsgebiet der Erfindung betrifft dabei die Verbesserung oder Überwachung der Herstellung eines langgestreckten,
in Längrichtung flexiblen Materials. Als typische Beispiele für dieses Material seien Förderbänder, Kunstoff- oder Kautschukbahnen
und andere extrudierte oder anderv/eitig als kontinuierliche Bahn hergestellte Materialien genannt. Ein anderes Anwendungsgebiet
der Erfindung betrifft die Messung von auf Förderern beförderten Lasten.
Werden lange Stücke oder Bahnen eines Materials durch Extrusion
hergestellt, so ist es erwünscht, die Materialdicke oder andere Kriterien, wie etwa das Gewicht pro Längeneinheit, überwachen
zu können, um ein Höchstmaß an Leistungsfähigkeit und einen optimalen
Wirkungsgrad zu erzielen. Insbesondere ist es oft erforderlich, die Dicke oder andere Kriterien zu überwachen, um sicherzugehen,
daß bei dem Produkt bestimmte Erfordernisse, wie
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etwa gesetzte Abmessungstoleranzen, eingehalten werden. Im allgemeinen
sind nur geringe Abweichungen von einem gesetzten Wert zulässig. Es werden verschiedene Verfahren zur Messung von Gewicht
und/oder Dicke des Materials verwendet, die vielfach verhältnismäßig komplexe Systeme bewegbaren Meßköpfen erfordern.
Im allgemeinen ist auch eine gleichmäßige konstante Zugspannung im Material zur Erzielung genauer Ergebnisse erforderlich. Gemäß
der Erfindung braucht der Zug bzw. die Dehnungsbeanspruchung im Material nicht konstant gehalten au werden. Die Erfindung
kann auch bei der Herstellung von langgestreckten Materialien zur Messung des Gewichts pro Längeneinheit und damit zur Bestimmung
einer Durchschnittsdicke oder anderer Parameter einerseits
ψ als auch zum Wiegen von durch ein längserstrecktes Teil, wie ein
Band oder eine andersartig ausgebildete Fördereinrichtung, getragenes bzw. gefördertes Material dienen.
Die Erfindung ist bei einem Verfahren zur Messung des Gewichts pro Längeneinheit eines belasteten oder unbelasteten langerstreckten,
in Längsrichtung flexiblen Körpers dadurch gekennzeichnet, daß der Körper so gelagert oder abgestützt wird, daß
zwei verschiedene Längsabschnitte desselben mit je einer zugeordneten, die Belastung bestimmenden Meßfühler- bzw. Meßwandler-Vorrichtung
derart verbunden werden, daß der Körper auf jeden Meßfühler eine Kraft ausübt, die einen durch Spannung bzw.
Vorspannung oder Dehnung erzeugten Kraftanteil aufweist, dessen für jeden Meßfühler in eine vorbestimmte Richtung wirkende Komponente
annähernd gleich groß ist, und daß durci die Meßfühlerbzw. Meßwandler-Vorrichtung die in die vorbestimmte Richtung
wirkende Kraftkomponente der Gesamtkraft gemessen wird, die auf den der jeweiligen Heߣühlet?-bzw. Me£wandler-Vorrichtung Zugeordneten
Längsabschnitt ausgeübt wird. '
Und weiterhin ist die Erfindung bei einer Vorrichtung zur Bestimmung
des Gewichts pro Längeneinheit eines belasteten oder unbelasteten langgestreckten, in Längsrichtung flexiblen Körpers
gekennzeichnet durch zwei die Belastung bestimmenden Meßfühler-Vorrichtungen,
Vorrichtungen oder Vorrichtungsteile, um
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den Körper so zu lagern oder abzvL'äW&'&li« daß zwei verschiedene
vorbestimmte t.än$5ab Schnitte des Körpers einerseits der einen
die Belastung bestimmenden Meßfühler-Vorrichtung und andererseits der entsprechenden anderen Meßfühler-Vorrichtung zugeordnet
sind, wobei der Körper auf jeden der Meßfühler eine Kraft ausübt, die einen durch Spannung bzw* Dehnung erzeugten
Kraftanteil aufweist, daß die Anordnung so getroffen ist, daß
die Komponente der durch Spannung bzw. Vorspannung oder Dehnung
erzeugten Kraft in eine vorbestimmte Richtung wirkt und für beide Meßfühler-Vorrichtungen annähernd gleich groß ist, wobei jede Meßfühler-Vorrichtung so angeordnet ist, daß die in die vorbestimmte
Richtung fallende Komponente der auf den zugeordneten Abschnitt des langgestreckten Körpers entfallende Anteil der
Gesamtkraft meßbar ist. ·
Der Ausdruck "vorbestimmte bzw« bestimmte Richtung", wie er in dieser Beschreibung verwendet wird, kennzeichnet die aus Bemessungs-
oder Berechnungsgründen gewählte Richtung, in die die
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gemessenen Kräfte zerlegt werden sollen. Die in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
verwendeten, die Belastung oder Last bestimmenden oder messenden Vorrichtungen wirken richtungsabhängig, so daß die
Antwortgröße einer lastmessenden Vorrichtung auf eine gegebene
Kraft, die in einer gegebenen Richtung wirkt, proportional zur Größe dieser Kraft ist, wenn diese in eine bestimmte Richtung
zerlegt wird, wobei diese Richtung im folgenden als Meßachse
oder Meßrichtung der die Belastung bestimmenden Vorrichtung bezeichnet ist. Die Meßachsen der beiden lastmessenden Vorrichtungen
brauchenzueinander nicht parallel zu liegen, da jede
seitliche Neigung einer Achse geg.en die andere zur Ermittlung
der Ergebnisse zulässig ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung in einem Vorzügsweisen Ausführungsbeispiel näher erläutert.
0 098 4JQ7 1292;
Fjq, 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Lagerung
und Abstützung eines Längstücks eines Förderbandes, und
Fig. 2 verdeutlicht in einem Blockschaltbild eine der Vorrichtung
nach Fig. 1 zuzuordnende Anzeige- und Registrierschaltung.
In Fig. 1 läuft ein Längsstück eines Förderbandes 10 über eine Anzahl Rollen oder Walzen 11, 12, 13, 14 und 15. Die Rollen sind
in einem nicht gezeigten geeigneten Gerüst gelagert. Die Rollen 11, 13 bzw. 15 bilden erste, zweite und dritte Stützrollen, die
drehbar in .dem Gerüst gelagert sind, so daß zwei bestimmte
Längsstücke oder -abschnitte 16 und 17 des Bandes gebildet sind. Die Rollen 12 und 14 sind Rollen zur Bestimmung eines Auflagedrucks
oder -gewichts,im folgenden als"Wiegerollen"bezeichnet,
die in der gewählten Darstellung über Lager 18 abqestützt sind, die von nicht gezeigten Kraftmeßdosen gehalten werden.
In dem gewählten Beispiel wird aus Gründen der einischeren Darstellung
die Vertikale als die vorbestimmte Richtung gewählt. Die Kraftmeßdosen bzw. elektrischen Meßzellen zur Bestimmung
einer Belastung sind so angeordnet, daß sie auf die Vertikalkomponente irgendeiner aufgebrachten Kraft ansprechen, und damit
liegt die zuvor erwähnte Richtung parallel zur Achse oder
Richtung der durch die Belastungs-Meßfühler-Vorrichtung erzielten Antwortgröße.
Der Abstand Ll zwischen der oder den ersten und zeiten Stützrollen
11 und 13 ist kleiner als der Abstand L2 zwischen der oder den zweiten und dritten Stützrollen 13 und 15, und die
fünf Wiege- und Stützrollen sind gemeinsam so angeordnet, daß ein Längsstück des Bandes unter Spannung über die ersten und
dritten Stützrollen 11 und 15 läuft und dabei auf diese einwirkt und ebenso auf die übrigen drei Rollen 12, 13 und 14
eine Belastung ausübt, wobei die beiden Wiegerollen 12 und 14
damit jeweils entsprechend verschiedenen Längsabschnitten 16 i<nd 17 des Bandes 10 zugeordnet sind. Die Ausrichtung des Ban-
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des auf den Zulauf- und Ablaufseiten der beiden Wiegerollen 12 und 14 in Bezug auf die vorgegebene Richtung der Kraft, die auf
jede der beiden Wiegerollen auf Grund der Spannung bzw. Dehnung oder Vorspannung des Bandes ausgeübt wird, ist für beide Wiegerollen
die gleiche. Dies wird dadurch erreicht, daß die fünf Rollen in Bezug auf ihre Höhe und Durchmesser so angeordnet
sind, daß der Winkel zwischen dem Band und der vorbestimmten Richtung (in diesem Fall die Vertikale) auf der Zulauf- und Ablaufseite
der ersten Wiegerolle 12 entsprechend gleich ist wie auf der Zulauf- und Ablaufseite der zweiten Wiegerolle 14.
Da der Abstand Ll zwischen der oder den ersten und der oder den zweiten Stützrollen 11 und 13 in Längsrichtung des Bandes kürzer
ist als der entsprechende Abstand L2 zwischen der oder den zweiten
und dritten Stützrollen 13 und 15, sind die Wiegerollen jeweils zwei verschieden langen Stücken 16 und 17 ä«*s Bandes zugeordnet,
die auf die jeweilige Wiegerolle auf Grund des Gewichts der verschiedenen Längsabschnitte des Bandes herrührende
Vertikalkräfte ausüben. Die Ausgangs- oder Antwortgröße der Kraftmeßdosen, die mit jeder der Wiegerollen verbunden sind,weist
daher eine diesen Vertikalkräften proportionale Kraft- bzw.
Gewichtskomponente auf, die damit den Gewichten der verschiedenen Längsabschnitt des Bandes entspricht. Da jede Wiegerolle
außerdem einer sich aus der Vorspannung des Bandes ergebenden Kraft unterliegt, die ebenfalls eine Vertikalkomponente aufweist,
so erfaßt die Ausgangsgröße der Kraftmeßdosen auch eine sich aus dieser Vorspannung ergebende Komponente. Wie bereits
erwähnt, sind die zerlegten Teilkräfte, die in die vorbestimmte Richtung dieser Vorspannungskräfte wirken, so verteilt und zugeordnet,
daß sie für jede Wiegerolle gleich groß sind, so daß der sich daraus ergebende Anteil der Ausgangsgröße der Kraftmeßdosen
eliminiert wird, wenn die Ausgangsgröße der Kraftmeßdosen der ersten Wiegerolle von der der zweiten abgezogen wird.
Die Differenz ist proportional zur Gewichtsdifferenz der beiden Längsstücke des Bandes zwischen den Wiegerollen, und die Vorrichtung
kann damit so geeicht werden, daß Gewichtseinheiten pro hängeneinheit des Bandes unmittelbar abgelesen werden können.
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Jede Kraftmeßdose ist so angeordnet, daß sie ein elektrisches Ausgangssignal abgibt, das proportional ist zur Größe der zerlegten
Teilkraft, die parallel liegt zur Meßachse der Dose für irgendeine auf die Dose wirkende Kraft. Die elektrischen Ausgangssignale
oder Ausgangsgrößen der Kraftmeßdosen der ersten Wiegerolle 12 werden gemittelt, und die elektrischen Ausgangssignale
der anderen Kraftmeßdosen uerden in gleicher Weise behandelt,
und die Differenz der beidsn gernittelten Ausgangsgrößen
werden in der oben angegebenen Weise dazu benützt, das Gewicht
pro Längeneinheit des Bandes zu bestimmen und anzuzeigen.
Fig. 2 zeigt in Blockdarstellung eine Schaltungsanordnung, um die oben erwähnte Anzeige zu erhalten. Die Kraftmeßdosen sind
mit 20 und 21 bezeichnet, wobei von den Zellen oder Dosen 20 jeweils eine an jedem Ende der Wiegerolle 12 und jeweils eine
der Zellen 21 an jedem Ende der Wiegerolle 14 angeordnet sind. Eine durch eine Batterie 22 angedeutete Stromquelle ist mit
den Kraftmeßdosen über eine Leitun9 23 verbunden. Die Kraftmeßdosen
20 sind über Leitungen 24 mit einer mittelwertbildenden Schaltung 25 verbunden. Ähnliche Kraftmeßdosen 21 sind
über Leitungen 26 mit einer mittelwertbildenden Schaltung 27 verbunden.
Die mittelwertbildenden Schaltungen sind ihrerseits an eine Subtraktions- oder Differenzschaltung 28 über Leitungen 29 angeschlossen,
und die von der Differenzschalturg 28 erhaltenen Signale werden einer gewünschten Registriereinheit, wie etwa
einem Anzeigegerät 30 oder einer Speicher- oder Aufzeichnungsvorrichtung 31 zugeführt. Alternativ oder zusätzlich kann das
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Überwachungseinrichtung zugeführt werden, die durch Veränderungen im Ausgangssignal der Differenzschaltung 28 betätigbar ist,
um irgendwelche Abweichungen von einem vorbestimmten Wert auszuregulieren. Damit kann das Signal der Differenzschaltung beispielsweise
einer Überwachungseinheit zugeführt werden, um irgendwelche
Dickenänderungen auszuregulieren, die als Zu- oder Abnahme im Gewicht des Bandes festgestellt wurden.
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Die mittelwertbildenden Schaltungen 25 und 27 gaben Signale ab,
die den Mittelwerten der von den Kraftmeßdosen an jedem Ende
der Wiegerollen erhaltenen Signale entsprechen. Die Differenzschaltung
28 erzeugt ein der Differenz zwischen den Signalen der mittelwertbildenden Schaltungen 25 und 27 entsprechendes
Signal.
Für den Fall, daß die Meßachsen der Kraftmeßdosen nicht parallel zur vorbestimmten Richtung liegen, oder wenn die Meßachsen der
Kraftmeßdosen einer der Wiegerollen nicht parallel zu denen der
anderen Rolle liegen, ist es erforderlich, einen Korrekturfaktcr bei den gemittelten Ausgangsgrößen der Kraftmeßdosen der
jeweiligen Wiegerollen gesondert in Übereinstimmung mit trigonometrischen Gesetzen zu berücksichtigen, so daß die Anteile
der Ausgangsgrößen der Kraftmeßdosen jeder Wiegerolle, die zur Berechnung herangezogen werden, proportional sind zu den in die
vorbestimmte Richtung fallenden Komponenten der auf die Rolle wirkenden Kräfte. Nur nach einer solchen Korrektur können die
Auegangsgrößen zuverlässig und richtig voneinander abgezogen
werden, υπ» die auf Grund der in dem zu wiegenden Körper bestehenden
Vorspannungseinflüsse zu eliminieren.
Es wird darauf hingewiesen, daß zur Bestimmung (entweder automatisch
oder anders) des Gewichts pro Längeneinheit eines über
die erfindungsgemäße Vorrichtung laufenden flexiblen Körpers die tatsächlichen Längen oder zumindest die relativen Längen
der beiden den jeweiligen Meßfühler-Vorrichtungen zugeordneten verschiedenen Längsabschnitte bekannt sein müssen. Es wird weiter
darauf hingewiesen, daß die tatsächlichen Längen der verschiedenen
Längsabschnitte sich geringfügig je nach den Änderungen
der Spannungen oder Vorspannungen im Körper verändern können, da Änderungen der Vorspannung den Grad des Durchhangs
des Körpers zwischen den verschiedenen Rollen verändern. Für ein Förderband kann im allgemeinen zutreffend angenommen werden,
daß das Band ausreichend steif ist und unter im Mittel
ausreichend hoher Vorspannung steht, um die erwähnten Längenänderungen
vernachlässigen zu können. Dabei wird angenommen,
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daß die Längen der verschiedenen Längsabschnitte in jedem Augenblick dem geradlinigen Abstand zwischen den Berührungspunkten
mit der oder den ersten und zweiten Stützrollen oder Stützwalzen und mit der oder den zweiten und dritten Stützrollen
entspricht. Für genauere Messungen oder wenn ein zu wiegender Körper beträchtlich größere Längsflexibilität aufweist,
kann es notwendig sein, den Durchgang des Körpers zwischen den die Belastung nessenden Vorrichtungen, z.B. durch
eine bestimmte Toleranz, zu berücksichtigen.
Weiterhin wird darauf hingewiesen, daß der in dieser Beschreibung verwendete Begriff der zerlegten Teilkraft oder Kraftkomponente,
die in eine vorgegebene Richtung einer bestimmten Kraft wirkt, durch den Gebrauch des Begriffs der "in eine vorgegebene
Richtung wirkenden zerlegten Teilkaft" nicht so zu verstehen ist, daß die Möglichkeit, daß die Wirkrichtung der
Jeweiligen Kraft in der vorgegebenen Richtung liegt, ausgeschlossen wäre.
Das Verfahren und die soweit beschriebene Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung können zur Gewichtsmessung bei
vielen verschiedenen Arten flexibler Körper verwendet werden. Beispielsweise kann das Gewicht eines kautschuküberzogenen, vom
Kalander ablaufenden Textilmaterial oder das Gewicht des durch den Kalander auf das Textilmaterial aufgebrachten Kautschuks
gemessen werden, wenn im zweiteren Fall das Gewicht des Textilmaterials
allein zuvor oestimmt wurde. Weiterhin läßt sich denken,
daß mit dem Verfahren und der Vorrichtung die in einer bestimmten Zeitspanne oder zu einem bestimmten Augenblick von
t X'.'. hf'.'.' i. CiM1J*-J J. T· ' ± ;.'l ^1'! l'i li'i'if-i* r«l"jij»-.~ ! 1 j ' 7.' r2· ori P-ΐ G P: ι'. T rtC\ C Ti r: v» C Γ>
ri ΐϊϊ t —
belastung oder das Gesamtgewicht eines zugefügten oder daraufgestellten Materials gemessen wird. Als ein Anwendungsbeispiel
der Erfindung sei die Bestimmung des Gewichts eines von einem sich bewegenden Förderer getragenen Materials genannt, bei dem
das Gesamtgewicht des Förderers und dessen Fracht, d.h. das Gewicht des belasteten Körpers, gemessen wird und die bekannte
Größe, d.h. das Gewicht des Förderers allein, von diesem Gesamt-
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gewicht abgezogen wird. Solche Förderer können in vielfältigen bekannten Formen vorliegen, z.B. als Bänder, Kecten oder Drahtseile.
Im Falle von Ketten können Kettenräder und für Drahtseile genutete Riemenscheiben vorgesehen sein.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß zur genauen Einstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bestimmung des Gewichts
pro Längeneinheit des flexiblen zu wiegenden Körpers oder zur Bestimmung oder Errechnung des Gewichts pro Längeneinheit aus
den von der Vorrichtung gelieferten Ergebnissen die notwendige Annahme gemacht wird, daß der zu wiegende Körper ein im wesentlichen
gleichmäßiges Gewicht pro Längeneinheit in jedem beliebigen Zeitpunkt über die Länge des zu wiegenden Körpers aufweist,
d.h. über die Länge des Körpers zwischen der oder den ersten und dritten Stützrollen bei der beschriebenen Ausführungsform.
Da diese Annahme im allgemeinen für die der Vorrichtung zugemessenen Anwendungszwecke Gültigkeit hat, soll darauf
hingewiesen werden, daß diese Annahme unter Umständen nicht zulässig ist, und zwar im Falle eines Förderbandes, das eine Last
befördert, die große Einzelkörper, wie etwa ungebrochene Erze, befördert. In diesem Fall kann beispielsweise ein großer Brocken
im Bereich einer der Wiegerollen eine falsche Gewichtsangabe der Vorrichtung zur Folge haben.
Die vorgegebenen Längsabschnitte des Bandes 16 und 17 sind im allgemeinen auf diese Länge festgelegt. Es können je'doch auch
Einrichtungen vorgesehen werden, um diese Längsabschnitte gleichzeitig zu verändern, wobei jedoch das vorgegebene Längenverhältnis
der beiden Längen zueinander beibehalten wird. Dies kann beispielsweise durch Verschieben der ersten und dritter;
Stützerollen 11 und 15 erreicht werden. Eine solche Veränderung könnte etwa in bestimmten Zeitabständen vorgenommen werden, um
die Meßvorrichtungen zu überprüfen, beispielsweise, um falsches Ablesen oder Auslesen, verklemmte oder verklebte Meßgeräte und
ähnliche Fehler zu ermitteln.
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ÖAD
Wie bereits erwähnt, war es bei den bisher verwendeten Verfahren zur Messung des Gewichts eines in Längsrichtung flexiblen,
sich bewegenden Körpers erforderlich, die Zugspannung im Körper konstant zu halten, was in der Praxis schwer zu erreichen ist.
Gemäß der Erfindung ist dieser Umstand nicht erforderlich, da - wie erwähnt - die Wirkung der sich aus dem Spannungszustrnd
des Körpers ergebenden Kräfte kontinuierlich und automatisch eliminiert wird.
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BAD GWGfNAL
Claims (20)
1.) Verfahren zur Messung des Gewichts pro Längeneinheit eines
belasteten oder unbelasteten langerstreckten, in Längsrichtuhg
flexiblen Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper
so gelagert oder abgestützt wird, daß zwei verschiedene seiner Längsabschnitte je mit einer zugeordneten, die Belastung
bestimmenden Meßfühler- bzv. Meßwandler-Vorrichtung
. derart verbunden werden, daß der Körper auf jeden Meßfühler. eine Kraft ausübt, die einen durch Spannung bzw. Zugspannung
im Körper erzeugten Kraftanteil aufweist, dessen für jeden Meßfühler in eine vorbestimmte Richtung wirkende Komponente
annähernd gleich groß ist, und daß durch die Meßfühler-Vorrichtung
die in die vorbestimmte Richtung wirkende Kraftkomponente der Gesamtkraft gemessen wird, die auf den der jeweiligen
Meßfühler-Vorrichtung zugeordneten Längsabschnitt
ausgeübt wird.
2.) Verfahren zur Messung des Gewichts pro Längeneinheit eines belasteten oder unbelasteten langgestreckten, in Längsrichtung
flexiblen Körpers, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper über eine Anzahl drehbarer, auf gegenseitigen Abstand
angeordneter Vorrichtungsteile so abgestützt wird, daß zwei verschiedene Längsabschnitte des Körpers gebildet werden,
daß etwa im Mittelbereich jedes Längsabschnitts eine drehbare Wiegevorrichtung angeordnet wird, die nit dem Körper
in Berührungskontakt gebracht wird, daß die Wiegevorrichtung mittels die Belastung bestimmender Meßfühlervorrichtungen
abgestützt wird, wobei durch den Körper auf jede der·
Wiegevorrichtungen eine Kraft ausgeübt wird, die eine durch Spannung bzw. Zugspannung im Körper erzeugten Kraftanteil
aufweist, dessen für jede Wiegevorrichtung in eino vorbestimmte Richtung wirkende Komponente annähernd gleich groß
ist, und daß aurch die Meßfühler-Vorrichtung die jeweils in die vorbestimmte Richtung wirkende Kraftkomponente der Gesamtkraft
gemessen wird, die auf den.der jeweiligen Wiegevorrichtung zugeordneten Längsabschnitt ausqeübt wird.
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3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Belastung bestimmenden Meßfühler-Vorrichtungen Kraftmeßdosen aufweisen.
4.) Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiegevorrichtungen Wiegerollen aufweisen, und daß eine Kraftmeßdose angrenzend an jedem E-nde der Wiegerollen angeordnet
wird, und daß die von jeder den Rollen zugeordneten Kraftmeßdose abgegebenen Signale mittelwertbildenden
Schaltkreisen zugeführt werden, von denen jeweils einer
einer Rolle zugeordnet ist.
5.) Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Signale der mittelwertbildenden Schaltungen einer Differenzschaltung
zugeführt werden.
6.) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Signal.? der Differenzschaltung einer Anzeigevorrichtung
und/oder einer Aufzeichnungs- bzw. Speichervorrichtung zugeführt werden.
7.) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß dio
Signale der Differenzschaltung einer Steuer- oder Regeleinheit
zur Überwachung eines auf den Körper bezogenen Pa-F rameters zugeführt werden.
8. ) Verfahren nach einen- der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekernzeichnet, daß der Körper das Band eines Förderers ist.
durch gekennzeichnet, daß die Steuer- oder Regeleinheit
die Dicke des Bandes überwacht.
10.) Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Körper ein L^stenförderer ist, dessen Gewicht pro Längeneinheit bekannt ist, und daß die
Gewichtsbestirmung pro Längeneinheit des Bandes so erfolgt,
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BAD ORiQINAL
daß das Gewicht pro Längeneinheit des Bandes vom Gesamtgewicht des Förderers mit Belastung abgezogen wird, um das
Gewicht der Last zu bestimmen.
11.) Vorrichtung zur Bestimmung des Gewichts pro Längeneinheit eines belasteten oder unbelasteten langgestreckten, in
Längsrichtung flexiblen Körpers, gekennzeichnet durch zwei
die Belastung bestimmende Meßfühler-Vorrichtungen (12, 14), Vorrichtungsteile (11, 13, 15), um den Körper so zu lagern
oder abzustützen, daß zwei verschiedene vorbestimmte Längsabschnitte
(16, 17) des Körpers einerseits der einen, die Belastung bestimmenden Meßfühler-Vorrichtung (12) und andererseits
der entsprechenden anderen Meßfühler-Vorrichtung (14) zugeordnet sind, wobei der Körper (10) auf jeden
der Meßfühler eine Kraft ausübt, die einen durch Vorspannung bzw. Zugspannung erzeugten Kraftanteil aufweist, daß
die Anordnung der Teile zueinander so getroffen ist, daß die Komponente der durch Vorspannung erzeugten Kraft in
eine vorbestimmte Richtung wirkt und für beide Meßfühler-Vorrichtungen
(12, 14) annähernd gleich groß ist, wobei jede Meßfühler-Vorrichtung so angeordnet ist, daß die in die
vorbestimmte Richtung fallende Komponente der auf den zugeordneten Abschnitt (16, 17) des langgestreckten Körpers
entfallende Anteil der Gesamtkraft meßbar ist.
12.) Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtungen oder Vorrichtungsteile zur Abstützung des Körpers aus einer Anzahl im Abstand voneinander in
Reihe hintereinander angeordneter Rollen oder Walzen (11, 13, 15) bestehen, deren Drehachsen im wesentlichen parallel
zueinander liegen, und daß ein erstes im Abstand voneinander angeordnetes Stützrollenpaar (11, 13) vorgesehen ist,
das einen ersten Längsabschnitt (16) des Körpern (10) bestimmt, daß ein zweites einen zweiten Längsabschnitt des
Körpers bestimmendes Stützrollenpaar (13, 15) vorgesehen ist, daß: eine erste lastmessende Meßfühler-Vorrichtung (12)
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mittig zwischen dem ersten Rollenpaar (11, 13) und eine
zweite entsprechende Preßvorrichtung (14) mittig zwi bchen
dem zweiten Rollenpaar (13, 15) angeordnet ist.
13.) Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die bf lastungsabhängigen Meßfühler-Vorrich Lungen jeweils
mit Wiegerollen verbunden sind, die in Beruhrungskuntakt
mit dem Körper (10) stehen.
14.) Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Kraftmeßdose unmittelbar an jedem Ende jeder Wiegerolle angeordnet ist, die auf die in der vorbestimmten
Richtung wirkende Kraftkomponente anspricht.
15.) Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
eine erste und eine zweite mittelwertbildende Schaltungsanordnung
(25, 27), Anordnungen, um die Signale der Kraftmeßdosen, die mit der einem Längsabschnitt zugeordneten
Wiegerolle verbunden sind, der ersten mittelwertbildenden Schaltung (25) zuzuführen, und eine Anordnung oder Vorrichtung
vorgesehen sind, um die Signale von den mit der Wiegerolle des anderen Längsabschnitts verbundenen Kraftmeßdosen
einer zweiten mittelwertbildenden Schaltung (26) zuzuführen.
16.) Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch eine
Differenzschaltung (26) und eine Anordnung oder Vorrichtung, um die Signale der mxttelwertbxldenden Schaltungen (25, 26)
der Differenzschaltung (26) zuzuführen·
17.) Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Anzeigevorrichtung
(30) und/oder eine Aufzeichnungs- bzw.
Speichervorrichtung (31) und durch eine Anordnung oder Vorrichtung,
um die Signale der Differen'sschaltung der Anzeigevorrichtung
und/oder der Aufzeichnungs- bzw. Speichervorrichtung zuzuführen.
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18.) Vorrichtung nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine
Überwachungseinheit zur Überwachung eines drin Körper zugeordneten
Parameters und durch eine Einrichtung, um die Signale der Differenzschaltung der Überwachungseinheit zuzuführen.
19.) Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
die Überwachungseinheit bei der Herstellung von Band- oder ähnlichem langgestreckten Material zur Überwachung des Materialdicke
verwendet wird.
20.) Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 11 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, daß der langgestreckte Körper ein lasttragendes Förderband enthält, das ein bestimmtes Gewicht
pro Längeneinheit aufweist, und daß eine Vorrichtung
oder Anordnung vorgesehen ist, um einen dem Gewicht pro Längeneinheit des Bandes entsprechenden Wert von der über
das Band ausgeübten Komponente der Gesamtkraft abzuziehen.
0098A0/1292
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