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DE2005681A1 - Kontaktstuck und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Kontaktstuck und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE2005681A1
DE2005681A1 DE19702005681 DE2005681A DE2005681A1 DE 2005681 A1 DE2005681 A1 DE 2005681A1 DE 19702005681 DE19702005681 DE 19702005681 DE 2005681 A DE2005681 A DE 2005681A DE 2005681 A1 DE2005681 A1 DE 2005681A1
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DE
Germany
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contact piece
sintered
piece according
sintered molded
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DE19702005681
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B Rothkegel
H Schreiner
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Priority to FR7102378A priority patent/FR2080443A5/fr
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Priority to US112979A priority patent/US3927990A/en
Priority to ES1971165879U priority patent/ES165879Y/es
Priority to ES1971194596U priority patent/ES194596Y/es
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Publication of DE2005681B2 publication Critical patent/DE2005681B2/de
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Description

Kontaktstück und Verfahren zu seiner Herateilung
Die Erfindung betrifft ein Kontaktstück für hohe elektrische Belastung, das insbesondere für die1 Starkstromtechnik geeignet ist und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Kontaktstücke wie sie in der Starkstromtechnik, beispielsweise für Hochspannungs-Hochleistungsachalter benötigt werden, haben zwei Aufgaben zu erfüllen. Für den Stromleitungsfall müssen sie eine hohe elektrische Leitfähigkeit und einen kleinen Kontaktwiderstand aufweisen. Beim Schalten hoher Leistungen müssen entsprechende Stellen der Schaltorgane die den Lichtbogenfußpunkt tragen, hohe Abbrandfestigkeit besitzen. Die Schaltorgane können daher in zwei Bereiche gegliedert werden, einen der in geschlossenem Zustand der Kontaktstücke den Dauerstrom tragt und einen anderen Ber/eich, der während des Schaltens die Lichtbogenbelastung übernimmt. Bekannt sind Kont&ktstücke mit einer abbrandfesten Komponente, wie Wolfram, Molybdän oder Rhenium. Bei den bekannten Kontaktstücken sind diese Metalle zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit mit einem Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit, wie Kupfer oder Silber, vereint'. Da in den Kontaktstücken eine gleichmäßige Verteilung der Komponenten gefordert werden muß und da die genannten Metalle' ineinander unlöslich sind, wird zur Herstellung der Kontaktstücke die Sintertechnik oder die Sintertränktechnik angewendet. Es läßt sich jedoch bei den bekannten Kontaktstücken ein großer Verbrauch an teueren, abbrandfesten Materialien
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nicht vermeiden, da die- abbrandfeaten Komponente im Volumen des gesamten Kontaktstückes enthalten ist, obwohl sie nur an den mit dem Lichtbogen beaufschlagten Stellen gegenwärtig sein müßte. Die bekannten Kontaktatücke genügen daher zwar weitgehend den technischen Anforderungen, sie sind jedoch relativ aufwendig und teuer.
Ea beateht die Aufgabe, ein Kontaktstück der eingangs genannten Art unter möglichat großer Einaparung teueren Werkstoffes zu achaffen.
Erfindungagemäß wird dieae Aufgabe dadurch gelöst, daß das Kontaktstück aua wenigetena zwei Teilstücken aufgebaut ist, daß ein Teilstück aua abbrandfestern, schweißaicherem Material und ein Teilstück aua elektrisch gut leitendem, lötbarem Material besteht, daß jedes Teilstück als Gerüst einen porenhaltigen Sinterformteil aufweist, wobei bei einem abbrandfesten Teilstück die abbrandfesten Komponenten im Sinterformteil enthalten sind, daß alle Sinterformteile vomkleichen Tränkmetall durchdrungen sind und daß an den Übergängen zwischen Sinterformteilen Grenzschichten im Tränkmetall fehlen.
Das Sinterformteil eines abbrandfesten Teilstückes kann in an sich bekannter Weise Wolfram, Molybdän, Rhenium oder eine Legierung dieser Metalle enthalten, wobei der Anteil von Wolfram, Molybdän, Rhenium oder der Legierung 40 bis 80 Vol.#, bezogen auf das Volumen des Teilstückes, beträgt. Das Sinterformteil eines lötbaren Teilstückes kann ein Metall oder eine Metallegierung mit höherem Schmelzpunkt als Kupfer und besserer elektrischer Leitfähigkeit und besserer Lötbarkeit als Wolfram, Molybdän oder Rhenium enthalten. Als Metalle für das Sinterformteil eines lötbaren Teilstückes können in an
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ν , 2Ό05681
. ; - , VPA 70/7507
sich bekannter Weise Eisen, Nickel, Kobalt, nichtmagnetischer Stahl oder eine Legierung dieser Metalle gewählt werden,-wobei der Anteil eines der Metalle oder der Legierungen bis 90 Vol.96, bezogen auf das Volumen des Teilstückes beträgt. Das Tränkmetall kann Kupfer oder Silber oder eine Kupfer-Silber-Legierung sein.
Mit dem erfindungsgemäßen Kontaktstück wird teuerer Werkstoff, beispielsweise Wolfram, Molybdän oder Rhenium eingespart und durch einen billigen Werkstoff, wie Eisen, ersetzt, da die abbrandfeste Komponente nur in dem Teilstück des ||
Kontaktes vorzusehen ist, das mit einem Lichtbogen beaufschlagt wird. Gleichzeitig wird die elektrische Leitfähigkeit des Kontaktstückes erhöht, da die.Leitfähigkeit eines oder mehrerer Teilstücke erhöht ist. Schwierigkeiten beim Verlöten oder Verschweißen des Kontaktstückes mit einem Kontaktträger, wie sie bei bekannten Kontaktstücken üblich sind, treten nicht mehr auf, da das Kontaktstück an einem lotbaren Teilstück befestigt werden kann. Außerdem kann das Kontaktstück ohne großen Verschleiß an Bearbeitungswerkzeugen an lötbaren Teilstücken gut bearbeitet werden.
Bei einem bevorzugten Herstellungsverfahren des Kontaktstückes werden die Sinterformteile auf Passung gefertigt, die Sinterformteile örtlich fixiert nebeneinander angeordnet und danach die Sinterformteile in einem Arbeitsgang mit dem Tränkmetall durchdringend verbunden. Dieses Herstellungsverfahren ist einfach und auch für die Serienfertigung geeignet. Die mit. der Einsparung an teuerem Werkstoff erhaltene Wirtschaftlich-
■ durch
keit des erfindungsgemäßen KontaktStückes wird daher/das einfache Herstellungsverfahren weiter erhöht»
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Im folgenden wird das erfindungsgemäße Kontaktstück und sein Herstellungsverfahren anhand der Figuren 1 bis 5 näher erläutert. In den Figuren sind einige Ausführungsbeispiele von Kontaktstücken dargestellt. Dabei sind gleichartige Bauteile mit gleichem Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine Schaltstückspitze (Armierung) im Schnitt, die aus dem Teilstück 1 mit abbrandfestem Material und dem Teilstück 2 mit elektrisch gut leitendem, lötbarem Material besteht. Die durchgängigen Poren sowohl des Sinterformteils des Teilstückes 1 als auch des Sinterformteiles des Teilstückes 2 sind mit Kupfer als Tränkmetall ausgefüllt. Beim fertigen Kontaktstück besteht das Teilstück 1 aus WCu 30 (Gew.^) das Teilstück 2 aus FeCu 40. An den Übergangsflächen zwischen den Teilstücken 1 und 2 geht das Tränkmetall Kupfer ohne Grenzschicht in die Nachbarbereiche über. Dabei ist unter Grenzschicht ein Konzentrationssprung in dem Tränkmetallanteil, der sich zwischen dem Sinterformteil des Teilstückes 1 und dem Sinterformteil des Teilstückes 2 befindet, zu verstehen. Fig. 2 zeigt den Schnitt eines anderen Aufbaues einer Abbrennapitze, die ebenfalls aus Teilstücken 1 und 2 besteht. Das Teilstück 1 ist die Kontaktschicht und das Teilstück 2 der Trägerteil der Abbrennspitze. Gegenüber einer Vollspitze aus WCu wird sowohl bei der Abbrennspitze nach Fig. 1 als auch bei der nach Fig. 2 teueres abbrandfestes Material eingespart. Diese Ersparnis kann bis zu 60 betragen. Außerdem bietet die gute Bearbeitbarkeit des Teilstückes 2 erhebliche Vorteile, da sich auf dem Zapfen 3 des Teilstückes 2 in einfacher Weise ein Gewinde 4 aufbringen läßt Während bei einer Vollspitze aus WOu wegen der hohen Härte des Wolframs ein großer Verschleiß des Drehstahles, z.B. aus Hartmetall auftritt, ist der Werkstoff FeCu 40, aus dem
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- 5 - - .' :: ■■;■"...'.;■. Teilstück 2 besteht, mit einem Schneideisen bearbeitbar. Ob-
wohl die Harte im PeGu 40 Werkstoff mit etwa 200 kp/mm · relativ hoch liegt, kann dieser Werkstoff gut zerspant werden und für die spangebenden Bearbeitungswerkzeuge ist eine hohe Standzeit gesichert.
Eine weitere Form einer Abbrennspitze ist in Pig. 3 im Schnitt dargestellt. Hier ist das Teilstuck 1 mit dem abbrandfesten Kontaktwerkstoff eine Hülse und das Teilstück 2 aus dem lötbaren, gut bearbeitbaren Werkstoff eine Büchse." Anhand dieser Abbrennspitze sei ein insr einzelne gehendes Beispiel für die Materialzusammensetzung und das Herstellungsverfahren der Teilstücke gegeben. ·
Das Sinterformteil der Außenhülse 1 wird aus einer WCu-t-Pulvermischung gefertigt. Der Kupferanteil in dieser Pulvermischung beträgt etwa 2 .bis 10, vorzugsweise 5 bis 10 Gew.7£. Zur besseren Benetzbarkeit, des fertigen Sinterformteiles mit dem Trägermetall kann der ,Pulvermischung Nickel mit 0,01 bis 5 Gew.%, vorzugsweise mit 0,01 bis 0,2 Gew.# beigemischt sein.. Das Pulver wird mit einem Preßwerkzeug in die erforderliche Form gepreßt. Dabei kommen Preßdrucke zwischen 0,5 und 6, vorzugs-
weise zwischen einer und vier t/cm zur Anwendung. Anzumerken ä ist hierbei, daß der nötige Preßdruck von der Geometrie des Sinterformteiles abhängt. Das gepreßte Formteil wird bei 1200 bis 1500 0C, vorzugsweise bei 1250 bis 1300 0C gesintert.
Pur einen Außenring mit ca. 1 cm Innendurchmesser und ca.
3 cm Außendurchmesser, der aus W 89,95 Cu 10 Ni 0,05 besteht, ist ein Preßdruck von 2,5 t/cm nötig, und das gepreßte Sinterformteil wird bei 1250 0C gesintert. _-
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Das Sinterformteil der ,Innenhülse 2 ist aus Eisenpulver gefertigt. Dem Eisenpulver kann Kupfer und Nickel beigemischt sein. Das Pressen und Sintern solcher Formteile ist an sich bekannt. Es darf in diesem Zusammenhang auf das Buch von Kieffer und Hotop, "Sintereisen und Sinterstahl", Springer-Verlag 1948, insbesondere auf die Seiten 128 bis 131, 148 ff und 185 ff verwiesen werden. Als günstig hat sich erwiesen, aus Eisenerz reduziertes Eisenpulver, das nach dem Höganes-Verfahren hergestellt ist mit einer Teilchengröße kleiner 150 /um zu verwenden. Dieses Pulver, dem 5 bis 8 Gew.# Kupfer-
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pulver beigemischt ist, wird mit einem Preßdruck von 2,8 t/cm gepreßt'und bei 1200 0C eine Stunde in einer Wasserstoffatmosphäre gesintert. Die Schrumpfung bei der Sinterung beträgt 0,65 #. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß ' für die Herstellung des Sinterformteiles vorteilhaft handelsübliche, schrumpfkompensierte Pulverzusammensetzungen verwendet werden können. Ein solches Pulver ist beispielsweise aus Eisen, maximal 8 Gew.# Kupfer und maximal 2 Gew.# Nickel zusammengesetzt
Die Sinterformteile für die Teilstücke 1 und 2 müssen auf Passung gearbeitet sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Innenhülse 2 in die Außenhülse 1 gesteckt. Die Toleranz der Passung kann mit der Geometrie der Preßwerkzeuge, im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit dem Durchmesser der Preßwerkzeuge und den Sinterbedingungen eingestellt werden. Als Toleranz für die Passung ist eine Spaltbreite von 40 bis 200 /um zwischen aneinandergrenzenden Sinterformteilen einzuhalten. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Spaltbreite die Differenz des Außenradius der Innenhülse 2 und des Innenradius der Außenhülse 1. Der Fig. 3 ist nicht zu entnehmen, daß eines der Sinterformteile mit einer Nase und das zweite Sinter-
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formteil mit einer entsprechenden Ehsenkung versehen ist, mit denen die Sinterformteile relativ zueinander örtlich fixiert sind. Außerdem kann mit einer Profilierung beispielsweise der Außenfläche des Sinterformteiles der Innenhülse 2 »oder der Innenfläche des Siriterformteiles der Außenhülse 1 eine Verzahnung der beiden Teilstücke,erreicht werden, um Spannungen infolge unterschiedlicher thermischer Ausdehnungskoeffizienten auszugleichen und die Festigkeit zu erhöhen.
Nach dem Zusammenstecken der Sinterformteile für die Außen- μ hülse 1 und die Innenhülse 2 werden die Formteile mit Kupfer nach bekannten Verfahren getränkt. Die endgültige Zusammensetzung der Teilstücke 1 und 2 und damit des Kontaktstückes hängt von der Porosität der Sinterformteile ab.
Für das Teilstück aus Material mit hochwertigen Kontakteigenschaften kann diese Porosität zwischen 10 und 50 Vol.$,. vorzugsweise bei 40 Vol.96 und für das Teilstück mit guter Lötbarkeit und guter mechanischer Bearbeitbarkeit, kann die Porosität zwischen 20 und 50 Vol*#, vorzugsweise bei 40 Vol.# liegen. Beim vorliegenden Aüsführungsbeispiel wurde eine Porosität gewählt, die eine Zusammensetzung von WGu 25 bis WGu 30 für das Teilstück 1 und von FeGu 40 für das Teilstück 2 | sicherstellte. Bei diesen Angaben sind die Gewichtsprozente für die Nickelkomponente dem Wolfram zugeschlagen.
Anzumerken ist noch, daß mit einer überschüssigen Tränkmenge von ca. 5 Gew.% sich einKupferüberzug an den Außenflächen des Kontaktstückes erzeugen läßt. Ein solcher Kupferüberzug kann beispielsweise für eine galvanische Versilberung günstig sein, da mit dieser Kupferoberfläche eine sehr gute Haftung
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erzielt wird. Es kann auch günstig sein, eine Kupfer-Tränkmenge zu verwenden, die unterhalb derjenigen liegt, die zur vollständigen Porenfüllung führt. Der Unterschuß kann zwischen 2 und 30 #, vorzugsweise zwischen 5 und 20 % des gesamten Porenvolumene des Kontaktstückes liegen. Durch diese Maßnahme lassen sich Tränkkörper herstellen, die an den Außenflächen nicht mehr bearbeitet werden müssen, da sie eine saubere Oberfläche besitzen. Der geringe Rest an Porosität ist auf den gesamten Querschnitt' des Kontaktstückes gleichmäßig Ip verteilt. Eingehende Versuche haben ergeben, daß diese Restporosität zu keiner wesentlichen Herabsetzung des Abbrandwertes im Vergleich zu vollständig getränkten Kontaktwerkstoffen führt.
Die Abbrennhülee der Pig. 3 zeigt eine Bohrung 5, die sowohl die Außenhülse 1 als auch die Innenhülse 2 durchsetzt. Es kann in besonderen Fällen nötig sein, die Abbrennhülse mit mehreren aolchen Bohrungen 5 in einem Winkel zur Achse 6 zu versehen, damit Löschmittel, z.B. öl, beim Schaltvorgang hindurchgeführt werden kann. Bei der Herstellung solcher Bohrungen in Kontaktwerkstoffen bekannter Art, haben die ^ ', Bohrer durch die Härte der in das Kupfer eingelagerten ™ Wolframteilchen ebenfalls nur kurze Standzeiten. Dieser Nachteil kann mit einem erfindungsgemäßen Kontaktstück vermieden werden. Die Bohrungen werden zumindest in das Sinterformteil des Teilstückes 1 beim Pressen mit eingebracht. Mit einer einfachen Hachbearbeitüng an den zusammengesteckten Sinterformteilen der Teilstücke 1 und 2 können dann die Bohrungen 5 auch durch das Teilstück 2 geführt oder falls sie dort bereits vorhanden sind, mit den Bohrungen im Sinterformteil des Teilatüokes 1 zum Fluchten gebracht werden. Hierbei braucht
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nur das gut bearbeitbare Teilstück 2 der Abbrennhülse bearbeitet zu werden, wodurch ebenfalls eine hohe Standzeit für die Bohrer sichergestellt wird. ' - ·
Sowohl bei Sinterformteilen mit Bohrungen als auch bei Sinter-
formteilen in denen keine Bohrungen 5 vorgesehen sind, ergibt das gemeinsame Tränken mit Kupfer einen hervorragenden Verbund hoher Festigkeit an den Trennflächen zwischen den Sinterformteilen der Teilstücke 1 und 2. Auch bei dem Kontaktstück gemäß Fig. 3 ist das Einsehneiden von Gewinden, bei- M spielsweise der Gewinde 7 und 8 sehr vereinfacht, .da sich """ diese Gewinde immer in dem Teilstück 2 vorsehen lassen, das aus leicht bearbeitbarem Werkstoff hergestellt ist.
Fig. 4 zeigt den Schnitt durch einen Abbrennring, der aus dem Teilstück 1 mit guten Abbrandeigenschaften und aus dem Teilstück 2 mit guter Bearbeitbarkeit, guten Löteigenschaften und gleichzeitig guter elektrischer Leitfähigkeit hergestellt ist. Dabei ist es günstig, das Sinterformteil des Teilstückes 2 aus nichtmagnetischem Stahl, beispielsweise aus Chrom-Nickel-Stahl herzustellen, um die Ausbildung von Wirbelströmen im Abbrennring zu unterdrücken. ' .
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In Fig. 5 ist der Schnitt durch eine Abbrennlamelle dargestellt, die aus dem abbrandfesten Kontaktstück 1 und dem Kontaktträger 2 mit guter elektrischer Leitfähigkeit besteht. Bei diesem Kontaktorgan wird eine höhere Sicherheit gegenüber den bisher verwendeten Formteilen erzielt. Bekannt war es, für solche Abbrennlamellen das Kontaktstück 1 z.B. aus WCu 30 zur fertigen Form mit engen Toleranzen zu bearbeiten. In gleicher Weise mußte der Kontaktträger 2 mit entsprechender *
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Toleranz für die Lötung im Bereich der Grenzfläche zwischen dem Kontaktstück 1 und dem Träger 2 bearbeitet werden. Beide Teile wurden nach Einlegen von Hartlot auf Löttemperatur erhitzt und so verbunden. Meist mußte die Abbrennlamelle danach von überschüssigen Lot gereinigt werden. Demgegenüber ist die in Pig. 5 gezeigte Abbrennlamelle wesentlich wirtschaftlicher herzustellen. Es werden fertig geformte Sinterteile zusammengefügt und mit dem Tränkmetall verbunden. Die Verbindung zwischen dem Kontaktstück und dem Träger wird dadurch verbessert und es werden dabei mehrere Verfahrensschritte der bisherigen Fertigung eingespart.
Die im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 5 beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen nur einige wenige Grundformen von Kontaktstücken. In der beschriebenen Art lassen sich vielfältige Formen von Kontaktstücken herstellen, wobei auch mehrere Bereiche des Kontaktstückea aus dem Werkstoff mit hochwertigen Kontakteigenschaften und mehrere Bereiche aus dem Werkstoff mit ζ,/:ν guter elektrischer Leitfähigkeit oder guter mechanischer Bearbeitbarkeit oder guten Eigenschaften für das Verbinden mit dem Trägermetall vorgesehen 3ein können. Es können auch mehrere Teilstücke mit unterschiedlichen Eigenschaften, wie sie oben aufgeführt sind, vorgesehen sein, wobei diese Eigenschaften aufgrund der im jeweiligen Bereich geforderten Funktion auszuwählen sind und die Sinterformteile der einzelnen Teilstücke mit dem gleichen Tränkmetall hoher elektrischer Leitfähigkeit durchdringend verbunden sind.
23 Patentansprüche
5 Figuren
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Claims (23)

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    - 11 Patentansprüche
    Kontaktstück: für höhe 'elektrische Belastung, dadurch gekennzeichnet, daß es aus. wenigstens zwei Teilstücken (T, 2) aufgetaut ist, daß ein Teilstück (1) aus abbrandfestern, schweißsicherem Material und ein Teilstück: (2) aus elektrisch gut leitendem, lötbarem Material besteht, daß jedes Teilsttlck als Gerüst einen porenhaltigen Sinterformteil aufweist, *oh^^^^ einem abbrandfesten Teil- ^ stück die abbrandfesten Komponenten im Sinterformteil ent- H halten sind, daß alle Sinterformteile vom gleichen Tränkmetall durchdrungen sind und daß an den übergängen zwischen Sinterformteilen Grenzschichten im Tränkmetall fehlen.
  2. 2. Kontakt stück nach Anspruch .1,. dadurch gekennzeichnet, daß
    das Sinterformteil eines abbrandfesten Teilstüekes (1) Wolfram, Molybdän, Rhenium oder eine Legierung dieser Metalle enthält, wobei der Anteil von Wolfram, Molybdän, Rhenium oder derlegierung 40 bis 80 YbI.Jt, bezogen auf "das Volumen des Teilstückes beträgt.
  3. 3. Kontaktstück noch Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, μ daß 4as Sinterformieil eines lötbaren Teilötückes (2) ein Metall oder eine Metallegierung mit höherem Schmelzpunkt als Kupfer und bessererelektrischer -Leitfähigkeit' und besserer Lötbarkeit als Wolfram» Molybdän oder Rhenium enthält. ■:''./:■::::: :- ■-.■"■'. . .. -
  4. 4. Kontaktstück iiach einem der Ansprüehe 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil eines lötbaren Teilstüpkes (2) Eisen, Nickel, Kobalt, nichtmagnetischen Stahl
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    oder eine Legierung dieser Metalle enthält, wobei der Anteil eines der Metalle oder der Legierung 60 bis 90 Vol.$ bezogen auf das Volumen des Teilstückes beträgt.
  5. 5. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Tränkmetall Kupfer oder Silber oder eine Kupfer-Silber-Legierung ist.
  6. 6. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge«- kennzeichnet, daß der Sinterformteil eines abbrandfesten Teilstückes (1) eine Porosität von 10 bis 50 $ aufweist.
  7. 7. Kontaktstück nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität etwa 40 % beträgt.
  8. 8. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sinterformteil eines lötbaren Teilstückes (2) eine Porosität von 20 bis 50 $ aufweist.
  9. 9· Kontaktstück nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität etwa 40 % beträgt.
  10. 10. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil eines abbrandfesten Teilstückes (1) aus WCu mit etwa 2 bis 10 G-ew.% Kupfer hergestellt ist.
  11. 11. Kontaktstück nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupferanteil etwa 5 bis 10 Gew.% beträft.
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  12. 12s. Kontaktstück nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil 0,01 bis O55 Gew.# · Nickel enthält.
  13. 13. Kontaktstück nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Ni6kelanteil 0,01 bis 0,2 Gew.# beträgt.
  14. 14. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil aus W 89, 95 Cu
    Ni 0,05 hergestellt ist, ■ ' ' λ
  15. 15. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil eines Ibtbaren Teilstückes (2) Eisen und 5 bis 8 Gew.# Kupfer enthält.
  16. 16. Kontaktstück nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Sinterformteil aus einer schrumpfkompensierten Pulverzusammensetzung wie PeCuNi mit. maximal 8 Gew.# Kupfer und maximal 2 Gew.# Nickel hergestellt ist. .
  17. 17. Kontaktstück nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität des Sinterformteiles des abbrandfesten Teilstückes (1) so eingestellt ist, daß ' Jj das abbrandfeste Teilstück die Zusammensetzung WCu 25 bis WCu 30 aufweist. .
  18. 18. Kontaktstück nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität des Sinterformteiles des lötbaren Teilstückes (2) so eingestellt ist, daß das Teilstück die Zusammensetzung I*eCu 40 aufweist.
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  19. 19. Verfahren zur Herstellung eines Kontaktstückes nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß Sinterformteile auf Passung gefertigt werden, daß die Sinterformteile örtlich fixiert nebeneinander angeordnet werden und daß danach die Sinterformteile in einem Arbeitsgang mit dem Tränkmetall durchdringend verbunden werden.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß mit der geometrischen Form der Preßwerkzeuge und durch die Sinterbedingungen für die Sinterformteile eine Passungstoleranz von 40 bis 200 /um Spaltbreite zwischen zwei aneinandergrenzenden Sinterformteilen eingestellt wird.
  21. 21. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß mit bis zu etwa 5 Gew.# Tränkmetall im Überschuß getränkt wird.
  22. 22. Verfahren nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer Menge von Tränkmetall getränkt wird, die unterhalb derjenigen liegt, die zur vollständigen Porenfüllung erforderlich ist, wobei der Unterschuß zwischen 2 und 30 des gesamten Porenvolumens des Kontaktstückes liegt.
  23. 23. Verfahren nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Unterschuß zwischen 5 und 20 # des gesamten Porenvolumens des Kontaktstückes liegt.
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DE2005681A 1970-02-07 1970-02-07 Kontaktstuck für hohe elektrische Belastung Pending DE2005681B2 (de)

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