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DE2005065A1 - Impfgemisch sowie Verfahren zu seiner Herstellung und Verarbeitung - Google Patents

Impfgemisch sowie Verfahren zu seiner Herstellung und Verarbeitung

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DE2005065A1
DE2005065A1 DE19702005065 DE2005065A DE2005065A1 DE 2005065 A1 DE2005065 A1 DE 2005065A1 DE 19702005065 DE19702005065 DE 19702005065 DE 2005065 A DE2005065 A DE 2005065A DE 2005065 A1 DE2005065 A1 DE 2005065A1
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DE
Germany
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mixture
inoculation
iron
particles
vaccine
Prior art date
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Pending
Application number
DE19702005065
Other languages
English (en)
Inventor
der Anmelder. M C22d 3-00 ist
Original Assignee
Sundin, Per Fredrik, Jönköping (Schweden)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from SE1543/69A external-priority patent/SE344210B/xx
Application filed by Sundin, Per Fredrik, Jönköping (Schweden) filed Critical Sundin, Per Fredrik, Jönköping (Schweden)
Publication of DE2005065A1 publication Critical patent/DE2005065A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron
    • C21C1/08Manufacture of cast-iron
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
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  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

2005065 Andrejewski & Honke Patentanwälte
Diplom-Physiker Dr. Walter Andrejewski
α ι ι r,)· Or7/ Diplom-Ingenieur
Anwaltsakte: 3>4 087/mm+ _ , " - , u ,
"^ ' Dr.-lng. Manfred Honke
Essen, den 2. Februar I970 Kettwiger Straße 36
Patentanmeldung des Herrn
Ing. Per Fredrlk Sundin,
Konvaljestigen 15, Jönköping, Schweden
Impfgemisch sowie Verfahren zu seiner Herstellung und Verarbeitung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Impfgemisoh sowie auf ein a Verfahren zu seiner Herstellung und Verarbeitung während des Vergießens von Eisen- und Stahlschmelzen. Beim Vergießen von Metallen, besonders von Eisen und Stahl werden häufig Impfgemische zugesetzt. Diese Impfgemische sind Stoffe, die der Metallschmelze in sehr kleinen Mengen (in der Größenordnung von 0,001 bis 0,05 % ) hinzugefügt werden, um die Struktur des erhärteten Metalls in der einen oder anderen Hinsicht zu beeinflussen.Diese Stoffe können bestehen aus Silizium, Calcium, Aluminium, Barium, Strontium, Kohlenstoff und anderen Elementen in freier oder gebundener Form, z.B. als Ferroslllzium, Calciumsilicad, Silizlumcarbid oder Graphit.
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Patentanwälte Dr W. Andrejewski, Dr. M. Honlce, 43 Essen, Kettwiger Straße
Bisher hat man das Impfen im allgemeinen vor dem Vergießen der Schmelze in die Gußform durchgeführt, aber neuerdings hat es sich gezeigt, daß das Impfen vorteilhaft auch zu einem späterer Zeitpunkt ausgeführt werden kann. Das Impfgemisch kann der Metallschmelze im Einlaufkanal oder in der Oußform selbst zugeführt werden. Es sind verschiedene Methoden vorgeschlagen worden, das Impfgemisch so zu verteilen, daß es von der Metallschmelze während des Vergießens aufgenommen wird. Diese Methoden leiden Jedooh unter gewissen Nachtellen. So haben sich Schwierigkeiten bei der vollkommenen und homogenen Adsorption des Irr^fgemisches durch die Metallschmelze ergeben. Außerdem erwiesen sich die vorgeschlagenen Methoden als ziemlich unpraktisch und zeitraubend.
Beispielsweise hat man vorgeschlagen, im Einlaufkanal oder in der Oießform vor dem Vergießen zermahlene und körnige Eisenlegierungen, üblicherweise Perrosilizium, zu verteilen. Das hat sich insofern als nachteilig erwiesen, als die damit erreichten Ergebnisse nicht reproduzierbar sind. Das hätte zurückgeführt auf die Bildung eines Oxydfilms auf der Oberfläche der Ferrosilizlumteilchen, der eine Lösung der Teilchen im Metall verhindert und dadurch Schlackeneinschlüsse im Gußstück verursacht. Die Metallschmelze, die zuerst in die Oußform eintritt, neigt dazu, zuviel Impfstoff aufzunehmen, und mischt sich außerdem in unkontrollierbarer und unvorhersehbarer Weise mit der restlichen Metallschmelze, so daß die Struktur des QußstUckes nicht einheitlich 1st.
Es ist auch sohon vorgeschlagen worden, größere Stücke derartiger Elsenlegierungen zu verwenden und das Stück oder
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Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kstswigcr Straße
die Stücke im Bereich des Einlaufkanals zwischen äwel Gußkernen oder mit ähnlichen Mitteln zu halten, Bsi Verwendung großstückigen Materials werden die oben beschriebenen Nachteile bei der Verwendung von feinkörnigem Material ' dert. Das Stück Eisenlegierung benötigt t '^euu der Gießoperation längere Zeit um in Lösung zu gehen. Dadurch wer- äk den bessere Ergebnisse im Gußstück selbst erzeugt« Jedoch ist der Lösungsgrad in dem in die Gußform eintretenden Metalli zu Beginn des Gießvorganges sehr klein und es ist nicht mög eh, den I'isungsgrad unter Berücksichtigung der Gießtem] · ratur unr der Gießrate zu kontrollieren. Darüber hinaus ist ie Lösung der Eisenlegierung relativ schnell abgeschlossen und zwar regelmäßig bevor die gesamte Metallschmelze verrussen worein ist.
Die -;,g. Stoffe haben außerdem den Nachteil, daß sie für Jede' einzelnen Guß abgewogen werden müssen, und daß besonder: die köriiJ en Stoffe unmittelbar vor dem Guß verteilt wenvn müssen, um Oxydation zu minuieren. Zur Beseitigung \ diener Nachteile hat man Tabletten benutzt, die aus frisch geblichenem ur- ί körnigem Impf gemisch sowie organischem Binf. >r, beispielsweise Wachs, hergestellt worden sind. Diese Tab.= >;tten vermeiden das Problem der Oxydation des Impfgeinis* hes und stollen gleichzeitig eine brauchbare Form mit bekmmtem Gewi i«ht dar. Obgleich diese Tabletten bereits ein Verbesserung gegenüber den anderen Formen von Impfgem' sehen, wi< sie weiter oben beschrieben worden sind,, darstej len, habeii sie dennoch ihre Nachtelle. Die organischen
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Binder neigen dazu Turbulenzen zu verursachen, die Anlaß zu Defekten des Gußstückes geben können, insbesondere in Magnesium behandelten oder körnigem Elsen, das eine starke Neigung zeigt, Oxyde zu bilden. Bei der Verwendung von Tabletten kommt es auch häufig vor, daß ein bestimmter Teil der Metallschmelze zuviel von dem Impfgemisch aufnimmt, deswegen erfordert die Verwendung dieser Tabletten eine sehr sorgfältige Ausbildung des Einlaufkanals, um einheitliche Strukturen des Gußstückes zu erreichen. Oft ist damit aber eine geringe Ausbeute oder ein schlechtes Verhältnis des Gußstückgewichtes zum Gewicht des vergossenen Materials verbunden.
Ferner wurde bereits die Verwendung von anorganischen Bindern vorgeschlagen, wie z.B. Natriumsilicad. Aber diese können den Lösungsgrad des Impfgemisches beeinflussen und außerdem Schlackeneinschlüsse im Gußstück hervorrufen.
Es sind auch schon gesinterte Körper mit Impfgemischen verwendet worden. Diese schmelzen Jedoch sehr schnell, weil die Wärmeleitfähigkeit des gesinterten Körpers sehr groß ist.
Der Hauptnachteil aller bekannten Impfverfahren besteht darin, daß der Lösungsgrad des Impfgemisches während der Zelt des Gußvorganges und in Bezug auf die pro Zeiteinheit Vergossene Menge nicht kontrolliert werden kann und daher eine zuverlässige Impfung nicht erreicht werden kann.
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Patentanwälte Dr. W. Andreiewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das Impfgemisch' in ein Material zu betten, das relativ langsam schmilzt und keine Rückstände im Eisen zurückläßt. Dieses Material besteht hauptsächlich aus reinem Eisen und hat deshalb einen hohen Schmelzpunkt. Der Schmelzpunkt wird Jedoch dadurcherniedrlgt, daß das Eisen Kohlenstoff aus der Schmelze aufnimmt. Daraus resultiert eine fortschreitende Auflösung des Materials mit eingebettetem Impfgemisch und folglich auch eine fortschreitende Freigabe des Impfgemisches selbst, das sehr gleichförmig in dem Gußstück verteilt wird. Dadurch wird es möglich, die Menge des Impfgemisches zu verringern, nämlich von üblicherweise von 0,05 bis 0,1 % bei bekannten Verfahren auf 0,02 % oder weniger, bezogen auf das Gewicht des Gußstückes.
Die Erfindung betrifft ein Impfgemisch bestehend aus einer verdichteten Mischung aus Schwammelsen und Impfstoffen für Eisen- oder Stahlschmelzen. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Behandlung von Eisen- oder Stahlschmelzen mit derartigen Impfgemischen. Dabei kann das Impfgemisch so geformt sein, daß es dem Teil der Gußform, in den es abgelegt wird, angepaßt ist, beispielsweise kann es als Scheibe geformt sein und im Einlauftrichter in der oben beschriebenen Art und Welse angeordnet werden. Das Impfgemisch kann aber auch so geformt sein, daß es in der Wand des Eingußtrichtere oder des Einlaufkanals derart anbringbar ist, daß es von dem Strahl der aus dem Gießlöffel ausfließenden Schmelze getroffen wird. Ee kann aber auch so geformt sein, daß es unmittelbar in der Gießform als Teil der Wand angeordnet
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werden kann. Aufgrund der Tatsache, daß der Impfstoff In einen festen Körper eingebettet ist, wird seine Einführung in die Schmelze erleichtert und gleichzeitig wird er in der Schmelze homogen verteilt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Impfgemisches, und besteht darin, daß Schwammelsen derart verteilt wird, daß die dabei entstehenden Teilchen im wesentlichen die gleiche Porösität wie das Schwammeisen aufweisen, daß dieses zerteilte Schwammeisen mit einem Impfstoff in Puderform gemischt wird und die Mischung zu einem festen Körper verbunden wird.
Die Anteile von Schwammeisen und Impfstoff in dem Impfgemisoh sollten im Bereich von 40 bis 99 Gew.-^ von Schwammeisen und 1 bis 60 Gew.-# Impfstoff liegen. Werden größere Mengen von Impfstoff verwendet, dann wird es schwierig oder sogar unmöglich, einen zusammenhängenden Körper zu formen, da der Zusammenhalt in erster Linie von den Schwammeisenteilchen abhängt. Der Schwammeisenanteil kann Jedoch geringer sein als 40 %, wenn ein Hilfsbinder eingesetzt wird. Andere eisenhaltige Teilchen, wie z.B. Schleifschwamm können dem Impfgemisch als Verdünnungsmittel zugesetzt werden, solange bei Abwesenheit von Hllfsbindern der Anteil von Schwammeisen nicht unter ko Oew.-£ fällt. Nach Möglichkeit sollte das Impfgemisoh 5 bis 40 Qew.-£ Impfstoff enthalten, vorzugsweise 10 bis 30 Oew.-Ji.
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Die Größe der Schwammeisenteilchen sollte gewöhnlich kleiner als 10 mm sein, nach Möglichkeit kleiner als 2 mm und vorzugsweise kleiner als 0,5 mm. Die Größe der Teilchen des Impfstoffes sollen für gewöhnlich von der gleichen Größenordnung sein. Vorzugsweise sollte jedoch der Impfstoff geringere Abmessungen aufweisen als das Schwammeisen, beispiels- M weise Teilchengrößen von 0,01 bis 0,1 mm.
Der Ausdruck "Schwammeisen" bezieht sich auf ein Produkt, das in bekannter Weise durch direkte Reduktion von pulverförmigem Eisenerz gewonnen wird, wobei dieses Produkt praktisch aus reinem Eisen besteht (bei einem kleinen Sauerstoffanteil in der Größenordnung von einigen Zehntel Prozent) und durch eine hohe Porösität gekennzeichnet 1st, so daß sein Raumgewlcht in der Größenordnung von 3 bis 4 Gramm/cnr liegt. 3s enthält ein Gemenge von Teilchen (entsprechend den originalen Elsenerzteilchen), die miteinander an den Berührungspunkten ihrer Oberflächen verschmolzen sind. Um zerteiltes Schwammelsen zu bekommen, wie es erfindunsgsgemäß verwendet f werden soll, wird das Schwammelsen derart verteilt, daß seine Porösität im wesentlichen erhalten bleibt. Das wird erreicht durch Mahlen in einem Mahlwerk, indem das Produkt keinem so hohen Druck ausgesetzt wird, daß die einzelnen kleinen Teilchen zerdrückt werden. Bewährt für diesen Zweck haben sich Mahlwerke mit gegenüberliegenden Mahlsoheiben, die Elemente wie Nägel oder dergleichen aufweisen, durch die das Produkt Berteilt wird. Die Zerteilung kann soweit durchgeführt werden, bis das Endprodukt aus einzelnen Par-
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tikeln oder Zusammenballungen von wenigen einzelnen Partikeln besteht. Diese liegen in der Größenordnung von 0,2 bis 0,4 mm entsprechend der Teilchengröße des originalen Eisenerzpuders und sind durchsetzt von feinen Poren sowie mit einer sehr rauhen Oberfläche versehen, so daß sie unter mäßigem Druck zu einem zusammenhängenden Körper geformt werden können, der durch die gegenseitige Verklammerung der Schwammeisenteilchen zusammengehalten wird.
Das zerteilte Schwammeisen wird dann mit der gewünschten Menge pulverförmigen Impfstoffes gemischt, so daß ein einheitliches Gemenge entsteht.
Bekannte Impfstoffe enthalten Ferrosilioat, Graphit, Calcium-Silicat, Graphit, Calcium-Silicat, Calcium-Carbid, wobei Ferrosilicat definierte Zusätze von Aluminium, Zirkon, Caloium, Strontium, Barium oder Wismut enthält. Calcium-Silicium-Magnesium-Verbindungen und Magnesium-Eisen-Silicium-Verbindungen, die vorzugsweise 5 % Magnesium enthalten, haben sich als besonders wirksam als Impfstoffe für Gußeisen erwiesen, wenn sie zusammen mit Schwammeisenteilchen zu Impfgemischen geformt wurden. Diese Legierungen können allein als Impfstoffe oder zusammen mit bekannten anderen Impf« stoffen wie Ferrosilioium verwendet werden.
Es ist bekannt, daß Elemente wie Aluminium, Zirkon und Calcium den Wirkungsgrad von Ferrosilicium als Impfstoff verbessern, wenn sie zusammen mit dem Ferrosilioium der Eisenschmelze hinzugefügt werden. Jedoch hat man In Praxis
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von einer Verwendung dieser Elemente abgesehen, da sie unerwünschte Nebeneffekte in dem Gußstück erzeugen, beispielsweise Oasporen im Fall von Aluminium. Es hat sich herausgestellt, daß kleinere Mengen von Aluminium, Zirkon und Calcium als normalerweise eingesetzt dazu verwendet werden können, den Wirkungsgrad von Ferrosilicium als Impfstoff zu verbessern, μ ohne daß unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, wenn diese Elemente in einem Impfgemisch zusammen mit Schwammelsenteilchen und Ferrosilicium untergebracht werden. Andere Impfstoffe sind bekannt und werden in der Praxis benutzt. Sie können selbstverständlich in der gleichen Weise eingesetzt werden.
Die Mischung von Schwammeisenteilchen und Impfstoffen wird bei derartigen Drücken und Temperaturen verdichtet, daß ohne Sintern zusammenhängende Körper entstehen, d.h. diese Körper halten zusammen lediglich aufgrund der gegenseitigen Verhakung der Schwammelsenteilchen, wie oben bereits beschrieben. Die Verdichtung kann bei Raumtemperatur oder etwas höheren Tem- % peraturen und unter Drücken in der Größenordnung von 2.000 bis 5.000 kg/cm in einer üblichen Presse erfolgen.
Das auf diese Welse entstandene Produkt ist ein poriger Körper, in dem Teilchen des Impfstoffes In den Zwischenräumen zwlsohen den Schwammeisenteilchen eingeschlossen sind. Das Raumgewioht dieses Produktes sollte nicht über 6 g/cm·' liegen und eine Porösität von ungefähr 20 % aufweisen. Vorzugsweise sollte die Dichte in der Größenordnung von 5 bis K oder etwas darunter
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liegen, beispielsweise bis 3,5 (entsprechend einer Porösität von 50 %) liegen. Wenn die Porösität zu klein ist, besteht die Qefahr kleiner Explosionen (Spritzen), wenn feuchtes Impfgemisch von dem Strahl der heißen Metallschmelze getroffen wird. Außerdem wird dadurch die einheitliche Verteilung des Impfgemisches in dem Metall erschwert. Andererseits führt hohe Porösität zu geringem Zusammenhalt des Körpers und zu schneller Auflösung des Impfgemisches beim Gießen.
Die Auflösungszelt dieses Körpers hängt in gewissem Maße von der Teilchengröße des Schwammeisens ab. Größere Teilchen nehmen den Kohlestoff langsamer auf und schmelzen deshalb langsamer. Die Auflösungszeit kann auch durch die Form und die Abmessungen des Impfstoffes modifiziert werden, insbesondere durch die Teilchengröße.
Das Impfgemisoh kann in beliebiger Oröße und Form hergestellt werden und sollte in dieser Hinsicht der Größe der Gußform angepaßt werden. FUr die meisten Anwendungen hat sich jedooh die Ausführung als Scheibe oder quadratische Platte bewährt, wobei die Abmessungen in Durchmesser oder Breite 25 bis 50 mm betragen und in der Dicke 2 bis 10 mm. Solche Scheibe oder Platte kann im Bfcigußtrichter angeordnet werden, so daß sie von dem Strahl der Schmelze getroffen wird und langsam absohmilzt. Um die Schmelzzeit zu modifizieren kann die Scheibe oder Platte unterschiedliche Dicke aufweisen, d.h. sie kann einseitig mit Ausnehmungen versehen sein. Die inneren Bereiohe der Sohelbe oder Platte schmelzen schneller und geben dann
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der Schmelze den Weg frei, worauf die restlichen Teile der Scheibe oder Platte abschmelzen. Damit wird eine sehr zufriedenstellende Verteilung des Impfstoffes erreicht.
Es besteht auch die Möglichkeit, bei großen Gußformen verschiedene Scheiben oder Platten übereinander im Einlauftrichter anzuordnen. Auch kann ein Stapel von Scheiben oder Platten auf dem Grund des Einlauftrichters angeordnet werden, so daß er von dem Strahl der Schmelze getroffen wird. Die dünnen Luftschichten zwischen den einzelnen Scheiben oder Platten bewirken eine Verlängerung der Lösungszeit.
Es besteht auch die Möglichkeit, das Impfgemisch zu Blöcken oder Ziegeln zu formen, aber für die meisten Fälle haben sich Scheiben oder Platten der oben beschriebenen Art als vollkommend ausreichend erwiesen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigen:
Pig. 1 den Eingußtrichter einer Gußform mit darin angeordneteer Scheibe aus Impfgemisch,
Fig. 2 eine Aufsicht auf eine Scheibe Impfgemisch nach Flg. 1, Flg. 2a einen Querschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 2,
Fig. 3 eine andere AusfUhrungsform des Gegenstandes nach Fig. 2,
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- 12 Fig. 3a einen Querschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 3*
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 2,
Fig. 4a einen Querschnitt durch den Gegenstand nach Fig. 4,
Fig. 5 eine andere Ausführungsforrn des Gegenstandes nach Pig. I,
Die Fig. 1 zeigt einen Teil einer Gußform aus Sand, bestehend aus einem Einlaufkanal 1, der zu der nichtgezeigten Gußform führt, einem Sumpf 2 und einem Einlauftrichter 3. In der Trennebene zwischen oberer und unterer Hälfte der Gußform, wo der Einlauftrichter 3 in den Sumpf 2 übergeht, ist der Einlauftrichter 3 etwas vergrößert und an dieser Stelle eine Scheibe 4 eines Impfgemisches aus Schwammeisen und Impfstoff angebracht. Ein zylindrischer Ring 5 aus Schwammeisen, der ebenfalls Impfstoff enthält, ist auf die Soheibe 4 aufgesetzt, um die Impfung zu verbessern. Falls erforderlioh, bzw. falls die Menge des Impfstoffes für zu gering erachtet wird oder ein zweiter anderer Impfstoff in besonderen Fällen zugesetzt werden soll, kann pulverförmiger Impfstoff 6 auf der Scheibe 4 vorgesehen werden.
Die Scheibe 4 kann eine Dicke zwischen 2 und 20 mm sowie eine flache oder profiliierte Quersohnitteform und Abmessungen in der Größenordnung zwisohen 3 und 30 om im Durch-
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messer, je nach Größe des Einlauftrichters, aufweisen. Die Scheibe 4 und der Ring 5* so vorhanden, werden durch die Schmelze innerhalb einer kurzen Zeltspanne, während der das Eisen im Einlauftrichter den Impfstoff absorbiert, geschmolzen»
Die Scheibe 4 kann Ausnehmungen aufweisen, um die Schmelze schneller durchfließen zu lassen. Beispielsweise kann die Scheibe Ausnehmungen aufweisen, wie sie in den Figuren 2, und 4 dargestellt werden, wobei die Quersohnittsformen entsprechend den Figuren 2a, 3a und 4a ausgebildet sind.
Flg. 5 zeigt eine Gußschale 10, die aus Sand besteht und auf einer Sandgußform 11 in Verbindung mit einem Eingußtrichter 12 angebracht ist. Ein Stapel von Scheiben I3 aus Schwammelsen mit Impfstoff 1st so angeordnet, daß er ton dem Strahl der Schmelze aus dem Gießlöffel getroffen wird und die Schmelze den Impfstoff aufihrem Fluß in die Gießform selbst absorbiert.
Patentansprüche
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Claims (1)

  1. Patentanwälte Dr. W. Andrejewslei, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße
    - 14 Patentansprüche
    1. Impfgemisoh für Eisen- und Stahlschmelzen, bestehend aus einer verdichteten Mischung aus Schwammeisenteilehen
    ^ und Impfstoffteilchen.
    2. Impfmischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwammeisenteilchen teilweise durch andere eisenhaltige Teilchen ersetzt sind.
    J5. Impfgemisoh nach Anspruch 2, bestehend aus 40 bis 98 % Schwammeisen, 1 bis 59 % anderen Eisenteilchen und einem Prozent Impfstoff.
    4. Impfgemisoh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es 40 bis 99 Qew.-£ Schwammeisenteilchen aufweist.
    W 5* Impfgemisch nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß es 60 bis 95 Qew.-£ Schwammeisenteilchen aufweist.
    6. Impfgemisch nach Anspruch 5, dadurch g ekennzelohnet, daß es 70 bis 90 Gew.-Ji Schwammeisenteilchen aufweist.
    7. Impfgemisoh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oröße der Sohwammeisenteilohen weniger als 10 mm beträgt.
    8. Impfgemisoh naoh Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet, daß die Oröße der Sohwammeisenteilohen weniger als 2 mn beträgt.
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    Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße
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    9. Impf gemisch nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Schwammelsenteilchen weniger als 0,2 bis 0,4 mm beträgt.
    10. Impfgemisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Impfstoff aus einer Mischung ™ von zwei oder mehr Komponenten aus Ferroslliclum, Graphit, Calcium-Silikat, Calclum-Carbid besteht, wobei Ferrosilicium definierte Zusätze von Aluminium, Zirkon, Calcium, Strontium, Barium, Wismut, Calcium-Silicium-Magnesium-Verbindungen oder Magnesium-Eisen-Silicium-Verbindungen enthält.
    11. Impfgemisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sein Raumgewicht 3,5 bis 6 g/cnr beträgt.
    12. Impfgemisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, daß es als Scheibe oder Platte Λ
    ausgebildet 1st.
    13· Impfgemisch nach Anspruch 1, bestehend aus einer Mischung von 90 % Schwammeisenteilchen und 10 % Ferrosilicium, die zu Scheibenform von 2 bis 10 mm Dicke und 25 bis 50 mm Durchmesser verdichtet 1st.
    14. Impfgemisch nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe oder Platte in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Dicke aufweist.
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    Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Honke, 43 Essen, Kettwiger Straße
    - 16 -
    15· Verfahren zur Herstellung eines Impfgemisches nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Mischung eines pulverförmigen Impfstoffes mit zerteiltem Schwammeisen und anschließende Verdichtung dieser Mischung zu einem festen Körper.
    16. Verfahren nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß das zerteilte Schwammeisen unter Bedingungen hergestellt wird, die seine Porösität erhalten.
    17· Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung unter solchen Bedingungen verdichtet wird, daß die Schwammeisenteilchen ohne Sinterung lediglich durch mechanische Verhakung untereinander zusammenhalten.
    18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdichtung bei Raumtemperatur unter einem Druck von 2.000 bis 3.000 kg/om2 ausgeführt wird.
    19· Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Sohwemmeisenteilohen weniger als 10 mm beträgt.
    20. Verfahren nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung zu einem Körper von 3,5 bis 6 g/cm' verdichtet wird.
    00985 1/1236
    Patentanwälte Dr. W. Andrejewski, Dr. M. Hon Ice, 43 Essen, Kettwiger Straße
    - 17 -
    21. Verfahren zum Impfen von Eisen- und Stahlschmelzen, gekennzeichnet durch die Herstellung eines Impfgemisches nach den Ansprüchen 1 bis 4 und Verteilung deses Impfgemisches im Einlaufsystem oder in der Gußform, so daß beim Gießen die Schmelze mit dem Impfgemisch in Berührung kommt.
    22. Verfahren zum Impfen von Eisen- und Stahlschmelzen, gekennzeichnet durch die Herstellung eines Impfgemisches nach den Ansprüchen 15 bis 20 und Verteilung dieses Impfgemisches im Einlaufsystem oder in der Gußform, so daß beim Gießen die Schmelze mit dem Impfgemisch in Berührung kommt.
    FAe Dr.Andrejewski, Dr.Honke
    009851 / 1 236
    Leerseite
DE19702005065 1969-02-05 1970-02-04 Impfgemisch sowie Verfahren zu seiner Herstellung und Verarbeitung Pending DE2005065A1 (de)

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SE1543/69A SE344210B (de) 1969-02-05 1969-02-05
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DE2005065A1 true DE2005065A1 (de) 1970-12-17

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FR2033980A5 (en) 1970-12-04

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