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DE2005043C3 - Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit

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Publication number
DE2005043C3
DE2005043C3 DE19702005043 DE2005043A DE2005043C3 DE 2005043 C3 DE2005043 C3 DE 2005043C3 DE 19702005043 DE19702005043 DE 19702005043 DE 2005043 A DE2005043 A DE 2005043A DE 2005043 C3 DE2005043 C3 DE 2005043C3
Authority
DE
Germany
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weight
treated
stability
percent
pegma
Prior art date
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Expired
Application number
DE19702005043
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English (en)
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DE2005043A1 (de
DE2005043B2 (de
Inventor
Jeremy W. Simsbury Hartford Conn. Gorman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel Loctite Corp
Original Assignee
Henkel Loctite Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Henkel Loctite Corp filed Critical Henkel Loctite Corp
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Publication of DE2005043B2 publication Critical patent/DE2005043B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2005043C3 publication Critical patent/DE2005043C3/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F20/00Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F20/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
    • C08F20/10Esters
    • C08F20/20Esters of polyhydric alcohols or polyhydric phenols, e.g. 2-hydroxyethyl (meth)acrylate or glycerol mono-(meth)acrylate
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F4/00Polymerisation catalysts
    • C08F4/28Oxygen or compounds releasing free oxygen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J4/00Adhesives based on organic non-macromolecular compounds having at least one polymerisable carbon-to-carbon unsaturated bond ; adhesives, based on monomers of macromolecular compounds of groups C09J183/00 - C09J183/16

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
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Description

R3 R1
-O
-C-C = CH2
worin R1 ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen oder die Gruppe
Il
-CH2O-C-C = CH2
R2
worin R2 ein Wasserstoffatom, Halogenatom oder «ine niedrige Alkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen, R3 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder eine Gruppe der Formel
Il
— O — C-C = CH2
worin m eine ganze Zahl von mindestens 1, π eine ganze Zahl von mindestens 1 und ρ die Zahlen 0 oder 1 bedeutet, oder die bekannten Isocyanat/Monotcrylsäureester-Reaktionsprodukte, gegebenenfalls tusammen mit anderen Acrylsäuremonoestern, als latente redoxaktivierbare Initiatoren Hydroperoxyd oder ein organisches Hydroperoxyd, ein organisches Sulfimid mit der Gruppierung
O H O
!I I Il
— S — N—C —
Il
ο
und ein tertiäres Amm der Formel
N-I (H"\i
K"
worin E eine Phenyl- oder Naphthylgruppe als carbocyclischen, aromatischen Kern, R10 und R" niedere Alkylreste mit 1 bis einschließlich 4 Kohlenstoffatomen, / die Zahl 0 oder eine ganze Zahl von I bis einschließlich 5, R12 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppe mit 1 bis
45 einschließlich 4 Kohlenstoffatomen bedeutet, mit der Maßgabe, daß, falls der Rest R12 in der ortho-Stellung steht, t größer als 1 ist, und gegebenenfalls Hemmstoffe für die freie radikalische Polymerisation zusammen mit üblichen Zusätzen, enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung des Gehaltes an Metallverunreinigungen die polymerisierbaren Gemische oder mindestens ein Teil der Ausgangsstoffe oder Zwischenprodukte hierfür mit organischen oder anorganischen Verbindungen, ausgewählt aus der Gruppe Schwefel, Ionenaustauscher, Chelatbildungsmittel und/oder einer in dem anaerob polymerisierbaren Gemisch löslichen Verbindung, behandelt werden, die jeweils mit dem Metall der Verunreinigung in bekannter Weise unter Bildung eines unlöslichen metallhaltigen Niederschlags reagieren, und dieser Niederschlag aus der Masse in üblicher Weise entfernt wird, so daß der Eisengehalt der flussigen Mischung weniger als 0,1 Gewichtsteile je Million beträgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die organischen oder anorganischen Verbindungen, die unter Bildung eines unlöslichen metallhaltigen Niederschlages mit Metallverunreinigungen in dem polymerisierbaren Gemisch reagieren, mindestens 1 Stunde bei einer Temperatur zwischen 21 und 660C reagieren läßt
Anaerob polymerisierbare flüssige Mischungen sind
-)0 bekannt, beispielsweise aus der deutscnen Auslegeschrift 11 09 891. Diese Gemische härten nach einem Polymerisationsverfahren, welches durch Sauerstoff gehemmt wird. Sie bleiben in nicht polymerisiertem Zustand bei ausreichender Berührung mit Luft oder
v> anderem sauerstoffhaltigeni Material flüssig. Hat der Sauerstoff keinen Zutritt mehr zu dem Gemisch, z. B. unter Bedingungen, wie sie zwischen eng schließenden, nicht porösen Oberflächen vorliegen, so findet die Polymerisation statt. Darum sind solche anaerob
ho polymerisierbaren flüssigen Mischungen besonders als Klebstoffe und Dichtungsmittel geeignet.
Typische anaerob polymerisierbare flüssige Mischungen werden auch in den US-Patentschriften 26 28 178, 95 950, 30 43 820, 30 46 262, 32 18 305 und 34 25 988
hi beschrieben.
Man hat auch bereits Polymerisationsbeschleuniger für die anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen verwendet, welche ohne Zerstörung der Stabilität der
Gemische far einen erheblichen Zeitraum von beispielsweise 6 Monaten oder mehr eine erhöhte Härtungsgeschwindigkeit zum Zeitpunkt der gewünschten Verwendung ermöglichen. Verwendet man jedoch größere Mengen des Beschleunigers oder zu starke Beschleuniger, so leidet hierunter die Lagerbeständigkeit der anaerob polymerisierbaren Mischungen. Es wurde festgestellt, daß anaerob polymerisierbare flüssige Mischungen häufig gegenüber Einflüssen von außen, beispielsweise gegenüber Temperaturänderungen, sehr empfindlich sind und daß sie unkontrolliert vor oder während der Verarbeitung erhärten.
Durch die Zugabe von Polymerisationsinhibitoren, beispielsweise von Hydrochinon, kann man die Stabilität der anaerob polymerisierenden Mischungen verbessern. Aber gleichzeitig wird dadurch die Härtungsge-
schwindigkeit herabgesetzt
Aus der US-Patentschrift 30 43 820 ist es bekannt, daß Spuren von chemischen Substanzen, die in den anaerob härtbaren Mischungen enthalten sind, die LagerstabDl· tät herabsetzen. Ebenfalls ist es bekannt, daß die Härtungsgeschwindigkeit bei Anwesenheit bestimmter Schwermetalle steigt
Aufgabe der Erfindung ist es, anaerob polymerisierbare flüssige Mischungen herzustellen, die eine erhöhte . Lagerstabilität aufweisen und keine die Härtungsgeschwindigkeit beeinträchtigende Zusätze benötigen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit die als polymerisierbare Monomere zumindest zum TeQ Acrylsäureester mehrwertiger Alkohole der Formel
Il
H3C=C-C-O
i.
worin R1 ein Wasserstoffatom, eine niedere Alkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen oder die Gruppe
Il
-CH2O-C-C = CH2
A>
worin R2 ein Wasserstoffatom, Halogenatom oder eine niedrige Alkylgruppe mit 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen, R3 ein Wasserstoffatom, eine Hydroxylgruppe oder eine Gruppe der Formel
O
— O —C-C = CH2
worin m eine ganze Zahl von mindestens 1, π eine ganze Zahl von mindestens 1 und ρ die Zahlen 0 oder 1 bedeutet oder die bekannten Isocyanat/Monoacrylsäureester-Reaktionsprodukte, gegebenenfalls zusammen mit anderen Acrylsäuremonoestern, als latente redoxaktivierbare Initiatoren Hydroperoxyd oder ein organisches Hydroperoxyd, ein organisches Sulfimid mit der Gruppierung
O H
— S — N — C —
und ein tertiäres Aniin der F;ormel
N -K-(R12),
-O
Il
C-C = CH2
R2
K"
worin E eine Phenyl- oder Naphthylgruppe als carbocyclischen, aromatischen Kern, R10 und R" niedere Alkylreste mit 1 bis einschließlich 4 Kohlenstoffatomen, t die Zahl 0 oder eine ganze Zahl von 1 bis einschließlich 5, R12 eine niedere Alkyl- oder niedere Alkoxygruppe mit 1 bis einschließlich 4 Kohlenstoffatomen bedeutet mit der Maßgabe, daß, falls der Rest R12 in der ortho-Stellung steht t größer als 1 ist und gegebenenfalls Hemmstoffe für die freie radikalische Polymerisats tion zusammen mit üblichen Zusätzen, enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist daß zur Verringerung des Gehaltes an Metallverunreinigungen die polymerisierbaren Gemische oder mindestens ein Teil der Ausgangsstoffe oder Zwischenprodukte hierfür mit organischen oder anorganischen Verbindungen, ausgewählt aus der Gruppe Schwefel, Ionenaustauscher, Chelatbildungsmittel und/oder einer in dem anaerob polymerisierbaren Gemisch löslichen Verbindung, behandelt werden, die jeweils mit dem Metall der Verunreinigung in bekannter Weise unter Bildung eines unlöslichen metallhaltigen Niederschlags reagieren, und dieser Niederschlag aus der Masse in üblicher Weise entfernt wird, so daß der Eisengehalt der flüssigen Mischung weniger als 0,1 Gewichtsteile je Million
so befägt
Dabei wird die Umsetzung mit den organischen oder anorganischen Verbindungen mit dem störenden Metall unter Bildung eines unlöslichen metallhaltigen Niederschlags vorzugsweise mindestens 1 Stunde bei etwa 21 bis 66° C durchgeführt
Soweit im folgenden von Metallverunreinigungen die Rede ist sind Metalle in jeglicher Form, wie sie in den Massen vorkommen können, eingeschlossen. In den meisten Fällen handelt es sich um Metalle in Form von
f>o freien Metallionen. Jedoch sind auch organische oder anorganische Metallverbindungen oftmals in den Gemischen vorhanden. Dies ist auf Verunreinigungen in den Ausgangsmaterialien, die oftmals durch das Herstellungsverfahren bedingt sind, zurückzuführen. In
h"> einigen Fällen stammen Verunreinigungen auch aus der Herstellung der anaeroben Massen selbst
Gemäß der Erfindung soll der Eisengehalt der flüssigen Mischung weniger als 0,1 Gewichtsteile je
Million TeQe betragen. Dies ist eine außerordentlich geringe Menge. Die maximal tolerierbare Menge an Eisen wurde wie folgt festgestellt:
Bei den bekannten anaerob härtenden Massen war es lediglich bekannt, daß die Stabilität durch Verunreinigungen beeinflußt wird. Es wurden darum bekannte anaerob polymerisierbare Massen nach dem Verfahren der Erfindung gereinigt, und man gab ihnen anschließend so viel Metallionen zu, daß sie wieder die Instabilität der Ausgangsmaterialien hatten. Dabei stellte man fest, daß ein Grenzwert von 0,1 Gewichtsteile je Million Eisen gerade noch toleriert werden kann.
Es ist überraschend, daß durch die Erfindung eine so wirksame Erhöhung der Stabilität der anaerob polymerisierbaren Massen erreicht und gleichzeitig ein Verzicht auf Zusätze, welche die Härtungsgeschwindigkeit beeinträchtigen, ermöglicht wird. Denn bisher war es nicht bekannt, in welchen Mengen Metalle diese Kriterien beeinflussen. Die Metallmengen liegen zum Teil in Bereichen, in denen sie nur noch mit großen Schwierigkeiten nachgewiesen werden können. Ein chemischer Nachweis ist nicht möglich Selbst ein Nachweis durch Kolorimetrie ist enorm erschwert, weil die anaerob polymerisierbarei. Massen selbst eine geringe Farbtönung aufweisen können. Es war zwar bekannt, daß man durch eine Komplexbildung die Metalle aus den anaerob polymerisierbaren Massen umsetzen kann, jedoch stellte man fest, daß lösliche Metallkomplexe weiterhin die Lagerstabilität störten und die Härtungsgeschwindigkeit herabsetzte^ Ebenso hat man festgestellt, daß unlösliche Komplexbildner, die man in einer Säule anbrachte und durch welche man d;e anaerob polymerisierbaren Mischungen zur Reinigung durchlaufen ließ, nicht wirksam waren, um die Stabilität zu verbessern. Daher ist es unerwartet, daß man eine erhebliche Verbesserung der Stabilität erzielen kann, wenn man die geringen Metallverunreinigungen gemäß der Erfindung entfernt, indem man zunächst eine Umsetzung mit bestimmten anorganischen oder organischen Verbindungen durchfahrt und die Reaktionsprodukte aus den anaerob polymerisierbaren Gemischen entfernt
Vorzugsweise soll der Eisengehalt au) weniger als 0,05 Gewichtsteile je Million verringert werden. Die wetter üblichen Metallverunreinigungen, wie Kupfer, Nickel oder Mangan, werden im aJ'gemeinen zusammen mit dem Eisen entfernt
Beispiele für im Rahmen der Erfindung einsetzbare polymerisierbare Acrylsäureester mehrwertiger Alkohole entsprechend 4er vorstehenden allgemeinen Formel, ohne hierauf beschränkt zu *ein, Di-, Tri und Tetraäthvlenglykoldimethacrylat, Dipropylenglykoldimethacrylat Polyäthylenglykoldimethacrylat Di-(pen· tamethylenglykolj-dimethacrylat, Tetraäthylenglykoldiacrylat, Tetratthylenglykol-di^chloracrylat), Diglyce rindiacrylat, Diglycerintetramethacrylat, Tetramethylendimethacrylat, Äthylendimethacrylat, Neopentylglykoldiacrylat und Trimethylolpropantriacrylat
Obwohl sich Acrylsäureester mehrwertiger Alkohole, insbesondere die im vorstehenden Absatz aufgeführten Acrylsäureester, als besonders günstig erwiesen, können auch Ester mit nur einer Acrylsäuregruppe verwendet werden. Im Hinblick auf monofunktionelle Acrylsäureester wird die Anwendung von Estern bevorzugt die einen relativ polaren alkoholischen Anteil enthalten, Derartige Materialien sind weniger flüchtig als die Allylester von niedrigem Molekulargewicht und, v/as wichtiger ist, zeigt die polare Gruppe eine intermolekulare Anziehung im gehärteten Polymeren, so daß sich ein dauerhafteres Dichtungsmittel oder ein dauerhafterer Klebstoff ergibt Die bevorzugtesten polaren Gruppen bestehen aus polaren Gruppen mit labilem Wasserstoff, heterocyclischen Ringen, Hydroxyl-, Amino-, Cyano- und Halogengruppen. Typische Beispiele für Verbindungen innerhalb dieser Klasse sind Cyclohexylmethacrylat, Tetrahydrofurfurylmethacrylat tert-Butylaminoäthylmethacrylat Cyanoäthylacrylat und
ίο Chloräthylmethacrylat
Als Isocyanat/Monoacrylsäureester-Reaktionsprodukte, die auch als polymerisierbare Monomere verwendet werden können, kommen solche in Frage, wie sie in der britischen Patentschrift 1132 821 beschrieben sind. Als latente redoxaktivierbare Initiatoren werden Hydroperoxyd oder ein organisches Hydroperoxyd verwendet Obwohl die Art der organischen Hydroperoxide hinsichtlich des weiten Bereiches dieser Erfindung nicht kritisch ist, läßt sich die allgemeiiie Klasse der Hydroperoxide durch die Formel R1OOH wiedergeben, worin R4 ar.\ allgemeinen eine Kohlenwasserstoffgruppe mit bis zu It Kohlenstoffatomen darstellt und bevorzugt aus einer Alkyl-, Aryl- oder Aralkylkohlenwasserstoffgruppe mit etwa 3 bis etwa 12 Kohlenstoffatomen besteht Selbstverständlich kann der Rest A* Substituenten oder Bindungen, an Kohlenwasserstoffe oder sonstige, enthalten, welche das Hydroperoxid nicht nachteilig für die hier beschriebenen Zwecke beeinflussen. Typische Beispiele für derartige organisehe Hydroperoxide sind Cumolhydroperoxid, tert-Butylhydroperoxid, Methyläthylketonhydroperoxid und die durch Oxydierung von verschiedenen Kohlenwasserstoffen, wie Methylbuten, Cetan und Cyclohexen und verschiedenen Ketonen und Äthern, einschließlich bestimmter, durch die vorstehende allgemeine Formel angegebenen Verbindungen, gebildete Hydroperoxide. Die organischen Hydroperoxid-Initiatoren, die üblicherweise eingesetzt werden, machen weniger als etwa 10 Gewichtsprozent der Kombination aus polymerisierbarem Monomeren und Initiator aus, da oberhalb dieses Wertes nachteilige Einflüsse auf die Festigkeit und Dauerhaftigkeit der gehärteten Masse oder der gehärteten Zusammensetzung zu erwarten sind. Bevorzugt macht der Hydroperoxid-initiator etwa 0,1 Gewichtsprozent bis zu etwa 5 Gewichtsprozent der Kombination aus.
Als Polymerisationsbeschleuniger sind tert-Amine der im Anspruch genannten Formel geeignet. Solche Amine werden unter anderem in der US-Patentschrift
so 32 18 305 beschrieben.
Organische Sulfimide mit der Gruppierung
O H O
Il I Il
-55 __ S — N — C
Il
ο
sind beispielsweise Sulfimide der allgemeinen Formel C) H C)
Il I Il
R8-S-N-C-R,
Il
ο
worin jeder Rest R« oder R9 eine Kohlenwasserstoffgruppe mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
bis zu etwa 6 Kohlenstoffatomen, bedeutet. Selbstverständlich können auch die Reste R« und R9 Bindungen oder Substituenten enthalten, die die Wirkung des Sulfimids für die beabsichtigte Verwendung in den unter Luftabschluß polymerisierenden Gemischen oder Massen nicht nachteilig beeinflussen. Weiterhin können die Reste Re und R9 unter Bindung der Sulfimidgruppe in einem heterocyclischen Ring oder einem polynuklearen heterocyclischen Ringsystem verbunden sein. Von den organischen Sulfimiden erwies sich das Benzoesäuresulfimid als das am stärksten zu bevorzugende. Typische Amine der allgemeinen Formel
R1
N-F -(K1V
K1
mit den vorher angegebenen Bedeutungen für R10, R", R12, N, E und I sind in der US-Patentschrift 32 18 305 beschrieben.
Um die Entfernung der Metallverunreinigungen zu erreichen, werden die unter Luftabschluß polymerisierenden Gemische oder Massen oder mindestens ein Teil der Ausgangsmaterialien oder Zwischenprodukte hierfür mit einer organischen oder anorganischen Verbindung behandelt, die mit dem Metall der Metallverunreinigung unter Bildung eines unlöslichen metallhaltigen Niederschlages reagiert. Im Rahmen der Erfindung bezeichnet der Ausdruck »unlöslicher metallhaltiger Niederschlag« in seinem breiten Sinn chemische Verbindungen und chemische Komplexe, die in den unter Luftabschluß polymerisierenden Massen oder Gemischen unlöslich sind.
Die Entfernung des unlöslichen metallhaltigen Niederschlages kann nach irgendeinem üblichen Verfahren ausgeführt werden. In zahlreichen Fällen ist ein Absitzenlassen des unlöslichen Niederschlages aus den unter Luftabschluß polymerisierenden Massen ausreichend, selbst wenn der unlösliche Niederschlag nicht physikalisch von der unter Luftabschluß polymerisierenden Masse abgetrennt wird. Vorzugsweise wird jedoch eine physikalische Abtrennung ausgeführt und es können die Standardverfahren zur Entfernung von Feststoffen aus Flüssigkeiten, wie Dekantierung. Filtrierung und Zentrifugierung, angewandt werden.
Besonders vorteilhaft ist es, die Metallverunreinigungen durch die Bildung von unlöslichen Chelatkomplexen zu binden. Geeignete Chelatbildner sind etwa Äthylendiamin-tetraessigsäure. o-Aminophenol und die Natriumsalze dieser beiden Verbindungen.
Weitere geeignete Chelatbildungsmittel sind Natriumacetylacetonat, Polyvinylalkohol, Natriumdimethylglyoximat Natriumsalicylaldehyd, Natriumdiäthyldithiocarbamat Dinatriumdithioxamidat Dmatriumbrenzcatechinat und Natriumchinolmat
Weitere geeignete Verbindungen, die zu unlöslichen metallhaltigen Niederschlägen reagieren, sind Kaliumferricyanat, Natriumeitrat Natriumpyrophosphat, Natrhimsiücat Dinatriumoxalat Phosphormorybdänsäure, Natriumcyanid, Natriumstearat tribasisches Natriumphosphat und Natriumsulfat
Auch Ionenaustauscher sind zur Bildung von unlöslichen metallhaltigen Niederschlagen geeignet, beispielsweise seiche auf der Basis von Styroi-DhrinjfibenzoL Ebenso ist elementarer Schwefel als Behandlungsmittel anwendbar.
Das Behandlungsmittel, welches mit dem Metall einen unlöslichen Niederschlag bildet, wird in Mengen, die zwischen etwa 0,5 bis zu etwa 10 Gewichtsprozent der zu behandelnden Materialien liegt, eingesetzt Vorzugs-ί weise verwendet man etwa 1 bis 5 Gewichtsprozent Behandlungsmittel, bezogen auf das Gewicht des zu behandelnden Materials.
Die Behandlungszeit kann einige Tage betragen, sie liegt jedoch mindestens bei etwa einer Stunde.
u) Es ist zweckmäßig, die gesamte anaerob polymerisierende Masse erfindungsgemäß zu behandeln, weil in allen einzelnen Bestandteilen störende metallhaltige Verunreinigungen enthalten sein können.
Die erhaltenen metallhaltigen Niederschläge werden > in üblicher Weise aus der Masse entfernt.
In den nachfolgenden Beispielen sind Verhältnisse und Prozentsätze jeweils auf das Gewicht bezogen. Die in den Beispielen verwendeten unbehandelten Massen cinH mit arpniffctpnc Π 1 Tpilp ip Million Fiepn
verunreinigt.
Standard Stabilitätstest
Wo in den nachfolgenden Beispielen Bezug auf die »Stabilität« eines Gemisches oder einer Ma^se genom-
:. men wird, wurden Ergebnisse der folgenden Versuche angegeben. Ein Standard-Reagenzglas von 10 cm wurde etwa zur Hälfte mit einer Probe der zu untersuchenden Masse gefül'i Das Rohr wurde dann in ein Wasserbad von konstanter Temperatur gehängt die bei 82° C
ii> gehalten wurde. Die Zeitdauer in Minuten vom Einbringen des Reagenzglases in das Bad bis zu dem Zeitpunkt wo das erste feste oder gdierte Material in dem Rohr auftrat wurde festgestellt Diese Zeitdauer wird als Maß für die Stabilität der Masse oder des
r, Gemisches verwendet Es wurde festgestellt daß die bei diesem Versuch bestimmte relative Stabilität mit vernünftiger Genauigkeit den relativen Zeitlängen entspricht während der die Massen bei Raumtemperatur gelagert werden können, ohne daß plötzliche
■ι" Polymerisation stattfindet. Obwohl die geeignete Stabilität bei einer gegebenen Masse etwas von einer Zusammensetzung zu einer anderen variiert, ergeben die relativen Werte eine vernünftige Grundlage zum Vergleich von verwandten Produkten.
Beispiel 1
Eine Probe von etwa 03 kg aus Polyäthylenglykoldimethacrylat (durchschnittliches Molekulargewicht 330) (anschließend »PEGMA« abgekürzt) wurde in zwei
5n etwa gleiche Teile unterteilt Zu einem dieser Teile wurde 1 Gewichtsprozent Äthylendiamintetraessigss re zugesetzt und das Gemisch kräftig während einer Stunde gerührt Das Rühren wurde in einem Laboratoriumsglasbecher von 41 Inhalt mittels eines Laborrührwerkes fortgesetzt, dessen Welle und Blatt mit Teflon überzogen waren. Nach dem Rühren ließ man das Chelatgebilde absitzen, und das behandelte PEGMA wurde durch Dekantation abgetrennt
Die behandelten und unbehandelten Teile des
PEGMA wurden zur Herstellung von unter Luftabschluß polymerisierbaren Gemischen oder Massen verwendet, indem zu jeder Masse 03 Gewichtsprozent Dimethyl-p-toluidin. 0,4 Gewichtsprozent Benzoesäuresulfimki, 3 Gewichtsprozent Cumolhydroperoxid und 50 Gewkhtsteüe je Milöon Chmon zugesetzt wurden. Die Stsbi!ttäi jedes Ansatzes wnrde dann bestimmt und festgestellt, daß die Stabilität der aus dem unbehandelten PEGMA gebildeten unter Luftabschluß polymerisie-
renden Masse 4 Minuten betrug, während die aus dem mit dem Chelatbildungsmittel behandelten PEGMA erhaltene Masse eine Stabilität von 12 Minuten hatte.
50 ml der beiden unter Luftabschluß polymerisierenden Massen oder Gemische wurden in getrennte Polyäthylenflaschen gegeben und bei Raumtemperatur gelagert. Nach 2 Wochen wurde festgestellt, daß die aus dem u-> ehandelten PEGMA hergestellte Masse polymerisiert war, während die aus dem mit dem Chelatbildungsmittel behandelten PEGMA hergestellte Masse noch flüssig war und keinen Verlust der Stabilität zeigte.
Beispiel 2
Das Verfahren nach Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch das Dinatriumsalz der Äthylendiamin-tetraessigiäure als Chelatbildungsmittel in einer Konzentration von 2 Gewichtsprozent des zu behandelnden Materials verwendet. Das zu behandelnd? M»t?n5! b??t?»>rl »y* 1W Gewichtsprozent PEGMA, welches durch Zusatz von 6 Gewichtsprozent eines Polychlorphenolharzes (ASTM E-28-Erweichungspunkt = 98 bis 104"C) etwas stärker viskos war. Wie bei Beispiel 1 betrug die Mischzeit 1 Stunde. Nach Beendigung des Mischarbeitsganges wurde das behandelte Gemisch über Nacht stehengelassen, um das Absitzen des Chelatbildungsmittels zu erlauben, worauf nach dieser Zeit die behandelte Flüssigkeit abdekantiert wurde. Die behandelten und unbehandelten Gemische von PEGMA und Polychlorphenolharz wurden zur Herstellung von unter Luftabschluß polymerisierenden Massen unter Zugabe der gleichen Bestandteile in den gleichen Konzentrationen wie im Beispiel 1 verwendet.
Die Stabilität der beiden unter Luftabschluß polymerisierenden Massen wurde bestimmt, und es zeigte sich, daß die aus dem unbehandelten Material hergestellte Masse eine Stabilität von 2 Minuten hatte, während die aus dem mit dem Chelatbildungsmittel behandelten Material erhaltene Masse eine Stabilität von 9 Minuten hatte. jo
Beispiel 3
Eine Probe 0,9 kg PEGMA wurde mit 3 Gewichtsprozent Cumolhydroperoxid und 100 Gewichtsteilen je Million Chinon vermischt Hierzu wurden 43 Gewichts-Prozent des Dinatriumsalzes der Äthylendiamintetraessigsäure zugesetzt Das Gemisch wurde wie im Beispiel 1 während eines Zeitraumes von 4 Tagen gerührt Dann ließ man das Gemisch Ober Nacht stehen, wobei das Chelatbildungsmittel absetze, worauf die behandelte v> Flüssigkeit abdekantiert wurde.
Aus diesem behandelten Material wurde eine unter Luftabschluß polymerisierende Masse durch Zugabe von 03 Gewichtsprozent Dimethyl-p-toluidin und 0,4 Gewichtsprozent Benzoesäuresulfimid hergestellt Die Stabilität dieses Materials betrug 12 Minuten.
Beispiel 4
Etwa 50 cm3 Dimethyl-p-toluidin wurden mit 5,6 Gewichtsprozent des Dinatriumsalzes der Äthylendia- bo min-tetraessigsäure vermischt und in einem Glasbecher von 250 cm3 während 48 Stunden gerührt. Etwa 50 cm3 Cumolhydroperoxid wurden mit 5 Gewichtsprozent des gleichen Chelatbildungsmittels vermischt und in einem zweiten Becher während 16 Stunden gerührt Etwa 50 cm3 PEGMA, das etwa 5 Gewichtsprozent Benzoesäuresulfimid enthielt, wurden mit 5% des gleichen Chelatbilgsnuttels vermischt und in einem dritten Becher während etwa 16 Stunden gerührt. Dann ließ man sämtliche drei behandelten Materialien über Nacht stehen, so daß das Chelatbildungsmittel absetzte, worauf die behandelten Flüssigkeiten abdekantiert wurden.
-■■ Eine ausreichende Menge des PEGMA-Benzoesäuresulfimid-Gemisches wurde zu einem Teil des mit Chelatmittel behandelten PEGMA nach Beispiel I zugegeben, so daß eine Benzoesäuresulfimid-Konzentration im PEGMA von 0,4 Gewichtsprozent erhalten
in wurde. Hierzu wurden 03 Gewichtsprozent des gemäß diesem Beispiel behandelten Dimethyl-p-toluidins und 3 Gewichtsprozent des ebenfalls gemäß diesem Beispiel behandelten Cumolhydroperoxids zugesetzt. Zu dem schließlich erhaltenen Gemisch wurden 100 Gewichts- < teile Chinon je Million zugesetzt.
Die Stabilität dieser unter Luftabschluß polymerisierenden Masse betrug 15 Minuten.
_,„ Beispiel 5
10 Gewichtsprozent Äthylendiamin-tetraessigsäure wurden zu etwa 50 cm3 Acrylsäure zugesetzt und das Gemisch während 2 Stunden praktisch wie in den vorstehenden Beispielen gerührt. Anschließend wurde
r. das Chelatbildungsmittel der Absetzung überlassen und die mit dem Chelatmittel behandelte Flüssigkeit abdekantiert.
6 Gewichtsprozent der auf diese Weise behandelten Acrylsäure wurden zu einer praktisch identischen unter
in Luftabschluß polymerisierenden Masse nach Beispiel 1 (Stabilität 11 Minuten) zugesetzt. Die Stabilität des schließlich erhaltenen Gemisches wurde untersucht und betrug 13 Minuten.
Zu einer zweiten Probe des gleichen unter Luftab-
r, Schluß polymerisierenden Masse wurden 6 Gewichtsprozent Acrylsäure zugesetzt, die nicht mit dem Chelatbildungsmittel behandelt worden war. Auch die Stabilität dieses Gemisches wurde untersucht und betrug 4 Minuten.
Beispiel 6
hin poiymensierbares Acryiaimonomeres wurde durch Umsetzung von 2 Mol Hydroxyäthylmethacrylat mit 1 Mol des Reakiionsproduktes aus 2 Mol Toluendiisocyanat und 1 Mol hydriertem Diphenyldimethylmethan hergestellt 100 Gewichtsteile dieses Monomeren wurden mit 50 Gewichtsteilen Dichlormethan und 5 Gewichtsteilen Äthylendiamin-tetraessigsäure vermischt Dieses Gemisch wurde 72 Stunden praktisch wie in den vorstehenden Beispielen gerührt Nachdem das Chelatbildungsmittel abgesetzt war, wurde die Flüssigkeit abdekantiert und das Dichlormethan abgedampft
6 Gewichtsprozent des behandelten Acrylatmonomeren nach dem vorstehenden Absatz wurden zu einer unter Luftabschluß polymerisierenden Masse zugesetzt, die praktisch identisch mit der im Beispiel 1 beschriebenen war (Stabilität 16 Minuten). Die Stabilität des schließlich erhaltenen Gemisches wurde bestimmt und betrug 19 Minuten.
6% des gleichen Acrylatmonomeren, das nicht gemäß diesem Beispiel behandelt worden war, wurden zu einem Teil des gleichen unter Luftabschluß polymerisierenden Gemisches, wie im vorstehenden Absatz angegeben, zugesetzt. Auch die Stabilität dieses schließlich erhaltenen Gemisches wurde bestimmt und betrug 11 Minuten.
Beispie) 7
Es wurde eine unter Luftabschluß polymerisierende Masse, die praktisch identisch mit der im Beispiel I beschriebenen war, hergestellt, jedoch die Menge des ■enzoesäuresulfimids auf 1,6 Gewichtsprozent erhöht Die Masse wurde unmittelbar mit 5 Gewichtsprozent Athylendiamin-tetra essigsäure vermischt und während It Tagen gerührt
Am Ende dieses Zeitraums betrug die Stabilität der Masse 60 Minuten. Durch Eisen-Analyse wurde festgestellt, daß der gesamte Eisengehalt weniger als 0,10 Gewichtsteile je Million betrug.
Die Geschwindigkeit der Härtung dieser Masse unter Luftabschluß wurde bestimmt indem die Masse als Schrauben-Mutter-Dichtungsmittel verwendet wurde. Die Härtungsgeschwindigkeit erwies sich als wesentlich höher als bei den gemäß den Beispielen I bis 7 hergestellten Massen.
Beispiel 8
Eine PEGMA-Probe wurde in drei Teile aufgeteilt Zu dem ersten Teil wurden 10 Gewichtsprozent elementarer Schwefel zugesetzt und das Gemisch bei Raumtemperatur während 20 Stunden gerührt Nach dem Absitzen des Schwefels wurde das behandelte PEGMA ■bdekantiert
Zu dem zweiten Teil des PEGMA wurden 10 Gewichtsprozent eines Kationenaustauschharzes vom Sufonattyp in der Säureform zugesetzt Das Gemisch wurde während 20 Stunden bei 66° C gerührt, worauf man die Temperatur auf Raumtemperatur kommen ließ und sich das Ionenaustauschharz absetzte. Das behandelte PEGMA wurde anschließend abdekantiert
Es wurden drei unter Luftabschluß polymerisierbar Ansätze hergestellt die aus PEGMA bestanden, welches 3 Gewichtsprozent Cumolhydroperoxid, 0,2 Gewichtsprozent Benzoesäuresulfimid und 0,05 Gewichtsprozent Dimethyl-p-toluidin enthielt Der Ansatz A wurde aus dem unbehandelten Teil des PEGMA hergestellt der Ansatz B aus dem mit Schwefel behandelten Anteil des PEGrviÄ und der Ansatz C aus dem mit dem Ionenaustauschharz behandelten Anteil des PEGMA hergestellt Die Stabilitäten der drei Ansätze wurden untersucht und zeigten folgende Werte:
Ansatz
Stabilität, Minuten
75
>75
Beispiel 9
Proben von PEGMA wurden mit 5 Gewichtsprozent Äthylendiamin-tetraessigsäure während unterschiedlichen Zeiträumen bei zwei unterschiedlichen Temperaturen vermischt Nach der Behandlung wurden die PEGMA-Proben von dem abgesetzten Feststoff durch Dekantation abgetrennt und unter Luftabschluß polymerisierende Ansätze hergestellt wobei die gleichen Bestandteile in den gleichen Prozentsätzen wie im Beispiel S verwendet warden. Die Stabilität der verschiedenen Ansätze wurden untersacht und hatten folgende Werte:
Behandlungszeit
(Stunden)
S' »bilität (Minuten)
2PC (70*F)
Nach einer
Behandlung bei
660C(ISO-F)
25
27
24
35
75
Eine aus nicht behandeltem PEGMA hergestellte ι ο Vergleichsprobe hatte eine Stabilität von 8 Minuten.
Beispiel 10
Um ein Alternativverfahren zur Abtrennung von metallhaltigen Niederschlägen, die unlöslich in dem PEGMA sind, zu zeigen, wurde PEGMA mit 10 Gewichtsprozent einer Lösung im Gewichtsverhältnis von 50:50 aus Tetranatrium-äthylendiamin-tetraessigsäure in Wasser behandelt Das Gemisch wurde kräftig während einer Stunde gerührt, worauf die Wasserschicht abgetrennt wurde. Eine Probe wurde aus der PEGMA-Schicht abgenommen und zu einer unter Luftabschluß polymerisierenden Masse unter Anwendung der gleichen Bestandteile in den gleichen Prozentsätzen wie im Beispiel 8 verwendet Die Stabilität des Ansatzes betrug 20 Minuten, während die Stabilität einer Vergleichsprobe, die aus unbehandeltem PEGMA hergestellt worden war, 8 Minuten betrug.
Beispiel 11
Gemäß diesem Beispiel wurden verschiedene Proben von PEGMA mit 300 Gewichtsteilen je Million an verschiedenen Chelatbildungsmitteln behandelt Die Mittel wurden als Lösung mit 3 Gewichtsprozent in Wasser zugesetzt Die Behandlung erfolgte bei 66° C während einer Stunde mit mäßigem Rühren. Nach der Abkühlung auf Raumtemperatur trat ein unlöslicher Niederschlag am Boden des Gemisches auf. Die behandelten PEGMA-Proben wurden dann zur Herstellung von unter Luftabschluß polymerisierenden Ansätzen unter Anwendung der gleichen Bestandteile in den gleichen Prozentsätzen wie im Beispiel 8 verwendet Die Stabilitäten der verschiedenen Ansätze, bezogen aut das beim Behandlungsverfahren eingesetzte Cneiaibildungsmittel, sind nachfolgend aufgeführt
Chelatbildungsmittel
Stabilität
(Minuten)
Natriumacetylacetonat Natriumsalicylaldehyd Natrium-o-aminophenolat Dinatrium-brenzcatechinat Natriumchinolinat
19
37
>75
45
36
Wehere Chelatbildungsmittel wurden bei dem gleichen Versuch, wie hier beschrieben, verwendet, jedoch das Vermischen der Chelatbildungsmittel und des PEGMA während 16 Stunden durchgeführt Die Ergebnisse dieser Versuche sind nachfolgend aufgeführt:
Chelatbildungsmittel
Stabilität
(Minuten)
Polyvinylalkohol Dinatrium-dithioxamidat Natriumdimethyiglyoximat Natrium-diäthyldithiocarbamat
70
32
28
>75
Beispiele 12
Es wurde genau das gleiche Verfahren wie verstehend im Beispiel 11 unter Anwendung einer Mischzeit von einer Stunde wiederholt, wobei jedoch die Chelfttbildungsmittel durch Verbindungen, die unlösliche Metallsalze bilden, ersetzt wurden. In jedem Fall wurde das Auftreten eines unlöslichen Niederschlags ■m Boden der behandelten PEGMA-Probe nach der Abkühlung auf Raumtemperatur festgestellt Die Stabilitäten, bezogen auf die eingesetzten Behandlungsmittel, IBr die erhaltenen unter Luftabschluß polymerisierenden Massen waren folgende:
Behandlungsmittel Stabilität
(Minuten)
Natriumthiosulfat 18
Kaliumferricyanat 15
Natriumcitra; 19
Natriumpyophosphat 28
Natriumsilicat 19
Dinatriumoxalat 26
Natriumcyanid 20
Natriumstearat 17
Jede der unter Luftabschluß polymerisierenöen Massen oder Gemische nach den Beispielen 1 bis 12, von denen die Gesamtmenge oder ein Teil behandelt war und die gemäß der Erfindung hergestellt waren, wurden untersucht und zeigten sich als wirksame unter Luftabschluß polymerisierende Dichtungsmittel. Wenn sie auf das Gewinde einer Stahlschraube gebracht wurden und die Schraube mit einer Mutter zusammengebaut wurde, härtete das Dichtungsmittel in kurzer
ίο Zeit und verband Schraube und Mutter fest miteinander. Weiterhin ist mit den gemäß der Erfindung hergestellten und behandelten unter Luftabschluß polymerisierenden Gemischen oder Massen eine größere Härtungsgeschwindigkeit möglich, da höhere Men-
ΙΊ gen an Polymerisationsbeschleuniger darin verwendet werden können, verglichen zu den bisherigen Massen, die nicht auf diese Weise behandelt wurden. Besonders gute Ergebnisse waren mit Gemischen oder Massen erzielbar, die weniger als 0,1 Gewichtsteile Eisen je
?n Million, bezogen auf das Gewicht der fertigen unter Luftabschluß polymerisierenden Masse, enthielten, und insbesondere wurden derartig gute Ergebnisse erhalten, wenn dieser Wert weniger als 0,05 Teile je Million betrug.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit, die als polymerisierbare Monomere zumindest zum Teil Acrylsäureester mehrwertiger Alkohole der Formel
H2C = C-C-O
vx
R1 C-
DE19702005043 1969-02-04 1970-02-04 Verfahren zur Herstellung von anaerob polymerisierbaren flüssigen Mischungen mit erhöhter Härtungsgeschwindigkeit Expired DE2005043C3 (de)

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DE2005043B2 DE2005043B2 (de) 1973-10-31
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JPS4931306B1 (de) 1974-08-20
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