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Vorrichtung zur automatischen Verarbeitung von Fotomaterial Die Erfindung.
betrifft eine Vorrichtung zur weitgehend automatischen Verarbeitung von Fotomaterial
unter Verwendung mehrerer Behälter in denen die zur Verarbeitung des Fotomaterials
dienenden Flüssigkeiten aufbewahrt sind. Als Fotomaterial kommen beispielsweise
Farbfilme oder Farbkopien in Frage.
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Zur automatischen Verarbeitung von Farbfilmen sind gemäß dem Buch
"Farbfotografie, Theorie und Praxis" von Edwin Mutter, erschienen 196? im Springer
Verla.g, Seiten 250, 251 und 252 zwei prinzipiell verschiedene Verfahren und entsprechende
Vorrichtungen bekannt. Gemaß einem ersten dieser Verfahren werden die Farbfilme
diskontinuierlich in mit verschiedenen Flüssigkeiten gefüllte Behälter getaucht.
Die Farbfilme werden dazu in Rahmen eingespannt undsunter Verwendung eines Transportmechanismus
in einstellbaren Intervallen durch die einzelnen Verarbeitungsbäder transportiert.
Die Flüssigkeitsbehälter in
denen die Verarbeitungsbäder aufbewahrt
sind, werden eist hintereinander angeordnet. Gemäß der zweiten dieser bekannten
Verf; iren werden die Farbfilme gontinuierlich über Rollen durch die einzelnen Verarbeitungsbider
geführt.
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Zur Durchfahrung der beiden beschriebenen bekannten Verfahren ist
eine umfangreiche Apparatur erforderlich, weil die Farbfilme zeitlich nacheinander
in ungefähr zehn verschiedene Verarbeitungsbäder getaucht werden müssen. Der hierinit
verbundene grobe technische Aufwand ist einerseits aus Kostengründen und andererseits
auch deswegen nachteilig, weil die erforderlichen Apparaturen relativ viel Raum
beanspruchen und nur stationär betrieben werden können.
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Die Erfindung bezweckt eine Vorrich-tung anzugeben mittels der Fotomaterial
mit geringem technischen Aufwand verarbeitet werden kann. Insbesondere bezweckt
die Erfindung den technischen Aufwand derart zu verringern, daf3 die Vorrichtung
leicht transportierbar vorzugsweise tragbar ist.
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Erfindungsgemäß ist ein einziger Verarbeitungsbehälter
vorgesehen,
der über Leitungen und über Flüssigkeitsventile mit den Flüssigkeitsbehältern verbunden
ist. Mittels eines Programmschaltwerkes wird die Öffnung und Schließung der.einzelnen
Flüssigkeitsventile gemäß einem vorgegebenen Programm bewirkt.
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Der Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist durch das -geringe
Gewicht -und durch das geringe Volumen bedingt, da das Fotomaterial nicht von einem
Flüssigkeitsbehälter in den anderen transportiert werde muB, sondern während der
gesamten Verarbeitung im ei nzigen Verarbeitungsbehälter verbleibt. Auf diese Weise
läßt sich das Volumen der Vorrichtung derart reduzieren, daß die Vorrichtung innerhalb
eines tragbaren Koffers installierbar ist.
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Es ist zweckmäßig, die Flüssigkeitsbehälter relativ zum Bearbe@tungsbehälter
hoch zu lagern -und die Leitungen yon den Flüssigkeitsbehältern zum Verarbeitwngsbehälter-derart
auszulegen, daß die Flüssigkeiten.aufgrund der Schwerkraft bei geöffneten Flüssigkeitsventilen
-in -den -Verarbeitungsbehälter einfließen und aus diesem Verarbeitungsbehälter
gegebenenfalls abfließen. Bei einer derartigen Anordnung sind keine Pumpen erforderlich,
die die Verarbeitungsflüssigkeiten
in den Verarbeitungsbehalter
pumpen müßten.
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Es ist auch vortellhaft, wenn der Ausgang des Wasser-Flüssigkeitsventiles
an einer stelle in eine Sammelleitung einmündet, die vom Eingang des Verarbeitungsbehälters
leitungsmäßig weiter entfernt ist, als andere Stellen an denen andere Flüssigkeitsventile
einmünden. Auf diese Weise können alle Leitungen gereinigt werden, die zeitlich
nacheinander Säuren und andere Flüssigkeiten leiten, so daß keine Säurereste den
Verarbeitungsprozess im Verarbeitungebewalter stören.
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Die bei der eriindungsgemäßen Vorrichtung verwendeten Ventile können
im wesentlichen aus einem Hohlzylinder und einem Kolben gebildet werden, der innerhalb
dieses Ilohlzylinders eine Ruhestellung und eine Arbeitsstellung einnehmen kann.
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Es wird dabei vorausgesetzt, daß der Eingang und Ausgang eines derartigen
Ventiles durch zwei kanalartige Ausnehmungen des itohlzylinders gebildet wird, daß
der Kolben ebenfalls eine kanalartige Ausnehmung hat, die in Ruhestellung durch
die
landung des Hohl zylinders abgeschlossen wird-und daß der Kolben durch eine Betätigungsvorrichtung
in die Ruhestellung und in die .4.rbeitsstellung gebracht wird. In dieser Arbeitsstellung
werden die zwei ka-nalartigen Ausnehtüungen des Hohlzylinders über die kanalartige
Ansnehmung des Kolbens flüssigkeitsleitend oder gasleitend miteinander verbunden.
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Der Kolben kann entweder in axialer Richtung versctiiebbar oder verdrehbar
angeordnet sein. Als Ventilbetätigungsvorrichtung kann beispielsweise ein Stoßmagnet
oder ein Schrittschaltmotor vorgesehen sein.
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@eitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ünteransprüchen zu
entnehmen.
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Im Folgendem werden Ausführungsbeispiele oer Erfindung anhand der
Figuren 1 bis 9 beschrieben, wobei in mehreren Figuren dargestellte gleiche Bauteile
mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind. Bs zeigen: Fig. .1 ein Ausführungsbeispiel
der ertindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Darstellung, Fig. 2 ein Flüssigkeitsventil,
ein Gasventil und eine Ventilbetätigungsvorrichtung in
schematischer
Darstellung, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines Flüssigkeitsventiles, eines
Gasventiles und einer Ventilbetatiguilgsvorricatung, Fig. 4 und 5 Darstellungen
der Arbeitsstellung bzw. Ruhestellung der in Fig. 3 dargestellten Ventile, Fig.
6 drei Programmdiagramme, Fig. 7 und 8 eine ausführlicne Darstellung des Irogrammsclaltwerkes
gemäß Fig. 1 und Fig. 9 einen Koffer innerhalb dessen die erfindungsgemäße Vorrichtung
eingebaut ist.
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Die Vorrichtung nach Fig. 1 dient zur weitgehend automatischen Verarbeitung
von Fotomaterial, insbesondere zur Entwichlung von Farbfilmen und zur Herstellung
von Farbkopien. Diese Vorrichtung besteht aus mehreren Flüssigkeitsbehältern B1,
B2, B3, B4, aus den Flüssigkeitsventilen V11, V21, V31, V41 und Va, den Gasventilen
V12, V22, V32, V42, den Ventilbetätigungsvorrichtungen M1, M2, M3, M4, Ma, ferner
dem Verarbeitungsbehälter VB innerhalb dessen das Fotomaterial F angeordnet ist
und schließlich aus dem Programmschaltwerk P. ZwecKs einfacherer Darstellung sind
nur die vier Plüssigteitsbehälter B1, B2, 33, B4, die entsprechenden Flüssigkeitsventile
V11, V21, V31, V41, Gasventile V12, V22, V32, V42 und Ventilbetätigungsvorrichtungen
kiel, M2, E3,
M4 dargestellt, wogegen in der Praxis im allgemeinen
eine größere Anzahl dieser Flüssigkeitsbehälter, Flüssigkeitsventile, Gasventile
und Ventilbetätigungsvorrichtungen benötigt werden.
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Der Verarbeitungsbehälter VB ist über Leitungen und über die Flüssigkeitsventile
V11 bzw. V21 bzw. V31 bzw. V41 mit den Flüssigkeitsbehältern B1 bzw. B2 bzw.
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B3 bzw. B4 verbunden. Mittels des Programmschaltwerkes P wird die
Öffnung und Schließung dieser einzelnen Flüssigkeitsventile gadäGasventile gemäß
einem vorgegebenen Programm bewirkt. Zur Durchführung dieses Programms ist das Programmschaltwerk
P über die elektrischen Leitungen L1, L2, L3, L4 und La mit den Ventilbetätigungsvorrichtungen
M1, M2, M3, M4 und Ma verbunden, wodurch sowohl die Flüssigkeitsventile V11, V21,
V31, V41, Va als auch die Gasventile V12, V22, V32, V42 betätigt werden.
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Da die mit Flüssigkeiten gefüllten Flüssigkeitsbehälter B1, B2, B3
und B4 relativ hoch gegenüber dem Verarbeitungsbehälter VB angeordnet sind, können
die in diesen Behältern befindlichen Flüssigkeiten beispielsweise Wasser und verschiedene
Säuren aufgrund der Schwerkraft über die Flüssigkeitsventile V11, V21, V31, V41
über die Sammelleitung SL und die Zuführungsleitung Z in den Verarbeitungsbehälter
VB einfließen und über die Ablaufleitung A und das Ablaufventil Va ins Freie abfließen.
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Etwa gleichzeitig sind die oberen Bereiche der Flüssigkeitsbehälter
B1, B2, B3, B4 über die Gasventile V12, V22, V32, V42 mit dem Luftraum außerhalb
dieser ylüssigkeitsbehälter verbunden. Bs sind somit keine Pumpen erforderlich um
die Flüssigkeiten von den einzelnen Blüssigkeitsbehältern in den Verarbeitungsbehälter
VB zu befördern.
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Bei diesem Ausfahrungsbeispiel der Erfindung ist im Flüssigkeitsbehälter
31 Wasser und in den Flüssigkeitsbehältern B2, B3, 34 sind verschiedene Säuren enthalten.
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Dabei mündet der Ausgang des Wasser-Flüssigkeitsventils V11 an einer
Stelle in die Sammelleitung SL, die von der Zuführungsleitung Z leitungsmäßig weiter
entfernt ist als andere Stellen an denen Ausgänge der Flüssigkeitsventile V21, V31,
V41 einmünden. Auf diese weise wird gewährleistet, daß die Sammelleitung SL jedesmal
mit Wasser durchgespült und gereinigt wird, nachdem eine der Säuren aus den Behältern
132, B3, 34 über die Sammelleitung SL in den Verarbeitungsbehälter VB geleitet wurde.
Es ist zweckmäßig, die Leitungsstücke t52, LsS3, LS4 möglichst kurz zu bemessen,
damit alle Säurereste in den Leitungsstücken LS2, LS3, LS4 weggespült werden können.
Am besten wird dies dadurch gewährleistet, daß die Sammelleitung SL direkt an die
Ausgänge der Flüssigkeitsventile V21, V31, V41 angeschlossen ist utid somit überhaupt
keine teitungsstücke LS2, tS3, LS4 vorhanden sind.
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Zum Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das zur Verarbeitung
bestimmte Fotomaterial F (beispielsweise Farbfilme oder Farbkopien) in den Verarbeitungsbehälter
VB gebracht. Der weitere Vorgang vollzieht sich automatisch indem mittels des Programmschaltwerkes
P zunächst mittels nicht dargestellter Heiz- und Kühlkörper die Flüssigkeiten innerhalb
der Flüssigkeitsbehälter B1, B2, B3, B4 auf entsprachende Temperaturen gebracht
werden. Dann wird mittels dieses Programmschaltwerkes P die Offnung und Schließung
der Flüssigkeitsventile und Gasventile nach einem genau vorgegebenen Programm bewirkt,
wodurch die Flüssigkeiten zeitlich nacheinander in den Verarbeitungsbehälter VB
einfließen und über das Flüssigkeitsventil Va abfließen.
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Um eine gründliche Wasserspülung der Sammelleitung SL, des Verarbeitungsbehälters
VB und der Auslaufleitung A zu gewährleisten, kann es zweckmäßig sein, das Flüssigkeitsventil
V11 entweder direkt oder über den Flüssigkeitsbehalter B1 an eine Wasserleitung
anzuschließen.
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Falls mehrere Anlagen nach Art der in Fig. 1 dargestellten Anlage
benötigt werden, um gleichzeitig mehrere Fotomaterialien F in je einem Verarbeitungsbehälter
VB verarbeiten zu können, dann ist nur ein einziges Programmschaltwerk P erforderlich,
welches im Parallelbetrieb nicht nur den dargestellten Satz der Ventilbetätigungsvorrichtungen
weil, M2, M3, M4, Ma sondern auc je einen zusätzlichen Satz für jeden
zusätzlichen
Verarbeitungsbehälter steuert. In jedem dieser Verarbeitungsbehälter werden dann
nach ein und demselben :Programm die betreffenden Fotomaterialien verarbeitet.
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Die Figur 2 zeigt das Flüssigkeitsventil V11, das Gasventil V12 und
die Ventilbetätigungsvorrichtung M1 in ausführlicherer Darstellung. Die übrigen
in Fig. 1 dargestellten Flüssigkeitsventile, Gasventile und Ventilbetätigungsvorrichtungen
können ähnlich aufgebaut sein. Das Flüssigkeitsventil V11 und das Gas ventil V12
besteht aus einem gemeinsamen Hohlzylinder H innerhalb dessen der Kolben K1 und
der Kolben K2 angeordnet sind. Unter Verwendung des Stoßmagneten SM der Stoßstange
ST werden diese beiden Kolben K1 und K2 in axialer Richtung verschoben. Während
der dargestellten Stellung dieser beiden Kolben wird der Eingang H11 und der Ausgang
H12 des Flüssigkeitsventils bzw. der Eingang 1121 und der Ausgang H22 des Gasventiles
mittels des Kolbens K1 bzw. K2 abgeschlossen. Im Gegensatz zu dieser dargestellten
Runestellung der beiden Ventile wird die Arbeitsstellung dann eingenommen, wenn
mittels des Stoßmagneten SM und mittels der Stoßstange ST die beiden Kolben K1 und
K2 nach links derart verschoben werden, daß die Ausnehmungen X11 bzw. K22 gegenüber
den Ein- und Ausgängen
H11, H12 bzw. H21 und H22 zu liegen kommen.
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Da die Ausnehmungen K11 und K22 als wulstartige Nut rings um die zylinderförmigen
Kolben K1 und K2 zu denken sind, wird in der Arbeitsstellung eine keitsleitende
Verbindung vom Eingang H11 über die Ausnehmung K11 zum Ausgang H12 bzw. eine gasleitende
Verbindung vom Eingang H21 über die Ausnehmung K22 zum Ausgang H22 hergestellt.
Der Stoßmagnet SM wird über die Leitung L1 (Fig. 1) vom Programmschaltwerk P gescnaltet.
Anstelle der wulstförmigen Ausnehmungen K11 und K22 könnten auch radial verlaugende
Ausnehmungen nach Art der Ausnehmung KB11 1 (Fig. 4) vor gesehen sein.
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Die Schaltungsanordnung nach Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform
des Flüssigkeitsventils V11, des Gasventils V12 und der Ventilbetätigungsvorrichtung
M1.
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Die weiteren in Fig. 1 dargestellten Flüssigkeitsventile, Gasventile
und Ventilbetätigungsvorrichtungen könnten in ähnlicher Weise gebaut sein. Das Flüssigkeitsveatil
und das Gasventil nach Fig. 3 wird im wesentlichen aus dem Hohlzylinder HZ und dem
Kolben KB gebildet der mittels der Welle W und des Schrittschaltmotors SCH verdrehbar
ist.
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Aus Fig. 4 ist die Arbeitsstellung des Flüssigkeitsventiles
Vii
ersichtlich. In dieser Arbeitsstellung wird durch den Eingang HZ11, durch die kanalartige
Ausnehmung KB11 und durch den Ausgang I-I7O12 eine durchgehende leitende Verbindung
hergestellt. Im Gegensatz dazu wird gemäß Fig. 5 in der Ruhestellung der Eingang
HZ11 und der Ausgang HZ12 durch die Wandung des Kolbens KB abgeschlossen. Durch
Verdrehung der Welle W und des Kolbens KB mittels des Schrittschaltmotors SCH sind
zeitlich nacheinander Arbeitsstellung und Ruhestellung einstellbar. Es können auch
mehr als zwei Ventile innerhalb des einzigen Hohlzylinders HZ angeordnet sein, wobei
den Eingängen und Ausgängen dieser Ventile je eine kanalartige Ausnehmung ähnlich
der kanalartigen Ausnehmung KB11 zugeordnet ist. Diese kanalartigen Ausnehmungen
können in Bezug auf die Ein-und Ausgänge alle gleich ausgerichtet sein, so daß die
entsprechenden Arbeitsstellungen und Ruhestellungen gleichzeitig erreicht werden.
Die kanalartigen Ausnehmungen können aber auch verschiedene Winkel mit ein-und derselben
Ebene durch die Achse des Kolben KP einnehmen, so daß die Ruhestellungen und die
Arbeitsstellungen der einzelnen Ventile zu verschiedenen Zeitpunkten erreicht werden.
Beispielsweise kann das Plüssigkeitsventil V11 nach Fig. 3 mit einer Ausnehmung
KBll nach Fig. 4 versehen sein und das Gasventil V12 nach Fig. 3 mit einer Ausnehmung
KB11 nach Fig. 5. Bei einer derartigen Anordnung würde das ylüssigkeitsventil nach
Fig. 3 und 4 die Arbeitsstellung einnehmen, wogegen
das Gasventil
nach Fig. 3 und Fig. 5-die Ruhestellung einnimmt.
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Die Fig. 6 zeigt drei Diagramme, welche die Programme PR1, PR2 und
PR3 darstellen, Gemäß diesen Programmen wird das Fotomaterial F (Fig. 1) innerhalb
des Verarbeitungsbehälters VB verarbeitet. Ganz rechts ist in Fig. 6 ein Maßstab
aufgetragen, der sich auf die Werte der b Zeit t in Minuten bezieht. Kolonnen I,
IV, VII, beziehen sich auf das Flüssigkeitsventil V11 das in leitendem Zustand (Arbeitsstellung)
die Wässerung des Fotomaterials F bewirkt. Die Kolonnen II, V und VIII beziehen
sich auf das Auslassventil Va, das in leitendem Zustand den Ablauf der Flüssigkeit
aus dem Verarteitungsbehälter,VB bewirkt. Die Kolonnen III, VI, IX beziehen sich
auf neun Ventilgruppen. Die Ventilgruppen V21 und V22 bzw. V31 und V32 bzw,. V41
und V42 sind in Fig. 1 dargestellt. Die Ventilgruppen V51 und V52 bzw. V61 und V62
bzw...... V111 und V112 sind wie die in Fig. 1 dargestellten aufgebaut,. Rechts
neben den Kolonnen.III, VI und IX sind diejenigen Ventilgruppen angeschrieben, die
sich in Arbeitsstellung befinden. Außerdem ist die eingeschaltete Heizung HE vermerkt.
Beispielsweise werden gemäß dem Programm PR2 zunächst das Flüssigkeitsventil Vii
und das Gasventil V12 etwa zwei Minuten lang geöffnet; dann werden etwa 13 Minuten
das Flüssigkeitsventil V31 und das Gasventil V32 geöffnet, Auf diese Weise Wird
das
Fotomaterial F zun.ichst zwei Minuten lang gewässert wobei das Wasser über das Auslaßventil
Va abfließt und dann wird die im Behälter B3 vorhandene Säure in den Verarbeitungsbehälter
VB geleitet.
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Die Fig. 7 und 8 zeigen das Programmschaltwerk P (Fig. 1) in ausführlicherer
Darstellung. Dieses Programmeschaltwerk P setzt sich aus den Teilen Pl (Fig. 7)
und P2 (Fig. 8) zusammen und besteht aus den Relais R1, R3, R4, R5, R6, R7, R8,
R9, RIO, R11, R12 (Verzögerungsrelais mit einer Verzögerungszeit von 15 Sekunden)
ferner aus dem Relais R2 (Verzögerungsrelais mit einer Verzögerungszeit von 40 sek;
aus dem Relais R13, h14, ferner aus dem Schalter S1, aus dem Schalterk SP und der
Programmkassette PK. Außernalb des Programmschaltwerkes P sind angeordnet der Notschalter
S2, die Ventilbetätigungsvorrichtungen M1 bis M11, die Heizspiralen HSP1, HSP2,
HSP3, die Motore MO1, MO2 und die Thermostate U TH2; bei diesem Ausführungsbeispiel
wird somit angenommen, daß inagesant 11 Plüssigkeit sbehalter (ähnlich den in Fig.
1 dargestellten 4 Flüssigkeitsbehältern B1 bis B4) vorgesehen sind, denen entsprechende
Flüssigkeitsventile, Gasventile und Ventilbetatigungsvorrichtungen M1, M2,.....M11
zugeordnet sind. Über die Klemmen KL1 und KL2 ist die in Fig, 7 und 8 dargestellte
Anordnung an die Netzspannung angeschlossen. Die Teile Pl und P2 sind über die Leitungen
u, v, w, x, y, z miteinander verbunden.
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illit dem Schalter S1 wird durch Knopfdruck das Programmschaltwerk
P und damit die in Fig. 1 dargestellte Anlage eingeschaltet. Durch die Einschaltung
dieses Schalters sl wird die Arbeitswicklung des Relais R13 unter Strom gesetzt,
wodurch die Kontakte a, b,c, d dieses Relais R13 geschlossen werden. Der Kontakt
a dient als Selbsthaltekontakt, da die Arbeitswicklung des Relais 13 über die Klemmen
KL1, KL2 über den Schalter S1 und über die Kontakte a, e an das Netz angeschlossen
ist. Diese Arbeitswicklung bleibt solange angeschlossen, bis entweder der Kontakt
e oder der Schalter S2 betätigt wird. Über den Kontakt d wird die Heizspirale HSP1
eingeschaltet, die im Bereich der Flüssigkeitsbehälter B2, B3, B4 (siehe Fig. 1)
angeordnet ist und die.in diesen Behältern befindlichen Flüssigkeiten erwärmt. Sobald
die erforderliche Temperatur erreicht ist, schaltet der Thermostat TH1 den Kontakt
in die gestrichelte Stellung um, so daß die Arbeitswicklung des RelaisR14 über den
Kontakt d- unter Strom gesetzt wird. -Dadurch werden die Kontakte f, g, h geschlossen.
Über die Kontakte-b und f bleibt- die Arbeitswicklung des Relais.R14 unter Strom.
Über den Kontakt e des Relais R13 wird die Heizspirale HSP2 eingeschaltet, mittels
der das Wasser des Flüssigkeitsbehälters BI erwärmt wird. Sobald die gewünschte
Wassertemperatur erreicht ist, schaltet der Thermostat TH2 den Strom durch diese
Heizspirale HSP2 ab. Über die Kontakte b, f, g wird der Motor MO1 eingeschaltet,
dessen Funktion in Zusammenhang mit der hier vorliegenden Erfindung unwesentlich
ist und daher nicht weiter beschrieben wird.
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Über die Kontakte b, f und h -jird das Schaltwerk SP eingeschaltet.
Dieses Schaltwerk sSP bewirkt eine leitende Verbindung des Kontaktgebers KG mit
einem der Singangskontakte KON1 der Programmkassette PK. In der dargestellten Stellung
des Kontaktgebers KG ist der erste der Eingangskontakte KON1 über den Kontaktgeber
KG, ferner über die Kontakte h, f, b mit der Klemme KL1 verbunden. Da dieser erste
der Eingangskontakte KON1 innerhalb der Programmkassette PK mit dem ersten der Ausgangskontakte
KON2 verbunden ist, wird die Ventilbetätigungsvorrichtung lili über den Kontakt
i und über die Klemme KL2 an das Netz angeschaltet. Der Pfeil PF soll das Vorrücken
des Kontaktgebers KG symbolisieren.
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Bei weiterlaufendem Schaltwerk SP bewegt sich somit der Kontaktgeber
KG in Richtung des Pfeiles PX' entlang der dargestellten Zeitskala, deren Werte
sich auf Minuten 0, 10, 20, 30, 40 und 50 beziehen. Auf diese Weise werden zeitlich
nacheinander die Kontakte KON1, KON2 und die Arbeitswicklungen der Relais R1, R2
Ril unter Strom gesetzt.
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Da die Relais R1, R3, R4 -.R11 verzögert ansprechen, bleiben die entsprechenden
Kontakte i, k, 1, m, n, o, p, q, r, s eine gewisse Zeit geschlossen, so-daß die
betreffenden Ventilbetätigungsvorrichtungen M1, M3, M4 ....M11 unter Strom gesetzt
werden. Wenn beispielsweise die Ventilbetätigungsvorrichtung M1 unter Strom gesetzt
wird, dann werden die entsprechenden Ventile betätigt. Auf diese Weise fließt die
im Flüssigkeitsbehälter
B1 (Fig. 1) befindliche Flüssigkeit in
den Verarbeitungsbehälter VB. Die durch die Ventilbetätigungsvorrichtung M1 betätigten
Ventile bleiben solange in Arbeitsstellung, bis das Verzögerungsrelais R1 anspricht
und der Strom zur Ventilbetätigungsvorrichtung Ml unterbrochen wird.
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Im Gegensatz zu den Relais R1, R3, R4, R5, R6, R7, R8, R9, R10, Rll,
die eine verzögerte Abschaltung bewirken, bewirkt das Relais k2 über den Kontakt
keine verzögerte Einschaltung der Ventilbetätigungsvorrichtung E2. Wenn der Kontaktgeber
KG den letzten der Eingangskontakte KON1 erreicht hat, wird über die Leitung y die
Arbeitswicklung des Relais R12 unter Strom gesetzt, der Kontakt e wird unterbrochen
und alles ist ausgeschaltet. Das Relais R12 fällt nach 15 Sekunden wieder in seine
Ausgangsstellung zurück. Der Kontaktgeber KG geht ebenfalls in die Nullstellung
zurück.
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Die Programmkassette PK stellt eine Art Zuordner dar, mittels der
die Eingangskontakte KON1 in spezieller Weis mit den Ausgangskontakten KON2 verbunden
sind und ein spezielles Programm bewirken. Diese Programmkassette PK ist austauschbar,
so daß mit der beschriebenen Anordnung verschiedene Programme, beispielsweise die
Programme PR1, PR2 und PR3 nach Fig. 6 gefahren werden können.
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Der @otor MO2 und die Heizspirale HSP3 dienen zur Trocknung des Fotomaterials.
Die Heizspirale HSP3 wird gleichzeitig mit dem Motor MO2 eingeschaltet.
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Die Figur 9 zeigt einen Koffer der aus einem Oberteil 0 und einem
Unterteil U besteht und in dessen Teile die erfindungsgemäße Vorrichtung- eingebaut
ist. Insbesondere sind in dem Oberteil 0 die Behälter 31, B2, 33, B4 ferner die
Flüssigkeitsventile V11, V21, V31, V41 , die Gasventile V12, V22, V32, V42 , die
Veütilbetätigungsvorrichtungen M1, M2, M3, M4....... und die Sammelleitung SL eingebaut.
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In dem Unterteil U ist der Verarbeitungsbehälter VB, ferner das Programmschaltwerk
P, das Ablaufventil Va und die Ventilbetätigungsvorrichtung Ma eingebaut. Die im
Bereich des Oberteils 0 eingebaute Sammelleitung SL ist über eine flexible Zuführungsleitung
Z an den Verarbeitungsbehälter VB im Unterteil angeschlossen.
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Der Flüssigkeitsbehälter B1 ist mit Wasser gefüllt, wogegen die übrigen
Flüssigkeitsbehälter B2, B3,B4.....
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mit anderen Plüssigkeiten, insbesondere Sauren
gefüllt
sind. Zwecks einfacherer-Darstellung sind nur fünf Flüssigkeitsbehälter 31, BS,
B3, B4, B5, die entsprechenden Flüssigkeitsventile, Gasventile und Ventilbetätiunsvorrichtungen
dargestellt, wogegen in der Praxis im allgemeinen zehn dieser Blüssigkeitsbehälter,
Flüssigkeitsventile und Wentilbetatigungsvorrichtungen benötigt werden. Das zum
Flüssigkeitsbehälter bl zugeordnete Flüssigkeitsventil mündet an einer Stelle in
die Sammelleitung SL, die am weitesten von der Zufahrungsleitung Z entfernt ist.
Auf diese eise können alle zum Verarbeitungsbehälter VB führenden Leitungen in befriedigender
Weise von Säureresten gereinigt werden, indem zwischendurch das zum Flüssigkeitsbehälter
B1 zugeordnete Flüssigkeitsventil geöffnet wird.