DE2001127A1 - Aerosolzubereitung zur Unterdrueckung der Transpiration - Google Patents
Aerosolzubereitung zur Unterdrueckung der TranspirationInfo
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Description
'" - a MÖNCHEN 0O ■
PK..ING.S\"WU:estIXOFB· _.■-■■ - . säZEWEiBEltsTHASSE a
ΊΑ-37 335;
B e s c h r e i b u η g
zu der Patentanmeldung ,
■ AEROSOL MAITSCHÄPPIJ HOEIAIJ) S,Y. Baron
vanHagellstraat 172.y Barne veld /Niederlande
betreffend
Aerosolzubereitung zur Unterdrückung der TränspiratioD
Es ist bekannt,, die !EranspirätioB dadurch zu unterdrücken, daß man die Haut mit einer Yerbindung behandelt,
die aästringierende Eigenschaften hat.
Eine der wirkungsvollsten VerMndmigen mit solchen".
Eigenschaften ist das Aluminiumhydroxyehlorid, das deshalb
auch allgemein in Pudern, Gremes, wäßrigen lösungen, Stiften u.dgl. angewandt wird, , '
— 2 —
0 98 35/1948
- 2 - 1A-37 333
Da Mittel, die' als Aerosol verwendbar sind, die geeignetste
und wirkungsvollste Form, ein derartiges Präparat auf die Haut aufzubringen, darstellen, hat man schon
vielfach versucht, eine als Aerosol verwendbare Zubereitung zu finden, mit deren Hilfe die oben genannte Verbindung
verwendet werden kann. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Aluminiumhydroxychlorids waren jedoch
alle Versuche, ein homogenes Aerosol in 3?orm einer Lösung dieser Verbindung herzustellen, bisher ohne Erfolg.
Schuld daran ist eine der nachteiligen Eigenschaften (r des Aluminiumhydroxychlorids, nämlich die, daß diese Verbindung
in allen organischen Lösungsmitteln, wie Alkoholen, die im allgemeinen als Lösungsmittel für kosmetische
Aerosolzubereitungen verwendet werden, unlöslich oder sehr schwer löslich ist. Es wurde versucht, diese Schwierigkeit
zu umgehen, indem man alkohollösliche Derivate des Aluminiumhydroxychlorids einschließlich von Alkyläthern herstellte,
jedoch sind diese Derivate natürlich wesentlich teurer,und ihre adstringierenden Eigenschaften sind
meistens denjenigen der ursprünglichen Verbindung selbst unterlegen.
tk Andererseits ist Aluminiumhydroxychlorid in Wasser
sehr leicht löslich; stellt man jedoch eine wäßrige Lösung
her, in welcher diese Verbindung kombiniert ist mit einem der üblichen Treibmittel, wie Dichlordifluormethan, Trichlormonofluormethan
oder einem anderen halogenierten Kohlenwasserstoff bzw. Kohlenwasserstoffgas, so erhält man
ein heterogenes Gemisch, da die Treibmittel ihrerseits nicht mit V/asser mischbar sind. Eine derartige Zubereitung
muß daher vor Gebrauch geschüttelt werden, und selbst dann ist es nicht leicht, einen einheitlichen Spray von konstanter
Zusammensetzung zu erhalten.
— 3 — 009835/1948
- 3 - 1A~*37133 \
.-.."-Es' Wurde 'nan..' gefunden, daß man ein sehr aktives Präparat
zur/ilri-teräriietiiäg .■ÄeJP-Ttansptration- "in Form einer
AerosolzubereitiingneTsfeLlen kann, in welcher das Aluminiumhydrox^e^lorid
als Adstringens enthalten 1st und die auch
dann: noch^ eine homogene lösung darstellt, wenn man als Lösungsmittel
Wasser- und als Treibmittel Dimethyläther · verwendet.
: ".,"..
Bimethyläther ist s'oweit init Wasser mischbar, daß die
erhaltene Zubereitung ohne weiteres versprüht werden kann?
und außerdem ist ate Löslichkeit des Aluminiumhydroxy-Chlorids
in einem derartigen Gemisch höher als sie für eine -M
wirkungsvalle Dosierung.sein muß. .
Gegenstand der Erfindung sind daher neue Aerosolzubereitungen
aur. tJnterdrückung der Transpiration, die als
adstringierende Verbindung Äluminiumhydröxychlorid, als
Lösungsmittel Wasser und als Treibmittel Bimethyläther enthalten.
Das Aluminiumhydroxychloriä ist gewöhnlich in einer
Menge von 4 bis 15 # des Gesaratgewichtes der Zubereitung
vorhanden,und das Verhältnis zwischen Wasser und Dimethyläther
wird im allgemeinen bestimmt durch die maximale ^
Mischbarkeit der beiden Komponenten. ™
Es hat' sich als vorteilhaft erwies.en, der erjfindungsgemäßen
Zubereitung einen niederen aliphatischen Alkohol, vorzugsweise Äthanol, zuzufügen. Die Löslichkeit des AIuminiumhydroxychlorids
im Gemisch mit Wasser und Dimethyläther wird dadurch zwar etwas herabgesetzt., jedoch reicht
sie, falls die Alkoholkonzentration nicht höher als etwa 40 io ist, immer noch dazu aus, daß sich .eine wirkungsvolle
Menge auflöst. Die Vorteile der Zugabe von Alkohol
bestehen darin, daß die löslichkeit des Dimethyläthers
009835/1948 " .
- 4 - 1A-37 333
in Wasser erhöht wird, so daß eine höhere Ätherkonzentration angewandt werden kann, die sich in einem besseren
Versprühen auswirkt und außerdem darin, daß die auf die Haut aufgebrachte Lösung schneller verdunstet. Außerdem
ermöglicht der Alkoholzusatz, daß weitere organische Verbindungen, zoB. Parfüms, in der infrage kommenden Zubereitung
gelöst werden.
Die Alkoholkonzentration liegt gewöhnlich zwischen 20 und 35 Gew.-^0
Im Hinblick darauf, daß allerlei Arten von Mikroorganismen, wie Colibakterien, Proteus vulgaris usw.,
auf der Haut vorkommen, insbesondere an Stellen, wo Schweiß abgesondert wird und die betreffenden Mikroorganismen
die Ausscheidungsprodukte der Schweißdrüsen in übelriechende Substanzen aufspalten, ist es zweckmäßig,
den erfindungsgemäßen Aufbereitungen Germicide, wie Hexachlorophen, Benzalkoniumchlorid, Trihälogensalicylanilid,
2,2'-Methylen-bis-(3,4,6-trichlorphenol) u.dgl.,
zuzusetzen.
Eine Verbindung mit Germicidwirkung, die sich aufgrund
ihres breiten Wirkungsspektrums und aufgrund der Tatsache, daß sie keine Textilgewebe angreift, besonders
gut eignet, ist das Trichlorcarbanilid. Ein Nachteil ist allerdings, daß diese Verbindung sich in der erfindungsgemäßen
Zubereitung nicht zu lösen schien.
Es wurde jedoch gefunden, daß man durch Zufügen eines mehrwertigen Alkohols, wie Diäthylglykol, Dipropylenglykol,
Propylenglykol, Glycerin oder Sorbitol, dafür sorgen kann, daß sich das Trichlorcarbanilid in der Zubereitung
in einer aktiven Dosis auflöst. Vorzugsweise setzt man Propylenglykol in einer Konzentration von 2,5
bis 7,5 fo zu.
009835/1 9A8 _ 5 _
■■■■■"■ . - 5 - - 1A-37 333
:< Die Verbindung mit Germicidwirkung, insbesondere ihr
Trichlorcarbaniiid, liegt in einer KOnzentration.von 0,5
bis 1,5 i° vor.
Ein weiterer überraschender Vorteil der Zugabe von
rropylenglykol ist, daß hierdurch verhindert wird,· daß
das Ventil des Aerosolbehälters blockiert wird, weil die
Aluminiumverbindung nicht austrocknet und in der Ventilöffnung kristallisiert; außerdem verbessert der Zusatz
den Geruch der Zubereitung.
Außer den oben genannten Bestandteilen können den
erfindungsgemäßen Zubereitungen, kleine Mengen an anderen Substanzen zugefügt werden, z.B. Parfüms und/oder andere
. -. ■ ■ ■ wie . - ■-
adstringierende Verbindungen, Scopolamin oder dessen Derivate.
- Eine außerordentlich wirksame erfindungsgemäße Zubereitung
enthält die in der folgenden Aufstellung zusammen
mit den bevorzugten Minimal- und Maximalkonzentrationen in Gew.-^ aufgeführten Bestandteile;..
: Alumlniumhydroxychlorid 5- 15 $
Wasser 25 - 45 1°
Äthanol '[ " 20 - 35 %
Propylenglykol 2,5 - 7,5 &
Trichlorcarbaniiid 0,05 -1,5 ^
Dimethyläther auf 100 $
Als erfindungsgemäße Gemische seien die folgenden Beispiele angeführt:
-■ 6 -
00 98 35/1948
| Gemisch II | 2001127 I | |
| - 6 - | Aluminiumhydroxychlorid | 1A-37 333 I I |
| Gemisch I | Trichlorcarbanilid | |
| Aluminxumhydroxychlorid | Scopolamin.HBr | 5,000 io |
| B.T.C. 2125 | Propylenglykol | 0,500 $ |
| Propylenglykol | Äthanol | 3,000 io |
| Äthanol | Wasser | 24,000 io |
| Wasser | Dimethyläther | 42,300 io |
| Dimethyläther | Parfüm | 25,000 io |
| Parfüm | 0,200 io | |
| 100,000 io | ||
| 7, 500 io | ||
| 0, 500 io | ||
| 0,00 2 io | ||
| 5, 000 io | ||
| 27, 500 i> | ||
| 31,248 io | ||
| 27, 500 io | ||
| 0,750 io |
100, ooo
Patentansprüche
009835/ 1948
Claims (4)
1. Aerosolzubereitung zur Unterdrückung der Transpiration, g e k e η η ζ e i cn η e t durch einen
Gehalt an- in Wasser oder vorzugsweise einem Gemisch-aus
Wasser und einem niederen aliphatischen Alkohol gelöstes Aluminiumhydroxychlorid als adstringierendes Mittel und
Dimethyläther .als Treibmittel. ·
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet
,daß das Lösungsmittel ein. Gemisch aus Wasser und einem niederen aliphatischen Alkohol ist.
3. Mittel nach Anspruch 2, dadurch g e ken n ζ
eich η. e t , daß der ,niedere aliphatische Alkohol
Äthanol ist.
4. Mittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch g e -
k e η η ζ e lehnet , daß dem Gemisch ein Germicid
zugefügt ist.
5· Mittel nach Anspruch 4, dadurch g e k e η η zeich.net
, daß das Germicid Trichlorcarbanilid ist.
8647
0 0 9 8 3 5/ 1948
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