DE20008625U1 - Vorrichtung zur Bodenbearbeitung - Google Patents
Vorrichtung zur BodenbearbeitungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bodenbearbeitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Umgepflügte Böden müssen für ihre anschließende Glättung und Zerkleinerung der aufliegenden Krumen einer Nachbearbeitung unterzogen werden. Bei dieser Nachbearbeitung soll sowohl ein Zerschlagen der zusammenhängenden, großen Krumen als auch eine Einebenung der Bodenoberfläche erfolgen, möglichst in einem Arbeitsgang. Der Boden soll dann wünschenswert in einem Zustand sein, in dem eine Aussaat unmittelbar möglich ist.
Es ist bekannt, eine Egge, beispielsweise auch eine Scheibenegge, die über rotierende Zerschlagungsmittel die Krumen verkleinert, einzusetzen. Dabei findet jedoch nur eine Zerteilung von Bodenteilen statt, eine Einebnung und Saatbettbereitung erfordert einen weiteren Arbeitsgang bzw. die Verwendung eines weiteren Arbeitsgeräts.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Verein fachung der Bodenbearbeitung zu erreichen.
· * · I it
Die Erfindung löst dieses Problem mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 2 bis 13 angegeben.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird einerseits sowohl eine Zerkleinerung des Bodens erreicht, da die seitlich aus der Scheibenebene herausragenden Bearbeitungskörper auf Krumen aufschlagen und diese dadurch zerteilen; andererseits dringen die Bearbeitungskörper in den Boden ein und reißen dabei Bodenteilchen mit, die seitlich ausgeworfen werden. Somit kommt es zu einer Zerkleinerung und Feinverteilung des Bodens in einem Arbeitsgang. Besonders vorteilhaft sind dabei beidseits der Scheibenebene Bearbeitungskörper angeordnet, wodurch sich eine Symmetrie der Bodenbearbeitung ergibt und beidseits der Scheibenebene in gleicher Weise eine fein verteilte Bodenoberfläche geschaffen ist.
Wenn die Bearbeitungskörper als schräg zur Scheibenebene angeordnete Winkelbleche ausgebildet sind, können sie nach Art eines Spatens wirken, hierfür kann eine Kante des Bearbeitungskörpers angeschärft sein.
Wenn mehrere Rotationskörper der genannten Art hinter- und nebeneinander angeordnet sind, läßt sich eine besonders rationelle und gleichmäßige Bodenbearbeitung erreichen. Wenn die hintereinanderliegenden Rotationskörper auf Lücke angeordnet sind und ineinander kämmend arbeiten, wird eine vollständige Erfassung des bearbeiteten Bodenbereichs gewährleistet. Große Krumen werden zwischen mehreren Rotationskörpern hin und her geworfen, wodurch die Zerkleinerung zuverlässig sichergestellt ist.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus einem in der Zeichnung dargestellten und nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Rotationskörper,
Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 4 umfaßt mehrere nebeneinander angeordnete Rotationskörper 2, die sich im wesentlichen parallel zur Fahrtrichtung F eines Schleppers oder dgl. landwirtschaftlichen Fahrzeugs erstrecken und jeweils einen scheibenförmigen Grundkörper 3 sowie von diesem radial und seitlich aus der Scheibenebene 4 herausgreifende Arbeitskörper 5 umfassen. Die Rotationskörper sind im Ausführungsbeispiel in mehreren Reihen 6, 7 hintereinander angeordnet, wobei die Rotationskörper 2 der ersten Reihe gegenüber denen der darauf folgenden Reihen versetzt gegeneinander angeordnet sind. Die Rotationskörper 2 zweier benachbarter Reihen 6, 7 kämmen dabei ineinander. Damit kann über die gesamte Breite der Vorrichtung 1 eine gleichmäßige Bodenbearbeitung erreicht werden.
Die Vorrichtung 1 kann insgesamt sowohl front- als auch heckseitig an einem Fahrzeug angeordnet sind. Sie kann über die Hydraulik des Schleppers Antriebe für die Rotation der Rotationskörper 2 aufweisen, wobei verschiedene
Reihen 6, 7 der Rotationskörper 2 entweder gleiche oder unterschiedliche Umlaufgeschwindigkeiten aufweisen können. Bei einer zu der oder den hinteren Reihen ansteigenden Umlaufgeschwindigkeit ergibt sich ein gesteigertes Zerschlagungspotential auf die Bodenteilchen durch die Rotationskörper 2 der hinteren Reihe(n) 7. Die höhere Drehzahl der Rotationskörper 2 der hinteren Reihe(n) 7 läßt sich einfach dadurch erreichen, daß bei beispielsweise antriebslosem Abrollen der Rotationskörper über den Boden der Durchmesser der Rotationskörper 2 zu der oder den hinteren Reihe(n) 7 abnimmt.
Jeder Rotationskörper 2 umfaßt einen scheibenförmigen Grundkörper 3 aus beispielsweise Stahl- oder Sphäroguß, der mit mehreren Arbeitskörpern 5 versehen ist. Die Arbeitskörper 5 sind im Ausführungsbeispiel beidseits der Scheibenebene 4 angeordnet. Diese steht vertikal und läuft in Fahrtrichtung F um.
Die Arbeitskörper 5 dienen sowohl nach Art einer Kreiselegge als Zerteilungswerkzeug, gehen jedoch über deren Funktion hinaus, indem sie zusätzlich Bodenteile ausheben und seitlich auwerfen.
Um das Eindringen der Arbeitskörper 5 in den Boden zu erleichtern, weisen diese an ihren Außenkanten Schnittkanten 8 auf, die nachgeschliffen werden können und die Zerteilungsfunktion der Arbeitskörper .5 unterstützen. Die Arbeitskörper 5 sind in ihrem radial inneren Bereich 9 auf den Scheibenkörper 3 beispielsweise aufgeschweißt, wofür ein abgekanteter Randbereich 10 als Auflagefläche dient. Von dieser Auflagefläche 10 erstrecken sich die Arbeitskörper 5 schräg zur Ebene 4. Durch die Abwinklung sind Flächen 11 ausgebildet, die nach Art eines Spatens in den
Boden eindringen, diesen zerteilen und die herausgelösten Bodenteilchen auswerfen. Um das Eindringen der Arbeitskörper 5 in den Boden zu erleichtern, sind dessen Außenkanten 12 zusätzlich als abgeschrägte und zur Schneidkante 8 spitz zusammenlaufende Eindringspitzen 13 ausgebildet. Die Arbeitskörper 5 können einzeln ausgewechselt werden, etwa wenn sie verschlissen sind. Insgesamt sind die Arbeitskörper 5 ebenfalls aus Stahl oder einen Guß, insbesondere Sphäroguß, ausgebildet.
Die Arbeitskörper 5 müssen nicht die im Ausführungsbeispiel gezeigte Gestalt haben. Es ist jedoch wichtig, daß eine seitlich zur Fahrtrichtung F ausgebildete Wurfkomponente durch die Gestalt der Arbeitskörper 5 sichergestellt wird, um somit das Zerteilen von großen Bodenstücken (Kluten) zu verbessern. Die Kluten werden dabei zwischen mehreren Scheibenkörpern 4 hin und her geworfen und unterliegen somit einer mehrfachen Zerteilung. Dieses ist weiter begünstigt durch den engen Querabstand der Rotationskörper 2 zueinander sowie durch die kämmende Anordnung von Rotationskörpern 2 mehrerer hintereinander liegender Achsen 6, 7.
Durch die Mehrfachzerkleinerung der aufgeworfenen Bodenteile findet in einem Arbeitsgang auch eine hinreichende Einebenung des Bodens statt, so daß dieser unmittelbar zur Aussaat verwendet werden kann. Ein weiterer Arbeitsgang ist in der Regel entbehrlich. Bei besonders schweren Böden kann zusätzlich eine Egge zur Zerkleinerung des Bodens eingesetzt werden, diese wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung entlastet.
Die Eindringtiefe der Arbeitskörper 5 in den Boden ist variabel. Je nach Beanspruchung kann ein Teil des
Scheibenkörpers 4 mit in den Boden eindringen und für eine intensive Zerteilung sorgen. Der Scheibenkörper hat typischerweise einen Durchmesser von 40 bis 45 cm.
Um die Mehrfachzerkleinerung zu ermöglichen, sind die Rotationsscheiben 2 nicht schräg zueinander versetzt, sondern quer zur Fahrtrichtung nebeneinander angeordnet. Dadurch können die seitlich auswerfenden und nach Art eines Spatens arbeitenden Arbeitskörper 5 die ausgeworfenen Kluten einer benachbarten Rotationsscheibe 2 aufnehmen und weiter zerkleinern bzw. Teile auch wieder an die erste Rotationsscheibe zurückgeben, was die Mehrfachzerkleinerung und Einebenung sicherstellt. Damit können beispielsweise auch Stroh und Erde besonders gut zerkleinert und vermischt werden, so daß die Verrottung des Strohs begünstigt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist beispielsweise auch als Vorsatzgerät vor einer Packerwalze, insbesondere bei schweren Böden, gut geeignet, weil dann durch die Vorrichtung ein Zerschlagen der ansonsten eine Brücke zwischen den Ringen des Packers ausbildenden Schollen bewirkt wird.
Claims (13)
1. Vorrichtung (1) zur Bodenbearbeitung, insbesondere zur front- oder heckseitigen Anordnung an einem Schlepper, wobei die Vorrichtung (1) mehrere nebeneinander angeordnete, i. w. scheibenförmige Rotationskörper (2) umfaßt, die zumindest bereichsweise in den Boden eindringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationskörper (2) einen scheibenförmigen Grundkörper (3) und von diesem radial und seitlich aus der Scheibenebene herausgreifende Arbeitskörper (5) für gelöste Bodenteilchen umfassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) beidseits der Scheibenebene (4) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) als einzelne, schräg zur Scheibenebene angeordnete Winkelbleche ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) links der Scheibenebene gegenüber denen rechts der Scheibenebene (4) versetzt angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) eine Spitze (13) zum Eindringen in den Boden aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beidseits der Scheibenebene (4) jeweils zwei bis acht Arbeitskörper (5) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) auf den Grundkörper (3) aufgeschweißt sind und einzeln auswechselbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitskörper (5) auf ihrer in den Boden eindringenden Seite mit einer Schneidkante (8) versehen sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufebenen der Grundkörper (3) als vertikale, parallel zur Fahrtrichtung (F) stehende Ebenen ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest zwei Reihen (6; 7) von Rotationskörpern (2) hintereinander angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlaufgeschwindigkeit der Rotationskörper (2) zu der oder den hinteren Reihe(n) (7) zunimmt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationskörper (2) der verschiedenen Reihen (6; 7) gegeneinander versetzt und ineinander kämmend angeordnet sind.
13. Rotationskörper (2) zum Einsatz in einer Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
Priority Applications (1)
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2859067A1 (fr) * | 2003-09-03 | 2005-03-04 | Maurice Cabrier | Dispositif d'enfouissement mecanique de dechets vegetaux |
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-
2000
- 2000-05-12 DE DE20008625U patent/DE20008625U1/de not_active Expired - Lifetime
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| FR2859067A1 (fr) * | 2003-09-03 | 2005-03-04 | Maurice Cabrier | Dispositif d'enfouissement mecanique de dechets vegetaux |
| WO2005022974A3 (fr) * | 2003-09-03 | 2005-05-19 | Maurice Cabrier | Dispositif d’enfouissement mecanique de dechets vegetaux |
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