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DE20005524U1 - Vorrichtung zur Konzentration von Schallwellen - Google Patents

Vorrichtung zur Konzentration von Schallwellen

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DE20005524U1
DE20005524U1 DE20005524U DE20005524U DE20005524U1 DE 20005524 U1 DE20005524 U1 DE 20005524U1 DE 20005524 U DE20005524 U DE 20005524U DE 20005524 U DE20005524 U DE 20005524U DE 20005524 U1 DE20005524 U1 DE 20005524U1
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reflector
reflector element
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DE20005524U
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K11/00Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
    • G10K11/18Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound
    • G10K11/26Sound-focusing or directing, e.g. scanning
    • G10K11/28Sound-focusing or directing, e.g. scanning using reflection, e.g. parabolic reflectors

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Obtaining Desirable Characteristics In Audible-Bandwidth Transducers (AREA)

Description

Vorrichtung zur Konzentration von Schallwellen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Konzentration von Schallwellen, bestehend aus zumindest einem Reflektorelement mit einer die Schallwellen reflektierenden Reflektorfläche.
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Vorrichtungen zur Streuung und Ablenkung von Schallwellen sind seit langer Zeit bekannt und finden vor allem in Konzertsälen Anwendung, in denen eine gleichmäßige Akustik erwünscht ist. Diese Vorrichtungen bestehen zumeist aus an unterschiedlichen Stellen des Raumes angebrachten Segeln oder Holzreflektoren, welche die Schallwellen reflektieren und in die gewünschte Richtung lenken. Hierdurch wird einerseits eine gleichmäßige Verteilung der Schallwellen im Raum erzeugt und andererseits können störende Effekte, wie beispielsweise Resonanzen, vermieden werden. Die einzelnen Elemente solcher Vorrichtungen sind dabei in der Regel unter der Decke angebracht und nehmen hier einen beträchtlichen Raum ein. Diese bekannten Vorrichtungen haben den Nachteil, dass sie sehr aufwendig sind und jeweils an die gegebenen Räumlichkeiten angepasst werden müssen. Insbesondere für den privaten Bereich und für Räumlichkeiten bzw. Örtlichkeiten, die nicht dauerhaft für Filmoder Musikvorführungen vorgesehen sind, sind solche Vorrichtungen daher ungeeignet. Für den privaten und individuellen Bereich werden ferner zur Verbesserung der Tonqualität häufig Kopfhörersysteme verwendet. Diese bringen die Tonquelle aber lediglich näher an das Ohr des Benutzers und vermeiden die Aufnahme von Nebengeräuschen, es kann jedoch durch die unmittelbare Einwirkung der Schallwellen zu Schädigungen des Gehörs kommen, zumal die Tonsignale hierbei häufig mit zu hoher Lautstärke aufgenommen werden. Weitere elektronische Systeme, wie beispielsweise Stereo- und Quattrophonie oder Dolby Surround, bewirken keine tatsächliche Verbesserung der Klangqualität, sondern vermitteln lediglich besondere akustische Effekte.
'
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine flexible, individuell nutzbare Verbesserung der Klangqualität bei Tonübertragungen jeglicher Art ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Reflektorelement schalenförmig ausgebildet ist und eine konkave Reflektorfläche aufweist, wobei die Reflektorfläche in einer Weise ausrichtbar ist, die eine Reflektion und Konzentration der Schallwellen in Richtung eines Zielortes ermöglicht. Die Schalenform des Reflektorelements und die konkave Reflektorfläche bewirkt eine Konzentration der Schallwellen im Innenraum bzw. Resonanzraum des Reflektorelements. In diesem Bereich kommt es dadurch zu einer deutlichen Verbesserung der Akustik, d. h. die Klangqualität einer Tonübertragung wird hier deutlich erhöht. Es wird ein in wesentlichen Punkten primär verbessertes Hörniveau geschaffen, wobei die konzentrierten Schallwellen vom menschlichen Gehör aufgenommen werden und eine subjektiv wahrnehmbare Verbesserung der Akustik bewirken. Die Verbesserung der Akustik wird dabei ohne elektrische Energie und elektronische Verarbeitung der Schallwellen erzielt. Die Vorrichtung ist bereits im kleinen Maßstab wirksam, so dass sie auch im privaten Bereich, beispielsweise bei der Tonwidergabe durch Radios, Fernsehgeräte, Tonbänder, Plattenspieler, CD-Spieler oder Instrumente, mit oder ohne Verstärkeranlagen genutzt werden kann. Die Vorrichtung kann aber auch im größeren Maßstab im kommerziellen Bereich, beispielsweise in Tonstudios, Kinos, Messehallen, Konzertsälen oder dergleichen, Verwendung finden. Zusammengefasst liegt also der besondere Vorteil der Erfindung in der äußerst wirksamen Konzentration bzw. Bündelung von Schallwellen, insbesondere derer aus Phonoanlagen bzw. Lautsprechern, durch einfache Hilfsmittel, wodurch aus einer überlagerten Tonmodulation und bereits geschwächter Tonlautstärke eine optimierte Klangfülle, ein breiteres Tonspektrum und transparentere Tonfrequenzen hervorgehen. Dabei werden insbesondere die Obertöne mit erhöhter Brillanz für das menschliche Ohr aufbereitet. Hierzu ist keine aufwendige oder zusätzliche Technik erforderlich. Es werden ferner keine Energie- oder Übertragungsleitungen benötigt. Die gesundheitsschädigende Übertragung von hohen Frequenzen z. B. Ultraschall etc., beispielsweise vom Verstärker über einen Kopfhörer zum Ohr wird vermieden. Auf Grund : der Unabhängigkeit von elektrischer Energie wird Elektrosmog vermieden und es fallen keine Energiekosten an. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist leicht, formschön, preisgünstig, hat nur geringen Platzbedarf und kann darüber hinaus auch als Werbeträger verwendet werden.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,'dass der Zielort die Ohrmuschel einer Person ist. Dabei kann das Reflektorelement eine
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Klemmvorrichtung zur Befestigung an der Ohrmuschel der Person aufweisen oder es können zumindest zwei Reflektorelemente über eine Spange oder einen Bügel miteinander verbunden sein, so dass diese Vorrichtung auf den Kopf der Person aufsetzbar ist und jeweils ein Reflektorelement hinter der 5 Ohrmuschel der Person angeordnet ist. Die Reflektorelemente sitzen kaum wahrnehmbar auf dem Kopf hinter den Ohrmuscheln, üben auf Grund ihres geringen Gewichts keinen Druck aus und verursachen kein Schwitzen wie ein Kopfhörer. Sie können zusätzlich oder alternativ zur individuellen Befestigung an Stirnbändern, Schirmmützen, Brillen oder dergleichen vorgesehen sein. Auf diese Weise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung individuell nutzbar und ermöglicht dem Benutzer eine Verbesserung der Akustik ohne elektronische Hilfsmittel oder aufwendige bauliche Maßnahmen innerhalb des Raumes. Sie ist leicht zu transportieren, ideal zur Mitnahme bei Veranstaltungen, insbesondere Musikveranstaltungen, und stellt somit einen individuellen und vielseitigen Hörverstärker dar, der besonders für Menschen mit leicht verminderten Hörvermögen geeignet ist. Die Vorrichtung kann dabei praktisch wie ein Kopfhörer getragen werden und bei entsprechender Ausrichtung in Richtung der Tonquelle seine Wirkung entfalten. Die Reflektorelemente sind zu diesem Zweck vorzugsweise halbschalenförmig ausgebildet, wobei jedes Reflektorelement jeweils die Ohrmuschel der Person nach hinten und seitlich" umschließt und lediglich die Öffnung der Halbschale bzw. die Reflektorfläche nach vorn weist. Setzt oder stellt sich die Person nun mit dem Gesicht in Richtung der Tonquelle, so werden die Schallwellen von der nach vorn weisenden Reflektorfläche reflektiert und innerhalb der Halbschale und somit in der Umgebung des Gehörgangs der Person konzentriert. Hierdurch kommt es zu einer deutlichen Verstärkung und Verbesserung des Klanges.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Zielort ein bestimmter Punkt innerhalb eines Raumes, einer Halle, eines Saales, einer Freiluftbühne, eines Stadions oder dergleichen ist. Im Gegensatz zu der vorgenannten Ausführungsform, bei der die Vorrichtung individuell auf eine Person ausgerichtet ist, kann hier punktuell im größeren Maßstab die Klangqualität an einem bestimmten Ort verbessert werden. Ein oder mehrere Reflektorelemente werden dabei so ausgerichtet, dass die Schallwellen an einem festgelegten Ort innerhalb eines Raumes, beispielsweise eines Konzertsaales oder eines Kinos, konzentriert werden. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass das Reflektorelement eine Vorrichtung zum Aufhängen an
einer Decke, einem Gerüst oder dergleichen aufweist. Ergänzend oder alternativ kann das Reflektorelement aber auch an einer Stange, einem Ständer oder dergleichen bewegbar befestigt sein. In beiden Fällen muss das Reflektorelement in allen drei Ebenen bewegbar und ausrichtbar sein. Durch diese flexiblen Befestigungsmöglichkeiten wird gewährleistet, dass die Reflektorelemente in einer Weise ausgerichtet werden können, die eine Einstellung der Reflektorfläche in Richtung des jeweiligen Zielortes ermöglicht.
Um eine optimale Verbesserung der Akustik zu gewährleisten und eine flexible, in vielen Bereichen einsetzbare Vorrichtung zu schaffen, ist es vorteilhaft, wenn zumindest zwei, vorzugsweise mehrere, Reflektorelemente miteinander kombiniert sind. Es ist also nicht nur der Einsatz von einzelnen Reflektorelementen möglich, sondern es kann auch jede erdenkliche und sinnvolle Kombination verwendet werden, wobei insbesondere die Erstellung eines modulartigen Systems von besonderem Vorteil für die Flexibilität der Vorrichtung sein kann. In Ausgestaltung der Erfindung ist schließlich vorgesehen, dass die Reflektorelemente aus einem oder zumindest zwei Teilen bestehen. Bei der mehrteiligen, vorzugsweise 3- bis 5-teiligen, Ausführung sind die Reflektorelemente fächerartig ausgebildet und, ähnlich der Blende eines Fotoapparates, für die variable Größeneinstellung geeignet. Dabei sollten die Reflektorelemente, insbesondere die Reflektorfläche, zumindest teilweise aus einem akustisch wirksamen Material, beispielsweise Holz bestehen. Die Reflektorelemente können ferner alternativ oder zusätzlich aus Metall, Kunststoff, Papier bzw. Pappe, Glas, Keramik, Stein, Marmor, Leichtbeton oder einem textlien Material bestehen. Für die auf dem Kopf tragbare Ausführungsform sind dabei beispielsweise Edelstahl, Leichtmetalle (z. B. Aluminium), Schaumstoffe, Weichplastik (Suntoprene), ABS, PP, PE, Nylon, Plastikfolie, Verbundwerkstoffe (z. B. GFK), Stoff, Pappe, Plexiglas® oder leichtes Spezialgewebe mit PTFE-Verstärkung vorgesehen. Dabei können beispielsweise der Bügel und die Außenfläche des Reflektorelements einer „Kopfausführung" aus Rundmaterial (Metall oder Kunststoff) bestehen, welches die Reflektorfläche, die z. B. aus Holz bestehen kann, mittels einer entsprechenden Verbindungs- bzw. Einmastfunktion aufnimmt. Für die aufhängbare und/oder ! aüfstellbare Ausführungsform sind dieselben Materialien und darüber hinaus auch Leichtbeton, Mineralglas, Keramik oder Marmor verwendbar. Für den Aufbau kommt alternativ eine platzsparende, schirmartige Ausführung in Betracht, bei der Spannstoffe oder Folien auf ein Metall- oder Kunststoffskelett aufgebracht
sind. Die Reflektorelemente sind aber grundsätzlich in ihrer Art, Profilierung, Farbe, Größe und bezüglich des Materials variabel, so dass sie den jeweiligen Gegebenheiten oder Erfordernissen angepasst werden können.
Die Erfindung wird im Weiteren anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigt
Figur 1 die Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung auf dem Kopf einer Person in schematischer Darstellung,
Figur 2 eine Draufsicht und teilweise geschnittene Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Figur 1,
Figur 3 eine besondere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gemäß Figur 1 auf dem Kopf einer Person in Vorder- und Seitenansicht,
Figur 4 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung am Kopf einer Person in Vorder- und Seitenan
sicht,
Figur 5 die schematische Darstellung des Verlaufs der Schallwellen und der Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Draufsicht,
Figur 6 weitere Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
Figur 7 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
entsprechend Figur 6 in Seitenansicht und geschnittener Darstellung.
Figur 1 zeigt die Vorderansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, welche aus zwei Reflektorelementen 2,3 besteht. Die beiden Reflektorelemente 2,3 sind über einen Bügel 4 miteinander verbunden, so dass
die Vorrichtung 1 im Wesentlichen eine Form aufweist, die der eines herkömmlichen Kopfhörers entspricht. Die Vorrichtung 1 ist auf den Kopf 5 einer Person aufgesetzt, wobei der Bügel 4 auf der Schädeldecke aufliegt und die Reflektorelemente 2,3 hinter den Ohrmuscheln 6 des Kopfes 5 angeordnet sind. Die Reflektorelemente 2,3 sind halbschalenförmig ausgebildet und stellen praktisch eine extreme Vergrößerung der Ohrmuscheln 6 dar. Die Reflektorelemente 2,3 weisen jeweils nach vorn weisende, innerhalb der Halbschale liegende Reflektorflächen 7,8 auf. Die Reflektorflächen 7,8 sind konkav ausgebildet und dienen der Reflektion und Konzentration der von vorn einlaufenden Schallwellen. Auf Grund der Position der Reflektorelemente 2,3 am Kopf 5 und im Verhältnis zu den Ohrmuscheln 6, sowie der konkaven Reflektorflächen 7,8, werden die Schallwellen in Richtung der Gehörgänge der Person gebündelt und somit verstärkt. Auf Grund dieses Verstärkungseffektes kann das Hörniveau deutlich verbessert werden, so dass die Person die Tonübertragung mit verbesserter Klangqualität wahrnehmen kann. Eine solche Verbesserung der Akustik kann nur erzielt werden, wenn die Reflektorelemente 2,3 so ausgerichtet sind, dass die Schallwellen in Richtung des Zielortes, hier des menschlichen Gehörgangs, reflektiert und konzentriert werden.
Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 gemäß Figur 1 in einer Draufsicht und teilweise geschnittener Darstellung. Es wird hier deutlich, dass die Reflektorelemente 2,3 dicht am Kopf 5 der Person anliegen. Die Wandungen 9,10 der Reflektorelemente 2,3 umschließen dabei die Ohrmuscheln 6 seitlich und nach hinten. Die Ohrmuscheln 6 liegen also innerhalb des Innenraums 11 der Reflektorelemente 2,3. Auf Grund der konkaven Reflektorflächen 7,8 der Reflektorelemente 2,3 werden somit von vorn einlaufende Schallwellen in Richtung der Ohrmuscheln 6 abgelenkt und konzentriert. Dabei spielt nicht nur die Position der Reflektorelemente 2,3 am Kopf 5 der Person eine Rolle, sondern auch die Ausrichtung der Person in Richtung der Schallquelle. Die Person sollte sich derart in Richtung der Schallquelle positionieren, dass die Schallwellen in Richtung der Pfeile 12 in den Innenraum 11; der Reflektorelemente 2,3 einlaufen, um schließlich von den Reflektorflächen 7,8 reflektiert bzw. gebündelt zu werden. Auf diese Weise werden durch die Person auch Schallwellen wahrgenommen, die ansonsten praktisch zunächst an den Ohrmuscheln 6 vorbeigelaufen wären, so dass ein deutlicher Verstärkungseffekt eintritt. Darüber hinaus werden störende, im Raum reflektierte Schallwellen, die mit verminderter Qualität wahrgenommen würden, durch die Außenflächen
13,14 der Reflektorelemente 2,3 zurückgehalten. Auch diese Wirkung der Reflektorelemente 2,3 trägt zur Verbesserung des Hörniveaus bei.
Die Figuren 3 und 4 zeigen jeweils unterschiedliche Ausführungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Figur 3 zeigt eine Ausführung der Vorrichtung 1 gemäß der Figuren 1 und 2, bei der die Reflektorelemente 2,3 über einen Bügel 4 miteinander verbunden sind. Figur 4 zeigt dagegen in alternativer Ausführung der Erfindung eine Vorrichtung 15, die aus zwei Reflektorelementen 16,17 besteht, welche nicht über einen Bügel oder ähnliches miteinander verbunden sind. Die Reflektorelemente 16,17 sind hier vielmehr mittels einer besonderen Klemmvorrichtung 18 auf die Ohrmuscheln 6 der Person aufgesteckt. Die Klemmvorrichtung 18 hat dabei die Form einer federnden Spange 19, welche etwa in Form des federnden Bügels einer Sportbrille die Ohrmuschel 6 hintergreift und so einen sicheren Halt der Reflektorelemente 16,17 ermöglicht. Hierdurch kann auf den häufig störenden Bügel 4 gemäß den Figuren 1-3 verzichtet werden.
Figur 5 zeigt den Verlauf von Schallwellen ausgehend von zwei Schallquellen 20,21 und ihre Wahrnehmung durch eine Person 22. Ausgehend von den Schallquellen 20,21 breiten sich die Schallwellen kegelförmig im Raum aus, was durch die gezackten Linien angedeutet ist. Grob eingeteilt durchlaufen die Schallwellen dabei drei Stufen unterschiedlicher Intensitäten, die sich unmittelbar auf die Tonqualität auswirken. Im Nahbereich 23, d. h. in unmittelbarer Nähe der Schallquellen 20,21, ist der Schallwellenverlauf kräftig, jedoch liegt hier ein ungünstiger Hörbereich mit mäßiger Tonqualität vor. Im mittleren Bereich 24 erfolgt der Schallwellenverlauf mit mittlerer Intensität, wobei hier der optimale und angenehme Hörbereich mit ausgewogener Tonrrjodulation vorliegt. In diesem Bereich sollte sich die Person 22 aufhalten, um eine optimale Akustik zu gewährleisten. Im Fernbereich 25 ist der Schallwellenverlauf geschwächt, so dass nur eine mäßige Tonqualität erreicht wird. Die Person 22, die sich im mittleren Bereich 24 aufhalten sollte, nimmt mit Hilfe der Reflektorelemente 26,27 einen vergrößerten Bereich 28 der Schallwellen wahr. Die Schallwellen aus den kegelförmigen Bereichen 28 werden durch die Reflektorelemente 26,27 gebündelt und somit in Richtung der Gehörgänge der Person 22 konzentriert. Auf diese Weise wird ein wesentlich größeres Spektrum an Schallwellen wahrgenommen als ohne Reflektorelemente 26,27, so dass eine deutliche Verbesserung der wahrgenommenen Klangqualität erfolgt. Darüber hinaus werden Schallwellen, die aus dem Fernbereich 25, d. h. dem Bereich hinter der gestrichelten Linie X, reflektiert werden, durch die Außensei-
ten der Reflektorelemente 26,27 abgehalten, so dass keine störenden Resonanzen auftreten können.
Die Figuren 6 und 7 zeigen weitere Ausführungsformen erfindungsgemäßer Vorrichtungen 30, welche aus einem Reflektorelement 31 oder mehreren Reflektorelementen 32 bestehen. Die Reflektorelemente 31,32 sind jeweils schalenförmig ausgebildet und weisen konkave Reflektorflächen 33,34 auf. Die Reflektorflächen 33,34 dienen dabei der Reflektion und Bündelung bzw. Konzentration der Schallwellen in Richtung eines bestimmten Punktes innerhalb eines Raumes oder einer Örtlichkeit. Das Reflektorelement 31 gemäß Figur 6 ist einzeln auf einem Ständer 35 angebracht, so dass es variabel aufgestellt und somit flexibel verwendet werden kann. Das Reflektorelement 31 ist dabei beweglich an dem Ständer 35 befestigt, wobei es in vertikaler Richtung verstellbar ausgebildet ist. Die beiden Reflektorelemente 32 gemäß Figur 6 sind gemeinsam auf dem Ständer 36 befestigt, wobei sie an diesem derart beweglich angebracht sind, dass sie sowohl um ihren eigenen Mittelpunkt drehbar als auch um die Längsachse des Ständers 36 herum drehbar sind. Sie können daher unabhängig voneinander im Raum ausgerichtet werden. Wie aus Figur 7 ersichtlich, können sie dabei auch senkrecht zueinander angeordnet sein. Die Reflektorelemente 31,32 können somit einzeln oder in Kombination beliebig in einem Raum bzw. einer Örtlichkeit ausgerichtet werden, so dass die Konzentration der Schallwellen in Richtung eines oder mehreren Zielorte ermöglicht wird. Der Zielort kann beispielsweise ein bestimmter Punkt bzw. eine Fläche innerhalb eines Raumes, einer Halle, eines Saales, einer Freilichtbühne, eines Stadions oder dergleichen sein. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 30 ist somit für Innen- und Außenveranstaltungen jeglicher Art geeignet, bei denen Tonübertragungen stattfinden und eine Verbesserung der Klangquaiität bzw. Akustik erforderlich ist. Dass der Aufbau der in der Regel größeren Reflektorelemente 31,32 dem Aufbau der kleineren Reflektorelemente gemäß Figuren 1 - 5 entspricht, ist aus der Schnittdarstellung in Figur 7 zu entnehmen. Durch die halbschalenförmig ausgebildete Wandung 37 entsteht eine konkave Reflektorfläche 34, die der Konzentration der Schallwellen dient, und eine konvexe Außenfläche 38, die störende Schallwellen abhält. Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen bzw. Reflektorelemente sind also bei gleichem Grundaufbau in Bezug auf ihre Dimensionierung variabel, wobei ihre Funktion unbeeinflusst bleibt. Die Reflektorelemente sind hinsichtlich Farbe, Größe und Material variabel, wobei unterschiedlichste Kombinationen denkbar sind.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung
2 Reflektorelement
3 Reflektorelement
4 Bügel
5 Kopf
6 Ohrmuschel
7 Reflektorfläche
8 Reflektorfläche
9 Wandung
10 Wandung
11 Innenraum
12 Pfeil
13 Außenfläche
14 Außenfläche
15 Vorrichtung
16 Reflektorelement
17 Reflektorelement
18 Klemmvorrichtung
19 Spange
20 Schallquelle
21 Schallquelle
22 Person
23 Nahbereich
24 Mittlerer Bereich
25 Fernbereich
26 Reflektorelement
27 Reflektorelement
28 Bereich
30 Vorrichtung
31 Reflektorelement
32 Reflektorelement
33 Reflektorfläche
34 Reflektorfläche
35 Ständer
36 Ständer
37 Wandung
38 Außenfläche

Claims (12)

1. Vorrichtung (1, 15, 30) zur Konzentration von Schallwellen, bestehend aus zumindest einem Reflektorelement mit einer die Schallwellen reflektierenden Reflektorfläche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement (2, 3, 16, 17, 26, 27, 31, 32) schalenförmig ausgebildet ist und eine konkave Reflektorfläche (7, 8, 33, 34) aufweist, wobei die Reflektorfläche (7, 8, 33, 34) in einer Weise ausrichtbar ist, die eine Reflektion und Konzentration der Schallwellen in Richtung eines Zielortes ermöglicht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zielort die Ohrmuschel (6) einer Person (22) ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zielort ein bestimmter Punkt innerhalb eines Raumes, einer Halle, eines Saales, einer Freiluftbühne, eines Stadions oder dergleichen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement (16, 17) eine Klemmvorrichtung (18) zur Befestigung an der Ohrmuschel (6) der Person (22) aufweist oder zumindest zwei Reflektorelemente (2, 3) über eine Spange oder einen Bügel (4) miteinander verbunden sind und diese Vorrichtung (1) auf den Kopf (5) der Person (22) aufsetzbar ist, wobei das/die Reflektorelement(e) (2, 3, 16, 17, 26, 27) hinter der/den Ohrmuschel(n) (6) oder Person (22) angeordnet ist/sind und/oder dass die Reflektorelemente (2, 3, 16, 17) zur Befestigung an Stirnbändern, Kopfbedeckungen, Brillen oder dergleichen vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Reflektorelement(e) (2, 3, 16, 17, 26, 27) halbschalenförmig ausgebildet ist/sind und jedes Reflektorelement (2, 3, 16, 17, 26, 27) jeweils die Ohrmuschel (6) der Person (22) nach hinten und seitlich umschließt, wobei die Öffnung der Halbschale bzw. die Reflektorfläche (7, 8) nach vorn weist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement eine Vorrichtung zum Aufhängen an einer Decke, einem Gerüst oder ähnlichem aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement (31, 32) an einer Stange, einem Ständer (35, 36) oder dergleichen bewegbar befestigt ist.
8. Vorrichtung Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement (31, 32) in allen drei Ebenen bewegbar und ausrichtbar ist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei, vorzugsweise mehrere, Reflektorelemente (2, 3, 16, 17, 26, 27, 31, 32) miteinander kombiniert sind.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement oder die Reflektorelemente (2, 3, 16, 17, 26, 27, 31, 32) aus einem oder zumindest zwei Teilen besteht bzw. bestehen.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflektorelement oder die Reflektorelemente (2, 3, 16, 17, 26, 27, 31, 32) zumindest teilweise aus einem akustisch wirksamen Material, beispielsweise Holz, besteht bzw. bestehen.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Reflektorelement(e) (2, 3, 16, 17, 26, 27, 31, 32) zumindest teilweise aus Metall, Kunststoff, Papier/Pappe, Glas, Keramik, Stein, Marmor, Leichtbeton oder einem textilen Material bestehen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10219639C1 (de) * 2002-05-02 2003-09-18 Siemens Ag Vorrichtung und Verfahren mit einem auf eine Schallquelle ausrichtbarem Element
WO2017039613A1 (en) * 2015-08-31 2017-03-09 Lowe James Duncan Audiooptics

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