DE20004617U1 - Dampfsterilisator - Google Patents
DampfsterilisatorInfo
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Description
GRÜNECKER,
&igr;* ·
&\SCHWANHÄUSSER
ANWALTSSOZIETÄT
ANWALTSSOZIETÄT MAXIMILIANSTRASSE 58 D-80538 MÜNCHEN GERMANY RECHTSANWÄLTE
MÜNCHEN
DR. HELMUT EICHMANN
GERHARD BARTH
DR. ULRICH BLUMENRÖDER, LLM.
CHRISTA NIKLAS-FALTER
DR. MAXIMILIAN KINKELDEY, LLM.
SONJA SCHÄFFLER
DR. KARSTEN BRANDT
OF COUNSEL
PATENTANWÄLTE
AUGUST GRÜNECKER
DR. GUNTER BEZOLD
DR. WALTER LANGHOFF
DR. GUNTER BEZOLD
DR. WALTER LANGHOFF
DR. WILFRIED STOCKMAIR (-19961
PATENTANWÄLTE
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS
MÜNCHEN
DR. HERMANN KINKELDEY
DR. KLAUS SCHUMANN
PETER H. JAKOB
WOLFHARD MEISTER
HANS HILGERS
DR. HENNING MEYER-PLATH
ANNELIE EHNOLD
THOMAS SCHUSTER
DR. KL4RA GOLDBACH
MARTIN AUFENANGER
GOTTFRIED KLITZSCH
OR. HEIKE VOGELSANG-WENKE
REINHARD KNAUER
DIETMAR KUHL
DR. FRANZ-JOSEF ZIMMER
BETTINA K. REICH ELT
DR. ANTON K. PFAU
DR. UDO WEIGELT
RAINER BERTRAM
JENS KOCH. M.S. (U of PA) M.S. (ENSPM)
KÖLN
DR. MARTIN DROPMANN
IHR ZEICHEN / YOUR REF.
UNSER ZEICHEN / OUR REF.
DATUM / DATE
G 4256-013/sb
13.03.2000
ANMELDER:
MMM MUENCHENER MEDIZIN MECHANIK GMBH
SEMMELWEISSTRASSE 6 82152 PLANEGG
MAXIMILIANSTRASSe 58 D-8<J5,3J? NJQNCHEN# J · · TEL 089/21 23 50 FAX (Gr.3) 089 / 22 02 87, (Gr.4) 089 / 21 86 92*93 http://www.grunecker.de - e-mail: postmaster@grunecker.de •##· KAISER-WILJHELIVt-R]1NG 1#>rj-5«672 KÖLN · · DEUTSCHE BANK MÜNCHEN NO. 17 51734 TEL 022*1*/94 97 22 0 *FAX (Gr.3) 0221/94 97*&Idigr;2 2 **" BLZ 700 700 10 SWIFT: DEUT DE MM e-mail: dropmann@grunecker.de
Die Erfindung betrifft einen Dampfsterilisator mit Mehrfachfunktionen.
Dampfsterilisatoren werden in weitem Umfang für Sterilisiervorgänge im Krankenhausbereich oder im Labor, in der Industrie oder auch im Bereich der Barriere-Tierhaltungen eingesetzt. Eine solche Sterilisiereinrichtung mit anschließender Trocknung sterilisierter Güter ist z.B. in der DE 19 734 537 A1 erläutert. Die Anmelderin stellt z.B. ein entsprechendes Gerät „Selectomat" S3000 her, das eine fraktionierte Dampfsterilisation mit anschließender Trocknung ermöglicht und, wobei der Dampfsterilisator vorzugsweise eine Doppelmantelanordnung aufweist, bestehend aus einer Innenwand, die den Nutzraum des Dampfsterilisators umschließt, und einer Außenwand, zwischen denen ein Konditionierraum gebildet ist zur Beheizung, Kühlung, Evakuierung oder Einstellung einer Trocknungsatmosphäre im Innenraum des Dampfsterilisators. In herkömmlicher Weise sind mit dem Dampfsterilisator z.B. Dampfzu- und -abführungsleitungen oder aber Speisewasserleitungen, Kühlleitungen und dergleichen verbunden.
In der Versuchstierhaltung wird eine keimarme Innenatmosphäre, in der sich die Tiere befinden, von einer äußeren Atmosphäre außerhalb der Einrichtung durch eine Schleuse abgetrennt, die in nebeneinanderliegender Anordnung aus einem erforderlichen, zweitürigen Dampfsterilisator und einer danebenliegenden Desinfektionsschleuse gebildet ist, durch die in einem Temperaturbereich von ca. 20° bis 800C thermolabile Güter, insbesondere unter Verwendung von gasförmigem H2O2 eingeschleust werden können. Eine solche Anordnung ist schematisch in Fig. 1 dargestellt.
Während in Barriere-Tierhaltungen ein zweitüriger Dampfsterilisator, z.B. für das Sterilisieren der Käfige, Einstreu, Futter, Tränkeflaschen und ggf. für Entsorgungsprodukte verwendet wird, werden die Tiere selbst oder auch Werkzeuge, PC's, Kartons oder empfindliche Käfige, sterile Werkbänke oder dergleichen durch die Desinfektions-Schleuse eingeschleust, die mit Per-Essig-Säure (PES) oder vorzugsweise mit FO (Formaldehyd) oder H2O2 betrieben werden kann.
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Nachteilig ist bei einer solchen Parallelanordnung von Dampfsterilisator und Desinfektionsschleuse (die auch einen entsprechenden Generator für das Desinfektions-/Sterilisieragenz benötigt), der erhebliche Raumbedarf sowie die nicht unerheblichen Kostenanforderungen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen herkömmlichen Dampfsterilisator zu verbessern derart, daß die vorerwähnten Nachteile vermieden und ein günstigeres Verhältnis von Aufwand zu Nutzen für die Behandlung von Produktsystemen, insbesondere im Bereich der Versuchstierhaltung, vorgeschlagen wird, die einerseits eine Dampfsterilisation benötigen, andererseits aber auch eine Niedertemperatur-Sterilisation oder -Desinfektion erfordern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Dampfsterilisator mit integrierter Desinfektions- und/oder Sterilisationsfunktion, insbesondere als Zugangsschleuse einer Versuchstiereinrichtung, gelöst, der Anschlüsse zur Zuführung und Ableitung eines Desinfektions- und/oder Sterilisieragens in einen Innenraum des Dampfsteriiisators aufweist.
Vorzugsweise ist der Dampfsterilisator mit einer Anschlußmöglichkeit für die Zuführung und Abführung von Wasserstoffperoxid (H2O2) versehen.
Weitere, bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Dampfsteriiisators sind in den übrigen Unteransprüchen dargelegt.
Mit der erfindungsgemäßen Ausstattung eines Dampfsteriiisators mit zusätzlicher Niedertemperatur-Desinfektions-/Sterilisationsfunktion und intergrierter Auslegung des Dampfsteriiisators ist dieser universell sowohl in einer Betriebsweise als Dampfsterilisator als auch in einer anderen Betriebsweise als Desinfektions-ZSterilisationsschleuse im Niedertemperaturbereich einsetzbar, je nach der angesetzten Betriebsführung. Im Zugangsbereich von Barriere-Tierhaltungen bzw. Versuchstiereinrichtungen werden auf diese Weise nicht nur erhebliche Platzersparnisse sondern auch deutliche Kosteneinsparungen gegenüber der bisherigen Parallelanordnung der entsprechenden Geräte und Einrichtungen erzielt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine herkömmliche Zugangsschleuse für eine Versuchstiereinrichtung in
identischer Darstellung,
Fig. 2 ein Dampfsterilisator mit integrierter Funktion als Materialschleuse in
identischer Darstellung,
Fig. 3 einen Dampfsterilisator in schematischer Darstellung im Querschnitt mit
zugehörigem Generator.
Eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Zugangsschleuse für eine Versuchstiereinrichtung (Barrierre-Tierhaltung) ist schematisch in Fig. 1 dargestellt. Dort ist in Parallelanordnung ein herkömmlicher Dampfsterilisator 1 mit einer zu diesem nebengeordneten Materialschleuse 2 für thermolabile Güter gezeigt, die eine Barrierebzw. Zugangseinrichtung von einer äußeren Atmosphäre 3 zu einer inneren Atmosphäre 4, in der sich die Versuchstiere befinden, bildet. Die äußere Atmosphäre 3 und die innere Atmosphäre 4 bilden dabei unterschiedliche Hygieneniveaus. Während der Dampfsterilisator mit in Pfeilrichtung 2-türiger Ausbildung, z.B. zum Einschleusen von Käfigen, Einstreu, Futter, Tränkeflaschen und ggf. Entsorgung von Materialien zwischen innerer Atmosphäre 4 und äußerer Atmosphäre 3 erforderlich ist, dient die Materialschleuse 2 als Desinfektionsschleuse in einem Temperaturbereich von ca. 200C bis ca. 8O0C für das Ein- und Ausschleusen thermolabiler Güter, insbesondere insoweit diese in der Versuchstierhaltung zum Einsatz kommen und die desinfiziert/sterilisiert werden müssen, wie z.B. Kartons oder Filterkäfige, Werkzeuge, PC's, sterile Werkbänke etc. und nicht zuletzt auch zum Ein- oder Ausschleusen der Tiere selbst.
Fig. 2 zeigt eine Zugangsanordnung ähnlich derjenigen in Fig. 1, bei der jedoch die Materialschleuse 2 (nach Fig. 1) in einen neuartigen, erfindungsgemäß ausgestattenen Dampfsterilisator 5 integriert ist. Der neuartige Dampfsterilisator 5 weist zu diesem Zweck zusätzliche Anschlüsse 6,7 zur Zuführung und Ableitung des gasförmigen Sterilisier-/Desinfektionsagens, insbesondere für das Einströmen von H2O2 auf. Die
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übrigen, herkömmlichen Anschlüsse und Einrichtungen wie Speisewasserleitungen bzw. Sterilisierdampfzuführungs- oder -abführungsleitungen sind hier nicht gezeigt. Lediglich schematisch ist der Dampfsterilisator 5 in Doppelkammeranordnung mit einer Innenwandung 8 und einer Außenwandung 9 dargestellt, wobei die Innenwandung 8 den Nutzraum 10, in dem der Dampfsterilisiervorgang in herkömmlicher, fraktionierter Durchführung stattfindet, umschließt.
Im Konditionierraum 11 sind in herkömmlicher Weise Heiz- und/oder Kühleinrichtungen vorgesehen, so daß eine Temperaturregelung des Doppelmantels 8, 9 und damit die Temperatur im Kammerinnenraum 10 konditioniert werden kann. Die Verteilung des Sterilisier- und/oder Desinfektionsagens, wie z.B. H2O2, kann durch eine Ventilationseinrichtung 12 im Kammerinnenraum 10 ebenso wie dessen Temperaturverteilung in diesem Raum mit kurzen nicht stationären Regelungsstrecken verbessert werden, so daß stets eine homogene Innenatmosphäre gesichert ist.
Mit den Anschlüssen 6, 7 können die Anschlüsse 14 oder 15 eines Generators 16 für das Desinfektions-/Sterilisier-Agens fest oder auch lösbar verbunden sein, wobei Steuerventile und andere Steuerungsmittel wie Meßfühler hier nicht dargestellt sind. Auch sind weitere Anschlußleitungen, wie sie für Dampfsterilisatoren üblich sind, insbesondere zur Sterilisierdampfzufuhr-Abfuhr oder zur Speisewasser- bzw. Kühlwasserführung hier nicht dargestellt.
Der Dampfsterilisator kann wahlweise durch eine hier nicht gezeigte Steuereinrichtung in der Betriebsart „Dampfsterilisation" oder der Betriebsart „Materialschleusen" (Desinfektion/Sterilisation) im Niedrigtemperaturbereich betrieben werden, wobei die Steuerung entsprechender Schleusungsprozesse entweder von dem Gasgenerator 16 oder dem Dampfsterilisator 5 aus erfolgen kann.
Wie in Fig. 3 dargestellt, sind die Anschlüsse 6, 7 für die Beaufschlagung des Kammen'nnenraumes 10 des Dampfsterilisators 5 vorzugsweise hinsichtlich Zuleitungsanschluß 6 und Ableitungsanschluß 7 an diametral gegenüberliegenden Seiten (oben und unten) des Konditionierraumes 11 angeordnet.
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Die Erfindung ist überall dort anwendbar, wo neben der Dampfsterilisation mit herkömmlichen Sterilisatoren auch Materialschleuseprozesse oder Sterilisier-/Desinfektionsvorgänge im Niedrigtemperaturbereich parallel erforderlich sind und eine erhöhte Geräteintegration wünschenswert ist.
Claims (11)
1. Dampfsterilisator (5) mit integrierter Desinfektions- und/oder Sterilisationsfunktion, insbesondere als Zugangsschleuse einer Versuchstiereinrichtung, mit Anschlüssen (6, 7) zur Zuführung und Ableitung eines Desinfektions- und/oder Sterilisieragens in einen Innenraum (10, 11) des Dampfsterilisators (5).
2. Dampfsterilisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Desinfektions- und/oder Sterilisieragens gasförmig, insbesondere H2O2, ist.
3. Dampfsterilisator nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Doppelmantelanordnung (8, 9) mit einer, einen Kammerinnenraum (10) begrenzenden Innenwandung (8) und einem Konditionierraum (11) zwischen Innenwandung (8) und Außenwandung (9) der Doppelmantelanordnung (8, 9).
4. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse (6, 7), insbesondere lösbar, mit einem Gasgenerator (16) verbindbar sind.
5. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Konditionierraum (11) zumindest eine Heiz- und/oder Kühleinrichtung sowie Anschlußeinrichtungen zum Zu- und/oder Abführen von Sterilisierdampf, Speisewasser oder Kühlwasser aufweist.
6. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß (6) für eine Zufuhr des gasförmigen Desinfektions- und/oder Sterilisieragens im wesentlich diametral gegenüberliegend zu dem Anschluß (7) für eine Ableitung des gasförmigen Desinfektions- und/oder Sterilisiergases vorgesehen ist.
7. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kammerinnenraum (10) eine Ventilationseinrichtung (12) angeordnet ist.
8. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Doppeltüranordnung zur Kommunikation des Kammerinnenraumes (10) mit einer äußeren Atmosphäre (3) und/oder einer inneren Atmosphäre (4) beiderseits des Dampfsterilisators (5) vorgesehen ist.
9. Dampfsterilisator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Dampfsterilisator (5) zugleich eine Materialschleuse zwischen der inneren Atmosphäre (4) und der äußeren Atmosphäre (3) einer Versuchstiereinrichtung bildet.
10. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 9, gekennzeichnet durch Steuerventile in den Verbindungsleitungen zwischen dem Generator (16) und dem Dampfsterilisator (5) sowie in den Sterilisierdampf-Zuführungs- und/oder Abführungsleitungen und/oder Speise- bzw. Kühlwasserleitungen.
11. Dampfsterilisator nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung zur wahlweisen Einstellung einer von zumindest zwei Betriebsarten "Dampfsterilisation" oder "Niedertemperatur- Desinfektion/Sterilisation".
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20004617U DE20004617U1 (de) | 2000-03-13 | 2000-03-13 | Dampfsterilisator |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE20004617U DE20004617U1 (de) | 2000-03-13 | 2000-03-13 | Dampfsterilisator |
Publications (1)
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- 2000-03-13 DE DE20004617U patent/DE20004617U1/de not_active Expired - Lifetime
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