DE2048772A1 - Cyclische Perfluorolefme und Ver fahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Cyclische Perfluorolefme und Ver fahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
dr. W. Schalk · dipl.-ing. P. Wirth · dipl.-ing. G. Dannenberg
DR. V. SCHMIED-KOWARZIK · DR. P. WEINHOLD · DR. D. GUDEL
6 FRANKFURT AM MAIN
BA 15511
Air Products and Chemicals, Inc. 1339 Chestnut Street Philadelphia, Pa. /USA
Cyclische Perfluorolefine und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung cyclischer Dlef—
fine, insbesondere auf die Herstellung fluoralkylsubstituierter und unsubstituierter
Perfluorolefine mit 5- und 6-gliedrigem Ring und 6-1Ö Kohlenstoffatomen,
einschließlich der neuen Perfluorolefinverbindungen Decafluor-3-methylcyclDpenten,
DecafluDr-^-methylcyclopenten und Gctadecafluor-4— (n-butyl)-cyclohexen.
Ungesättigte cyclische Fluorkohlenwasserstoffe sind wertvolle chemische Zwischenprodukte, die Additions— und Substitutionsreaktionen unterzogen werden
können. Man erhält z.B. fluorierte-aliphatische Dicarbonsäuren, wenn man cyclische
Fluorolefine oxydiert, wodurch der Kohlenstoffring in eine offene Kette
umgewandelt wird. So ergibt z.B. Perfluorcyclohexen nach Behandlung mit einer
basischen wässrigen Permanganatlösung Perflucradipinsäure. Ungesättigte Äther
erhält man durch Umsetzung cyclischer Fluorolefine mit einem Alkohol, wie
Methanol, Äthanol und Isopropylalkohol, in Anwesenheit einer Base. Cyclische
Fluorolefinepoxyde können durch Epoxydation das entsprechenden cyclischen
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Fluorolefine unter Verwendung van wässrigem alkalischem Wasserstoffperoxyd ·
erhalten werden. Fluorkohlenstoffpolyether erhält man durch Polymerisation
der cyclischen Fluorkohlenstoffepoxyde. Die cyclischen Fluorolefinepoxyde
können auch durch Einwirkung von Cäsiumfluorid in Carbonylverbindungen umgewandelt
werden. Weiterhin ist bekannt, daß die freie Radikaladdition eines Alkohols, wie Methanol, an cyclische Fluorolefine erreicht werden kann.
Außerdem können perfluorierte Disäuren aus der Oxydation cyclischer Fluorolefine
in Triazinelastomere umgewandelt werden. Diese Elastomeren haben
eine hohe Wärmebeständigkeit und Beständigkeit gegen einen chemischen Angriff; sie werden allgemein als Schutzhüllen für Treibstofftanks, als Drahtisolierung,
bei der Herstellung von Dichtungsringen usw. verwendet.
Bekanntlich können Decafluorcyclohexen und Dodecafluormethylcyclohexen durch
Pyrolyse (bei 550 C.) von Perfluorcyclohexyl- und Perfluormethylcyclohexylcarbonsäure
hergestellt werden. Dann wurd das erhaltene flüssige Fluorkohlenstoff produkt durch fraktionierte Destillation gewonnen. Dieses Verfahren
ergibt jedoch nur sehr geringe Ausbeuten. Ein anderes Verfahren verwendet die Zersetzung von Perfluorcyclohexancarbonsäure in Wasser zur Erzielung von
Decafluorcyclohexen. Dieses Verfahren erzielt jedoch wiederum nur sehr geringe Ausbeuten, z.B. 20-30 %. Daher wäre die Schaffung eines Verfahrens
zur Erzielung hoher Ausbeuten an cyclischen Perfluorolefinverbindungen äußerst
wünschenswert.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Verfahren zur
Herstellung cyclischer Perfluorolefine, insbesondere die Schaffung eines
Verfahrens zur Herstellung fluoralkylsubstituierter und unsubstituierter Perfluorolefine mit 5- und 6-gliedrigem Ring in sehr hohen Ausbeuten.
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Weiterhin erzielt die vorliegende Erfindung neue cyclische Perfluorolefinverbindungen«
Erfindungsgemäß wurde nun festgestellt, daß man cyclische Perfluorolefine
mit 6-10 Kohlenstoffatomen in hohen Ausbeuten erhalten kann, wenn man eine
perfluorierte cyclische Säure oder ein Säurefluorid mit 5- oder 6-gliedrigem
Ring bei einer Temperatur zwischen 40-200°C. mit einem Reagenz, das eine
organische Säure, ein Salz einer organischen Säure, ein Alkanolsulfatsalz,
eine wässrige basische Lösung oder ein Molekularsieb ist, erhitzt.
Das ausfließende Material wird durch einen mit Trockeneis gekühlten Kühler
geleitet. Die nicht umgewandelte perfluorierte cyclische Säure mit 5- oder
6-gliedrigem Ring oder das Säurefluorid können aus dem cyclischen Perfluorolefinprodukt
bei Zimmertemperatur durch eine 25-^oige Kaliumhydroxydwaschlösung
entfernt werden. Eine weitere Reinigung des ausfließenden Materials kann durch fraktionierte Destillation erfolgen.
Von den erfindungsgemäß hergestellten, cyclischen Perfluorolefinen mitumfaßt
werden die neuen Perfluorolefinverbindungen: Decafluor-3-methylcyclopenten,
DecafluorWt-methylcyclopenten und Dctadecafluor-4-{n-butyl)-cyclohexen.
Die erfindungsgemäß als Ausgangsmagerialien verwendeten perfluorierten Säuren
mit 5- oder 6-gliedrigem Ring und dansη Säurefluoride können aus den entsprechenden
Kohlenwasserstoffsäuren durch Elektrolyse einer Lösung in einem wasserfreien flüssigen Fluorwasserstoff unter Verwendung einer bei etwa +160C.
betriebenen Zelle mit einer Eisenkathode und Nickelanode hergestellt werden, wobei die angelegte Zellenspa-nnung etwa 5-7,7 Volt beträgt. Die Ausgangssäure
wird in das entsprechende, vollständig fluorierte Säurefluorid umgewandelt (Rx-COF, wobei R„ für den Perfluorkohlenstoffrest steht), das sich
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am Boden der Zelle zusammen mit Fluorkohlenstoffnebenprodukten absetzt. Das
fluorierte Produkt kann mit der theoretischen, zur Hydrolyse des cyclischen Perfluorsäurefluorids in die cyclische Perfluorsäure erforderlichen Wassermenge
gemischt werden, und die cyclische Perfluorsäure kann durch fraktionierte
Destillation gewonnen werden.
Diese elektrochemische Fluorierung bewirkt die Addition von Fluor an die
Ausgangsverbindungen mit ungesättigtem Ring. Daher können aromatische Carbonsäuren
als Ausgangsverbindungen zur Herstellung der erfindungsgemäß verwendeten
h gesättigten Perfluorcycloalkylcarbonsäuren verwendet werden. So kann Benzoesäure,
CgH5CODH,' zur Bildung von c-CgF,,COF (wobei c für die cyclische
Struktur steht) fluoriert werden, das zur Perfluorcyclohexancarbonsäure, c-CgF-.CDOH, hydrolysiert werden kann. In ähnlicher Weise kann o-Toluylsäure,
CH3CgHJUOOH, zur Herstellung von Perfluor-S-methylcyclohexancarbonsäure,
2-CF3CgF1nCOOH,verwendet werden; m-Toluylsäure kann zur Herstellung
von Perfluor-S-methylcyclohexancarbonsäure, 3-CF„CfiFinC00H,verwendet werden;
p-Toluylsäure kann zur Herstellung von Perfluor-A-methylcyclohexancarbonsäure,
4-CF4CgF- COOH, verwendet werden; und p-(n-Butyl)-benzoesäure,
^ 4-CH3CH2CH2CH2CgH4CO^H, kann zur Herstellung von Perfluor-4-(n-butyl)-cyclo-
hexancar-bonsäure verwendet werden. Man kann auch die entsprechenden Säureais Ausgangsverbindungen
halogenide der obigen Säuren/verwenden. Das Verfahren zur Herstellung perfluorierter
cyclischer Säuren und Säurefluoride ist im einzelnen in der US-.Patentschrift
2 519 983 beschrieben.
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Als Reagenzien zur Umsetzung mit der perfluorierten cyclischen Säure mit
5- und 6-gliedrigem Hing und deren Säurefluoriden bei einer Temperatur zwischen
4Q-20Q°C. zur Erzielung der gewünschten fluoralkylsubstituierten und unsubstituierten
Perfluorolefine mit 5- und 6-gliedrigem Ring sind z.B. organische
Säuren, Salze organischer Säuren, Alkanolsulfatsalze, wässrige basische
Lösungen und Molekularsiebe geeignet. Solche Reagenzien umfassen z.B. Stearinsäure,
Isodecansäure, Valsriansäure, Kaliumlaurat, Natriumleturylalkoholsulfat,
Natriumneopentylalkoholsulfat, Natriumcarbonat, eine wässrige Kaliumhydroxydlösung,
eine wässrige Natriumbicarbonatlösung, eine wässrige Natriumcarbonatlöaung,
eine wässrige Kaliumbicarbonatlösung, wasserfreies Natriumacetat und
3A Molekularsiebe.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie
zu beschränken. Die Beispiele 1 bis 3 beschreiben die Herstellung der in den Beispielen 4 bis 17 verwendeten, erfindungsgemäßen Materialien.
Die Elektrofluorierung von Benzoylchlorid erfolgt in einer Elektrolysezelle
der in der US-Patentschrift 2 519 983 beschriebenen Art. Der äußere Körper
und Deckel der Zellen waren aus Monel-Stahl konstruiert. Die Elektrodenfüllung bestand aus einer Reihe alternierend angebrachten Nickelanoden-
und Kathodenplatten. Der Plattenabstand betrug etwa 3 mm, und der Ring
zwischen der Elektrodenfüllung und der inneren Wand der zylindrischen Zelle 'betrug etwa 2,5 cm. Die Zellenplatten waren 1|6 mm dick und durch PoIytetrafluoräthylen-AbstandBstücke
von einander isoliert. Ein Kühler, durch den die austretenden Gase geleitet wurden, wurde mit einem flüssigen Kohlendioxyd-Kältefinger
gekühlt und auf etwa -30 bis -40°C. gehalten. Der äußere
Mantel der Zelle wurde gewöhnlich durch Zirkulieren kalter Flüssigkeit
' auf -7 bis +160C. gehalten.
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Die Zelle mit einem Volumen von 4500 ecm und einem gesamten Anodengebiet
2
von 3950 cm wurde mit wasserfreiem Fluorwasserstoff beschickt. Es wurden 5 Volt Gleichstrom angelegt und die Spannung über einen Zeitraum erhöht, bis die Stromstärke bei angelegten 7 Volt unter S Amp. lag, was anzeigte, daß der Fluorwasserstoff trocken war. Dann wurden in den Kopf der Zelle 3,2 Mol Benzoylchlorid eingeführt, und es wurde eine Spannung von etwa 6,8 Volt Gleichstrom angelegt. Die Elektrolytentempemperatur wurde im allgemeinen während des gesamten Verfahrens durch Betrieb des Kühlsystems im Mantel auf 2 bis 18°C. gehalten.
von 3950 cm wurde mit wasserfreiem Fluorwasserstoff beschickt. Es wurden 5 Volt Gleichstrom angelegt und die Spannung über einen Zeitraum erhöht, bis die Stromstärke bei angelegten 7 Volt unter S Amp. lag, was anzeigte, daß der Fluorwasserstoff trocken war. Dann wurden in den Kopf der Zelle 3,2 Mol Benzoylchlorid eingeführt, und es wurde eine Spannung von etwa 6,8 Volt Gleichstrom angelegt. Die Elektrolytentempemperatur wurde im allgemeinen während des gesamten Verfahrens durch Betrieb des Kühlsystems im Mantel auf 2 bis 18°C. gehalten.
Die folgende Tabelle zeigt die zugeführte Beschickung und das gesammelte
Produkt auf einer Basis von 24 Stunden.
der Zelle zugeführte, kumulative kumulatives flüssiges Produkt kumulative Beschickung Feradays/24 std g/24 std
Mol/24 std .
3,214 0,00 0
3,214 6,15 0
3,214 28,32 0
4,214 46,23 ' 204
6,214 71,34 556
7,214 92,84 777
) 10,214 124,51' 1184
.12,214 149,58 1523
13,214 168,69 1810
14,214 195,63 2158
16,214 222,01 2603
Das Zellenprodukt wurde vom Boden der Zelle abgelassen, und Benzoylchlorid
wurde durch eine mit Stöpsel versehene öffnung im Zellenkopf zugeführt. Jede
frische Beschickung wurde der Zelle auf der Basis der verbrauchten elektrischen Energie zugegeben. Ein Überschuß an frischer Beschickung von
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•a 7 ·_
etwa 2 Mol wurde über derjenigen Anzahl Faradays aufrechterhalten, die durch
die Zelle geleitet wurden, dividiert durch die Anzahl Faradays, die zu einem theoretischen Betrieb des Verfahrens notwendig sind.
Das Zellenprodukt wurde durch das folgende Veresterungsverfahren analysiert:
57 g abs. Äthanol wurden in einen trockenen, mit magnetischem Rührer, Thermometer,
Tropftrichter, Eis/Aceton-Bad und Kühler versehenen 250—ccm-Dreihalsrundkolben
gegeben. Die Temperat.ur wurde auf 0-10 C. gehalten während unter
Rühren 10Q g des aus der Zelle abgezogenen Materials bei mäßiger Geschwindigkeit
(5 Minuter] zugeführt wurden. Nach beendeter Zugabe wurde das Eisbad (
entfernt und die Reaktionsmischung 1 Stunde gerührt, während die Temperatur auf 20-25 C. anstieg. Dann wurde die Reaktionsmischung auf 15°C. abgekühlt,
und es wurden 100 ecm kaltes Wasser zugefügt. Die Reaktionsmischung wurde
15 Minuten gerührt und vor der Gaschromatographie der unteren Phase 15 Minuten stehen gelassen.
■ / Es erfolgte ein Vergleich der Chromatogramme der veresterte!! und nicht—ver—
esterten Zellenprodukte. Die Materialien, deren Zurückhaltungszeiten durch \feresterung
verlängert wurden, wurden als Ester angesehen. Materialien, die nach der Veresterung dieselben "retention times" bewahrten, wurden als "inert" '
angesehen.
Die Gaschromatographie bestand aus der Einführung von 4-7 ,ul in eine
4f5 m χ 0,6 cm Chromasorb W Kolonne mit 20 % DC-11.
Die Papierspitzen der chromatographischen Karte wurden ausgeschnitten und
gewogen. Die Ergebnisse wurden in Mol-% erhalten. In diesem Fall sind Gew.-PyO
eine gute Annäherung.
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So wurde gefunden, daß das Zellenprodukt aus 20,3 °/o nicht-funktionellen,
inerten Fluorchemikalien, wie Dodecafluormethylcyclopentari, Dodecafluorcyclohexan
und Tetradecafluormethylcyclohexan; fluorierten Gäurefluoriden, die mit Methanol Ester bilden können, nämlich Undecafluor-2-methylcyclopentancarbonylfluorid
und Undecafluor-3-methylcyclopentancarbonylfluorid sowie
Undecafluorcyclohexancarbonylfluorid (67,9 % Säurefluoride mit 5- und 6-gliedrigem
Ring in einer Verhältnis von etwa 3:7) und 11 ,B 1Jd nicht identifizierter
fluorierter Säurefluoride bestand.
B.eispiel 2
Die Elektrofluorierung von Benzoesäure erfolgte in einer 6500-ccm-Zelle,
die sonst mit der in Beispiel 1 beschriebenen Vorrichtung identisch war. Der Versuch begann mit einer Anfangsbeschickung von 5,327 Mol Benzoesäure. Die
Spannung wurde zwischen 6,2-7,0 Volt gehalten. Die folgende Tabelle gibt die zugeführte Beschickung und das gesammelte Produkt auf einer Basis von
24 Stunden.
der Zelle zugeführte, kumulative kumulatives flüssiges Produkt kumulative Beschickung Faradays/24 std · g/24 std
Mol/24 std
5,327 0,00 0
6,327 36,30. 0
B,327 72,53 171
10,327 10B,B8 363
12,327 160,B9 934
14,327 202,65 1357
16,327 242,99 1914
'18,327 304,66 2B20
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Das Zellenprodukt wurde nach dem in Beispiel 1" beschriebenen Veresterungcverfahren
analysiert. So wurde festgestellt, daß das Produkt aus der Benzoe~
säure-Elektrofluorierung aus 36,2 % nicht-funktionellen, inerten Fluorchemi-.
kalien bestand, wie sie z.B. in Beispiel 1 beschrieben sind; 56,0 "Jo waren
eine Mischung aus CgF.-COF Isomeren mit 5- und 6-gliedrigem Ring und 7,8 D/>
waren nicht identifizierte fluorierte Säurefluoride.
508? g des in Beispiel 1 beschriebenen Produktes aus der Benzoylchlorid-Elektrofluorierung
wurden in einen 3,8 1 Weithalskolben gegeben, der mit einem mit Teflon beschichteten Rührer versehen war. Um die Kolbenwände wurde'
Trockeneis gelegt, und das Elektrofluorierungsprodukt wurde bis zum Erreichen
einer Temperatur von 10 C. gerührt. Dann wurde unter Rühren Wasser in Anteilen
von jeweils 50 ecm innerhalb von 15 Minuten bis zu einer Zugabe von
250 ecm zugefügt. 5 Minuten später hatte die Reaktionsmischung eine maximale
Temperatur von 68 C. Diese Temperatur fiel langsam nach 1,5 Stunden
Gesamtreaktionszeit auf 10 C. Dann wurde die Reaktionsmischung mit Stickstoff
durchgespült und innerhalb Biner halben Stunde auf 23 C. erwärmt. An diesem
Punkt wurden 200 g eines 3A Molekularsiebes, unter Rühren und Durchspülen mit
Stickstoff zugefügt. Nach 10 Minuten betrug die Temperatur 30°C.
Dann wurde die Reaktionsmischung durch Absaugen innerhalb von 2 Stunden filtriert.
Nach dem Filtrieren wag das Produkt 4330 g. Das Molekularsieb wurde
dann mit 15o ecm Diäthyläther gewaschen und die Atherlösung zum Produkt
zugefügt.
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Unter Verwendung eines 3-1-Dreihalsrundkolbens mit einfachem Claisen-Kopf,
Einführung von Np in den Kolben und Vakuum durch Wasseraspirator erfolgte dann
die Blitzverdampfung der niedrig siedenden Materialien (inerte Fluorchemikalien,
Äther usw.). Die niedrig siedenden Materialien wurden bei einer Blasentemperatur von 30-90 C. und 100—50 mm Druck destilliert. Die Ergebnisse
dieser Destillation waren wie folgt:
| Lauf | Blasentemp. | spiel | Kopftemp. | 4 | Druck | Gewicht d.Produktes | g |
| Nr. | C. | C. | mm | 153 | |||
| 1 | 82-92 | 32-81 | 28-25 | 800 | |||
| ■CM | 95-96 | 81-91 | 22-24 | 1500 | |||
| 3 | 96-105 | 90-96 | 22-20 | 714 | |||
| 4 | 115-130 (Zers.) | 105-110 | 25-28 | 181 | |||
| 5 | 108-138 (Zers.) | 89-108 | 1-2 | 3398 | |||
| insges.dest. | 645 | ||||||
| Rückstand | 4043 | ||||||
| insgesamt | |||||||
| Bei | |||||||
500 g des in Beispiel 1 beschriebenen Benzoylchlorid-Elefetrofluorierungsproduktes
wurden in einen 2000-ccm-Kolben gegeben, der 500 g Isodecansäure
enthielt. Die Reaktionsmischung wurde unter Rühren mittels eines Ölbades erhitzt. Bei einer Reaktortemperatur von 105-1350C. und einer Kopftemperatur
von 59-65°C. wurde eine 22,1-g-Fraktion in einer Trockeneisfalle gesammelt. Bei einer Reaktortemperatur von 135-320 C. und einer Kopftemperatur
von 59-110°C. wurde eine 334,7-g-Fraktion in einer TrockBneisfalle gesammelt.
Das Produkt von 356,8 g wurde durch Gaschromatographie an einer 6 m
0f63 cm, von Zimmertemperatur auf 200°C. programmierten Kolonne mit 30 i»
6E-30 auf ChromoBorb W, AW und DMCS analysiert. Es bestand aus 16,7 %
nioht-funktioneller, inerter Fluorchemikalien, wie sie z.B. in Beispiel 1
beschrieben sind, 18,4 $ Decefluor-a-methylcyclopenten, 46,3 % Decafluorcyolohexen,
18,4 ^ Decafluor-^-methylcyclopenten und 7,1 % nicht identifizierter Fluorolefine ^Q9815/2054
Reine Proben der drei cyclischen, perfluorierten Olefin-Hauptprodukte erhielt
man durch präparefcive Skalen-Gaschromatographie. Magnetische Fluor-19
Kernresonanzspektren der Verbindungen wurden bei 56,4 Mc Frequenz auf einem
Varian DP-60 Sepktrometer erhalten. Die chemischen Verlagerungen wurden in
Teilen pro Mill, aus einem äußeren Trifluoressigsäure-Standard gemessen;
—V Decafluor-S-methylcyclopenten, IR-Olefinabsorption 1760 cm ; Siedepunkt
46-4B°C; F-19 nmr Verlagerungen bei -0,4 (38,44), (49,50), 68, 72, 101
ppm im relativen Gebietsverhältnis νση 3:2:2:1:1:1; Decafluor-
-1 ο
4-methylcyclopenten IR Olefinabsorption 1775 cm ; Siedepunkt 48-49 C.
ν \
chemische F—19 nmr Verlagerungen bei 2,5, 36, 74, 107 "ppm im
relativen Gebietsverhältnis von 3:4:2:1; Decafluorcyclohexen, IR Olefinabsorption
1740 era"* ; Siedepunkt 52 C1 Schmelzpunkt 510C.; chemische F-19
nmr Verlagerungen bei 43, 57,7, 76,9 ppm im relativen Verhältnis von 2:2:1.
200 g Natriumlaurylalkoholsulfat wurden in einen 1000-ccm-Kolben gegeben, die
mit einem zusätzlichen Trichter, Destillationskopf, Rührer, Blasen- und
Kopfthermometern, Ölbad und Trockeneisfalle versehen war. 200 g des in Beispiel
1 beschriebenen Benzoylchlorid-Elektrofluorierungsproduktes wurden unter
Rühren langsam in den Kolben gegeben. Bei einer Blasentemperatur von 154-212°C.
wurden bei einer Kopftemperatur von 55-59 C. 55,6 g Produkt in der Trockeneisfalle gesammelt. Dieses Produkt war laut Gaschromatographie identische
mit dem in Beispiel 4 beschriebenen Produkt.
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Gemäß Verfahren von Beispiel 5 wurden 150 g des in Beispiel 1 beschriebenen
Benzoylchlorid-Elektrafluorierungsproduktes mit 150 g Kaliumlaurat umgesetzt.
Bei einer Blasentemperatur von 89-210 C. und einer Kopftemperatur von 28-400C.
wurden 83,G g eines Produktes gesammelt, das laut Gaschromatographie mit dem
in Beispiel 5 beschriebenen Produkt identisch war.
1480 g des in Beispiel 1 beschriebenen Benzoylchlorid-Elektrofluorierungsproduktes
wurden langsam in einen 5000-ccm-Kolben gegeben, der mit Kühler,
Rührer und Thermometer versehen war und 1700 ecm 25->/oiges Kaliumhydroxyd
enthielt. Die Zugabe erfolgte innerhalb von 2 Stunden während die Reaktion durch Eisbadkühlung auf 25-30 C. gehalten wurde. Dann wurde die erhaltene
Reaktionsmischung bei Zimmertemperatur 18 Stunden gerührt. Die untere Phase wurde abgetrennt und 3 Mal mit je 400 ecm Wasser gewaschen. Laut Gaschromatographie
waren die 850,8 g der klaren Flüssigkeit identisch mit dem in Beispiel 4 beschriebenen Produkt.
450 g Natriumbicarbonat und 3 1 Wasser wurden in einen 5-1-Dreihalsrundkolben
gegeben, der mit Tropftrichter, magnetischem Rührer und Destillationskopf versehen war; der Destillationskopf hatte einen 500-ccm-Aufnahmebehälter
und daran anschließend eine Trockeneis/Aceton-Kältefalle. Die Mischung wurde
15 Minuten bei 23 C. gerührt. Dann wurdenunter Rühren innerhalb einer halben
Stunde bei einer Blasentemperatur von 23-25 C. 800 g einer cyclischen Perfluorsäuremischung
mit identischem Siedepunkt und Zusammensetzung wie Fraktion 3 von Beispiel 3 zugefügt. Der 500-ccm-Aufnahmebehälter wurde in Trok-■
keneis/Aceton gekühlt und die Reaktionsmischung unter Rühren auf 95°C. erhitzt.
Nach 1,5 Stunden wurden 498 g (77,7 % Ausbeute) Perfluorolefin als
Produkt im Aufnahmebehälter und der Kältefalle gesammelt.
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Die Analyse des obigen Perfluorolefinproduktes auf der in Beispiel 4 beschriebenen
Gaschromatographiekolonne zeigte 1,8 % nicht-funktionelle inerte Fluorchemikalien,
43,1 0Ja Decafluormethylcyclopentene (vorherrschend eine Mischung
"der 3- und 4-Isomeren), 53,2 % Decafluorcyclohexen und 1,9 % nicht identifizierter
Fluorolefine.
450 g Natriumbicarbonat und 3 1 Wasser wurden in einen mit Tropftrichter,
magnetischem Rührer und Destillationskopf versehenen 5-1-DreiHalsrundkolben
gegeben; der Destillationskopf hatte einen 500-ccm-Ausfnahmebehälter und
daran anschließend eine Trockeneis/Acetan-KältefallB. Zur obigen Mischung
wurden unter Rühren 500 g des in Beispiel 1 beschriebenen ElektrofluDrierungsproduktes
innerhalb einer Stunde unter Kühlen zugefügt, um die Blasentemperatur
unter 15 C. zu halten. Die Mischung wurde 17 Stunden bei Zimmertemperatur
gerührt und dann mit einem Heizmantel erhitzt. Das Produkt wurde bei 30-58°C. Kopftemperatur und 59-BB C. Blasentemperatur destilliert. Die Ausbeute war 343,3-g Fluorverbindungen, die nach Gaschromatographie wie in Beispiel
4 10,4 % nicht-funktionelle inerte Fluorchemikalien, 34,3 % Decafluormethylcyclopentene
(vorherrschend" eine Mischung der 3- und 4-Isomeren)
46,9 °/o Decafluorcyclohexen und 8,5 % nicht identifizierte Fluorolefine enthielt.
450 g Kaliumcarbonat und 3 1 Wasser wurden in einen mit Tropftrichter, magnetischem
Rührer, Destillationskopf und Kühler versehenen 5-1-Kolben gegeben;
-» der Kühler hatte einen äOD-ccm-Aufnahmebehälter und daran anschließend eine
^ Trockeneis/Aceton-Kältefalle. Zu Lösung wurden unter Rühren 500 g des ZeEencn
produktea von Beispiel 3 innerhalb einer halben Stunde bei 23-25QC. zugefügt.
^> Die Reaktionsmischung wurde 17 Stunden gerührt, dann wurde Wärme angewendot
ο
*fj und das Produkt in den gekühlten Aufnahmebehälter destilliert. Bei Biner
Biesentemperatur von 40-70 C. erhielt man als Ausbeute 310 g einer Mischung
von Fluorverbindungen, die laut Analyse durch die in Beispiel 4 beschriebene
Gaschromatographie 7,21 % nicht-funktionelle FluorkohlenstDffe, 37,84 °/0
Decafluormethylcyclopentene (vorherrschend sine Mischung der 3-und 4-IsDmeren),
4B,82 % Perfluorcyclohexen und 6,13 °/>
anders Olefine enthielt.
Beispiel 1_1__
1DD g wasserfreies Natriumacetat wurden in einen mit Rückflußkühler, Kühler
und TrockenBis/Aceton-Kältefalle versehenen 500-ccm-Kolben gegeben. Dazu
wurden langsam 100 g dBS in Beispiel 1 beschriebenen Zellenproduktes zugefügt.
Die Reaktionsmischung wurde 3 Stunden abkühlen gelassen und dann auf 40-90 C.
erhitzt; es wurden 55 g Fluorverbindung gesammelt. Gemäß Gaschromatographie wie-in Beispiel 4 zeigte das Produkt einen Gehalt von 5,5 °/>
nicht—funktioneilen Fluorkohlenstoffen, 34,8 ^a Decafluormethylcyclopentenen (vorherrschend
eine Mischung der 3- und 4-Isomeren), 43,4 % Perfluorcyclohexen und 16,3 %
andere Fluorolefine.
450 g Kaliumbicarbonat und 3 1 Wasser wurden in einen mit Tropftrichter,
magnetischem Rühren und Destillationskopf versehenen 5-1-Dreihalsrundkolben
gegeben; dßr Destillationkopf hatte einen 500 ecm Aufnahmebehälter und daran
anschließend eine Trockeneis/Aceton-Kältefalle. Die Mischung wurde 15 Minuten
bei 23 C. gerührt. Dann wurden unter Rühren innerhalb einer halben Stunde
bei 23-250C. BlasentBmperatur 800 g einer cyclischen Perfluorsäuremiscnung
mit demselben Siedepunkt und Zusammensetzung wie Fraktion 3 von Beispiel 3 zugefügt. Der äOD-ccm-Aufnahmebehälter wurde in Trockeneis/Aceton gekühlt
und die Reaktionsmischung unter Rühren auf 95°C. erhitzt. Nach 1,5 Stunden
wurden im Aufnahmebehälter und der Kältefalle 389 g Perfluorolefinprodukt
gesammelt.
109815/2054
Laut GaBchromatographie enthielt die Produktmischung 2,23 % nicht-funktionelle
Fluorkohlenstoffe 43,22 % Decafluormethylcyclopentene (vorherrschend eine
Mischung der 3- und 4-Isomeren), 51,95 % Perfluorcyclohexen und 2,60 0Ja
andere Fluorolefine.
In einen wie in Beispiel 12 ausgerüsteten 5-1-Kolben wurden 450 g KOH und
3 1-Wasser gegeben. Die Mischung wurde unter Rühren auf 23 C. abgekühlt.
Dann wurde wie in Beispiel 10 eine in Beispiel 12 beschriebene'cyclische
Perfluorsäuremischung zugefügt. Die Reaktion wurde wie in Beispiel 10 fortgesetzt.
Nach 1,5 Stunden wurden 285 g Perfluorolefine gesammelt. Die gaschromatographische
Analyse der Produktmischung ergab einen Behalt von 11,4 %
nicht-funktionellen Fluorkohlenstoffen, 28,5 % Decafluormethylcyclopentenen
(vorherrschend eine Mischung der 3- und 4-Isomeren), 56,3 "ja Perfluorcyclohexen
und 3,B °/a andere Fluorolefine.
500 g des in Beispiel 2 beschriebenen Benzoesäure-Elektrofluorierungspro—
duktes wurden in einen 2000-ccm-Kolben gegeben, der 500 g Valeriansäure enthielt.
Die Reaktionsmischung wurde unter Rühren in einem Ölbad erhitzt. Als die Reaktortemperatur auf 85-180 C. stieg, wurden in einer Trockeneisfalle 450 g eines farblosen Destillates gesammelt._Dieses Produkt
wurde 3 Mal mit je 300 ecm Wasser gewaschen. Die Destillation lieferte 314
g eines farblosen Produktes mit einem Siedepunkt von 47-53°C. Laut Gaschromatographie wie in Beispiel 4 enthielt dieses Material 18,8 % nicht-funktionelle
inerte Fluorverbindungen, 33,4 % Decafluormethylcyclopentene (vorherrschend
eine Mischung der 3- und 4-Isomeren), 39,6 % Decafluorcyclohexen
und 6,2 % nicht identifizierte Olefine.
109815/2054
200 g des Benzoesäure—Elektrofluorierungsproduktes von Beispiel 2. wurden wie
in Beispiel 5 mit 200 g Natriumenopentylalkoholsulfat umgesetzt. Bei einer
Blasentemperatur von 130-190 C. und einer Kopftemperatur von 48-49DC.
wurden 82,2 g Produkt in der Trockeneisfalle gesammelt. Laut Gaschromatographie
wie in Beispiel 4 enthielt dieses Produkt 19,2 °/0 nicht-funktionelle
inerte Fluorverbindungen, 33,7 °/a Decafluormethylcyclopentene (vorherrschend
eine Mischung der 3- und 4-Isomeren), 39,9 % Decafluorcyclohexen und 7,2 °/j
nicht identifizierte Fluorolefine.
Beispie 1 16
Gemäß Verfahren von Beispiel 1 wurde p-Toluylchlorid elektrofluoriert. Das
erhaltene Produkt wurde gemäß Verfahren von Beispiel 3 hydrolysiert. Eine Destillationsfraktion des obigen Produktes (Siedepunkt 92-97DC. bei 10-12 mm)
mit ö Kohlenstoffatomen wurde als Fluorkohlenstoffsäuremischung/identifiziert. 6J00 g dieser
Fraktion wurden wie in Beispiel 12 mit wässrigem Natriumbicarbonat umgesetzt
und ergaben 4B5 g einer Mischung aus cyclischen Perfluorolefinen mit 7 Kohlenstoffatomen. Die Hauptkomponente war Perfluor-4—methylcyclohexen
(63,4 °/o) mit einer IR-Absorption bei 1740 cm"" . Die restlichen 36,6 % waren
nicht identifizierte Isomeren, vermutlich Perfluordimethylcyclopentene und andere Olefine.
100 g des Produktes aus der Elektrofluorierung von p-(n-Butyl)-benzoylchlorid
wurden in einen 0,5-1—Weithalskolbsn aus Polypropylen gegeben, der mit einem
mit Teflon beschichteten magnetischen Rüher versehen war. Um die Kolbenwände wurde Eis gelegt,und das Elektrofluorierungsprodukt wurde bei 0 C. gerührt.
Dann wurden 2,Bg Wasser zugefügt. Die Reaktion wurde auf Zimmertemperatur
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kommen gelassen und über Nacht gerührt. Die erhaltene Lösung wurde 1 Stunde
mit Stickstoff durchgespült und anschließend destilliert. Man erhielt 70 g einer Fraktion mit einem Kp.. „ 97—114 C.t die als Perfluor-4—(n-butyl)-cyclohexancarbonsäure
identifiziert wurde.
10,5 g Natriumbicarbonat und 75 ecm Wasser wurden in einem mit Tropftrichter,
magnetischem Rühren und Trockeneiskühler versehenen 250-ccm-UreihalsrundkolbBn
gegeben. Nach langsamer Zugabe υοη 35 g der oben erhaltenen Säure wurde die
Mischung 16 Stunden bei Zimmertemperatur gerührt. Der Trockeneiskühler wurde durch einen Destillationskopf ersetzt, und man erhielt 18 g Olefinprodukt
mit einem Siedepunkt von 60-85 C. Die Hauptkomponente in der Dlefinmischung'
(Octadecafluor-4—(n-butyl)-cyclohexen) machte 59 % der Mischung aus. Diese
Komponente wurde durch preparative Skalendampfphasenchromatagraphie isoliert.
Das IR-Spektrum zeigte eine Olefinabsorption bei 1750 cm . Die Massenspektrometrie
bestätigte durch die Hauptspitze ein Molekulargewicht von 462, und
das Fluor nmr Spektrum entsprach der Struktur.
Selbstverständlich können die Einzelheiten der obigen Beispiele erfindungs—
gemäß stark variiert werden. So kann z.B. der Kontakt zwischen der perfluo—
rierten cyclischen Säure oder dem Säurefluorid mit 5- und 6-gSedrigem Ring
und dem Reagenz erfolgen, indem man die cyclische Säure oder das Säurefluorid in gasförmigem oder flüssigem Zustand durch das erhitzte Reagenz leitet und
das gewünschte cyclische Perfluorolefin aus dem Reaktorausfluß kondensiert.
109815/2054
Die erfindungsgemäß erhaltenen neuen Perfluorolefinverbindunge, nämlich
Decafluor-S-methylcyclpenten, Decafluor-4—methylcyclopenten und OctadecafIuor-4-(n-butyl)-cyclohexen
haben bezüglich der Oxydation des Perfluorolefins in Säure unter Verwendung von Kaliumpermanganat einmalige Eigenschaften,
sogar im Vergleich zu der Verbindung Perfluor—1-methylcycloperiten.
So liefert z.B. die Oxydation von Perfluor-1-methylcyclopenten mit Kaliumpermanganat
eine Disäure (Perfluorglatursäure) mit geringerem Fluorgehalt als die Perfluormethylglutar-disäuren, die man durch Oxydation von Decafluor-37-methylcyclopenten
oder Decafluor-4-methylcyclopenten mit Kaliumpermanganat
erzielt. Vielter ergibt die Oxydation von Octadecafluor—4-(n-butyl)-cyclo-r
hexen Hexadecafluor—3-(n-butyl)-adipinsäure.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß die angegebenen Ziele erfin—
dungsgemäß außerordentlich gut erreicht werden und daß zahlreiche Modifikationen
durchgeführt werden können.
109816/2054
Claims (1)
- Patentansprüche•es 1,- Cyclisches PerfluDrolefin, dadurch gekennzeichnet, daß/ ein Perfluorcyclopenten, das mit einer Perfluoralkylgruppe mit 1-5 Kohlenstoffatomen substituiert ist, oder ein Perfluorcyclohexen, das mit einer Perfluoralkylgruppe mit 2-4 Kohlenstoffatomen substituiert ist, ist·2.- Cyclisches Perfluorolefin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es Decafluor—3-methylcyclopenten, Decafluor-4-methylcyclapenten oder Octadecaf luor-4—(n-butyl)-cyclohexen ist.3.— Decafluo'r-S-methylcyclopenten,
4,— Decafluor^-methylcyclopenten.
5,— Octadecafluor-4-(η-butyl)-cyclohexen.ß,— Verfahren zur Herstellung einer cyclischen Perfluorolefinverbindung mit 5- oder 6-gliedrigem Ring mit 6-10 Kohlenstoffatomen, dadurch gekennzeichnet, daß man eine perfluorierte cyclische Säure mit 5- oder 6-gliedrigem Ringentsprechendes
oder ein/Säurefluorid mit einem Reagenz umsetzt, das eine organische Säure, ein Salz einer organischen Säure, ein AlkanDlsulfatsalz, eine wässrige basische Lösung oder ein MOlekularsiäb ist, und das cyclische Perfluorolefingewinnt.7.- Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als Reagenz Isodecansäure, Valeriansäure, Natriumlaurylalkoholsulfat, Natriumneopentylalkoholsulfat, Kaliumlaurat, Kaliumhydroxyd, Natriumbicarbonat, wasserfreies Natriumacetat oder ein 3A Molekularsieb verwendet.109815/2054B,- Verfahren nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die perfluorierte cyclische Säure mit 5- oder 6-gliedrigem Ring oder das Säurcfluorid durch elektrochemische Fluorierung von Benzoesäure oder Benzoylchlorid erhalten worden ist.9.- Verfahren nach "Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die cyclische Säure oder das Süurefluorid eine 6-gliedrige Verbindung ist, die durch elektrochemische Fluorierung von o-, m- oder p-Toluylchlorid oder den entsprechenden Taluylsäursn erhalten worden ist.10.— Verfahren nach Anspruch 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bei einsr Temperatur zwischen 40-2000C. durchgeführt wird.11.- Verfahren nach Anspruch 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das cyclische Perfluorolefin durch Destillation gewonnen wird.Der Patentanwalt:ι;109315/2054 C0PY
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Cited By (3)
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|---|---|---|---|---|
| WO1992006942A1 (en) * | 1990-10-11 | 1992-04-30 | E.I. Du Pont De Nemours And Company | Process for production of polyfluoroolefins |
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