DE2046551B2 - Streu-vorrichtung fuer koerniges oder pulvriges gut - Google Patents
Streu-vorrichtung fuer koerniges oder pulvriges gutInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C17/00—Fertilisers or seeders with centrifugal wheels
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Description
Die Erfindung betrifft eine Streu-Vorrichtung für körniges oder pulvriges Gut, wie Kunstdünger oder
dergl., mit einem Vorratsbehälter, einer rotierenden Verteilerscheibe und einer Dosiervorrichtung, wobei
der Vorratsbehälter trichterförmig ausgebildet ist und in der Nähe des unteren Randes eine oder mehrere
Ausflußöffnungen angeordnet sind und wobei ein den unteren Randbereich des Vorratsbehälters mindestens
teilweise umfassender, um die lotrechte Behälterachse verstellbarer Dosierschieber mit mindestens einer
Durchlaßöffnung vorgesehen ist.
Eine Streu-Vorrichtung dieser Art ist aus dem DT-Gbm 18 45 622 bekannt. Diese Vorrichtung weist
einen trichterförmigen Vorratsbehälter auf, der sich aus einem oberen Teil in Form eines umgekehrten
Kegelstumpfes und einem unteren Teil in Form eines konzentrisch dazu angeordneten Zylinders zusammensetzt.
Als Dosiervorrichtung dienen zwei Ausflußöffnungen in der Wandung des zylindrischen Teiles des
Vorratsbehälters, die vom konzentrisch dazu verdrehbaren Dosierschieber verschließbar sind, der ebenfalls
zylindrisch gestaltet ist. Unterhalb des Vorratsbehälters ist eine Verteilerscheibe mit Streuarmen angeordnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Vorrichtung dahingehend abzuwandeln und
weiterzubilden, daß sich unter gleichzeitiger Einsparung von Fertigungskosten und Vergrößerung der Betriebssicherheit,
aufgrund einer entsprechenden Beeinflussung der Bewegungs-Bahn des Gutes aus dem Vorratsbehälter
heraus über die Verteilerscheibe hinweg eine spürbare Steigerung der Gleichmäßigkeit des Streubildes
ergibt.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß die Ausflußöftnung bzw. die Ausflußöffnungen an der konischen Mantelfläche angeordnet sind und
der den unteren Mantelbereich des Vorratsbehälters umfassende Dosierschieber ebenfalls konisch ausgebildet
ist.
Diese Lösung ist ersichtlich einfacher als eine bekannte Dosiereinrichtungs-Anordnung, bei der unabhängig
von der Streugutmenge der Schwerpunkt oder Mittelpunkt der Durchlaßöffnung gegenüber der Streuscheibe
relativ ortsfest bleibt, oder eine andere Dosiereinrichtungs-Anordnung, bei der der Schwerpunkt
der Durchlaßöffnung sich in Abhängigkeit von der Durchflußmenge auf einer Spirale nach außen
bewegt, um unabhängig von der momentanen Dosiermenge ein gleichmäßiges Streubild zu erzielen. Vor
allem weist die erfindungsgemäße Lösung aber auch die Vorteile auf, dadurch besonders kostensparend hergestellt
werden zu können, daß auf den Übergang der Wandung des Vorratsbehälters in einen zylindrischen
Teil verzichtet wird. Schließlich ist es nach der erfindungsgemäßen Lösung möglich, durch bloßes
axiales Verschieben des Dosierschiebers gegen den Vorratsbehälter etwaige Undichtigkeiten oder Klemmerscheinungen
an den Ausflußöffnungen des Vorratsbehälters sicher zu beherrschen; das ist in der Praxis
insbesondere dann von Bedeutung, wenn nach Arbeiten mit grobkörnigem Gut auf Anwendung solcher
Streu-Vorrichtungen zum Austragen von feinkörnigem bis staubigem Gut übergegangen wird. Aufgrund der
selbstzentrierenden Anordnung des konischen Dosierschiebers am unteren Ende des ebenfalls konischen
Vorratsbehälters treten auch keine verschleißbedingten Veränderungen im Streubild auf. Darüber hinaus weist
die erfindungsgemäße Lösung nach den wesentlichen Vorteil auf, nicht nur die Rest-Bodenfläche am
Vorratsbehälter praktisch beliebig klein bemessen zu können, sondern auch die Abgabe des Gutes über die
Auslaßöffnung auf die Verteilerscheibe als breite Ringfläche zu bewirken. Hierdurch ist es möglich,
vergleichsweise kurze Rührfinger- bzw. Schaber-Haltearme einzusetzen, deren entsprechend geringe Umfangsgeschwindigkeit
ein unerwünschtes Zermahlen des körnigen Gutes im unteren Bereiche des Vorratsbehälters
vermeidet und dennoch wirksam eine Brückenbildung oder sonstige Verstopfung verhindert. Die breitere
Ringfläche des Gutes nach Verlassen der Auslaßöffung und Herunterfallen auf die Verteilerscheibe erbringt ein
besonders gutes Streubild, zumal der Aufgabeschwerpunkt dieser Ringfläche bei zunehmender Streumenge
praktisch nicht radial nach außen wandert. Wenn die Verteilerscheibe mit bekannten Streuarmen ausgerüstet
ist, dann weist die geneigte Auslaßöffnung darüber hinaus gegenüber einer in der Wandung eines vertikal
stehenden Zylinders angeordneten Auslaßöffnung noch den ebenfalls für das Streubild günstigen Vorteil auf, daß
der obere Rand der Auslaßöffnung weniger weit von ihrem unteren Rand entfernt ist Denn je höher der
obere Rand der Auslaßöffnung über der Verteilerscheibe steht, desto größer ist die Gefahr, daß die
herabfallenden Partikel des auszutragenden Gutes springen und von den Streuarmen ergriffen und
unkontrolliert abgeschlagen werden. Das wird jedoch dann verhindert, wenn infolge niedriger Fallhöhe sich
zunächst auf der Verteilerscheibe die schon angesprochene Ringfläche ausbildet, ehe das wegzuschleudernde
Gut radial nach außen wandert und von den Streuarmen ergriffen wird, zumal die Haltearme der Rührfinger bzw.
Schaber, sofern solche vorgesehen sind, dem den Trichter verlassenen Gut bereits eine entsprechend
gerichtete Beschleunigung erteilen. Abgesehen von der günstigeren Fallhöhe ist die Ausbildung der Ringfläche
auch um so eher sichergestellt, je geringer der Ringdurchmesser ist, je kleiner also der Durchmesser
der Rest-Bodenfläche am unteren Ende des Vorratsbehälters ist. Aus einem in seinem unteren Teil
zylindrischen Vorratsbehälter entsprechend der oben gewürdigten vorbekannten Ausführungform ließe sich
aber, je nach dem zu verarbeitenden Gut, bei übermäßig geringem Durchmesser der gleichmäßige Austritt durch
die Auslaßöffnung nicht mehr sicherstellen, ganz
abgesehen von den Nachteilen, dabei stets nur eine vergleichsweise schmale Ringfläche zu erzielen.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels: näher erläutert.
Die Streu-Vorrichtung nach der Erfindung weist einen Tragrahmen 3, 4 auf, desj.on Einzelheiten nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind und daher nicht näher erläutert werden. Auf dem Tragrahmen 3,4
ist ein Vorratsbehälter 1 mit Verteilersuheibe 2 angeordnet, die über ein Getriebe 21 und eine mit einem
entsprechenden Antriebsanschluß eines Traktors verbindbare Zapfwelle 22 angetrieben wird. Die Vorrichtung
kann dabei als eine an einen Traktor anbringbare Einheit ausgebildet sein; sie kann aber auch mit
Laufrädern versehen sein und als Anhänger dienen. Die Antriebswelle 23 ist einerseits mit der Verteilerscheibe 2
verbunden, und andererseits trägt sie einen Rührfinger 74 bzw. einen Schaber 25. Der Schaber 25 kann
sternförmig ausgebildet sein und drei oder mehr Arme aufweisen.
Der Vorratsbehälter 1 weist in der Nähe seines unteren Randes 5 in seiner Mantelfläche Ausflußöffnungen
6 auf. Ein entsprechend dem trichterförmig ausgebildeten Vorratsbehälter 1 konisch ausgebildeter
Dosierschieber 7 mit Durchlaßöffnungen 8 umfaßt den unteren Mantelbereich des Vorratsoehälters ganz oder
teilweise. Über eine Stange 26 kann der Dosierschieber 7 in Umfangsriehiung konzentrisch zur senkrechten
Achse des Vorratsbehälters 1 verdreht werden, so daß die Durchlaßöffnungen 8 die Ausflußöffnungen 6 mehr
oder weniger weit abdecken bzw. freigeben. Die Ausflußöffnungen 6 sind bezüglich der Verteilerscheibe
2 ortsfest angeordnet, während die Verschiebung der Durchlaßöffnungen 8 der Einstellung der jeweils
gewünschten Streugutmenge dient.
Die Verteilerscheibe 2 ist leicht konisch ausgebildet, derart, daß sie nach außen ansteigend verläuft. Dadurch
wird eine Vergrößerung der Flugweite des Streugutes erzielt.
Ihre Umfangsform ist etwa viereckig. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel trägt sie in diagonaler Anordnung vier Streuarme 13 und 14, die mittels Arretierungsstiften befestigbar sind.
Die Slreuarme 13, 14 weisen Einlaßöffnungen 16 und
Auslaßöffnungen 19 auf.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Streu-Vorrichtung für körniges oder pulvriges Gut, wie Kunstdünger oder dergl., mit einem Vorratsbehälter, einer rotierenden Verteilerscheibe und einer Dosiervorrichtung, wobei der Vorratsbehälter trichterförmig ausgebildet ist und in der Nähe des unteren Randes eine oder mehrere Ausflußöffnungen angeordnet sind und wobei ein den unteren Randbereich des Vorratsbehälters mindestens teilweise umfassender, um die lotrechte Behälterachse verstellbarer Dosierschieber mit mindestens einer Durchlaßöffnung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausflußöffnung(en) (6) an der konischen Mantelfläche angeordnet sind und der den unteren Mantelbereich des Vorratsbehälters (1) umfassende Dosierschieber (7) ebenfalls konisch ausgebildet ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702046551 DE2046551B2 (de) | 1970-09-22 | 1970-09-22 | Streu-vorrichtung fuer koerniges oder pulvriges gut |
| DE2065932A DE2065932A1 (de) | 1970-09-22 | 1970-09-22 | Streuvorrichtung, insbesondere fuer koerniges gut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702046551 DE2046551B2 (de) | 1970-09-22 | 1970-09-22 | Streu-vorrichtung fuer koerniges oder pulvriges gut |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2046551A1 DE2046551A1 (de) | 1972-03-23 |
| DE2046551B2 true DE2046551B2 (de) | 1977-10-06 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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-
1970
- 1970-09-22 DE DE19702046551 patent/DE2046551B2/de not_active Withdrawn
Also Published As
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| DE2046551A1 (de) | 1972-03-23 |
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