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Entladegerät für Speise- oder Serviertablett-Sammelwagen Die erfindung
hat ein als Ergänzung zu den personalsparenden Geschirrspülmaschinen in Großküchenbetrieben
bestimmtes Gerät zum Gegenstand, welches das Umladen der in Transportwagen oder
sonstigen in KUchen- und Versorgungsbetrieben verwendeten Behaltnissen, sogenannten
Containern oder dergleichen zu den Verbrauchsstellen oder von und zu den Spülmaechinen
beförderten Speise-oder Serviertabletts erleichtern soll. Das Gerät kann insbesondere
bei der zentralen Verteilung und Weiterftihrung der Speisen in Sanatorien und Krankenhäusern
und gegebenenfalls auch beim Wiedereinsammeln der Geschirr fllr die zentrale Reinigung
eingesetzt werden. Bei solchen Speisen-Verteilungsanlagen werden die für die einzelnen
Verpflegungsteilnehmer bestimmten Tabletts an einer zentralen Stelle mit den p@rtionsweise
gefüllten Geschirrteilen bestUokt und in großen Transportbehältern in die Nähe der
Verbrauch@@tellen befördert und dort verteilt. Diese arbeiten mtissen m@hrmals am
Tage Möglichst schnell durchgeführt werden, um die p@@tionierten Spei@@n z.B. in
Irankenhäusern den einzelnen Patienten frisch und gleichiäßig temperiert anzubieten.
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Bisher wurden die der ersten, von Hand erfolgenden individuellen
Bestückung folgenden Schritte ebenfalls weitgehend von Hand ausgeführt. Die Tabletts
wurden dabei den bammeltransportbehaltern entnommen und zur Vlsiterbeförderung entweder
zu den einzelnen Verbrauchs stellen oder auch zur Geschirrreinigung einem Transportband
übergeben, von dem aus dann die Abräumung erfolgte.
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Nachteile dieser Arbeitsweise sind der nicht geringe Bersonalbedarf
und die ungleichförmige Verteilung, weil die Tabletts in unregelmäßigen Abständen
auf das Förderband aufgesetzt werden.
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Solche ungleichmäßigen Abstände beim Umladen vom Transportwagen auf
das Förderband entstehen besonders bei der verbreiteten Verwendung von Transportbehältern
mit mehreren Abteilungen, bei denen dann z.B. eine Portion der Tabletts aus einem
und eine andere aus dem anderen Abteil des mehrteiligen Wagens aufgesetzt wird,
wobei dann bei Wechsel ein größerer Zwischenraum auf dem Förderband entsteht. Außerdem
bestimmt die Bedienung den Arbeitstakt der Anlage.
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Ziel der Erfindung ist es demgemäß, eine Einrichtung zu schaffen,
um unter Einsparung von Bedienungspersonal und gleichzeitiger Sicherstellung eines
schnellen und zeitverlustfreien Umladens mittels einer mechanischen Einrichtung
die Tabletts selbsttätig aus den Wagen auszuladen und dem Transportband zu übergeben.
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Diesem Zweck dient erfindungsgemäß ein Umladegerät filr Speise-oder
Serviertablett-TranspDrtbehälter mit einer Pördervorriohtung,
welche
die zu entladenden Tablett-Transportbehälter, insbesondere -ttansportwagen, selbsttätig
schrittweise an einer Umladestation vorbeiführt , an welcher eine Ausstoßvorrichtung
angeordnet ist, um die in übereinanderliegenden Haltern ruhenden umzuladenden Tabletts
stapelweise selbettätig einem Zwischenmagazin zuzuführen, welches ein mit Auflage
winkeln für die einzelnen Tabletts des Stapels ausgerüstetes Hubwerk enthält, das
die stufenweise an einer Entnahmestelle vorbeigeführten Tabletts mittels einer dort
angeordneten Greifervorriohtung einzeln selbsttätig an ein Förderband abgibt, welches
über einem Impulsgeber das taktmäßige Zusammenwirken der Teile des selbsttätigen
Umladegerätes steuert0 Ein solches Gerät arbeitet weitgehend unabhängig von menschlicher
Bedienung in genau vorbestimmtem gleichmäßigem Arbeitsrythmuss An der (ersten) Umladestation
werden die Tabletts vom Transportwagen oder dergleichen in das Zwischenmagazin geschoben,
von welchem aus sie in gesteuertem Takt dem Förderband übergeben werden. Da der
Übergabe takt durch einen in Abhängigkeit von der Förderbandgeschwindigkeit stehenden
Steuerimpuls bestimmt wird, so steuert er wiederum die Bewegung des umlaufenden
Hubwerks im Zwischenmagazin, dus nun seinerseits wiederum die Bewegung der Transportwagenförd
ere inrichtungen steuert.
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Die für das gleichzeitige Überführen der ganzen Tablettstapel in das
die Verteilung auf dem Förderband vorbereitende Zwischenmagazin
dienende
Ausstoßvorrichtung kann an der Umladestation eine taktmäßig betätigte, alle übereinanderliegenden
Tabletts eines Stapels erfassende Ausstoßleiste enthalten, die durch entsprechende
Schlitze des Transportbehälters hindurch den Stapel in das gegenüberliegende Zwischenmagazin
schiebt und von einer selbsttätigen Rückzugsvorrichtung in die Ausgangsstellung
zurückführbar ist. Um die Umladevorrichtung auch für Transportbehälter unterschiedlicher
Einteilung benutzen zu können, ist zweckmäßig die Schrittlänge der selbsttätig arbeitenden
Fördervorrichtung, z.B. eines Unterflurförderers oder eines Hängeförderers, der
Anzahl und dem gegenseitigen Abstand der im Transportbehälter in Zuführungsrichtung
hintereinander angeordneten Tablettstapel anpaßbar.
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Die Vorrichtung dient in erster Linie dem automatischen Ausräumen
oder Entladen der Sammeltransportwagen und dem Aufsetzen der entnommenen, mittels
des Zwischenmagazins vereinzelten Tabletts auf das Förderband. Durch Umkehrung dieser
Vorgänge und ihrer Reihenfolge und entsprechende Änderungen der in dem Gerät vereinigten
Teile kann die Umladung auch in dem Einsammeln der auf einem Förderband zugeführten
Geschirrtablette und dem Beschicken oder Beladen der Sammeltransportbehälter bestehen,
etwa um die gebrauchten, auf den Tabletts abgestellten Geschirrteile gesammelt einer
Geschirrreinigungsanlage zuzuführen.
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Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnungen beschrieben, die ein Gerät zum automatischen Ausräumen eines
dreiteiligen Speise tablett-Transportwagens darstellen. Es zeigen dabei Fig. 1 einen
Vertikalschnitt quer zur Wagenbahn an der Ausladestelle, also durch die Mittellinie
des von der Umladestelle aus rechtwinklig abgehenden Förderweges der Tabletts zum
Förderband längs der Linie I - I der Fig. 2, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gerät,
Fig. 3 einen Vertikalschnitt durch das Zwischenmagazin rechtwinklig zur Entladerichtung
längs der Linie III - III der Fig. 2 und Fig. 4 einen Vertikalschnitt parallel zu
dem der Fig. 3 längs der Linie IV - IV der Fig. 2.
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Auf einer Transportwagenförderbahn 1, s.B. einem Unterflurförde dessen
endlose Kette 2 durch Antriebs- und Umlenkräder 3 getrieben werden, werden auf Laufschienen
4 für die Transportwagenräder 5 nacheinander dlx Transportwagen 6 zugeführt, die
im Ausführungsbeiapiel flir drei Tablettstapel eingerichtet sind. Jeder Transportwagen
enthält nicht nährrdargeetellte Konsolen als Auflage
für die in
ihm beförderten Tabletts 70 Ein solcher gefüllter Transportwagen gelangt nun in
Richtung des Pfeiles A zu der Umladestation, an welcher sich der Unterflurförderer
mit der quer dazu verlaufenden Abführungseinrichtung für die Tabletts kreuzt. Der
dreiteilige Transportwagen 6 wird im Arbeitsrythmus des Ausladens der drei stapel
schrittweise an dieser Umladestation vorbeigeführt. An der Umladestation ist eine
Ausstoßvorrichtung 8 angebracht, welche im dargestellten Ausführungsbei spiel aus
zwei übereinanderliegenden pneumatischen Ausstoßkolben 9 besteht, welche eine vertikale
Ausstoßleiste 11 betätigen und danach selbsttätig wieder in ihre Ausgangslage zurückgeführt
werden. Der PfeilBin Fig. 2 bezeichnet die Ausstoßrichtung. In der in Fig. 2 links
zu denkenden Rückwand des Transportwagens 6 befinden sich ausgerichtet zu den drei
enthaltenen Tablettstapeln Schlitze 11, durch welche jeweils die Ausstoßkolben in
den Transportwagen eindringen können und dabei den betreffenden Stapel durch die
nicht näher dargestellten vorher geöffneten Türen an der (rechten) Vorderwand des
Transportwagens hindurch in ein gegenüberliegendes Zwischenmagazin 12 hineindrücken
können.
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Aus diesem Zwisohenmagazin werden die Tabletts nun einzeln von einem
Greiferrechen 13 auf eine Auagangsrutschel5 gezogen, welche
die
Tabletts einzeln auf das umlaufende Förderband 16 leitet.
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Der Greiferrechen wird ebenfalls von einem pneumatischen Kolben 14
betätigt, welcher nach jedem Arbeitstakt den Greiferrechen selbsttätig wieder in
die Ausgangsstellung zurückbringt. Das Förderband läuft über Antriebs- und Umlenkwalzen
17, Fig. 1.
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Damit nun die als gesamter Stapel von dem Transportwagen in das Zwischenmagazin
überführten Tabletts einzeln aus diesem Magazin auf das Förderband gesetzt werden,
ist in dem Zwischenmagazin 12 eine fahrstuhlartige einrichtung angebracht, die aus
zwei endlosen Zertikalförderbändern 18 besteht, an welchen Auflagewinkel 19 im Abstand
der Tablettbreite angebracht werden und schrittweise die Tabletts an der oben gelegenen
Abgabe stelle dtm dortigen Greiferrechen zuführen. Die beiden Vertikalförderbänder
laufen um Antriebs- und Umlenkräder 20. Nach dem Herausziehen der einzelnen Tabletts
aus dem Zwischenmagazin und ihrem Absetzen auf das Förderband werden sie von diesem
in Richtung des Pfeiles a der Verbrauchsstelle oder dergleichen zugeführt.
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Zur Steuerung und Überwachung des Arbeitsrythmus der ganzen Anlage
ist unterhalb des Förderbandes 16 ein Reibrad 21 angebracht, welches von dem Förderband
angetrieben wird. Auf der Reibradachse sitzt eine Nockenscheibe 22 mit einem Steuernocken
23 welcher bei jedem Umlauf des Reibrades einen Schalter 24 betätigt, der einen
Impulsgeber zur Sicherung des Arbeitstaktes steuert.
Der Antrieb
der verschiedenen Teile kann z.B. durch Elektromotoren erfolgen, z.B. einen Elektromotor
a für den Unterflur-Kettenförderer 1, welcher absatzweise läuft, einen zweiten Elektromotor
b zum Antrieb der im Zwischenmagazin angebrachten Fahrstahlrollen 20, die ebenfalls
absatzweiselaiifen, und einen dritten Elektromotor c, der den Antrieb für die Förderbandrolle
17 liefert und kontinuierlich umläuft. Zwei ebenfalls nicht näher dargestellt Impulsgeber
betätigen in den jeweils erforderlichen Zeitpunkten einerseits den pneumatischen
Ausioßkolben 9 am Förderwagen und andererseits den pneumatischen Greiferkolben 14
am Zwischenmagazin.
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Die Arbeitsweise spielt sich somit wie folgt abs Der Motor c des Förderbandes
läuft ständig um. Durch den Nocken 23 wird z.B. alle zwei Sekunden einmal der Schalter
24 für den Impulsgeber zum Ausziehen des Tabletts mittels des pneumatischen Greiferrechens
13, 14 betätigt. Nach dem selbsttätigen Zurückgehen des Greiferrechens betätigt
dieser einen nicht dargestellten Schalter zur Auslösung eines Schrittes des Fahrstuhlantriebsmotors
b, sodaß das Hubwerk im Zwischenmagazin um eine Stufe hochgeht. Bei stillstehendem
Fahrstuhl erfolgt dann der nächste Impuls am Schalter 24, und das nächste Tablett
wird auf das Förderband gezogen. Bei der zehnten Wiederholung dieses Vorganges wird
durch ein nicht dargestelltes Schaltwerk, z.B. einen
Zähler, der
pneumatische Ausstoßkolben 9 dem pneumatischen Rechenkolben 14 zuge schaltet, und
es erfolgt eine Neubeschickung des Zwischenmagazins aus dem Transportwagen 6. Der
selbsttätig zurückgehende Kolben 9 betätigt dann einen Schalter des Unterflurförderermotors
a zu einem Förderschritt, durch welchen das nächste Abteil des Transportwagens in
die Ausräumstellung an der Umladestation geschoben wird.
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PatentanaprUchet