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H o c h r a u m l a g e r Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Hochraumlager mit einer Reihe Ubereinander angeordneter in Umlauf setzbarer Warenträger
sowie mit einem stationären Aufzug und mit Vorrichtung zur Befbrderung der Waren
vom Aufzug zu den Warenträgern. Die Hochraumlagerung von Paletten oder sonstigen
Behältern sowie Kisten erfolgt bisher in feststehenden Regalen, wobei jeweils ein
Gang zwischen zwei Regalreihen erforderlich ist, Das Lagergut wird hierbei über
ein Regalförderzeug, welches insgesamt horizontal und dessen Lastaufnahmemittel
vertikal verfahrbar ist, in die Regalfächer ein- oder ausgelagert. Die Raumausnutzung
bei diesem System ist mit ca. 35 relativ schlecht. Die Umschlagleistung mit 2,5
Min. bis S Min. je Doppelspiel und Regalförderung ist für viele Bederfsfälle zu
gering. Um die genannte Umschlagleistung zu erreichen, soll das Verhältnis Ganglänge
zu Regalhöhe etwa 3 : 1 sein, was in den wenigsten Fällen erreichUbr ist.
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Es sind andererseits GUterlagerungsanlagen bekannt mit zwei Ubereinander
liegenden Laufstrecken zur Speicherung sowie mit synchron angetriebenen Parallelgestängen
an bden Umlenkstellen, die die die Güter tragenden Plattformen mit horizontaler
Bodenlage von der einen in die andere Laufstrecke überführen und auf dieser kontinuierlich
areitcrbewegen. Das Fassungsvermögen einer solchen Güterlagerungsanlage im Verhältnis
zur Grundfläqhe ist jedoch relativ gering.
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Es ist weiterhin bekannt, in metlreren Stückwerken ubereinander in
endlosen Bahnen umlaufende AbstellbUhnen mit einem stationären Aufzug zu kon.binieren,
wobei zwischen den in einer ebenen Bahn umlauxenden Abstellbühnen und
dem
Aufzug eine besondere Zwischenbühne vorgesehen wird, die wiederum die Raumausnutzung
verschlechtert.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hochraumlager
anzugeben, das neben einer besonders hohen Raumausnutzung eine hohe Uflschlagleistung
erbringt.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Hochraumlager der eingangs genannten
Art, bei dem erfindungsgemEß je zwei übereinander angeordnete Warenträger eine endlose
Bahn bilden, auf der die gespeicherten Güter umlaufen und die gespeichss ten Güter
mit horizontaler Bodenlage in einer Ladestellung zwischen den beiden Warenträgerebenen
unter gleichzeitiger Stoppung des Warenträgerumlaufes angehalten werden können und
eine in der Aufzugskabine angeordnete Teleskopgabel horizontal derart ausfahrbar
ist, daß sie unter die in Ladestellung befindlichen Güter greifen kann, um die Güter
von dem Warenträger in die Aufzugskabiue oder umgekehrt zu befördern.
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Zum Zweck der Be- bzw. Entladung der ausgefahrenen Teleskopgabel wird
der Aufzug gemäß einer Ausfwirungsform der Erfindung um ein kurzes StUck angehoben
bzw. abgesenkt.
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Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Teleskopgabel
mit einer Hebevorrichtung verbunden, die die Gabel um einen geringen Betrag anhebt
oder senkt.
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Durch das erfindungsgemäße Hochraumlager läßt sich eine Raumausnutzung
von etwa 75% erzielen. Gleichzeitig kann die Umschlagleistung gegenüber den vorher
bekannten Lagersystemen verdoppelt werden.
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Die weitere Erläuterung der Erfindung erfolgt anhand von in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispielen.
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Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Hochraumlager, Fig. 2 zeigt einen
Ausschnitt aus dem erfindungsgemäßen Hochraumlager an der Übergabe stelle zwischen
Palettenlift und Warenträger.
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Fig. 1 zeigt ein Hochraumlager zur Lagerung von Paletten 1, die in
übereinander angeordneten Warenträgern 2 und 2' gelagert sind. Je zwei übereinander
angeordnete Warenträger 2 und 2' bilden eine endlose Bahn auf der die gespeicherten
laletten 1 umlaufen können. Die Umlaufgeschwindigkeit kahn etwa 0,3 r!1/sec. betragen.
In den Endbereichen der Waren trtiger 2,2' sind Umsetzstationen aus Parallelgestängen
3 vorgeschen, die die gespeicherten Güter in horizontaler Bodenlage von dem einen
Warenträger auf den anderen Warenträger umsetzen. Auf einer Seite der Warenträger
ist ein Paiettenliit 4 vorgesehen, der dazu dient, die Paletten von der Anl i eferungs
station bzw. den Anlieferungsstationen j und 5' zu ihren Speicherplätzen auf den
Warenträgern 2 bzw. 2' sowie den Ausgabestationen 6 bzw. 6' zu befördern.
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Die Anlieferung und Ablieferung des Lagergutes von den AlllieSerung.s-
bzw. Auslieferungsstationen 5, 5' und 6, 6' erfolgt Zweckmäßigerweise mit Hilfe
von Förderbändern 7, und 8, 8 Die uebergabe der Paletten von den Warenträgern 2,
2' auf den Palettenbift 4 und umgekehrt erfolgt mit Hilfe von in Fig. 2 im einzelnen
dargestellten Teleskopgabeln 9, die elektromotorisch ein- und ausfahrbar sind und
die weiterhin auch seitlich auf einer Zahnstange 10 entlang der Breite des Warenträgers
2 verfahren werden können. Die Übergabe der Paletten 1 zwisChendem Palettenlift
4 und den Warenträgern 2, 2' erfolgt nach dem die Paletten -i in eine Ubergabestellung
zwischen den beiden Warenträgern 2 und 2' gebracht worden sind.
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Das Auslagern von Paletten erfolgt hiernach in folgender Weise. Die
Warenträger 2, 20 werden in Bewegung gesetzt bis sich die auszulagernde Palette
1 in der Ubergabestellung zwischen den beiden Warenträgern 2, 2' befinden.
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Gleichzeitig fährt der Palettenlift 4 in die Höhe der Ubergabestellung
der auszulagernden Palette 1. Hierauf werden die Teleskopgabeln 9, nachdem sie bereits
während der Fahrt des Palettenlifts 4 in die richtige seitliche Stellung gebracht
worden sind, ausgefahren, so daß siehnter die auszulagernde Palette 1 greifen. Hierauf
werden die Teleskopgabeln 9 durch eine kurze Bewegung des Palettenlifts 4 oder mit
Hilfe einer besonderen Hubvorrichtung so weit angehoben, daß sie die auszulagernde
Palette 1 von dem Warenträger, auf dem sie ruht, abheben. Sodann werden die Teleskopgabeln
zurückgezogen unter Mitnahme der auszulagernden Palette 1. Hierauf bringt der Palettenlift-4
die auszulagernde Palette in die Auslieferungsstation 8 bzw. 8'. Dort werden die
Paletten wiederum mit Hilfe der Teleskopgabeln 9 auf das Förderband 8 bzw. 8' gesetzt
und durch eine entsprechende Abwärtsbewegung der Teleskopgabeln 9 durch ein Verfahren
des Liften 4 oder durch ein Absenken mit Hilfe einer Absenkvorrichtung entlastet.
Hierauf werden die Teleskopgabeln zurückgezogen.
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2 Figuren 3 Patentansprilche