DE1924079A1 - Schrumpfverpackung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Schrumpfverpackung fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
HANS LJHLMANN
VIERSEN'RHLD.
Anmelder: Feldmühle Aktiengesellschaft,
Düsseldorf-Oberkassel, Fritz Vom£Lde Platz 4
Anlage zur Eingabe vom 9 >3- 1969
Pat/1865/vB/Hx.
Pat/1865/vB/Hx.
Schrumpfverpackung für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung betrifft eine Schrumpfverpackung für Kraftfahrzeuge,
insbesondere für PKW.
Bei der Überführung von Kraftfahrzeugen zum Händler, bzw. bei längerer Lagerung dieser Kraftfahrzeuge beim Hersteller
war es bisher üblich, die Kraftfahrzeuge mit einem Witterungsschutz zu überziehen, der beim Händler mit relativ hohem
Aufwand wieder entfernt werden mußte, um das Fahrzeug in seiner ursprünglichen optischen Form wieder vorstellen zu
können. Dieser Witterungsschutz bestand im allgemeinen darin, daß alle blanken Teile, also vernickelte und verchromte Teile
des Fahrzeugs mit einem Schutzanstrich versehen wurden, der später mittels ,'Lösungsmittel entfernt werden mußte. Des
weiteren war es erforderlich, die nichtbehandelte Lackierung des Fahrzeuges zumindest zu waschen, in verschiedenen Fällen
sogar neu aufzupolieren. Um diese Nachteile zu vermeiden wurde bereits vorgeschlagen, das Fahrzeug komplett in
Schrumpffolie zu verpacken und einzuschrumpfen. Dabei trat jedoch der Nachteil auf, daß die Fahrzeuge dann nicht mehr
verfahren werden können;ohne die Schrumpffolie zu verletzen.
Durch die Verletzung der Schrumpffolie hat dann die Atmosphäre wieder freien Zutritt zum Fahrzeug, so daß kein Schutz
der gesamten Karosserie erfolgt.
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Aufgabe der Erfindung war daher, eine Verpackung zu schaffen, die sowohl Schutz vor Witterungseinflüssen bietet, als auch
den Zutritt zum Fahrerraum gestattet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
Schrumpfverpackung für Kraftfahrzeuge, insbesonder für PKW,
bei der die Schrumpfverpackung in Form einer Schrumpffοlienhaube
das Kraftfahrzeug allseitig so umgibt, daß mindestens eine Tür ohne Beschädigung der Verpackung geöffnet und geschlossen
werden kann. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird das öffnen und Schließen mindestens einer
Tür durch Einfaltung der Folie in die geöffnete Tür vor dem
SchrumpfVorgang ermöglicht.
Durch das allseitige Umhüllen des Kraftfahrzeuges mit
Schrumpffolie ist gewährleistet, daß weder Schmutz noch Feuchtigkeit Zutritt zu allen behandelten blanken Flächen,
d.h. also Chrom und anderen polierten Metallteilen, sowie dem Lack und dem Glas des Fahrzeuges haben. Die Folie, die zunächst
in Form einer großen Folienhaube über das Kraftfahrzeug gelegt wurde ist dabei so/weit bemessen, daß sie die
geöffnete Tür noch umfaßt und beim Schließen dieser Tür über einen Teil der Innentür in das Innere des Fahrzeugs
hineinreicht. Ausgerüstet mit dieser Umhüllung passiert das Fahrzeug den Schrumpftunnel, wobei die Folie sich den Fahrzeugkonturen
anpaßt und nur im Innenraum des Fahrzeuges ein nicht eingeschrumpfter Wulst aus doppellagiger Folie zwischen
Tür und Türrahmen stehen bleibt. Auf Grund dieses Wulstes kann die Tür geringfügig geöffnet werden, ohne die äußere
Schrumpfhülle des Kraftfahrzeuges zu beschädigen. Durch Aufschneiden des Wulstes ist es dann möglich, die Tür völlig
zu öffnen und wieder zu schl-ießen, wobei auch nach dem Schließen wieder ein einwandfreier dichter Verschluß durch
das Einklemmen der nach innen hineinragenden Folienlappen zwischen die Gummidichtung der Tür erfolgt. Eine Beschädigung
der ü/erpaekung ist damit ausgesch-Loso-en.
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Diese Verpackung kann beim Verbraucher, bzw. beim Einzelhändler mit venigen Handgriffen vom Fahrzeug durch einfaches
Aufschneiden entfernt werden. Die zeit- und materialaufwendige Arbeit des Abwaschens von Schutzanstrichen entfällt
damit, ebenso wie das Vaschen und eventuelle Polieren der lackierten Flächen.
Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung wird mindestens eine Tür in eine separate Schrumpffolienhaube
eingeschlagen und die Fahrzeughaube bis zur Höhe der Türscharniere
aufgeschlitzt. Durch diese Ausführungsform ergibt sich der Vorteil, daß die größere Scöumpfhaube, die auf die
Maße des gesamten Kraftfahrzeugs ausgelegt ist, sauberer, d.h. glatter einschrumpft, da im Bereich der Tür keine
Falten auftreten, was den optischen Eindruck des verpackten Fahrzeuges geringfügig beeinträchtigt.
Im Bereich der xür, genauer gesagt zwischen Gummidichtung
und Türrahmen liegen durch das Einschlagen "der *olie zwei
Schichten Folie übereinander. Beim passieren des Schrumpftunnels
besteht hier die Gefahr, daß diese "beiden Folienflachen
miteinander verschweißen. Das Verschweißen der Flächen kann durch Einlegen einer Trennschicht zwischen
diese Flächen, beispielsweise aus Papier, verhindert werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, dae Verschweißen
dadurch su vermeiden, daß die ^olie mittels Klammern teilweise
um die Tür nach innen gelegt wird und das Kraftfahrzeug mit offener Tür, genauer gesagt mit leicht angelehnter
Tür und eingehängten Klammern den Schrumpftunnel passiert. Statt einer Klammer kann auch ein entsprechend geformtes
Schwert oder sonstiges Formteil eingesetzt werden, was besonders beim serienmäßigen Verpacken auf dem Vliesband
von Vorteil ist.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Türhaube mit der Kraftfahrzeughaube verschweißt, so daß außen am Fahrzeug eine durchgehende glatte
Fläche entsteht, die ein Eindringen von Staub oder Feuchtigkeit sicher vermeidet.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Kraftfahrzeuges 1 mit lose übergelegter Schrumpffolienhaube 2. Die Tür 3 mit den
Scharnieren 4- und 5 ist noch geschlosseny nie Folienhaube,
wie aus der Zeichnung ersichtlich, größer als für ein normales Einschrumpfen des Fahrzeuges erforderlich.
Fig. 2 zeigt das Fahrzeug 1 mit umgebender Schrumpffolienhaube 2 in der Draufsicht, wobei die Tür 3 des Fahrzeuges geöffnet
und beidseitig mit Folie eingehüllt ist.
Fi3· 3 zeigt das mit Folienhaube 2 eingehüllte Fahrzeug 1
ebenfalls in der Draufsicht, jedoch ist die Tür 3 geschlossen. Im Innenraum 6 des Fahrzeuges befindet sich dadurch der
Folienwulst 7» eier zum Besteigen des Fahrzeuges aufgetrennt
werden muß.
Vor dem Schließen der Tür wurde zwischen die Teile der Folie, die sich beim Schließen der Tür durch Druck des Gummis berühren
wurden, eine Trennlage 8 aus Papier eingebracht, wodurch ein Verschweißen der Folie während des SehrumpfVorganges
verhindert wird.
Fig. 4- zeigt das Fahrzeug 1 mit umgebender Schrumpffolienhaube 2. Die Sehrumpffolienhaube 2 ist dabei vom Boden her
bis zur Höhe des Scharniers 5 geschlitzt. Die im Türbereich liegende Folie wird nach innen gelegt. Über die Tür 3 wird
eine nicht abgebildete weitere Folienhaube gezogen, die entlang des Schlitzes 9 der Folienhaube 2 mit dieser ver*-
schweißt wird. Nach dem Einschrumpfen, vor dem wiederum ·
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zwischen die Druckstollen der Folie im Raum der Gummidichtung
der Tür 3 ein !Trennpapier 8 eingelegt wird, ergibt sich
auch hier eine vollständig in sich geschlossene Verpackung. Nach öffnen der Tür 3 wird der in den Innenraum des Fahrzeuges
1 hineinragende Teil der Schrumpffolienhaube 2 ausgeschnitten, um ein Besteigen des Fahrzeuges zum Zwecke de.s
Verfahrens auf Rampen oder zum weiteren Verladen zu ermöglichen.
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Claims (4)
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Pat/1865/vB/Hx.
Patentansprüche.
Schrumpfverpackung für Kraftfahrzeuge, insbesondere für PKW, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrumpfverpackung
in Form einer Schrumpffolienhaube das Kraftfahrzeug allseitig so umgibt, daß mindestens eine Tür ohne Beschädigung
der Verpackung geöffnet und geschlossen werden kann.
2. Schrumpfverpackung nach Anspruch 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß das Öffnen, und Schließen mindestens einer Tür durch Einfalten der Folie in die geöffnete Tür vor dem Schrumpfvorgang
ermöglicht wird.
3· Schrumpf verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Tür in eine separate Haube eingeschlagen und die größere über das Kraftfahrzeug geführte Haube
bis zur Höhe der Türscharniere geschlitzt ist.
4. Schrumpf Verpackung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Türhaube und die Fahrzeughaube miteinander verschweißt sind.
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