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DE1922420A1 - Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen

Info

Publication number
DE1922420A1
DE1922420A1 DE19691922420 DE1922420A DE1922420A1 DE 1922420 A1 DE1922420 A1 DE 1922420A1 DE 19691922420 DE19691922420 DE 19691922420 DE 1922420 A DE1922420 A DE 1922420A DE 1922420 A1 DE1922420 A1 DE 1922420A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
titanium tetrachloride
carbon compounds
ticl
tio
boiling point
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691922420
Other languages
English (en)
Inventor
Fabrizio Guicciardi
Paolo Palagi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Montedison SpA
Original Assignee
Montedison SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Montedison SpA filed Critical Montedison SpA
Publication of DE1922420A1 publication Critical patent/DE1922420A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G23/00Compounds of titanium
    • C01G23/02Halides of titanium
    • C01G23/022Titanium tetrachloride
    • C01G23/024Purification of tetrachloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

192242Q
RECHTSANWÄLTE
DR. JUR. DPL-CHEM. WALTER BEIl
ALFRED HOZPiENER
DR. JUR. DIPL-CHcM. H-J. WOLFF
DR. JUR. HAiIS CHR. BEIL
FRANKFURT AM MAIN-HÖCHST ADELONSTRASSE58
Unsere Nr. 15 463
EDISON5S. ρ.A. Mailand / Italien
Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoff verbindungen
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen.
Es ist bekannt, daß Titantetrachlorid, das für die Herstellung von Titandioxid duroh Verbrennung verwendet wird, besonderen Reinheitsanforderungen entsprechen muß, damit ein Produkt mit zufriedenstellenden Pigmenteigenschaften erhalten wird.
Zwar können einige der im rohen Titantetrachlorid enthaltenen Verunreinigungen praktisch quantitativ mit physikalischen Methoden entfernt werden, doch trifft dies nicht für die vorhandenen Vanadinverbindungen zu, die auf chemischem Wege abgetrennt werden müssen.
Eine der z.Zt. am häufigsten angewandten Methoden besteht in <ier Behandlung des rohen Titantetrachlorids mit organischen Verbindungen, vorzugsweise mineralischen oder pflanzlichen Ölen, welche die Vanadinsalze in nicht-flüch-
009835/1642
tige Verbindungen umwandeln, β. die IIS-Patentschriften
2 230 538, 2 592 021, 2 824 050 und 3 156 630.
Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß im gereinigten Titantetrachlorid Spuren von Kohlenstoffverbindungen zurückbleiben, die eine sehr nachteilige Wirkung auf
die nachfolgende Verbrennung zu Titandioxid ausüben.
Die Kohlenstoffverbindungen werden normalerweise durch
Zugabe kleiner Mengen AlCl, zum heißen TiQl., vorzugsweise
beim Siedepunkt des TiOl. (136,4·° C, s. die französische
Patentschrift 1 457 538) in Form von Flocken auegefällt.
Dieses Verfahren ist jedoch aus verschiedenen Gründen
nicht befriedigend.
So wurde experimentell festgestellt, daß bei der Siedetemperatur des TiOl* die Zugabe zunehmender Mengen AlGl*
von 0,5 bis 2,5 Ί·* bezogen auf das Gewicht des TiOl*, keine
parallele Verringerung der Absetzzeit herbeiführt, sondern im allgemeinen bei mehr als 25 Minuten bleibt. Die
Behandlung mit AlCl, bei Temperaturen unter dem Siedepunkt
des TiCl4 bis zu 100° C erfordert sehr hohe Abeetzzeiten
oder die Verwendung zu hoher Prozentsätze an AlCl,. f
Es wurde ferner festgestellt, daß die in wiederholten Versuchen beobachteten Absetzzeiten stark schwanken, was - : auf die leichte flockige Beschaffenheit des durch die ) | Einwirkung dee AlCl, abgeschiedenen Produktes zurückzu- . j I
führen ist. . ; ' .? j
i\ . I Tatsächlich verhindern Konvektionsströme, die innerhalb * J
der flüssigen Masse durch Temperaturgefäll© erzeugt wer- · ""|
den, das Absetzen der Verunreinigungen oder bringen diese 1
wieder in Suspension, nachdem sie sich abgesetzt hatten, , %
so daß die Bildung einer klaren, für den nachfolgenden . ; Gebrauch geeigneten lösung verhindert wire..
009835/1642
ORIGINAL INSPECTED
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen, das die Nachteile der oben beschriebenen bekannten Verfahren nicht aufweist und durch die Zugabe von Aluminium-Chlorid innerhalb sehr kurzer Absetzzeiten die Abscheidung von Verunreinigungen in solch kompakter und dichter Form bewirkt, daß eine Redispergierung verhindert und ein leichtes Abdekantieren des klaren überstehenden TiCl,
ermöglicht wird.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Gegenwart kleiner Mengen an feinteiligem TiO2 von 0,01 bis 1 # und vorzugsweise von 0,1 bis 0,5 9^t bezogen euf das Gewicht des TiCl erreicht, die nicht nur die Absetzzeit verringert, sondern auch zur Bildung einer kompakten und dichten.Ablagerung führt, die sich nicht leicht wieder dispergieren läßt. Sie Teilchengröße des für diesen Zweck verwendeten TiO2 variiert von 0,05 biB 1 11, obgleich auch größere Teilchengrößen, z.B. von 5 bis 10^μ oder Teilchenaggregate noch zu guten Ergebnissen führen.
wird vorliegend bevorzugt, da es eine Verunreinigung dee behandelten und für die nachfolgende Verbrennung zu verwendenden TiCl. verhindert. Es können jedoch auch andere, gegenüber TiCl. inerte anorganische Substanzen mit großer spezifischer Oberfläche, insbesondere Metalloxide, wie SiO2, AIpO,, ZrOp usw., zu gleich guten Ergebniesen führen.
Die Behandlung des TiOl. mit AlCl, in Gegenwart von TiO« wird unter starkem Rühren bei Temperaturen zwischen 100 C und dem Siedepunkt des TiCl,, vorzugsweise beim Siedepunkt des TiCl4, 15 bis 90 Minuten durchgeführt.
009835 / 1 e42
Δ. —
Hach Ablauf dieser Zeit wird das Rühren und Erhitzen -unterbrochen. Dann läßt man die Temperatur unter den Siedepunkt abfallen, z.B. auf 90° C, so daß sich die Fällung absetzen kann. Das klare TiCl, wird dann abgetrennt.
Das folgende Beispiel erläutert das erfindungsgemäße Yerfahren.
Beispiel ·
Die verwendete Vorrichtung bestand aus einem graduierten ^ Pyrex-Zylinder mit konischem Boden, der mit einem Rühr™ system, einem Thermometer und einem Kühler versehen war und in ein thermostatisches Bad eintauchte.
Zu 860 g handelsüblichem TiCl45 das zur Abtrennung der Vanadinverbindungen mit Ölsäure behandelt worden war und noch 0,02 ia (ausgedrückt als C) Kohlenstoffverbindungen enthielt, wurden verschiedene Mengen TiO2 (siehe die Tabelle) mit einer Teilchengröße zwischen 051 und 0,5 & eingeführt und im Zylinder bis zum Siedepunkt des TiGl, erhitzt. Darauf wurden in inerter Atmosphäre 4,3 g-ÄlCl« zugegeben, worauf man die Mischung unter heftigem Rühren eine Stunde auf der Siedetemperatur hielt.
Das Rühren wurde dann unterbrochen und die Temperatur aufv 90° C gebracht; Die in Gegenwart von TiOp erzielten Absetzzeiten sind gut reproduzierbar, während sie in-Ab wesenheit von TiO2 stark schwanken, wie aus der folgenden Tabelle hervorgeht.
009835/1642
- 5 ~ Tabelle
TiO2 :
C
ίη TxCl^
i
0
0
0
0
0 ,01
0 ,05
0 ,1
0 ,4
0 ,5
1 ,0
Absetzzeit bei 90° C,
Min. "
55
60"
3 1
. 009835/1642

Claims (3)

  1. -?. 5. 69
    β -
    Patentansprüche
    1» Verfahren zur Entfernung der bei der Reinigung τοπ TiCl. eingeführten Kohlenstoffverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das rohe Titantetrachlorid bei !Temperaturen zwischen 100° und dem Siedepunkt des Titantetrachlorids in Gegenwart von 0,01 bis 1 #, bezogen auf das Gewicht des Titantetrachlorids, f einteiligem SiOp einer Teilchengröße zwischen 0,05 und 10 a mit AlGl, behandelt«
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das TiO2 in einer Menge von 0,1 bis 0,5 #,. bezogen auf das Gewicht des Titantetrachlorids, verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das TiO« in einer Teilchengröße von 0,05 bis 1 ix verwendet.
    Pur
    MONTECATINJ EDISOtf S.p.A, Mailand /Italien
    Rechtsanwalt
DE19691922420 1968-05-03 1969-05-02 Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen Pending DE1922420A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT1603368 1968-05-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1922420A1 true DE1922420A1 (de) 1970-08-27

Family

ID=11148459

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19691922420 Pending DE1922420A1 (de) 1968-05-03 1969-05-02 Verfahren zur Reinigung von Titantetrachlorid von Kohlenstoffverbindungen

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3615178A (de)
DE (1) DE1922420A1 (de)
FR (1) FR2007751B1 (de)
GB (1) GB1223972A (de)

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Also Published As

Publication number Publication date
US3615178A (en) 1971-10-26
FR2007751A1 (de) 1970-01-09
FR2007751B1 (de) 1973-12-21
GB1223972A (en) 1971-03-03

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