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DE1920169C - Cellulose Formkörper mit verbesserten flammverzogernden Eigenschaften - Google Patents

Cellulose Formkörper mit verbesserten flammverzogernden Eigenschaften

Info

Publication number
DE1920169C
DE1920169C DE1920169C DE 1920169 C DE1920169 C DE 1920169C DE 1920169 C DE1920169 C DE 1920169C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cellulose
flame
ammonia
spinning
parts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Leslie Elizabeth ton Tenn McClure (V St A)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beaunit Corp
Original Assignee
Beaunit Corp
Publication date

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Description

Cellulosemassen, insbesondere solche, die Fasern bildcn können, weisen eine Anzahl von Eigenschaften auf, die sie für eine Vielzahl von textillechnischen und änderen Verwendungszwecken geeignet machen. Für manche Anwendungsgebiete ist es jedoch notwendig, sie so zu modifizieren bzw. zu behandeln, daß sie mit flammverzögernden Eigenschaften ausgestattet werden. Die herkömmlichen Verfahren, Formkörpern, wie Fasern oder Fäden aus Cellulose oder Cellulosederivaten, flammverzögernde Eigenschaften zu verleihen, sehen ein Imprägnieren oder Beschichten der Cellulose enthaltenden Folien, Fäden oder Fasern bzw. der daraus gebildeten Stoffe mit einer geeigneten flammverzögernden Masse und anschließendes Trocknen oder Aushärten vor. Diese flammverzögernden Behandlungen verändern aber die physikalischen Eigenschaften, z. B. die Griffigkeit der behandelten Materialien. Außerdem werden diese Appreturen im allgemeinen durch Waschen, Trockenreinigen oder Einweichen in Wasser leicht entfernt, so daß sie bereits nach kurzen Zeiiräumen des normalen Gebrauchs unwirksam werden. Aus diesen Gründen haben solche behandelten Fasern, Fäden und Stoffe in der Textilindustrie nur eine begrenzte Anwendung gefunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Mangel und Unlulänglichkeiten der bisherigen Verfahren zu beseitigen. Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, «laß die Cellulose-Formkörper mit verbesserten flammverzögernden Eigenschaften, welche durch Ausfällen einer Viskose-, oder Kupferoxid-Ammoniak-Cellulose-, «>der einer Cellulosecstsrlösung mit Zusätzen gebildet worden sind als Zusätze, in Mengen von 10 bis 100 Ge-Wichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen Cellulose oder Cellulosederivat, Gemische, bestehend aus 50 bis 75Ciewich'.sprozent eines Vinylidenchlorid-Vinyichlorid-Copolymeren und 25 bis 50 Gewichtsprozent Antimontrioxid, enthalten.
Die Erfindung sieht auch Cellulose-Spinnlösungen vor. die aus einer herkömmlichen Cellulose-Spinnlöhung oder einem Lack, z.B. ajs einer Kupferoxid-Cellulose-Spinnlösung oder einem -Lack, Viskose-Spinnlösung oder einem -Lack, oder Celluloseester-Spinnlösung oder einem -Lack besteht und die ein Gemisch aus einem Vinylchlorid-Polymeren und einem Antimonoxid in solchen Mengen enthält, daß den beim Ausfällen dieser Spinnlösungen oder Lacke in den herkömmlichen Koagulierungsbädern und durch anschließendes Auswaschen und Trocknen erhaltenen Gebilden flammverzögernde Eigenschaften verliehen werdcn.
Die Celluiose-Spinnlösungcn oder -Lacke nach der Erfindung sollen Kupferoxidammoniak- und Viskose-Spinnlösungen sowie CelluloseCstcr-Spinnlösungcn umfassen. Diese Spinnlösungen umfassen Celluloselösungen oder die Reaktionsprodukte aus Cellulose und Kupferammoniakkomplcxcn in der wäßrigen Lösung des Kupfer-Ammoniakkomplexes, beispielsweise Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösungen oder -Lacke; Lösungen von Cellulose-Xanthogenat in Wasser und wäßrigen Alkalien, z. B. wäßriger Natronlauge, wie βο Viskose-Sirups und -Lacke; Cellulosederivate organischer Säuren oder Anhydride, wie Celluloseacetat-Lösungen, Cellulosepropionat-Lösungen bzw. andere Lösungen von Produkten, die durch Umsetzung von Cellulose mit organischen Säuiren oder organischen «5 Anhydriden erhalten werden. Die Herstellung der Cellulose-Spinnlösungen geschieht auf die herkömmliche Weise. Die Herstellung von Kupferoxyd-Ammo- niak-Spinrilösungen, Viskose-Spinnlösungen und CeI-lulose-Acetat-Spinnlösungen wird beispielsweise in »The Rayon Industry« (1929) D. Van NoM rand Umpany. New York, N. Y., S. 523 bis 543 436 bis 52..bzw. 559 bis 58Ü, und in «Man-Made F.bers« von K. W. Moncrief, John Wiley & Sons, nc !New Turk. N. Y. (1966), S. 196 bis 203, 138 bis 195 bzw. 204 bis 233, beschrieben. Für die Zwecke der Erfindung w.rd die Verwendung von Kupferoxyd-Ammoniak-Lüsungen und die Herstellung von nammwidngen Kupleroxyd-Ammoniak-Rayon-Artikeln bevorzugt. Die aus Viskose-Spinnlösungen erhaltenen!. ■ η korper sind normalerweise auf Grund von Neben, .alctionen die zwischen dem Antimonoxyd und dem in den nerkömmliche» Cellulose-Xanthogenat- oder ViskoseSpinnlösungen enthaltenen Schwefel oder suinoen stattfinden, verfärbt. Darüber hinaus erscheinen die normalen Spinnvorrichtungen vom Trich< τ typ, die Spinndüsen mit großen Löchern vorsehen, bei der Herstellung von Kupferoxyd-Ammoniak-Kayon-ÜL·- genständen für die Zwecke der Erfindung am geeignetsten zu sein.
Die bei dem bevorzugten Kupferoxyd-Ammoniak-Verfahren verwendete Spinnlösung wird dadurch erhalten, daß man Cellulose in einem Kupferoxyd-Ammoniak-Lösungsmittel, das im wesentlichen eine waßrige Lösung von Kupfer und Ammoniak darstellt und durch das Cuprammin-Ion gekennzeichnet ist, auflost. Das wäßrige Lösungsmittel muß spezifische Mengen oder Konzentrationen des zweiwertigen Kupfers und von Ammoniak enthalten, damit die Cellulose dann gelöst bleibt. Diese Anteile erstrecken sich normalerweise von etwa 2 bis 4°/0 Kupfer und von etwa 4 bis 7°/0 Ammoniak. Im allgemeinen nimmt man an. daß das Cuprammin-Ion des Lösungsmittels mit der CeIIulose einen Komplex bildet, wodurch eine lösliche Kupfcroxyd-Ammoniak-Cellulose-Verbindung erhalten wird. Diese Kupferoxyd-Ammoniak-Celluloselosung kann dann extrudiert oder versponnen werden, beispielsweise in einem wäßrigen Spinn-oder Fällungsbad zu Fäden. Das wäßrige Fällungsbad, das neutral oder basisch sein ka.nn, wirkt im wesentlichen als Verdünnungsmitlel zur Erniedrigung der Ammoniak- und KupferkonzQntration bis zu dem Punkt, bei welchem die Cellulose in der extrudierten Form auszufällen beginnt. Das Spinnbad kann auch dazu dienen, einen Teil des Lösungsmittels aus den ausgefällten Fäden zu entfernen.
Obgleich es möglich ist, als Fällungsbad für die gesponnenen Fäden Wasser allein zu verwenden, hat doch die Anwendung alkalischer Fällbäder zur Erzielung einer guten Ausfällung und besserer Eigenschaften der Endprodukte eine weitere Verbreitung gefunden. Vermutlich wird nach der Ausfüllung ein Kupfer-Alkah-Cellulosekomphxgebildet.welcherdurchanschließende Behandlung in einem sauren Bad zur vollständigen Rückbildung di:r Cellulose zersetzt werden kann. Es hat sich in manchen Fällen als zweckmäßig erwiesen, das aus dem alkalischen Bad ausgefällte Material mit Wasser allein tu behandeln, um die Kupfer-Alkali-Cellulose vor der Behandlung mit der Säure hydrolytisch zu zersetiien. Die Säurebehandlung dient dann dazu, das Kupferhydroxyd zu entfernen, wenn es in Verbindung mit dem darauffolgenden Waschen zur Entfernung der Salze und anhängender Säure vorgennmmen wird. Nach dem Waschen wird der Cellulose-Gegenstand getrocknet und auf die übliche Weise aufbewahrt.
Zur Herstellung von Fäden wird die Kupferoxyd-Ammiiniuk-Spinnlösung gewöhnlich in einen Trichter oder ein Bud, durch den das wäßrige Fällmedium zirkuliert, extrudiert, worauf die Cellulose des ausgefällten Jadens durch Behandlung in einem Säurebad, durch Waschen und Trocknen, regeneriert wird. Ein Teil des Ammoniaks und Kupfers wird während der Ausfällung, Hiul zwar im wesentlichen durch Verdünnung der Spinnlösung entfernt. Das mit der Cellulose nach der Ausfällung zurückbleibende Ammoniak und Kupfer wird während der Säurebehandlung und des darauffolgenden Waschens weggeführt.
Die für die Zwecke der Erfindung eingesetzten verschiedenen Spinnlösungen oder Lacke können unterschiedliche Mengen Cellulose oder Cellulosederivate enthalten, die je nach der verwendeten Spinnlösung und den gewünschten Produkten schwanken, beispielsweise davon, ob das Material zu Fäden verspennen werden soll, ob Stapelf.-rern hergestellt werden sollen oder ob Folien oder Überzüge gegossen werden sollen. Im allgemeinen enthalten die Lösungen oder Lacke etwa 2 bis 40 Gewichtsprozent Cellulose oder Cellulosederivate. Bei Durchführung der Erfindung enthalten die Kupferoxyd-Ammoniak- und Viskose-Spinnlösungen oder -Lacke normalerweise etwa ,? bis 15 Gewichtsprozent Cellulose oder Cellulose-Derivate, während der Anteil der Celluloseester-Spinnlösungen an Cellulose oder Cellulosederivaten normalerweise 25 bis 35°/0 beträgt.
Die hierin bescnriebenen Spinnlösungen oder-Lacke können neben den spezifischen "'usatzmassen der Erfindung herkömmliche Additive, wie Mattierungsmittel, kationische und nichtionogene obv.flächenaktive Stoffe, Farbstoffe, Pigmente und Stabilisatoren, enthalten.
Der Anteil der flammverzögernden Gemische kann variieren. Es hat sich gezeigt, daß der Spinnlösung oder dem -Lack 10 bis 100 Gewichtsteile des fiammverzöpernden Gemisches, bezogen auf 100 Gewichtsteile Cellulose oder Cellulosederivat, zugesetzt werden können, um Formkörper zu erhalten, die genügende Fes'igkeit besitzen, um als Fäden. Fasern oder Gewebe geeignet zu sein. Die Anwendung von 10 bis 50 Gewichtsteilen des flammverzögernden Gemischs. bezogen auf 100 Gewichtsteile Cellulose oder Cellulosederivat, wird bevorzugt.
In den aus diesen Spinnlösungen hergestellten Formkörpern sollte im wesentlichen die gleiche gewichtsmäßige Verteilung wie in der Spinnlösung vorliegen, wobei das flamm verzögernde Gemisch in dem ganzen Celluloscgcgensland gleichförmig verteilt sein soll. Es hat sich gezeigt, daß mindestens 75°'O des flammverzögernden Gemisches in dem erhaltenen Gegenstand zurückbehalten werden. Die exakte Menge hängt von der Löslichkeit des Gemisches in der Spinnlösung ab.
Das flammverzögernde Gemisch der Erfindung kann aus 50 bis 75 Gewichtsprozent eines Vinylidenchlorid- Vinylchlorid'Copolymeren und 25 bis 50 Gewichtsprozent Antimontrioxyd bestehen. Diese Kombination aus einem Vinylidenchiorid-Vinylchlorid-Copolymeren und einem Antimonoxyd ergibt eine synergistische Wirkung, bei welcher die gesamte flammverzögerndc Wirkung größer als diejenige der Summe der einzelnen Komponenten ist.
Die regenerierten Cellulosegebilde werden dadurch hergestellt, daO man die Cellulose-Spinnlösungen oder -Lacke, die die flammverzögernden Gemische enthalten, in die gewünschte Formgestalt verformt und die verformte Lösung oder den verformten Lack einem Fäl lungsriad unterwirft, wodurch die Cellulose oder das Cellulosederivat ausgefällt wird. Die Spinnlösungen oder Kacke, die die Vinylidenehlorid-Vinylehlorid-Copoly nieren-Anti mont rioxyd-Gemischeent halten, k'iagulieren und erhärten in dem Fällmedium. Der erhaltene Gegenstand kann dann gewaschen und getrocknet werden. Die Kupferoxyd-Ammoniak-Gegenstände können mit verdünnter Schwefelsäure entkupfert und mit Wasser gewaschen werden. Die erhaltener Cellulose-Gebilde enthalten darin dispergiert das flainmver/ögernde Gemisch und weisen daher selbst nach wiederholten Waschvorgängen oder wiederholten Trockenreinigungen ausgezeichnete flammverzögernde Eigenschaften auf.
Aus den Spinnlösungen können auf die herkömmliche Weise eine Vielzahl von flammwidrigen Artikeln, wie Fäden, Fasern, Folien und Beschichtungen, hergestellt werden. Aus den Spinnlösungen werden durch Extrudieren der Cellulose-Spinnlösung oder des -Lacks durch die öffnungen einer Spinndüse in ein Fällmedium, z. B. in ein Bad zur Regenerierung der Cellulose oder des Cellulosederivats in Fadenform, vorzugsweise Fäden und Fasern hergestellt, die danach auf Spulen oder in Zentrifugaltöpfen gesammelt werden. Die Fäden werden dann auf die normale Weise weiterverarbeitet. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung herkömmlicher Spinnvorrichtungen vom Trichtertyp bei der Herstellung der Fäden zu bevorzugen ist, um ei.i möglicherweise erfolgendes Verstopfen der Spinndüsenöffnungen zu vermeiden.
Die aus den Massen der Erfindung erhaltenen Fäden und Stapelfasern können auf die herkömmliche Weise zu Gewirken und Geweben verarbeitet werden. Die Fäden können zugerichtet werden und dann zu Stoffen gewebt oder gewirkt werden, während die Stapelfasern zu Fäden oder Garnen verarbeitet werden, die nach dem Zurichten zu Stoffen gewebi oder gewirkt werden können. Diese Stoffe besitzen ausgezeichnete fiammwidrige Eigenschaften und behalten diese auch nach wicderholten Waschvorgängen oder nach wiederholten herkömmlichen Trockenreinigungen bei. Die Fäden und Stapelfasern nach der Erfindung können auch mit anderen Textilgarnen oder Fasern gemischt werden und auf die übliche Weise zu Stoffen mit guten flammwidrigen Eigenschaften gewirkt oder gewebt werden.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Sämtliche Angaben bezüglich der Teile, der Verhältnisse und der prozentualen Anteile sind, wenn nicht anders angegeben, auf das Gewicht bezogen. Die Flammfestigkeit wurde nach der A.A.T.C.C. (American Association of Textile Colorists and Chemists) Methode Nr. 34-1966 bestimmt.
Herstellung des flammverzögernden Gemisches
Zu einer gerührten I ösung von 28Og hoch viskoser Carboxymethylcellulose (eine dispcrgicrende Säure) und 1300 g Octylphenoxypolyäthoxyäthanol (als Netzmittel) in 301 Wasser wurden 76,2 kg einer 50°/0igen
wäßrigen Dispersion eines Vinylidenchlortd-Vinyl* chlorid'Copolymeren mit weniger als 5°/0 Vinylchlorid und mit einem Chloridanteil von 70"Z0, 25,4 kg eines 50°/0igen wäßrigen Antimontrioxydschlamms mit einer Teilchengröße von 1,5 μ und 121 einer 26*/„igen wäßri-
gen Ammoniumhydroxydlösung gegeben. Dieses Gemisch wurde mit Wasser auf ein Volumen von 2801 verdünnt. Auf diese Weise wurde eine Vorratslösung mit einem Feststoffgehalt von 182 g/l erhalten. Diese ent-
5 6
hielt ! ?.ίι μ/1 Vinyldilorid-Pnlymerer, und 45 g/l Anti- arbeitet und dem obengenannten A.A.T.C.C.-Ilammninnirinxyd. lest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die
H c j s ρ j fi j j Nachfliciniizeii weniger als 1 Sekunde betrug.
Du* auf die obige Weise hergestellte flammverzö- 5 Beispiel 4 geriule üemisch wurde zu einer herkömmlichen Kup-
feroxyd-Ammoniak-Spinnlösung, die Κ1/;,"/,, Cellulose Gemäß Beispiel 3 wurde eine Kupferoxyd-Arnmo-
cnthieli, gegeben, wobei ein Verhältnis gewählt wurde, niak-Spinnlösung mit 6% Cellulose und 25%, bezogen
das eine Spinnlösung mit 5,66% Cellulose und 2,83% auf den Cellulosegehalt der Lösung des flammver-
llammvcrzögcrndes Gemisch ergab. Diese modifizierte m zögernden Gemisches des Beispiels 1, zu einem Kupfer-
Spinulösung wurde dann zu einer festen weißen Folie oxyd-Ammontak-Rayon-Garn mit einer der des un-
mit 66% Teilen Cellulose, 25 Teilen des Vinyliden- modifizierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garns
chloräJ-Vinylchlorid-Copolymeren und 8'/3 Teilen des praktisch identischen Griffigkeit versponnen. Dieses
Antiniontrioxyds gegossen. Der Film wurde nach dem Garn wurde zu einem Stoff verwebt und dem Standard
Standard A.A.T.C.C.-Flammtest untersucht, wobei 15 A.A.T.C.C.-Flammtest unterworfen. Dabei wurde
festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit weniger als festgestellt, daß die Nachflammzeit weniger als eine
I Sekunde betrug. Sekunde betrug.
Eine in ähnlicher Weise bereitete Folie, die 72,8 Teile B e i s t> i e I 5 Celullose und 27,2 Teile des Vinylidenchlorid-Vinyl-
ehlorid-Copolymeren enthielt, wurde auf die gleiche 20 Gemäß Beispiel 3 wurde ei ..; Kupferoxyd-Ammo-
Weise untersucht, wobei festgestellt wurde, daß sie niak-Spinnlösung mit 6% Cellulos" und 20%, bezogen
vollständig verbrannte. auf den Cellulosegehalt der Lösung des flammverzö-
Lline in ähnlicher Weise bereitete Folie, die 88 Teile gernden Gemisches des Beispiels 3, zu einem Kupfer-
Cellulose und 5 Teile Antimontrioxyd enthielt, wurde oxyd-Ammoniak-Rayon-Garn mit einer der des un-
glcichfalls diesem Test unterworfen, wobei festgestellt 25 modifizierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garns
wurde, daß die Nachfiammzeit mehr als 2 Sekunden praktisch identischen Griffigkeit versponnen. Dieses
betrug. Garn wurde zu einem Stoff verwebt und dem Stan-
Beispiel 2 dard AA.T.C.C.-Flammtest unterworfen. Dabei wurde
festgestellt, daß die Nachflammzeit weniger als
Das fiammverzögernde Gemisch wurde zu einer her- 30 1 Sekunde betrug,
kömmlichen Kupferoxyd-Ammoniak-Spinnlösung mic B e i s ο i e 1 6 K1It0Io Cellulose gegeben, wobei ein Verhältnis ge-
wähll wurde, das eine Spinnlösung mit 5,66% Cellulose Es wurde eine herkömmliche Viskose-Spinnlösung und 2,83% flammverzögerndes Gemisch erhalten hergestellt, die 66% Teile Cellulose, 25 Teile des Vinylwurdc. Diese modifizierte Spinnlösung wurde dann in 35 idenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeren, das in dem ein herkömmliches Fällun^sbad extrudiert, wodurch oben beschriebenen flammverzögernden Gemisch verein fester weißer Faden mit 66%% Cellulose und wendet worden war, und 81I3 Teile Antimontrioxyd 33 '/3% flammverzögerndes Gemisch erhalten wurde. enthielt. Aus dieser Lösung wurde auf die herkömm-Diescr Faden besaß eine Griffigkeit, die dem des un- liehe Weise eine Folie gegossen. Diese Folie war organemodilizierten Kupferoxyd-Ammoniak-Rayongarni im 40 b.aun gefärbt, doch wurde festgestellt, daß die Nachwesentlichen identisch war. flammzeit dieser Folie beim Standard A.A.T.C.C-
Ein aus den auf die obige Weise hergestellten Fäden Flammtest weniger als 1 Sekunde betrug,
erhaltenes Gewebe wurde dem Standard A.A.T.C.C.- . 17
Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wuide, daß Beispiel 7
die Nachflammzeit· weniger als 1 Sekunde betrug. Ein 45 Es wurde eine herkömmliche Cellulose-Acetat-
aus dem unmodifizierten Kupferoxyd-Ammoniak- Spinnlösung hergestellt, die 66% Teile Celluloseacetat,
Rayongarn hergestelltes Gewebe verbrannte bei dem 25 Teile des im Beispiel 6 genannten Vinylidenchlorid-
obigen Test vollständig. Vinylchlorid-Copolymeren und 8'/3 Antimontrioxyd
R . pii enthielt. Aus diener Lösung wurde auf die herkömm-
e 's P ' 50 liehe Weise eine feste weiße Folie gegossen. Diese wur-
Eine Kupferoxyd· Ammoniak-Spinnlösung mit 6% de dem Standard A.A.T.C.C.-Flammtest unterworfen, Cellulose und 33%, bezogen auf den Ceilulosegehalt wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit wenider Lösung eines flammverzögernden Gemisches, be- ger als 1 Sekunde betrug, stehend aus 75% des oben beschriebenen Vinyliden- . . chlorid-Vinylchlorid-Copolymeren und 25 % Antimon- 55 Beispiel» (rioxyd mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von Eine gemäß Beispiel 2 hergestellte modifizierte 1,5 μ, wurde durch einn Spinndüse mit 225 Löchern Spinnlösung wurde in einem regulären Kupferoxydmit einem Durchmesser von 0,8 mm in ein wäßriges Ammoniak-Trichter unter Verwendung einer Viskose-Fällungsbad, an das sich ein wäßriges Bad mit 4%iger Spinndüse mit 2000 Löchern und 200 μ extrudiert. Schwefelsäure anschloß, mit einer solchen Geschwin- 60 Dabei wurde ein endloser 1000/2000/0-Faden mit digkeit extrudiert, daß ein 400/225 endloser Kupfer- 662/3 Teilen Cellulose, 35 Teilen des Vinylidenchloridoxyd-Ammoniak-Rayon-Faden erhalten wurde. Das Vinykhlorid-Copc lymeren der Beispiele 6 und 7 und ausgefällte Garn wurde auf einer Rolle gesammelt, zu 8'/3 Teilen Antimontrioxyd erhalten. Dabei wurde einem Strang gebunden und den herkömmlichen ein brauchbarer Faden erhalten, obwohl ein gewisses Wasch- und Reinigungsverfahren unterworfen. Das 65 Verstopfen der öffnungen bsobachtet wurde. Der Faerhaltene Garn, welches eine dem des unmodifizierten den wurde dem Standard A.A.T.C.C.-Flammtest un-Kupferoxyd-Ammoniak-Rayon-Garns praktisch iden- lerworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nach tische Griffigkeit besaß, wurde zu einem Gewebe ver- flammzeit weniger als 1 Sekunde betruc.
Vergleichsbeispiel
Ein Gewebe aus Rayongarn wurde in eine wäßrige Dispersion getaucht, die 85 g/l Feststoffe enthielt. Die Feststoffe bestanden aus 75°/0 Vinylidenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeres des Beispiels 8 und 25°/0 Antimontrioxyd. Das beschichtete Gewebe wurde ausgedrückt und getrocknet, um eine Aufnahme von 10°/„ des Gemisches auf das Gewebe zu erhalten. Das beschichtete Gewebe war steif und besaß eine Griffigkeit, die wesentlich schlechter war als die des nicht beschichteten Garns. Das beschichtete Gewebe wurde dem Standard A.A.T.C.C.-Flammtest unterworfen, wobei festgestellt wurde, daß die Nachflammzeit mehr als 2 Sekunden betrug.
Es können zwar höhere Konzentrationen der Zusatzstoffe genommen werden, um ein beschichtetes Gewebe mit verbesserten flammbeständigen Eigenschaften
zu erhalten, doch besitzen diese Stoffe dann eine sehr schlechte Griffigkeit, und darüber hinaus verschlechtern sich die flammbeständigen Eigenschaften beim wiederholten Waschen oder Trockenreinigen.
5

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Cellulose-Formkörper mit verbesserten flammverzögernden Eigenschaften, welche durch Ausfällen einer Viskose-, oder Kupferoxid-Ammoniak·
    »ο Cellulose-, oder einer Celluloseesterlösung mit Zusätzen gebildet worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Zusätze, in Mengen von 10 bis 100 Gewichtsteilen pro 100 Ge wichtsteilen Cellulose oder Cellulosederivat, Ge mische, bestehend aus 50 bis 75 Gewichtsprozen eines Vinylidenchlorid-Vinylchlorid-Copolymeret und 25 bis 50 Gewichtsprozent Antitnontrioxid enthalten.
    109 651/2

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