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DE1913099A1 - Folie zur Absorption von zurueckgestreuten und durchgelassenen niedrigenergetischen Roentgen- und Gammastrahlen - Google Patents

Folie zur Absorption von zurueckgestreuten und durchgelassenen niedrigenergetischen Roentgen- und Gammastrahlen

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Publication number
DE1913099A1
DE1913099A1 DE19691913099 DE1913099A DE1913099A1 DE 1913099 A1 DE1913099 A1 DE 1913099A1 DE 19691913099 DE19691913099 DE 19691913099 DE 1913099 A DE1913099 A DE 1913099A DE 1913099 A1 DE1913099 A1 DE 1913099A1
Authority
DE
Germany
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backscattered
rays
film
energy
Prior art date
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Application number
DE19691913099
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English (en)
Inventor
Masao Shono
Goro Tanaka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Giken Kogyo Co Ltd
Original Assignee
Giken Kogyo Co Ltd
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Filing date
Publication date
Application filed by Giken Kogyo Co Ltd filed Critical Giken Kogyo Co Ltd
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Pending legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
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    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/02Elements
    • C08K3/08Metals
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F1/00Shielding characterised by the composition of the materials
    • G21F1/02Selection of uniform shielding materials
    • G21F1/10Organic substances; Dispersions in organic carriers
    • G21F1/103Dispersions in organic carriers
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KTECHNIQUES FOR HANDLING PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K1/00Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating
    • G21K1/02Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating using diaphragms, collimators
    • G21K1/025Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating using diaphragms, collimators using multiple collimators, e.g. Bucky screens; other devices for eliminating undesired or dispersed radiation

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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Description

1913099 Patentanwalt Dipl.-Phys. Gerhard Liedl 8 München 22 Steinsdorfstr. 21-22 Tel. 29 84
B 4080
Giken Kogyo Kabushiki Kaisha
No. 3, Kioicho, Chiyoda-ku, TOKYO, JAPAN
Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen niedrigenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen
Die Erfindung betrifft eine Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen niedrigenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen.
Mit der zunehmenden Verwendung von Röntgen- und Gammastrahlen in den breitesten Anwendungsgebieten, z.B. im klinischen und industriellen Bereich, ist auch die Gefahr größer geworden, daß auf Menschen auf treffende Röntgen- oder Gammastrahlen Schäden an Gesundheit und
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Dr.D/Br.
Erbanlagen hervorrufen. Aus diesem Grunde wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, um zu verhindern, daß Röntgen- oder Gammastrahlen nach außen abgestrahlt werden können. Der Raum, in dem Röntgen- oder Gammastrahlen verwendet werden, wird daher zur Vermeidung von Schäden an dritten Personen abgeschirmt. Wenn jedoch Decke, Boden und Wände mit einer Abschirmvorrichtung versehen sind (im folgenden soll hiervon immer als "Abschirmwände und ähnliches" gesprochen werden), werden die Röntgen- und Gammastrahlen in den Raum, in dem mit ihnen gearbeitet wird, teilweise zurückreflektiert. Es besteht daher Gefahr, daß die Bediener der Anlage von mehr Röntgen- oder Gammastrahlen getroffen werden, als es der Fall wäre, wenn keine Abschirmwände oder ähnliches vorhanden wären.
Gemäß vorliegender Erfindung soll nun eine Folie hergestellt werden, die zurückgestreute und durchgelassene niedrigenergetische Röntgen- und * Gammastrahlen absorbiert, um auch für die Personen innerhalb der Abschirmung einen wirkungsvollen Strahlenschutz zu erreichen.
Diese Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß diese Folie Blei und wenigstens eine Substanz enthält, welche die Sekundäremission des Bleis absorbiert.
Bevorzugter weise enthält sie einen Füllstoff aus 70 Ms 90 Gew.-% einer Bleiverbindung, 5 bis 25 Gew.% von Eisen oder einer Eisenver-
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bindung und 5 bis 10 Gew.% einer Calciumverbindung, der mit einem Bindemittel aus einem Kunstharz, einem Weichmacher, einem Stabilisator und einem Gleitmittel derart vermengt ist, daß die erhaltene Mischung folgende Zusammensetzung aufweist: Kunstharz 1,00 Teile
Füllstoff 1,66 bis 10,00 Teile
Weichmacher 0,41 bis 1,00 Teile
Stabilisator 0,01 bis 0,04 Teile
Gleitmittel 0,01 bis 0,04 Teile.
Wenn Röntgen- oder Gammastrahlen mit einer Frequenz ν auf ein Atom eines Stoffes auftreffen, dessen Elektronen in der K-Schale eine Bindungsenergie A haben, so wird, wenn die Energie h · ν (h = Planck' sehe Konstante) der Röntgen- oder Gammastrahlen größer ist als diese Bin-
/A-
dungsenergie, ein Elektron oder Elektronen aus der K-Schale herausgeschlagen, und der entsprechende Energiebetrag absorbiert (K-Absorptionskante). Anschließend fallen die Elektronen der L-Schale, M-Schale, N-Schale usw. in das leere Orbital der K-Schale, wobei sich eine Linienemission mit den Energien αι>αο» ^i> ^o usw> erS^· Die Intensitäten dieser emittierten Linien α., a 2>ßi> ßo usw· hängen von dem Verhältnis der durch die inneren Quantenzahlen bestimmten statistischen Gewichte ab. Auf diese Weise werden die einfallenden Röntgen- oder Gammastrahlen - je nach ihrer Energie - durch irgendeine der K-, L- oder M-Schalen der Substanz-Atome absorbiert.
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So rufen zum Beispiel beim Blei Röntgen- oder Gammastrahlen mit einer Energie, die größer als 83, 95 KeV ist, Absorptionen in der K-Kante hervor, was zur Emission von charakteristischer Röntgenstrahlung von 74,95 KeV (größtes statistisches Gewicht) führt. Diese Strahlung führt zu einer weiteren Absorption in der L-Kante und diese wiederum zur Emission von charakteristischer Röntgenstrahlung mit 14,76 KeV.
Eisen dagegen absorbiert Röntgen- oder Gammastrahlen mit einer größeren Energie als 7,11 KeV, und emittiert eine charakteristische Röntgenstrahlung mit einer Energie von 6,40 KeV.
Schließlich absorbiert Calcium Röntgen- oder Gammastrahlung mit einer größeren Energie als 4,03 KeV, und emittiert charakteristische Röntgenstrahlung von 3,69 KeV.
Neben den beschriebenen fotoelektrischen Effekten kann auch der Compton Effekt auftreten. Sein relativer Anteil wird jedoch sehr klein, wenn die Energie der primären Röntgen- oder Gammastrahlung abnimmt.
Da der Füllstoff für die Folie entsprechend der vorliegenden Erfindung bevorzugt aus 70 bis 90 Gew. -% einer Bleiverbindung, 5 bis 25 Gew. -% Eisen oder einer Eisenverbindung und 5 bis 10 Gew. -% einer Calciumverbindung besteht, erfahr en. die Röntgen- oder Gammastrahlen eine Ab-
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sorption in der K- oder L-Kante des Bleies und werden in charakteristische Röntgenstrahlung von 14,76 KeV umgewandelt. Diese wird durch Absorption in der K-Kante des Eisens in eine charakteristische Röntgenstrahlung von 6,40 KeV verwandelt und letztere in die charakteristische Röntgenstrahlung des Calciums mit 3, 69 KeV, durch Absorption in dessen K-Kante. Schließlich werden die charakteristischen Röntgen- oder Gammastrahlen ,deren Energie gleich oder kleiner als 3,69 KeV ist, durch Absorption in der M-Kante des verwendeten Bindemittels, sowie des Bleis, Eisens und Calciums selbst, absorbiert.
Auch die Compton-Streuung, die durch Auf treffen auf die erfindungsgemäße Absorberfolie entsteht, wird durch das Blei absorbiert.
Die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Folie weist eine vorzügliche Feuerfestigkeit auf, da eine Bleiverbindung, wie z.B. das verwendete basische Bleicarbonat mit dem Bindemittel auch bei einer höheren Temperatur nicht verbrennt. Auch zeigt die Folie eine hohe mechanische Festigkeit sowie hervorragende chemische Widerstandsfähigkeit.
Wenn man deshalb eine entsprechend der vorliegenden Erfindung hergestellte Folie an der Oberfläche einer z.B. aus Mörtel oder ähnlichem bestehenden Abschirmwand befestigt, werden die von der Mörtelwand
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oder ähnlichem zurückgestreuten Röntgen- oder Gammastrahlen von der Folie stark absorbiert. Das Risiko, daß das innerhalb der Abschirmwände befindliche Bedienungspersonal einer Strahlenschädigung ausgesetzt wird, wird dadurch stark reduziert. Zudem ist es möglich, durch Verwendung der Folie bestimmte Absorptionseigenschaften für die zurückgestreute Strahlung einfach festzulegen, da die Folien in einer Fabrik in gleichförmiger Zusammensetzung und gleichmäßiger Dicke leicht herzustellen sind. Wenn man eine Folie nach der vorliegenden Erfindung verwendet, in der der Anteil des Füllstoffs in der Mischung im Verhältnis zum Bindemittel entsprechend vergrößert ist, kann man zudem erreichen, daß auch die einfallende Röntgen- und Gammastrahlung absorbiert wird. Die Strahlendosis der Röntgen- oder Gammastrahlen auf den Abschirmwänden wird dadurch vermindert. Dementsprechend kann auch die Abschirmwirkung auf einer relativ dünnen und für sich allein ungenügenden Abschirmwand durch Aufkleben der Folie vergrößert werden.
Die folgenden Beispiele und die beiliegenden Zeichnungen dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
Es zeigen:
Fig. 1 im Diagramm einen Vergleich zwischen dem Energiespektrum von an Aluminium zurückgestreuten Strahlen und dem Energie-Spektrum, das die zurückgestreuten Strahlen liefern, wenn man
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eine Absorptionsfolie gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auf das Aluminium klebt;
Fig. 2 in einem Diagramm das Verhältnis der Massenbelegung pro Flächeneinheit des Füllstoffes zur Streurate, bei Verwendung derselben Ausführungsform;
Fig. 3 in einem Diagramm das Verhältnis der Masseribelegung pro Flächeneinheit des Füllstoffes zu der Blei-Äquivalentdicke bei Verwendung derselben Ausführungsform.
Im folgenden soll die Erfindung anhand von bevorzugten Ausführungsformen beschrieben werden.
Beispiel 1;
Basisches BJeicarbonat (2PbCO0 · Pb(OH)0) 200 Teile
Eisenpulver
Calciumcarbonat (CaCOq)
37,5 Teile 12,5 Teile
Ein Füllstoff mit obiger Zusammensetzung wird gleichmäßig mit einem Bindemittel vermischt und anschließend zu einer Folie von vorbestimmi ter Gestalt geformt. Das Bindemittel enthält dabei die folgenden Bestandteile:
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Polyvinylchlorid (Kunstharz) 100 Teile
Di-n-octyl Phthalat (Weichmacher) 34 Teile
chloriertes Paraffin (Weichmacher) 16 Teile
Bleistearat (Stabilisator) 1 Teil
Dibutyl-Zinndilaurat (Gleitmittel) 1 Teil
Ein Energiespektrum der zurückgestreuten Röntgenstrahlen wurde folgendermaßen bestimmt. Die Oberfläche einer Normal-Aluminiumplatte (350 mm χ 350 mm χ 15 mm, Reinheit 99, 99%) wurde auf einem Gebiet von 5x5 cm senkrecht mit Röntgenstrahlen von 70 KV Spitzenspannung, 0,1 mA bestrahlt. In einem Streuwinkel von 45 wurde das Energie Spektrum mit einem Szintillationszähler aus NaJ (Tl) Kristallen, sowie einem 100-kanaligen Amplitudendiskriminator (TMC, Gammascope II, Model-102), gemessen. Kurve A in Fig. 1 zeigt das Ergebnis. Auf der Abszisse ist die Energie der zurückgestreuten Röntgenstrahlen (in KeV) auf der Ordinate die Zählrate der zurückgestreuten Röntgenquanten in c.p.m. (counts per minute) aufgetragen. Wird dagegen die nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellte Absorptionsfolie auf die Oberfläche der Nor mal-Aluminiumplatte geklebt und anschließend von der Röntgenquelle bestrahlt, so erhält man unter den gleichen Meßbedingungen ein anderes Energiespektrum, das in Fig. 1 als Kurve B dargestellt ist. Ein Vergleich dieser Kurven zeigt, daß mit Ausnahme der Nachbarschaft von 15 KeV (der charakteristischen Röntgenstrahlung von Blei) die zurückgestreute Röntgenstrahlung stark absorbiert wird.
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Die erwähnte "Streurate" ist hierbei folgendermaßen definiert:
Zählrate der von einer Testplatte zurückgestreuten Röntgenquanten (abzüglich des Rauschuntergrundes) rf
Zählrate der von einer Normal-Aluminiumplatte zurückgestreuten Röntgenquanten (abzügl. des Rauschuntergrundes)
Da die Absorptionsfolie Blei, ein ausgezeichnetes Abschirmmittel gegen Strahlen enthält, werden Röntgen- oder Gammastrahlen beim Durchdringen der Folie stark geschwächt. Läßt man daher Röntgenstrahlen von 140 KV Spitzenspannung, 0,18 mA auf die Oberfläche einer Normal-Bleiplatte (0,1 bis 0, 3 mm dick, Reinheit 99,99 %) senkrecht auffallen und bestrahlt damit ein Feld von 5x5 cm auf der Bleiplatte, so kann man die Abschwächung der Röntgenstrahlen mit einem Dosimeter vom Ionisationskammertyp messen und damit eine Schwächungskurve für Röntgenstrahlen aufstellen. Anschließend wird die Absorptionsfolie den Röntgenstrahlen ausgesetzt und man erhält die entsprechende Blei-Äquivalentdicke durch Interpolation aus der an der Normal-Bleiplatte bestimmten Schwächungskurve für Röntgenstrahlen.
Die oben beschriebene Ausführungsform ist für Baumaterialien, wie z.B. für Bodenbeläge, geeignet, weil die Folie hervorragende mechanische Eigenschaften und zudem eine hohe Feuerbeständigkeit aufweist. Letztere beruht darauf, daß das basische Bleicarbonat mit dem Polyvinylchlorid, einem Weichmacher, einem Stabilisator und einem Gleitmittel bei einer erhöhten Temperatur nicht verbrennt.
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Wenn die Folie nach obiger Ausführungsform in einer Dicke von 2 mm hergestellt ist, erhält man einen Nominalwert der Rückstreurate von
/Pb 18% und eine Bleiäquivalentdicke von 0,17 mm. Auf diese Weise kann die Folie, als ein hochwirksames Schutzmaterial für Böden gegen zurückgestreute Strahlung dienen.
Beispiel II:
Basisches Bleicarbonat 590,4 Teile
Eisenpulver 110,7 Teile
Calciumcarbonat 36,9 Teile
Ein Füllstoff mit obiger Zusammensetzung wird gleichmäßig mit einem Bindemittel vermischt und anschließend zu einer Folie von vorbestimmter Gestalt geformt. Das Bindemittel enthält dabei die folgenden Bestandteile:
Polyvinylchlorid (Kunstharz) 100 Teile
Di-n-octyl-Phthalat (Weichmacher) 55,5 Teile
chloriertes Paraffin (Weichmacher) 27,5 Teile
Bleistearat (Stabilisator) 1,5 Teile
Dibutyl-Zinndilaurat (Gleitmittel) 1,5 Teile
In dieser Ausführungsform hat die Absorptionsfolie eine hohe Fouerbeständigkeit, ähnlich wie in Beispiel I. Es ist hier aber zusätzlich mög- 4080 00 9 827/1864
lieh, der Folie auch dann ein genügendes Absorptionsvermögen zu geben, wenn sie dünner, z.B. für die Verwendung an Wänden hergestellt ist, da sie in dieser Ausführungsform im Verhältnis zum Polyvinylchlorid, einen größeren Anteil von Füllstoffen enthält. Wenn dieselben Messungen, wie in Beispiel I durchgeführt werden, erhält man ein Energiespektrum, das ähnlich dem von Beispiel I ist. Wenn die Folie
in einer Dicke von 0,5 mm vorliegt, so erhält man einen Nominalwert der Rückstreurate von 21% und eine Bleiäquivalentdicke von 0, 09 mm Pb. Damit kann die Folie als hochwirksames Schutzmaterial für Wände gegen zurückgestreute Strahlung dienen.
Beispiel
Basisches Bleicarbonat 664,8 Teile
Eisenpulver 124, 7 Teile
Calciumcarbonat 41, 6 Teile
Ein Füllstoff mit obiger Zusammensetzung wird gleichmäßig mit einem Bindemittel vermischt und anschließend in eine Folie mit vorbestimmter Gestalt geformt.
Das Bindemittel enthält dabei die folgenden Bestandteile:
Polyvinylchlorid (Kunstharz) 100 Teile
Di-n-Octylphthalat (Weichmacher) 50 Teile
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chloriertes Paraffin (Weichmacher) 25 Teile
Bleistearat (Stabilisator) 1,5 Teile
Dibutyl-Zinndilaurat (Gleitmittel) 1, 5 Teile
Auch in dieser speziellen Ausführungsform hat die Absorptionsfolie eine hohe Feuerbeständigkeit ähnlich wie in Beispiel I und Π. Es ist hier aber zusätzlich möglich, eine auch für Böden verwendbare Absorptionsfolie herzustellen, die in einer etwas dickeren Ausführungsform nicht nur die zurückgestreute Strahlung, sondern auch die durchdringende Strahlung absorbieren kann. Zu diesem Zweck weist die Folie einen größeren Anteil von Füllstoffen im Verhältnis zum Polyvinylchlorid auf, als in den Fällen von Beispiel I Und II. Wenn wiederum die gleichen Messungen, wie in Beispiel I durchgeführt werden, erhält man ein ähnliches Energiespektrum, wie das von Beispiel I. Wenn die Folie speziell in einer Dicke von 2,0 mm vorliegt, erhält man einen Nominalwert der Rückstreurate von 18% und eine Bleiäquivalentdicke von 0,35 mm Pb. Auf diese Weise kann die Folie als hochwirksames Schutzmaterial für Böden gegen zurückgestreute und durchgelassene Strahlung dienen.
Das Verhältnis von der Massenbelegung pro Flächeneinheit und der Streurate für die absorbierenden Folien der Beispiele I mit ΙΠ ist in
Fig. 2 dargestellt. Die Massenbelegung pro Flächeneinheit (mg/cm ) des Folienfüllstoffes ist auf der Abszisse, die Streurate (%) auf der
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Ordinate aufgetragen. Wenn die Massenbelegung pro Flächeneinheit des Folien-Füllstoffes größer als 250 mg/cm wird, bleibt die Dosis der zurückgestreuten Strahlung im wesentlichen konstant. Betrachtet man auch die durchgelassene Strahlung, so zeigt sich aus Fig. 3, daß die Massenbelegung pro Flächeneinheit des Füllstoffes und die Bleiäquivalentdicke einander proportional sind. Die Ordinate in Fig. 3 gibt die Bleiäqüivalentdicke (mm Pb), die Abszisse die Massenbelegung pro
Flächeneinheit (mg/cm ) des Füllstoffes an.
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Claims (8)

Patentansprüche
1. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß sie Blei und wenigstens eine Substanz enthält, welche die Sekundär emission des Bleis absorbiert.
2. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß
diese Folie einen Füllstoff aus 70 bis 90 Gew. -% einer Bleiverbindung, 5 bis 25 Gew. -% Eisen oder einer Eisenverbindung und 5 bis 10 Gew. -% einer
Calciumverbindung enthält, der mit einem Bindemittel aus Kunstharz, einem Weichmacher, einem Stabilisator und einem Gleitmittel derart vermengt ist, daß die erhaltene Mischung folgende Zusammensetzung aufweist:
Kunstharz 1, 00 Teile
Füllstoff 1,66 bis 10,00 Teile
Weichmacher 0,41 bis 1, 00 Teile
Stabilisator 0,01 bis 0,04 Teile
Gleitmittel 0,01 - 0,04 Teile.
Ό™. Ό/Κ 009827/186/»
3. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgenmnd Gammastrahlen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff aus 200 Teilen basischem Bleicarbonat, 37,5 Teilen Eisenpulver und 12, 5 Teilen Calciumcarbonat besteht, und daß das Bindemittel aus 100 Teilen Polyvinylchlorid für das Kunstharz, 34 Teilen Di-n-Octylphtalat für den Weichmacher, 16 Teilen chloriertemParaffin für den Weichmacher, 1 Teil Bleistearat für den Stabilisator und 1 Teil Dibutyl-Zinndilaurat für das Gleitmittel zusammengesetzt ist.
4. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff aus 590,4 Teilen basischeniBleicarbonat , 110,7 Teilen Eisenpulver und 36,9 Teilen Calciumcarbonat besteht, und daß das Bindemittel aus 100 Teilen Polyvinylchlorid für das Kunstharz, 55,5 Teilen Di-n-Octylphtalat für den Weichmacher, 27, 5 Teilen chloriertem Paraffin für den Weichmacher, 1,5 Teilen Bleistearat für den Stabilisator und 1, 5 Teilen Dibutyl-Zinndilaurat für das Gleitmittel zusammengesetzt ist.
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5. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- oder Gammastrahlen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff aus 646,8 Teilen basischemBleicarbonat , 124,7 Teilen Eisenpulver und 41, 6 Teilen Calciumcarbonat besteht, und daß das Bindemittel aus 100 Teilen Polyvinylchlorid für das Kunstharz, 50 Teilen Di-n-Octylphthalat für den Weichmacher, 25 Teilen chloriertem Paraffin für den Weichmacher, 1, 5 Teilen Bleistearat für den Stabilisator und 1, 5 Teilen Dibutyl-Zinndilaurat für das Gleitmittel zusammengesetzt ist.
6. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- oder Gammastrahlen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie in einer Dicke von 2 mm hergestellt wird, um als hochwirksames Schutzmaterial für Böden gegen zurückgestreute Strahlung Verwendung zu finden.
7. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niedrigenergetischen Röntgen- oder Gammastrahlen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie in einer Dicke von 0, 5 mm hergestellt ist, um als hochwirksames Schutzmaterial für Wände gegen zurückgestreute Strahlung Verwendung zu finden.
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8. Folie zur Absorption von zurückgestreuten und durchgelassenen, niederenergetischen Röntgen- und Gammastrahlen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie in einer Dicke von 2 mm hergestellt ist, um als hochwirksames Schutzmaterial für Böden gegen zurückgestreute und durchgelassene Strahlung Verwendung zu finden.
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DE19691913099 1968-10-03 1969-03-14 Folie zur Absorption von zurueckgestreuten und durchgelassenen niedrigenergetischen Roentgen- und Gammastrahlen Pending DE1913099A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

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JP43071470A JPS4817960B1 (de) 1968-10-03 1968-10-03

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ID=13461507

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DE (1) DE1913099A1 (de)
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FR2019765A1 (en) 1970-07-10
JPS4817960B1 (de) 1973-06-01

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