DE1912879B2 - Verfahren zur Herstellung von PoIyätheralkoholen von 4,5-Dihydroxy-l,3dihydroxymethy1-2-imidazolidonverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PoIyätheralkoholen von 4,5-Dihydroxy-l,3dihydroxymethy1-2-imidazolidonverbindungenInfo
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Description
Polyesterfasern und ihre Gemische mit anderen Fasern sind im allgemeinen hydrophob und besitzen
auf Grund der Abwesenheit von hydrophilen Eigenschaften die Nachteile einer leichten Verschmutzung
beim Tragen von daraus hergestellten Textilien und einer ungenügenden Entfernung von Schmutz beim
Waschen.
Diese Nachteile zu beseitigen ist von großer Bedeutung. Es wurden bereits Verfahren vorgeschlagen,
die diese nachteiligen Eigenschaften von Textilien beseitigen sollen. Es ist z. B. bekannt, Textilien aus
synthetischen Fasern, wie Polyesterfasern, durch Imprägnieren mit einem Polyalkylenglykol, wie PoIyäthylenglykol,
schmutzablösende Eigenschaften zu verleihen. Die geringe Reaktivität von Textilien aus
synthetischen Fasern, wie Polyesterfasern, erschwert jedoch eine Verbesserung der schmutzablösenden
Eigenschaften, wenn diese Eigenschaften dauerhaft bleiben sollen. Andererseits wurde in der USA.-Patentschrift
3 049 446 vorgeschlagen, Textilien aus hydrophoben synthetischen Fasern oder in Gemisch versponnenen
hydrophoben synthetischen Fasern mit Cellulosefasern durch Behandeln mit einem Reaktionsprodukt aus Harnstoff, Formaldehyd und Glyoxal
zu verbessern. Die Verwendung derartiger Reaktionsprodukte ergab jedoch keine zufriedenstellende
Schmutzablösung bei Textilien.
Es wurde gefunden, daß Textilien aus hydrophoben synthetischen Fasern knitterfest gemacht werden
können und schmutzablösende Eigenschaften erhalten, wenn sie mit Verbindungen behandelt werden,
die eine Gruppe enthalten, die eine Affinität gegenüber gegenüber den hydrophoben synthetischen Fasern
besitzt, sowie eine Gruppe, die die Nachteile gewöhnlicher hydrophober synthetischer Fasern kompensiert,
ohne daß sie die hervorragenden, den synthetischen Fasern eigentümlichen Eigenschaften
nachteilig beeinflußt. Solche Eigenschaften besitzen, wie gefunden wurde, bestimmte Polyätheralkohole
von 4,5-Dihydroxy-l,3-dihydroxymethyl-2-imidazolidon, die durch Umsetzen von bestimmten Alkyläthern
dieser Verbindung mit einem wasserlöslichen Polyalkylenglykol erhalten werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Polyätheralkoholen von 4,5-Dihydroxy-l,3-dihydroxymethyl-2-imidazolidonverbindungen
ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein alkylsubstituiertes 4,5-Dihydroxy-l,3- dihy droxymethy 1 - 2 - imidazolidon
der allgemeinen Formel I
R1 OCH, — N N-CH2 OR4 (I)
CH-CH
OR2 OR3
OR2 OR3
in der R1, R2, R3 und R4 Wasserstoffatome oder
Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten und wenigstens eine dieser Gruppen eine Alkylgruppe
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, mit einem wasserlöslichen Polyalkylenglykol mit einem Molekulargewicht
von 400 bis 10 000 im Molverhältnis 1 :0,2 bis 2 in Gegenwart einer Säure bei einer Temperatur
von 20 bis 1000C umsetzt.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Produkte zum Ausrüsten von Textilien aus synthetischen Fasern oder Mischfasern aus synthetischen
Fasern und Cellulosefasern.
Die beim erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren als Ausgangsmaterial verwendete alkylierte 4,5-Dihydroxy
-1,3 - dihydroxymethyl - 2 - imidazolidon verbindung ist bekannt und wird durch Umsetzen von
Harnstoff, Formaldehyd, Glyoxal und einem niederen aliphatischen Alkohol mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in Gegenwart oder Abwesenheit eines Lösungsmittels hergestellt. Der verwendete niedere Alkohol hat die
allgemeine Formel
15
15
R1OH, R2OH, R3OH oder R4OH
wobei Methanol aus wirtschaftlichen und technischen Erwägungen bevorzugt ist. Es kann nur eine Art
Alkohol oder es können 2 bis 4 Alkoholarten im Gemisch verwendet werden. Beispiele für Lösungsmittel
bei dieser Reaktion sind Wasser, der als Reaktionsteilnehmer verwendete Alkohol oder ein Gemisch
dieser Lösungsmittel.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten wasserlöslichen Polyalkylenglykole sind insbesondere
Polyäthylenglykol, Polypropylenglykol oder ein Copolymerisat aus Äthylenglykol und Propylenglykol.
Das Verfahren wird in Gegenwart einer Säure durchgeführt. Beispiele für verwendbare Säuren sind
p-Toluolsulfonsäure, Toluol-2,4-disulfonsäure, Schwefelsäure,
Salpetersäure, Salzsäure und Phosphorsäure. Es braucht nicht unbedingt ein Lösungsmittel zur
Umsetzung verwendet zu werden. Aus wirtschaftlichen Gründen kann jedoch die Verwendung von
Wasser als Lösungsmittel von Vorteil sein. Die Umsetzungstemperatur liegt zwischen 20 und 1000C.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Polyätheralkohole von 4,5-Dihydroxy-l,3-dihydroxymethyl-2-imidazolidonverbindungen sind in Wasser löslich. Eine wäßrige Lösung dieser Verbindungen kann zum Imprägnieren der Textilien verwendet werden.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzten Polyätheralkohole von 4,5-Dihydroxy-l,3-dihydroxymethyl-2-imidazolidonverbindungen sind in Wasser löslich. Eine wäßrige Lösung dieser Verbindungen kann zum Imprägnieren der Textilien verwendet werden.
Unter Verwendung der nach den erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen ausgerüstete
Textilien besitzen verbesserte hydrophile Eigenschaften, eine Festigkeit gegen erneutes Beschmutzen
und schmutzablösende Eigenschaften auf Grund der Polyalkylenglykolketten im Molekül des Ausrüstungsmittels. Der Imidazolidonring der Verbindungen hat
eine große Affinität zu hydrophoben synthetischen Fasern, wie Polyesterfasern, und bewirkt wegen der
Reaktivität gegenüber Cellulosefasern eine Ausrüstung von hervorragender Dauerhaftigkeit. Liegen in den
Polyätheralkoholverbindungen viele Hydroxymethylgruppen vor, so können damit ausgerüstete Textilien
eine verbesserte Knitterfestigkeit erhalten.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Es wurde 4,5-Dimethoxy-2-imidazolidon, das durch Methylieren von 4,5-Dihydroxy-2-imidazolidon erhalten
worden war, zu 1,3-Dihydroxymethyl-4,5-dimethoxymethyl-2-imidazolidon
methyloliert. Zu einem
Gemisch aus 62 g dieser Verbindung und 18Og Polyäthylenglykol
mit einem Molekulargewicht von 600 wurden 1,2 g p-Toluolsulfonsäure zugefügt und das
Gemisch 40 Minuten unter vermindertem Druck von etwa 50 mm Hg auf 60° C erhitzt. Es destillierten
14,5 g Methanol aus dem Gemisch ab, entsprechend 75% der theoretischen Menge. Das erhaltene Produkt
wurde sofort mit Wasser verdünnt und mit 5 n-Natriumhydroxydlösung in Wasser neutralisiert. Es
wurden 450 g einer 50%igen wäßrigen Lösung erhalten.
Die erhaltene Lösung war leicht gelblich gefärbt und durchsichtig und viskos.
Es wurden 2,5 Mol 37%ige Formaldehydlösung, 1,0 Mol 40%ige Glyoxallösung, 1,0 Mol Harnstoff
und 5 Mol Isopropanol miteinander umgesetzt, und es wurde mit Isopropylgruppen substituiertes 1,3-Dihydroxymethyl
- 4,5 - dihydroxy - 2 - imidazolidon mit 1,7 Mol Isopropoxygruppen erhalten. Es wurden
57 g dieser Verbindung mit 300 g geschmolzenem Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von
2000 vermischt. Zum Reaktionsgemisch wurde 0,5 ml konzentrierte Salzsäure zugesetzt und das Reaktionsgemisch unter Rühren 1 Stunde auf 6O0C erhitzt.
Zur erhaltenen Lösung wurden 50 ml Wasser und anschließend 1,2 ml einer 5 n-Natriumhydroxydlösung
zur Neutralisation zugesetzt. Die Lösung wurde unter vermindertem Druck bis zur Abscheidung von
50 ml Destillat erhitzt. Die Isopropanolmenge im Destillat betrug 10 g entsprechend 56% der theoretischen
Menge. Das erhaltene Produkt stellte eine Verbindung dar, in der Imidazolidinonringe an beide
Enden des Polyäthylenglykols gebunden waren.
4C
Einem Gemisch von 42 g 1,3-Dimethoxymethyl-4,5-dihydroxy-2-imidazolidon,
das durch Umsetzen von N,N'-Bis-(methoxymethyl)-harnstoff mit Glyoxal erhalten worden war, und 10 g Wasser und 400 g
eines geschmolzenen Copolymerisats aus 80% Polyäthylenglykol und 20% Polypropylenglykol mit einem
Molekulargewicht von 10000, wurde 0,5 ml 70%iger Schwefelsäure zugefügt und die erhaltene Lösung
1 Stunde auf 8O0C erhitzt. Nach der Umsetzung wurde das neutralisierte Reaktionsgemisch aus einem
Lösungsmittelsystem aus Diisopropyläther und Wasser gereinigt. Die Elementaranalyse des erhaltenen Produkts
zeigte, daß 1,7 Iimidazolidonringe an ein Molekül des Polyalkylenglykols gebunden waren.
55
Das im Beispiel 3 verwendete 1,3-Dimethoxymethyl-4,5-dihydroxy-2-imidazolidon
wurde mit Methanol im Überschuß behandelt und ein methyliertes 1,3 - Dihydroxymethyl - 4,5 - dihydroxy - 2 - imidazolidon
mit einem Methylierungsgrad von 3,5 erhalten. Es wurden 45,5 g der erhaltenen methylierten Verbindung
mit 320 g eines Copolymerisats aus 50% Polyäthylenglykol und 50% Polypropylenglykol mit einem
Molekulargewicht von 800 gemäß Beispiel 3 umgesetzt. Es destillierten 18 g Methanol ab, entsprechend
80% der theoretischen Menge. Das erhaltene Produkt war eine viskose Lösung, die mit Wasser vermischbar
war.
Es wurden Harnstoff, eine 40%ige Glyoxallösung und eine 37%ige Formaldehydlösung im Molverhältnis
1,0:1,0: 2,5 vermischt. Das erhaltene Gemisch
wurde 3 Stunden bei einem pH-Wert von 7,0 bis 7,5 auf 6O0C erhitzt und anschließend das
erhaltene Reaktionsprodukt auf einen Feststoffgehalt von 90% entwässert und eingeengt. Zu der erhaltenen
Verbindung wurden 10,0 Mol Methanol zugefügt und das erhaltene Gemisch bei einem pH-Wert von
2,0 1 Stunde bei 300C umgesetzt und ein Kondensat aus Harnstoff, Glyoxal, Formaldehyd und Methanol
mit einem Methylierungsgrad von 1,5 erhalten. Es wurden 50 g einer 80%igen wäßrigen Lösung dieses
Kondensats mit 300 g Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht von 1500 vermischt. Dem erhaltenen
Gemisch wurden 0,5 ml 70%ige Schwefelsäure zugefügt und 1 Stunde bei 70° C umgesetzt. Das
Umsetzungsverhältnis wurde aus dem gebildeten Methanol mit annähernd 80% bestimmt.
Ein Gemisch aus 4,5-Dihydroxy-2-imidazolidon, 37%iger Formaldehydlösung und Methanol im Molverhältnis
1,0: 2,5 : 5,0 wurde 90 Minuten bei einem pH-Wert von 5,2 unter Rückfluß erhitzt und ein
Kondensat mit einem Wert CH3O-/N = 0,55 erhalten.
Es wurde gemäß Beispiel 5 umgesetzt, jedoch wurden an Stelle des Kondensats 41 g einer 95%igen
wäßrigen Lösung des Kondensats verwendet. Es wurde ein Produkt mit einem Umätherungsgrad von
73% erhalten.
Die nachstehenden Beispiele erläutern die Verwendung der erfindungsgemäß hergestellten PoIyätheralkohole.
Anwendungsbeispiel A
Eine 50%ige wäßrige Lösung der gemäß den Beispielen 1, 2 und 3 erhaltenen Reaktionsprodukte
wurde hergestellt. In jeweils 100 ml einer Imprägnierlösung aus Wasser und 15 g dieser 50% igen Harzlösung
sowie 4,5 g einer 30%igen wäßrigen Lösung von Magnesiumchlorid wurde ein Tuch aus PoIyterephthalatfaser
und Baumwolle im Mengenverhältnis 65:35 eingetaucht und mit Hilfe einer Mangel
ausgedrückt, bis die Aufnahme der Verbindung 7 Gewichtsprozent, bezogen auf das Tuch, betrug. Anschließend
wurde das Tuch 2 Minuten bei 80° C getrocknet und 3 Minuten bei 1600C gehärtet. Das
Tuch wurde in einer Haushaltswaschmaschine einmal und dreimal gewaschen und jeweils die Festigkeit
gegen Verschmutzung des behandelten Tuches geprüft. Weiterhin wurde die Knitterfestigkeit des erhaltenen
Tuches gemessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle I angeführt. Wie die Ergebnisse
zeigen, besaß das behandelte Tuch eine deutlich erkennbare günstige Dauerhaftigkeit und Festigkeit
gegen Beschmutzung und eine verbesserte Knitterfestigkeit.
| Imprägniertes Tuch | Unbehandeltes | Tuch nach | Tuch mit | Tuch mit | Tuch mit | |
| Tuch | ST-Vorschrift | Produkt von | Produkt von | Produkt von | ||
| Prüfung | imprägniert | Beispiel 1 | Beispiel 2 | Beispiel 3 | ||
| imprägniert | imprägniert | imprägniert | ||||
| Verschmutzungs | Reflexionswert | 83,0 | 82,5 | |||
| festigkeit | Ro | 63,0 | 63,0 | 83,5 | 83,5 | 83,5 |
| RsI | 65,0 | 63,0 | 78,0 | 79,5 | 80,0 | |
| Rs 3 | 77,5 | 78,0 | 79,0 | |||
| Grad der erneuten | ||||||
| Schmutz | ||||||
| ablagerung, % | 24,0 | 23,7 | ||||
| Dsl | 21,7 | 23,7 | 6,0 | 4,8 | 3,0 | |
| Ds 3 | 276 | 311 | 7,2 | 6,0 | 5,4 | |
| Knitterfestigkeit (Kette + Schuß) | 309 | 307 | 298 | |||
Die ST-Vorschrift bezieht sich auf die Verwendung von 1,3-Dihydroxymethyl-4,5-dihydroxy-2-imidazolidon
an Stelle der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Umsetzungsprodukte.
Die Festigkeit gegen erneute Beschmutzung wurde wie folgt gemessen: Es wurde ein künstlicher ölhaltiger
Schmutz aus einem Gemisch aus
12,5 Gewichtsprozent Stearinsäure,
12,5 Gewichtsprozent ölsäure,
12,5 Gewichtsprozent gehärtetem Koksöl,
12,5 Gewichtsprozent Olivenöl,
12,5 Gewichtsprozent ölsäure,
12,5 Gewichtsprozent gehärtetem Koksöl,
12,5 Gewichtsprozent Olivenöl,
8,5 Gewichtsprozent Cetylalkohol,
21,5 Gewichtsprozent festem Paraffin,
21,5 Gewichtsprozent festem Paraffin,
5,0 Gewichtsprozent Cholesterin und
15,0 Gewichtsprozent Ruß hergestellt.
15,0 Gewichtsprozent Ruß hergestellt.
Ein künstlicher fester Schmutz wurde aus einem Gemisch aus
55 Gewichtsprozent Ton,
17 Gewichtsprozent Kieselsäureanhydrid,
0,5 Gewichtsprozent Eisen(III)-oxid,
0,5 Gewichtsprozent Eisen(III)-oxid,
17 Gewichtsprozent Portlandzement,
8,75 Gewichtsprozent n-Heptan und
1,75 Gewichtsprozent Ruß hergestellt.
8,75 Gewichtsprozent n-Heptan und
1,75 Gewichtsprozent Ruß hergestellt.
Es wurde der künstliche ölige Schmutz mit dem festen Schmutz im Gewichtsverhältnis 3 :1 vermischt.
Teile dieses Gemisches und 7 Teile eines nichtionischen Waschmittels wurden in Wasser dispergiert
und eine wäßrige Dispersion einer Konzentration von 0,25% hergestellt. Das imprägnierte Tuch wurde
Minuten bei 400C unter Verwendung eines Versuchsgeräts
»launder-o-meter« mit der Dispersion verschmutzt, ausgedrückt und getrocknet. Es wurde
der Reflexionswert bei 550 ηΐμ des imprägnierten
Tuches mit Hilfe eines Spektrophotometers gemessen. Der Grad der erneuten Schmutzablagerung wurde
gemäß der Formel
r-v ι / j ^ -^ Ro — Rs \ (oder Rs 3) , „„ ,.,
Ds I (oder Ds 3) = ~ '- ■ 100 (%)
Ro
bestimmt, wobei Ro = Reflexion des imprägnierten Tuchs vor dem Beschmutzen, Rs = Reflexion des
imprägnierten Tuchs nach dem Beschmutzen und Rs I und Rs 3 = Reflexionswerte der imprägnierten
Tücher, die ein- bzw. dreimal gewaschen und dann verschmutzt wurden.
Die Knitterfestigkeit wurde nach dem Monsanto-Verfahren JIS L-1041 C gemessen, wobei die Erholungswinkel
von Kette und Schuß in Grad angegeben werden.
Anwendungsbeispiel B
Es wurde ein Imprägnierbad von 100 ml aus 8 g des gemäß Beispiel 2 hergestellten Produkts, 15 g
einer 50%igen wäßrigen Lösung von 4,5-Dihydroxyl,3-dihydroxymethyl-2-imidazolidon
und 4,5 g einer 30%igen wäßrigen Lösung von Magnesiumchlorid unter Wasserzusatz hergestellt. In das Imprägnierbad
wurde ein Tuch aus Polyterephthalatfaser und Baumwolle im Mengenverhältnis 65 : 35 eingetaucht
und mit Hilfe einer Mengel ausgedrückt, bis die Aufnähme an Produkt 7,5 Gewichtsprozent, bezogen
auf das Tuch, betrug. Das Tuch wurde 2 Minuten bei 80° C getrocknet und 3 Minuten bei 160° C
gehärtet. Die Festigkeit gegen erneute Beschmutzung und die Steifheit des imprägnierten Tuches wurden
gemessen. Die Ergebnisse sind in Tabelle II aufgeführt.
Grad der erneuten
Schmutzablagerung, °
Schmutzablagerung, °
Steifheit (g/20 mm
| Tuch nach ST-Vorschrift imprägnier! |
Tuch gemäß Anwendungs- beispiel B imprägniert |
| 26,0 25,0 |
6,0 6,6 |
| 100 | 83 |
Das nach der ST-Vorschrift imprägnierte Tuch wurde mit 4,5 - Dihydroxy -1,3 - dihydroxymethyl-2-imidazolidon
allein gemäß Anwendungsbeispiel B imprägniert.
Die Steifheit wurde mit einem »handle-o-meter« der Firma Thwing Albert Instrument Co. gemessen.
Aus Tabelle II ergibt sich, daß durch die kombinierte Imprägnierung mit einem bekannten Harz
zusammen mit dem nach Beispiel B hergestellten Reaktionsprodukt eine Festigkeit gegen erneute Beschmutzung
von überlegener Dauerhaftigkeit erhalten wird, ohne daß das Tuch an Griffigkeit einbüßt.
Das gemäß Beispiel 5 erhaltene Reaktionsprodukt zeigt ähnlich günstige Ergebnisse bei der Imprägnierung
wie das Reaktionsprodukt gemäß Beispiel 2.
Anwendungsbeispiel C
Das gemäß Beispiel 3 hergestellte Reaktionsprodukt wurde zusammen mit einem Mittel zur Erzielung von
Dauerbügelfalten zum Imprägnieren eines Tuches verwendet. Die Imprägnierung wurde gemäß Anwendungsbeispiel
B durchgeführt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle III angegeben.
| ____^ Imprägniertes ^~~^^^^ Tuch Prüfung . |
Dsl Ds 5 |
Nicht imprägniertes Tuch | Tuch nach ST-Vorschrift imprägniert |
Tuch gemäß Anwendungs beispiel C imprägniert |
| Grad der erneuten Schmutzablegarung, % |
Wash-and-Wear-Eigenschaften | 24,0 23,0 |
27,0 24,0 |
4,5 7,0 |
| Steifheit (g/20 mm) | 3,5 | 4,8 | 4,7 | |
| Ablösefähigkeit für Motorenöl | 90 | 105 | 78 | |
| 1 bis 2 | 1 bis 2 | 4 |
Die Ablösefähigkeit für Motorenöl wird dadurch gemessen, daß ein Tropfen Motorenöl auf das Tuch
gebracht wird und das Tuch anschließend einmal in einer Haushaltswaschmaschine gewaschen wird.
Die Ablösefähigkeit wird nach folgenden Werten bewertet:
1 = nicht vollständig abgelöst,
2 = etwas abgelöst,
3 = in üblicher Weise abgelöst,
4 = fast vollständig abgelöst,
5 = vollständig abgelöst.
Aus Tabelle III ist ersichtlich, daß die Imprägnierung mit einer Kombination eines nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Reaktionsproduktes mit einem bekannten Ausrüstungsmittel
für Dauerbügelfalten eine günstige Festigkeit gegen erneute Verschmutzung und eine gute Ablösefähigkeit
für Motorenöl ergibt, ohne daß die Washand-Wear-Eigenschaften und die Griffigkeit (Steifheit)
des imprägnierten Tuches nachteilig beeinflußt werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Polyätheralkoholen von 4,5-Dihydroxy-l,3-dihydroxymethyl
- 2 - imidazolidon verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein alkylsubstituiertes
4,5 - Dihydroxy -1,3 - dihydroxymethyl-2-imidazolidon
der allgemeinen Formel I
R1 OCH2 — N N — CH2 OR4
CH-CH OR2 OR3
in der R1, R2, R3 und R4 Wasserstoffatome oder
Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeuten und wenigstens eine dieser Gruppen eine
Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist, mit einem wasserlöslichen Polyalkylenglykol mit
einem Molekulargewicht von 400 bis 10 000 im Molverhältnis 1 :0,2 bis 2 in Gegenwart eine*r
Säure bei einer Temperatur von 20 bis 1000C umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der allgemeinen
Formel I verwendet, in der wenigstens eine der Gruppen R1, R2, R3 oder R4 eine Methylgruppe
bedeutet.-
009 545/434
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliches PoIyalkylenglykol
Polyäthylenglykol, Polypropylenglykol oder ein Copolymerisat aus Äthylenglykol und Propylenglykol verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man als Säure p-Toluolsulfonsäure,
Toluol-2,4-disulfonsäure, Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure oder Phosphorsäure verwendet.
5. Verwendung der Verbindungen gemäß Anspruch 1 bis 4 zum Ausrüsten von Textilien aus
synthetischen Fasern oder Mischfasern aus synthetischen Fasern und Cellulosefasern.
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| DE1912879A1 (de) | 1970-04-09 |
| CH507950A (de) | 1971-05-31 |
| GB1234364A (de) | 1971-06-03 |
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