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DE1901285A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Flaechengebilden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Flaechengebilden

Info

Publication number
DE1901285A1
DE1901285A1 DE19691901285 DE1901285A DE1901285A1 DE 1901285 A1 DE1901285 A1 DE 1901285A1 DE 19691901285 DE19691901285 DE 19691901285 DE 1901285 A DE1901285 A DE 1901285A DE 1901285 A1 DE1901285 A1 DE 1901285A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fibers
formation
textile
finite length
fabric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19691901285
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil-Chem Fritz Opderbeck
Dr Theodor Ploetz
Rudolf Thamm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Feldmuehle AG
Original Assignee
Feldmuehle AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Feldmuehle AG filed Critical Feldmuehle AG
Priority to DE19691901285 priority Critical patent/DE1901285A1/de
Priority to US2307A priority patent/US3691009A/en
Publication of DE1901285A1 publication Critical patent/DE1901285A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F9/00Complete machines for making continuous webs of paper
    • D21F9/02Complete machines for making continuous webs of paper of the Fourdrinier type
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H15/00Pulp or paper, comprising fibres or web-forming material characterised by features other than their chemical constitution
    • D21H15/02Pulp or paper, comprising fibres or web-forming material characterised by features other than their chemical constitution characterised by configuration
    • D21H15/06Long fibres, i.e. fibres exceeding the upper length limit of conventional paper-making fibres; Filaments

Landscapes

  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Description

D»·. RF"? NAT. DIPt CHFM.
HAM '» '" ΐ '.."'ANN
Anmelder: Feldmühle Aktiengesellschaft,
4 Düsseldorf, Fritz-Vornfelde-Platz 4
Anlage zur Eingabe· vom Jl.12.19öS
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Flächengebilden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen veη Flächengebilden wie Vliesstoffen oder Papier, ganz oder teilweise -aus textlien Fasern bestehend und zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtungen.
Die Grenze? zwischen herkömmlichen Geweben und Gewirken auf der einen oeite und zwischen Papier und Karton auf der anderen oeite, sind im Zuge der neueren technischen Entwicklung fliegend geworden, ICs ist eine altbekannte Tatsache, daß die Festigkeit, aber auch die Geschmeidigkeit eines Papieres mit grüßerwerdender L'än^e der dafür eingesetzten Fasern zunimmt. Da aie für die Papierherstellung gebräuchlichsten Materialien wie Zellstofx1 und Holzschliff aus Kurzfasern bestehen, die eine maximale Länge von 5 - ö mm haben, v/erden für solche feilten und geschmeidigen Papiere ganz oder teilweise sogenannte Textilfasern eingesetzt. So fanden schon früher bei sehr hochwertige·! Papieren 3aumwollinters Verwendung, in jüngerer Zeit hatten sich mit Kunstfasern aus regenerierter Zellulose oder vollsynthetischen Kunststoffen papierähnliche Produkte von uiuher nicht erreichbarer Festigkeit herstellen
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Ein weiteres neues Einsatzgebiet solcher Produkte aus verhältnismäßig langen Fasern endlicher Länge besteht darin, daß sie in zunehmendem Maße herkömmliche Geweoe und Gewirke ablösen,wenn daraus Vliesstoffe gebildet werden, in denen die F .sera endlicher Länge in V/irrlage angeordnet sind. Dabei ist jekannt, daß diese Produkte in ihren Eigenschaften, insbesondere hinsichtlich ihrer Gesihmeiagkeit und ihres Falles, sich umso mehr den üblichen Geweben und Gewirken annähern, je größer die Länge der dabei verwendeten Fasern ist.
Von der Fabrikationstechnik her freilich war man bisher bei der Verwendung von Kurzfasern auf eine Länge beschränkt, die maximal oei 20 mm lag. Das galt ganz besonders dann, wenn man sich bei der Herstellung solcher Produkte der Papierraachertechnik bedienen ?;3llte, d.h. VJasser als das Fläohengebilde formierendes Medium gev/ählt hat. Das ist darin begründet, daß Fasern größerer Länge in Uasser zur Zusammenballung und zu Enotenbildungen führen, so daß das daraus hergestellte Produkt wolkig und uneinheitlich wird. Diesen Schwierigkeiten konnte man nur begrenzt durch immer stärkere Verdünnung des Stoffes begegnen, wodurch andererseits das Verfahren zunehmend unwirtschaftlich wird und die Bewältigung sehr großer Uassermengen erfordert.
In der Erkenntnis, daß sich die Faserlänge bei Verwendung der. Papiermachertechnik nicht beliebig steigern läßt, ist deshalb auch bereits vorgeschlagen worden, ein solches Wirrvlies aus ' endlosen Fasern oder richtiger Endloskapillaren herzustellen. Zwischen dem Gebiet eines Vlieses aus Endlosfasern und dem papier- bzw. vliesähnlicher Produkte aus Fasern endlicher Länge liegt aber ein großer, bisher technisch nicht genutzter und bewältigter Zwischenraum, der äußerst interessante neue
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Materialien erwarten läßt, die die Brücke zwischen Produkten aus Endlosfasern und aus solchen endlicher Länge 'zu schlagen vermögen.
Es wurde nun gefunden, daß sich dieses Zwischengebiet durch ein Verfahren zum Herstellen von Flächengebilden wie Vliesstoffen oder Papier, die ganz oder teilweise aus textlien Fasern bestehen, dadurch technisch erschließen und bewältigen läßt, daß eine V3dL-zahl von textlien Endlosfasern zu einem Faserflor ausgebreitet werden, dieser Faserflor in Fasern endlicher Länge zerschnitten und unmittelbar daraus aui einer Unterlage das Flächengebilde formiert wird.
Durch die er^'li.--Iung£gemäße A.-beitsweise lassen sich zwei wesentliche technische, bisher nicht überwundene Schwierigkeiten vermeiden. Da sich eine endlose Textilfaser in der Feinheit, in der sie als Einzelkapillare beim Herstellen aua Kunststoff massen anfällt und zur Formierung ν.η. Flä-l.^njebilden eingesetzt wird, nicht wirtschaftlich und x,ecnnlt:..u einwandfrei zerschneiden läßt, hatte man bisher eine Vielzs.:! solcher Einzelfasern zu einem Strang zusammengefaßt unä diesen als solchen in Kurzfasern zerschnitten. InsLes:niere bei Kapillaren aus thermo pLai- tischen Materialien führte das jedoch dazu,^ daß an der !Schnittstelle durch auftretende '.iäri.15 und auftretenden Druck die Fasern s_ ctark aneinanderge-rü-kt wurden oder gar miteinander verschmelzen, daß sie bei .er abschließenden Dispergierung in Luft oder in ',/asser nioiVw :neh:? einwandfrei wieder in Einzelfasern aufgelöst werde:: k-.:„ite:i, so daß auf diese Weise wieder Agglomerate mehrerer Fasern Fehlstellen in dem Fläohengebiläe ergaben. Ein weiserer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die nach dem Verfahrer, gemäß der Erfindung erhaltenen Fasern endlicher Länge infolge der Ausbreitung zum Faserflor weitgehend als Einzelfaser:".
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vorhanden sind und nicht durch Rühren oder ähnliche Mittel vor der Formierung des Flächengebildes verteilt werden müssen, sondern daß sie bereits in der idealen Aufteilung zu Einzelfasern im vliesbildenden Medium vorliegen.
Die Ausbreitung der textlien Endlosfasern zum Faserflor erfolgt vorzugsweise," wie das -an sich bekannt ist, durch gleichsinnige elektrische Aufladung der Fasern. Dadurch wird erreicht, daß diese sich gegenseitig abstoßen und so gewährleistet ist, daß die Fasern als Einzelfasern im Faserflor vorliegen. Dabei kann es, je nach der Faserart, ausreichend und zweckmäßig sein, wenn die Ausbreitung der Fasern zum Faserflor mit Hilfe von Luft erfolgt. Häufig reicht allein die dabei auftretende elektrische Aufladung der Fasern aus, um sie hinreichend zu verteilen. Sehr vorteilhaft kann die Ausbreitung der Fasern zum Faserflor jedoch durch zusätzliche elektrische Aufladung gefördert werden, die zweckmäßig beim Passieren einer Hcchspannungseiektrode erfolgt. Sehr vorteilhaft ist es, diesen Vorgang noch durch zusätzliche mechanische Mittel zu unterstützen und dadurch die Sißzelfasern im S"tang aufzulockern, beispielsweise durch ein Schlag- oder Klopfwerk.
Wenn es aus fabrika "Dorischen Gründen oder wegen unterschiedlicher Arbeitsgeschwindigkeiten bei der Faserherstellung und der Ablage zum Flächengebilde nicht angezeigt ist, die Faser unmittelbar nach ihrer Herstellung zum Faserflcr auszubreiten, sondern diese vorübergehend auf Spulen aufgewickelt werden, tragen solche Fasern meistens eine antistatische Umhüllung, die dann zweoi::r.äfiigerweise bei Weiterverarbeitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wieder entfernt wird und zwar ve r ce:.-: Auf spreizer, mit Hilfe elektrischer Ladung. Das geschieht ir. eifacher V/eise durch Hindurchführen durch ein
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Lösungsmittel, wie Petroläther, das die antistatische Beschichtung wieder von der Faser ablöst.
Bei Verwendung vollsynthetischer Pasern nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten diese ihre optimalen Festigkeitseigenschaften bekanntlich meist erst nach einem Veuireckvorgang. Bei solchen Fasern ist es deshalb zweckmäßig, .die zu einem Strang zusammengefaßte Vielzahl solcher Fasern vor der Ausbreitung zu einem Faserflor dem Verstreckvorgang zu unterwerfen.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich in weiten Grenzen variieren und so den Eigenschaften anpassen, die das aus den Fasern endlicher Länge gebildete Flächengebilde haben soll. So besteht eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens darin, den Faserflor aus endlosen Fasern in Fasern endlicher aber unterschiedlicher endlicher Länge zu unterteilen, so daß beispielsweise-ein Anteil von Fasern beträchtlicher Länge, beispielsweise von 50 mm einen guten textlien Fall und eine erhebliche Festigkeit bewirkt, während der übrige, in kürzere Fasern zerschnittene Anteil des Faserflors dazu beiträgt, daß ein sehr gleichmäßiges und verhältnismäßig dichtes Vlies gebildet wird.
In einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich die Eigenschaften des Flächengebildes noch erheblich dadurch dem jeweiligen Produkt und den gewünschten Eigenschaften anpassen, daß den textlien Fasern endlicher Länge vor oder bei der Formierung zum Flächengebilde noch zusätzlich natürliche Kurzfasern wie Zellstoffasern oder Holzschliff zugeführt werden.
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Vorteilhaft läßt sich das Verfahren weiter dadurch ausgestalten, daß zusätzlich 'zu den textlien Fasern, die den Charakter des Flächengebildes weitgehend bestimmen, noch textile Fasern unterschiedlicher Eigenschaften bei der Formierung zugegeben v/erden. So hat sich als sehr zweckmäßig die Zugabe von thermoplastischen Bindefasern erwiesen, die bei der anschließenden Trocknung des Flächengebildes teilweise aufschmelzen und eine zusätzliche Bindung und damit auch erhöhte Festigkeit bewirken.
Für die Formierung des Flächengebildes nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kommen prinzipiell zwei in ihren Grundzügen an sich bekannte Verfahren in Betracht. So kann die Formierung mit Hilfe von Luft erfolgen, die dazu dient, die Fasern endlicher Länge auf einer durchlässigen Unterlage zweckmäßig einem Bronze- oder Kunststoffsieb zur Ablage zu bringen. Bei der Formierung des Flächengebildes mit Luft läßt sich den textlien Fasern endlicher Länge auf einfache V.'eise, beispielsweise durch 3insprühen, ein Bindemittel zuführen,das sich vornehmlich an den Faserkreuzungspunkten sammelt und so dem Flächengebilde zusätzliche Festigkeit gibt, ohne seine Porosität und Geschmeidigkeit zu beeinträchtigen. 3ei der Formierung des Flächengebildes mit Hilfe von Luft hat sich als zweckmäßig die 3inwirkung eines elektrischen Feldes erwiesen, wodurch, falls das erwünscht ist, eine gewisse Orientierung der Fasern in bestimmten Raumrichfe tungen ermöglicht wird.
Ganz besondere Bedeutung hat das erfindungsgemäße Verfahren bei Formierung des Flächengebildes mit Hilfe einer Flüssigkeit, insbesondere von Wasser. Hier wirkt sich besonders stark aus, daß die Fasern endlicher, wenn auch beträchtlicher
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Länge bereits in weitgehend idealer Verteilung dem flüssigen Medium zugeführt werden, so daß jeder Rührvorgang unterbleiben kann und sogar vermieden werden sollte, da er zur Bildung von Agglomeraten und Faserverknotungen führt.
Bei zusätzlicher Mitverwendung von üblichen Kurzfasern wie Zellstoff oder Holzschliff ergibt sich beim Arbeiten in Wasser der große Vorteil, daß diese Kurzfasern, mit dieser Flüssigkeit, dem sogenannten Stoffwasser zugeführt werden können.
Beim Arbeiten mit Wasser als Medium zur Formierung des Flächengebildes ist es sehr vorteilhaft, wenn möglichst weitgehend alle Arbeitsgänge, die auf die Ausbreitung der Fasern zum Faserflor folgen, unter Wasser erfolgen, um Störungen beim Übergang von einem Medium in das andere weitgehend auszuschalten, die besonders leicht bei Fasern endlicher Länge auftreten. Zweckmäßig wird deshalb auch das Schneiden unter Wasser durchgeführt, womit noch die Vorteile verbunden sind, daß die geschnittenen Fasern durch das strömende Wasser sicher abgeführt werden und sich wesentlich höhere Messerstandzeiten ergeben.
Eine bevorzugt geeignete Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens naoh der Erfindung besteht darin, da3 aas Endloskabel entweder aus der Vertreokzone einer kontinuierlich arbeitenden Spinnstreckanlage oder von Hollen kommend in einer Spreizstrecke in die Florfor.n überfuhr*: wird. Florbreite sowie Florgeschwindigkeit korrespondieren weitgehend mit der 3reite und Geschwindigkeit der durchlässigen, vliesformenden Unterlage. Der Faserflor wird dann mit einer Schneidvorrichtung in Fasern endlicher Länge unterteilt.
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Eine zweckmäßige Schneidvorrichtung besteht aus auf einer Walze befindlichen Messern und einem Gegenmesser. Dabei sind die auf der Walze befindlichen Messer bevorzugt austauschbar angeordnet und in ihrem gegenseitigen Abstand veränderlich, so daß mit wenigen Eingriffen mit derselben Walze Fasern unterschiedlicher Länge geschnitten werden können.
Bei dem bevorzugten Verfahren, textile Fasern unterschied- ^ licher Länge bei der Vliesformierung einzusetzen, ist die betreffende Vorrichtung zweckmäßig so ausgestaltet, daß die Messer über die Breite der Walze unterteilt sind und die einzelnen Messersegmente in ihrem gegenseitigen Abstand zueinander veränderlich sind. Dadurch ist es beispielsweise möglich, über die Breite der Walze nacheinander abwechselnd längere und. kürzere Fasern zu schneiden, so daß Fasern unterschiedlicher Länge auch in bereits weitgehend idealer Verteilung der Formierung des Flächengebildes zugeführt werden
Eine v.'eitere vorteilhafte Vorrichtung zum Unterteilen des Faserflors in Fasern endlicher Länge ist eine aus Schlagmesser unä feststehendem Gegenmesser bestehende ochneid-" vorrichtung, aie sich insbesondere für das Arbeiten unter V.'aEser gut eignet. Mit einer - solchen Schneidvorrichtung läßt sich die Schnittlänge der Fasern endlicher Länge durch die Anzahl der Ziihlagrnecser und die Drehzahl praktisch von unendlich bis zu Kurzfasern von wenigen Millimeter Länge stufenlos regulieren.
3ei größeren ur.J. breiteren Anlagen ist es. durchaus möglich, mehrere solcher Schneidvorrichtungen gleichzeitig zu benutzen, viccei die einzelnen Schneidvorrichtungen unterschiedlichen .. He störabstand eier unterschiedliche Drehzahl haben, so daß auf diese Art und '/eise der Unterlage Fasern unterschiedlicher Länge zugeführt werden.
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In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der für das erfindungsgemäße Verfahren verwendeten Vorrichtung können die Messer über ihre gesarate Breite Unterbrechungen aufweisen, so daß ein gewisser Teil der texüLen Fasern nicht zerschnitten wird, sondern als Endlosfasern für die Formierung des Fläehengebildes der Unterlage zugeführt werden. Ss läßt sich auf diese Art und V/eise ein Flächengebilde herstellen, das beispielsweise im wesentlichen aus Fasern endlicher Länge gebildet ist, aber in einem Arbeitsgang ühne zusätzliche Vorrichtungen, sozusagen als Verstärkungselement, endlose Fasern erhält.
Da das Verfahren den Einsatz wesentlich längerer Fasern endlicher Länge, als sie bisher verwendet werden konnten, zuläßt, liegt seine besondere Bedeutung in der Herstellung von Vliesstoffen, die in zunehmendem Maße die mit nur sehr großem apparativem Aufwand hergestellten Gewebe und Gewirke ablösen. Dabei zeichnen sich die so hergestellten Flächengebilde insbesondere durch ihren sehr weichen Griff und guten textlien Fall aus und sind hervorragend geeignet für die Herstellung von Kleidern, von Wäsche, von Umhüllungen für Uindeln, Tampons und Damenbinden, als Vorhangstoffe und für Bettwäsche.
Weitere Einzelheiten de !^Erfindung, insbesondere auch derdabei bevorzugt vermittelten Vorrichtung ergeben sich aus der nachfolgend beschriebenen schematischen Zeichnung.
Von einer Vorratsrolle 1 kommend wird das Kabel 8 aus unverdrillten Endlosfasern von dem Eingangswalzenpaar 2 erfaßt, durch ein Schlagwerk.;5 aufgelockert und zwischen von einer Hochspannungsquelle 11 gespeisten Hochspannungselektroden •zum Faserflor aufgespreizt, vom Abzugswalzenpaar 6 erfaßt
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- ίο -
und in den zur durchlässigen, vliesformenden Unterlage 10 führenden Flüssigkeitskanal 5 eingeleitet und vom den Flüssigkeitskanal durchströmenden V/asser weiterbefördert zu einer Schneidvorrichtung 7· Der Flüssigkeitskanal 5 ist dabei so geformt, daß der Faserflor entsprechend seiner Aufspreizung zwischen den Hochspannungselektroden 4 zur Ablage auf der Unterlage 10 geführt wird.
Die in Einzelheiten nicht dargestellte Schneidvorrichtung besteht im wesentlichen aus feststehendem Gegenmesser, das Teil der Kanalwand ist, und dem senkrecht zur Kanalrichtung rotierenden Schlagmesser. Die im Schneidwerk 7 erzeugten Fasern endlicher Länge kommen auf der durchlässigen, vliesformenden Unterlage 10 , einem Schrägsieb, zur Ablage. Durch die Zuführungen 12 und 13 zum Stoffauflaufkasten 14 ■ werden mit Hilfe des Stoffwassers zusätzlich übliche Kurzfasern wie Zellstoff zugeführt und das auf der Unterlage sich bildende Vlies durch Saugkasten 9 und 15 entwässert. An Stelle der Vorratsrolle 1 kann vorteilhaft eine kontinuierlich arbeitende Spinnstreckanlage treten.
BAO ORJGiNAL
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Claims (1)

  1. Anmelder: Feldmühle Aktiengesellschaft,
    4 Düsseldorf, Fritz-Vomfelde-Platz 4
    Anlage zur Eingabe vom 51.12.1968
    Patentansprüche
    1. Verfahren zum Herstellen von Flächengebilden wie
    Vliesstoffen oder Papier,' die ganz oder teilweise
    aus textlien Fasern bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von textlien Endlosfasern zu einem Faserflor ausgebreitet werden, dieser Faserflor in
    Fasern endlicher Länge zerschnitten und unmittelbar daraus mit Hilfe eines vliesbildenden Mediums auf einer Unterlage das Flächengebilde formiert wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zu einem Strang zusammengefaßte Vielzahl von textlien Endlosfasern vor der Aufteilung in Fasern endlicher Länge einem Verstreckvorgang unterworfen wird.
    5· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbreitung der textlien Endlosfasern zum Faserflcr durch elektrische Aufladung der Fasern erfolgt.
    4. Verfahren nach einerifcder Ansprüche 1 bis 3, dadurch
    gekennzeichnet, daß Verstreckung und Ausbreitung der Fasern mit Hilfe von Luft erfolgen.
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    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch '
    gekennzeichnet, daß die Ausbreitung der Fasern zum Faserflor durch Einwirkung eines elektrischen Feldes bewirkt oder gefördert wird.
    6,- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5j dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbreitung der Fasern zum Faserflor zusätzlich noch durch mechanische Mittel gefördert wird.
    7· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,daß der Faserflor aus endlosen Fasern in Fasern unterschiedlicher endlicher Länge unterteilt wird.
    Öt Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis f, dadurch gekennzeichnet, daß den textlien Fasern endlicher Länge vor oder bei der Formierung zum Flächengebilde zusätzlich natürliche Kurzfasern wie Zellstoffasern oder Holzschliff zugeführt werden. . " -■ . -
    9· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß außer den das textile Flächengebilde bestimmenden textlien Fasern noch textile Fasern unterschiedlicher Eigenschaften bei der Formierung des Flächengebildes Verwendung finden. ; .
    IC. Verfahren nach einem der Ansprüche-1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Formierung des Flächengebildes mit Hilfe von Luft erfolgt.
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis IG, dadurch gekennzeichnet, daß bei"der Formierung "des Flächengebildes mit Luft den textlien Fasern endlicher Länge ein Bindemittel zugeführt-wird. .■ ■
    0Ö9833/166S ·"··-3
    12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Formierung des Flächengebildes unter der Einwirkung eines elektrischen Feldes erfolgt.
    I^· Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9* dadurch gekennzeichnet, daß die Formierung des Flächengebildes mit Hilfe von Wasser erfolgt..
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis J3 Anspruch 8 und 15,dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen
    . Kurzfasern mit dem Wasser zugeführt werden.
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 und Anspruch 13 und I1T, dadurch gekennzeichnet, daß weitgehend alle auf die Ausbreitung zum Faserflor folgenden Arbeitsgänge unter Wasser erfolgen.
    16. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Faserflor mit einer Schneidvorrichtung in Fasern endlicher Länge unterteilt wird, die aus auf einer Walze befindlichen Messern und einem Gegenmesser besteht.
    17· Vorrichtung nach Anspruch l6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Walze befindlichen Messer austauschbar und in ihrem gegenseitigen Abstand veränderlich sind.
    lS. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 und IJ s dadurch gekennzeichnet, daß die Messer über die Breite der Walze urterteilt und die MesserSegmente in ihrem gegenseitigen Abstand veränderlich sind,
    9 0 « 0 Y
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    19. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15., dadurch gekennzeichnet, daß der F~.serflor mit einer Jchnidvorrichtung in Fasern endlicher Länge unterteilt wird, die aus Schlagmesser und feststehendem Gegenmesser besteht. .
    20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
    daß zur Regulierung der Schnittlänge der Fasern endlicher Länge die Drehzahl und/oder die Anzahl der Schläger des Schlagmessers veränderlich sind.
    21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis" 20 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere solcher Schneidvorrichtungen gleichzeitig benutzt werden und die Messer zweier verschiedener Schneidvorrichtungen unterschiedlichen Abstand oder unterschiedliche Drehzahl haben.
    22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer über die Brei^D Unterbrechungen aufweisen, so daß ein Teil der textlien Fasern in Form von Endlosfasern für die Formierung des Flächengebildes zugeführt wird.
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