DE19964079C1 - Maksutov-Cassegrain-System kurzer Baulänge - Google Patents
Maksutov-Cassegrain-System kurzer BaulängeInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Spiegellinsenobjektiv (1) vom Maksutov-Cassegrain-Typ, in Lichtrichtung, umfassend einen zum Objektiv hin konkaven divergenten Maksutov-Meniskus (4), einen sphärischen Hauptspiegel (2) und einen sphärischen Fangspiegel (3), wobei in Lichtrichtung hinter dem Fangspiegel (3) ein dioptrisches System in Form eines Teleobjektivs mit negativer Äquivalentbrennweite angeordnet ist, wobei das dioptrische System eine Sammellinse (5) und eine nachfolgende Zerstreuungslinse (6) umfaßt, die beide in einem gegenseitigen Abstand von mindestens 0,04 f zueinander angeordnet sind, wobei das dioptrische System in seiner Gesamtheit in dem freien Raum zwischen Hauptspiegel (2) und Fangspiegel (3) steht und f die Brennweite des Spiegellinsenobjektivs (1) darstellt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein kurzgebautes,
langbrennweitiges Spiegellinsenobjektiv hoher Auflösung vom
Maksutov-Cassegrain-Typ.
Objektive dieser Art sind dadurch gekennzeichnet, daß sie einen sphärischen
Hauptspiegel verwenden und die Korrektion der sphärischen Aberration durch
einen wenig negative Brechkraft aufweisenden frontal angeordneten Meniskus
erfolgt. Die Koma ist bei einer solchen Anordnung theoretisch dadurch
beseitigt, daß der Hauptpunkt dieses sphärischen Korrektionselements nahe
dem Krümmungsmittelpunkt der Hauptspiegels liegt. Prinzipiell gibt es danach
zwei Anordnungen des sogenannten Maksutov-Meniskus, nämlich mit der
konvexen Fläche zum Objekt oder mit der konkaven Fläche zum Objekt, wobei
die letztere Anordnung wegen der wesentlichen kürzeren Baugröße hier nur in
Betracht zu ziehen ist. Für ein Objektiv geringer Masse muß dieser Meniskus
relativ dünn gehalten werden.
Weiterhin weisen die betrachteten Systeme eine cassegrainsche Bauweise
auf, d. h. der Primär- oder Hauptspiegel ist konkav, und der Sekundär- oder
Fangspiegel ist konvex, was einem Aufbau gemäß einem Teleobjektiv
entspricht und zu einer kurzen Bauweise führt. Je stärker die Brechkräfte von
Primär- und Sekundärspiegel sind, desto kleiner kann prinzipiell die Baugröße
gehalten werden.
Eine Verkleinerung der Baugröße auf diese Weise ist jedoch nur begrenzt
möglich. Eine Erhöhung der Brechkraft des Primärspiegels führt zwangsläufig
zu einer größeren sphärischen Aberration, deren Korrektion mittels eines
stärker durchgebogenen Maksutov-Meniskus zu inakzeptabel hohen
sphärischen Zonenfehlern führt. Andererseits bewirkt eine Erhöhung der
Brechkraft des Sekundärspiegels eine radikale Verschlechterung der
Petzvalkrümmung, die nur durch ein stark divergentes dioptrisches Element
zwischen Sekundärspiegel und Bildebene kompensiert werden kann.
Ein derartiges System mit der numerischen Apertur nA = 0.05 (entspricht einer
relativen Öffnung 1 : 10) ist z. B. bei "Smith, Warren J.: Modern Lens Design,
McGraw-Hill 1992, ISBN 0-07-059178-4 p. 300" angegeben. Dieses Objektiv
hat einen axialen Abstand vom Primär- zum Sekundärspiegel von 0.158f und
eine axiale Gesamtbaulänge bis zur Bildebene von 0,206f, wobei f die
Brennweite ist. Seitens der Baugröße würde dieses System die Anforderungen
erfüllen. Es hat jedoch den Mangel, daß sowohl die sphärischen Zonenfehler
als auch die chromatischen Bildfehler entscheidend zu groß sind, um bei einer
Ausführungsbrennweite von f = 1000 mm eine quasi-beugungsbegrenzte
Auflösung in einem großen Spektralbereich zu erreichen. Der dünne
Maksutov-Meniskus ist stark durchgebogen und hat einen vorderen
Krümmungsradius von -0.118f. Die numerische Apertur ist zu gering und
erlaubt keine Erhöhung.
Ein weiteres System mit zwei bildseitigen Korrektionslinsen aus Gläsern
verschiedener Dispersion zur Beseitigung der chromatischen Aberrationen ist
bei "Laikin, Milton: Lens Design, Marcel Dekker 1995, ISBN 0-8247-9602-0, p.
178" angegeben. Dieses eignet sich für Ausführungsbrennweiten in der
Größenordnung von 1000 mm, hat jedoch nur eine bildseitige Apertur von
0.045 und eine deutlich größere Gesamtbaulänge von 0,283f. Auch hier ist der
Maksutov-Meniskus noch relativ stark durchgebogen mit einem frontalen
Krümmungsradius von -0.131f.
Eine Analyse des Maksutov-Cassegrain-Aufbaus hat ergeben, daß zur
Verringerung der sphärischen Zonenfehler es unbedingt erforderlich ist, die
Brechkräfte von Primär- und Sekundärspiegel und somit die Durchbiegung des
Maksutov-Meniskus möglichst gering zu halten. Diese Maßnahme führt
zwangsläufig zu einer unerwünschten Verkleinerung des Televerhältnisses und
damit zu einer brennweitenbezogenen Vergrößerung der Baulänge. Ziel ist es,
bei einer vorgegebenen Gesamtbaulänge (axiale Entfernung zwischen dem
ersten Linsenscheitel und der Bildebene) von maximal 0.25f und bei einer
numerischen Apertur nA = 0.05 bis 0.063 die sphärischen Zonenfehler
innerhalb der zulässigen Rayleigh-Toleranz zu halten und damit eine
Strehl-Definition von über 80% zu erreichen.
Aus der DE-OS-27 20 479 ist ein katadioptrisches Objektiv bekannt,
gekennzeichnet durch eine asphärische, negative Meniskus-Korrekturplatte,
die zum langen konjugierten Ende hin konkav ist, einen primären Mangin-
Spiegel in einem Abstand von der Korrekturplatte zur Aufnahme des durch
letztere hindurchtretenden Lichtes, einen Sekundärspiegel in der Form eines
spiegelnden Bereichs am Zentrum der zweiten Fläche der Korrekturplatte zur
Aufnahme des von dem Primärspiegel reflektierten Lichtes und ein im Abstand
angeordnetes Paar von Korrekturlinsen, das zwischen dem Primär- und dem
Sekundärspiegel zur Aufnahme des von letzterem kommenden Lichtes
angeordnet sind und das über eine positive, dem aufgenommenen Licht
gegenüber konvexe Meniskuslinse und eine bikonkave Linse verfügt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Maksutov-Cassegrain-System
kurzer Baulänge und geringem Gewicht für einen großen Spektralbereich von
400 bis 900 nm zu schaffen, welches bei einer numerischen Apertur nA < 0.05
(entsprechend einer relativen Öffnung 1 : 10) bis 0,63 (entsprechend einer
relativen Öffnung 1 : 8) eine quasi beugungsbegrenzte Auflösung gewährleistet.
Die Lösung des Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Hierzu wird ein Maksutov-Cassegrain-System herkömmlicher Bauart
verwendet, wobei hinter dem Sekundärspiegel ein zweilinsiges dioptrisches
System in Form eines Teleobjektivs, bestehend aus einer Sammellinse und
einer nachfolgenden Zerstreuungslinse angeordnet ist, die beide in einem
gegenseitigen Abstand von mindestens 0,04f stehen, wodurch die Wirkung
eines Teleskops erreicht wird, d. h. das dioptrische System wirkt zusätzlich
brennweitenverlängernd, was einer auf die Brennweite bezogenen
Baulängenverkürzung gleichkommt.
Die spezifische Wirkung dieses zusätzlichen dioptrischen Systems ist
naturgemäß um so günstiger, je höher es im Strahlengang steht, d. h. wenn es
mit seiner Sammellinse möglichst nahe dem Sekundärspiegel steht und damit
in seiner Gesamtheit in dem freien Raum zwischen Sekundär- und
Primärspiegel angeordnet ist.
Eine Analyse der bisher bekannten Systeme hat ergeben, daß es unter
Berücksichtigung eines geringen Gewichts und einer stabilen
Abbildungsqualität von der Praxis her vorteilhaft ist, den Maksutov-Meniskus so
auszubilden, daß dessen konvexe Fläche mit ihrem zentralen Teil gleichzeitig
den Fangspiegel bildet. Damit kann auf eine zusätzliche Halterung für den
Sekundärspiegel verzichtet werden.
Für extreme Anforderungen hinsichtlich Massereduktion indes ist es vorteilhaft,
bei Erhaltung der Gesamtbaulänge den masseintensiven Tubus zwischen
Maksutov-Meniskus und Primärspiegel, d. h. entsprechend den Abstand
zwischen Primär- und Sekundärspiegel zu verkürzen auf einen Betrag um 0.15f
oder kleiner. Eine solche Maßnahme erfordert eine Erhöhung der Brechkraft
des Primärspiegels und höhere Teilbrechkräfte für die Elemente des
dioptrischen Teils, was bezüglich der Bildfehlerkorrektur zu einer
Überkompensation der Petzvalsumme führt. Diese kann durch eine sammelnd
wirkende Linse dicht vor dem Bildfeld (Bildfeldlinse ähnlich der Smyth-Linse)
behoben werden. Eine solche Linse bewirkt im wesentlichen nur eine
Änderung der Petzvalwölbung, ihre Wirkung auf die anderen Bildfehler wie
sphärische Aberration und Koma ist zu vernachlässigen.
Für einige Anwendungen, insbesondere wenn auswechselbare optische Filter
vor der Bildebene eingefügt werden sollen, ist eine längere bildseitige
Schnittweite von wenigstens 0.015f wünschenswert. Um in solchen Fällen
laterale chromatische Aberrationen, die durch eine einzelne Bildfeldlinse bei
einer größeren bildseitigen Schnittweite zwangsläufig auftreten ist die
Bildfeldlinse als Achromat ausgebildet.
Bei einer Brechkraft der Sammellinse von 5ϕ bis 8ϕ und derjenigen der
Zerstreuungslinse entsprechend von -12ϕ bis -30ϕ (wobei ϕ die Brechkraft des
Gesamtsystems bedeutet) sowie einem gegenseitigem Abstand der beiden
Linsen voneinander zwischen 0.04f und 0.06f (wobei sinnvollerweise der
kleinere Abstand bei betragsmäßig hohen Teilbrechkräften und entsprechend
der größere Abstand bei betragsmäßig kleineren Teilbrechkräften der Linsen in
Betracht zu ziehen ist) hat ein derartiges dioptrisches Korrektursystem einen
großen negativen Hauptpunktabstand und eine negative Brennweite und
bewirkt demgemäß die beschriebene Baulängenverkürzung bei gleichzeitiger
zusätzlicher Verlängerung der Brennweite. Als Resultat ergibt sich eine
brechkraftmäßige Entspannung für die Spiegelbrechkräfte und folglich eine
geringere Durchbiegung des Maksutov-Meniskus.
Eine besonders vorteilhafte Lösung erhält man bei einem Abstand zwischen
Primär- und Sekundärspiegel in der Größenordnung von 0.20f.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Figur zeigen:
Fig. 1 ein Spiegellinsensystem vom Maksutov-Cassegrain-Typ mit
einem dioptrischen System,
Fig. 2 ein Spiegellinsensystem mit einer Bildebenungslinse und
Fig. 3 ein Spiegellinsensystem mit einer als Achromat ausgebildeten
Bildebenungslinse.
Das Spiegellinsensystem 1 umfaßt Hauptspiegel 2, einen Fangspiegel 3, einen
Maksutov-Meniskus 4, eine Sammellinse 5 und eine Zerstreuungslinse 6.
Dabei bildet die konvexe Fläche des Maksutov-Meniskus 4 in der optischen
Achse gleichzeitig den Fangspiegel 3. In der Tabelle 1 ist eine beispielhafte
Dimensionierung für das Spiegellinsensystem 1 angegeben. Die Brennweite
des Spiegellinsensystems 1 sei f = 1000 mm mit einer numerischen Apertur
nA = 0,063 und einem Bildfeld von ca 1,2°. In der Tabelle 1 sind die
geometrischen und optischen Größen für die einzelnen Bestandteile in der
Reihenfolge des Strahlengangs dargestellt. Somit bezeichnet r1 den konkaven
Radius des Maksutov-Meniskus 4. An der optischen Achse weist der
Maksutov-Meniskus 4 eine Dicke d1 = 11 mm auf. Der Radius r2 bezeichnet den
Radius des Maksutov-Meniskus 4 an seiner konvexen Seite. Nach Durchtritt
durch den Maksutov-Meniskus 4 trifft die Strahlung auf den Hauptspiegel 2, der
in einer Entfernung e1 = 198 mm vom Maksutov-Meniskus 4 angeordnet ist und
einen inneren Radius von r3 = -527,35 mm aufweist.
Vom Hauptspiegel 2 wird die Strahlung zum Fangspiegel 3 reflektiert. Die
Entfernung zwischen Hauptspiegel 2 und Fangspiegel 3 wird mit e2 bezeichnet.
Da der Fangspiegel 3 mit dem konvexen Teil des Maksutov-Meniskus 4
identisch ist, sind die Abstände e1 und e2 betragsmäßig gleich groß. Ebenso ist
der Radius r4 des Fangspiegels 3 identisch mit Radius r2 des Maksutov-
Meniskus. Vom Fangspiegel 3 wird die Strahlung zur Sammellinse 5 reflektiert,
die in einem Abstand e3 = 92 mm zum Fangspiegel angeordnet ist. Die
Sammellinse 5 weist auf der konvexen Seite einen Radius r5 = 64,12 mm auf.
Die Dicke der Sammellinse 5 beträgt d2 = 3,5mm. Der konkave Teil der
Sammellinse 5 weist einen Radius r6 = 172,92 mm auf. Von der Sammellinse 5
trifft die Strahlung auf die Zerstreuungslinse 6, die in einem Abstand e4 =
54,95 mm angeordnet ist. Der konvexe Radius r7 beträgt 137,30 mm, wobei d3 =
2,8 mm die Dicke der Zerstreuungslinse 6 bezeichnet. Mit r8 = 27,81 mm ist der
konkave Radius der Zerstreuungslinse 6 bezeichnet. Als besonders vorteilhaft
haben sich Gläser vom Typ BK7G18 und K5G20 erwiesen, wobei es sich
insbesondere als vorteilhaft erwiesen hat, wenn für die Sammellinse 5 und die
Zerstreuungslinse 6 gleiche Glastypen Verwendung finden.
Bei diesen Systemen haben die Linsen des erfindungsgemäßen dioptrischen
Teils einen gegenseitigen Abstand von 0,055f und die einzelnen Brechkräfte
betragen +5,2ϕ für die Sammellinse 5 und -14,9ϕ für die Zerstreuungslinse 6.
Die Gesamtbrennweite dieses dioptrischen Teils ist negativ und es steht in
seiner Gesamtheit im freien Raum zwischen Haupt- und Fangspiegel. Die
Durchbiegung des Maksutov-Meniskus 4 ist verhältnismäßig gering; dessen
frontaler Krümmungsradius ist betragsmäßig größer als 0,19f.
In der Fig. 2 ist ein Spiegellinsensystem 1 mit einer zusätzlichen
Bildebenungslinse 7 dargestellt, wobei der Abstand zwischen Hauptspiegel 2
und Fangspiegel 3 erheblich verkürzt ist, so daß sich trotz der
Bildebenungslinse 7 die Gesamtbaulänge reduziert. Ein
Dimensionierungsbeispiel für die Anordnung nach Fig. 2 ist in Tabelle 2
dargestellt. Der Abstand zwischen Hauptspiegel 2 und Fangspiegel 3 beträgt e1
= 150 mm = 0,15f. Für alle Linsen wird hier vorzugsweise das gleiche Glas K5
(bzw. K5G20) verwendet. Die beiden Linsen 5, 6 des dioptrischen Teils haben
einen gegenseitigen Abstand von 0,044f. Die einzelnen Brechkräfte betragen
+7,4ϕ für die Sammellinse 5 und -28,2ϕ für die Zerstreuungslinse 6. Die
Gesamtbrennweite dieses dioptrischen Teils ist negativ und steht in seiner
Gesamtheit im freien Raum zwischen Hauptspiegel 2 und Fangspiegel 3. Der
frontale Krümmungsradius des Maksutov-Meniskus 4 ist betragsmäßig größer
als 0,17f. Die zusätzliche Bildebenungslinse 7 ist mit einer Brechkraft von ca.
10ϕ steht dicht vor der Bildebene, so daß eine freie beidseitige Schnittweite
von 0,008f verbleibt. Mit r9 und r10 sind die Radien der Bildebenungslinse 7 und
mit d4 deren Dicke bezeichnet.
In der Fig. 3 ist ein Sammellinsensystem 1 mit einer achromatisierten
Bildebenungslinse 8 dargestellt. In der Tabelle 3 ist wieder ein auf die
Brennweite f = 1000 mm normiertes Dimensionierungsbeispiel angegeben. Der
Abstand zwischen Hauptspiegel 2 und Fangspiegel 3 beträgt hier nur 0,142f.
Die beiden Linsen 5, 6 des dioptrischen Systems sind in einem Abstand von
0,044f zueinander angeordnet. Die einzelnen Brechkräfte betragen +7,4ϕ für
die Sammellinse 5 und -26,8ϕ für die Zerstreuungslinse 6. Die
Gesamtbrennweite dieses dioptrischen Teils ist negativ und steht in seiner
Gesamtheit im freien Raum zwischen Hauptspiegel 2 und Fangspiegel 3. Der
frontale Krümmungsradius des Maksutov-Meniskus 4 ist betragsmäßig größer
als 0,17f. Die zusätzliche achromatisierte Bildebenungslinse 8 mit einer
Brechkraft von ca. 10ϕ steht so nahe der Bildebene, so daß eine freie
bildseitige Schnittweite von ca. 0,016f verbleibt.
Bei allen drei Ausführungsformen gemäß Fig. 1-3 bliebt die Gesamtbaulänge
unter 0,25f. Die beiden Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 2 und 3 haben
zudem extrem kurze Baulängen in Bezug auf den großen Tubus zwischen
Maksutov-Meniskus 4 und Hauptspiegel 2. Alle derartigen
Spiegellinsensystemen 1 können in Leichbauweise auch für kosmische
Missionen eingesetzt werden. Die verwendeten Gläsern sind darüber hinaus
auch als strahlenresistente Typen verfügbar.
Claims (7)
1. Spiegellinsenobjektiv vom Maksutov-Cassegrain-Typ, in Lichtrichtung
umfassend einen zum Objektiv hin konkaven divergenten Maksutov-
Meniskus, einen sphärischen Hauptspiegel und einen sphärischen
Fangspiegel,
dadurch gekennzeichnet, daß
in Lichtrichtung hinter dem Fangspiegel (3) ein dioptrisches System in
Form eines Teleobjektivs mit negativer Äquivalentbrennweite
angeordnet ist, wobei das dioptrische System eine Sammellinse (5) und
eine nachfolgende Zerstreuungslinse (6) umfaßt, die beide in einem
gegenseitigen Abstand von mindestens 0,04f zueinander angeordnet
sind, wobei das dioptrische System in seiner Gesamtheit in dem freien
Raum zwischen Hauptspiegel (2) und Fangspiegel (3) steht und f die
Brennweite des Spiegellinsenobjektivs (1) darstellt.
2. Spiegellinsenobjektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fangspiegel (3) mit dem zentralen Teil der konvexen Fläche des
Maksutov-Meniskus (4) identisch ist.
3. Spiegellinsenobjektiv nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß dicht vor der Bildebene eine zusätzliche sammelnde
Bildebenungslinse (7) angeordnet ist.
4. Spiegellinsenobjektiv nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bildebenungslinse (7) als Achromat (8) ausgebildet ist.
5. Spiegellinsenobjektiv nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Linsen (5, 6) des dioptrischen
Systems in einem gegenseitigen Abstand von 0,04f bis 0,06f
angeordnet sind und die Brechkraft der Sammellinse (5) im Bereich des
5- bis 8-fachen und die Brechkraft der Zerstreuungslinse (6)
betragsmäßig im Bereich des 12- bis 30-fachen der Brechkraft des
Spiegellinsenobjektivs (1) liegt.
6. Spiegellinsenobjektiv nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand vom Hauptspiegel (2) zum
Fangspiegel (3) im Bereich von 0,2f liegt.
7. Spiegellinsensystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sammellinse (5) und die
Zerstreuungslinse (6) aus dem gleichen Glas ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999164079 DE19964079C1 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Maksutov-Cassegrain-System kurzer Baulänge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999164079 DE19964079C1 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Maksutov-Cassegrain-System kurzer Baulänge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19964079C1 true DE19964079C1 (de) | 2001-08-02 |
Family
ID=7935197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1999164079 Expired - Fee Related DE19964079C1 (de) | 1999-12-29 | 1999-12-29 | Maksutov-Cassegrain-System kurzer Baulänge |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19964079C1 (de) |
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1999
- 1999-12-29 DE DE1999164079 patent/DE19964079C1/de not_active Expired - Fee Related
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