DE19961706A1 - Verbindung einer Fahrzeugscheibe mit einem angrenzenden Bauteil - Google Patents
Verbindung einer Fahrzeugscheibe mit einem angrenzenden BauteilInfo
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Abstract
Bei einer Anordnung zum Verbinden einer fest eingebauten Fahrzeugscheibe, insbesondere einer Windschutzscheibe (1), mit einem an einer Kante der Fahrzeugscheibe angrenzenden Bauteil, insbesondere einem Wasserkasten (6), mittels eines an der Scheibenkante (2) befestigten Profilteils ist erfindungsgemäß das Profilteil ein an der Fahrzeugscheibe haftender Profilstrang (10'), welcher eine glatt und flächenbündig an die freiliegende Hauptfläche der Fahrzeugscheibe anschließende Lippe (11') aufweist, und die Lippe (11') besitzt auf ihrer Unterseite Mittel (12', 13') zum Verbinden mit dem Bauteil (6).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Verbinden einer Fahrzeugscheibe
mit einem angrenzenden Bauteil mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentan
spruchs 1.
Es sind ausgeführte Fahrzeuge mit einer einen Spalt zwischen der Unterkante ihrer
Windschutzscheibe und einem daran angrenzenden Bauteil überbrückenden und ab
dichtenden Profilleiste bekannt.
In der DE 37 02 555 C2 wird eine Abdeckplatte zur Überdeckung einer Fuge zwischen
einer eingeklebten Windschutzscheibe und einem angrenzenden Karosserieteil be
schrieben. Die Befestigung der Abdeckplatte an der Windschutzscheibe erfolgt dabei
mit Hilfe einer an einer Windschutzscheibenkante befestigten U-Schiene, in die die Ab
deckplatte eingreift. Dadurch, dass die Befestigungsteile an der Abdeckplatte an min
destens einer Seite relativ zu deren Quererstreckung bewegbar über einen biegsamen
Verbindungssteg verbunden sind, sollen auftretende Toleranzen und Materialaus
dehnungen ausgeglichen werden.
Mit solchen U-Profilleisten wird beispielsweise auch ein von der Motorhaube überdeckter
Wasserkasten an der Windschutzscheibe befestigt, der zum Abführen des von der
Windschutzscheibe abfließenden Wassers dient. Die U-Profilleiste umgreift die untere
Scheibenkante auf drei Seiten und ist kraft- oder formschlüssig fixiert. Auf ihrer von der
Glaskante abragenden Seite ist eine Längsnut eingeformt, in die ein Steg des Wasser
kastens eingesetzt werden kann. Damit wird neben dem dichten Übergang von der
Windschutzscheibe zum Wasserkasten auch eine gewisse gegenseitige Abstützung
geschaffen. Um die hohen Kräfte bei dem Befestigen des Wasserkastens an der Wind
schutzscheibe und während des Fahrbetriebs infolge von Wärmedehnungen und Vibra
tionen aufnehmen zu können, besteht die U-Profilleiste aus einem relativ harten Werk
stoff, im allgemeinen aus mit Stahleinlagen versehenem Gummi oder Kunststoff. Der
harte Werkstoff hat jedoch den großen Nachteil, dass die U-Profilleiste bei der Montage
auf die Kante der dreidimensional gebogenen Fahrzeugscheibe dem Biegeverlauf nicht
exakt folgen kann. Vielmehr wird die U-Profilleiste tordiert, deren Längsnut weicht dann
von ihrem Sollverlauf ab, so dass das Einsetzen des Wasserkastensteges wesentlich
erschwert und passgenaues Anlegen der Wasserkastenkante an die Scheibenkante
verhindert wird. Auch ist es infolge von unvermeidlichen Maßabweichungen der Glas
scheiben und der Karosserien schwierig, immer einen sicheren Halt der als Formteil
vorgefertigten Profilleiste an der Scheibenkante sicherzustellen. Die Folgen sind dann
verringerte Haltekräfte und vergrößerte Spaltmaße und Toleranzen.
Es sind verschiedene Verfahren bekannt (DE 43 26 650 A1, DE 42 32 554 C1), eine
Glasscheibe mit einem extrudierten Randprofil zu versehen, das nur an einer Haupt
fläche und an der Stirnfläche der Glasscheibe anliegt. Man kann diese Randprofile so
ausführen, dass sie eine flächenbündige, in die Scheibenebene auskragende Fort
setzung der nicht berührten Hauptfläche der Glasscheibe bilden.
Aus der DE 43 26 650 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen einer mit einem angeformten
Rahmen aus einem Polymer versehenen Glasscheibe bekannt. Dabei wird der Rahmen
mit einer von einem Handhabungsautomaten am Rand der Glasscheibe entlang geführ
ten, die Glasscheibe umgreifenden Extrusionsdüse so an den Rand der Glasscheibe
angeformt, dass der extrudierte Profilstrang wenigstens auf einer Hauptfläche und auf
der Umfangsfläche der Glasscheibe abgelegt wird. Während des Extrusionsverfahrens
wird die Glasscheibe mit Hilfe einer der Form der Glasscheibe entsprechenden Tragvor
richtung stationär derart gehalten, dass der Rand der Glasscheibe frei über die Stütz
flächen der Tragvorrichtung übersteht.
DE 42 32 554 C1 beschreibt ebenfalls ein einschlägiges Verfahren, bei dem die Glas
scheibe auf ein beheiztes Formbett aufgelegt wird, das im Randbereich der Glasscheibe
an deren unterer Oberfläche anliegt und dessen Formfläche über die Umfangsfläche der
Glasscheibe hinaus eine Fortsetzung der Oberfläche der Glasscheibe bildet. Mit Hilfe
eines weggesteuerten Handhabungsautomaten und einer beheizten kalibrierten
Extrusionsdüse wird ein über die Umfangsfläche der Glasscheibe hinausragender
Profilstrang mit definierten Außenabmessungen auf den Rand der Glasscheibe abge
legt. Der Profilstrang besteht aus einem thermoplastischen Polymer und wird der Extru
sionsdüse über einen Extruder und einen beheizten Druckschlauch zugeführt.
Bei dem ersten genannten Verfahren bildet die Extrusionsdüse gemeinsam mit den bei
den Hauptflächen der Glasscheibe einen geschlossenen Düsenquerschnitt, bei dem
zweiten Verfahren wird der geschlossene Düsenquerschnitt von dem Formbett, der frei
zugänglichen Oberfläche der Glasscheibe und der Extrusionsdüse gebildet. Beide Ver
fahren haben sich bei der Herstellung von Automobilglasscheiben bewährt, die für die
Montage mittels Kleben vorgesehen sind. Auf einem Teil des Scheibenumfangs oder auf
dem gesamten Umfang wird ein im Querschnitt im wesentlichen L-förmiger Rahmen
anextrudiert, der mit einer Dichtlippe versehen ist. Der eine Schenkel des L-förmigen
Rahmens bedeckt die dem Montageflansch zugewandte Oberfläche der Glasscheibe,
der zweite Schenkel bildet die Fortsetzung der Umfangsfläche. Die Dichtlippe kann so
wohl an dem einen als auch an dem anderen Schenkel des Rahmens angeformt sein.
Solche Randprofile sind ebenso mit Hilfe des in großem Umfang eingesetzten Spritz
gussverfahrens darstellbar, wie es beispielsweise in den Druckschriften EP 0 127 546 A1
und EP 0 145 443 B1 beschrieben wird. Ferner ist vorgeschlagen worden, Rand
profile mit einem Spritzgussverfahren vorzufertigen und anschließend auf die Scheibe
aufzukleben (EP 0 742 762 B1).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Anordnung zum Verbinden
einer fest eingebauten Fahrzeugscheibe mit einem an einer Kante der Fahrzeugscheibe
angrenzenden Bauteil, insbesondere einem Wasserkasten, zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 ge
löst. Die Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen dieses
Gegenstands an.
Die Erfindung besteht also darin, dass die nach außen weisende Oberfläche des mit der
Fahrzeugscheibe verklebten Profilstrangs eine Lippe aufweist, welche eine glatte und
flächenbündige Fortsetzung der freiliegenden, also nach außen weisenden Hauptfläche
der Fahrzeugscheibe bildet. Gleichzeitig sind an der Unterseite der Lippe Mittel zum
Verbinden mit einem weiteren Bauteil angeordnet. Eine solche flächenbündige Aus
gestaltung ermöglicht es beispielsweise, die Scheibenwischer in ihrer Ruheposition auf
den Wasserkasten abzulegen, ohne dass aufwendige Vorrichtungen zum Anheben und
Überführen der Scheibenwischer über eventuell vorhandene Vorsprünge vorgesehen
werden müssen.
Besonders einfach lässt sich ein solcher Profilstrang durch Extrusion eines Polymers
herstellen, wobei etwa feuchtigkeitshärtende einkomponentige Polyurethansysteme,
Polyurethansysteme auf Zweikomponentenbasis oder thermoplastische Elastomere
oder Olefine verwendet werden können. Um einen flächenbündigen Profilstrang zu
extrudieren, kann beispielsweise eine die Scheibenkante umgreifende Düse benutzt
werden, die so gestaltet ist, dass sie zusammen mit der Glasscheibe den Extrusions
querschnitt begrenzt. Das bedeutet, dass die Düse auf beiden Seiten der Glasscheibe
Dichtflächen aufweisen muss, die auf den Hauptflächen der Glasscheibe gleiten und für
eine gute Abdichtung des Düsenquerschnitts gegenüber den Glasoberflächen sorgen.
Durch das Gleiten über die Glasoberfläche darf diese natürlich nicht beschädigt werden.
Dies kann mit geeigneten Materialien für die Düse beziehungsweise die Dichtflächen der
Düse erreicht werden.
Um das Profilteil in einem Arbeitsgang mit Bereichen mit unterschiedlichen Eigen
schaften zu versehen, kann die sogenannte Coextrusion eingesetzt werden. Dabei
werden mindestens zwei Teilprofilstränge in der Extrusionsdüse zu einem Profilstrang
vereinigt. Die beiden Teilprofilstränge bestehen dabei beispielsweise aus zwei verschie
denen Kunststoffen mit unterschiedlichen Härten. Es ist aber auch möglich, mit Hilfe der
Coextrusion einen Profilstrang aus nur einem Polymermaterial durch physikalisches
oder chemisches Schäumen mit einem schaumartigen Bereich zu versehen. So kann
einerseits die Forderung nach einem relativ formstabilen Werkstoff für den Teil der
Lippe, der mit einem weiteren Bauteil verbunden wird, erfüllt werden, während anderer
seits die sich auf der Karosserie abstützende Unterseite des Profilstrangs weich-elasti
sche Eigenschaften zur Geräuschvermeidung und zum Toleranzausgleich besitzt.
Da bereits in großem Umfang für die Verklebung in eine Karosserieöffnung vorgesehen
Fahrzeugscheiben mit einem Rahmen oder einer Dichtung aus einem anextrudierten
Polymer versehen werden, bietet sich das Extrusionsverfahrens auch zur Herstellung
des Profilstrangs für die erfindungsgemäße Verbindungsanordnung an. Es sind nämlich
bereits die Materialien, Werkzeuge und Vorrichtungen vorhanden, so dass eine kosten
günstige Produktion möglich ist. Wenn die Fahrzeugscheibe mit einem Rahmen oder
einer Dichtung aus einem extrudierten Polymer und mit einem Profilteil zum Verbinden
mit einem angrenzenden Bauteil ausgerüstet wird, ist das Profilteil ein Teil des Rah
mens. Das Profilteil und der Rahmen können mit entsprechenden Extrusionsdüsen in
einem Arbeitsgang hergestellt werden, ebenso können Übergangsbereiche zwischen
dem Anfang und dem Ende des anextrudierten Profilstrangs mit bekannten Verfahren
nachgeformt werden (DE 44 45 258 A1).
Das Profilteil kann aber auch in an sich bekannter Weise an die Scheibe angespritzt
werden, indem man die Glasscheibe zwischen zwei Formhälften einlegt, in denen der
gewünschten Profilform entsprechende Formhohlräume eingearbeitet sind, und nach
Schließen der Formhälften die Formhohlräume mit einem geschmolzenen thermoplas
tischen Polymer oder mit einem Polymer-Reaktionssystem füllt. Auf die ähnliche Art und
Weise ist es auch möglich, nur das Profilteil als Spritzgussteil herzustellen und an
schließend an die Scheibenkante anzukleben.
In vorteilhafter Weise wird das Profilteil auf seiner der Karosserie zugewandten Seite mit
einem Bereich versehen, der sich auf der Karosserie abstützt. Dadurch wird nicht nur
die Stabilität der Verbindungsanordnung erhöht, sondern es kann auch die Abdichtung
zwischen Fahrzeugscheibe und Karosserie verbessert werden. Der genannte Bereich
kann beispielsweise als elastische Lippe oder als elastischer, vorspringender Wulst aus
einem geschäumten Polymer ausgeführt sein.
Oft ist es erforderlich, dass das Bauteil lösbar mit dem Profilteil verbunden ist. Damit
sind dann Wartung oder Reparatur von unterhalb des Bauteils eingebauten Aggregaten
wie einer Zusatzbatterie oder des Scheibenwischerantriebs möglich. Eine häufig ver
wendete lösbare Verbindung stellt die Clip-Verbindung dar, bei der in eine hinter
schnittene Nut ein harpunenförmiges, also mit Widerhaken versehenes, Gegenstück
eingesetzt wird. Zum Lösen dieser Verbindung sind entweder hohe Kräfte oder
Spezialwerkzeuge nötig. Weitere lösbare Verbindungen können mit einem Klettver
schluss oder mit einer deaktivierbaren Klebeverbindung hergestellt werden. Die lös
baren Verbindungen können sich über die gesamte Länge des Profilteils parallel zur
Scheibenunterkante erstrecken. Es ist aber auch möglich, die Verbindungselemente in
mehreren begrenzten und von einander beabstandeten Abschnitten anzuordnen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands der Erfindung gehen ohne Absicht
einer Einschränkung aus der Zeichnung eines Ausführungsbeispiels und deren sich im
folgenden anschließender eingehender Beschreibung hervor.
Es zeigen in vereinfachter Darstellung
Fig. 1 im Schnitt eine Seitenansicht des Übergangsbereichs von einer Wind
schutzscheibe eines Kraftfahrzeugs zu einem zum Abführen von Wasser
vorgesehenen Wasserkasten, und
Fig. 2 zweite Ausführungsform mit einem coextrudierten Profilstrang und einer
Clipverbindung zum Wasserkasten.
In Fig. 1 ist eine Windschutzscheibe 1 aus Verbundglas im Bereich ihrer Unterkante 2
mit einer Traverse 3 einer nicht weiter dargestellten Karosserie eines Kraftfahrzeugs in
bekannter Weise durch einen Kleberstrang 4 fest verklebt. Eine opake rahmenartige
Beschichtung 5 aus keramischer Einbrennfarbe verbirgt den Kleberstrang 4 vor der An
sicht von außen und schützt ihn vor der schädigenden Wirkung ultravioletter Strahlung.
An der Unterkante 2 der Windschutzscheibe 1 schließt ein Wasserkasten 6 an. Seine
nach außen weisende Oberfläche, über die von der Windschutzscheibe 1 abfließendes
Wasser abgeführt wird, liegt in Flucht mit der nach außen weisenden Oberfläche der
Windschutzscheibe 1. Andeutungsweise dargestellt sind eine den Wasserkasten durch
dringende Scheibenwischerachse 7, sowie das Ende einer Motorhaube 8, die den Was
serkasten 6 und die Scheibenwischerachse 7 überdeckt. Das Abfließen des Wassers
von dem Wasserkasten 6 in den Motorraum wird durch eine übliche Hohlkammer-Profil
dichtung 9 verhindert, welche zwischen der Unterseite der Motorhaube und dem zu der
Motorhaube hinweisenden Randbereich des Wasserkastens 6 angeordnet ist.
An die Unterkante 2 der Windschutzscheibe 1 ist in an sich bekannter Weise ein Profil
strang 10 so anextrudiert, dass er eine glatte und flächenbündige Fortsetzung der frei
liegenden, nach außen weisenden Hauptfläche der Windschutzscheibe 1 bildet. Das
anextrudierte Material bedeckt also nur die Umfangsfläche und die nach innen weisende
Hauptfläche der Windschutzscheibe 1. Die nach außen weisende Hauptfläche der
Windschutzscheibe 1 liegt vollständig frei, der Übergang von der Glaskante zum extru
dierten Material ist völlig glatt. An dem im wesentlichen L-förmigen Kontaktquerschnitt
des Profilstrangs 10 schließt sich eine Lippe 11 an, die zum Wasserkasten auskragt.
Die Oberfläche der Lippe ist vollständig glatt und geht auch glatt in die Oberseite des
Wasserkastens 6 über. Auf der Unterseite der Lippe 11 ist eine Nut 12 ausgeformt, in
welche ein an den Wasserkasten 6 angeordneter Steg 13 eingesetzt ist. Auf der von der
Lippe 11 wegweisenden Seite des Stegs 13 ist ein Stützprofil 14 vorgesehen, das den
Wasserkasten 6 zusätzlich an der Traverse 3 abstützt. An der Unterseite des Profil
strangs 10 ist eine Stützlippe 15 extrudiert, die sich parallel zu der Nut 12 erstreckt und
an der Traverse 3 abstützt. Dadurch wird einerseits die Stabilität der miteinander ver
bundenen Teile Windschutzscheibe 1, Wasserkasten 6 und Traverse 3 erhöht, anderer
seits wird eine verbesserte Abdichtung des Spalts zwischen Glas und Karosserie erzielt.
Der gesamte Profilstrang 10 besteht vorzugsweise aus einem thermoplastischen Elasto
mer (TPE), wobei die Endhärte im Vergleich zu dem Material der eingangs erwähnten
aufgesteckten Profilleiste mit der Metalleinlage mit 40 bis 90 Shore A relativ weich ein
gestellt ist. Hierdurch wird sowohl das Zusammenfügen der Lippe 11 mit dem Wasser
kasten 6 im Bereich von Nut 12 und Steg 13 erleichtert als auch Quietsch- oder Knarr
geräusche aufgrund von Relativbewegungen zwischen der Windschutzscheibe 1 und
der Traverse 3 oder dem Wasserkasten 6 vermieden.
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der in Fig. 1 beschriebenen Verbindungs
anordnung zwischen der Windschutzscheibe 1 und dem Wasserkasten 6. An der Unter
kante der Windschutzscheibe 1 ist ein Profilstrang 10' anextrudiert, der wiederum eine
glatte und flächenbündige Fortsetzung der nach außen weisenden Hauptfläche der
Windschutzscheibe bildet. An den Profilstrang 10' schließt sich eine zum Wasserkasten
6 auskragende Lippe 11' an. An der Unterseite der Lippe 11' ist eine hinterschnittene
Nut 12' ausgeformt, in welche ein an dem Wasserkasten 6 angeordneter langgestreck
ter, harpunenartiger Zapfen 13' federnd eingreift. Die durch die hinterschnitte Nut 12'
und dem harpunenartigen Zapfen 13' gebildete Clip-Verbindung ist lösbar. An der
Unterseite des Profilstrangs 10' ist ein weich-elastischer, schaumartiger Wulst 15'
coextrudiert, der sich parallel zu der Nut 12' erstreckt und an der Traverse 3 abstützt.
Die schaumartige Struktur des Wulstes 15' wird durch das Einblasen von Luft, die sich
in Form von feinen Blasen 16 in dem Polymer niederschlägt, während der Extrusion er
reicht. Der Wulst 15' erhöht einerseits die Stabilität der miteinander verbundenen Teile
Windschutzscheibe 1, Wasserkasten 6 und Traverse 3, andererseits dichtet er den
Spalt zwischen Glas und Karosserie ab.
Es versteht sich von selbst, dass eine solche Anordnung nicht nur bei einer Windschutz
scheibe, sondern auch bei einer Heckscheibe angewendet werden kann, deren unterer
Rand an einen Wasserkasten anstößt, der von einer entsprechenden Heckklappe über
deckt ist und das Eindringen von Wasser in den Kofferraum verhindert. Auch ist eine
solche Anordnung nicht auf einen Wasserkasten beschränkt, sondern kann ebenso zur
Verbindung einer Fahrzeugscheibe mit einem anderen Bauteil dienen, beispielsweise
zur Verbindung einer Seitenscheibe mit einer Abdeckung eines Türholms.
Claims (12)
1. Anordnung zum Verbinden einer fest eingebauten Fahrzeugscheibe (1),
insbesondere einer Windschutzscheibe, mit einem an einer Kante der
Fahrzeugscheibe angrenzenden Bauteil, insbesondere einem Wasserkasten
(6), mittels eines an der Scheibenkante (2) befestigten Profilteils, dadurch
gekennzeichnet, dass das Profilteil ein an der Fahrzeugscheibe haftender
Profilstrang (10, 10') ist, welcher eine glatt und flächenbündig an die
freiliegende Hauptfläche der Fahrzeugscheibe (1) anschließende Lippe (11,
11') aufweist, und dass die Lippe (11, 11') auf ihrer Unterseite Mittel zum
Verbinden (12, 12', 13, 13') mit dem Bauteil (6) aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil
ein auf die Fahrzeugscheibe extrudierter Profilstrang (10, 10') ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil
ein coextrudierter Profilstrang (10') aus zwei Kunststoffen mit
unterschiedlichen Härten ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil
ein coextrudierter Profilstrang (10', 15') aus zwei Kunststoffen mit
unterschiedlichen Dichten ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil
ein an die Fahrzeugscheibe (1) angespritzter Profilstrang (10, 10') ist.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilteil
ein vorgefertigter, spritzgegossener und mit der Fahrzeugscheibe (1)
verklebter Profilstrang (10, 10') ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang auf seiner der Karosserie
zugewandten Seite eine elastische Stützlippe (15) umfasst, welche auf
einem Karosserieteil (3) abgestützt ist.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang ein elastisches Schaumprofil (15')
umfasst, welches auf einem Karosserieteil (3) abgestützt ist.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang (10, 10') lösbar mit dem Bauteil (6)
verbunden ist.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang (10') mit dem Bauteil (6) über eine
Clip-Anordnung, insbesondere bestehend aus einer Paarung aus
hinterschnittener Nut (12') und entsprechendem Widerhaken (13'), lösbar
verbunden ist.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang (10, 10') mit dem Bauteil (6) über
einen Klettverschluss lösbar verbunden ist.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Profilstrang (10, 10') und das Bauteil (6) lösbar
miteinander verklebt sind.
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