DE19961584A1 - Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehen en Kipp-Flügel - Google Patents
Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehen en Kipp-FlügelInfo
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Abstract
Eine Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehenen, von einer entfernten Bedienposition kippbaren Kipp-Flügel (3) hat einen Treibstangenbeschlag (9) mit einer Ausstellschere (12). Von der entfernten Bedienposition betätigbare Antriebsmittel (6) treiben eine zur Verriegelung und Entriegelung des Flügels (3) und zur Bewegung der Ausstellschere (12) vorgesehene Treibstange (16) an. Hierdurch läßt sich der Flügel (3) zuverlässig in dem Blendrahmen (4) verriegeln und komfortabel in die Kippstellung bewegen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ausstellvorrichtung für einen
zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorge
sehenen Kipp-Flügel mit zwischen dem Flügel und einem
feststehenden Blendrahmen angeordneten Ausstellmitteln
zur Bewegung des Flügels in eine an dem Blendrahmen an
liegenden Schließstellung oder in eine von dem Blendrah
men entfernte Kippstellung und mit von einer von dem Flü
gel entfernten Bedienposition betätigbaren Antriebsmit
teln zum Antrieb der Ausstellmittel.
Bei aus der Praxis bekannten Ausstellvorrichtungen weisen
die Ausstellmittel meist einen von einer bis zu der Be
dienposition geführten Stange des Antriebsmittels zu be
tätigenden Kniehebel auf. Der zur Anordnung in dem oberen
Bereich des Raumes vorgesehene Flügel wird häufig als
Oberlicht bezeichnet und oberhalb eines Fensters oder ei
ner Fenstertür angeordnet. Die Stange des Antriebsmittels
dient dabei zur Übertragung der Bewegung eines in einer
komfortablen Höhe angeordneten Bedienelementes zu den an
dem Fenster angeordneten Ausstellmitteln. In Schließstel
lung wird der Flügel von den Antriebsmitteln gegen den
Blendrahmen vorgespannt.
Nachteilig bei der bekannten Ausstellvorrichtung ist, daß
der Flügel in Schließstellung nicht zuverlässig in dem
Blendrahmen verriegelt ist. Bei einem geringen Verzug des
Flügels führt dies dazu, daß der Flügel nicht zuverlässig
schließt und daher Zugluft in den Raum eingebracht wird.
Im ungünstigsten Fall kann zudem der Flügel von außen
aufgedrückt werden.
Aus der DE 33 45 870 A1 ist eine Ausstellvorrichtung für
ein unmittelbar von Hand betätigbares Fenster bekannt ge
worden, bei der der Flügel neben einem Kniehebel einen
Hilfslenker zur Anlenkung an dem Blendrahmen aufweist. In
dem Hilfslenker ist eine Führungskurve angeordnet. Der
Hilfslenker läßt sich über längs des Blendrahmens ver
schiebliche Bolzen auslenken. In Schließstellung befinden
sich die Bolzen in einem geraden, quer zur Kipprichtung
des Flügels angeordneten Abschnitt der Führungskurve.
Hierdurch wird der Flügel an dem Blendrahmen gehalten.
Nachteilig bei dieser Ausstellvorrichtung ist jedoch ihr
sehr aufwendiger und damit kostenintensiver Aufbau. Wei
terhin können die Bolzen in der Führungskurve ent
langgleiten und damit den Flügel öffnen.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Ausstell
vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß der Flügel in Schließstellung zuverlässig verriegelt
ist und daß sie kostengünstig herstellbar ist.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
der Flügel und der Blendrahmen zu ihrer Verriegelung und
Entriegelung einen Treibstangenbeschlag mit einer von ei
ner Schließstellung in eine Offenstellung bewegbaren
Treibstange aufweisen, daß die Antriebsmittel zum Antrieb
der Treibstange ausgebildet sind und daß die Ausstellmit
tel eine mit der Treibstange gekoppelte Ausstellschere
haben.
Durch diese Gestaltung läßt sich der in Schließstellung
befindliche Flügel durch mittels des Treibstangenbeschla
ges zuverlässig in dem Blendrahmen verriegeln und kann
anschließend nur über die Antriebsmittel wieder geöffnet
werden. Derartige Treibstangenbeschläge weisen in der Re
gel mehrere auf der Treibstange angeordnete Schließzapfen
auf, welche in Schließstellung in an dem Blendrahmen be
festigten Schließblechen bewegbar sind. Der Treibstangen
beschlag kann dabei um den Flügel vollständig oder teil
weise umlaufend gestaltet sein. Ein Einbringen von Zug
luft in den Raum durch einen Verzug des Flügels wird
durch den Treibstangenbeschlag zuverlässig vermieden. Da
zum Bewegen des Flügels und zu dessen Verriegelung nur
ein einziges Antriebsmittel erforderlich ist, gestaltet
sich die Bedienung der erfindungsgemäßen Ausstellvorrich
tung besonders komfortabel. Die erfindungsgemäße Aus
stellvorrichtung läßt sich zudem weitgehend aus kosten
günstigen standardisierten Bauteilen zusammensetzen und
ist daher besonders kostengünstig herstellbar.
Die erfindungsgemäße Ausstellvorrichtung ist konstruktiv
einfach aufgebaut, wenn die Antriebsmittel einen die Be
wegung von einem an einem feststehenden Bauteil geführten
und/oder gelagerten Bedienelement auf die an dem Flügel
angeordnete Treibstange übertragenden Hebel aufweisen.
Die Antriebsmittel gestalten sich gemäß einer vorteilhaf
ten Weiterbildung der Erfindung konstruktiv besonders
einfach, wenn sie ein längsverschieblich an dem Blendrah
men angeordnetes, mit der Treibstange gekoppeltes Füh
rungsteil aufweisen.
Die Antriebsmittel erfordern gemäß einer anderen vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung besonders wenige zu
montierende Bauteile, wenn das Führungsteil eine Füh
rungskurve für ein auf der Treibstange angeordnetes
Schiebeteil aufweist.
Die Reinigung der Außenseite des Flügels gestaltet sich
gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Er
findung durch Mittel zum manuellen Lösen des Schiebeteils
aus der Führungskurve besonders einfach. Hierdurch läßt
sich der Flügel nach dem Lösen des Schiebeteils über den
vorgesehenen Kippwinkel hinaus kippen. Anschließend kann
der Flügel in den Raum geschwenkt werden und dessen Au
ßenseite innerhalb des Raumes gereinigt werden.
Die Mittel zum manuellen Lösen des Schiebeteils aus der
Führungskurve gestalten sich konstruktiv besonders ein
fach, wenn die Führungskurve des Führungsteils nahe des
in Kippstellung des Flügels befindlichen Schiebeteils of
fen ist. Hierdurch läßt sich der Flügel, beispielsweise
nach einem Lösen seiner Lagerung, geringfügig anheben und
mit dem Schiebeteil durch den offenen Bereich aus der
Führungskurve herausheben.
Das Schiebeteil könnte beispielsweise ein Gleitstück auf
weisen. Geräusche beim Kippen des Flügels lassen sich ge
mäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfin
dung besonders gering halten, wenn das Schiebeteil eine
gegenüber der Treibstange drehbare, zum Entlangrollen in
der Führungskurve vorgesehene Rolle aufweist.
Bei heutigen, in der Regel standardisierten Treibstangen
beschlägen und der hierfür vorgesehenen Antriebsmittel
sind der Weg des Bedienelementes auf ein vorgesehenes Maß
begrenzt. Die Ausstellweite des Flügels bei der begrenz
ten Bewegbarkeit des Bedienelementes läßt sich gemäß ei
ner anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
einfach einstellen, wenn eine Lagerung des Hebels an der
Treibstange in einem zur Erzeugung eines vorgesehenen We
ges des den Hebel bewegenden Bedienelementes entsprechen
den Abstand zu einer zum Kippen des Flügels vorgesehenen
Achse angeordnet ist. Zur Erzeugung einer besonders gro
ßen Ausstellweite des Flügels bei kleinem Weg des Be
dienelementes ist demnach die Lagerung des Hebels an der
Treibstange nahe an der Kippachse des Flügels anzuordnen.
Ein Reinigen der Außenseite des Flügels gestaltet sich
gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Er
findung besonders einfach, wenn die Ausstellschere eine
Kupplung zur Trennung des Formschlusses zwischen dem Flü
gel und dem Blendrahmen aufweist. Hierdurch kann der Flü
gel nach dem Lösen der Kupplung über die Kippstellung
hinausbewegt werden.
Die Montage der Antriebseinrichtung gestaltet sich gemäß
einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besonders einfach, wenn der Hebel jeweils eine Lagerung
an dem Führungsteil und der Treibstange hat.
Ein Verdrehen des Führungsteils gegenüber dem Blendrahmen
läßt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einfach vermeiden, wenn das Führungsteil
einen in einen an dem Blendrahmen angeordnete Nut ein
dringenden Führungszapfen hat. Hierdurch wird ein Verha
ken des Führungsteils und ein Verkanten von an dem Füh
rungsteil befindlichen Lagerungen zuverlässig vermieden.
Zur weiteren Vereinfachung der Reinigung der Außenseite
des Flügels trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung bei, wenn das Führungsteil
eine Lagerung mit einer vertikalen Achse aufweist und
wenn die vertikale Achse des Führungsteils fluchtend zu
einer Lagerachse des Scherenlagers angeordnet ist und
wenn zumindest ein Kipplager des Flügels lösbar gestaltet
ist. Ein zweites Kipplager kann ebenfalls lösbar gestal
tet oder alternativ dazu auch als Dreh-Kipp-Lager gestal
tet sein. Hierdurch kann durch ein manuelles Lösen des
Kipplagers oder der Kipplager der Flügel beispielsweise
zur Reinigung um die vertikale Schwenkachse in den Raum
hinein geschwenkt werden.
Das Führungsteil läßt sich gemäß einer anderen vorteil
haften Weiterbildung der Erfindung besonders kostengün
stig fertigen, wenn es als gebogenes Blechteil gestaltet
ist.
Zur weiteren Verringerung der Fertigungskosten des Füh
rungsteils trägt es gemäß einer anderen vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung bei, wenn Lagerschalen des
Führungsteils an einem feststehenden Lagerbock als abge
winkelte Laschen gestaltet sind.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips sind mehrere
davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
Fig. 1 ein Fenster mit einem im oberen Bereich ange
ordneten Flügel und mit einer erfindungs
gemäßen Ausstellvorrichtung in einer Ansicht
von vorne,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf das Fenster und die
Ausstellvorrichtung aus Fig. 1 bei in Kipp
stellung befindlichem Flügel,
Fig. 3 eine stark vergrößerte Ansicht von oben auf
einen seitlichen Teilbereich des Fensters aus
Fig. 1 bei in Kippstellung befindlichem
Flügel,
Fig. 4 eine stark vergrößerte Darstellung eines
Teilbereichs der Antriebsmittel aus Fig. 1,
Fig. 5 eine stark vergrößerte Schnittdarstellung der
Antriebsmittel aus Fig. 4 entlang der
Linie V-V,
Fig. 6 den Flügel mit den Antriebsmitteln aus
Fig. 4 in einer Seitenansicht in einer
geschlossenen Stellung,
Fig. 7 den Flügel mit den Antriebsmitteln aus
Fig. 4 in einer Seitenansicht in Kipp
stellung,
Fig. 8 Antriebsmittel mit einer Führungskurve in
einer Ansicht von vorne mit angrenzenden
Bereichen des Flügels,
Fig. 9 eine Schnittdarstellung entlang der
Linie IX-IX durch die Antriebsmittel aus
Fig. 8 bei geschlossenem Flügel,
Fig. 10 die Antriebsmittel und der Flügel aus
Fig. 9 in Kippstellung,
Fig. 11 einen Flügel mit einer weiteren Ausführungs
form der Antriebsmittel.
Fig. 1 zeigt ein Fenster 1 mit einem im oberen Bereich
angeordneten, um eine horizontale Achse 2 schwenkbaren
Flügel 3. Der Flügel 3 hat eine Ausstellvorrichtung zu
seiner wahlweisen Bewegung in eine Kippstellung oder in
eine an einem Blendrahmen 4 anliegende Schließstellung.
Die Ausstellvorrichtung weist an dem Flügel 3 angeordne
ten Ausstellmittel 5 und Antriebsmittel 6 zur Bewegung
der Ausstellmittel 5 auf. Die Antriebsmittel 6 haben eine
mit einem als Handgriff ausgebildeten Bedienelement 7
verbundene Stange 8. Solche über eine Stange 8 betätigte
Flügel 3 werden häufig in oberen Bereichen von Räumen an
geordnet. Die Stange 8 ermöglicht eine von dem Flügel 3
entfernte Anordnung des Bedienelementes 7. Die mittelbar
von dem Bedienelement 7 angetriebenen Ausstellmittel 5
dienen zum komfortablen Kippen und Schließen des Flü
gels 3. Der Flügel 3 hat einen Treibstangenbeschlag 9 zu
seiner Verriegelung in dem Blendrahmen 4. An seiner Un
terseite weist der Flügel 3 im Bereich der horizontalen
Achse 2 zwei Kipplager 10 auf. Weiterhin hat der Flügel 3
in seiner oberen rechten Ecke ein Scherenlager 11 einer
Ausstellschere 12 der Ausstellmittel 5. Das Bedienele
ment 7 befindet sich in einer nach unten geschwenkten, an
dem Blendrahmen 4 anliegenden Stellung. Dies kennzeichnet
die Schließstellung des Flügels 3.
Fig. 2 zeigt das Fenster 1 aus Fig. 1 in einer Seiten
ansicht mit dem in einer gekippten Stellung befindlichen
Flügel 3. Das Bedienelement 7 ist hier nach oben ge
schwenkt. Hierbei ist zu erkennen, daß ein Hebel 13 zur
Kopplung der Bewegung des Flügels 3 mit der Stange 8 vor
gesehen ist.
Fig. 3 zeigt stark vergrößert einen seitlichen Teilbe
reich des Flügels 3 aus Fig. 1 in einer von dem Blend
rahmen 4 entfernten Kippstellung in einer Ansicht von
oben. Zur Vereinfachung der Zeichnung sind das Bedienele
ment 7 und die Stange 8 aus den Fig. 1 und 2 nicht
dargestellt. Der Treibstangenbeschlag 9 hat eine längsbe
wegliche, von einer an dem Flügel 3 befestigten Stulp
schiene 15 verdeckte Treibstange 16. Die Ausstellsche
re 12 hat einen in dem an dem Blendrahmen 4 angelenkten
Scherenlager 11 gelagerten Ausstellarm 14. Der Ausstel
larm 14 weist eine Lagerung 17 an der Stulpschiene 15 auf
und hat ein Längenausgleichselement 18. Das Scherenla
ger 11 ist manuell lösbar gestaltet, so daß sich der Flü
gel 3 nach einem Lösen des Scherenlagers 11 über die ein
gezeichnete Kippstellung hinaus kippen läßt. Weiterhin
weist der Ausstellarm 14 eine Führungsnut 19 auf, in die
ein auf einer Steuerplatte 20 angeordneter Zapfen 21 ein
greift. Die Treibstange 16 ist über durch Langlöcher 22,
23 der Stulpschiene 15 geführte Bolzen 24, 25 mit der
Steuerplatte 20 verbunden.
Bei einer Längsbewegung der Treibstange 16 gleitet der
Zapfen 21 der Steuerplatte 20 in der Führungsnut 19 ent
lang. Die Führungsnut 19 hat einen geraden, in Richtung
der Längsachse des Ausstellarms 14 angeordneten Ab
schnitt 26 und einen schrägen, von dem geraden Ab
schnitt 26 abgewinkelten Abschnitt 27. In der eingezeich
neten Position befindet sich der Zapfen 21 der Steuer
platte 20 in dem schrägen Abschnitt 27. Bei einer Längs
bewegung der Treibstange 16 wird damit der Ausstellarm 14
verschwenkt und der Flügel 3 an den Blendrahmen 4 heran
gezogen, bis der Zapfen 21 in den geraden Abschnitt 26
gelangt. Bei einer Bewegung des Zapfens 21 in dem geraden
Abschnitt 26 findet keine Verschwenkung des Flügels 3
statt.
Weiterhin zeigt Fig. 3, daß auf der Treibstange 16
Schließzapfen 28 angeordnet sind, von denen beispielhaft
ein einziger dargestellt ist. In der an dem Blendrahmen 4
anliegenden Stellung des Flügels 3 und damit wenn sich
der Zapfen 17 der Steuerplatte 20 in dem geraden Ab
schnitt 26 der Führungsnut 19 des Ausstellarms 14 befin
det, läßt sich der Schließzapfen 28 bei einer Bewegung
der Treibstange 16 in eine Längsnut 29 eines an dem Blend
rahmen 4 befestigten Schließblechs 30 einführen. Bei ei
ner Stellung des Zapfens 21 in dem mittleren Bereich der
Führungsnut 19 des Ausstellarms 14 liegt der Flügel 3 an
dem Blendrahmen 4 an, ohne dabei verriegelt zu sein.
Fig. 4 zeigt die Antriebsmittel 6 mit angrenzenden Be
reichen des Flügels 3 und des Blendrahmens 4 aus Fig. 1
in einer Ansicht von vorne. Zur Verdeutlichung ist der
Flügel 3 im Bereich der Antriebsmittel 6 aufgeschnitten
dargestellt. Der Schließzapfen 28 durchdringt die Stulp
schiene 15 im Bereich eines Langlochs 31 und befindet
sich in der eingezeichneten Stellung in dem an dem Blend
rahmen 4 befestigten Schließblech 30. Der Flügel 3 ist
hierdurch in dem Blendrahmen 4 verriegelt. Die Antriebs
mittel 6 haben ein mit der Stange 8 gekoppeltes, auf ei
nem feststehenden Lagerbock 32 längsverschieblich geführ
tes Führungsteil 33. Verbindungen des Hebels 13 mit dem
Führungsteil 33 und der Treibstange 16 weisen jeweils La
gerungen 34, 35 auf. Bei einer Bewegung des in Fig. 1
dargestellten Bedienelementes 7 bewegt sich die Stange 8
und damit das Führungsteil 33 und die Treibstange 16 nach
oben. Dabei bewegt sich zunächst der Schließzapfen 28 aus
dem Schließblech 30 heraus und entriegelt damit den Flü
gel 3. Anschließend wird der Flügel 3, wie in Fig. 3 be
schrieben, durch den in der Führungsnut 19 des Ausstell
arms 14 entlanggleitenden Zapfen 21 um die horizontale
Achse 2 gekippt.
Fig. 5 zeigt stark vergrößert die Antriebsmittel aus
Fig. 4 in einer Schnittdarstellung entlang der Linie V-V.
Hierbei ist zu erkennen, daß der Lagerbock 32 eine
Nut 36 zur Aufnahme eines einteilig mit dem Führungsteil
33 gefertigten Führungszapfens 37 hat. Weiterhin zeigt
Fig. 5, daß das Führungsteil 33 als gebogenes Blechteil
gestaltet ist und eine Vertiefung 38 zur Untergreifung
einer an dem Flügel 3 angeordneten Dichtung 39 hat. Der
Lagerbock 32 hat eine Lasche 40 des Führungsteils 33
durchdringende Achse 41.
Fig. 6 zeigt die Antriebsmittel 6 aus Fig. 3 in einer
Seitenansicht bei in an dem Blendrahmen 4 anliegenden Zu
stand des Flügels 3. Zur Vereinfachung der Zeichnung ist
die Stange 8 zum Antrieb des Führungsteils 33 nicht dar
gestellt. In Fig. 7 ist zu erkennen, daß das Führungs
teil 33 und damit die Treibstange 16 gegenüber der in
Fig. 5 dargestellten Lage nach oben hin verschoben ist.
Dabei hat die in Fig. 3 dargestellte Ausstellschere 12
den Flügel 3 von dem Blendrahmen 4 weg in die Kippstel
lung gedrückt.
Fig. 8 zeigt Antriebsmittel 42 mit einem eine Führungs
kurve 43 aufweisenden Führungsteil 44. Das Führungs
teil 44 ist wie das der Antriebsmittel 6 aus Fig. 4
längsverschieblich geführt und läßt sich von der mit dem
in Fig. 1 dargestellten Bedienelement 7 verbundenen
Stange 8 verschieben. Auf der Treibstange 16 des Flü
gels 3 ist ein Schiebeteil 45 angeordnet. Das Schiebe
teil 45 dringt mit einer drehbar gelagerten Rolle 46 in
die Führungskurve 43 des Führungsteils 44 ein. Bei einer
Verschiebung des Führungsteils 44 wird damit die
Treibstange 16 angetrieben. Die Treibstange 16 entriegelt
den Flügel 3 und treibt die in Fig. 3 dargestellte Aus
stellschere 12 an.
Fig. 9 zeigt die Antriebsmittel 42 aus Fig. 8 in einer
Schnittdarstellung entlang der Linie IX-IX bei an dem
Blendrahmen 4 anliegendem Flügel 3. In Fig. 10 sind die
Antriebsmittel 42 in einer Kippstellung, in der der Flü
gel 3 von dem in Fig. 3 gezeigten Ausstellarm 14 gehal
ten ist, dargestellt. Die Führungskurve 43 des Führungs
teils 44 ist einseitig offen gestaltet. Nach dem Lösen
des Ausstellarms 14 von dem Scherenlager 11 läßt sich das
Schiebeteil 45 aus der Führungskurve 43 entfernen und an
schließend der Flügel 3 über die dargestellte Kippstel
lung hinaus verschwenken. Dies erleichtert die Reinigung
der Außenseite des Flügels 3.
Fig. 11 zeigt einen an dem Blendrahmen 4 anliegenden
Flügel 47 mit einer weiteren Ausführungsform der Aus
stellvorrichtung. Bei dem Flügel 47 kann es sich bei
spielsweise um eine Lüftungsklappe handeln. Der Flügel 47
läßt sich um eine von zwei Kipplagern 48, 49 gebildete
horizontale Achse 50 schwenken. Die Ausstellvorrichtung
hat Antriebsmittel 51, welche sich von denen aus Fig. 1
vor allem dadurch unterscheiden, daß ein mit der Stange 8
verbundenes Führungsteil 52 eine Lagerung 53 mit einer
vertikalen Achse 54 aufweist. Die vertikale Achse 54 ist
fluchtend zu der Lagerachse des Scherenlagers 11 der in
Fig. 3 dargestellten Ausstellschere 12 angeordnet. Die
Kipplager 48, 49 lassen sich lösen. Anschließend kann der
Flügel 47 um die vertikale Achse 54 von Hand verschwenkt
werden. Dies erleichtert die Reinigung der Außenseite des
Flügels 47.
Claims (14)
1. Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem
oberen Bereich eines Raumes vorgesehenen Kipp-Flügel
mit zwischen dem Flügel und einem feststehenden Blend
rahmen angeordneten Ausstellmitteln zur Bewegung des
Flügels in eine an dem Blendrahmen anliegenden
Schließstellung oder in eine von dem Blendrahmen ent
fernte Kippstellung und mit von einer von dem Flügel
entfernten Bedienposition betätigbaren Antriebsmit
teln zum Antrieb der Ausstellmittel, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Flügel (3, 47) und der Blendrahmen
(4) zu ihrer Verriegelung und Entriegelung einen
Treibstangenbeschlag (9) mit einer von einer Schließ
stellung in eine, Offenstellung bewegbaren Treibstange
(16) aufweisen, daß die Antriebsmittel (6, 42, 51)
zum Antrieb der Treibstange (16) ausgebildet sind und
daß die Ausstellmittel (5) eine mit der Treibstange
(16) gekoppelte Ausstellschere (12) haben.
2. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebsmittel (6, 42, 51) einen
die Bewegung von einem an einem feststehenden Bauteil
geführten und/oder gelagerten Bedienelement (7) auf
die an dem Flügel (3, 47) angeordnete Treibstange
(16) übertragenden Hebel (13) aufweisen.
3. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel (6, 51) ein
längsverschieblich an dem Blendrahmen (4) angeordne
tes, mit der Treibstange (16) gekoppeltes Führungs
teil (44, 51) aufweisen.
4. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsteil (44) eine Führungskurve (43) für ein auf
der Treibstange (16) angeordnetes Schiebeteil (45)
aufweist.
5. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Mittel zum
manuellen Lösen des Schiebeteils (45) aus der Füh
rungskurve (43).
6. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führungskurve (43) des Führungsteils (44) nahe des in
Kippstellung des Flügels (3) befindlichen Schiebe
teils (45) offen ist.
7. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schiebeteil (45) eine gegenüber der Treibstange (16)
drehbare, zum Entlangrollen in der Führungskurve (43)
vorgesehene Rolle (46) aufweist.
8. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine
Lagerung (34) des Hebels (13) an der Treibstange (16)
in einem zur Erzeugung eines vorgesehenen Weges des
den Hebel (16) bewegenden Bedienelementes (7) ent
sprechenden Abstand zu einer zum Kippen des Flügels
vorgesehenen Achse (2) angeordnet ist.
9. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ausstellschere (12) eine Kupplung (Scherenlager
11) zur Trennung des Formschlusses zwischen dem Flügel
(3, 47) und dem Blendrahmen (4) aufweist.
10. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
liebel (13) jeweils eine Lagerung (34, 35) an dem Füh
rungsteil (33) und der Treibstange (16) hat.
11. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsteil (33) einen in eine an dem Blendrahmen
(4) angeordnete Nut (36) eindringenden Führungszapfen
(37) hat.
12. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsteil (52) eine Lagerung (53) mit einer verti
kalen Achse (54) aufweist und daß die vertikale Achse
(54) des Führungsteils (52) fluchtend zu einer La
gerachse des Scherenlagers (11) angeordnet ist und
daß zumindest ein Kipplager (48, 49) des Flügels (47)
lösbar gestaltet sind.
13. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Führungsteil (33, 44) als gebogenes Blechteil gestal
tet ist.
14. Ausstellvorrichtung nach zumindest einem der vorher
gehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß La
gerschalen des Führungsteils (33, 44) an einer fest
stehenden Lagerbock (32) als abgewinkelten Laschen
(40) gestaltet sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999161584 DE19961584A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehen en Kipp-Flügel |
| EP00124781A EP1111179A3 (de) | 1999-12-21 | 2000-11-14 | Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehenen Kipp-Flügel |
| PL34471600A PL344716A1 (en) | 1999-12-21 | 2000-12-20 | Adjusting device for hopper windows to be mounted in upper portion of room wall |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999161584 DE19961584A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehen en Kipp-Flügel |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999161584 Withdrawn DE19961584A1 (de) | 1999-12-21 | 1999-12-21 | Ausstellvorrichtung für einen zur Anordnung in einem oberen Bereich eines Raumes vorgesehen en Kipp-Flügel |
Country Status (3)
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| DE (1) | DE19961584A1 (de) |
| PL (1) | PL344716A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1580369A2 (de) | 2004-03-27 | 2005-09-28 | Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG | Antriebseinrichtung |
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Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| FR1391583A (fr) * | 1964-04-30 | 1965-03-05 | Dispositif d'ouverture de panneaux à bascule pivotants en particulier pour fenêtres de grande surface | |
| DE2907891A1 (de) * | 1979-03-01 | 1980-09-11 | Schuermann & Co Heinz | Drehkippfenster |
| DE3345870C3 (de) | 1983-12-19 | 1997-05-22 | Geze Grundstueck Beteiligung | Ausstellvorrichtung für Fenster, Türen oder dergleichen mit Dreh-Kippflügel |
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1999
- 1999-12-21 DE DE1999161584 patent/DE19961584A1/de not_active Withdrawn
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2000
- 2000-11-14 EP EP00124781A patent/EP1111179A3/de not_active Withdrawn
- 2000-12-20 PL PL34471600A patent/PL344716A1/xx not_active Application Discontinuation
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| EP1580369A2 (de) | 2004-03-27 | 2005-09-28 | Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG | Antriebseinrichtung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1111179A2 (de) | 2001-06-27 |
| PL344716A1 (en) | 2001-07-02 |
| EP1111179A3 (de) | 2005-09-21 |
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