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DE19960866A1 - Verfahren zur Synthese von Organomagnesium-Verbindungen unter Einsatz von Katalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Synthese von Organomagnesium-Verbindungen unter Einsatz von Katalysatoren

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Publication number
DE19960866A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
halides
magnesium
compounds
grignard
metal
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1999160866
Other languages
English (en)
Inventor
Borislav Bogdanovic
Manfred Schwickardi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Original Assignee
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Studiengesellschaft Kohle gGmbH filed Critical Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority to DE1999160866 priority Critical patent/DE19960866A1/de
Publication of DE19960866A1 publication Critical patent/DE19960866A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B49/00Grignard reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/02Magnesium compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Abstract

Verfahren zur Herstellung von Organomagnesium-Verbindungen aus Organo-Halogeniden und Magnesiummetall in Gegenwart von Übergangsmetallkatalysatoren unter Verwendung einer aktivitätssteigernden Hauptgruppenmetallkomponente. Letztere ist eine Verbindung eines Metalls der Gruppe 1, 2 oder 13 des PSE, in der an das Metall Elemente der Gruppen 14-17 des PSE oder Wasserstoff gebunden sind. Einige dieser Zusatzkomponenten können auch in situ gebildet werden.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Organomagnesium-Verbindungen aus Organo-Halogeniden und Magnesiummetall in Gegenwart von Katalysatoren.
Grignard-Verbindungen werden üblicherweise durch Umsetzung von organischen Halogeniden mit Magnesium in einem etherischen Lösungsmittel dargestellt; in gewissen Fällen ist ihre Darstellung auch in Kohlenwasserstoffen möglich. (Comprehensive Organometallic Chemistry II, Vol. 1, 1995, p. 58-63; Comprehen­ sive Organometallic Chemistry I, Vol. 1, 1982, p. 155; Chem. Ber. 1990, 123,1507 und 1517; Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 1973, 13/2a, 53-192).
Es existiert jedoch eine Vielzahl von organischen Halogen-Verbindungen - dazu gehören insbesondere aromatische, vinylische und heterocyclische Chlorverbindungen - mit denen die Grignard-Reaktion nur zögernd, mit geringen Ausbeuten, schlecht oder gar nicht gelingt. Zur Erhöhung der Reaktivität von Magnesium gegenüber solchen Halogeniden sind zahlreiche Methoden bekannt, die auf physikalischer (Zermahlen, Anwendung von Ultraschall, Metallverdampfung) oder chemischer Aktivierung des Magnesiums (Mitführungsmethode, Rieke- Methode, Dehydrierung von Magnesiumhydrid, reversible Bildung von Magnesiumanthracen) beruhen (Active Metals - Preparation, Characterization, Applications, Herausg. A. Fürstner, VCH, 1996). Weiterhin ist ein Verfahren zur Herstellung von Grignard-Verbindungen bekannt, das auf physikalischer und chemischer Aktivierung des verwendeten Magnesium-Metalls beruht (DE 27 55 300 A1, Schering AG). Hierzu wird das Magnesium-Metall vor der Durchführung der Grignard-Reaktion in Gegenwart von metallorganischen Aluminium-, Bor- oder Zinkverbindungen, in denen die Organogruppen auch teilweise durch Halogene, Wasserstoff oder Alkoxygruppen substituiert sein können, vermahlen und nach der Zugabe von magnesiumorganischen Verbindungen ohne weitere Vermahlung mit Organylhalogeniden in die entsprechenden Grignard-Verbindungen verwandelt.
Als Katalysatoren für die Grignard-Reaktion sind Anthracen, Magnesiumanthracen und ihre Derivate bekannt; sie sind allerdings nur im Falle der Allyl-, Propargyl- und Benzylhalogenide anwendbar (Chem. Ber. 1990, 123, 1507). Die Nachteile der genannten Methoden sind, daß sie entweder relativ aufwendig und kostspielig oder nur beschränkt anwendbar bzw. wirksam sind, oder zu erhöhtem Verbrauch von Magnesium (die Mitführungsmethode: J. Org. Chem. 1959, 24, 504) führen. Es besteht daher nach wie vor der Bedarf nach wirksamen und wirtschaftlichen Methoden zur Herstellung von Grignard-Verbindungen, ausgehend von oben genannten reaktionsträgen organischen Halogenverbindungen, die nicht mit den erwähnten Nachteilen behaftet sind, und unter der Vorgabe, daß herkömmliche, kommerzielle Magnesiumsorten verwendet werden können.
Nach der Patentanmeldung der Studiengesellschaft Kohle, PCT-WO 98/02443 ist ein Verfahren zur Herstellung von Grignard-Verbindungen bekannt, dadurch gekennzeichnet, daß organische Halogenide mit Magnesiummetall in einem etherischen Lösungsmittel in Gegenwart von Katalysatoren aus anorganischen Grignard-Reagenzien der Übergangsmetalle der allgemeinen Formel [M(MgX)m(MgX2)n]2, M = Übergangsmetall der Gruppen 4-10 des Periodensystems, X = Halogen, m = 1,2,3, n = 0-1, und ggf. von Anthracen oder substituierten Anthracenen oder von deren Mg-Addukten und/oder Magnesium­ halogeniden als Kokatalysatoren, umgesetzt werden. Als bevorzugte Katalysator­ komponenten im Sinne des genannten Verfahrens gelten Eisen- und Manganhalo­ genide. Eine bevorzugte Verfahrensdurchführung besteht darin, daß die Reaktion von organischen Chlorverbindungen mit Magnesiumpulver in Gegenwart von Katalysatoren, dargestellt aus Eisen- oder Manganhalogeniden, 9,10-Diphenyl­ anthracen, Magnesiumhalogenid und überschüssigem Mg-Pulver in THF, Mono- oder Diglyme durchgeführt wird.
Nach der PCT/EP-Anmeldung 98/08056, Studiengesellschaft Kohle mbH, sind auch Übergangsmetallverbindungen geeignete Katalysatoren, in denen das Übergangs­ metall ein oder mehrere Elemente der Gruppen 15 oder 16 (vorzugsweise N und O) gebunden sind. Besonders bevorzugt sind derartige Übergangsmetall- Katalysatoren, die Fe, Mn, Co und Cu gebunden an Alkoxy-, Aryloxy-, Amido- und Phthalocyaningruppen enthalten.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die katalytische Wirkung der Übergangsmetall-Katalysatoren, in denen an ein Metall der Gruppen 3-11 ein oder mehrere Elemente der Gruppen 14-17 gebunden sind, durch Zusatz einer Haupt­ gruppenmetallkomponente erheblich verbessert werden kann. Es werden hierzu Verbindungen von Hauptgruppen-Metallen der Gruppen 1, 2 und 13 des PSE (insbesondere Li, Na, Mg, Al und B) verwendet, in denen an das Metall ein oder mehrere Elemente der Gruppen 14 bis 17 des PSE (insbesondere C, N, O und Halogene) oder Wasserstoff gebunden sind. Die erfindungsgemäßen Hauptgruppenmetall-Zusatzkomponenten werden bevorzugt in Form von Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylamido-, Arylamido-, Phthalocyanin-, Halogen- und/oder Wasserstoffverbindungen eingesetzt. Einige dieser Zusatzkomponenten können auch in situ gebildet werden (wie z. B. RMgX aus RX, wobei R ein Alkyl- oder Arylrest und X ein Halogenatom ist, und dem im Überschuß vorhandenen Mg- Metall). Die genannten Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylamido-Verbindungen werden vorzugsweise mit einer Kettenlänge von C1 bis C16, die genannten Aryl-, Aryloxy- oder Arylamido-Verbindungen werden vorzugsweise als Phenyl-Verbindungen oder substituierte Verbindungen dieser Art und die genannten Halogene werden vorzugsweise in Form von Chlor, Brom oder Iod eingesetzt.
Als zusätzliche Hauptgruppenmetallkomponente im Sinne des vorliegenden Verfahrens werden z. B. Grignard-Verbindungen (wie EtMgCl, Phenyl-MgCl), Diorganomagnesium-Verbindungen (wie Diethylmagnesium), Magnesiumhydrid, HMgCl, Organomagnesiumalkoholate (wie Phenyl-MgOEt), Magnesium­ phthalocyanin, Lithiumhydrid, Li-, Na-, Al- oder B-Organyle (wie Triethylaluminium, Butyllithium, Triphenylbor) sowie Diorganoaluminiumhydrid und -chlorid (wie Diisobutylaluminiumhydrid oder Diethylaluminiumchlorid) verwendet.
Die Hauptgruppenmetall-Zusatzkomponenten des vorliegenden Verfahrens (z. B. AlEt3 und EtMgBr) allein bewirken keine Katalyse der Grignard-Reaktion (Beispiel 9, Vergleichsbeispiele); aber beim Einsatz zusammen mit den genannten Übergangs­ metall-Verbindungen werden verstärkte katalytische Effekte beobachtet.
Die erfindungsgemäßen Katalysatorkomponenten reduzieren die Übergangsmetall- Verbindung in eine katalytisch besonders aktive Form. Sie fungieren also nicht als reine Magnesiummetall-Aktivierungsmittel (wie die aluminium-, bor- oder zinkorga­ nischen Verbindungen in DE 27 55 300 A1, Schering AG), sondern sind chemische Reaktionspartner bei der Herstellung besonders aktiver Übergangsmetall-Kataly­ satoren (siehe Beispiele 1, 2, 9 und Vergleichsbeispiele) und werden dabei teilweise oder ganz verbraucht. So reagiert beispielsweise Eisen(II)-chlorid mit der magne­ siumorganischen Verbindung n-Heptylmagnesiumbromid - unter Reduktion des Eisens und Freisetzung von Heptan und Hepten - zu einem besonders aktiven Katalysator.
Es wurde außerdem gefunden, daß zusätzlich zu den in PCT-WO 98/02443 und PCT/EP 98/08056 beschriebenen Katalysatoren der Übergangsmetalle auch metallorganische Verbindungen dieser Elemente, wie Metallocene, z. B. Ferrocen, und substituierte Metallocene als Katalysatoren für die Grignard-Synthese verwendet werden können.
Das Magnesium-Metall wird in Form von kommerziell erhältlichen Pulvern, Stäuben, Raspeln, Grieß, Chips oder Spänen (vorzugsweise als Pulver) eingesetzt. Das Magnesium-Metall kann bei Bedarf in aktivierter Form eingesetzt werden oder während der Reaktionsdurchführung ständig mit Rühr-, Mahl- oder Schneideinrichtungen oberflächlich aktiviert werden (Beispiel 3).
Zusätzlich können als Kokatalysatoren Halogenide der 1. und 2. Hauptgruppe des PSE (vorzugsweise Li und Mg) sowie Ammoniumhalogenide und Organoammo­ niumhalogenide, wie MgCl2, LiCl oder NBu4Br, eingesetzt werden. Verwendet man Magnesiumhalogenide als Kokatalysatoren, so können diese auch durch Zugabe von beispielsweise 1,2-Dihalogenethan zum überschüssigen Magnesium in situ erzeugt werden (Beispiel 5).
Als weitere Kokatalysatoren können Anthracen und substituierte Anthracen-Ver­ bindungen, insbesondere 9,10-disubstituierte Anthracene (vorzugsweise 9,10-Di­ phenylanthracen), oder deren Magnesiumaddukte verwendet werden (Beispiel 17). Anthracen hat die spezielle Eigenschaft, Magnesiummetall auflösen zu können. Das dabei gebildete Magnesiumanthracen kann sein Magnesiumatom bei Grignard- Reaktionen leicht wieder abgeben, wobei Anthracen zurückgebildet wird, das dann erneut Magnesiummetall auflösen kann. Anthracen und einige substituierte Anthra­ cene, insbesondere 9,10-Diphenylanthracen, können also bereits in katalytischen Mengen quasi "lösliches Magnesium" bereitstellen und fungieren somit als Phasen­ transfer-Katalysatoren (Accounts of chem. Res., 21, 261-267 (1988); Chem. Ber. 123 (1990) 1529-1535).
Das Verfahren wird bevorzugt in etherischen Lösungsmitteln (insbesondere THF, Diglyme und Monoglyme) durchgeführt, vorzugsweise bei Raumtemperatur bis zur Siedetemperatur des Lösungsmittels, wobei auch Reaktionsführungen bei tieferen Temperaturen wegen der hohen Aktivität möglich sind.
Eine bevorzugte, vereinfachte Durchführung des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß die zur Steigerung der Aktivität der Übergangsmetall-Verbindung (z. B. Eisen(II)-halogenid) erforderliche Hauptgruppenmetall-Verbindung in Form einer Grignard-Verbindung eingesetzt wird. Diese kann auch aus einer Organohalogen- Verbindung mit dem überschüssig vorhandenen Mg-Metall in situ gebildet werden. Die Organohalogen-Verbindungen werden vorzugsweise als Alkyl- oder Arylhalo­ genide eingesetzt, wobei Alkylverbindungen mit einer Kettenlänge von C1 bis C16 und Arylgruppen in Form von Phenylgruppen oder substituierten Verbindungen dieser Art bevorzugt werden. Die Halogene werden insbesondere in Form von Chlor, Brom oder 10d eingesetzt. Das Molverhältnis der Organohalogen-Verbindung zum Übergangsmetallkatalysator ist <0,2 : 1, bevorzugt zwischen 1 und 5 : 1.
Der technische Fortschritt des vorliegenden Verfahrens ist durch die deutlich höhere Katalysatoraktivität gegenüber den bekannten Verfahren gegeben. Durch den Einsatz der zusätzlichen Hauptgruppenmetall-Verbindung, die die Übergangsmetallkomponente zu einer besonders aktiven Form reduziert, sind auch besonders schwierig verlaufende Grignard-Synthesen in hohen Ausbeuten realisierbar.
Insbesondere die Synthese schwer zugänglicher Grignard-Verbindungen, ausgehend von aromatischen Chlorverbindungen, wie Chlorbenzol und chlorhaltigen kondensierten Aromaten, wie beispielsweise Chlornaphthalin, -anthracen und -phenanthren oder substituierten Verbindungen dieser Art, mit Substituenten bestehend aus Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylamido- und/oder Arylamidogruppen, sowie chlorhaltigen Heterocyclen, insbesondere aromatischen Chlorheterocyclen mit N-, O- oder S-Heteroatomen, wie beispielsweise Chlorpyridin, -chinolin, -pyrrol und -furan oder substituierten Verbindungen dieser Art, mit Substituenten bestehend aus Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Alkylamido und/oder Arylamidogruppen, kann nach dem vorliegenden Verfahren erheblich verbessert werden.
Die Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Katalyse wird anhand besonders schwierig verlaufender Reaktionen, nämlich den Umwandlungen von acetalge­ schütztem Chlorbenzaldehyd (Beispiele 1-14), 5-Chlorbenzodioxol (Beispiele 15 u. 17) und 2-Chlor-6-methoxypyridin (Beispiel 16) in die entsprechenden Grignard- Verbindungen, mit Beispielen belegt.
An einer bisher nur mit geringen Ausbeuten durchführbaren Grignard-Reaktion, nämlich der Darstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethyl­ acetal, wird die Abhängigkeit der Produktausbeute von der verwendeten Haupt­ gruppenmetall-Menge am Beispiel von EtMgBr (Darstellung aus EtBr in situ) eindeutig demonstriert (Beispiele 1 und 2). In den genannten Verfahren der Studiengesellschaft Kohle mbH werden max. 4 Tropfen Ethylbromid zum Anätzen der Mg-Oberfläche (Pearson, Cowan, Becker, J. Org. Chem., 24, 504, 1959) eingesetzt. Verwendet man jedoch 4 Mol EtBr pro Mol Eisen(II)-chlorid, so beträgt die isolierte Grignard-Ausbeute 85% d.Th. (Beispiel 2), während man bei der Ver­ wendung von 0,2 Mol EtBr pro Mol Eisen(II)-chlorid (analog PCT-WO 98/02443 und PCT/EP 98/08056) unter gleichen Bedingungen lediglich eine Grignard-Ausbeute von 45% d.Th. erzielt (Beispiel 2, Vergleichsbeispiel).
Bei der katalytischen Herstellung der Grignard-Verbindungen aus 5-Chlor-1,3- benzodioxol (Beispiel 15) und 2-Chlor-6-methoxypyridin (Beispiel 16) wurde eben­ falls ermittelt, daß mit einem im Vergleich zu den bekannten Verfahren deutlich größerem Ethylbromid-Einsatz erheblich höhere Grignard-Ausbeuten erzielt werden können.
Eine Erklärung für diesen Sachverhalt lieferten u. a. die Untersuchungen der zentrifugierten Katalysatorlösungen auf ihren Eisen-Gehalt. Gibt man Eisen(II)- chlorid in THF bei Raumtemperatur zu überschüssigem Mg-Pulver und Ethylmagnesiumbromid (gebildet aus EtBr und Mg in situ), so steigt die Menge an gelöstem Fe mit zunehmendem EtMgBr-Gehalt von 40 auf 85% an.
Anteil an gelöstem Eisen
(Reaktionszeit bei Raumtemp.: 30 min)
0,2 Mol EtBr/Mol Fe 40%
AL=L<(lt. Patentanm. PCT-WO 98/02443)
1 Mol EtBr/Mol Fe 71%
4 Mol EtBr/Mol Fe 85%
Der Einsatz der genannten hauptgruppenmetallorganischen Verbindungen bei der Bildung des Katalysators in äquimolaren oder höheren Mengen (gegenüber unterstöchiometrischen Mengen in der Patentanmeldung der Studiengesellschaft Kohle, PCT-WO 98/02443) führt dazu, daß das Eisenhalogenid größtenteils schnell in Lösung geht und nicht in metallischer Form ausfällt, was zur Bildung eines besonders aktiven Katalysatorsystems beiträgt. Das in der Patentanmeldung PCT- WO 98/02443 in nur minimalen Mengen verwendete Ethylbromid (0,2 Mol EtBr pro Mol Eisenhalogenid), das lediglich zum Anätzen der Oberfläche der Mg-Partikel diente, ist, in äquimolaren Mengen oder im Überschuß eingesetzt, ein wesentlicher, aktivitätssteigernder Bestandteil des vorliegenden Katalysatorsystems.
Außer EtMgBr (in situ dargestellt) wurden zu diesem Zweck u. a. erstmals auch Li-, Na-, Mg-, Al- und B- Verbindungen mit Hydrid-, Halogen-, Ethyl-, Butyl-, Heptyl-, Phenyl-, Alkoxy-, Aryloxy- und Phthalocyanin-Gruppen eingesetzt, die mit unter­ schiedlichen Übergangsmetall-Verbindungen kombiniert werden können, z. B.: Phenylmagnesiumbromid + Co-Phthalocyanin (Beispiel 11), Butyllithium + FeCl2 (Beispiel 8), AlEt3 + FeCl2 (Beispiel 9) oder Mg-Phthalocyanin + FeCl2 (Beispiel 6). Die Vielzahl der möglichen Katalysatorkombinationen und Kokatalysatoren in dem vorliegenden Verfahren eröffnet die Möglichkeit eines problemorientierten Kataly­ satordesigns.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne dadurch eingeschränkt zu werden. Die Versuche wurden unter Schutzgas (Argon) durchgeführt. Es wurden luft- und wasserfreie Lösungsmittel verwendet. In allen Versuchen wurde kommerzielles Mg-Pulver (270 mesh) eingesetzt. Wasserfreies MgCl2 wurde für diesen Zweck aus 1,2-Dichlorethan und Magnesiumpulver in THF hergestellt bzw. in situ gebildet.
Beispiel 1 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid, FeCl2 und MgCl2 (Ethylbromid: FeCl2 = 1,06 : 1) und Isolierung als TMS-Produkt.
2,0 g (82 mmol) Magnesium-Pulver (270 mesh) wurden in einer Argon-Atmosphäre mit 10 ml THF und 0,20 ml (2,68 mmol) Ethylbromid versetzt und der Ansatz 2,5 h bei Raumtemperatur in einer geschlossenen Apparatur gerührt. Anschließend wurden 322 mg (2,54 mmol) wasserfreies Eisen(II)-chlorid, 5,0 ml (2,4 mmol) einer wasserfreien 0,485 molaren Magnesiumchlorid-Lösung in THF und weitere 10 ml THF hinzugegeben, wobei sich das Reaktionsgemisch spontan um ca. 10-15°C erwärmte und die Lösung eine tiefbraune Farbe annahm. Der Ansatz wurde insgesamt 3 Minuten nachgerührt und danach tropfenweise mit 10 ml (49,2 mmol) 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal (97,8%ig, über NaBH4 dest.) unter intensiver Magnetkernrührung innerhalb ca. 1 Stunde versetzt. Es setzte sofort eine exotherme Reaktion ein, wobei sich das Reaktionsgemisch auf <40°C erwärmte. Der Ansatz wurde danach noch 15 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, wobei 35 ml einer tiefbraunen, leicht öligen Lösung erhalten wurden.
5,0 ml der Lösung wurden mit 1,2 ml Chlortrimethylsilan in 2 Portionen bei Raum­ temperatur versetzt, wobei eine schwach exotherme Reaktion stattfand. Der Ansatz wurde mit 5 ml THF verdünnt und über Nacht bei Raumtemperatur gerührt.
Anschließend wurde das Lösungsmittel im Ölpumpenvakuum abgezogen und der Rückstand 30 min bei 20°C/0,1 mbar getrocknet. Nun wurden 20 ml wasserfreies Pentan zugegeben, gerührt und die erhaltene Suspension über eine D4-Fritte abfiltriert. Der Fritten-Rückstand wurde noch 2mal mit Pentan gewaschen und das hellbraune Filtrat im Ölpumpenvakuum bei Raumtemperatur eingeengt. Es wurden 1,74 g eines bräunlichen Öls erhalten. Das Öl enthielt lt. gaschromatographischer Analyse 82,7% 4-(Trimethylsilyl)-benzaldehyddiethylacetal (Nachweis durch MS, GC-MS-Kopplung und IR) und 2,06% Edukt. Die isolierte Grignard-Ausbeute betrug demnach 81% d.Th..
In einem Vergleichsversuch unter Zusatz von Ethylbromid, jedoch ohne FeCl2 und MgCl2, betrug die Grignard-Ausbeute <6%.
Beispiel 2 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid, FeCl2 und MgCl2 (Ethylbromid: FeCl2 = 4.0 : 1) und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei 10 mmol Ethylbromid anstelle von 2,68 mmol eingesetzt wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 85% d.Th..
In einem Vergleichsversuch unter Zugabe von nur 0,54 mmol Ethylbromid (Ethylbromid: FeCl2 = 0,2 : 1) betrug die Grignard-Ausbeute anhand des isolierten TMS-Produktes 45% der Theorie.
Beispiel 3 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid, FeCl2 und MgCl2 (Ethylbromid: FeCl2 = 2,1 : 1) unter Einwirkung von Mahlkörpern.
16 g (658 mmol) Magnesium-Pulver (270 mesh) wurden in einer Argon-Atmosphäre mit 200 ml THF in einem 1l-4H-Rundkolben, der mit Rückflußkühler, Metallflügel­ rührer, Spindeltropftrichter, Thermofühler und Argon-Überleiter ausgestattet war, zusammen mit Glaskugeln (Durchmesser = 5 mm) verrührt. Hierbei wurden die Glaskugeln aufgewirbelt, wobei ein Mahleffekt zustande kam. Dann wurden 2mal 2,0 ml (53,6 mmol) Ethylbromid (über Molekularsieb getrocknet) hinzugegeben, wobei es jeweils zu einer exothermen Reaktion kam. Der Ansatz wurde 2 h bei Raumtemperatur vermahlen und anschließend unter Argonüberleitung mit 3,21 g (25,3 mmol) wasserfreiem Eisen(II)-chlorid und 50 ml (24,3 mmol) einer 0,485 molaren wasserfreien MgCl2-Lösung in THF versetzt. Unter Wärmetönung entstand eine tiefbraune Lösung, die insgesamt ca. 5 min gerührt bzw. vermahlen wurde. Anschließend wurden in 60 Minuten 100 ml (492 mmol) 4-Chlorbenzaldehyd­ diethylacetal (97,8%ig) zum Reaktionsansatz getropft, wobei eine spontane Wärmetönung einsetzte. Der Ansatz wurde während des Zutropfens durch zeitweise äußere Kühlung bei Temperaturen zwischen 35 und 45°C gehalten und kühlte nach beendeter Zugabe selbsttätig nur allmählich auf Raumtemperatur ab. Der Ansatz wurde noch insgesamt 11 h gemahlen, wobei eine tiefbraune, leicht ölige Lösung erhalten wurde.
Ein aliquoter Teil der vom überschüssigen Magnesium abgesetzten Reaktions­ lösung wurde in tert.-Butyl-methylether mit 2n HCl versetzt, 1 h gerührt und die org. Phase gaschromatographisch untersucht. Die Probe enthielt 92,0% Benzaldehyd und 3,4% 4-Chlorbenzaldehyd (Auswertung ohne Lösungsmittel).
Beispiel 4 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Brombenzol, FeCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei Brombenzol anstelle von Ethylbromid verwendet wurde. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 74%.
Beispiel 5 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Heptylbromid, FeCl2 und 1,2-Dichlorethan (zur Herstellung von MgCl2 in situ) und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei n-Heptylbromid anstelle von Ethylbromid und 1,2-Dichlorethan + 5 ml THF anstelle der MgCl2-Lösung verwendet wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS- Produkts 76%.
Beispiel 6 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Phthalocyanin-Mg-Komplex, FeCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei 1,88 mmol Phthalocyanin-Mg-Komplex anstelle von Ethylbromid verwendet wurde. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 71%.
Beispiel 7 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Diethylmagnesium, FeCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei 1,31 mmol Diethylmagnesium anstelle von Ethylbromid verwendet wurde. Die Grignard- Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 77%.
Beispiel 8 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit n- Butyllithium, FeCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei 5,0 mmol Butyllithium anstelle von Ethylbromid verwendet wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 72%.
Beispiel 9 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Triethylaluminium, FeCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei 3,3 mmol Triethylaluminium anstelle von Ethylbromid verwendet wurden. Die Grignard- Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 70%.
  • a) In einem Vergleichsversuch unter Zugabe von Triethylaluminium, jedoch ohne FeCl2 und MgCl2, betrug die Grignard-Ausbeute 4%.
  • b) In einem Vergleichsversuch unter Zugabe von 2,7 mmol Ethylbromid und 3,3 mmol Triethylaluminium, jedoch ohne FeCl2 und MgCl2, betrug die Grignard- Ausbeute 4%.
  • c) In einem Vergleichsversuch unter Zugabe von 2,7 mmol Ethylbromid, 3,3 mmol Triethylaluminium und 2,4 mmol MgCl2, jedoch ohne FeCl2, betrug die Grignard- Ausbeute 5%.
Beispiel 10 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Brombenzol, MnCl2 und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei Brombenzol anstelle Ethylbromid und MnCl2 anstelle FeCl2 verwendet wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 69%.
Beispiel 11 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethyiacetal mit Brombenzol und Kobaltphthalocyanin und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 5 durchgeführt, wobei Kobaltphthalocyanin anstelle FeCl2 und 5 ml THF anstelle der MgCl2-Lösung verwendet wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 59%.
Beispiel 12 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid, Eisen(II)-ethanolat und MgCl2 und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 1 durchgeführt, wobei Eisen(II)-ethanolat anstelle FeCl2 verwendet wurde. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 69%.
Beispiel 13 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid und FeCl2 ohne Kokatalysator und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 2 durchgeführt, wobei 5 ml THF anstelle der MgCl2-Lösung verwendet wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 71%.
Beispiel 14 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 4-Chlorbenzaldehyddiethylacetal mit Ethylbromid, FeCl2 und LiCl und Isolierung als TMS-Produkt.
Der Versuch wurde analog Beispiel 2 durchgeführt, wobei wasserfreies Lithiumchlorid anstelle MgCl2 als Kokatalysator eingesetzt wurde. Die Grignard- Ausbeute betrug anhand des isolierten TMS-Produkts 80%.
Beispiel 15 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 5-Chlor-1,3-benzodioxol mit Ethylbromid, FeCl2 und MgCl2 (Ethylbromid: FeCl2 = 2,2 : 1).
1,12 g (46,1 mmol) Magnesium-Pulver (270 mesh) wurde in einer Argon- Atmosphäre mit 14 ml THF und 0,28 ml (3,75 mmol) Ethylbromid versetzt und 1 h bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurden 220 mg (1,74 mmol) wasserfreies Eisen(II)-chlorid und 3,5 ml (1,7 mmol) 0,485 m MgCl2-Lsg. in THF hinzugegeben und 3 Minuten mit einem Magnetrührkern gerührt, wobei die Lösung eine tiefbraune Farbe annahm. Dann wurden 4,1 ml (34,4 mmol) 5-Chlor-1,3- benzodioxol (98%ig) in 1 h zugetropft, wobei sich der Ansatz von 22°C kurzzeitig bis auf max. 52°C erwärmte.
Der Reaktionsverlauf wurde durch Entnahme von Proben verfolgt. Aliquote Teile des Ansatzes wurde dazu in tert.-Butyl-methylether hydrolysiert und die organische Phase gaschromatographisch untersucht. Die Identifizierung des Reaktionsproduktes erfolgte durch eine GC-MS-Kopplung und durch Silanierung der Grignard-Verbindung mit Chlortrimethylsilan und Nachweis des TMS-Produktes ebenfalls durch eine GC-MS-Kopplung.
Reaktionsverlauf: Nach 2¼ h = 76,4%, nach 8½ h = 80,7% und nach 23¼ h = 82,9% Grignard-Ausbeute
  • a) In einem Vergleichsversuch (unter Zugabe von nur 0,35 mmol Ethylbromid (Ethylbromid: FeCl2 = 0,2 : 1) betrug die Grignard-Ausbeute nach 2,5 h 39,8%.
  • b) In einem Vergleichsversuch (unter Zugabe von Ethylbromid zum Anätzen des Magnesiums) - jedoch ohne FeCl2 und MgCl2 - wurde nach einer Reaktionszeit von 38½ h bei Raumtemperatur lediglich eine Grignard-Ausbeute von 1,3% erhalten.
Beispiel 16 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 2-Chlor-6-methoxypyridin mit Ethylbromid, FeCl2 und MgCl2 (Ethylbromid: FeCl2 = 2,2 : 1)
Der Versuch wurde analog Beispiel 15 durchgeführt, wobei 2-Chlor-6-methoxy­ pyridin anstelle 5-Chlor-1,3-benzodioxol mit Magnesium zur Reaktion gebracht wurde. Die durch die Reaktionswärme kurzzeitig ansteigende Temperatur des Ansatzes wurde durch äußere Kühlung auf max. 45°C begrenzt.
Reaktionsverlauf: Nach 2½ h = 62,4%, nach 8¾ h = 83,2% und nach 23½ h = 95,9% Grignard-Ausbeute
  • a) In einem Vergleichsversuch (unter Zugabe von nur 0,35 mmol Ethylbromid (Ethylbromid: FeCl2 = 0,2 : 1) betrug die Grignard-Ausbeute nach 2,5 h 37,4% und nach 9 h 52,1%.
  • b) In einem Vergleichsversuch (unter Zugabe von Ethylbromid zum Anätzen des Magnesiums) - jedoch ohne FeCl2 und MgCl2 - wurde nach einer Reaktionszeit von 29¾ h bei Raumtemperatur lediglich eine Grignard-Ausbeute von 12,8% erhalten.
Beispiel 17 Herstellung der Grignard-Verbindung aus 5-Chlor-1,3-benzodioxol mit Ethylbromid, 9,10-Diphenylanthracen, FeCl2 und MgCl2.
Der Versuch wurde analog Beispiel 15 durchgeführt, wobei zusätzlich 135 mg (0,41 mmol) 9,10-Diphenylanthracen der Magnesium-Einwaage beigefügt wurden. Die Grignard-Ausbeute betrug nach 2¼ h 85,2%.

Claims (24)

1. Verfahren zur Herstellung von Grignard-Verbindungen aus organischen Halogeniden und Magnesiummetall in einem Lösungsmittel unter Verwendung von Übergangsmetallkatalysatoren aus Metallen der Gruppen 3-11 des PSE, an denen an das Übergangsmetall ein oder mehrere Elemente der Gruppen 14-17 gebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliche Katalysatorkom­ ponente eine Verbindung der Gruppen 1, 2 und 13 der Metalle des Perioden­ systems, in denen an das Metall ein oder mehrere Elemente der Gruppen 14-17 des Periodensystems oder Wasserstoff gebunden sind, eingesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als organische Halogenide aromatische Chlorverbindungen, chlorhaltige Heterocyclen oder funktionalisierte aromatische oder heterocyclische Chlorverbindungen verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, wobei als Lösungsmittel etherische Lösungsmittel verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei als etherische Lösungsmittel Tetrahydro­ furan, Monoglyme oder Diglyme verwendet werden.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1-4, wobei Fe, Mn, Co oder Cu enthaltene Übergangsmetallkatalysatoren verwendet werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1-5, wobei aus den Gruppen 14-17 die Elemente Cl, Br, J, O, N oder C an das Übergangsmetall gebunden sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei C, N bzw. O in Form von Alkyl- oder Aryl­ gruppen sowie Metallocenkomplexen, bzw. Amiden oder Phthalocyaninen bzw. in Form von Alkoxy- oder Aryloxygruppen an das Übergangsmetall gebunden sind.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1-6, wobei Eisen- oder Manganhalogenide als Übergangsmetallkatalysatoren verwendet werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1-8, wobei als zusätzliche Katalysatorkompo­ nenten Li-, Na-, Mg-, B- oder Al-Verbindungen, gebunden an Hydrid-, Halogen-, Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Amido- oder Phthalocyanin-Gruppen, verwendet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei als zusätzliche Katalysatorkomponenten Organomagnesiumhalogenide verwendet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die Organomagnesiumhalogenide aus einem organischen Halogenid und überschüssigem Magnesium in situ gebildet werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei als organische Halogenide Alkyl- oder Arylhalogen-Verbindungen verwendet werden.
13. Verfahren nach den Ansprüchen 11 und 12, wobei das Molverhältnis von organischem Halogenid zu Übergangsmetallkatalysator < 0,2 : 1 ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Molverhältnis mindestens 1 : 1 ist.
15. Verfahren nach den Ansprüchen 1-14, wobei zusätzlich ein oder mehrere Kokatalysatoren eingesetzt werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, wobei als Kokatalysatoren Anthracen oder substituierte Anthracene oder deren Mg-Addukte und/oder Halogenide der 1. und 2. Hauptgruppe des PSE, Ammoniumhalogenide und/oder Organo­ ammoniumhalogenide eingesetzt werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei Mg- oder Li-Halogenide als Kokatalysatoren eingesetzt werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei Magnesiumhalogenide als Kokatalysatoren eingesetzt werden, die in situ gebildet werden.
19. Verfahren nach den Ansprüchen 1-18, wobei die Umsetzung bei Temperaturen bis zur Siedetemperatur des verwendeten Lösungsmittels durchgeführt wird.
20. Verfahren nach den Ansprüchen 1-19, wobei das Magnesiummetall in Form von Spänen, Raspeln, Grieß, Chips, Stäuben oder Pulvern verwendet wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei Magnesiummetall als feinteiliges Pulver verwendet wird.
22. Verfahren nach den Ansprüchen 20 und 21, wobei das Magnesiummetall vor seinem Einsatz durch Mahl-, Rühr- oder Schneidvorgänge, Ultraschallbehandlung, Erhitzen im Vakuum oder durch Zugabe von Aktivierungsmitteln aktiviert wird.
23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei das Magnesiummetall durch Zugabe von Jod aktiviert wird.
24. Verfahren nach den Ansprüchen 20-23, wobei das Magnesiummetall während der Reaktionsdurchführung durch Mahl-, Rühr- oder Schneidvorgänge oder Ultraschalleinwirkung aktiviert wird.
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US6833470B2 (en) 2000-12-14 2004-12-21 Clariant Gmbh Method for producing formylphenylboronic acids
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