DE19959117A1 - Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom - Google Patents
Feuchtemeßeinrichtung für einen SchüttgutstromInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom mit einer Feuchtemeßsonde (11), wobei ein Zylinder (1) mit einem Schüttguteinlaß (2) an einem Ende und einem Schüttgutauslaß (3) am anderen Ende sowie mit einem innerhalb des Zylinders (1) beweglichen Schüttgutverdichtungselement (7) vorgesehen ist, wobei die Feuchtemeßsonde (11) am Verdichtungsbereich für das Schüttgut des Zylinders (1) angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In Schüttgutströmen, unter denen sowohl riesel- als auch schüttfähige,
gegebenenfalls pastose Produktströme, die nicht gasförmig oder flüssig sind, d. h.
auch Produktströme aus relativ zähem Material wie beispielsweise Ton verstanden
werden sollen und die beispielsweise Bergbau-Produkte wie Erz, Kohle, Salze
Mineralien, Baumaterialien wie Sand, Kies, Ton, Gips, Keramikmassen,
Nahrungsmittel wie Getreide, Reis, Zucker, Saaten, Mehl, Gewürze, Cerealien oder
chemische Produkte wie Granulate, Tabletten, Pulver, Pasten, Dünger,
Waschpulver od. dgl. umfassen, läßt sich die enthaltene Feuchtigkeit schlecht oder
nur mit einem hohen Fehler behaftet messen, da sich die im Schüttgutstrom
enthaltene Luft störend auswirkt. Je mehr Luft enthalten ist, umso ungenauer
werden die Messungen. So werden bei einer hochfrequenten kapazitiven
Feuchtemeßsonde die Feldlinien des elektrischen Feldes durch die enthaltene Luft
wie Licht beim Übergang von Luft in Wasser gebrochen, wodurch die Messung
verfälscht wird, zumal das Verhältnis von Luft, Feststoffanteilen und Dichte
permanent schwankt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Feuchtemeßeinrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruch 1 zu schaffen, mit der die in einem Schüttgutstrom
enthaltene Feuchtigkeit genauer meßbar ist.
Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 gelöst.
Bei der vorliegenden Feuchtemeßeinrichtung werden Proben aus einem
Schüttgutstrom gleichmäßig verdichtet und dann die Feuchte im verdichteten
Bereich und damit im wesentlichen immer unter gleichen Bedingungen gemessen,
so daß sich dementsprechend genaue Meßwerte erzielen lassen.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigefügten Abbildungen
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch in Seitenansicht eine Ausführungsform einer
Feuchtemeßeinrichtung.
Fig. 2 zeigt schematisch in Seitenansicht eine weitere Ausführungsform einer
Feuchtemeßeinrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Feuchtemeßeinrichtung umfaßt einen Zylinder 1,
der beispielsweise rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen kann
und an einem Ende oberseitig einen Schüttguteinlaß 2 in Form einer Öffnung
aufweist sowie am anderen Ende offen ist, wodurch ein Schüttgutauslaß 3 gebildet
wird. Der Zylinder 1 kann horizontal oder in einem Winkel zur Horizontalen
angeordnet sein.
Der Zylinder 1 ist an seinem schüttguteinlaßseitigen Ende durch eine Platte
4 verschlossen, an der ein Hubzylinder 5 angeflanscht ist, dessen Kolbenstange 6
sich durch die Platte 4 in das innere des Zylinders 1 erstreckt und dort ein
plattenförmiges Schüttgutverdichtungselement 7 trägt.
Mit dem Schüttgutverdichtungselement 7 ist ein mitlaufender Deckel 8
verbunden, der beim Ausfahren der Kolbenstange 6 den Schüttguteinlaß 3
fortschreitend abdeckt, so daß kein Schüttgut zwischen Schüttgutverdich
tungselement 7 und Platte 4 fallen kann. Gegebenenfalls kann der Zylinder 1 im
Bereich unterhalb des Schüttguteinlasses 3 und insbesondere benachbart zur
Platte 4 nach unten gerichtete Öffnungen aufweisen, durch die geringe Mengen von
in den Leerraum zwischen Schüttgutverdichtungselement 7 und Platte 4 gelangtem
Schüttgut beim Rückhub des Hubzylinders 5 entweichen können.
Der Zylinder 1 ist an seinem schüttgutauslaßseitigen Ende mit einer
angelenkten Stauklappe 9 versehen, die dieses Ende unter Einwirkung eines
Gewichts 10 oder einer Feder verschließt.
Das Schüttgut kann bei eingefahrener Kolbenstange 6 durch den
Schüttguteinlaß 3 in den Zylinder 1 fallen und wird dann beispielsweise
zeitgesteuert mittels des Schüttgutverdichtungselements 7 im Zylinder 1 zu einem
Strang gleichmäßig durch Einwirken einer vorbestimmten Kraft verdichtet. Die
Feuchtemessung erfolgt im Bereich des verdichteten Strangs mittels einer
Feuchtemeßsonde 11. Da der Strang jeweils gleichmäßig verdichtet wird, wird
immer unter gleichen Bedingungen die Feuchte gemessen.
Wird anschließend die Kraft, die das Schüttgutverdichtungselement 7 ausübt,
entsprechend erhöht, öffnet sich die Stauklappe 9 und das im Zylinder 1 enthaltene
Schüttgut kann entweichen. Der durch die Stauklappe 9 ausgeübte Staudruck ist
insbesondere einstellbar, um diesen an das jeweilige Produkt anzupassen.
Anstelle eine Hubzylinders 5 läßt sich beispielsweise auch eine von einem
Ritzel antreibbare Zahnstange verwenden.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist in dem Zylinder 1 ein
schneckenförmiges Schüttgutverdichtungselement 7 angeordnet, das über eine
Welle 12 von einem nicht dargestellten Motor antreibbar ist und sich über einen
vorbestimmten Bereich vom Schüttguteinlaß 2 in Richtung zur Stauklappe 9
erstreckt, woran sich der Bereich des gleichmäßig verdichteten Strangs anschließt,
in dessen Bereich die Feuchtemeßsonde 11 angeordnet ist.
Hierbei ist ferner die Stauklappe 9 axial bezüglich der Welle 12 gegen die
Kraft einer sich an einer Gehäusewandung 13 abstützenden Schraubenfeder 14
verschiebbar angeordnet, wobei entweder der Zylinder 1 oder ein Anschlag 15 auf
der Welle 12 den Hub der Stauklappe 9 in Richtung zum Schüttguteinlaß 2
begrenzt.
Die Stauklappe 9 kann bei bestimmten Produkten entfalten, bei denen die
Reibung des Produkts an der Innenwand des Zylinder 1 ausreicht, um die
gewünschte Verdichtung zu einem gleichmäßigen Strang vorzunehmen. Ein
derartiges Produkt ist z. B. Ton. Für Ton läßt sich beispielsweise eine
Meßgenauigkeit im Bereich von 0,1 bis 0,2% absoluter Feuchte mit der hier
beschriebenen Feuchtemeßeinrichtung erzielen.
Der Zylinder 1 kann auch im wesentlichen vertikal angeordnet sein, wobei
dann beispielsweise ein seitlicher, gegebenenfalls beim Verdichten verschließbarer
Schüttguteinlaßtrichter vorgesehen sein kann.
Claims (11)
1. Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom mit einer
Feuchtemeßsonde (11), dadurch gekennzeichnet, daß ein Zylinder (1) mit einem
Schüttguteinlaß (2) an einem Ende und einem Schüttgutauslaß (3) am anderen
Ende sowie mit einem innerhalb des Zylinders (1) beweglichen
Schüttgutverdichtungselements (7) vorgesehen ist, wobei die Feuchtemeßsonde
(11) am Verdichtungsbereich für das Schüttgut des Zylinders (1) angeordnet ist.
2. Feuchtemeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schüttgutverdichtungselement (7) eine im Zylinder (1) axial verschiebbare
Platte ist.
3. Feuchtemeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schüttgutverdichtungselement (7) eine im Zylinder (1) drehbare Schnecke ist.
4. Feuchtemeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schüttguteinlaß (2) mit einem Deckel (8) verschließbar ist.
5. Feuchtemeßeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Deckel (8) mit dem Schüttgutverdichtungselement (7) verschiebbar oder
verdrehbar ist.
6. Feuchtemeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß am Schüttgutauslaß (3) eine Stauklappe (9) vorgesehen ist.
7. Feuchtemeßeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der durch die Stauklappe (9) ausübbare Staudruck einstellbar ist.
8. Feuchtemeßeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stauklappe (9) mittels einer Feder (14) gegen den Schüttgutauslaß (3)
vorgespannt ist.
9. Feuchtemeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stauklappe (9) axial zum Zylinder (1) verschiebbar ist.
10. Feuchtemeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stauklappe (9) am Zylinder (1) angelenkt ist.
11. Feuchtemeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Feuchtemeßsonde (11) eine hochfrequente kapazitive
Meßsonde ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1999159117 DE19959117A1 (de) | 1999-12-08 | 1999-12-08 | Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
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| DE1999159117 Ceased DE19959117A1 (de) | 1999-12-08 | 1999-12-08 | Feuchtemeßeinrichtung für einen Schüttgutstrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19959117A1 (de) |
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- 1999-12-08 DE DE1999159117 patent/DE19959117A1/de not_active Ceased
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