DE19959754C2 - Hausgerät mit einem ausziehbaren Träger - Google Patents
Hausgerät mit einem ausziehbaren TrägerInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Hausgerät mit einem ausziehbaren
Träger für bestimmungsgemäßes Gut.
Unter einem Hausgerät im Sinne der vorliegenden Erfindung wird
jedes Elektrogerät verstanden, welches in einem Haushalt
und/oder im Gewerbebereich einsetzbar ist und über einen aus
ziehbaren Träger für bestimmungsgemäßes Gut verfügt. Beispiel
haft seien eine Geschirrspülmaschine, ein Herd, ein Backofen,
ein Kühl- und/oder Gefriergerät und ein Mikrowellengerät ge
nannt. Als ausziehbaren Träger für bestimmungsgemäßes Gut wer
den beispielhaft ein Geschirrkorb, eine Kühlgutablage und/oder
-behälter, ein Backblech und ein Grillrost genannt.
Ein solcher ausziehbarer Geschirrkorb ist aus der DE 24 45 491 A1
bekannt. Hierbei ist offenbart, dass Führungsschienen inner
halb der Waschkammer einer Geschirrspülmaschine als Tragleisten
ausgebildet sind. Um ein Anheben des Geschirrkorbes mit seinen
Laufrollen beim Herausziehen aus der Waschkammer zu erreichen,
verfügen die an sich waagrecht ausgerichteten Tragleisten über
einen S-förmig gekrümmten Bereich, der die Wirkung einer schie
fen Ebene beinhaltet und den Geschirrkorb auf der geöffneten
Geschirrspülertüre auf höhenversetztem Niveau weiterrollen
lässt.
Üblicherweise werden derartige Träger auch auf Teleskopschienen
ausziehbar gelagert. Es ist ein ausziehbarer Träger, der in einer
teleskopartig gelagerten Führungsschiene geführt ist, aus
der DE 27 11 188 bekannt. Hierbei ist offenbart, dass die Füh
rungsschienen die Laufrollen des Geschirrkorbes C-förmig um
greifen, um ein seitliches Herausspringen aus der Führungs
schiene zu verhindern.
Bei der Teleskopschienenlagerung nach diesem Stand der Technik
tritt jedoch das Problem auf, daß es beispielsweise bei einem
Geschirrkorb einer Geschirrspülmaschine zu einem Spiel des Ge
schirrkorbs kommen kann, wenn der Geschirrkorb voll ausgezogen
ist. Das Spiel tritt dann im Bereich einer Vollauszugsschiene
auf und resultiert in einem unerwünschten Wackeln und Klappern
des Geschirrkorbs in der Vollauszugsschiene. Dasselbe Spiel
kann jedoch selbst bei der Verwendung von Teilauszügen auftre
ten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Hausgerät
der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem der Träger auch
im voll ein- und/oder ausgezogenen Zustand spielfrei gelagert
werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Hausgerät, insbesondere einer Ge
schirrspülmaschine, der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß der Träger in einer Führungsschiene geführt
ist, wobei die Führungsschiene entlang ihres Führungsweges über
mindestens einen Bereich verfügt, der eine Verwindung um die
Längsachse der Führungsschiene aufweist.
Auf diese Weise ist es möglich, daß es mittels des Verwindungs
bereichs zu einem Verspannen des Trägers in seiner Führung
und/oder zu einem Verspannen der Führungsschiene in ihrer Füh
rung kommt. Dieses Verspannen führt im Ergebnis zu einem voll
ständigen Ausschalten des Spiels. Der Träger ist somit sicher
gegen unerwünschtes Klappern und Wackeln geschützt.
Ein Wackeln oder Klappern des Trägers fällt einem Benutzer des
Hausgeräts in der Regel immer nur dann auf, wenn der Träger
nicht einer Auszieh- oder Einschubbewegung unterliegt. Aus die
sem Grund ist es besonders zweckmässig, den Verwindungsbereich
am Anfang und/oder am Ende des Führungsweges anzuordnen. Eine
besonders bevorzugte Variante sieht dabei zumindest einen Ver
windungsbereich am Ende des Führungsweges vor.
Damit der Bediener des Hausgeräts den Übergang von einem frei
laufenden Träger zu einem Träger in verspannter Endposition
quasi nicht wahrnimmt, ist es vorgesehen, einen stufenlosen
Übergang in den Verwindungsbereich zu schaffen.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht
darin, die Führungsschiene auf an einer Innenwand angeordneten
Rollen verschiebbar zu führen, wobei zusätzlich für die Füh
rungsschiene am Ende des Auszugweges eine Auszugbegrenzung vor
gesehen sein kann.
In konstruktiv und fertigungstechnisch besonders einfacher Wei
se läßt sich der Verwindungsbereich dadurch realisieren, daß
die Laufflächen für die Rollen aus der Abrollebene ausgelenkt
sind. Als Abrollebene soll dabei die Ebene definiert sein, die
sich beim Abrollen der Rollen in Längsrichtung der Führungs
schiene ergibt. Dabei kann sich in vorteilhafter Weiterbildung
aufgrund der Auslenkung eine Auszugbegrenzung ergeben, d. h. die
Verschiebbarkeit des Träger wird letztendlich durch das im Ver
windungsbereich zunehmende Verspannen eingeschränkt und
schließlich ganz verhindert.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann
auch alternativ oder auch zusätzlich zu der Rollenführung der
Führungsschiene eine konstruktive Ausführung dahingehend vorge
sehen sein, daß der Träger mittels Rollen in der Führungsschie
ne geführt ist. Damit ist es auch bei dieser Ausführung zweck
mäßig, wenn für den Träger am Anfang und/oder am Ende des Füh
rungsweges eine Einschub- bzw. Auszugbegrenzung vorgesehen ist.
Ähnlich wie bei der vorangegangenen Lösung für die rollenge
führte Führungsschiene kann der Verwindungsbereich hier reali
siert sein, indem die Führungsschiene die Rollen unten und oben
führt und aus der Abrollebene ausgelenkt ist. Auch kann mittels
der Auslenkung die Auszug- und/oder Einschubbegrenzung reali
siert sein.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den üb
rigen Unteransprüche zu entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand einer Zeich
nung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine frontseitige Ansicht
einer auf Rollen gelagerten Führungsschiene mit einem
in der Führungsschiene auf weiteren Rollen verschiebbar
gelagerten Geschirroberkorb einer Geschirrspülmaschine;
und
Fig. 2 den Verlauf eines Verwindungswinkels α aufgetragen
über die Länge der in Fig. 1 gezeigten Führungsschie
ne.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine frontseitige
Ansicht einer auf Rollen 2, 4 gelagerten Führungsschiene 6 mit
einem in der Führungsschiene 6 auf weiteren Rollen 8 verschieb
bar gelagerten Geschirroberkorb 10 einer hier nicht weiter dar
gestellten Geschirrspülmaschine. Der Geschirroberkorb 10 ist
vorliegend zur Aufnahme von 12 Maßgedecken Kaffeegeschirr vor
gesehen und muß somit zum einfachen Be- und Entladen voll aus
ziehbar gestaltet sein.
Beim Ausziehen der Geschirroberkorbes 10 wird zunächst über et
wa die Hälfte des maximal möglich Gesamtauszugweges die Füh
rungsschiene 6 relativ zur Wandung eines Spülbehälters 12 mit
bewegt, indem die Führungsschiene in den Rollen 2, 4 geführt
ist. Aufgrund einer hier nicht weiter dargestellten Ausziehbe
grenzung bleibt die Führungsschiene 6 beim weiteren Ausziehen
des Geschirroberkorbs 10 ortsfest stehen. Der Geschirroberkorb
10 wird nun nur noch mittels der in der Führungsschiene 6 lau
fenden Rollen 8 geführt und gelangt auch dort schließlich auf
grund einer Auszugbegrenzung in seine voll ausgezogene Endposi
tion.
In dieser Endposition besäße der Geschirroberkorb 10 ein nicht
vernachlässigbares Spiel, das zu einem Wackeln und Klappern
führt, wenn nicht - wie gemäß der Erfindung vorgesehen - die
Führungsschiene 6 in diesem Bereich des Endauszugs eine Verwin
dung aufweist. Diese Verwindung ist dahingehend ausgebildet,
daß die Führungsschiene 6 aus ihrer normalen Abrollebene, die
durch eine strichpunktiert dargestellte Linie 14 repräsentiert
ist, zu einer um ihre Längsachse tordierten Abrollebene, die
durch eine strichpunktiert dargestellte Linie 16 repräsentiert
ist, hin ausgelenkt ist. Der dabei maximal erreichte Verwin
dungswinkel α beträgt im vorliegenden Ausführungsbeispiel etwa
5°. Aufgrund dieser Verwindung muß die Rolle 8 des Geschirro
berkorbes 10 beim Eintreten in diesen tordierten Bereich der
Führungsschiene 6 unter Zunahme der Reibungskräfte geführt wer
den, was zu einem Verspannen der Rolle 8 in der Führungsschiene
6 führt. Damit ist ein Klappern oder Wackeln des Geschirrober
korbes 10 zumindest deutlich gegenüber einem nicht-verspannten
Geschirroberkorb herabgesetzt und günstigstenfalls ganz ausge
schaltet.
Fig. 2 zeigt den Verlauf des Verwindungswinkels α aufgetragen
über die Länge der in Fig. 1 gezeigten Führungsschiene 6. Der
Verlauf des Verwindungswinkels α zeigt, daß sowohl zu Beginn
des Führungsweges L als zum Ende des Führungsweges eine Torsion
um maximal etwa 5° vorgesehen ist. Nur im mittleren Bereich von
etwa 1/4 bis 31/4 ist keine Torsion (Verwindung) vorhanden. Die
derartig ausgeführte Führungsschiene 6 bewirkt damit bei der
Ausziehbewegung bereits bei Erreichen der Endposition der Füh
rungsschiene 6 und bei Erreichen der Endposition des Geschirro
berkorbes 10 die gewünschte Verspannung der Rollen 2, 4, 8 zu
der Führungsschiene 6.
Der hier gewählte maximale Winkel von etwa 5° ist für die Aus
legung von Verwindungsbereichen für andere eingangs bereits bei
spielhafte genannte Ausführungsformen nur eine erste Richtgröße.
In Abhängigkeit von dem maximal erreichbaren Ausziehweg und der
möglichen Toleranzen von Führungsmittel, wie z. B. Führungs
schiene 6, und Träger, wie z. B. Geschirroberkorb 10, kann der
Verwindungswinkel α auch deutlich weniger betragen, beispiels
weise nur etwa 1°, aber auch deutlich größer sein, beispiels
weise 30°. Eine Tendenz zu einem größeren Verwindungswinkel α
hin besteht besonders am Anfang und/oder am Ende des Führungs
weges, wenn mittels der Verwindung zugleich eine Auszugs- oder
Einschubbegrenzung geschaffen werden soll.
Alternativ zu der Torsion der Führungsschiene selbst kann der
verwundene Bereich auch erzeugt werden, indem in die Führungs
schiene ein Einsatz eingesetzt ist, in welchem die Laufrolle
des Geschirroberkorbs aus der Laufebene ausgelenkt wird.
Claims (11)
1. Hausgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine, Kältegerät,
Garofen, Mikrowelle, mit einem ausziehbaren Träger für be
stimmungsgemäßes Gut, insbesondere Geschirrkorb, Kühlgutab
lage und/oder -behälter, Backblech, Grillrost,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (10) in einer Führungsschiene (6) geführt ist, wobei
die Führungsschiene (6) entlang ihres Führungsweges (L) über
mindestens einen Bereich verfügt, der eine Verwindung um die
Längsachse der Führungsschiene aufweist.
2. Hausgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verwindungsbereich am Anfang und/oder am Ende des Führungs
weges (L) angeordnet ist.
3. Hausgerät nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein stufenloser Übergang in den Verwindungsbereich vorgesehen
ist.
4. Hausgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsschiene (6) auf an einer Innenwand (12) angeordne
ten Rollen (2, 4) verschiebbar geführt ist.
5. Hausgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
für die Führungsschiene (6) am Ende des Führungsweges (L) eine
Auszugbegrenzung vorgesehen ist.
6. Hausgerät nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verwindungsbereich realisiert ist, indem Laufflächen für
die Rollen (2, 4) aus der Abrollebene (14) ausgelenkt sind.
7. Hausgerät nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich aufgrund der Auslenkung eine Auszugbegrenzung ergibt.
8. Hausgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (10) mittels Rollen (8) in der Führungsschiene (6)
geführt ist.
9. Hausgerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
für den Träger (10) am Anfang und/oder am Ende des Führungswe
ges (L) eine Einschub- bzw. Auszugbegrenzung vorgesehen ist.
10. Hausgerät nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Verwindungsbereich realisiert ist, indem die Führungsschie
ne (6) die Rollen (8) unten und oben führt und aus der Abrolle
bene (14) ausgelenkt ist.
11. Hausgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
mittels der Auslenkung die Auszug- und/oder Einschubbegrenzung
realisiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19959754A DE19959754C2 (de) | 1999-12-11 | 1999-12-11 | Hausgerät mit einem ausziehbaren Träger |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19959754A DE19959754C2 (de) | 1999-12-11 | 1999-12-11 | Hausgerät mit einem ausziehbaren Träger |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19959754A1 DE19959754A1 (de) | 2001-06-21 |
| DE19959754C2 true DE19959754C2 (de) | 2001-10-11 |
Family
ID=7932260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19959754A Expired - Fee Related DE19959754C2 (de) | 1999-12-11 | 1999-12-11 | Hausgerät mit einem ausziehbaren Träger |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19959754C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10163872A1 (de) * | 2001-12-22 | 2003-07-17 | Aeg Hausgeraete Gmbh | Führungssystem für insbesondere schubladenartig herausfahrbare Behältnisse von Haushaltsgeräten, insbesondere Geschirrspülmaschinen |
| DE102004031723A1 (de) * | 2004-06-30 | 2006-01-26 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Auszugsystem |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2445491A1 (de) * | 1974-09-24 | 1976-04-01 | Licentia Gmbh | Geschirrkorbfuehrung fuer eine geschirrspuelmaschine |
| DE2711188A1 (de) * | 1977-03-15 | 1978-09-21 | Bosch Siemens Hausgeraete | Spange fuer den endseitigen verschluss einer fuehrungsschiene zur aufnahme der laufrollen eins aus einer geschirrspuelmaschine herausziehbaren geschirrkorbs |
-
1999
- 1999-12-11 DE DE19959754A patent/DE19959754C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2445491A1 (de) * | 1974-09-24 | 1976-04-01 | Licentia Gmbh | Geschirrkorbfuehrung fuer eine geschirrspuelmaschine |
| DE2711188A1 (de) * | 1977-03-15 | 1978-09-21 | Bosch Siemens Hausgeraete | Spange fuer den endseitigen verschluss einer fuehrungsschiene zur aufnahme der laufrollen eins aus einer geschirrspuelmaschine herausziehbaren geschirrkorbs |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19959754A1 (de) | 2001-06-21 |
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