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DE19958157A1 - Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse - Google Patents

Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse

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Publication number
DE19958157A1
DE19958157A1 DE1999158157 DE19958157A DE19958157A1 DE 19958157 A1 DE19958157 A1 DE 19958157A1 DE 1999158157 DE1999158157 DE 1999158157 DE 19958157 A DE19958157 A DE 19958157A DE 19958157 A1 DE19958157 A1 DE 19958157A1
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Germany
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crossbar
rear axle
vehicle
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DE1999158157
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Inventor
Thilo Hinze
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Volkswagen AG
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Volkswagen AG
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Abstract

Eine Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse umfaßt eine obere Quertraverse (2) und eine untere Quertraverse (3), die eine ringartige Struktur bilden, durch welche sich mindestens eine Fahrzeugkomponente aus einem Abschnitt eines Abgasstranges (5) und einem Abschnitt einer Tankeinfüllleitung (6) hindurch erstrecken kann. Zur Vereinfachung der Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung unter Beibehaltung einer elastischen Ankopplung der Hilfsrahmenanordnung an der Fahrzeugkarosserie sowie einer hohen strukturellen Steifigkeit der Hilfsrahmenanordnung werden Befestigungsmittel (8) zur zeitweiligen, lösbaren Kopplung der oberen Quertraverse (2) mit einem Abschnitt der Fahrzeugkarosserie (20) vorgesehen. Weiterhin sind die obere Quertraverse (2) und die untere Quertraverse (3) über Verbindungselemente (13) derart miteinander gekoppelt, daß bei einem Verspannen der unteren Quertraverse (3) gegen die obere Quertraverse (2) die Kopplung zwischen der oberen Quertraverse (2) und dem Fahrzeugkarosserieabschnitt (20) aufgehoben wird. Zudem wird ein Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung angegeben.

Description

Die Erfindung betrifft eine Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse, umfassend eine obere Quertraverse und eine untere Quertraverse, die eine ringartige Struktur bilden, durch welche sich mindestens eine Fahrzeugkomponente aus einem Abschnitt eines Abgasstranges und einem Abschnitt einer Tankeinfüllleitung hindurcherstrecken kann. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung. Sie ist insbesondere bei Personenkraftwagen anwendbar.
Eine Hilfsrahmenanordnung der eingangs genannten Art ist der Anmelderin bekannt und wird im folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Dort ist ein bügelartiger Hilfsrahmen 1 dargestellt, an dem in der Figur lediglich angedeutet, radführende Elemente einer Achse, z. B. die Radträger und Radlenker einer Fahrzeughinterachse angebracht werden. Dabei umfaßt der Hilfsrahmen eine obere Quertraverse 2 sowie eine untere Quertraverse 3, die gemeinsam eine ringartige Struktur bilden. Die Quertraversen werden im wesentlichen quer zu einer Längsrichtung einer Fahrzeugkarosserie angeordnet und sind an ihren Enden jeweils gegen einen Abschnitt der Fahrzeugkarosserie elastisch abgestützt. Gleichzeitig erfolgt die Befestigung des Hilfsrahmens 1 an der Fahrzeugkarosserie an diesen Enden durch geeignete Verbindungsmittel. Aus Komfortgründen bleibt der Hilfsrahmen 1 jedoch gegenüber der in der Fig. 3 nicht dargestellten Karosserie bewegbar. Wie Fig. 3 weiterhin entnommen werden kann, umgibt der ringartige Hilfsrahmen einen Abschnitt eines Abgasstranges 5 sowie weiterhin einen Abschnitt einer Tankeinfüllleitung 6, die während der Montage durch den Traversenring hindurchgefädelt wurden. Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb oder Allradantrieb ist, wie in Fig. 3 ebenfalls dargestellt, ein Hinterachsgetriebe 7 an dem Hilfsrahmen 1 gelagert.
Die bekannte Anordnung ist dahingehend ungünstig, daß bei einer Montage einer Hinterachse an einer Fahrzeugkarosserie der Abgasstrang und gegebenenfalls auch eine Tankeinfüllleitung durch den Ring des Hilfsrahmens hindurchgefädelt werden muß, der durch die untere und obere Quertraverse gebildet wird.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, die Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung unter Beibehaltung einer elastischen Ankopplung der Hilfsrahmenanordnung an der Fahrzeugkarosserie sowie einer hohen strukturellen Steifigkeit der Hilfsrahmenanordnung zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird durch eine Hilfsrahmenanordnung der eingangs genannten Art gelöst, bei der Befestigungsmittel zur zeitweiligen, lösbaren Kopplung der oberen Quertraverse mit einem Abschnitt der Fahrzeugkarosserie vorgesehen sind, und bei der die obere Quertraverse und die untere Quertraverse über Verbindungselemente derart miteinander gekoppelt sind, daß bei einem Verspannen der unteren Quertraverse gegen die obere Quertraverse die Kopplung zwischen der oberen Quertraverse und dem Fahrzeugkarosserieabschnitt aufgehoben wird.
Durch die Verwendung einer oberen wie einer unteren Quertraverse, die hier geteilt, das heißt als separate Bauteile ausgebildet sind, wird die Montage einer Fahrzeughinterachse ohne Steifigkeitsverluste erleichtert, da das schwer zu handhabende Durchfädeln von Abschnitten des Abgasstranges und/oder der Tankeinfüllleitung durch den Hilfsrahmen nicht mehr erforderlich ist. Vielmehr können die einzelnen Komponenten bereits vorpositioniert an die Fahrzeugkarosserie angesetzt werden, wobei die untere Quertraverse zuletzt an der Fahrzeugkarosserie befestigt wird. Deren Ankopplung an die Fahrzeugkarosserie erfolgt vorzugsweise über elastische Zwischenglieder. Durch die Verwendung von lösbaren Befestigungsmitteln zwischen der oberen Quertraverse und der Fahrzeugkarosserie wird eine zeitweilige Sicherung und Fixierung der oberen Quertraverse an der Fahrzeugkarosserie erzielt, die jedoch für den Betriebszustand wieder aufgehoben werden muß, um die aus Komfortgründen notwendige Elastizität der Ankopplung des Hilfsrahmens an die Fahrzeugkarosserie zu gewährleisten. Da die Befestigungsmittel mit dem Verspannen der Quertraversen gegeneinander gleichzeitig und automatisch gelöst werden, ist hierzu kein weiterer Montageschritt erforderlich, wodurch sich ein schneller und einfacher Montageablauf für die Anbringung einer Hinterachsanordnung sowie eines Abgasstranges und gegebenenfalls einer Tankeinfüllleitung an einer Fahrzeugkarosserie ergibt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Befestigungsmittel zur zeitweiligen Kopplung als Klemmhalterungen ausgebildet, die zunächst in einfacher Weise ein Fixieren der oberen Quertraverse an der Fahrzeugkarosserie erlauben und dann bei einem Verspannen der Quertraversen ohne großen Widerstand auseinandergezogen werden können, um den Freigang der oberen Quertraverse zu der Karosserie sicherzustellen.
Vorzugsweise weist jede Klemmhalterung einen auf der einen Seite, das heißt dem Fahrzeugkarosserieabschnitt oder der oberen Quertraverse zu befestigenden Bügel mit federelastisch - verformbaren Bügelarmen auf, der mit einem auf der anderen Seite, das heißt an der oberen Quertraverse oder dem Fahrzeugkarosserieabschnitt vorgesehenen Kopplungsvorsprung zusammenwirkt, der zum Zweck des Eingriffs der Bügelarme mit Aufnahmevertiefungen versehen ist. Hierdurch ergibt sich eine lösbare Steckverbindung, die einfach herstellbar ist, beispielsweise auf Seiten des Bügels als Blechbiegeteil ausgebildet werden kann.
Für eine leichtgängige und klemmfreie Montage ist es vorteilhaft, wenn die Richtung zum Lösen der Befestigungsmittel im wesentlichen der Spannrichtung der Verbindungsmittel entspricht. Damit sind lediglich geringe Kräfte nötig, um die jeweils karosserieseitig und traversenseitig angebrachten Elemente der Befestigungsmittel auseinanderzuziehen. Hierzu ist es weiterhin günstig, die Befestigungsmittel in der Nähe der Verbindungsmittel anzuordnen. Beispielsweise können die Befestigungsmittel an zwei Orten unmittelbar neben den Verbindungsmitteln der Quertraversen positioniert werden.
Eine weitere Erleichterung der Montage ergibt sich bevorzugt dann, wenn die Verbindungsmittel von unten durch die untere Quertraverse hindurchgesteckt und als mit der oberen Quertraverse koppelbare Spannbolzen ausgebildet sind. Damit wird eine gute Zugänglichkeit der Verbindungsmittel erreicht, so daß folglich die Quertraversen mit einer genauen Vorspannkraft gegeneinander verspannt werden können.
In einer weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die untere Quertraverse in eine Hinterachsbaueinheit integriert, welche Radträger und Radlenker umfaßt. Damit kann im Prinzip die gesamte Hinterachsanordnung weiterhin als fertig vormontierte Baueinheit an der Fahrzeugkarosserie befestigt werden. Lediglich die Verbindung mit der zusätzlich versteifenden oberen Quertraverse muß ergänzend vorgenommen werden.
Nach einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist an der unteren Quertraverse ein Hinterachsgetriebe gelagert, so daß die Hilfsrahmenanordnung auch bei einem Fahrzeug mit Allradantrieb oder Hinterradantrieb ohne größeren zusätzliche Montageaufwand verwendet werden kann. Das Hinterachsgetriebe kann bereits bei der Vormontage der Hinterachsanordnung eingebaut werden, wodurch bei der Zusammenführung der Hinterachsanordnung mit der Karosserie keine weiteren Montageschritte erforderlich sind.
Die eingangs genannte Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung, bei dem zunächst eine obere Quertraverse der Hilfsrahmenanordnung über Befestigungsmittel lösbar mit einem Abschnitt einer Fahrzeugkarosserie gekoppelt wird, und dann eine untere Quertraverse an der Fahrzeugkarosserie befestigt und weiterhin mit der oberen Quertraverse verspannt wird, unter gleichzeitiger Lösung der Kopplung der oberen Quertraverse mit der Fahrzeugkarosserie, wobei die untere und die obere Quertraverse mindestens einen Abschnitt einer weiteren Fahrzeugkomponente aus einer Auspuffanlage und einer Tankanlage ringartig umschließen. Hiermit lassen sich die bereits oben beschriebenen Montagevorteile verwirklichen, ohne daß die Steifigkeit der Hilfsrahmenanordnung sowie eine elastische Ankopplung derselben an der Fahrzeugkarosserie beeinträchtigt wird.
Vorzugsweise werden bei dem Montageverfahren die untere Quertraverse und die mindestens eine weitere Fahrzeugkomponente zueinander ausgerichtet, in dieser Ausrichtung gemeinsam der Fahrzeugkarosserie zugeführt und dort befestigt. Hierzu kann beispielsweise eine Vormontagelehre verwendet werden, in die sämtliche Komponenten bis auf die obere Quertraverse zur gegenseitigen Positionierung gelegt werden, wobei die Komponenten dann als Gesamtpaket an die Fahrzeugkarosserie transportiert werden. Die untere Quertraverse wird auch hier zuletzt an der Fahrzeugkarosserie befestigt und anschließend gegen die obere Quertraverse verspannt, wobei letztere aus ihrer Befestigung an der Fahrzeugkarosserie gerissen wird.
In einer alternativen Vorgehensweise können nach der zeitweiligen Befestigung der oberen Quertraverse an der Fahrzeugkarosserie auch zunächst die Auspuffanlage und/oder die Tankanlage separat an der Fahrzeugkarosserie angebracht werden. Erst hernach erfolgt dann die Anbringung der unteren Quertraverse, die in eine Hinterachsbaueinheit integriert ist, welche Radträger und Radlenker umfaßt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse in einem Zustand während der Montage, bei dem alle Elemente bereits an einer Fahrzeugkarosserie angebracht, jedoch noch nicht endgültig verspannt sind,
Fig. 2 eine Detaildarstellung der Befestigungsmittel zur Kopplung einer oberen Quertraverse der Hilfsrahmenanordnung mit einem Abschnitt der Fahrzeugkarosserie, und in
Fig. 3 eine bereits bekannte Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse.
Die Hifsrahmenanordnung 1 des Ausführungsbeispiels ist, wie Fig. 1 entnommen werden kann, an vorspringenden Abschnitten 21 einer Fahrzeugkarosserie 20, beispielsweise eines Personenkraftwagens befestigt. An der Hilfsrahmenanordnung 1 sind radführende Elemente, z. B. Radträger 30 und Radlenker 31, 32 der betreffenden Fahrzeugachse, hier der Hinterachse, vorgesehen. Diese sind in der Zeichnung lediglich für eine Achsseite angedeutet.
Wie Fig. 1 weiterhin entnommen werden kann, umfaßt die Hilfsrahmenanordnung 1 eine obere Quertraverse 2 und eine separate untere Quertraverse 3, die gemeinsam eine ringartige Struktur bilden, welche hier einen Abschnitt eines Abgasstranges 5 und einen Abschnitt einer Tankeinfüllleitung 6 umgibt. Dabei ist die obere Quertraverse 2 zwischen der Fahrzeugkarosserie 20 und den weiteren Fahrzeugkomponenten 5 und 6 angeordnet, wohingegen die untere Quertraverse 3 bodenseitig im wesentlichen unter diesen hindurch verläuft. Zur Anordnung eines Hinterachsgetriebe 7 zwischen den Quertraversen 2 und 3 ist die untere Quertraverse 3 bodenseitig gekröpft, wobei das Hinterachsgetriebe 7 an der unteren Quertraverse 3 befestigt ist.
Die Ankopplung der Hilfsrahmenanordnung 1 an die Vorsprünge 21 der Fahrzeugkarosserie 20 erfolgt über in Querrichtung außenliegende Enden 4 der Hilfsrahmenanordnung 1, die über elastische Zwischenglieder 22 gegen die Vorsprünge 21 abgestützt und an diesen befestigt sind, so daß der Hilfsrahmen an der Karosserie elastisch gelagert ist. Dabei sind die außenliegenden Enden 4 jeweils Teil der unteren Quertraverse 3.
Die untere Quertraverse 3 weist gegenüber dem gekröpften Bereich 17 zu den Enden 4 leitende, abgesetzte Abschnitte 16 auf, gegen die jeweils ein Endabschnitt 15 der oberen Quertraverse 2 verspannt wird, um einen steifen Rahmen zu bilden. Die Verspannung der Quertraversen 2 und 3 erfolgt über Verbindungsmittel in Form von Spannbolzen 13, die von unten jeweils durch eine Durchgangsöffnung 18 in einem der abgesetzten Abschnitte 16 hindurchgesteckt und mit einem Gewinde 14 in dem jeweiligen Endabschnitt 15 der oberen Quertraverse 2 verschraubt werden. Hierdurch bleiben die Spannbolzen 13 von unten gut zugänglich und können gezielt angezogen werden. Die Spannbolzen 13 werden dabei solange angezogen, bis die Endabschnitte 15 der oberen Quertraverse 2 gegen die abgesetzten Abschnitte 16 der unteren Quertraverse 3 in Anlage kommen. Gegebenenfalls wird auch ein starrer Abstandhalter zwischengekoppelt.
Wie aus Fig. 1 weiter zu erkennen ist, erfolgt die Ankopplung an einen Radträger 30 eines Fahrzeugrades 33 über zwei Radlenker 31 und 32, die an ihren beiden Enden jeweils gelenkig an dem Hilfsrahmen 1 sowie dem Radträger 30 gelagert sind. Dabei ist ein oberer Radlenker 32 an dem abgesetzten Abschnitt 16 angelenkt, wohingegen ein unterer Radlenker 31 mit dem gekröpften Abschnitt 17 der unteren Quertraverse verbunden ist.
Weiterhin sind zwischen der oberen Quertraverse 2 und der Fahrzeugkarosserie 20 Befestigungsmittel 8 zur zeitweiligen, lösbaren Kopplung derselben miteinander vorgesehen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befestigungsmittel 8 jeweils als Klemmhalterungen ausgebildet, wovon eine im Detail in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Klemmhalterung umfaßt einen Bügel 9 mit federelastischen Bügelarmen 11, der im wesentlichen die Querschnittsform eines Omegas aufweist und beispielsweise als Blechbiegeteil herstellbar ist. Die Klemmhalterung umfaßt weiterhin einen mit dem Bügel 9 koppelbaren, zapfenartigen Vorsprung 10, der zum Zweck des Eingriffs der Bügelarme 11 mit bogenförmigen Vertiefungen 12 versehen ist. Damit ergibt sich eine Steckverbindung mit einer definierten Verrastung, die zwar eine gewisse Haltekraft aufweist, jedoch auch ohne größeren Aufwand und insbesondere ohne zusätzliche Werkzeuge wieder lösbar ist.
Der verrastete Zustand der Befestigungsmittel ist in Fig. 1 dargestellt. Weiterhin ist daraus zu erkennen, daß der Bügel 9 der Klemmhalterung an der Fahrzeugkarosserie 20, der Vorsprung 10 hingegen an einer zu der Karosserie 20 weisenden Seite der oberen Quertraverse 2 vorgesehen ist. Es ist jedoch auch möglich, einen Bügel 9 an der oberen Quertraverse 2 und einen Vorsprung 10 an der Karosserie 20 anzuordnen.
Über die Befestigungsmittel 8 ist, wie bereits erläutert, die obere Quertraverse 2 zeitweilig an der Fahrzeugkarosserie 20 fixierbar. Zur Befestigung der unteren Quertraverse 3 an der Fahrzeugkarosserie 20 werden zunächst die Enden 4 der unteren Quertraverse 3 mit den Karosserievorsprüngen 21 verbunden. Anschließend erfolgt das Verspannen mit der oberen Quertraverse 2, wozu die Spannbolzen 13 von unten durch die Durchgangsöffnungen 18 der abgesetzten Abschnitte 16 hindurchgeführt und mit den Gewinden 14 an den Endabschnitten 15 der oberen Quertraverse 2 in Eingriff gebracht werden. Dabei befindet sich die obere Quertraverse 2 noch in ihrer an der Karosserie 20 befestigten Stellung. Die Spannbolzen 13 sind dementsprechend lang ausgebildet, um die Gewinde 14 auf jeden Fall zu erreichen. Durch ein Anziehen der Spannbolzen 13 wird die obere Quertraverse 2, wie durch die Pfeile in Fig. 1 angedeutet, nach unten gezogen und letztlich gegen die abgesetzten Abschnitte 16 der unteren Quertraverse 3 verspannt. Bei diesem Spannvorgang werden die Befestigungsmittel 8 gelöst, das heißt in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel die Vorsprünge 10 aus den Bügeln 9 herausgezogen.
Um ein möglichst einfaches Lösen der Befestigungsmittel 8 zu gewährleisten, entspricht die Spannrichtung der Spannbolzen 13 im wesentlichen der Bewegungsrichtung zum Lösen der Befestigungsmittel 8. In diesem Zusammenhang ist es weiterhin vorteilhaft, die Befestigungsmittel 8 in unmittelbarer Nähe zu den Spannbolzen 13 bzw. zu den zugehörigen Gewindeöffnungen 14 an der oberen Quertraverse 2 anzuordnen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind daher zwei Klemmhalterungen als Befestigungsmittel 8 unmittelbar zwischen den Endabschnitten 15 der oberen Quertraverse 2 und der Karosserie 20 neben den Gewindeöffnungen 14 angeordnet.
Nach Beendigung der Montage, das heißt wenn die Endabschnitte 15 der oberen Quertraverse 2 in unmittelbarer Anlage gegen die abgesetzten Abschnitte 16 der unteren Quertraverse 3 verspannt sind, befinden sich die Bügel 9 und Vorsprünge 10 außer Eingriff, so daß zwischen der oberen Quertraverse 2 und der Karosserie 20 ein Freigang sichergestellt ist. Damit kann dann die Elastizität der Lagerung der Hilfsrahmenanordnung 1 an der Fahrzeugkarosserie 20 zur Wirkung gebracht werden.
Abschließend soll nun kurz das Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung der zuvor beschriebenen Art erläutert werden, wobei davon ausgegangen wird, daß die untere Quertraverse 3 in eine vormontierte Hinterachsbaueinheit integriert ist, welche beispielsweise die radführenden Elemente umfaßt.
Zu Montage der Fahrzeughinterachse einer Fahrzeugkarosserie wird zunächst die obere Quertraverse 2 über die Befestigungsmittel 8 lösbar mit einem Abschnitt einer Fahrzeugkarosserie 20 gekoppelt, wobei die Vorsprünge 10 an der oberen Quertraverse 2 mit den Bügeln 9 an der Karosserie 20 verrasten.
Desweiteren werden die Hinterachsbaueinheit mit der unteren Quertraverse 3 sowie einer Abgasanlage und gegebenenfalls weiterhin eine Tankanlage bezüglich ihrer an der Karosserie 20 einzunehmenden Stellung zueinander ausgerichtet, beispielsweise unter Zuhilfenahme einer Montagelehre, und in dieser Ausrichtung der Fahrzeugkarosserie zugeführt, wobei die untere und die obere Quertraverse 2 und 3 einen Abschnitt der Auspuffanlage 5 und einen Abschnitt der Tankanlage 6 ringartig umschließen. Daraufhin erfolgt eine Verbindung der unteren Quertraverse 3 mit der Karosserie 20. Des weiteren werden die Abgasanlage und die Tankanlage an den vorgesehenen Stellen der Karosserie angeschlossen. Nach der Befestigung der unteren Quertraverse 3 an der Karosserie 20 erfolgt dann das Verspannen mit der oberen Quertraverse 2, wobei infolge des Anziehens der Spannbolzen 13 gleichzeitig die Bügel 9 und Vorsprünge 10 auseinandergezogen bzw. auseinandergerissen werden.
Bei einem abgewandten Montageablauf können nach der zeitweiligen Befestigung der oberen Quertraverse 2 an der Fahrzeugkarosserie 20 zunächst die Auspuffanlage und die Tankanlage separat an der Fahrzeugkarosserie angebracht werden. Hernach erfolgt dann die Anbringung der Hinterachsbaueinheit mit der unteren Quertraverse 3 an der Karosserie 20.
BEZUGSZEICHENLISTE
1
Hilfsrahmenanordnung
2
obere Quertraverse
3
untere Quertraverse
4
Ende der unteren Quertraverse
5
Abschnitt der Abgasanlage
6
Abschnitt der Tankanlage
7
Hinterachsgetriebe
8
Befestigungsmittel
9
Bügel
10
Vorsprung
11
Bügelarm
12
Aufnahmevertiefung
13
Verbindungsmittel, Spannbolzen
14
Gewinde
15
Endabschnitt der oberen Quertraverse
16
abgesetzter Abschnitt der unteren Quertraverse
17
gekröpfter Abschnitt der unteren Quertraverse
18
Durchgangsöffnung des abgesetzten Abschnittes
20
Fahrzeugkarosserie
21
Vorsprung der Fahrzeugkarosserie
22
elastisches Zwischenglied
30
Radträger
31
unterer Radlenker
32
oberer Radlenker
33
Fahrzeugrad

Claims (10)

1. Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse, umfassend eine obere Quertraverse (2) und eine untere Quertraverse (3), die eine ringartige Struktur bilden, durch welche sich mindestens eine Fahrzeugkomponente aus einem Abschnitt eines Abgasstranges (5) und einem Abschnitt einer Tankeinfüllleitung (6) hindurch erstrecken kann, dadurch gekennzeichnet, daß Befestigungsmittel (8) zur zeitweiligen, lösbaren Kopplung der oberen Quertraverse (2) mit einem Abschnitt der Fahrzeugkarosserie (20) vorgesehen sind, und daß die obere Quertraverse (2) und die untere Quertraverse (3) über Verbindungselemente (13) derart miteinander gekoppelt sind, daß bei einem Verspannen der unteren Quertraverse (3) gegen die obere Quertraverse (2) die Kopplung zwischen der oberen Quertraverse (2) und dem Fahrzeugkarosserieabschnitt (20) aufgehoben wird.
2. Hilfsrahmenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel (8) zur zeitweiligen Kopplung als Klemmhalterungen ausgebildet sind.
3. Hilfsrahmenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klemmhalterung einen auf der einen Seite, das heißt dem Fahrzeugkarosserieabschnitt oder der oberen Quertraverse (2), zu befestigenden Bügel (9) mit federelastisch verformbaren Bügelarmen (11) aufweist, der mit einem auf der anderen Seite, das heißt an der oberen Quertraverse (2) oder dem Fahrzeugkarosserieabschnitt, vorgesehenen Kopplungsvorsprung (10) zusammenwirkt, der zum Zweck des Eingriffs der Bügelarme (11) mit Aufnahmevertiefungen (12) versehen ist.
4. Hilfsrahmenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung zum Lösen der Befestigungsmittel (8) im wesentlichen der Spannrichtung der Verbindungsmittel (13) entspricht.
5. Hilfsrahmenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel von unten durch die untere Quertraverse (3) hindurchgesteckt und als mit der oberen Quertraverse (2) koppelbare Spannbolzen (13) ausgebildet sind.
6. Hilfsrahmenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Quertraverse (3) in eine Hinterachsbaueinheit integriert ist, welche Radträger und Radlenker umfaßt.
7. Hilfsrahmenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der unteren Quertraverse (3) ein Hinterachsgetriebe (7) gelagert ist.
8. Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse mit einer Hilfsrahmenanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst eine obere Quertraverse (2) der Hilfsrahmenanordnung (1) über Befestigungsmittel (8) lösbar mit einem Abschnitt einer Fahrzeugkarosserie (20) gekoppelt wird, und dann eine untere Quertraverse (3) an der Fahrzeugkarosserie (20) befestigt und weiterhin mit der oberen Quertraverse (2) verspannt wird, unter gleichzeitiger Lösung der Kopplung der oberen Quertraverse (2) mit der Fahrzeugkarosserie (20), wobei die obere und die untere Quertraverse (2, 3) mindestens einen Abschnitt (5, 6) einer Fahrzeugkomponente aus einer Auspuffanlage und einer Tankanlage ringartig umschließen.
9. Verfahren zur Montage einer Fahrzeughinterachse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Quertraverse (3) und die mindestens eine weitere Fahrzeugkomponente zueinander ausgerichtet werden, und in dieser Ausrichtung gemeinsam der Fahrzeugkarosserie (20) zugeführt und dort befestigt werden.
10. Verfahren zur Montage eine Fahrzeughinterachse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß nach der zeitweiligen Befestigung der oberen Quertraverse (2) an der Fahrzeugkarosserie (20) die Auspuffanlage und/oder die Tankanlage an der Fahrzeugkarosserie (20) angebracht werden, und hernach die Anbringung der unteren Quertraverse (3) erfolgt, die in eine Hinterachsbaueinheit integriert ist, welche Radträger und Radlenker umfaßt.
DE1999158157 1999-12-03 1999-12-03 Hilfsrahmenanordnung für eine Fahrzeughinterachse Withdrawn DE19958157A1 (de)

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