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DE19955561C2 - Wand- und Deckenverkleidung - Google Patents

Wand- und Deckenverkleidung

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DE19955561C2
DE19955561C2 DE1999155561 DE19955561A DE19955561C2 DE 19955561 C2 DE19955561 C2 DE 19955561C2 DE 1999155561 DE1999155561 DE 1999155561 DE 19955561 A DE19955561 A DE 19955561A DE 19955561 C2 DE19955561 C2 DE 19955561C2
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DE
Germany
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powder
wall
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ceiling
coating
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Application number
DE1999155561
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DE19955561A1 (de
Inventor
Erwin Niedermeier
Werner Hanichl
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Lindner AG
Original Assignee
Lindner AG
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Publication date
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Revoked legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/92Protection against other undesired influences or dangers
    • E04B1/94Protection against other undesired influences or dangers against fire
    • E04B1/941Building elements specially adapted therefor
    • E04B1/942Building elements specially adapted therefor slab-shaped

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft Wand- und Deckenverkleidungen aus Metall, die hinsicht­ lich ihres Brandverhaltens besonders hohen Anforderungen genügen.
Wand- und Deckenverkleidungen aus Metall, insbesondere aus Stahlblech, werden bei dem Innenausbau von Gebäuden seit einiger Zeit verwendet. Um eine schallabsorbierende Wir­ kung der Verkleidungselemente zu erreichen, werden die Elemente perforiert und mit Mine­ ralwolle hinterlegt oder mit Faservlies rückseitig beklebt.
Derartige gelochte Metalldeckenverkleidungen mit rückseitig beklebtem Faservlies können hinsichtlich ihres Brandverhaltens kritisch sein. So wird beispielsweise die hier relevante Baustoffklasse A2 nach DIN 4102 von derartigen Metalldeckenverkleidungen nur erreicht, wenn diese aus verzinktem Stahlblech ohne weitere Beschichtung bestehen.
Abgesehen von ästhetischen Aspekten haben solche offenliegenden Zinkoberflächen aufgrund ihrer Rauhigkeit eine relativ hohe Verschmutzungsneigung. Auch sind sie empfindlich gegen manche chemischen Einflüsse, da das als Opferschicht aufgetragene unedle Metall Zink ver­ gleichsweise stark zur Oxidation neigt. Somit sind derartige Wand- und Deckenverkleidungen sowohl für Büroräume als auch für einige industriell genutzte Räume nicht geeignet.
Herkömmliche Beschichtungen könnten dieses Problem lösen, jedoch genügen die Metallver­ kleidungen mit den bekannten brennbaren Beschichtungen nicht den hohen Anforderungen hinsichtlich des Brandverhaltens, wie sie beispielsweise im Hochhausbau gefordert werden. Insbesondere wird die oben genannte Baustoffklasse A2 nach DIN 4102 nicht eingehalten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine nicht brennbare Metallwand- und Dec­ kenverkleidung vorzuschlagen, die eine ästhetisch ansprechende und gegen physikalische und chemische Einflüsse resistente Oberflächenschicht aufweist. Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Beschichtung einer Deckenverkleidung aus Metall vorzuschlagen, durch welches eine nicht brennbare Deckenverkleidung aus Metall erhalten werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Wand- und Deckenverkleidung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. mit dem Beschichtungsverfahren gemäß Anspruch 9.
Wie durch entsprechende Versuche herausgefunden wurde, genügt eine Deckenverkleidung aus Metall mit einer pulverbeschichteten Oberfläche, welche die in Anspruch 1 angegebene Dicke und Zusammensetzung der Oberflächenschicht aufweist, den Anforderungen der Bau­ stoftklasse A2 nach DIN 4102.
Es konnte festgestellt werden, daß sich diese Eigenschaften erhalten lassen, indem besonders feines Pulver mit einer Korngrößenverteilung verwendet wird, bei welcher mindestens 50 ± 5 Vol.-%, vorzugsweise 60 ± 5 Vol.-% der in dem Pulver vorhandenen Körner eine Korngröße unter 40 µm, vorzugsweise unter 32 µm aufweisen. Hierdurch wird erreicht, daß das verwen­ dete Pulver zum überwiegenden Teil aus Körnern von weitgehend gleichem, kleinem Durch­ messer besteht. Damit kann verhindert werden, daß nach dem Auftragen des Pulvers durch Einlagerung besonders großer Körner oder besonders unterschiedlicher Körner Lücken im Auftrag entstehen, die nach dem Schmelzen der Pulverbeschichtung zu Dichteschwankungen. führen. Ein weiterer vorteilhafter Aspekt der Verwendung der Weinen Korngröße und der oben angegebenen Korngrößenverteilung ist, daß hierdurch eine Beschichtung mit relativ Meiner Schichtdicke von 30 bis 70 µm hinreicht, da hierdurch eine gleichmäßigere und dichtere Be­ schichtung möglich wird.
Ein Vorteil der geringen mittleren Schichtdicke von weniger als 70 ± 5 µm, vorzugsweise weniger als 60 µm oder besonders bevorzugt 50 bis 30 µm ist, daß hierdurch auch die Ge­ samtmasse der Beschichtung gering gehalten werden kann. Somit ist durch die geringe Schichtdicke ein günstiges Brandverhalten sichergestellt, da im Brandfall lediglich eine rela­ tiv kleine Masse bzw. Stoffmenge der Hitze ausgesetzt ist.
Für einige Anwendungen ist eine mittlere Schichtdicke unterhalb von 30 µm vorteilhaft.
Ein weiterer Vorteil der geringen Schichtdicke ist, daß Öffnungen in der Deckenverkleidung wie beispielsweise Löcher zur Schallabsorption nicht durch die Beschichtung verschlossen werden.
Es zeigt sich, daß bei derart geringen Schichtdicken die Zusammensetzung des Pulvers in hohem Maße die Oberflächenqualität der fertigen Beschichtung bestimmt. Wie festgestellt wurde, ist hier besonderes Augenmerk auf die Fließfähigkeit und auf die Zerstäubungsfähig­ keit des besonders feinkörnigen Pulvers zu achten. Neben den verwendeten Farbstoffen kommt den Füllstoffen hinsichtlich Material und Menge eine besondere Bedeutung zu. Als besonders vorteilhaft erwies sich Calciumcarbonat zu 1-2 Gew.-% als Füllstoff, wobei 1,40 Gew.-% ein besonders gutes Ergebnis liefern. Eine bevorzugte Farbstoffmischung enthält als Pigment Titandioxid zu 25-35 Gew.-% und Eisenoxidpigmente zu 0,2-1 Gew.-%. Besonders bevorzugt ist 29,80 Gew.-% Titandioxid und 0,40 Gew. -% Eisenoxidpigmente als Farbstoff­ mischung.
Die zur Schallabsorption verwendete Perforation besteht vorzugsweise aus Lochungen mit einem Durchmesser von 0,5 bis 15,0 mm mit kreisförmig, quadratisch, rechteckig, dreieckig oder länglich geformten Löchern oder dergleichen und nimmt vorzugsweise 0,5 bis vierzig Prozent freier Querschnittsfläche in Anspruch. Besonders bevorzugt sind Lochungen mit klei­ nem Durchmesser von etwa 0,5 µm.
Weiterhin werden zur Schallabsorption vorzugsweise Dämmstoffplatten verwendet, die an der der Sichtseite gegenüberliegenden Seite der Deckenverkleidungen angeordnet sind. Hierzu kann beispielsweise Mineralwolle, Faservlies oder vorzugsweise Vliesstoff verwendet wer­ den. Besonders bevorzugt ist ein Vliesstoff aus Glasfasermaterial.
In der Figur ist ein Ausschnitt einer Ausführungsform einer Wand- oder Deckenverkleidung aus Metall im Querschnitt dargestellt.
Als Basis für die erfindungsgemäße Wand- oder Deckenverkleidung dient eine Rohverklei­ dung 1 aus verzinktem Stahlblech mit einer Stärke von 0,5 bis 2 mm, welches an den Kanten 5 derart rechtwinklig abgewinkelt ist, daß die Rohverkleidung ein nach oben offenes Kasten­ profil aufweist. Die Unterseite der Rohverkleidung 1 ist mit einer aus Ausnehmungen 2 be­ stehenden Perforation versehen, welche in der Größe so bemessen sind, daß die typischerweise in dem jeweiligen Raum auftretenden Schallwellen möglichst ungehindert durch diese hin­ durchtreten können. Typische Lochgrößen liegen in einem Bereich von 0,5 bis 15,0 mm. Ebenfalls auf die jeweiligen Schallverhältnisse in dem betreffenden Raum abzustimmen ist die Dichte der Perforation, die sich typischerweise in einem Bereich von 0,5 bis 50% der freien Querschnittsfläche befindet. Die Ausnehmungen 2 können gebohrt oder auch gestanzt werden, wobei ein solcher Stanzvorgang vorteilhaft gleichzeitig mit dem Formpressen der Rohverkleidung 1 erfolgen kann. Zur weiteren Schallabsorption ist ein Dämmstoffmaterial, welches bevorzugt aus einem Vliesstoff 3, der vorzugsweise aus Glasfaservlies besteht, in die Wand oder Deckenverkleidung eingelegt, wie in der Figur gezeigt. In dem Raum auftretender Schall tritt somit durch die Ausnehmungen 2 in den Vliesstoff 3, wo die Schallwellen absor­ biert werden. Wie auch die Perforation ist auch der Strömungswiderstand des Vliesstoffes den individuellen Schallverhältnissen anzupassen. Typisches Werte liegen bei 190 Ns/m3.
Um eine besonders bevorzugte schallabsorbierende Wand- oder Deckenverkleidung mit dem geforderten Brandverhalten zu erhalten, besteht der verwendete Vliesstoff vorzugsweise aus kleberbeschichtetem Glas oder Zellstoff, der mittels Acrylbinder verfestigt ist. Die Dicke des bevorzugten Vliessstoffes 3 beträgt beispielsweise 0,3 + 0,05 mm, kann jedoch auch bis zu 2 mm sein. Die Luftdurchlässigkeit nach DIN EN ISO 9237/200 Pa ist beispielsweise kleiner als 1000 l/s2 und der Strömungswiderstand nach DIN 52213 beträgt, ebenfalls beispielsweise, weniger als 190 Ns/m3. Insbesondere ist der bevorzugte Vliesstoff 3 schwer entflammbar ge­ mäß B1 nach DIN 4102. Um dies zu erreichen ist das Glasvlies besonders bevorzugt als Flä­ chengebilde aus Glasfaser, Polyesterfaser und Zellstoff, gebunden mit dem Bindemittel Po­ lyvenylacetat, halogenfreiem Flammsalz und Rußpigmenten ausgebildet.
Ebenso kann als schallabsorbierendes Material Mineralwolle, Vlies oder ähnliches Absorp­ tionsmaterial, welches schwer entflammbar oder bevorzugt nicht brennbar ist, und die Bau­ stoffklasse A2 erfüllt, verwendet werden.
Insbesondere umfaßt die erfindungsgemäße Wand- oder Deckenverkleidung eine Beschich­ tung 4, die vorzugsweise mit einem Pulverbeschichtungsverfahren aufgebracht wird.
Die Zusammensetzung und Konsistenz der Beschichtung 4 geht aus dem nachfolgend be­ schriebenen Verfahren zur Beschichtung der Rohverkleidung 1 hervor. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Wand- oder Deckenverkleidung wird bevorzugt ein duroplastisches Beschichtungspulver vorgeschlagen, welches zu 60 bis 66 Gew.-% aus Polyesterharz, zu wenni­ ger als 4 Gew.-% aus ß-Hydroxyalkylamid und zu 1,40 bis 1,80 Gew.-% aus Polypropylen­ wachs besteht. Weiterhin sind für diese Beispiele die Pigmente Titanoxid zu 28,00 bis 32,00 Gew.-% und Eisenoxidpigmente zu 0,20 bis 0,60 Gew.-% in dem Pulver enthalten sowie 1,20 bis 1,60 Gew.-% Calciumcarbonat als Füllstoff. Die Korngröße von mindestens 60 ± 5% der Körner beträgt maximal 40 µm oder vorzugsweise maximal 32 µm, wodurch sich dieses ge­ genüber den standardmäßig verwendeten Korngrößen von 30-50 Vol.-% mit etwa 70 bis 80 µm mittlerem Korndurchmesser wesentlich unterscheidet. Dies ergibt eine besonders gleich­ mäßige Verteilung der Körner auf der zu beschichtenden Oberfläche.
Besonders bevorzugt ist ein duroplastisches Beschichtungspulver mit 63,00 Gew.-% Poly­ esterharz, 3,80 Gew.-% Betahydroxylalkylamid und 1,6 Gew.-% Polypropylenwachs. Eine besonders bevorzugte Farbstoffzusammensetzung enthält 2,980 Gew.-% Titandioxid und 0,40 Gew.-% Eisenoxidpigmente. Weiterhin ist ein Zusatz von 1,40 Gew.-% Calciumcarbonat be­ sonders bevorzugt.
Ein duroplastisches Beschichtungspulver, bei welchem andere geeignete Härter oder Wachse verwendet werden, ein anderer geeigneter Füllstoff oder andere Farbstoffe können selbstver­ ständlich eine ähnlich vorteilhafte Beschichtung ergeben. Eine Voraussetzung bei der Wahl abweichender Inhaltsstoffe ist, daß diese eine nicht oder schwer entflammbare Beschichtung ergeben, aus der im Brandfall nicht unzulässig viele gefährliche Substanzen entweichen.
Im nächsten Schritt wird die Rohverkleidung 1 elektrostatisch aufgeladen, wodurch das bei dem anschließenden Schritt aufgebrachte Pulver an der Rohverkleidung 1 haftet und sich be­ sonders gleichmäßig verteilt, da dies weitgehend unabhängig von der Schwerkraft und damit von der Lage der betreffenden zu beschichtenden Fläche erfolgt. Andererseits ist durch das hier verwendete besonders feine und gleichmäßige Pulver verhindert, daß sich die Körner an den Kanten der Perforationslöcher 2 infolge des elektrostatischen Feldes übermäßig ansam­ meln, wodurch ein Verschließen dieser Öffnungen ausgeschlossen wird. Hierbei ist zu beden­ ken, daß die elektrostatischen Kräfte, welche auf die Pulverpartikel wirken, sowohl hinsicht­ lich ihres Betrags als auch hinsichtlich ihrer Richtung in der Umgebung der Öffnungen unter­ schiedlich zu denen oberhalb einer geschlossenen Fläche sind. Um ein Verschließen von Öff­ nungen wie der Perforationslöcher 2 zu verhindern, ist sicherzustellen, daß auf den Kanten 6 solcher Öffnungen die Schichtdicke keinesfalls bis zum mittleren Radius der Öffnung ansteigen darf. Für die hier bevorzugte Perforation aus kreisförmigen Öffnungen mit weniger als 0,7 mm oder besonders bevorzugt mit weniger als 0,5 mm Durchmesser konnte das oben an­ gegebene Pulver als besonders vorteilhaft bestimmt werden. Das Aufbringen des Pulvers er­ folgt bei einer Temperatur unterhalb von 50°C, welche unterhalb der Schmelztemperatur des Pulvers liegt.
Anschließend wird die Rohverkleidung 1 mit dem Pulver auf 180°C, d. h. auf die Schmelz­ temperatur des Pulvers oder gegebenenfalls auch auf eine höhere Temperatur erwärmt, wo­ durch das Pulvermaterial schmilzt und als Oberflächenschicht in die Zinkoberfläche des Stahlblechs einbrennt. Eine Beschichtung von nicht verzinktem Stahlblech oder von Blech aus einem anderen Metall erfolgt auf prinzipiell gleiche Art, wobei das Einbrennen in die je­ weilige Metalloberfläche bei geeigneter Oberflächengüte im wesentlichen ebenso erfolgt wie in einer Zinkoberfläche eines Stahlblechs.
Es konnte festgestellt werden, daß mit der hier angegebenen bevorzugten Korngrößenvertei­ lung eine Beschichtung erhalten werden kann, die mit einer Schichtdicke von 30 bis 70 µm aufgrund ihrer besonders gleichmäßigen Dichteverteilung im Hinblick auf ihr Aussehen und auf ihre physikalische und chemische Konsistenz eine Güte aufweist, die mit herkömmlichen Korngrößen erst bei Schichtdicken von 70 bis 100 µm erhalten werden kann. Allerdings ist das Auftragen eines derart feinen Pulvers nicht ohne weiteres mit den üblichen Pulverbe­ schichtungsanlagen möglich. Dies wird durch die hier angegebene Zusamensetzung möglich, durch welche das Pulver hinreichend fluidisiert wird. Die jeweiligen Mengen werden vor­ zugsweise so eingestellt, daß die sogenannte AF-(Advance Fluidity)Spezifikation erreicht wird.
Wie in der Figur dargestellt, werden die Kanten 6 der Ausnehmungen 2 bei der Pulverbe­ schichtung mitbeschichtet, wodurch sich ein homogeneres Aussehen der Verkleidung ergibt und diese Kanten darüber hinaus vor Umwelteinflüssen geschützt werden. Andererseits be­ steht hierdurch prinzipiell die Möglichkeit, daß insbesondere kleine Ausnehmungen durch die Beschichtung verschlossen werden. Da jedoch bei der vorliegenden Erfindung die Schichtdic­ ken niedrig gehalten werden können, können die Lochdurchmesser der Ausnehmungen 2 we­ sentlich kleiner gewählt werden als bei pulverbeschichteten schallabsorbierenden Decken­ platten dies bisher möglich war.
Eine besonders bevorzugte Lochgröße von höchstens 0,5 mm kann mit dem hier angegebenen Verfahren realisiert werden, wobei aufgrund der möglichen geringen Schichtdicke diese klei­ nen kreisförmigen Öffnungen nicht durch die Pulverbeschichtung verschlossen werden.
Weiterhin führt eine gleichmäßigere Applizierung des Pulvers zu einem geringeren Pulver­ verbrauch als dies bei ungleichmäßig applizierten Schichten der Fall ist. Das gleichmäßige Auftragen des Pulvers und die damit erhaltene gleichmäßige Oberflächenschicht ermöglicht eine Reduzierung der applizierten Schichtdicke auf bis zu 5 µm. Um solch gleichmäßige Schichten zu erzielen, muß insbesondere bei kleinen Korngrößen das Fließverhalten des Pul­ vers verbessert werden und für einen leichten Transport durch die Schlauchleitungen der Pul­ verbeschichtungsanlage, sowie für ein günstiges Zerstäuben des Pulvers gesorgt werden.
Somit ist bei der vorliegenden Erfindung nicht nur eine Oberflächenschicht realisiert, die hin­ sichtlich ihres Brandverhaltens besonders vorteilhaft ist, sondern darüber hinaus auch sehr kostengünstig hergestellt werden kann. Das hier verwendete Beschichtungspulver kann auf­ grund der Meinen Korngrößen und in Verbindung mit dem Flußverbesserer mit erhöhter Ge­ schwindigkeit in Schlauchleitungen gefördert werden, wodurch sich die Produktivität erhöht. Da das Pulver zu einem besonders hohen Anteil aus feinen Körnern besteht, kann das Pulver­ beschichtungsverfahren auf die Applikation von kleinen Körnern abgestimmt werden. Hier­ durch reduzieren sich die Feinteilverluste, welche beim Pulverbeschichten üblicherweise re­ lativ hoch sind, da das Verfahren auf größere Korngrößen, wie sie in üblicherweise verwen­ deten Pulvern vorkommen, abgestimmt wird. Auch kann festgestellt werden, daß sich das hier verwendete Pulver leichter von den zur Pulverbeschichtung verwendeten Hilfsmitteln wie Kabinenwänden und Haltern entfernen läßt, wodurch neben dem geringeren Reinigungsauf­ wand auch die Stillstandzeiten verkürzt werden.
Dabei ist durch den gleichmäßigen Auftrag auch die Farbkonsistenz, die Filmbildung und das Fließverhalten verbessert und ergibt hochglänzende Oberflächen, wobei sich der Glanz durch Verwendung von kleineren Pulverkorngrößen steigern läßt. Auch lassen sich durch das hier verwendete feine und gleichmäßige Pulver Farbstoffe sehr genau dosieren, wodurch die her­ gestellten Wand- oder Deckenplatten hinsichtlich ihres Farbtons besonders gut übereinstim­ men.
Zur Überprüfung des Brandverhaltens wird eine auf solche Art hergestellte Wand- oder Dec­ kenverkleidung in einem speziellen Ofen so befestigt, daß ein darunter liegender Brand einen vorbestimmbaren Abstand zu der Verkleidung einhält, und währenddessen das Verhalten der Verkleidung insbesondere hinsichtlich der Rauchentwicklung beobachtet. Dabei konnte fest­ gestellt werden, daß die Rauchentwicklung bei den geprüften relevanten Brandhöhen weit geringer ist, als dies bei herkömmlichen Pulverbeschichtungen der Fall ist. Insbesondere er­ füllt eine gelochte Deckenplatte mit der oben beschriebenen, nicht brennbaren Vliesstoffein­ lage und mit der erfindungsgemäßen Beschichtung die eingangs erwähnte Baustoffklasse A2 nach DIN 4102. Es kann davon ausgegangen werden, daß dies eine Folge der speziellen Zu­ sammensetzung der Beschichtung in Verbindung mit der geringen Schichtdicke ist.
Selbstverständlich erfüllt auch eine Deckenverkleidung der hier beschriebenen Art die glei­ chen Anforderungen, wenn diese ohne Vliesstoffeinlage oder ohne Perforation verwendet wird.
Da die erfindungsgemäße Verkleidung hinsichtlich ihrer sonstigen Eigenschaften denen des Stands der Technik nicht nachstehen, darüber hinaus aufgrund der geringeren Beschichtungs­ dicke die benötigte Pulvermenge reduziert werden kann und damit sogar Materialkosten ein­ sparen kann, ist die Erfindung auch dort vorteilhaft einsetzbar, wo die Anforderungen der oben genannten Baustoffklasse A2 nicht unbedingt gefordert werden.

Claims (10)

1. Wand- oder Deckenverkleidung aus Metall mit einer duroplastischen pulverbeschich­ teten Oberfläche, wobei die Oberflächenschicht ein Polymerisationsprodukt von Poly­ esterharz zu 50 bis 70 Gew.-% mit Härter zu weniger als 5 Gew.-%, Polypropylen­ wachs zu 1 bis 2 Gew.-%, ferner Farbstoffe wie Pigmente und Füllstoffe enthält und die Beschichtung eine mittlere Dicke unter 70 µm aufweist.
2. Wand- und Deckenverkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung eine mittlere Dicke unter 50 µm aufweist.
3. Wand- oder Deckenverkleidung nach Anspruch 1 oder 2, wobei als Pigment Titandi­ oxid zu 25 bis 35 Gew.-%, Eisenoxidpigmente zu 0,2 bis 1 Gew.-% und Calciumcar­ bonat zu 1 bis 2 Gew.-% verwendet wird.
4. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rohverkleidung (1) aus Stahlblech, vorzugsweise verzinktem Stahlblech besteht.
5. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Deckenverkleidung eine durch Ausnehmungen (2) gebildete Perforation aufweist.
6. Wand- oder Deckenverkleidung nach Anspruch 5, wobei die Ausnehmungen (2) einen mittleren Durchmesser von höchstens 0,5 mm aufweisen.
7. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zur Schallabsorption ein Absorptionsmaterial (3) zwischen der Wand- oder Decken­ verkleidung und der Wand oder Decke angeordnet ist.
8. Wand- oder Deckenverkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfas­ send eine Rohverkleidung (1) aus verzinktem Stahlblech, welche an ihrem Außenum­ fang derart abgewinkelt ist, daß sie in der Form eines nach oben offenen Kastens vor­ liegt, wobei an der Unterseite der Rohverkleidung Ausnehmungen (2) eine Perforation bilden und wobei zur Schallabsorption ein Absorptionsmaterial (3) an der Innenseite der Rohverkleidung (1) angeordnet ist, und die Rohverkleidung an der ihrer Innenseite gegenüberliegenden Sichtseite die pulverbeschichtete Oberflächenschicht aufweist.
9. Verfahren zur Beschichtung einer Deckenverkleidung aus Metall nach einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend die folgenden Schritte:
Bereitstellen eines Pulvers bestehend aus Polyesterharz zu 50 bis 70 Gew.-%, mit β- Hydroxyalkylamid zu weniger als 5 Gew.-%, Polypropylwachs zu 1 bis 2 Gew.-%, wobei das Pulver zu mindestens 60 ± 5 Vol.-% Körner einer Korngröße von weniger als 40 µm aufweist,
Elektrostatisches Aufladen der Rohverkleidung (1),
Aufbringen des Pulvers auf die Rohverkleidung (1) bei einer Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts des Pulvers,
Erwärmen der Rohverkleidung mit dem Pulver auf eine Temperatur von 170 bis 190°C für 10 bis 15 Minuten, um die Körner zu schmelzen und die Beschichtung zu härten.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das Pulver aus Polyesterharz zu 60 bis 65 Gew.-% mit β-Hydroxyalkylamid zu weni­ ger als 4 Gew.-%, Polypropylwachs zu 1,5 bis 1,7 Gew.-%, und ferner Pigmente und Füllstoffe enhält, wobei das Pulver zu mindestens 60 ± 5% Körner einer Korngröße von weniger als 32 µm aufweist, und daß das Erwärmen der Rohverkleidung mit dem Pulver auf eine Temperatur von 180°C für 12 Minuten erfolgt.
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DE1833763U (de) * 1961-02-23 1961-06-29 R F Morrison & Company Ltd Tafel fuer wand- oder deckenbekleidung.

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