DE19954393A1 - Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von monodispersen AnionenaustauschernInfo
- Publication number
- DE19954393A1 DE19954393A1 DE19954393A DE19954393A DE19954393A1 DE 19954393 A1 DE19954393 A1 DE 19954393A1 DE 19954393 A DE19954393 A DE 19954393A DE 19954393 A DE19954393 A DE 19954393A DE 19954393 A1 DE19954393 A1 DE 19954393A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- monodisperse
- monodisperse anion
- polymer
- exchangers
- resin
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J39/00—Cation exchange; Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
- B01J39/04—Processes using organic exchangers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J41/00—Anion exchange; Use of material as anion exchangers; Treatment of material for improving the anion exchange properties
- B01J41/04—Processes using organic exchangers
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J41/00—Anion exchange; Use of material as anion exchangers; Treatment of material for improving the anion exchange properties
- B01J41/08—Use of material as anion exchangers; Treatment of material for improving the anion exchange properties
- B01J41/12—Macromolecular compounds
- B01J41/14—Macromolecular compounds obtained by reactions only involving unsaturated carbon-to-carbon bonds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/42—Treatment of water, waste water, or sewage by ion-exchange
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F8/00—Chemical modification by after-treatment
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
Abstract
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen, monodispersen Anionenaustauschern und ihre Verwendung.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen, mono
dispersen Anionenaustauschern sowie ihre Verwendung.
Aus US-A 4 444 961 ist unter anderem ein Verfahren zur Herstellung monodisperser
Anionenaustauscher bekannt. Hierbei werden haloalkylierte Polymere mit Alkylamin
umgesetzt.
In der EP-A 0 046 535 wird unter Hinweis auf US-A 3 989 650 die Herstellung eines
makroporösen stark basischen Anionenaustauschers einheitlicher Teilchengröße nach
einem Direktverdüsungs- und Mikroverkapselungsverfahren beschrieben.
Das Perlpolymerisat wird durch Umsetzung mit N-Acetoxmethylphthalimid und
weiteren Umsetzungsschritten zu einem stark basischen Anionenaustauscher mit Tri
methylammoniumgruppen umgesetzt.
Das in EP-A 0 046 535 beschriebene Verfahren hat verschiedene Nachteile.
- a) Zum einen ist es umweltbelastend und nicht ressourcenschonend, da bei der Umsetzung zwangsweise Essigsäure freigesetzt wird, die abwasserbelastend ist und insgesamt ein wirtschaftliches Verfahren nicht ermöglicht. Zudem muss damit gerechnet werden, dass Reste der Essigsäure im Produkt verbleiben und dieses verunreinigen. Ferner können Reste der Essigsäure aus dem Anionenaustauscher an Flüssigkeiten abgegeben werden, die eigentlich zur Reinigung über die Anionenaustauscher filtriert werden.
- b) Die Ausbeute an Anionenaustauscher Endprodukt in Liter pro eingesetztem Edukt ist ungenügend und kann nicht mehr wesentlich gesteigert werden.
- c) Ferner ist die nutzbare Kapazität der Anionenaustauscher, also ihre Aufnah mefähigkeit für Anionen, nicht ausreichend hoch.
Aufgabe der Erfindung war also das Bereitstellen einer Methode zur Herstellung von
monodispersen Anionenaustauschern, bevorzugt von monodispersen makroporösen
Anionenaustauschern mit hoher mechanischer und osmotischer Stabilität der Perlen,
einer erhöhten Aufnahmekapazität für Anionen bei gleichzeitig vermindertem
Ressourceneinsatz zur Herstellung der Anionenaustauscher selbst, einer hohen Aus
beute bei ihrer Herstellung sowie einer hohen Reinheit der funktionellen basischen
Gruppen. Außerdem sind die Produkte frei von einer Nachvernetzung.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung mono
disperser Anionenaustauscher, dadurch gekennzeichnet, dass man
- a) Monomertröpfchen aus mindestens einer monovinylaromatischen Verbindung und mindestens einer polyvinylaromatischen Verbindung sowie gegebenen falls einem Porogen und/oder gegebenenfalls einem Initiator oder einer Ini tiatorkombination, zu einem monodispersen, vernetzten Perlpolymerisat umsetzt,
- b) dieses monodisperse, vernetzte Perlpolymerisat mit Phthalimidderivaten ami domethyliert,
- c) das amidomethylierte Perlpolymerisat zu aminomethyliertem Perlpolymerisat umsetzt und
- d) schließlich das aminomethylierte Perlpolymerisat alkyliert.
Weiterhin Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die amidomethylierten Perl
polymerisate aus Verfahrensschritt b), die aminomethylierten Verfahrensprodukte
aus Verfahrensschritt c) aber auch die durch Alkylierung erhaltenen aminomethy
lierten Perlpolymerisate aus Verfahrensschritt d), die in Anionenaustauschern einge
setzt werden.
Überraschenderweise zeigen die gemäß vorliegender Erfindung hergestellten mono
dispersen, Anionenaustauscher eine höhere Ausbeute, eine geringere Belastung der
Umwelt sowie eine höhere nutzbare Kapazität in der Anwendung, als die aus dem
oben genannten Stand der Technik bekannten Harze.
Das monodisperse, vernetzte, vinylaromatische Grundpolymerisat gemäß Verfah
rensschritt a) kann nach den aus der Literatur bekannten Verfahren hergestellt wer
den. Beispielsweise werden solche Verfahren in US-A 4 444 961, EP-A 0 046 535,
US-A 4 419 245, WO 93/12167 beschrieben, deren Inhalte von der vorliegenden
Anmeldung hinsichtlich des Verfahrensschrittes a) mit umfasst werden.
In Verfahrensschritt a) wird mindestens eine monovinylaromatische Verbindung und
mindestens eine polyvinylaromatische Verbindung eingesetzt. Es ist jedoch auch
möglich, Mischungen zweier oder mehrerer monovinylaromatischer Verbindungen
und Mischungen zweier oder mehrerer polyvinylaromatischer Verbindungen einzu
setzen.
Als monovinylaromatische Verbindungen im Sinne der vorliegenden Erfindung wer
den in Verfahrensschritt a) bevorzugt monoethylenisch ungesättigte Verbindungen
wie beispielsweise Styrol, Vinyltoluol, Ethylstyrol, α-Methylstyrol, Chlorstyrol,
Chlormethylstyrol, Acrylsäurealkylester und Methacrylsäurealkylester eingesetzt.
Besonders bevorzugt wird Styrol oder Mischungen aus Styrol mit den vorgenannten
Monomeren eingesetzt.
Bevorzugte polyvinylaromatische Verbindungen im Sinne der vorliegenden Erfin
dung sind für Verfahrensschritt a) multifunktionelle ethylenisch ungesättigte Verbin
dungen wie beispielsweise Divinylbenzol, Divinyltoluol, Trivinylbenzol, Divinyl
naphtalin, Trivinylnaphtalin, 1,7-Octadien, 1,5-Hexadien, Ethylenglycoldimethacry
lat, Trimethylolpropantrimethacrylat oder Allylmethacrylat.
Die polyvinylaromatischen Verbindungen werden im allgemeinen in Mengen von
1-20 Gew.-%, vorzugsweise 2-12 Gew.-%, besonders bevorzugt 4-10 Gew.-%, bezo
gen auf das Monomer oder dessen Mischung mit weiteren Monomeren eingesetzt.
Die Art der polyvinylaromatischen Verbindungen (Vernetzer) wird im Hinblick auf
die spätere Verwendung des kugelförmigen Polymerisats ausgewählt. Divinylbenzol
ist in vielen Fällen geeignet. Für die meisten Anwendungen sind kommerzielle Divi
nylbenzolqualitäten, die neben den Isomeren des Divinylbenzols auch Ethylvinyl
benzol enthalten, ausreichend.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kommen in Ver
fahrensschritt a) mikroverkapselte Monomertröpfchen zum Einsatz.
Für die Mikroverkapselung der Monomertröpfchen kommen die für den Einsatz als
Komplexkoazervate bekannten Materialien in Frage, insbesondere Polyester, natür
liche und synthetische Polyamide, Polyurethane, Polyharnstoffe.
Als natürliches Polyamid ist beispielsweise Gelatine besonders gut geeignet. Diese
kommt insbesondere als Koazervat und Komplexkoazervat zur Anwendung. Unter
gelatinehaltigen Komplexkoazervaten im Sinne der Erfindung werden vor allem
Kombinationen von Gelatine mit synthetischen Polyelektrolyten verstanden. Geeig
nete synthetische Polyelektrolyte sind Copolymerisate mit eingebauten Einheiten von
beispielsweise Maleinsäure, Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylamid und Methacryl
amid. Besonders bevorzugt werden Acrylsäure und Acrylamid eingesetzt. Gelatine
haltige Kapseln können mit üblichen Härtungsmitteln wie beispielsweise Formalde
hyd oder Glutardialdehyd gehärtet werden. Die Verkapselung von Monomertröpf
chen mit Gelatine, gelatinehaltigen Koazervaten und gelatinehaltigen Komplexko
azervaten wird in der EP-A 0 046 535 eingehend beschrieben. Die Methoden der
Verkapselung mit synthetischen Polymeren sind bekannt. Gut geeignet ist beispiels
Weise die Phasengrenzflächenkondensation, bei der eine im Monomertröpfchen
gelöste Reaktivkomponente (beispielsweise ein Isocyanat oder ein Säurechlorid) mit
einer zweiten, in der wässrigen Phase gelösten Reaktivkomponente (beispielsweise
einem Amin), zur Reaktion gebracht wird.
Die gegebenenfalls mikroverkapselten Monomertröpfchen enthalten gegebenenfalls
einen Initiator oder Mischungen von Initiatoren zur Auslösung der Polymerisation.
Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Initiatoren sind beispielsweise Per
oxyverbindungen wie Dibenzoylperoxid, Dilaurylperoxid, Bis(p-chlorbenzoylper
oxid), Dicyclohexylperoxydicarbonat, tert.-Butylperoctoat, tert.-Butylperoxy-2-ethyl
hexanoat, 2,5-Bis(2-ethylhexanoylperoxy)-2,5-dimethylhexan oder tert.-Amylper
oxy-2-etylhexan, sowie Azoverbindungen wie 2,2'-Azobis(isobutyronitril) oder 2,2'-
Azobis(2-methylisobutyronitril).
Die Initiatoren werden im allgemeinen in Mengen von 0,05 bis 2,5 Gew.-%, vor
zugsweise 0,1 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf die Monomeren-Mischung, angewendet.
Als weitere Zusätze in den gegebenenfalls mikroverkapselten Monomertröpfchen
können gegebenenfalls Porogene verwendet werden, um im kugelförmigen Polyme
risat eine makroporöse Struktur zu erzeugen. Hierfür sind organische Lösungsmittel
geeignet, die das entstandene Polymerisat schlecht lösen bzw. quellen. Beispielhaft
seien Hexan, Octan, Isooctan, Isododecan, Methylethylketon, Butanol oder Octanol
und deren Isomeren genannt.
Die Begriffe mikroporös oder gelförmig bzw. makroporös sind in der Fachliteratur
bereits eingehend beschrieben worden.
Bevorzugte Perlpolymerisate im Sinne der vorliegenden Erfindung, hergestellt durch
Verfahrensschritt a), weisen eine makroporöse Struktur auf.
Die Ausbildung monodisperser, makroporöser Perlpolymerisate kann beispielsweise
durch Zusatz von Inertmaterialien (Porogene)zu der Monomermischung bei der Poly
merisation erfolgen. Als solche sind vor allem organische Substanzen geeignet, die
sich im Monomeren lösen, das Polymerisat aber schlecht lösen bzw. quellen (Fäll
mittel für Polymere) beispielsweise aliphatische Kohlenwasserstoffe (Farbenfabriken
Bayer DBP 1045102, 1957; DBP 1113570, 1957).
In US-A 4 382 124 werden als Porogen beispielsweise Alkohole mit 4 bis 10 Koh
lenstoffatomen zur Herstellung monodisperser, makroporöser Perlpolymerisate auf
Styrol/Divinylbenzol-Basis eingesetzt. Ferner wird eine Übersicht der Herstell
methoden makroporöser Perlpolymerisate gegeben.
Das gegebenenfalls mikroverkapselte Monomertröpfchen kann gegebenenfalls auch
bis zu 30 Gew.-% (bezogen auf das Monomer) vernetztes oder unvernetztes Polymer
enthalten. Bevorzugte Polymere leiten sich aus den vorgenannten Monomeren, be
sonders bevorzugt von Styrol, ab.
Die mittlere Teilchengröße der gegebenenfalls verkapselten Monomertröpfchen be
trägt 10-1000 µm, vorzugsweise 100-1000 µm. Das erfindungsgemäße Verfahren
ist auch zur Herstellung monodisperser kugelförmiger Polymerisate gut geeignet.
Bei der Herstellung der monodispersen Perlpolymerisate gemäß Verfahrensschritt a)
kann die wässrige Phase gegebenenfalls einen gelösten Polymerisationsinhibitor ent
halten. Als Inhibitoren im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen sowohl anor
ganische als auch organische Stoffe in Frage. Beispiele für anorganische Inhibitoren
sind Stickstoffverbindungen wie Hydroxylamin, Hydrazin, Natriumnitrit und
Kaliumnitrit, Salze der phosphorigen Säure wie Natriumhydrogenphosphit sowie
schwefelhaltige Verbindungen wie Natriumdithionit, Natriumthiosulfat, Natriumsul
fit, Natriumbisulfit, Natriumrhodanid und Ammoniumrhodanid. Beispiele für organi
sche Inhibitoren sind phenolische Verbindungen wie Hydrochinon, Hydrochinon
monomethylether, Resorcin, Brenzkatechin, tert.-Butylbrenzkatechin, Pyrogallol und
Kondensationsprodukte aus Phenolen mit Aldehyden. Weitere geeignete organische
Inhibitoren sind stickstoffhaltige Verbindungen. Hierzu gehören Hydroxylaminderi
vate wie beispielsweise N,N-Diethylhydroxylamin, N-Isopropylhydroxylamin sowie
sulfonierte oder carboxylierte N-Alkylhydroxylamin- oder N,N-Dialkylhydroxyl
aminderivate, Hydrazinderivate wie beispielsweise N,N-Hydrazinodiessigsäure,
Nitrosoverbindungen wie beispielsweise N-Nitrosophenylhydroxylamin, N-Nitro
sophenylhydroxylamin-Ammoniumsalz oder N-Nitrosophenylhydroxylamin-Alumi
niumsalz. Die Konzentration des Inhibitors beträgt 5-1000 ppm (bezogen auf die
wässrige Phase), vorzugsweise 10-500 ppm, besonders bevorzugt 10-250 ppm.
Die Polymerisation der gegebenenfalls mikroverkapselten Monomertröpfchen zum
kugelförmigen, monodispersen Perlpolymerisat erfolgt, wie bereits oben erwähnt,
gegebenenfalls in Anwesenheit eines oder mehrerer Schutzkolloide in der wässrigen
Phase. Als Schutzkolloide sind natürliche und synthetische wasserlösliche Polymere,
wie beispielsweise Gelatine, Stärke, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Poly
acrylsäure, Polymethacrylsäure oder Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure und
(Meth)acrylsäureestern. Sehr gut geeignet sind auch Cellulosederivate, insbesondere
Celluloseester und Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose Methylhydroxyethyl
cellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Hydroxyethylcellulose. Besonders gut
geeignet ist Gelatine. Die Einsatzmenge der Schutzkolloide beträgt im allgemeinen
0,05 bis 1 Gew.-% bezogen auf die wässrige Phase, vorzugsweise 0,05 bis
0,5 Gew.-%.
Die Polymerisation zum kugelförmigen, monodispersen Perlpolymerisat in Verfah
rensschritt a) kann gegebenenfalls auch in Anwesenheit eines Puffersystem durchge
führt werden. Bevorzugt werden Puffersysteme, die den pH-Wert der wässrige Phase
bei Beginn der Polymerisation auf einen Wert zwischen 14 und 6, vorzugsweise
zwischen 12 und 8 einstellen. Unter diesen Bedingungen liegen Schutzkolloide mit
Carbonsäuregruppen ganz oder teilweise als Salze vor. Auf diese Weise wird die
Wirkung der Schutzkolloide günstig beeinflusst. Besonders gut geeignete Puffer
systeme enthalten Phosphat- oder Boratsalze. Die Begriffe Phosphat und Borat im
Sinne der Erfindung umfassen auch die Kondensationsprodukte der ortho-Formen
entsprechender Säuren und Salze. Die Konzentration an Phosphat bzw. Borat in der
wässrigen Phase beträgt 0,5-500 mmol/l, vorzugsweise 2,5-100 mmol/l.
Die Rührgeschwindigkeit bei der Polymerisation ist wenig kritisch und hat im
Gegensatz zur herkömmlichen Perlpolymerisation keinen Einfluss auf die Teilchen
größe. Es werden niedrige Rührgeschwindigkeiten angewandt, die ausreichen, die
suspendierten Monomertröpfchen in Schwebe zu halten und die Abführung der
Polymerisationswärme zu unterstützen. Für diese Aufgabe können verschiedene Rüh
rertypen eingesetzt werden. Besonders geeignet sind Gitterrührer mit axialer Wir
kung.
Das Volumenverhältnis von verkapselten Monomertröpfchen zu wässriger Phase be
trägt 1 : 0,75 bis 1 : 20, vorzugsweise 1 : 1 bis 1 : 6.
Die Polymerisationstemperatur richtet sich nach der Zerfallstemperatur des einge
setzten Initiators. Sie liegt im allgemeinen zwischen 50 bis 180°C, vorzugsweise
zwischen 55 und 130°C. Die Polymerisation dauert 0,5 bis einige Stunden. Es hat
sich bewährt, ein Temperaturprogramm anzuwenden, bei dem die Polymerisation bei
niedriger Temperatur, beispielsweise 60°C begonnen wird und die Reaktionstempe
ratur mit fortschreitendem Polymerisationsumsatz gesteigert wird. Auf diese Weise
lässt sich beispielsweise die Forderung nach sicherem Reaktionsverlauf und hohem
Polymerisationsumsatz sehr gut erfüllen. Nach der Polymerisation wird das Polyme
risat mit üblichen Methoden, beispielsweise durch Filtrieren oder Dekantieren, iso
liert und gegebenenfalls gewaschen.
Im Verfahrensschritt b) wird zunächst das Amidomethylierungsreagens hergestellt.
Dazu wird beispielsweise ein Phthalimid oder ein Phthalimidderivat in einem Lö
sungsmittel gelöst und mit Formalin versetzt. Anschließend wird unter Wasserab
spaltung hieraus ein Bis-Phthalimidoether gebildet. Bevorzugte Phthalimidderivate
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Phthalimid selber oder substituierte
Phthalimide, beispielsweise Methylphthalimid.
Als Lösungsmittel kommen im Verfahrensschritt b) inerte Lösungsmittel zum Ein
satz, die geeignet sind, das Polymer zu quellen, bevorzugt chlorierte Kohlenwasser
stoffe, besonders bevorzugt Dichlorethan oder Methylenchlorid.
Im Verfahrensschritt b) wird das Perlpolymerisat mit Phthalimidderivaten konden
siert. Als Katalysator wird hierbei Oleum, Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid ein
gesetzt.
Verfahrensschritt b) wird bei Temperaturen zwischen 20 bis 120°C, bevorzugt 50 bis
100°C, besonders bevorzugt 60 bis 90°C durchgeführt.
Die Abspaltung des Phthalsäureresters und damit die Freilegung der Aminomethyl
gruppe erfolgt im Verfahrensschritt c) durch Behandeln des phthalimidomethylierten
vernetzten Perlpolymerisates mit wässrigen oder alkoholischen Lösungen eines Alka
lihydroxids, wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid bei Temperaturen zwischen
100 und 250°C, vorzugsweise 120-190°C. Die Konzentration der Natronlauge liegt
im Bereich von 10 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 40 Gew.-%. Dieses Verfah
ren ermöglicht die Herstellung aminoalkylgruppenhaltiger vernetzter Perlpolymeri
sate mit einer Substitution der aromatischen Kerne größer 1.
Das dabei entstehende aminomethylierte Perlpolymerisat wird schließlich mit voll
entsalztem Wasser alkalifrei gewaschen.
Im Verfahrensschritt d) erfolgt die Herstellung der erfindungsgemäßen Anionenaus
tauscher durch Umsetzung des Aminomethylgruppen-haltigen monodispersen, ver
netzten, vinylaromatischen Grundpolymerisates in Suspension mit Alkylierungs
mitteln.
Bevorzugte Alkylierungsmittel im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Alkylhalo
genide, Halogenalkohole, Alkylsulfate, Dialkylsulfate, Alkyloxide, Leuckart-
Wallach-Reagenzien oder Kombinationen dieser Alkylierungsmittel untereinander
bzw. nacheinander.
Besonders bevorzugt werden Chlormethyl, Ethylenoxid, Propylenoxid sowie die
Leuckert-Wallach-Reagenzien oder deren Kombination eingesetzt. Beispielhaft wer
den Leuckart-Wallach-Reagenzien in Organikum, VEB Deutscher Verlag der
Wissenschaften, Berlin 1968, 8. Auflage, Seite 479 beschrieben.
Als Suspensionsmedium werden Wasser oder Mineralsäuren eingesetzt. Gegebenen
falls können aber auch in Abhängigkeit des gewünschten Produktes Basen zugesetzt
werden. Bevorzugt wird Wasser eingesetzt. Als Basen kommen gegebenenfalls
Natronlauge, Kalilauge oder basische, jedoch nicht nucleophile Amine in Frage.
Der Verfahrensschritt d) wird durchgeführt bei Temperaturen von 20 bis 150°C, be
vorzugt von 40 bis 110°C. Verfahrensschritt d) wird bei Drücken von Normaldruck
bis 6 bar, bevorzugt bei Normaldruck bis 4 bar durchgeführt.
Weiterhin Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind die nach dem erfindungsge
mäßen Verfahren hergestellten monodispersen Anionenaustauscher.
Bevorzugt entstehen durch das erfindungsgemäße Verfahren monodisperse Anionen
austauscher mit den funktionellen Gruppen die sich während des Verfahrensschritts
d) ausbilden:
(CH2)n-NR1-R2] (1)
worin
R1 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkylgruppe steht,
R2 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
R3 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
n für eine Zahl 1 bis 5, besonders bevorzugt 1 steht und
X für ein anionisches Gegenion, bevorzugt für Cl⊖, Br⊖, OH⊖, NO3 ⊖ oder SO4 2- steht.
R1 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkylgruppe steht,
R2 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
R3 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
n für eine Zahl 1 bis 5, besonders bevorzugt 1 steht und
X für ein anionisches Gegenion, bevorzugt für Cl⊖, Br⊖, OH⊖, NO3 ⊖ oder SO4 2- steht.
In den Resten R1, R2 und R3 steht Alkoxy bzw. Alkyl jeweils bevorzugt für 1 bis 6
Kohlenstoffatome.
In den erfindungsgemäßen monodispersen Anionenaustauschern trägt jeder aroma
tische Kern bevorzugt 0,1 bis 2 der obengenannten funktionellen Gruppen (1), (2).
Die erfindungsgemäß hergestellten Anionenaustauscher werden eingesetzt
- - zur Entfernung von Anionen aus wässrigen oder organischen Lösungen
- - zur Entfernung von Anionen aus Kondensaten
- - zur Entfernung von Farbpartikeln aus wässrigen oder organischen Lösungen,
- - zur Entfernung von organischen Komponenten aus wässrigen Lösungen, bei spielsweise von Huminsäuren aus Oberflächenwasser.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Anionenaustauscher eingesetzt werden zur
Reinigung und Aufarbeitung von Wässern in der chemischen Industrie und Elektro
nikindustrie, insbesondere zur Herstellung von Reinstwasser.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Anionenaustauscher in Kombination mit
gelförmigen und/oder makroporösen Kationenaustauschern zur Vollentsalzung wäss
riger Lösungen und/oder Kondensaten eingesetzt werden.
In einem 10 l Glasreaktor werden 3000 g entionisiertes Wasser vorgelegt und eine
Lösung aus 10 g Gelatine, 16 g di-Natriumhydrogenphosphatdodekahydrat und
0,73 g Resorcin in 320 g entionisiertem Wasser hinzugefüllt und durchmischt. Die
Mischung wird auf 25°C temperiert. Unter Rühren wird anschließend eine Mischung
aus 3200 g von mikroverkapselten Monomertröpfchen mit enger Teilchengrößenver
teilung aus 3,6 Gew.-% Divinylbenzol und 0,9 Gew.-% Ethylstyrol (eingesetzt als
handelsübliches Isomerengemisch aus Divinylbenzol und Ethylstyrol mit 80% Divi
nylbenzol), 0,5 Gew.-% Dibenzoylperoxid, 56,2 Gew.-% Styrol und 38,8 Gew.-%
Isododecan (techn. Isomerengemisch mit hohem Anteil an Pentamethylheptan) gege
ben, wobei die Mikrokapsel aus einem mit Formaldehyd gehärteten Komplexkoazer
vat aus Gelatine und einem Copolymer aus Acrylamid und Acrylsäure besteht, und
3200 g wässriger Phase mit einem pH-Wert von 12 zugesetzt. Die mittlere Teilchen
größe der Monomertröpfchen beträgt 460 µm.
Der Ansatz wird unter Rühren durch Temperaturerhöhung nach einem Temperatur
programm bei 25°C beginnend und bei 95°C endend auspolymerisiert. Der Ansatz
wird abgekühlt, über ein 32 µm-Sieb gewaschen und anschließend im Vakuum bei
80°C getrocknet. Man erhält 1893 g eines kugelförmigen Polymerisates mit einer
mittleren Teilchengröße von 440 µm, enger Teilchengrößenverteilung und glatter
Oberfläche.
Das Polymerisat ist in der Aufsicht kreidig weiß und weist eine Schüttdichte von
ca. 370 g/l auf.
Bei Raumtemperatur werden 2400 ml Dichlorethan, 595 g Phthalimid und 413 g
30,0 gew.%-iges Formalin vorgelegt. Der pH-Wert der Suspension wird mit Natronlauge
auf 5,5 bis 6 eingestellt. Anschließend wird das Wasser destillativ entfernt. Dann
werden 43,6 g Schwefelsäure zudosiert. Das entstehende Wasser wird destillativ ent
fernt. Der Ansatz wird abgekühlt. Bei 30°C wird 174,4 g 65%iges Oleum zudosiert,
anschließend 300,0 g monodisperses Perlpolymerisat gemäß Verfahrensschritt a).
Die Suspension wird auf 70°C erhitzt und weitere 6 Stunden bei dieser Temperatur
gerührt. Die Reaktionsbrühe wird abgezogen, voll entsalztes Wasser wird zudosiert
und Restmengen an Dichlorethan werden destillativ entfernt.
Ausbeute an amidomethyliertem Perlpolymerisat: 1820 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff: 75,3 Gew.-%; Wasserstoff: 4,6 Gew.-%; Stickstoff 5,75 Gew.-%;
Ausbeute an amidomethyliertem Perlpolymerisat: 1820 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff: 75,3 Gew.-%; Wasserstoff: 4,6 Gew.-%; Stickstoff 5,75 Gew.-%;
Zu 1770 ml amidomethyliertem Perlpolymerisat aus Beispiel 1b) werden 851 g
50 gew.-%ige Natronlauge und 1470 ml vollentsalztes Wasser bei Raumtemperatur hin
zudosiert. Die Suspension wird auf 180°C erhitzt und 8 Stunden bei dieser Tem
peratur gerührt.
Das erhaltene Perlpolymerisat wird mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
Ausbeute an aminomethyliertem Perlpolymerisat: 1530 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1573 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 78,2 Gew.-%; Stickstoff: 12,25 Gew.-%; Wasserstoff: 8,4 Gew.-%.
Menge an Aminomethylgruppen in mol pro Liter aminomethyliertem Perlpolymeri sat: 2,13
Menge an Aminomethylgruppen in mol in der Gesamtausbeute von aminomethylier tem Perlpolymerisat: 3,259.
Ausbeute an aminomethyliertem Perlpolymerisat: 1530 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1573 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 78,2 Gew.-%; Stickstoff: 12,25 Gew.-%; Wasserstoff: 8,4 Gew.-%.
Menge an Aminomethylgruppen in mol pro Liter aminomethyliertem Perlpolymeri sat: 2,13
Menge an Aminomethylgruppen in mol in der Gesamtausbeute von aminomethylier tem Perlpolymerisat: 3,259.
Im statistischen Mittel wurden pro aromatischem Kern, - herrührend aus den Styrol
und Divinylbenzoleinheiten - 1,3 Wasserstoffatome durch Aminomethylgruppen
substituiert -.
Bei Raumtemperatur werden zu 1330 ml aminomethyliertem Perlpolymerisat aus
Beispiel 1c) 1995 ml vollentsalztes Wasser und 627 g 29,8 gew.-%ige Formalin
lösung hinzudosiert. Der Ansatz wird auf 40°C erwärmt. Anschließend wird in 2
Stunden auf 97°C erwärmt. Hierbei werden insgesamt 337 g 85 gew.-%ige Amei
sensäure hinzudosiert. Anschließend wird der pH-Wert mit 50 gew.-%iger Schwefel
säure innerhalb von 1 Stunde auf pH 1 eingestellt. Bei pH 1 wird 10 Stunden nachge
rührt. Nach dem Abkühlen wird das Harz mit vollentsalztem Wasser gewaschen und
mit Natronlauge von Sulfat befreit und in die OH-Form überführt.
Ausbeute an Harz mit Dimethylaminogruppen: 1440 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1703 ml
Das Produkt enthält 2,00 mol/Liter Harz Dimethylaminogruppen.
Die Gesamtmenge an Dimethylaminogruppen in mol in der Gesamtausbeute an Pro dukt mit Dimethylaminogruppen beträgt 3,406.
Ausbeute an Harz mit Dimethylaminogruppen: 1440 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1703 ml
Das Produkt enthält 2,00 mol/Liter Harz Dimethylaminogruppen.
Die Gesamtmenge an Dimethylaminogruppen in mol in der Gesamtausbeute an Pro dukt mit Dimethylaminogruppen beträgt 3,406.
Bei Raumtemperatur werden 1220 ml Dimethylaminomethylgruppen tragendes Perl
polymerisat aus Beispiel 1d), 1342 ml vollentsalztes Wasser und 30,8 g Chlorme
than vorgelegt. Der Ansatz wird auf 40°C erwärmt und 6 Stunden bei dieser Tempe
ratur gerührt.
Ausbeute an Dimethylaminomethyl- sowie Trimethylaminomethylgruppen tragen dem Harz: 1670 ml.
Ausbeute an Dimethylaminomethyl- sowie Trimethylaminomethylgruppen tragen dem Harz: 1670 ml.
Als Gesamtausbeute hochgerechnet ergeben sich 2331 ml.
Von den Stickstoffatom-tragenden Gruppen des Produktes liegen 24,8% als Tri
methylaminomethylgruppen und 75,2% als Dimethylaminomethylgruppen vor.
Die nutzbare Kapazität des Produktes beträgt: 1,12 mol/Liter Harz.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 98 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 96 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 98 perfekte Perlen von 100.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 98 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 96 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 98 perfekte Perlen von 100.
94 Volumenprozent der Perlen des Endproduktes besitzen eine Größe zwischen 0,52
und 0,65 mm.
1230 ml des nach Beispiel 1d) hergestellten Harzes mit Dimethylaminomethylgrup
pen sowie 660 ml Edelwasser werden vorgelegt. Dazu werden in 10 Minuten 230,5 g
2-Chlorethanol dosiert. Der Ansatz wird auf 55°C erhitzt. Durch Zupumpen von
20 gew.-%iger Natronlauge wird ein pH-Wert von 9 eingestellt. Es wird 3 Stunden bei
pH 9 gerührt, anschließend wird der pH-Wert auf 10 mit Natronlauge eingestellt und
weitere 4 Stunden bei pH 10 gerührt. Nach dem Abkühlen wird das Produkt in einer
Säule mit vollentsalztem Wasser gewaschen, und dann werden 3 Bettvolumen
3 gew.-%iger Salzsäure überfiltriert.
Ausbeute: 1980 ml.
Ausbeute: 1980 ml.
Die nutzbare Kapazität des Produktes beträgt: 0,70 mol/Liter Harz.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 96 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 70 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 94 perfekte Perlen von 100.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 96 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 70 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 94 perfekte Perlen von 100.
94 Volumenprozent der Perlen des Endproduktes besitzen eine Größe zwischen 0,52
und 0,65 mm.
Bei Raumtemperatur werden 2400 ml Dichlorethan, 595 g Phthalimid und 413 g
30,0 gew.-%iges Formalin vorgelegt. Der pH-Wert der Suspension wird mit Natronlauge
auf 5,5 bis 6 eingestellt. Anschließend wird das Wasser destillativ entfernt.
Es wird auf 60°C abgekühlt. Dann werden in 30 Minuten 454 g Essigsäureanhydrid
hinzudosiert. Es wird auf Rückflusstemperatur erhitzt und weitere 5 Stunden bei
dieser Temperatur gerührt.
Der Ansatz wird auf 60°C abgekühlt. Es werden 300 g Perlpolymerisat gemäß Beispiel
1a) hinzudosiert. Es wird auf Rückflusstemperatur (ca. 90°C) erhitzt und in 4
Stunden bei dieser Temperatur 210 g Schwefelsäure hinzudosiert.
Anschließend wird weitere 6 Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Die Reaktions
brühe wird abgezogen, voll entsalztes Wasser wird hinzu dosiert und Restmengen an
Dichlorethan werden destillativ entfernt.
Ausbeute an amidomethyliertem Perlpolymerisat: 1250 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 78,5 Gew.-%; Wasserstoff: 5,3 Gew.-%; Stickstoff: 4,85 Gew.-%.
Ausbeute an amidomethyliertem Perlpolymerisat: 1250 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 78,5 Gew.-%; Wasserstoff: 5,3 Gew.-%; Stickstoff: 4,85 Gew.-%.
Zu 1200 ml amidomethyliertem Perlpolymerisat aus Beispiel 4b) werden 505 g
50 gew.-%ige Natronlauge und 1110 ml vollentsalztes Wasser bei Raumtemperatur
hinzudosiert. Die Suspension wird auf 180°C erhitzt und 8 Stunden bei dieser Tem
peratur gerührt.
Das erhaltene Perlpolymerisat wird mit vollentsalztem Wasser gewaschen.
Ausbeute an aminomethyliertem Perlpolymerisat: 950 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 990 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 82,5 Gew.-%; Stickstoff: 7,65 Gew.-%; Wasserstoff: 8,2 Gew.-%.
Menge an Aminomethylgruppen in mol pro Liter aminomethylierten Perlpolymeri sats: 1,93
Menge an Aminomethylgruppen in mol in der Gesamtausbeute von aminomethylier tem Perlpolymerisat: 1,83.
Ausbeute an aminomethyliertem Perlpolymerisat: 950 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 990 ml
Elementaranalytische Zusammensetzung: Kohlenstoff 82,5 Gew.-%; Stickstoff: 7,65 Gew.-%; Wasserstoff: 8,2 Gew.-%.
Menge an Aminomethylgruppen in mol pro Liter aminomethylierten Perlpolymeri sats: 1,93
Menge an Aminomethylgruppen in mol in der Gesamtausbeute von aminomethylier tem Perlpolymerisat: 1,83.
Im statistischen Mittel wurden pro aromatischem Kern - herrührend aus den Styrol
und Divinylbenzoleinheiten - 0,79 Wasserstoffatome durch Aminomethylgruppen
substituiert - Substitutionsgrad der aromatischen Kerne durch Aminomethylgruppen.
Bei Raumtemperatur werden zu 780 ml aminomethyliertes Perlpolymerisat aus Bei
spiel 4c) 1170 ml vollentsalztes Wasser und 333 g 29,8 gew.-%ige Formalinlösung
dosiert. Der Ansatz wird auf 40°C erwärmt. Anschließend wird in 2 Stunden auf 97°C
erwärmt. Hierbei werden insgesamt 179,2 g Ameisensäure 85 gew.-%ig hinzu
dosiert. Anschließend wird der pH-Wert mit 50 gew.-%iger Schwefelsäure innerhalb
von 1 Stunde auf pH 1 eingestellt. Bei pH 1 wird 10 Stunden nachgerührt. Nach dem
Abkühlen wird das Harz mit vollentsalztem Wasser gewaschen und mit Natronlauge
von Sulfat befreit und in die OH-Form überführt.
Ausbeute an Harz mit Dimethylaminogruppen: 1050 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1333 ml
Das Produkt enthält 1,87 mol/Liter Harz Dimethylaminogruppen.
Menge an Dimethylaminogruppen in mol in der Gesamtausbeute an dimethylamino methylgruppentragendem Harz: 2,493.
Ausbeute an Harz mit Dimethylaminogruppen: 1050 ml
Als Gesamtausbeute - hochgerechnet - ergeben sich 1333 ml
Das Produkt enthält 1,87 mol/Liter Harz Dimethylaminogruppen.
Menge an Dimethylaminogruppen in mol in der Gesamtausbeute an dimethylamino methylgruppentragendem Harz: 2,493.
Bei Raumtemperatur werden 700 ml Dimethylaminomethylgruppen tragendes Perl
polymerisat aus Beispiel 4d), 780 ml vollentsalztes Wasser und 16,5 g Chlormethan
vorgelegt. Der Ansatz wird auf 40°C erwärmt und 6 Stunden bei dieser Temperatur
gerührt.
Ausbeute an Dimethylaminomethyl- sowie Trimethylaminomethylgruppen tragen dem Harz: 951 ml.
Als Gesamtausbeute hochgerechnet ergeben sich 1811 ml.
Ausbeute an Dimethylaminomethyl- sowie Trimethylaminomethylgruppen tragen dem Harz: 951 ml.
Als Gesamtausbeute hochgerechnet ergeben sich 1811 ml.
Von den Stickstoffatom-tragenden Gruppen des Produktes liegen 24,3% als Tri
methylaminomethylgruppen und 75,7% als Dimethylaminomethylgruppen vor.
Die nutzbare Kapazität des Produktes beträgt: 0,82 mol/Liter Harz.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 97 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 94 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 96 perfekte Perlen von 100.
Stabilität des Harzes im Originalzustand: 97 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Walztest: 94 perfekte Perlen von 100
Stabilität des Harzes nach dem Quellungsstabilitätstest: 96 perfekte Perlen von 100.
94 Volumenprozent der Perlen des Endproduktes besitzen eine Größe zwischen 0,52
und 0,65 mm.
100 Perlen werden unter dem Mikroskop betrachtet. Ermittelt wird die Anzahl der
Perlen, die Risse tragen oder Absplitterungen zeigen. Die Anzahl perfekter Perlen er
gibt sich aus der Differenz der Anzahl beschädigter Perlen zu 100.
Das zu prüfende Perlpolymerisat wird in gleichmäßiger Schichtdicke zwischen zwei
Kunststofftücher verteilt. Die Tücher werden auf eine feste, waagerecht angebrachte
Unterlage gelegt und in einer Walzapparatur 20 Arbeitstakten unterworfen. Ein
Arbeitstakt besteht aus einer vor und zurück durchgeführten Walzung. Nach dem
Walzen werden an repräsentativen Mustern an 100 Perlen durch Auszählen unter
dem Mikroskop die Anzahl der unversehrten Perlen ermittelt.
In eine Säule werden 25 ml Anionenaustauscher in der Chloridform eingefüllt. Nach
einander werden 4 gew.-%ige wässrige Natronlauge, vollentsalztes Wasser,
6 gew.-%ige Salzsäure und nochmals voll entsalztes Wasser in die Säule gegeben,
wobei die Natronlauge und die Salzsäure von oben durch das Harz fließen und das
Edelwasser von unten durch das Harz gepumpt wird. Die Behandlung erfolgt zeitge
taktet über ein Steuergerät. Ein Arbeitszyklus dauert 1h. Es werden 20 Arbeitszyklen
durchgeführt. Nach Ende der Arbeitszyklen werden von dem Harzmuster 100 Perlen
ausgezählt. Ermittelt wird die Anzahl der perfekten Perlen, die nicht durch Risse oder
Absplitterungen geschädigt sind.
1000 ml Anionenaustauscher in der Chloridform, d. h. das Stickstoffatom trägt als
Gegenion Chlorid, werden in eine Glassäule gefüllt. 2500 ml 4 gew.-%ige Natron
lauge werden über das Harz in 1 Stunde filtriert. Anschließend wird mit 2 Litern
entbastem d. h. entkationisiertem Wasser gewaschen. Dann wird über das Harz mit
einer Geschwindigkeit von 10 Litern pro Stunde Wasser mit einer Gesamtanionen
härte von 25 Grad deutscher Härte filtriert. Im Eluat werden die Härte sowie die
Restmenge an Kieselsäure analysiert. Bei einem Rest-Kieselsäuregehalt von
≧ 0,1 mg/l ist die Beladung beendet.
Aus der Menge an über das Harz filtriertem Wasser, der Gesamtanionenhärte des
überfiltrierten Wassers sowie der Menge an eingebautem Harz wird ermittelt wieviel
Gramm CaO pro Liter Harz aufgenommen werden. Die Grammenge an CaO stellt die
nutzbare Kapazität des Harzes in der Einheit Gramm CaO pro Liter Anionenaustau
scher dar.
100 ml basische Gruppen tragender Anionenaustauscher werden mit vollentsalztem
Wasser in eine Glassäule gespült. Es werden in 1 Stunde und 40 Minuten 1000 ml
3 gew.-%ige Salzsäure überfiltriert. Anschließend wird das Harz mit vollentsalztem
Wasser chloridfrei gewaschen. Das Harz wird in ein Stampfvolumeter unter vollent
salztem Wasser gespült und bis zur Volumenkonstanz eingerüttelt - Volumen V1
des Harzes in der Chloridform.
Das Harz wird wiederum in die Säule überführt. Es werden 1000 ml 2 gew.-%iger
Natronlauge überfiltriert. Anschließend wird das Harz mit vollentsalztem Wasser bis
auf einen pH-Wert von 8 im Eluat alkalifrei gewaschen. Das Harz wird in
ein Stampfvolumeter unter vollentsalztem Wasser gespült und bis zur Volumen
konstanz eingerüttelt - Volumen V2 des Harzes in der freien Basenform -
(OH-Form).
Berechnung V1-V2 = V3
V3: V1/100 = Quellungsspiel Chlorid/OH-Form in %.
V3: V1/100 = Quellungsspiel Chlorid/OH-Form in %.
100 ml des aminomethylierten Perlpolymerisates werden auf dem Stampfvolumeter
eingerüttelt und anschließend mit vollentsalztem Wasser in eine Glassäule gespült. In
1 Stunde und 40 Minuten werden 1000 ml 2 gew.-%ige Natronlauge überfiltriert.
Anschließend wird vollentsalztes Wasser überfiltriert bis 100 ml Eluat mit Phe
nolphthalein versetzt einen Verbrauch an 0,1 n Salzsäure von höchstens 0,05 ml
haben.
50 ml diese Harzes werden in einem Becherglas mit 50 ml vollentsalztem Wasser
und 100 ml 1 n Salzsäure versetzt. Die Suspension wird 30 Minuten gerührt und
anschließend in eine Glassäule gefüllt. Die Flüssigkeit wird abgelassen. Es werden
weitere 100 ml 1 n Salzsäure über das Harz in 20 Minuten filtriert. Anschließend
werden 200 ml Methanol überfiltriert. Alle Eluate werden gesammelt und vereinigt
und mit 1 n Natronlauge gegen Methylorange titriert.
Die Menge an Aminomethylgruppen in 1 Liter aminomethyliertem Harz errechnet
sich nach folgender Formel: (200 - V) * 20 = mol Aminomethylgruppen pro Liter
Harz.
Die Menge an Aminomethylgruppen in der Gesamtmenge an aminomethyliertem
Harz wird nach obiger Methode bestimmt.
Aus der Menge an eingesetztem Perlpolymerisat - A in Gramm - wird durch Division
mit dem Molekulargewicht die in dieser Menge vorliegende Molmenge an Aromaten
errechnet.
Beispielsweise werden aus 300 Gramm Perlpolymerisat werden z. B. 950 ml amino
methyliertes Perlpolymerisat hergestellt mit einer Menge von 1,8 mol/l Amino
methylgruppen.
950 ml aminomethyliertes Perlpolymerisat enthalten 2,82 mol Aromaten.
Pro Aromat liegen dann 1,8/2,81 = 0,64 mol Aminomethylgruppen vor.
Der Substitutionsgrad der aromatischen Kerne des vernetzten Perlpolymerisates
durch Aminomethylgruppen beträgt 0,64.
Es zeigt sich überraschenderweise, dass das erfindungsgemäße Verfahren im Ver
gleich zu den in EP-A 0 046 535 bzw. US-A 3 989 650 beschriebenen Verfahren die
Herstellung von Anionenaustauschern unterschiedlicher Basizität in höherer Aus
beute, mit einer größeren Menge an stickstoffhaltigen Gruppen pro aromatischem
Kern, mit einem höheren Aufnahmevermögen für Anionen unterschiedlicher Art in
einem abwasserarmen Verfahren ermöglicht.
Claims (25)
1. Verfahren zur Herstellung monodisperser Anionenaustauscher, dadurch ge
kennzeichnet, dass man
- a) Monomertröpfchen aus mindestens einer monovinylaromatischen Ver bindung und mindestens einer polyvinylaromatischen Verbindung zu einem monodispersen, vernetzten Perlpolymerisat umsetzt,
- b) dieses monodisperse, vernetzte Perlpolymerisat mit Phthalimidderi vaten amidomethyliert,
- c) das amidomethylierte Perlpolymerisat zu aminomethyliertem Perlpo lymerisat umsetzt und
- d) das aminomethylierte Perlpolymerisat alkyliert.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Monomer
tröpfchen mit einem Komplexkoazervat mikroverkapselt werden.
3. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
Verfahrensschritt a) in Gegenwart eines Schutzkolloids durchgeführt wird.
4. Verfahren gemäß der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Ver
fahrensschritt a) in Gegenwart mindestens eines Initiators durchgeführt wird.
5. Verfahren gemäß der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Monomertröpfchen Porogene enthalten und nach der Polymerisation makro
poröse, vernetzte Perlpolymerisate bilden.
6. Verfahren gemäß der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in
Verfahrensschritt a) ein Polymerisationsinhibitor eingesetzt wird.
7. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutz
kolloide Gelatine, Stärke, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyacryl
säure, Polymethacrylsäure oder Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure oder
(Meth)acrylsäureester eingesetzt werden.
8. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als monovinyl
aromatische Verbindungen monoethylenisch ungesättigte Verbindungen ein
gesetzt werden.
9. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als polyvinyl
aromatische Verbindungen Divinylbenzol, Divinyltoluol, Trivinylbenzol,
Divinylnaphthalin, Trivinylnaphthalin, 1,7-Octadien, 1,5-Hexadien, Ethylen
glycoldimethacrylat, Trimethylolpropantrimethacrylat oder Allylmethacrylat
eingesetzt werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Initiator Per
oxyverbindungen wie Dibenzoylperoxid, Dilaurylperoxid, Bis-(p-chlorben
zoylperoxid), Dicyclohexylperoxydicarbonat, tert.-Butylperoctoat, tert.-Butyl
peroxy-2-ethylhexanoat, 2,5-Bis-(2-ethylhexanoylperoxy)-2,5-dimethyl
hexan oder tert.-Amylperoxy-2-ethylhexan, sowie Azoverbindungen wie 2,2'-
Azobis(isobutyronitril) oder 2,2'-Azobis-(2-methylisobutyronitril) eingesetzt
werden.
11. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrens
schritt b) zunächst ein Phthalimidoether gebildet wird.
12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Phthalimi
doether aus Phthalimid oder seinen Derivaten und Formalin hergestellt wird.
13. Verfahren gemäß der Ansprüche 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
Reaktion des Phthalimidoethers mit dem Perlpolymerisat in Gegenwart von
Oleum, Schwefelsäure oder Schwefeltrioxid stattfindet.
14. Monodisperse Anionenaustauscher hergestellt nach einem Verfahren gemäß
Anspruch 1.
15. Monodisperse Anionenaustauscher gemäß Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, dass diese eine makroporöse Struktur aufweisen.
16. Monodisperse Anionenaustauscher gemäß der Ansprüche 14 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass diese die funktionellen Gruppen
(CH2)n-NR1-R2] (1)
oder
worin
R1 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkylgruppe steht,
R2 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
R3 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
n für eine ganze Zahl 1 bis 5 steht und
X für ein anionisches Gegenion steht,
tragen.
(CH2)n-NR1-R2] (1)
oder
worin
R1 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Hydroxyalkylgruppe oder eine Alkoxyalkylgruppe steht,
R2 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
R3 für Wasserstoff, eine Alkylgruppe, eine Alkoxyalkylgruppe oder eine Hydroxyalkylgruppe steht,
n für eine ganze Zahl 1 bis 5 steht und
X für ein anionisches Gegenion steht,
tragen.
17. Verwendung der monodispersen Anionenaustauscher gemäß der Ansprüche
14 bis 16 zur Entfernung von Anionen, Farbpartikeln oder organischen Kom
ponenten aus wässrigen oder organischen Lösungen und Kondensaten.
18. Verfahren zur Entfernung von Anionen, Farbpartikeln oder organischen
Komponenten aus wässrigen oder organischen Lösungen und Kondensaten,
dadurch gekennzeichnet, dass man monodisperse Anionenaustauscher gemäß
der Ansprüche 14 bis 16 einsetzt.
19. Verwendung der monodispersen Anionenaustauscher gemäß der Ansprüche
14 bis 16 zur Reinigung und Aufarbeitung von Wässern der chemischen
Industrie und der Elektronik-Industrie.
20. Verfahren zur Reinigung und Aufarbeitung von Wässern der chemischen
Industrie und der Elektronik-Industrie, dadurch gekennzeichnet, dass man
monodisperse Anionenaustauscher gemäß der Ansprüche 14 bis 16 einsetzt.
21. Verwendung der monodispersen Anionenaustauscher gemäß der Ansprüche
14 bis 16 zur Vollentsalzung wässriger Lösungen und/oder Kondensate,
dadurch gekennzeichnet, dass man diese in Kombination mit gelförmigen
und/oder makroporösen Kationenaustauschern einsetzt.
22. Verfahren zur Vollentsalzung wässriger Lösungen und/oder Kondensate,
dadurch gekennzeichnet, dass man monodisperse Anionenaustauscher gemäß
der Ansprüche 14 bis 16 in Kombination mit gelförmigen und/oder makropo
rösen Kationenaustauschern einsetzt.
23. Kombinationen von monodispersen Anionenaustauschern gemäß der Ansprü
che 14 bis 16 mit gelförmigen und/oder makroporösen Kationenaustauschern
zur Vollentsalzung wässriger Lösungen und/oder Kondensate.
24. Amidomethylierte Perlpolymerisate hergestellt nach den Verfahrensschritten
a) und b) gemäß Anspruch 1.
25. Aminomethylierte Perlpolymerisate hergestellt nach den Verfahrensschritten
a), b) und c) gemäß Anspruch 1.
Priority Applications (8)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19954393A DE19954393A1 (de) | 1999-08-27 | 1999-11-12 | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern |
| AT00117272T ATE556772T1 (de) | 1999-08-27 | 2000-08-16 | Verfahren zur herstellung von monodispersen anionenaustauschern |
| EP00117272A EP1078688B1 (de) | 1999-08-27 | 2000-08-16 | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern |
| US09/643,194 US7053129B1 (en) | 1999-08-27 | 2000-08-21 | Process for preparing monodisperse anion exchangers |
| CA002316667A CA2316667A1 (en) | 1999-08-27 | 2000-08-24 | Process for preparing monodisperse anion exchangers |
| JP2000255812A JP4767397B2 (ja) | 1999-08-27 | 2000-08-25 | 単分散性アニオン交換体の製造方法 |
| MXPA00008359A MXPA00008359A (es) | 1999-08-27 | 2000-08-25 | Procedimiento para la obtencion de intercambiadores de aniones monodispersados. |
| CN00126064A CN1129483C (zh) | 1999-08-27 | 2000-08-28 | 单分散性阴离子交换剂制备工艺 |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19940864 | 1999-08-27 | ||
| DE19954393A DE19954393A1 (de) | 1999-08-27 | 1999-11-12 | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19954393A1 true DE19954393A1 (de) | 2001-03-01 |
Family
ID=7919916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19954393A Withdrawn DE19954393A1 (de) | 1999-08-27 | 1999-11-12 | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | ATE556772T1 (de) |
| DE (1) | DE19954393A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6942805B2 (en) | 2000-11-13 | 2005-09-13 | Bayer Aktiengesellschaft | Sugar juice decolorization by means of mondisperse anion exchangers |
| WO2008012001A1 (de) * | 2006-07-24 | 2008-01-31 | Lanxess Deutschland Gmbh | Mittel- oder starkbasische anionenaustauscher |
| EP2025387A1 (de) * | 2007-07-23 | 2009-02-18 | LANXESS Deutschland GmbH | Verfahren zur Herstellung monodisperser Chelatharze |
| WO2024132644A1 (de) * | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Lanxess Deutschland Gmbh | Verfahren zur herstellung von amidomethylierten, vinylaromatischen polymerisaten |
| WO2024132827A1 (de) * | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Lanxess Deutschland Gmbh | Verfahren zur herstellung von amidomethylierten, vinylaromatischen polymerisaten |
-
1999
- 1999-11-12 DE DE19954393A patent/DE19954393A1/de not_active Withdrawn
-
2000
- 2000-08-16 AT AT00117272T patent/ATE556772T1/de active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6942805B2 (en) | 2000-11-13 | 2005-09-13 | Bayer Aktiengesellschaft | Sugar juice decolorization by means of mondisperse anion exchangers |
| WO2008012001A1 (de) * | 2006-07-24 | 2008-01-31 | Lanxess Deutschland Gmbh | Mittel- oder starkbasische anionenaustauscher |
| EP2025387A1 (de) * | 2007-07-23 | 2009-02-18 | LANXESS Deutschland GmbH | Verfahren zur Herstellung monodisperser Chelatharze |
| WO2024132644A1 (de) * | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Lanxess Deutschland Gmbh | Verfahren zur herstellung von amidomethylierten, vinylaromatischen polymerisaten |
| WO2024132827A1 (de) * | 2022-12-21 | 2024-06-27 | Lanxess Deutschland Gmbh | Verfahren zur herstellung von amidomethylierten, vinylaromatischen polymerisaten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATE556772T1 (de) | 2012-05-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1078688B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern | |
| EP1078690B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Ionenaustauschern mit chelatisierenden Gruppen | |
| DE102009047847A1 (de) | Verfahren zur verbesserten Entfernung von Kationen mittels Chelatharzen | |
| EP2025387B1 (de) | Verfahren zur herstellung monodisperser chelatharze | |
| EP3030594B1 (de) | Verfahren zur herstellung von monodispersen, amidomethylierten vinylaromatischen perlpolymerisaten | |
| EP1078937B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen, vernetzten Perlpolymerisaten mit Thioharnstoffgruppen und ihre Verwendung zur Adsorption von Metallverbindungen | |
| DE102008012223A1 (de) | Picolylaminharze | |
| EP2259875B1 (de) | Picolylaminharze | |
| EP2173486A2 (de) | Verfahren zur herstellung von chelatharzen | |
| DE102009047848A1 (de) | Verfahren zur verbesserten Entfernung von Kationen mittels Chelatharzen | |
| EP2030681A1 (de) | Monodisperse borselektive Harze | |
| DE10353534A1 (de) | Chelataustauscher | |
| DE102007060790A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kationenaustauschern | |
| EP1078689A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern mit stark basischen funktionellen Gruppen | |
| DE10327112A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Eisenoxid- und/oder Eisenoxihydroxyd-haltigen Ionenaustauschern | |
| DE19954393A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern | |
| EP2175994A2 (de) | Chelatharze | |
| EP1908521B1 (de) | Wärmestabile Anionenaustauscher | |
| DE19958390A1 (de) | Verfahren zur Herstellung monodisperser Adsorberharze und deren Verwendung | |
| EP3319726B1 (de) | Caesium selektive harze | |
| EP1748051A1 (de) | Monodisperse Kationenaustauscher | |
| DE19954015A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Anionenaustauschern mit stark basischen funktionellen Gruppen | |
| DE19954399A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen Ionenaustauschern mit chelatisierenden Gruppen und ihre Verwendung | |
| DE19954402A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von monodispersen, vernetzten Perlpolymerisaten mit Thioharnstoffgruppen und ihre Verwendung zur Adsorption von Metallverbindungen | |
| DE102006034668A1 (de) | Mittel- oder starkbasische Anionenaustauscher |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |