DE19953225A1 - Faserorientierungs-Regelung - Google Patents
Faserorientierungs-RegelungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Faserorientierungsquerprofils einer erzeugten Faserbahn in einer Papier- oder Kartonmaschine mit einem Mittel zur Beeinflussung eines Geschwindigkeitsquerprofils eines Faserstoffsuspensionsstrahles am Ausgang des Stoffauflaufdüse, wobei Abweichungen des Faserorientierungsquerprofils aufgrund von gemessenen Abweichungen in mindestens einer Komponente des Geschwindigkeitsquerprofils ausgeregelt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines
Faserorientierungsquerprofils einer erzeugten Faserbahn in
einer Papier- oder Kartonmaschine mit einem Mittel zur
Beeinflussung eines Geschwindigkeitsquerprofils eines
Faserstoffsuspensionsstrahles am Ausgang einer
Stoffauflaufdüse.
Aus vielfältigem Stand der Technik ist das Problem der
Faserorientierung bei Papier- oder Kartonbahnen bekannt. Der
am nahesten kommende Stand der Technik ist die deutsche
Offenlegungsschrift DE 197 33 454 A1. Der Grundgedanke dieser
Offenlegungsschrift liegt darin, aus dem Querprofil des
Flächengewichts beziehungsweise einer damit korrelierenden
Größe zu erkennen, wann eine Änderung des
Faserorientierungsquerprofiles stattfindet, ohne diese direkt
zu messen. Bei dieser Anmeldung werden ein
stoffdichtegeregelter Stoffauflauf - optional auch mit einer,
über die Breite der Maschine sektional einstellbaren
Durchflußregelung - und auch ein zwischen dem Stoffauflauf
und dem Former traversierender Sensor offenbart. Dieser
Sensor mißt nicht das Flächengewicht selbst, sondern die aus
dem Stoffauflauf austretende Masse an Stoffsuspension
beziehungsweise den Feststoffgehalt in der Stoffsuspension.
Über mindestens einen weiteren Sensor zwischen Trockenpartie
und Aufwickeleinrichtung können weitere Daten, insbesondere
über Faserorientierungsprofile der trockenen Faserstoffbahn,
gewonnen werden. Über Rechen- und Steuereinheiten erfolgen
dann die Stellsignale an die Durchflußregelventile und/oder
Blenden-Stellorgane und/oder Entnahme-/zufuhreinrichtungen
für Fasersuspension bzw. Verdünnungswasser.
Es ist Aufgabe der Erfindung, weitere bessere Verfahren zur
Messung und Beeinflussung der Faserorientierung und
Regelkreise zur Steuerung der Faserorientierung zu finden.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfinder haben erkannt, daß auch die Bewegung des
Faserstoffsuspensionsstrahles beim Austreten aus der
Stoffauflaufdüse, Informationen liefert, die bei geeigneter
Analyse einen Aufschluß über die Faserorientierung geben.
Den Erfindern war aufgefallen, daß die Ausrichtung des aus
dem Stoffauflauf austretenden Faserstoffsuspensionsstrahles
entscheidenden Einfluß auf die Faserorientierung hat. Für den
Fall einer an einem Punkt geringeren Spaltöffnung kommt es
schon innerhalb der Stoffauflaufdüse zu Querströmungen, das
heißt, die Stoffsuspension weicht der engeren Spaltstelle
teilweise aus und erzeugt eine quergerichtete
Strömungskomponente. Diese Bewegung setzt sich auch außerhalb
der Stoffauflaufdüse fort, wodurch sich eine fächerartige
Aufweitung des Faserstoffsuspensionsstrahles ergibt.
Aufgrund der nicht homogenen Ausrichtung des
Faserstoffsuspensionsstrahles ergibt sich auch eine über die
Breite der Maschine unterschiedliche Anordnungsstatistik der
Fasern auf dem Sieb des Formers und letztendlich ein
ungleichmäßiges Faserorientierungsquerprofil. Das
Faserorientierungsquerprofil der erzeugten Faserstoffbahn
erfährt somit durch die unterschiedliche Strahlausrichtung
wesentliche Abweichungen über die Maschinenbreite.
Neben dem Einfluß des Spaltweitenquerprofils auf die
Ausrichtung des Faserstoffsuspensionsstrahles ist auch noch
der Einfluß von sektionalen Volumenströmen im Stoffauflauf,
zum Beispiel durch uneinheitliche Zudosierungen von Fluiden,
bekannt. Auch hierdurch entstehen Auswirkungen auf das
Faserorientierungsquerprofil.
Es liegt also eine zumindest weitgehend eindeutige
Korrelation zwischen dem Querprofil Ausrichtung des
Faserstoffsuspensionsstrahles, das heißt dem Querprofil der
Geschwindigkeitsvektoren des Faserstoffsuspensionsstrahles am
Austritt aus der Stoffauflaufdüse, mit dem späteren
Faserorientierungsquerprofil der fertigen Bahn vor. Da
Abweichungen der örtlichen Geschwindigkeitsvektoren
gleichzeitig auch eine Abweichung der örtlichen
Geschwindigkeitskomponenten in Maschinenrichtung bewirken,
kann in erster Näherung auch über eine einfache Messung des
Geschwindigkeitsprofils des Faserstoffsuspensionsstrahles -
in Maschinenrichtung - nach der Stoffauflaufdüse,
insbesondere über auftretende Veränderungen auf Veränderungen
im Faserorientierungsquerprofil geschlossen werden. Ein
Beispiel solcher Messungen ist die sogenannte
Kreuzkorrelationsmessung, bei der die Zeitdauer des
Auftretens gleicher optischer Muster - entstanden durch
Laserstrahlen - in einem bestimmten Abstand in
Maschinenrichtung voneinander bestimmt wird, woraus die
Flußgeschwindigkeit in Maschinenrichtung errechenbar ist.
Neben der einfachen Messung des Geschwindigkeitsprofils kann,
auch über eine Kreuzkorrelationsmessung, bei der auch der
Versatz eines optischen Musters in Querrichtung
berücksichtigt wird, das Geschwindigkeitsvektorquerprofil
gemessen werden und dann die Winkelabweichungen der
Geschwindigkeitsvektoren von einer Hauptrichtung oder eine
Querkomponente der Geschwindigkeit in Korrelation zum
Faserorientierungsquerprofil gesetzt werden. Neben optischen
Meßmethoden können auch zum Beispiel Dopplermessungen mit
Ultraschall oder ähnliches verwendet werden.
Insgesamt werden also kleine Geschwindigkeitsabweichungen
und/oder Winkelabweichungen im Querprofil betrachtet und ein
Regelverfahren zur Reduktion dieser Abweichungen und damit
zur Reduktion von Abweichungen im
Faserorientierungsquerprofil erzeugt. Als Stellorgane zur
Beeinflussung der Abweichungen im Geschwindigkeitsprofil
können alle Mittel genutzt werden, die das
Geschwindigkeitsprofil im Stoffauflauf beeinflussen, wie
beispielsweise die Stoffauflaufblende oder eine sektionale
Volumenstromregelung.
Die Erfindung sieht also grundsätzlich zwei verschiedene
Arten von Referenzmessungen der Bewegung des
Faserstoffsuspensionsstrahles vor. Zum einen erfolgt die
Auswertung der Meßwerte derart, daß lediglich die
Austrittsgeschwindigkeit des Strahles in Maschinenrichtung
gemessen wird, denn eine abweichende Strahlausrichtung
korreliert mit einer Abweichung der Austrittsgeschwindigkeit
aus der Stoffauflaufdüse. Zum anderen gibt es aber auch die
Möglichkeit, eine direkte Winkelmessung des
Geschwindigkeitsvektors des Faserstoffsuspensionsstrahles
vorzunehmen. Es versteht sich, daß beide Auswertungen
Anwendung finden können.
Entsprechend dem Erfindungsgedanken schlagen die Erfinder
also vor, das Verfahren zur Regelung eines
Faserorientierungsquerprofils einer erzeugten Faserbahn in
einer Papier- oder Kartonmaschine mit einem Mittel zur
Beeinflussung eines Geschwindigkeitsquerprofils eines
Faserstoffsuspensionsstrahles am Ausgang einer
Stoffauflaufdüse, so auszugestalten, daß Abweichungen des
Faserorientierungsquerprofil aufgrund von gemessenen
Abweichungen in mindestens einer Komponente des
Geschwindigkeitsquerprofils ausgeregelt werden.
Vorteilhaft kann die mindestens eine gemessene und
regelungsrelevante Komponente des Geschwindigkeitsquerprofils
der Betrag der Geschwindigkeitskomponente in
Maschinenlaufrichtung, der Betrag der
Geschwindigkeitskomponente in Maschinenquerrichtung oder die
Winkelabweichung des Faserstoffsuspensionsstrahls sein, wobei
vorzugsweise zur Messung der Bewegung des
Faserstoffsuspensionsstrahles die Bewegung an der Oberfläche
des Faserstoffsuspensionsstrahles gemessen werden kann.
Hierzu kann eine Meßeinrichtung, vorzugsweise genau in CD-
Richtung (= Querrichtung zur Maschinenlaufrichtung), über den
Faserstoffsuspensionsstrahl traversieren. Vorteilhaft kann
auch nur über den Bereich einer aktuellen Störung traversiert
werden.
Konkret kann eine Korrelation zwischen dem Querprofil der
mindestens einen gemessenen und regelungsrelevanten
Komponente des Geschwindigkeitsquerprofils und einem an der
entstehenden Papier- oder Kartonbahn direkt gemessenen
Faserorientierungsquerprofil über die Zuordnung von
Profilpaaren hergestellt werden, wobei ein Profilpaar jeweils
mindestens einen typischen Wert des
Geschwindigkeitsquerprofils und mindestens einen typischen
Wert des Faserorientierungsquerprofils an jeweils einer
bestimmten Stelle der Bahn oder eine entsprechende Abweichung
von jeweils einem Referenzwert enthält.
Das ermittelte Faserorientierungsquerprofil kann sowohl
"online" oder "offline" gemessen werden, wobei natürlich eine
"online"-Messung ein schnelleres und direkteres Regeln
ermöglicht. Hierbei kann auch der Zeitversatz berücksichtigt
werden, der sich aus einer Messung bestimmter
Geschwindigkeitskomponenten am Stoffauflauf und der erst
später, nach dem Durchlauf der Bahn durch die Papiermaschine,
erfolgten Faserorientierungsmessung an dieser Stelle der
Papier- oder Kartonbahn ergibt.
Vorteilhaft können durch dieses Verfahren auch durch das
Einstellen von nichtparallelen Geschwindigkeitsvektoren
Faserorientierungsfehler, die aus dem Former der Pressen-
oder der Trockenpartie stammen, korrigiert werden.
Als Stellgröße zur Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils eignet sich vorteilhaft die
sektionale Einstellung der Spaltöffnung der Blende des
Stoffauflaufes oder der sektional geregelte Durchsatz an
Stoffsuspension im Stoffauflauf. Diese Veränderung des
Durchsatzes zur sektionalen Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils kann erfindungsgemäß durch eine
Drosselung eines sektionalen Volumenstromes, durch eine
Zufuhr von zusätzlichem Fluid in den sektionalen
Volumenstrom, durch einen Abzug von Fluid aus dem sektionalen
Volumenstrom oder Kombination der oben genannten Maßnahmen
erreicht werden.
Zusätzlich ist es auch möglich, zur Vermeidung von Änderung
des Flächenqewichtsquerprofils der Papier- oder Kartonbahn
auch die Stoffdichte, gegebenenfalls durch eine Kopplung von
Faserorientierungsregelung und Flächengewichtsregelung,
sektional zu regeln, wobei besonders vorteilhaft eine
Kombination von Stoffdichte- und Volumenstromregelung
verwendet werden kann.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt weiterhin darin, im Laufe des
Regelverfahrens ermittelte Regelparameter, das heißt
Erfahrungswerte der Vergangenheit aus dem Vergleich zwischen
Veränderungen im Geschwindigkeitsquerprofil und daraus
resultierenden Veränderungen im Faserorientierungsquerprofil,
in Form einer Datenbank, vorzugsweise in mindestens einer
Regeleinheit, zu speichern und "online" der Regelung zur
Verfügung zu stellen.
Zusätzliche Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen:
Die Erfindung soll nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert werden. Es stellen dar:
Fig. 1 Draufsicht auf die erfindungsgemäße Meßeinrichtung;
Fig. 2 Schematische Draufsicht auf eine Papiermaschine:
Die Fig. 1 verdeutlicht das erfindungsgemäße Verfahren an
Hand einer schematischen Darstellung eines Teils des
Stoffauflaufes 1, mit über die Breite angeordneten
Stellgliedern 8a, 8b, 8c für die schräg angeordnete Blende 2.
Die Positionen 9a, 9b, 9c geben die aktuellen Stellwege der
Blende 2 wieder. Es ist in dieser Draufsicht wegen der
Schrägstellung der Blende 2 sichtbar, daß diese im Bereich
des Stellweges 9b verformt ist. Dadurch ergibt sich an dieser
Stelle zur darunterliegenden Stoffauflauflippe ein engerer
Düsenspalt. Die Geschwindigkeitsvektoren 10a . . . 10k zeigen
eine Fächerform an der Oberfläche des
Faserstoffsuspensionsstrahles 5 mit den Strahlrichtungen und
den dazugehörenden Geschwindigkeitsvektoren.
Man kann deutlich sehen, daß die Geschwindigkeitsvektoren
10e . . . 10g eine andere Länge aufweisen, als die
Geschwindigkeitsvektoren am Rand 7 des
Faserstoffsuspensionsstrahles 5. Über diesen
Faserstoffsuspensionsstrahl hinweg ist der Traversierrahmen 6
angeordnet. Die Meßeinrichtung 4 bewegt sich längs ihres
Traversierweges 3.
Die Ränder 7 des Faserstoffsuspensionsstrahles 5 werden durch
die gepunktete Linie veranschaulicht. In der Meßeinrichtung 4
ist eine erste Meßstelle 11 - beispielsweise punktförmig -
angeordnet. Durch die feste räumliche Zuordnung zur zweiten
Meßstelle 12 - die ähnlich einer Zeilenkamera matrixförmig
ausgebildet ist - ergibt sich ein Referenzsystem, welches die
Ermittlung eines X-Teilvektors 13 in Maschinenlaufrichtung
(MD)und eines Y-Teilvektors 14 in Querrichtung (CD)
ermöglicht (Weg-Ermittlung).
Durch die Kenntnis der Strömungsgeschwindigkeit aus dem nicht
gestörten Bereich des Faserstoffsuspensionsstrahles lassen
sich auch die Geschwindigkeitsanteile des X- und des Y-
Teilvektors ermitteln. Aus beiden Messungen läßt sich
außerdem der jeweilige Strahlwinkel (Winkel des
Geschwindigkeitsvektors) ermitteln. Meß- und Steuerleitungen
wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit in dieser Figur
nicht gezeichnet.
In der Fig. 2 sind nun die erfindungswesentlichen Steuer-
und Signalleitungen eingezeichnet. Die Regeleinheit 15 ist
mit den Signalleitungen 26a, 26b, 26c und diese wiederum mit
den Sensoren 17a, 17b, 17c der Spaltweite verbunden. Die
dazugehörenden Steuerleitungen 28a, 28b, 28c sind an den
Stellgliedern der Blende 8a, 8b, 8c angeschlossen.
Die Regeleinheit 16 empfängt das Signal der Meßeinrichtung 27
und das Faserorientierungs-Signal des Meßrahmens 24, oder
alternativ dazu manuell eingegebene Faserorientierungs-Werte
25 aus Offline-Messungen. Diese Regeleinheit 16 steuert über
die Leitungen 29a, 29b, 29c die Durchfluß-Ventile 19a, 19b,
19c, beziehungsweise über die Leitungen 30a, 30b, 30c die
Stoffmisch-Ventile 18a, 18b, 18c am Stoffauflauf. Optional
kann die Regeleinheit 15 über eine Reglerkopplung 23 mit der
Regeleinheit 16 verbunden werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt also ein weiteres,
besseres Verfahren zur Messung und Beeinflussung der
Faserorientierung und Regelkreise zur Steuerung derb
Faserorientierung, insbesondere des
Faserorientierungsquerprofils dar, wobei die
Reaktionsgeschwindigkeit des Regelverfahrens sehr kurz ist,
da die Regelung bereits auf Änderungen der Ausrichtung des
Faserstoffsuspensionsstrahles am Anfang des
Herstellungsprozesses reagiert und nicht der Durchlauf einer
Papierbahn durch die Papiermaschine mit anschließender
Messung des Faserorientierungsquerprofils abgewartet werden
muß.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten Merkmale der
Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
1
Stoffauflauf
2
Stoffauflaufblende
3
Traversierweg
4
Meßeinrichtung
5
Faserstoffsuspensionsstrahl
6
Traversierrahmen
7
Rand des Faserstoffblattes
8
a,
8
b,
8
c Stellglieder der Blende
9
a,
9
b,
9
c Stellwege der Blende
10
a,
10
b, . . . Geschwindigkeitsvektoren
11
erste Meßstelle
12
zweite Meßstelle
13
X-Teilvektor
14
Y-Teilvektor
15
Regeleinheit
16
Regeleinheit
17
a,
17
b,
17
c Sensoren für die Spaltweite
18
a,
18
b,
18
c Stoffmischventile
19
a,
19
b,
19
c Durchflußventile
20
Former, Pressenpartie, Trockenpartie
21
Meßrahmen
22
Wickelmaschine
23
Reglerkopplung
24
Signal der Faserorientierung vom Meßrahmen
25
Faserorientierungs-Meßwerte ("Offline")
26
a,
26
b,
26
c Signalleitungen Spaltweite
27
Signal der Meßeinrichtung
28
a,
28
b,
28
c Steuerleitungen für Stellglieder der Blende
29
a,
29
b,
29
c Steuerleitungen für Durchflußventile
30
a,
30
b,
30
c Steuerleitungen für Stoffmischventile
Claims (18)
1. Verfahren zur Regelung eines
Faserorientierungsquerprofils einer erzeugten Faserbahn
in einer Papier- oder Kartonmaschine mit einem Mittel
(2, 19a, 19b, 19c) zur Beeinflussung eines
Geschwindigkeitsquerprofils eines
Faserstoffsuspensionsstrahles (5) am Ausgang einer
Stoffauflaufdüse, dadurch gekennzeichnet, daß
Abweichungen des Faserorientierungsquerprofil aufgrund
von gemessenen Abweichungen in mindestens einer
Komponente des Geschwindigkeitsquerprofils ausgeregelt
werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens eine gemessene und regelungsrelevante
Komponente des Geschwindigkeitsquerprofils der Betrag
der Geschwindigkeitskomponente in Maschinenlaufrichtung
ist.
3. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine gemessene und
regelungsrelevante Komponente des
Geschwindigkeitsquerprofils der Betrag der
Geschwindigkeitskomponente in Maschinenquerrichtung ist.
4. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine
gemessene und regelungsrelevante Komponente des
Geschwindigkeitsquerprofils die Winkelabweichung des
Faserstoffsuspensionsstrahls (5) ist.
5. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Messung der
Bewegung des Faserstoffsuspensionsstrahles (5) die
Bewegung an der Oberfläche des
Faserstoffsuspensionsstrahles (5) gemessen wird.
6. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Meßeinrichtung (4)
traversierend, vorzugsweise genau in CD-Richtung, über
den Faserstoffsuspensionsstrahl (5) fährt.
7. Verfahren gemäß dem Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßeinrichtung (4) nur über den Bereich einer
aktuellen Störung im Querprofil traversierend verfährt.
8. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Korrelation zwischen
dem Querprofil der mindestens einen gemessenen und
regelungsrelevanten Komponente des
Geschwindigkeitsquerprofils und einem an der
entstehenden Papier- oder Kartonbahn direkt gemessenen
Faserorientierungsquerprofil über die Zuordnung von
Profilpaaren hergestellt wird, wobei ein Profilpaar
jeweils mindestens einen typischen Wert des
Geschwindigkeitsquerprofils und mindestens einen
typischen Wert des Faserorientierungsquerprofils an
jeweils einer bestimmten Stelle der Bahn oder eine
entsprechende Abweichung von jeweils einem Referenzwert
enthält.
9. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß das ermittelte
Faserorientierungsquerprofil "online" oder "offline"
gemessen wird.
10. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einstellen von
nichtparallelen Geschwindigkeitsvektoren (10a . . . 10k)
Faserorientierungsfehler, die aus dem Former der
Pressen- oder der Trockenpartie (20) stammen, korrigiert
werden.
11. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
10, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils die Spaltöffnung der Blende
(2) von einer separaten Regeleinheit (15) sektional
geregelt wird.
12. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils sektional der Durchsatz
geregelt wird.
13. Verfahren gemäß dem der voranstehenden Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Veränderung des
Durchsatzes zur sektionalen Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils durch eine Drosselung eines
sektionalen Volumenstromes erreicht wird.
14. Verfahren gemäß dem der voranstehenden Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Veränderung des
Durchsatzes zur sektionalen Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils durch eine Zufuhr von
zusätzlichem Fluid in den sektionalen Volumenstrom
erreicht wird.
15. Verfahren gemäß dem der voranstehenden Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Veränderung des
Durchsatzes zur sektionalen Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils durch einen Abzug von Fluid
aus dem sektionalen Volumenstrom erreicht wird.
16. Verfahren gemäß dem der voranstehenden Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Veränderung des
Durchsatzes zur sektionalen Beeinflussung des
Geschwindigkeitsquerprofils durch eine Kombination der
kennzeichnenden Merkmale aus mindestens zwei der
Ansprüche 13 bis 15 erreicht wird.
17. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
16, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung von
Änderung des Flächengewichtsquerprofils der Papier- oder
Kartonbahn auch die Stoffdichte, gegebenenfalls durch
eine Kopplung von Faserorientierungsregelung und
Flächengewichtsregelung, sektional geregelt wird.
18. Verfahren gemäß einem der voranstehenden Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß im Regelverfahren
ermittelte Regelparameter in mindestens einer
Regeleinheit (15, 16) in Form einer Datenbank
gespeichert werden und "online" zur Verfügung stehen.
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| DE50007123T Expired - Lifetime DE50007123D1 (de) | 1999-11-05 | 2000-09-01 | Verfahren zur Faserorientierungs-Regelung |
Country Status (2)
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|---|---|
| EP (1) | EP1116825B1 (de) |
| DE (2) | DE19953225A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2003072874A1 (en) * | 2002-02-21 | 2003-09-04 | Abb Ltd. | On-line fiber orientation closed-loop control |
| EP2022889A3 (de) * | 2007-07-25 | 2011-12-21 | Voith Patent GmbH | Vorrichtung und ein Verfahren zur Online-Regelung des Faserorientierungsquerprofils |
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- 2000-09-01 EP EP00118922A patent/EP1116825B1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
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Also Published As
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|---|---|
| EP1116825B1 (de) | 2004-07-21 |
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