DE19951928A1 - Blattbildungsvorrichtung - Google Patents
BlattbildungsvorrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Blattbildungsvorrichtung (1) zum Herstellen einer mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn mit einer Blattbildungseinheit (5), bestehend aus einem Primärlangsieb (10) und zwei als Doppelsiebformer (D) ausgebildeten Sekundärsieben ((Untersieb 16, Obersieb 18), die eine erste Lage der mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn auf eine zweite Lage des Primärlangsiebs (10) ablegen, wobei der Doppelsiebformer (D) eine Formierwalze (24) als Umlenkwalze für den Verlauf der Sekundärsiebe (16, 18) aufweist und wobei ein Saugkasten (32) im Bereich des Obersiebs (18) des Doppelsiebformers (D) angeordnet ist. DOLLAR A Erfindungsgemäß weist das Untersieb (16) des Doppelsiebformers (D) eine langsiebartige Vorentwässerungsstrecke (VEW1) mit einer Länge (L1) (= Abstand zwischen der Düse des Stoffauflaufs (22) und dem Saugkasten (32)) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1,25 und 2 m, auf.
Description
Die Erfindung betrifft eine Blattbildungsvorrichtung zum Herstellen einer mehr
lagigen Papier- oder Kartonbahn mit einer Blattbildungseinheit, bestehend aus
einem Primärlangsieb und zwei als Doppelsiebformer ausgebildeten Sekundär
sieben (Untersieb, Obersieb), die eine erste Lage der mehrlagigen Papier- oder
Kartonbahn auf eine zweite Lage des Primärlangsiebs ablegen, wobei der
Doppelsiebformer eine Formierwalze als Umlenkwalze für den Verlauf der Sekun
därsiebe aufweist und wobei ein Saugkasten im Bereich des Obersiebs des
Doppelsiebformers angeordnet ist.
Der der vorliegenden Erfindung am nahekommendste Stand der Technik ist in der
deutschen Offenlegungsschrift DE 40 31 038 A1 (PB06624 DE) zu finden. Sie
offenbart eine Vorrichtung zum Herstellen eines mehrlagigen Papiers oder Kar
tons mit einem Primärlangsieb und einem darüber angeordneten Sekundärlang
sieb als Doppelsiebformer, der eine obere Lage des mehrlagigen Papiers oder
Kartons auf eine untere Lage ablegt, wobei der Doppelsiebformer eine Formier
walze als Umlenkwalze für den Verlauf des Doppelsiebs aufweist. In Laufrichtung
des Doppelsiebs vor der Formierwalze ist ein Druckleistenformer angeordnet und
die sogenannte Wasserlinie der Faserstoffsuspension liegt im Bereich der For
mierwalze.
Nachteilig an dieser offenbarten Vorrichtung ist, dass der als Sekundärlangsieb
ausgeführte Doppelsiebformer sowohl eine ungenügende Formation erzeugt als
auch nur eine beschränkte Wassermenge mit dem Resultat einer schlechten Fes
tigkeit entfernt.
Es ist in der Praxis zwar schon versucht worden, den als Sekundärlangsieb aus
geführten Doppelsiebformer möglichst nahe am Stoffauflauf oder möglichst nahe
an der Pressenpartie zu plazieren. Die erste Plazierung besitzt den Vorteil einer
verbesserten Formation, aber den Nachteil einer nur beschränkten Entfernung an
Wassermenge (schlechtere Festigkeit). Die zweite Plazierung hingegen besitzt
den Vorteil einer Erzeugung eines niedrigen Reisslängenverhältnisses L/Q, aber
den Nachteil einer nicht optimalen Formation. Als Resultat dieser Versuche lässt
die allgemeingültig festhalten, dass die möglichen Plazierungen jeweilige Vorteile
mit sich bringen, sie sich aber nicht gleichzeitig realisieren lassen, was wiederum
im Erhalt von Nachteilen resultiert.
Es ist also Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der genannten Art zu schaf
fen, mit welcher eine sehr gute Formation bei Entfernung einer hohen Wasser
menge mit dem Resultat einer guten Festigkeit erzielt wird, und dies möglichst bei
einer Verringerung der Sieblänge und der Baulänge dieses Papier- oder Karton
maschinenabschnitts.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der vorgenannten Art
dadurch gelöst, dass das Untersieb des Doppelsiebformers eine langsiebartige
Vorentwässerungsstrecke mit einer Länge ( = Abstand zwischen der Düse des
Stoffauflaufs und dem Saugkasten) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise
zwischen 1,25 und 2 m, aufweist. Diese Länge der Vorentwässerungsstrecke er
bringt eine Verringerung sowohl der Sieblänge als auch der Baulänge der Blatt
bildungsvorrichtung, und dies bei Erreichung der genannten Eigenschaften.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass die langsieb
artige Vorentwässerungsstrecke eine Ablaufleiste und eine Auflaufleiste aufweist,
die quer zur Laufrichtung der entstehenden ersten Lage der mehrlagigen Papier-
oder Kartonbahn angeordnet sind. Zwischen der Ablaufleiste und der Auflaufleiste
kann sowohl mindestens eine parallel zu ihnen verlaufende Stützleiste als auch
mindestens ein Vakuumkasten angeordnet sein. In einer weiteren Ausgestaltung
kann der Vakuumkasten, gegebenenfalls auch als Vakuumfoil ausgebildet, mit
Überdruck, beispielsweise 1 bis 40 mm Wassersäule, gegenüber dem Atmos
phärendruck betrieben werden, wobei die Druckluft für den Überdruck beispiels
weise von einem Ausblaskanal oder einem Ventilator entnommen werden kann.
Der Vakuumkasten ist hierzu bevorzugterweise zur Seite der Vorentwässerungs
strecke hin mit Löchern oder mit Schlitzen mit einer Schlitzbreite von kleiner 20
mm, vorzugsweise kleiner 15 mm, versehen. Die genannten Entwässerungsele
mente und ihre Ausführungen erbringen allesamt den Vorteil einer kontrollierbaren
positiven Unterstützung des Entwässerungsprozesses der sich im Entstehen be
findenden mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn.
Um nun die Hauptblattbildung im Doppelsiebformer stattfinden zu lassen, ist es
vorteilhaft, wenn die Entwässerung im Doppelsiebformer größer 50% ist (100%
Stoffauflaufmenge).
In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass die
Zeitdauer zwischen dem Strahlaustritt aus der Düse des Stoffauflaufs und dem
Eintritt in dem Doppelsiebformer kleiner 0,1 Sekunden ist. Diese Zeitdauer ergibt
sich aus der Notwendigkeit eines Durchlaufens einer Beruhigungsstrecke für die
aus der Düse des Stoffauflaufs austretenden Faserstoffsuspension, und dies bis
zum Erreichen des Immobilisationspunkts der Fasern. Die Turbulenz wird bevor
zugterweise nach Erreichen des Immobilisationspunkts in der Doppelsiebzone
eingeleitet.
Weiterhin ist es erfindungsgemäß vorteilhaft, wenn ein Leistenformer in Lauf
richtung der entstehenden ersten Lage der mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn
vor der Formierwalze des Doppelsiebformers angeordnet ist. Hierdurch wird das
Erzeugen von Turbulenz und Einbringen derselben in die Faserstoffspension ge
fördert. In weiterer Ausführung ist der Leistenformer mit Druckleisten, die teilweise
elastisch gestützt sind, ausgestattet, wodurch die Erzeugung von Turbulenz vor
teilhafterweise gesteuert beziehungsweise geregelt werden kann.
In einer weiteren besonderen Ausführung der Erfindung wird vorgesehen, dass
der Doppelsiebformer mit einem Sekundärstoffauflauf versehen ist und der Se
kundärstoffauflauf in den Zwickel der zusammenlaufenden Sekundärsiebe ge
richtet ist. Hierdurch wird der Blattbildungsvorrichtung zum Herstellen einer mehr
lagigen Papier- oder Kartonbahn noch die Möglichkeit der Mehrschichttechnologie
eröffnet, wodurch wiederum qualitative und technologische Vorteile für die ent
stehende Papier- oder Kartonbahn entstehen.
In einer Fortführung des Erfindungsgedankens wird auch vorgeschlagen, dass
dem Primärlangsieb der ersten Blattbildungseinheit ein an sich bekannter Former
(Hybridformer) zugeordnet ist, wobei das Primärlangsieb eine langsiebartige Vor
entwässerungsstrecke mit einer Länge ( = Abstand zwischen der Düse des Stoff
auflaufs und dem Saugkasten) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen
1,25 und 2 m, aufweist. Dieser Formertyp und diese Länge der Vorent
wässerungsstrecke erbringen die vorgenannte, für das Untersieb des Doppel
siebformers ausgeführten Vorteile, wie beispielsweise eine Verringerung sowohl
der Sieblänge als auch der Baulänge der Blattbildungsvorrichtung, und dies bei
Erreichung der genannten Eigenschaften und verbesserter Symmetrie der Mehr
lagenstruktur.
In einer Fortführung des Erfindungsgedankens wird auch vorgeschlagen, dass der
ersten Blattbildungseinheit eine weitere Blattbildungseinheit zugeordnet ist, wobei
die weitere Blattbildungseinheit eine Lage der mehrlagigen Papier- oder Karton
bahn auf die erste, vom Doppelsiebformer der ersten Blattbildungseinheit er
zeugte Lage ablegt und das Untersieb des Doppelsiebformers beide genannten
Lagen auf die zweite, vom Primärlangsieb der ersten Blattbildungseinheit erzeugte
Lage ablegt. Durch diese weitere Blattbildungseinheit wird die Möglichkeit eröff
net, eine mehrlagige Papier- oder Kartonbahn mit mehr als zwei Lagen bei unter
schiedlichen Lagenqualitäten zu erzeugen. Ist die weitere Blattbildungseinheit als
Primärlangsieb mit zugeordnetem Former (Hybridformer) ausgebildet, wobei das
Primärlangsieb eine langsiebartige Vorentwässerungsstrecke mit einer Länge (=
Abstand zwischen der Düse des Stoffauflaufs und dem Saugkasten) zwischen
0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1,25 und 2 m aufweist, so ergeben sich
weiterhin die im vorhergehenden Abschnitt dargelegten Vorteile.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
der ersten Blattbildungseinheit einer weitere Blattbildungseinheit zugeordnet ist,
wobei die weitere Blattbildungseinheit eine Lage der mehrlagigen Papier- oder
Kartonbahn auf mindestens die von der ersten Blattbildungseinheit erzeugten
Lagen ablegt, wobei in weiterer vorteilhafterweise die weitere Blattbildungseinheit
als Primärlangsieb ausgebildet ist. Es ergeben sich dadurch die in den beiden
vorhergehenden Abschnitten dargelegten Vorteile.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläu
ternden Merkmale der Endung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombina
tion, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar
sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteran
sprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnung, in welcher die erfindungsgemäßen Blatt
bildungsvorrichtungen zum Herstellen einer mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn
in schematisierter Seitenansichten dargestellt sind.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erste erfindungsgemäße Blattbildungsvorrichtung zum
Herstellen einer mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn;
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Blatt
bildungsvorrichtung;
Fig. 3 eine Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit einem weiteren For
mer, wodurch ein sogenannter Hybridformer entsteht;
Fig. 4 einen Doppelsiebformer gemäß Fig. 1, jedoch ohne soge
nannte SP-Druckleisten;
Fig. 5 einen Doppelsiebformer gemäß Fig. 2, jedoch mit einem Se
kundärstoffauflauf; und
Fig. 6 eine erfindungsgemäße Blattbildungsvorrichtung mit drei Blatt
bildungseinheiten.
Die Figuren zeigen ein Primärlangsieb 10, welches sich entsprechend dem Pfeil A
in der jeweiligen Figur von rechts nach links bewegt. Im Bereich einer Umlenk
walze (Brustwalze) 12 für das Primärlangsieb 10 befindet sich eine Stoffauflauf 14
für eine untere (zweite) Lage der mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn. Das Pri
märlangsieb 10 kann auch, wie in Fig. 3 dargestellt, als Hybridformer H ausge
bildet sein.
Oberhalb des Primärlangsiebs 10 befindet sich ein Doppelsiebformer D als Se
kundärsiebanordnung mit einem Untersieb 16 und einem Obersieb 18. Die Siebe
16 und 18 bewegen sich entsprechend dem Pfeil B in der jeweiligen Figur vom
links nach rechts, dass heisst das Untersieb 16 um eine Umlenkwalze 20 im Be
reich des Stoffauflaufs 22, eine Formierwalze 24 (hier offene Formierwalze) mit
einer Wanne 31 zum Abführen des Wassers und weitere Walzen 26. Das Ober
sieb 18 bewegt sich um eine Reihe von Umlenkwalzen 28 sowie gemeinsam mit
dem Untersieb 16 um die Formierwalze 24. Somit bewegen sich Untersieb 16 und
das Obersieb 18 vor der Formierwalze 24 teilweise gemeinsam im wesentlichen in
horizontaler Richtung und nach der Formierwalze (in Laufrichtung R) hinter der
Formierwalze 24 zumindest teilweise gemeinsam im wesentlichen in vertikaler
Richtung. Es ist jedoch auch in nicht dargestellter Ausgestaltung möglich, dass
sich das Untersieb 16 und das Obersieb 18 hinter der Formierwalze 24 zumindest
teilweise gemeinsam in einem Winkel von etwa 45 Grad abwärts verlaufen.
In Laufrichtung R vor der Formierwalze 24 befindet sich im Bereich des Doppel
siebformers D unterhalb des Untersiebs 16 erfindungsgemäß ein Leistenformer L
mit auf das Untersieb 16 einwirkenden Druckleisten 30. Diesen Druckleisten 30
gegenüberliegend befindet sich oberhalb des Obersiebs 18 ein Saugkasten 32.
Das Untersieb 16 des Doppelsiebformers D weist nun erfindungsgemäß eine Vor
entwässerungsstrecke VEW1 mit einer Länge L1 ( = Abstand zwischen der Düse
des Stoffauflaufs 22 und dem Saugkasten 32) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugs
weise zwischen 1,25 und 2 m, auf. Die langsiebartige Vorentwässerungsstrecke
VEW1 weist ferner eine Ablaufleiste 17a und eine Auflaufleiste 17b auf, die quer
zur Laufrichtung R der entstehenden ersten Lage der mehrlagigen Papier- oder
Kartonbahn angeordnet sind. Im Bereich der langsiebartigen Vorentwässerungs
strecke VEW1 sind überdies zwischen der Ablaufleiste 17a und der Auflaufleiste
17b mindestens eine Stützleiste 17c und mindestens ein Vakuumkasten 17d an
geordnet. Es versteht sich, dass die Anzahl an Stützleisten 17c und an Vakuum
kästen 17d im Betrieb der Papier- oder Kartonmaschine nicht auf die dargestellte
Anzahl beschränkt sind.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der gemäß Fig. 1
lediglich durch die andere Zuordnung des Doppelsiebformers D zum Primärlang
sieb 10 dahingehend, dass der Stoffauflauf für beide Lagen auf derselben Seite
des Systems erfolgt. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 erfolgt der Stoffauf
lauf für beide Systeme an entgegengesetzten Seiten.
Die in Fig. 3 dargestellte Blattbildungsvorrichtung 1 ist in Ergänzung der Blattbil
dungsvorrichtung 1 der Fig. 1 im Bereich des Primärlangsiebs 10 mit einem
weiteren Former 29 bestückt, wodurch ein sogenannter Hybridformer H gebildet
wird. Der zusätzliche Former 29 weist sowohl ein Sieb 19, das um Umlenkwalzen
27 geführt ist, als auch einen Saugkasten 32 auf. Das Primärlangsieb 10 der
ersten Blattbildungseinheit 5 weist nun erfindungsgemäß eine Vorentwässerungs
strecke VEW2 mit einer Länge L2 (= Abstand zwischen der Düse des Stoffauf
laufs. 14 und dem Saugkasten 32) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise
zwischen 1,25 und 2 m, auf.
Die Fig. 4 zeigt einen Doppelsiebformer D gemäß Fig. 1, jedoch ohne soge
nannte SP-Druckleisten 30. Weiterhin ist der Saugkasten 32 an seiner zum Ober
sieb 18 gerichteten Seite mit einer Wölbung ausgestattet, so dass daraus bei ent
sprechend bogenförmig angeordneten Druckleisten 30 eine vorteilhafte konvexe
Führung des Doppelsiebs resultiert. Die Fig. 5 hingegen zeigt einen Doppel
siebformer D gemäß Fig. 2, jedoch mit einem Sekundärstoffauflauf 23.
Die in Fig. 6 dargestellte Blattbildungsvorrichtung 1 besteht aus drei Blattbil
dungseinheiten 5, 6 und 7. Die mittlere Blattbildungseinheit 5 besitzt im wesent
lichen den Aufbau der Blattbildungsvorrichtung 1 gemäß Fig. 1; hinsichtlich der
Beschreibung der Blattbildungseinheit 5 wird somit auf Fig. 1 verwiesen. Der
einziger Unterschied der Blattbildungsvorrichtung 1 hinsichtlich der Ausführung
gemäß Fig. 1 besteht darin, dass das Untersieb 16 und das Obersieb 18 hinter
der Formierwalze 24 zumindest teilweise gemeinsam nicht im wesentlichen in ver
tikaler Richtung, sondern unter Winkel von etwa 60 Grad abwärts verlaufen.
Der Blattbildungseinheit 5 ist eine weitere Blattbildungseinheit 6 zugeordnet ist,
wobei die weitere Blattbildungseinheit 6 eine Lage (Einlage) der mehrlagigen Pa
pier- oder Kartonbahn auf die erste, vom Doppelsiebformer D der Blattbildungs
einheit 5 erzeugte Lage (Einlage) ablegt und das Untersieb 16 des Doppelsieb
formers D beide genannten Lagen (Einlagen) auf die zweite, vom Primärlangsieb
10 der Blattbildungseinheit 5 erzeugte Lage (Rücken) ablegt. Die Blattbildungs
einheit 6 ist als Primärlangsieb 10' mit zugeordnetem Former 29 ausgebildet, wo
bei das Primärlangsieb 10' eine langsiebartige Vorentwässerungsstrecke VEW3
mit einer Länge L3 (= Abstand zwischen der Düse des Stoffauflaufs 14' und dem
Saugkasten 32') zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1,25 und 2 m,
aufweist.
Weiterhin ist der Blattbildungseinheit 5 eine weitere, zweite Blattbildungseinheit 7
zugeordnet, wobei die weitere Blattbildungseinheit 7 eine Lage (Decke) der
mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn auf mindestens die von der Blattbildungs
einheit 5 erzeugten Lagen (Einlagen und Rücken) ablegt. Die Blattbildungseinheit
7 ist als Primärlangsieb 10" ausgebildet.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art geschaffen wird, mit welcher eine sehr gute Formation
bei Entfernung einer hohen Wassermenge mit dem Resultat einer guten Festigkeit
erzielt wird, und dies möglichst bei einer Verringerung der Sieblänge und der.
Baulänge dieses Papier- oder Kartonmaschinenabschnitts.
1
Blattbildungsvorrichtung
5
,
6
,
7
Blattbildungseinheit
10
,
10
',
10
" Primärlangsieb
12
,
20
Umlenkwalze
14
,
14
',
22
Stoffauflauf
16
Untersieb (Sekundärsieb)
17
a Ablaufleiste
17
b Auflaufleiste
17
c Stützleiste
17
d Vakuumkasten
18
Obersieb (Sekundärsieb)
19
Sieb
23
Sekundärstoffauflauf
24
Formierwalze
26
Walzen
27
,
28
Umlenkwalzen
29
,
29
' Former
30
Druckleisten
31
Wanne
32
,
32
' Saugkasten
A, B Pfeil
D Doppelsiebformer
H Hybridformer
L Leistenformer
L1, L2, L3 Länge
R Laufrichtung
t Zeitdauer
VEW 1-3 Vorentwässerungsstrecke
A, B Pfeil
D Doppelsiebformer
H Hybridformer
L Leistenformer
L1, L2, L3 Länge
R Laufrichtung
t Zeitdauer
VEW 1-3 Vorentwässerungsstrecke
Claims (18)
1. Blattbildungsvorrichtung (1) zum Herstellen einer mehrlagigen Papier- oder
Kartonbahn mit einer Blattbildungseinheit (5), bestehend aus einem Primär
langsieb (10) und zwei als Doppelsiebformer (D) ausgebildeten Sekundär
sieben (Untersieb 16, Obersieb 18), die eine erste Lage der mehrlagigen
Papier- oder Kartonbahn auf eine zweite Lage des Primärlangsiebs (10) afj
legen, wobei der Doppelsiebformer (D) eine Formierwalze (24) als Umlenk
walze für den Verlauf der Sekundärsiebe (16, 18) aufweist und wobei ein
Saugkasten (32) im Bereich des Obersiebs (18) des Doppelsiebformers (D)
angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Untersieb (16) des Doppelsiebformers (D) eine langsiebartige Vor
entwässerungsstrecke (VEW1) mit einer Länge (L1) ( = Abstand zwischen
der Düse des Stoffauflaufs (22) und dem Saugkasten (32)) zwischen 0,75
und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1,25 und 2 m, aufweist.
2. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die langsiebartige Vorentwässerungsstrecke (VEW1) eine Ablaufleiste
(17a) und eine Auflaufleiste (17b) aufweist, die quer zur Laufrichtung (R) der
entstehenden ersten Lage der mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn ange
ordnet sind.
3. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Ablaufleiste (17a) und der Auflaufleiste (17b) mindestens
eine parallel zu ihnen verlaufende Stützleiste (17c) angeordnet ist.
4. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Ablaufleiste (17a) und der Auflaufleiste (17b) mindestens
ein Vakuumkasten (17d) angeordnet ist.
5. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vakuumkasten (17d) mit Überdruck gegenüber dem Atmosphären
druck betreibbar ist.
6. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vakuumkasten (17d) zur Seite der Vorentwässerungsstrecke
(VEW1) hin mit Löchern versehen ist.
7. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vakuumkasten (17d) zur Seite der Vorentwässerungsstrecke
(VEW1) hin mit Schlitzen mit einer Schlitzbreite von kleiner 20 mm, vorzugs
weise kleiner 15 mm, versehen ist.
8. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Entwässerung im Doppelsiebformer (D) größer 50% ist.
9. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zeitdauer (t) zwischen dem Strahlaustritt aus der Düse des Stoff
auflaufs (22) und dem Eintritt in dem Doppelsiebformer (D) kleiner 0,1 Se
kunden ist.
10. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Leistenformer (L) in Laufrichtung (R) der entstehenden ersten Lage
der mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn vor der Formierwalze (24) des
Doppelsiebformers (D) angeordnet ist.
11. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leistenformer (L) mit Druckleisten (30) ausgestattet ist, die teil
weise elastisch gestützt sind.
12. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Doppelsiebformer (D) mit einem Sekundärstoffauflauf (23) ver
sehen ist.
13. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sekundärstoffauflauf (23) in den Zwickel der zusammenlaufenden
Sekundärsiebe (16, 18) gerichtet ist.
14. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Primärlangsieb (10) der Blattbildungseinheit (5) ein an sich be
kannter Former (29) zugeordnet ist, wobei das Primärlangsieb (10) eine
langsiebartige Vorentwässerungsstrecke (VEW2) mit einer Länge (L2) (=
Abstand zwischen der Düse des Stoffauflaufs (14) und dem Saugkasten
(32)) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1,25 und 2 m, auf
weist.
15. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ersten Blattbildungseinheit (5) eine weitere Blattbildungseinheit (6)
zugeordnet ist, wobei die weitere Blattbildungseinheit (6) eine Lage der
mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn auf die erste, vom Doppelsiebformer
(D) der ersten Blattbildungseinheit (5) erzeugte Lage ablegt und das Unter
sieb (16) des Doppelsiebformers (D) beide genannten Lagen auf die zweite,
vom Primärlangsieb (10) der ersten Blattbildungseinheit (5) erzeugte Lage
ablegt.
16. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weitere Blattbildungseinheit (6) als Primärlangsieb (10') mit zuge
ordnetem Former (29') ausgebildet ist, wobei das Primärlangsieb (10') eine
langsiebartige Vorentwässerungsstrecke (VEW3) mit einer Länge (L3) (=
Abstand zwischen der Düse des Stoffauflaufs (14') und dem Saugkasten
(32')) zwischen 0,75 und 2,5 m, vorzugsweise zwischen 1, 25 und 2 m, auf
weist.
17. Blattbildungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ersten Blattbildungseinheit (5) eine weitere Blattbildungseinheit (7)
zugeordnet ist, wobei die weitere Blattbildungseinheit (7) eine Lage der
mehrlagigen Papier- oder Kartonbahn auf mindestens die von der ersten
Blattbildungseinheit (5) erzeugten Lagen ablegt.
18. Blattbildungsvorrichtung (1) nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weitere Blattbildungseinheit (7) als Primärlangsieb (10") ausgebil
det ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151928 DE19951928A1 (de) | 1999-10-28 | 1999-10-28 | Blattbildungsvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151928 DE19951928A1 (de) | 1999-10-28 | 1999-10-28 | Blattbildungsvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19951928A1 true DE19951928A1 (de) | 2001-05-03 |
Family
ID=7927163
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999151928 Withdrawn DE19951928A1 (de) | 1999-10-28 | 1999-10-28 | Blattbildungsvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19951928A1 (de) |
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- 1999-10-28 DE DE1999151928 patent/DE19951928A1/de not_active Withdrawn
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