DE19951400A1 - Getriebe mit einer geräuscharmen Geradverzahnung - Google Patents
Getriebe mit einer geräuscharmen GeradverzahnungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Stirnradgetriebe zur Übertragung von Drehbewegungen von einer ersten Welle auf eine zweite Welle unter Verwendung von geradverzahnten oder schrägverzahnten Zahnrädern, wobei zur Erzielung eines geräuscharmen Laufes des Getriebes ein hoher Überdeckungsgrad erforderlich ist. Insbesondere Getriebe mit Zahnrädern von kleinem Durchmesser und geringer Breite neigen zu Stoß- und Reibunsggeräuschen, die speziell bei Verwendung von schmalen Zahnrädern auch mit einer Schrägverzahnung nicht behoben werden können. Zanhradpaare, deren Verzahnungen um eine halbe Zahnteilung versetzt angeordnet sind, lösen das Problem.
Description
Die Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere ein Stirnradgetriebe, gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Getriebe, insbesondere Stirnradgetriebe, mit Geradverzahnung haben die unangenehme
Eigenschaft, insbesondere dann, wenn zumindest eines der beiden Zahnräder einen
kleinen Durchmesser hat, Geräusche und Schwingungen beim Lauf speziell bei langsa
men Drehzahlen zu erzeugen. Der Überdeckungsgrad, welcher bei Zahnrädern ein Maß
für die Anzahl der in Eingriff befindlichen Zähne ist, wird um so kleiner, je kleiner die
miteinander in Eingriff befindlichen Zahnräder sind. Der Überdeckungsgrad kann jedoch
vergrößert werden, wenn zwei Zahnräder mit Schrägverzahnung Verwendung finden,
da sich der Eingriff eines jeden Zahnes auf einen größeren Anteil des Umfanges seines
Zahnrades verteilt. Ein derart geräuschärmer laufendes Zahnradpaar erzeugt jedoch
durch diese Schrägverzahnung eine in axialer Richtung wirkende Kraftkomponente, die
in verschiedenen Anwendungsbereichen nicht erwünscht ist. Aus diesem Grund werden
insbesondere im Schwermaschinenbau Stirnradgetriebe verwendet, die aus zwei Zahn
radpaaren bestehen, die jeweils schrägverzahnt sind und deren Schrägen zur Aufhe
bung von axialen Kraftkomponenten axial gegenläufig zueinander angeordnet sind. Die
Zähne solcher Doppelzahnräder laufen dann pfeilförmig aufeinander zu, wobei sich an
der Trennstelle Zähne mit Zähnen und Zahnlücken mit Zahnlücken treffen.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bezieht sich in erster Linie auf schmale ge
radverzahnte Zahnradpaare oder schmale schrägverzahnte Zahnradpaare, bei denen der
Mangel an ausreichender Größe des Überdeckungsgrades eine Rolle spielt. Es wird da
her vorgeschlagen, die Zahnradpaare aus Einzelzahnrädern mit identischen oder spie
gelbildlich identischen Verzahnungen herzustellen, diese jedoch zur Erzielung eines ge
räuscharmen Laufes jeweils gegeneinander verdreht stirnseitig drehfest miteinander zu
verbinden, wobei der Überdeckungsgrad verdoppelbar ist, wenn die Zahnräder der
Zahnradpaare um ein halbe Zahnteilung jeweils gegeneinander verdreht sind. So stößt
die Zahnlücke des einen Zahnrades des Zahnradpaares stirnseitig gegen einen Zahn des
zweiten Zahnrades, wodurch die Stoßbelastung beim Ein- und Ausfahren der Zähne
gegeneinander verringert wird.
Es ergibt sich somit als Aufgabe der Erfindung, ein Zahnrad für kleine Durchmesser und
geringe Überdeckungsgrade zu schaffen, welches stoßfrei und geräuscharm speziell bei
geringen Breiten der Zahnräder laufen kann.
Die Lösung der Aufgabe ist im Kennzeichen des ersten Anspruches beschrieben, Ausge
staltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Anhand zweier Zeichnungen wird ein Getriebe mit Zahnrädern mit hohem Überdec
kungsgrad erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein antreibendes Zahnrad mit einem zweiten Zahnrad auf einer ersten
Welle, welches mit einem angetriebenen Zahnrad und dessen Parallel
zahnrad auf einer zweiten Welle zusammenwirkt;
Fig. 2 eine Verzahnung des angetriebenen Zahnrades und seines Parallelzahnra
des in identischer Ausführung, wobei die Verzahnungen um eine halbe
Teilung verdreht miteinander stirnseitig montiert sind.
Wird mit 1 eine erste Welle und mit 8 eine zweite Welle bezeichnet, so ist auf der ersten
Welle 1 ein antreibendes Zahnrad 2 und achsparallel ein zweites Zahnrad 3 als Zahn
radpaar angeordnet. Auf der zweiten Welle 8 ist ein angetriebenes Zahnrad 5 angeord
net, welches mit einem Parallelzahnrad 6 stirnseitig verbunden ist und ebenfalls ein
Zahnradpaar bildet. Im Falle einer Geradverzahnung weisen das antreibende Zahnrad 2
und das zweite Zahnrad 3 je eine Verzahnung 4 auf, die mit einer Verzahnung 7 des
angetriebenen Zahnrades 5 und des Parallelzahnrades 6 zusammenwirkt. In Bezug auf
die Verzahnungen 7 und 4 sind die Zahnräder 2 und 3 sowie 5 und 6 identisch.
Unterstellt man, daß die Verzahnungen 4 und 7 Schrägverzahnungen sind, so sind diese
spiegelbildlich angeordnet, so daß sich auf den Zahnradpaar, bestehend aus dem Zahn
rad 2 und 3, eine Pfeilverzahnung ausbildet, die mit einer ebenfalls gegeneinander ge
richteten Pfeilverzahnung des Zahnradpaares, bestehend aus den Zahnrädern 5 und 6,
zusammenwirkt. Die Besonderheit des Erfindungsgegenstandes liegt darin, daß gemäß
Fig. 2 die Zähne der Verzahnungen 4 und 7 um eine halbe Zahnteilung t/2 gegeneinan
der versetzt angeordnet sind, wodurch sich ein Überdeckungsgrad Ü einstellt, der dop
pelt so groß ist, als sein Überdeckungsgrad Ü, der nur von jeweils einfachen Zahnrädern
erreicht wird. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, handelt es sich bei den Zahnrädern 2, 3, 5 und
6 um Zahnrädern von geringer Breite, bei denen sich die Anwendung einer Schrägver
zahnung hinsichtlich des Überdeckungsgrades Ü nur gering auswirkt. Die Realisierung
der Zuordnung der einzelnen Zahnräder 4 bzw. 7 zueinander um eine halbe Zahntei
lung t/2 hat zur Voraussetzung, daß beide Zahnradpaare auf ihren Wellen 1 und 8 der
art befestigbar sind, daß eine Zahnteilung von t/2 genau eingehalten wird. Erreicht wird
dies dadurch, daß das erste antreibende Zahnrad 2 und das zweite antreibende Zahn
rad 3 auf der ersten Welle 1 zur Realisierung des Versatzes ihrer Verzahnungen 4 Vor
sprünge und Vertiefungen 11 aufweisen, durch deren Anordnung die Zahnräder 2 und
3 miteinander fügbar sind. Ebenso ist darauf zu achten, daß das angetriebene Zahn
rad 5 und das Parallelzahnrad 6 über eine Zentrierung 9 miteinander verbindbar sind,
wobei jedes dieser Zahnräder 5 und 6 einen Durchbruch 10 aufweist, mit Hilfe dessen
die Verzahnung 7 des angetriebenen Zahnrades 5 um eine halbe Zahnteilung t/2 zu der
des Parallelzahnrades 6 positionierbar ist. Das Parallelzahnrad 6 ist auf einer Zentrie
rung 9 mit dem angetriebenen Zahnrad 5 verbunden, wobei der Durchbruch 10 eine
Paßbohrung für die Anwendung eines Werkzeuges insofern ist, als die Zahnteilung t/2
dann erreicht wird, wenn ein entsprechender Dorn durch die deckungsgleich überein
ander liegenden Paßbohrungen geschoben wird. Die Positionierung der Zahnräder 2
und 3 sowie 5 und 6 läßt sich auf mehrfache Weise durchführen, wobei die vorgeschla
genen Positionierungshilfen nur für viele andere Positionierungshilfen stehen.
Ü Überdeckungsgrad
1
erste Welle
2
antreibendes Zahnrad
3
zweites Zahnrad
4
Verzahnung
5
angetriebenes Zahnrad
6
Parallelzahnrad
7
Verzahnung
8
Zweite Welle
9
Zentrierung
10
Durchbruch
11
Nut
12
Vorsprünge und Vertiefungen
Claims (8)
1. Getriebe, insbesondere Stirnradgetriebe, zur Übertragung von Drehbewegungen von
einer ersten Welle (1) auf eine zweite Welle (8), umfassend mindestens zwei Zahnrä
der, nämlich ein antreibendes Zahnrad (2) mit einer ersten Verzahnung (4) und ein
angetriebenes Zahnrad (5) mit einer zweiten Verzahnung (7), welche gegenüber der
ersten Verzahnung (4) einen Überdeckungsgrad (Ü) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung eines geräuscharmen Laufes des Getriebes das antreibende Zahn
rad (2) um ein identisches zweites ebenfalls antreibendes Zahnrad (3) und das ange
triebene Zahnrad (5) um ein im Bereich seiner Verzahnung (7) identisches ebenfalls
angetriebenes Parallelzahnrad (6) erweitert wird, wodurch zwei Zahnradpaare entste
hen, deren Zahnräder (2, 3) und (5, 6) jeweils gegeneinander verdreht stirnseitig dreh
fest miteinander verbunden sind.
2. Getriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß maximal der doppelte Überdeckungsgrad (Ü) erreichbar ist, wenn die Zahnrä
der (2, 3) des antreibenden Zahnradpaares und die Zahnräder (5, 6) des angetriebenen
Zahnradpaares um eine halbe Zahnteilung (t/2) jeweils gegeneinander verdreht sind.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste antreibende Zahnrad (2) und das zweite antreibende Zahnrad (3) auf
der ersten Welle (1) zur Realisierung des Versatzes ihrer Verzahnungen (4) Vorsprün
ge und Vertiefungen (11) aufweisen, durch deren Anordnung die Zahnräder (2, 3) mit
einem Zahnversatz von einer halben Zahnteilung (t/2) miteinander fügbar sind.
4. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das angetriebene Zahnrad (5) und das Parallelzahnrad (6) über eine Zentrie
rung (9) miteinander positioniert sind, wobei jedes dieser Zahnräder (5, 6) je einen
Durchbruch (10) aufweist, mit Hilfe dessen die Verzahnung (7) des angetriebenen
Zahnrades (5) um eine halbe Zahnteilung (t/2) zu der des Parallelzahnrades (6) posi
tionierbar ist.
5. Getriebe nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchbruch (10) eine Paßbohrung für die Anwendung eines Werkzeuges ist.
6. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzahnungen (4, 7) geradverzahnt sind.
7. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verzahnungen (4, 7) schrägverzahnt sind.
8. Getriebe nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schrägverzahnungen zur Aufhebung von axialen Kraftkomponenten
axial gegenläufig zueinander angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151400 DE19951400A1 (de) | 1999-10-26 | 1999-10-26 | Getriebe mit einer geräuscharmen Geradverzahnung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999151400 DE19951400A1 (de) | 1999-10-26 | 1999-10-26 | Getriebe mit einer geräuscharmen Geradverzahnung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19951400A1 true DE19951400A1 (de) | 2001-05-03 |
Family
ID=7926830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999151400 Withdrawn DE19951400A1 (de) | 1999-10-26 | 1999-10-26 | Getriebe mit einer geräuscharmen Geradverzahnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19951400A1 (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10225054A1 (de) * | 2002-06-06 | 2003-12-18 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Verzahnung |
| EP2172815A1 (de) | 2008-10-02 | 2010-04-07 | Montres Breguet S.A. | Räderwerk für Uhr |
| RU2427744C2 (ru) * | 2007-09-19 | 2011-08-27 | Государственное образовательное учреждение высшего профессионального образования "Южно-Российский государственный технический университет (Новочеркасский политехнический институт)" (ГОУ ВПО ЮРГТУ) (НПИ) | Зубчатая передача |
| DE102010027300A1 (de) | 2010-07-16 | 2012-01-19 | Neumayer Tekfor Holding Gmbh | Stirnrad, Fertigung eines Systems zur Drehmomentübertragung und entsprechendes System |
| DE102011016248A1 (de) * | 2011-04-06 | 2012-10-11 | Neumayer Tekfor Holding Gmbh | Zahnrad und Fertigung eines Zahnrads |
| DE102014222771A1 (de) * | 2014-11-07 | 2016-05-12 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Zahnrad sowie Zahnradpaarung mit dem Zahnrad |
| EP1902226B1 (de) | 2005-06-28 | 2016-09-28 | Schaeffler Technologies AG & Co. KG | Kupplungsaggregat |
| DE102015109870A1 (de) * | 2015-06-19 | 2016-12-22 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Stirnrad |
-
1999
- 1999-10-26 DE DE1999151400 patent/DE19951400A1/de not_active Withdrawn
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| JP2017009115A (ja) * | 2015-06-19 | 2017-01-12 | ドクター エンジニール ハー ツェー エフ ポルシェ アクチエンゲゼルシャフトDr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft | 平歯車 |
| US10234011B2 (en) | 2015-06-19 | 2019-03-19 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Spur gear |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |