DE19948140A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten ObjektenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft die Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten, wie Streuscheiben für Fahrzeugscheinwerfer, die gegebenenfalls selbst strukturiert sind. Typische Fehler sind u. a. Einschlüsse von Gasbläschen oder Fremdpartikeln, gekrümmte kantenförmige Absätze, Dickenunterschiede des Materials und brechungsindexverändernde Flächenabweichungen. DOLLAR A Aufgabe war es, insbesondere kontrastarme und visuell schwer erkennbare Defekte, möglichst aufwandgering festzustellen und die Defekte von vorgegebenen Objektstrukturen unterscheiden zu können. DOLLAR A Das Verfahren soll sowohl für eine visuelle Prüflingskontrolle als auch für eine objektive Auswertung mit einem Bildverarbeitungssystem, ggf. unmittelbar im Herstellungsprozess der zu untersuchenden Objekte, geeignet sein, um Objekte mit nicht tolerierbaren Defekten zu selektieren. DOLLAR A Erfindungsgemäß werden das Prüfobjekt (1) mit einer hinreichend kohärenten Strahlung einer Punktlichtquelle (3) über mindestens ein optisches Abbildungselement (4) durchleuchtet und ein Kameraobjektiv (5) auf eine oder vorzugsweise unterschiedliche Ebenen des Objektes (1) fokussiert. Jedes Kamerabild wird für jede gewählte Objektivfokussierung (a, b, c) nach vorliegenden Grauwerten ausgewertet. Auf diese Weise können optisch alle Arten von Defekten detektiert werden. Insbesondere gelingt es, sehr kontrastarme Defekte unabhängig von einer vorgegebenen Objektstruktur, deutlich festzustellen, was mit der Anwendung der an sich bekannten ...
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erkennung
von Defekten in und an transparenten, gegebenenfalls auch strukturierten
Objekten, insbesondere zur Erkennung sehr kontrastarmer und damit schwer
erkennbarer Defekte, wie sie z. B. im Herstellungsprozess von Streuscheiben
für Autoscheinwerfer entstehen. Typische Fehler sind u. a. Einschlüsse von
Gasbläschen oder Fremdpartikeln, gekrümmte kantenförmige Absätze,
Dickenunterschiede des Materials und Brechungsindex verändernde
Flächenabweichungen.
Es besteht seit langem die Forderung, solche visuell schwer feststellbaren
Defekte zuverlässig zu erkennen und Objekte mit nicht tolerierbaren
Defekten, beispielsweise unmittelbar im Fertigungs- bzw. Bearbeitungs
prozess auszusortieren. Die in einzelnen Branchen bekannt gewordenen
Prüfmethoden nutzen, wie nachfolgende Beispiele belegen, unterschiedliche
optische Verfahren. Einschlussfehler und Absatzfehler werden danach
zumeist bei schrägen Lichteinfall durch Streueffekte oder veränderte
Lichtbrechung und Beugung nach dem Vorbild des klassischen Abbeschen
Beleuchtungsapparats erkennbar gemacht. Um Verzerrungen durch
Flächenfehler (Brechkraftänderungen) detektieren zu können, werden
dagegen meist durch das Objekt projizierte Muster ausgewertet.
In der US 3,925,049 wird ein Beleuchtungsverfahren zur Darstellung
genannter Fehler bei der noch subjektiven Flachglasprüfung beschrieben.
Danach werden die Glasdefekte auf Grund der bei flachem Lichteinfall
verstärkt wirksamen Aberrationen deutlich sichtbar. Nachteilig ist, dass der
Prüfer in einer Prüfkabine die Flachglasscheiben direkt visuell begutachten
und Fehler manuell markieren muss. Daraus folgen die für die subjektive
Sichtkontrolle typischen Probleme, wie starke Abhängigkeit des Einsatzortes
der Prüfperson von den Umweltbedingungen, Abhängigkeit der Fehlerquote
vom Ermüdungszustand der Prüfperson und von der geforderten
Prüfgeschwindigkeit.
Die schräge Beleuchtung wird in weiteren Erfindungen aufgegriffen. In der
US 4,306,808 wird ein automatisches Inspektionssystem speziell für einen
typischen Floatglasfehler (Typ Zinntropfen) vorgestellt. Das fortlaufende
Glasband wird bei diesem System mit einem flach einfallenden Laserstrahl
punktweise in einer Linie über die gesamte Breite des Glasbandes abgetastet.
Mit zwei Fotodetektoren die jeweils mit einem Linienfaserbündel die
gesamte Abtastbreite des Lasers erfassen, vorgeschalteten Zylinderlinsen und
Spiegeln wird der durch veränderte Brechung an dem speziellen Glasfehler
gegenüber dem normalen Strahlungsverlauf veränderte Verlauf selektiert.
Nachteilig bei diesem Verfahren ist die spezielle Ausrichtung auf einen
Fehlertyp und eine bestimmte Fehlergröße.
Ein breiteres Anwendungsfeld wird durch die DE 41 39 094 A1 erreicht.
Gezielt wird durch die bekannten Methoden schräges Einstrahlen bzw.
zentrale Aperturabschattung ein Dunkelfeld-Beleuchtungsverfahren zur
kontrastreichen Abbildung von Defekten in Flachglasscheiben realisiert.
Durch die bandförmige Beleuchtung und eine angepasste zeilenförmige
Auswertung werden Flächenfehler nicht detektiert. Der Prüfaufwand ist auch
hier relativ hoch. Außerdem ist zu beachten, dass für eine empfindliche
Fehlerdetektion die Ausrichtung der Defekte in eine durch das
Beleuchtungsband vorgegebene Vorzugsrichtung vorausgesetzt wird.
In der DE 19 80 95 OS A1 wird ebenfalls eine Anordnung mit zentraler
bandförmiger Abschattung vorgestellt. Diese wird aufwendig durch
Hilfsstrahlungsquellen ergänzt, die das Objekt aus verschiedenen Richtungen
schräg mit parallelen Bündeln durchstrahlen. Damit sollen Defekte erkannt
werden, die eine von der Bandabschaltung vorgegebenen Vorzugsrichtung
abweichende Ausrichtung aufweisen.
Der in DE 198 24 623 A1 vorgestellte miniaturisierte Streulichtmesskopf ist
ein sehr empfindliches Messmittel für die genannten kontrastarmen Defekte,
die damit auch unterschieden werden können. Durch die verfahrensbedingte
aufwendige punktförmige Inspektion der Objektoberflächen mit winkel
aufgelöster Streulichtanalyse bleibt der Einsatz jedoch praktisch auf
besonders bedeutende Einzelprüfungen beschränkt. Das Prüfobjekt selbst
darf, wie bei den schon dargestellten Lösungen, nicht strukturiert sein.
Ein spezielles Verfahren zur Detektion von Flächenfehlern in Windschutz
scheiben für Kraftfahrzeuge wird in der DE 39 37 559 A1 beschrieben. Mit
Hilfe eines projizierten Rasters wird eine Brechkraftanalyse der Scheibe
durchgeführt. Dazu wird das Bild des von der zu untersuchenden
Windschutzscheibe beeinflussten Rasters mit einem Referenzraster überlagert
und das entstehende Superponat mit Hilfe der Moire-Bildverarbeitung
ausgewertet. Weil das für das Verfahren störende Bild der Objektscheibe
bewusst unterdrückt wird, sind alle anderen eingangs genannten Fehler nicht
nachweisbar.
Ein Verfahrensanspruch auf den Einsatz von Kontrastmustern, deren durch
das Prüfobjekt beeinflusste Abbild auszuwerten ist, wird auch in der
DE 197 41 384 A1 erhoben. Hier besteht die spezielle Aufgabe, damit die
sehr mannigfaltig auftretenden strukturlosen, semitransparenten Verunreini
gungen von transparenten Gegenständen, insbesondere von Flaschen, zu
erkennen. Abhängig von der konkreten Objektform, der Objektgröße und der
Fehlerart sind verschiedene Kontrastmuster vorgesehen. Es bleibt zu prüfen,
ob mit angepassten Kontrastmustern die eingangs genannten Fehler mit
hinreichender Empfindlichkeit nachzuweisen sind. Der Prüfaufwand wird
damit jedoch relativ hoch.
Die in DE 197 31 545 C1 eingesetzte Matrix aus Punktlichtquellen löst die
Projektion eines Rasters auf besondere Weise. Die Abbildungsoptik bildet die
Punktlichtquellen selbst in die Bildebene ab. Die Darstellung ist jedoch auf
die Flächenfehlerprüfung von Reflexionsflächen, insbesondere die fehler
hafte Neigung der Oberfläche einer CD, beschränkt.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sowohl die genannten Verfahren der
Kontrastmusterabbildung als auch die unter dem Begriff schräge Beleuchtung
(Dunkelfeldbeleuchtung) zusammenfassbaren Verfahren nur Teillösungen
der gestellten Prüfaufgabe liefern. Insbesondere liegen keine hinreichenden
Lösungen für strukturierte Objekte vor.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, Defekte eingangs
genannter Art in und auf transparenten Objekten, die gegebenenfalls selbst
strukturiert sind, insbesondere kontrastarme und visuell schwer erkennbare
Defekte, wie sie beispielsweise beim Herstellungsprozess von Streuscheiben
für Fahrzeugscheinwerfer entstehen, möglichst aufwandgering festzustellen.
Das Verfahren soll sowohl für eine visuelle Prüflingskontrolle als auch für
eine objektive Auswertung mit einem Bildverarbeitungssystem, ggf.
unmittelbar im Herstellungsprozess der zu untersuchenden Objekte, geeignet
sein, um Objekte mit nicht tolerierbaren Defekten zu selektieren. Darüber
hinaus sollen die Defekte von ggf. am oder im Objekt vorgegebenen
einfachen oder auch komplizierten Strukturen unterscheidbar sein.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Objekt durch
eine hinreichend kohärente Punktquelle beleuchtet wird. Mindestens ein
lichtquellenseitig unmittelbar vor dem Objekt angeordnetes optisches
Abbildungselement (Kondensor) bildet diese Punktquelle auf das Objektiv
(vorzugsweise auf dessen Eintrittspupille) einer Kamera ab. Bedingt durch
die von der hinreichend kohärenten Punktquelle ausgehenden ungerichteten
Strahlen, bildet dieses Objektiv bei Fokussierung auf das Objekt ein
Objektbild ohne erkennbare Defekte ab. Bei gezielter Defokussierung in
Bezug auf das Objekt wird jedoch durch veränderte Phasenlage von
Lichtquellenbild und Beugungsbild der als Phasenobjekte wirkenden Defekte
ein kontrastreiches Bild der Defekte auf der Empfängerfläche der Kamera
abbildbar. Die als Amplitudenobjekte wirkenden Objektstrukturen können
damit von den als Phasenobjekte wirkenden Defekten unterschieden werden.
Auf diese Weise können optisch alle Arten von Defekten detektiert werden.
Insbesondere gelingt es, sehr kontrastarme Defekte unabhängig von einer
vorgegebenen Objektstruktur, deutlich festzustellen, was mit der üblichen
Anwendung der an sich bekannten Dunkelfeldbeleuchtung bisher nicht
gelang.
Je nach Größe des Objektes oder des Defektbereiches kann das Objekt
jeweils vollständig oder in Teilbildern erfasst werden.
Es ist vorteilhaft, zur Auswertung der Kamerabilder ein lemfähiges
Bildverarbeitungssystem, beispielsweise unter Verwendung eines Neuronalen
Netzes, einzusetzen. Es sind unterschiedliche Vorgehensweisen zur Fehler
diskriminierung in den aufgenommenen Bildern möglich. Vorteilhafterweise
werden zur Defekterkennung Bilder eines Objektes für mindestens zwei
Fokuslagen erzeugt, welche einzeln oder in Beziehung zueinander
ausgewertet werden können.
Grundsätzlich besteht das Bildverarbeitungssystem aus einem Modul zur
Merkmalsgewinnung und einem lernfähigen Modul zur Klassifikation. Mit
Hilfe des Moduls zur Merkmalsgewinnung wird in einem ersten Schritt eine
Zuordnung verschiedener Strukturen in den Bildern zu ihrer örtlichen Lage
im Bild vorgenommen. Beispielsweise kann dies durch Unterteilung des
aufgenommen Bildes in Teilbilder oder durch eine Konturerkennung
erfolgen. In einem zweiten Schritt folgt eine Berechnung von signifikanten
Merkmalen, je nach Aufgabenstellung bzw. zu untersuchendem Objekt durch
Anwendung von Verfahren der Bildverarbeitung, der Datenanalyse und/oder
der Berechnung verschiedenster z. B. statistischer Parameter. Diese werden in
einem Merkmalvektor zusammengefasst und einem lernfähigen Verfahren
zur automatischen Klassifkation übergeben. Die Ergebnisse der Klassifika
tion des Merkmalvektors durch dieses Verfahren hängen von einer vorher
durchzuführenden Trainingsphase ab. In der Trainingsphase werden
beispielsweise dem gesamten Bildverarbeitungssystem Trainingsdatensätze
von Beispielobjekten mit bekannten Fehlerklassen präsentiert und dem
lernfähigen Verfahren für jedes einzelne Beispielobjekt eine gewünschte
Sollausgabe vorgegeben. In der späteren Detektion von Fehlern der zu
untersuchenden Objekte entscheidet das Verfahren selbständig welcher
Fehlerklasse die präsentierten Muster angehören. Auf diese Art und Weise ist
nicht nur eine automatische Erkennung von Defekten der eintrainierten
Fehlerarten, sondern auch eine automatische Selektion anhand vorgegebener
Fehlertoleranzen möglich. Objektabhängig können auch geeignete Merkmale
zur Klassifikation direkt ausgewertet werden.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 Prinzipdarstellung des opto-mechanischen Aufbaus der erfindungs
gemäßen Messanordnung mit angeschlossener Auswerteeinheit,
Fig. 2 Auswerteeinheit unter Anwendung eines lernfähigen Neuronalen
Netzes.
In Fig. 1 ist eine Messanordnung zur Defekterkennung in bzw. an einem
transparenten Objekt 1 in ihrem Prinzipaufbau dargestellt. Das zu untersu
chende Objekt 1 befindet sich auf einer Transport- und Positionier
einrichtung 2, die beispielsweise in eine aus Übersichtsgründen nicht in der
Zeichnung offenbarte Fließlinie des Herstellungs- oder Bearbeitungs
prozesses integriert ist, um Objekte 1 mit nicht tolerierbaren Defekten
automatisch im Prozess zu erkennen und selektieren zu können. Das Objekt 1
wird mit einer Lichtemitterdiode 3 durchleuchtet, wobei die Strahlung der
Lichtemitterdiode 3 über einen unmittelbar vor dem Objektiv 1 angeordneten
Kondensor 4 auf ein Kameraobjektiv 5 einer Matrixkamera 6 abgebildet
wird. Das Kameraobjektiv 5 ist auf unterschiedliche Ebenen im Bereich des
Objektes 1 fokussierbar, wobei die mit der Fokussierung gewählte Ebene
jeweils auf eine Empfängerfläche 7 der Matrixkamera 6 abgebildet wird. Bei
einer Objektivfokussierung a wird das Kameraobjektiv 5 exakt auf diejenige
Ebene eingestellt, in welcher sich das Objekt 1 befindet. Bei dieser
Fokussierung wird das Objekt 1 scharf auf die Empfängerfläche 7 der
Matrixkamera 6 abgebildet, so dass auch seine eventuell vorhandenen
Objektstrukturen zur Unterscheidung von festzustellenden Objektdefekten,
die in der Objektivfokussierung a nicht erkennbar sind, sichtbar gemacht
werden. In Objektivfokussierungen b und c wird das Kameraobjektiv 5
jeweils auf eine Ebene vor oder hinter die Ebene mit dem Objekt 1
eingestellt. Bei vorhandenen Objektdefekten entstehen dabei durch
veränderte Phasenlage von Lichtquellenbild und Beugungsbild der Defekte
kontrastreiche Defektkonturen, die auf die Empfängerfläche 7 abgebildet
werden. Bei Fokussierung auf eine objektivseitige Ebene vor dem Objekt 1
(Objektivfokussierung b) entsteht ein helles Defektbild, und bei
Fokussierung auf eine quellenseitige Ebene hinter dem Objekt 1
(Objektivfokussierung c) entsteht ein dunkles Defektbild in Bezug auf die
Hintergrundhelligkeit. Die unterschiedlichen Objektivfokussierungen a, b, c
lassen somit (abhängig von der Einstellung des Kameraobjektivs 5) sowohl
ein Objektbild ohne erkennbare Defekte (jedoch mit ggf. vorhandenen
Objektstrukturen) als auch ein Objektbild mit kontrastreichen Bildern
vorhandener Defekte auf der Empfängerfläche 7 der Matrixkamera 6 erfas
sen. Für eine gesteuerte Fokussierung sind angepasst auf die konkrete
Prüfaufgabe verschiedene an sich bekannte Autofokusverfahren einzusetzen.
Im Ausführungsbeispiel werden die Objektfokussierungen a, b, c in einem
kontinuierlichen Durchfahren eines Fokusbereiches, der mit Sicherheit die
Objektfokussierungen a, b, c, enthält, aufgefunden.
Auf diese Weise können auch ansonsten schwer erkennbare kontrastarme
Defekte deutlich dargestellt, von vorgegebenen Objektstrukturen unter
schieden und wahlweise manuell oder automatisch ausgewertet werden. An
die Matrixkamera 6 ist dazu eine Auswerteeinheit 8 angeschlossen, die im
Fall einer manuellen Kontrolle der Objekte 1 aus einem Monitor bestehen
kann und die für eine automatische Bildauswertung ein lernfähiges
Bildverarbeitungssystem enthält.
In Fig. 2 ist die Matrixkamera 6 mit einem lernfähigen Bildverarbeitungs
system als Auswertestufe 8 gekoppelt. Dieses besteht aus einem Modul 9 zur
Merkmalsgewinnung und einem Neuronalen Netz 10. Mit Hilfe des Moduls 9
zur Merkmalsgewinnung erfolgt die Unterteilung des mit der Matrixkamera 6
aufgenommen Bildes in Teilbilder. Jedem Teilbild wird dabei ein zugehöri
ges Koordinatenwertepaar (xi, yi ) zugeordnet, so dass jedem erkanntem Fehler
ein Ortsbereich zugewiesen wird. Anschließend erfolgt die Berechnung
verschiedener statistischer Parameter, im einfachsten Falle des Histogrammes
der Grauwerte, in den Teilbildern. Diese werden zu einem Merkmalsvektor
zusammengestellt und nachfolgend durch das Neuronale Netz 10 klassifiziert.
Die Klassifikationsfähigkeiten des Neuronalen Netzes 10 hängen von einer
vorher durchzuführenden Trainingsphase ab. In dieser werden dem gesamten
Bildverarbeitungssystem Bilder mit bekannten Fehlerklassen präsentiert und
dem Neuronalen Netz 10 eine gewünschte Sollausgabe vorgegeben. Die
Einteilung der Bilder in die gewünschten Fehlerklassen erfolgt durch einen
Trainer 11, welcher mit der zu lösenden Problemstellung vertraut ist. Bei der
späteren automatischen Detektion von Fehlern entscheidet das Neuronale
Netz 10 selbständig, welcher Fehlerklasse das präsentierte Bild angehört.
Durch eine an die Auswerteeinheit 8 anschließbare Steuerstufe 12 wird
abschließend eine Selektion der untersuchten Objekte 1, beispielsweise die
Aussonderung aus dem Herstellungs- oder Bearbeitungsprozess, sowie die
Einstellung der Objektivfokussierungen a, b, c des Kameraobjektivs 5
vorgenommen.
1
Objekt
2
Transport- und Positioniereinrichtung
3
Lichtemitterdiode
4
Kondensor
5
Kameraobjektiv
6
Matrixkamera
7
Kamerachip
8
Auswerteeinheit
9
Modul zur Merkmalsgewinnung
10
Neuronales Netz
11
Trainer
12
Steuerstufe
a, b, c Objektivfokussierungen
a, b, c Objektivfokussierungen
Claims (17)
1. Verfahren zur Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten,
bei dem das Bild des zu untersuchenden und durch eine punktförmige
Strahlungsquelle durchleuchteten Objektes mit einer Kamera zur visuellen
Kontrolle und/oder zur Auswertung mit einer Bildverarbeitungssoftware
aufgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt mit einer von
der punktförmigen Strahlungsquelle ausgehenden hinreichend kohärenten
Strahlung über mindestens ein optisches Abbildungselement beleuchtet wird,
welches die Strahlungsquelle auf ein Objektiv der Kamera abbildet, das zur
Erzeugung wenigstens eines Objektbildes auf mindestens eine Ebene im
Bereich des Objektes fokussiert wird, und dass das Kamerabild jeweils in
Bezug auf durch die hinreichend kohärente Strahlung und die damit
verbundenen Interferenzeffekte bei der optischen Abbildung des Objektes
hervorgerufenen kontrastreichen Defektstrukturen kontrolliert bzw. nach
Grauwerten ausgewertet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Objektiv
der Kamera nacheinander auf mindestens zwei unterschiedliche Ebenen im
Bereich des Objektes fokussiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes
Kamerabild mit einer lernfähigen Bildverarbeitungssoftware nach Graustufen
ausgewertet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bild
verarbeitungssoftware das Kamerabild jeweils in auszuwertende Teilbilder
für die Merkmalsgewinnung zerlegt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bildverar
beitungssoftware aus dem Kamerabild eine Liste von Konturen für die
Merkmalsgewinnung erzeugt.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem gewon
nenen Merkmal ein Koordinatenwertepaar (xi, yi) zugeordnet wird, um einem
Defekt jeweils einen Ort zuzuordnen.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kamerabild
mit einem lernfähigen Neuronalen Netz ausgewertet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Berechnung
des Merkmalsvektors als Eingabe für das Neuronale Netz an sich bekannte
Methoden der Bildverarbeitung, der Datenanalyse und statistische Merkmale
von Bildern einzeln oder in Kombination Verwendung finden.
9. Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten
Objekten mit einer punktförmigen Strahlungsquelle zur Durchleuchtung des
Objektes und mit einer Kamera zur Aufnahme des Bildes vom
durchleuchteten Objekt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beleuchtung des
zu untersuchenden Objekts (1) eine Punktlichtquelle (3) mit hinreichend
kohärenter Strahlung in Verbindung mit mindestens einem optischen
Abbildungselement (4) vorgesehen ist, welches die Punktlichtquelle (3) auf
ein Objektiv (5) der Kamera (6), abbildet, und dass das Objektiv (5) zum
Zweck der Erzeugung wenigstens eines Objektbildes in der Empfängerebene
der Kamera (6) auf mindestens eine Ebene im Bereich des Objektes (1)
fokussierbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als
punktförmige Strahlungsquelle (3) zur Durchleuchtung des zu untersuchen
den Objektes (1) eine Lichtemitterdiode vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine optische Abbildungselement (4) mit einer Fresnellinse
realisiert ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zu
untersuchende Objekt (1) in möglichst geringem Abstand zu dem mindestens
einen optischen Abbildungselement (4) angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die
Kamera (6) ein Monitor zur visuellen Kontrolle angeschlossen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die
Kamera (6) eine Auswerteeinheit (8) mit einer lernfähigen Bildverarbeitungs
software angeschlossen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die
Auswerteeinheit (8) einen Modul (9) zur Merkmalsgewinnung und ein
Neuronales Netz (10) enthält.
16. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Objek
tiv (5) von der Kamera (6) zum Zweck seiner Fokussierung auf unterschied
liche Ebenen im Bereich des Objektes (1) mit einer Steuerstufe (12)
gekoppelt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer
stufe (12) mit der Auswerteeinheit (8) in Verbindung steht.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE1999148140 DE19948140A1 (de) | 1999-09-29 | 1999-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten |
| PCT/EP2000/009489 WO2001023870A1 (de) | 1999-09-29 | 2000-09-28 | Verfahren und vorrichtung zur erkennung von defekten in und an transparenten objekten |
| AU76600/00A AU7660000A (en) | 1999-09-29 | 2000-09-28 | Method and device for detecting defects in and on transparent objects |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1999148140 DE19948140A1 (de) | 1999-09-29 | 1999-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=7924689
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999148140 Withdrawn DE19948140A1 (de) | 1999-09-29 | 1999-09-29 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung von Defekten in und an transparenten Objekten |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| AU (1) | AU7660000A (de) |
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