DE19945784C1 - Steckverbinder - Google Patents
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Abstract
Ein Steckverbinder mit einem Stiftstecker und einem Buchsenstecker und mit daran gehaltenen Kontaktanordnungen ist mit einer Verriegelungseinrichtung (20) versehen, die wenigstens einen in Steckrichtung verlaufenden Bolzen (21) am einen Steckverbinderteil (11) und wenigstens eine Aufnahmehülse (22) für den Bolzen (21) am anderen Steckverbinderteil (12) besitzt, wobei der Bolzen (21) eine im Wesentlichen senkrecht zur Steckrichtung verlaufende Außenumfangsnut (40) aufweist, in die ein in der Aufnahmehülse (22) quer zur Steckrichtung bewegbares federndes Verriegelungsorgan (23) einrastbar ist. Zur Vereinfachung der Montage der Verriegelungseinrichtung (20) ist das Verriegelungsorgan von einem buchsenförmigen, einseitig geschlitzten Federclip (23) gebildet, der in einer Innenumfangsnut (28) der Aufnahmehülse (22) axial aufgenommen und radial aufweitbar gehalten ist, wobei der Federclip (23) eine radial nach innen weisende Einformung (32) zur verriegelnden Aufnahme in der Außenumfangsnut (28) des Bolzens (21) aufweist.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen
Steckverbinder mit zwei Steckverbinderteilen, insbesondere in
Form eines Stiftsteckers und eines Buchsensteckers, nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem aus der DE 195 26 248 C2 bekannten Steckverbinder
ist das Verriegelungsorgan durch eine U-förmige
Federdrahtklammer gebildet, die in zwei einander diametral
gegenüberliegende umfangsseitige Öffnungen der Aufnahmehülse
eingelegt ist. Das Einlegen dieser Federdrahtklammer an bzw.
in die Aufnahmehülse ist montagetechnisch schwierig und
zeitraubend, nicht zuletzt wegen der Kleinheit dieser
Drahtklammer. Außerdem muss diese Federdrahtklammer orientiert
eingebracht werden.
Aus der DE 21 43 434 A1 ist desweiteren ein Steckverbinder der
eingangs genannten Art bekannt geworden, bei dem das
Verriegelungsorgan als geschlitzter Federclip ausgebildet ist,
der an seinen beiden einander gegenüberliegenden Endbereichen
mit Einprägungen versehen sind, die durch Bohrungen der
Aufnahmehülse in die Außenumfangsnut des Bolzens greifen.
Damit ist der Federclip an zwei punktförmigen Bereichen
verriegelt. Abgesehen davon, dass dieser bekannte
Steckverbinder gegen ein unbeabsichtigtes Entriegeln bei
anderen Manipulationen am Steckverbinder mit einer den
Federclip übergreifenden Schutzhülse versehen ist, wird diese
Art der Verriegelung den Anforderungen an Betriebssicherheit
nicht gerecht, da die Verriegelung nur an zwei diametral
gegenüberliegenden Punktbereichen erfolgt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, einen
Steckverbinder der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem
bei vereinfachter Montage des Verriegelungsorgans in der
Aufnahmehülse eine großflächigere und damit sicherere
verriegelnde Aufnahme des Federclips in der Außenumfangsnut
des Bolzens erreicht ist. Außerdem muß auch bei diesem
Steckverbinder der geschlitzte Federclip in orientierter Weise
in die Aufnahmehülse eingebracht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einem Steckverbinder der
genannten Art die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
vorgesehen.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es möglich, den
relativ breiten ringförmigen, geschlitzten Federclip in die
Aufnahmehülse zu bringen und in deren Innenumfangsnut zu
schieben und einzuklicken. Die Montage dieses Federclips kann
in jeder beliebigen Umfangslage, also unorientiert erfolgen,
was zeitsparend ist. Des Weiteren bringt ein derartiger
Federclip im Gegensatz zu einem Drahtelement die notwendigen
Federkräfte auf und schafft im Gegensatz zum mit punktförmigen
Einprägungen versehenen Federclip eine größere
Verriegelungsfläche und Federkraft. Vor allem ist dieser
Federclip auch in einfacher und billiger Weise herstellbar.
Die Vereinfachung der Montage ergibt sich auch dadurch, dass
der Federclip dann, wenn er in Höhe der Innenumfangsnut der
Aufnahmehülse geschoben ist, selbsttätig in die
Innenumfangsnut durch eine Aufweitbewegung einrastet. Der
Federclip hat in seinem in der Innenumfangsnut der
Aufnahmehülse eingebrachten Zustand ausreichende radiale
Bewegungsfreiheit zum Aufweiten bei der Aufnahme bzw. Abgabe
eines Bolzens. Die erforderlichen Kräfte können nicht nur
durch entsprechende Auswahl der Materialien, sondern auch
durch die Breite des Federclip und die Auswahl der
Schrägflächen bestimmt werden.
Gemäß Ausführungsformen, sind entweder die Merkmale nach
Anspruch 2 dann vorgesehen, wenn Ein- und Auszugskraft gleich
groß sein sollen, oder die Merkmale nach Anspruch 3 dann, wenn
Ein- und Auszugskraft unterschiedlich groß sein sollen. Im
ersteren Falle ergibt sich der weitere Vorteil, dass der
Federclip, ohne auf eine weitere Orientierung achten zu
müssen, einfach zu montieren ist.
Zum Erreichen einer ausreichenden Möglichkeit der Aufweitung
des Federclip innerhalb der Aufnahmehülse bei Einstecken und
Ausziehen des Bolzens sind die Merkmale gemäß Anspruch 4,
während die Merkmale des Anspruchs 5 dazu vorgesehen sind,
gewisse Herstellungs- und Montagetoleranzen zuzulassen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen hinsichtlich der Außenumfangsnut
des Bolzens ergeben sich aus den Merkmalen des Anspruchs 6
und/oder 7.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung anhand des in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
beschrieben und erläutert ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf zwei Steckverbinderteile eines
Steckverbinders gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Fig. 2 in auseinandergezogener perspektivischer Darstellung
eine Aufnahmehülse mit Federclip und einen damit zu
verbindenden Bolzen des Steckverbinders nach Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt der Aufnahmehülse mit eingelegtem
Federclip, und
Fig. 4 einen Längsschnitt der Aufnahmehülse mit eingelegtem
Federclip und verrastend eingestecktem Bolzen.
In Fig. 1 ist schematisch ein Steckverbinder 10 dargestellt,
der einen als Leiterplattenstecker ausgebildeten
Steckverbinderteil 11 und einen als Kabelstecker ausgebildeten
Steckverbinderteil 12 besitzt. Der Steckverbinderteil 11
besitzt ein Isoliergehäuse 13 zur Aufnahme von nicht
dargestellten, mit der Leiterplatte zu verbindenden
Kontaktdrähten und einer Kontaktanordnung 10. In
entsprechender Weise besitzt der Steckverbinderteil 12 ein
Isoliergehäuse 16, in welchem nicht dargestellte Drahtenden zu
einer mit der Kontaktanordnung 14 verbindbaren
Kontaktanordnung 17 führen.
Eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 20 versehene
Verriegelungseinrichtung weist zwei am Isoliergehäuse 13
gehaltene Bolzen 21 und zwei an dem Isoliergehäuse 16
angeordnete Aufnahmehülsen 22 sowie einen Federclip 23 zur
verriegelnden Aufnahme des Bolzens 21 auf.
Gemäß den Fig. 2 und 3 besitzt die Aufnahmehülse 22 einen
zylindrischen Hauptteil 26 sowie einen daran angeformten
durchmesserkleineren Befestigungsteil 27 für den
Leiterplatten-Steckverbinderteil 11. Der Hauptteil 26 der
Aufnahmehülse 22 besitzt eine innenumfangsseitig
hinterschnitten eingearbeitete Umfangsnut 28 sowie endseitig
(dem Befestigungsteil 27 abgewandt) einen Einführungskonus 29.
Der Federclip 23 ist ein relativ breites ringförmiges bzw.
buchsenförmiges, einseitig geschlitztes und damit offenes
radial federndes Bauteil. Der mit dem axialen Umfangsschlitz
31 versehene Federclipring 23 besitzt längsmittig eine radial
nach innen weisende Einformung 32 (gemäß Fig. 3 und 4) bzw.
eine innere Anformung 32' (Fig. 2), die an der Ringinnenseite
eine vordere und eine hintere Schrägfläche 33 bzw. 34 und eine
innere konzentrisch zum Außenumfang angeordnete ebene Fläche
35 aufweist. Der Federclip 23 ist aus einem Metall,
vorzugsweise Federstahl einstückig geformt. Im Ruhezustand ist
der Außendurchmesser des Federclips 23 etwas größer als der
Innendurchmesser der Aufnahmehülse 22. Somit erfolgt das
Einsetzen des Federclips 23 in die Aufnahmehülse 22 derart,
dass der Federclip 23 etwas zusammengedrückt über den
Einführungskonus 29 in die Aufnahmehülse 22 eingebracht und
bis in den Bereich der Innenumfangsnut 28 axial verschoben
wird, in welcher sich der Federclip 23 radial aufweiten kann.
In der gemäß Fig. 3 eingesetzten Lage befindet sich der
Federclip 23 über einen Teilbereich seiner Dicke in der
Innenumfangsnut 28. Da der Außendurchmesser des Federclips 23
im Ruhezustand kleiner ist als der Durchmesser des Grundes 36
der Innenumfangsnut 28, verbleibt zwischen dem Außenumfang des
Federclips 23 und dem Nutengrund 36 Raum 37 zum radialen
Aufweiten des Federclips 23. Des Weiteren ist die axiale
Breite des Federclips 23 geringer als die axiale Breite der
Innenumfangsnut 28, so dass Herstellungs- und damit
Montagetoleranzen bei Bolzen 21 und Aufnahmehülse 22
aufgefangen werden können.
Der Bolzen 21 weist eine konusförmige Einführungsschräge 41
und eine senkrechte zur Einsteckrichtung verlaufende
Außenumfangsnut 40 auf. Eine in Einsteckrichtung vordere
Nutwand der Außenumfangsnut 40 besitzt einen zum vorderen Ende
des Bolzens 21 hin abgeschrägten Bereich 43, der zum Nutgrund
hin in einen zur Einsteckrichtung senkrechten Wandbereich 44
übergeht. Die Außenumfangsnut 40 bzw. ihr Nutengrund ist im in
Einsteckrichtung hinteren Bereich stufenförmig ausgebildet,
wobei ein vorderer und radial innerer Stufenbereich 46 von dem
im Wesentlichen senkrecht zur Einsteckrichtung verlaufenden
Nutwandbereich 44 begrenzt ist. Dadurch lassen sich die
Steckverbinderteile 11 und 12 mit einer Schiebeverriegelung
verwenden, deren Schieberelement 47 in Fig. 4 angedeutet
dargestellt ist.
Beim Einführen des Bolzens 21 in die Aufnahmehülse 22 bei
Verbindung der beiden Steckverbinderteile 11, 12 wird der
Bolzen 21 durch die Einführungsschräge 41 der Aufnahmehülse 22
zentriert und es wird der Federclip 23 radial nach außen in
die Innenumfangsnut 28 hinein aufgeweitet, wobei sie auf einem
Mantelabschnitt 48 des Bolzens 21 gleitet. Wenn die
Außenumfangsnut 40 des Bolzens 21 in den Bereich der radial
vorstehenden Einformung 32 des Federclips 23 gelangt, rastet
der Federclip 23 mit seiner Einformung 32 über den
abgeschrägten Nutrandbereich 43 gleitend in die Umfangsnut 40
des Bolzens 21 ein und verriegelt so die beiden
Steckverbinderteile 11 und 12. Erst wenn die beiden
Steckverbinderteile 11, 12 mit genügender Kraft
auseinandergezogen werden, weitet sich der Federclip 23 in der
Innenumfangsnut 28 der Aufnahmehülse 22 aufgrund des geneigten
Nutwandbereichs 43 auf, so dass die Steckverbinder 11 wieder
getrennt werden können, wobei der Federclip 23 wiederum auf
den Umfangsbereich 48 des Bolzens 21 gleitet.
Der Bolzen 21 besitzt ferner eine in Achslängsrichtung
verlaufende Gewindebohrung 49, so dass er zur Verriegelung mit
einer entsprechenden Schraubverbindung des anderen
Steckverbinderteils verwendet werden kann.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden
Schrägflächen 33 und 34 des Federclips 23 gleichwinklig, so
dass Einschub- und Auszugskraft etwa gleich sind, und die
Einformung 32 längsmittig am Federclip 23 angeordnet, so dass
bei der Montage nicht auf eine Orientierung zu achten ist. Es
versteht sich, dass die Winkel der beiden Schrägflächen 33, 34
auch unterschiedlich gewählt werden können, so dass bspw. die
Auszugskraft (oder die Einschubkraft) größer gewählt werden
kann; in diesem Falle kann eine möglicherweise außermittige
Lage der Einformung am Federclip die Orientierung bei der
Montage erleichtern.
Es versteht sich, dass die Aufweitkraft des relativ breiten
ringförmigen Federclips 23 von der axialen Breite, der
Materialwahl und der Ausgestaltung der Einformung abhängig
ist.
Claims (7)
1. Steckverbinder, mit zwei Steckverbinderteilen (11, 12),
insbesondere in Form eines Stiftsteckers und eines
Buchsensteckers, die jeweils ein Isoliergehäuse (13, 16)
und eine daran gehaltene Kontaktanordnung (14, 17), die
mit der Kontaktanordnung des jeweils anderen
Isoliergehäuses verbindbar ist, aufweisen, und mit einer
Verriegelungseinrichtung (20), die wenigstens einen in
Steckrichtung verlaufenden Bolzen (21) am einen
Steckverbinderteil (11) und wenigstens eine Aufnahmehülse
(22) für den Bolzen (21) am anderen Steckverbinderteil
(12) besitzt, wobei der Bolzen (21) eine im Wesentlichen
senkrecht zur Steckrichtung verlaufende Außenumfangsnut
(40) aufweist, in die ein in der Aufnahmehülse (22) quer
zur Steckrichtung bewegbares federndes Verriegelungsorgan
in Form eines buchsenförmigen, einseitig geschlitzten
Federclips (23) einrastbar ist, der in einer
Innenumfangsnut (28) der Aufnahmehülse (22) axial
aufgenommen und radial aufweitbar gehalten ist, und der
eine radial nach innen weisende Einformung (32) zur
verriegelnden Aufnahme in der Außenumfangsnut (28) des
Bolzens (21) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die
radial nach innen weisende Einformung (32) über den
gesamten Innenumfang des einseitig geschlitzten
Federclips (23) verlaufend vorgesehen und mit einer
vorderen und einer hinteren Einschub- bzw.
Auszugsschrägfläche (33, 34) versehen ist.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einformung (32) in der Längsmitte des Federclip
(23) angeordnet ist und dass deren Schrägflächen (33, 34)
symmetrisch zueinander angeordnet sind.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die eine Schrägfläche (33, 34) steiler als die
andere (34, 33) ist.
4. Steckverbinder nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der
Innenumfangsnut (28) der Aufnahmehülse (22) größer ist
als der Dicke des Federclips (23) entspricht.
5. Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der
Innenumfangsnut (28) der Aufnahmehülse (22) größer als
die des Federclips (23) ist.
6. Steckverbinder nach mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere
Nutwand der Außenumfangsnut (40) des Bolzens (21) einen
äußeren zum Bolzenmantel abschrägten und zur
Steckrichtung geneigten Bereich (43) und einen inneren
zur Steckrichtung im Wesentlichen senkrechten Bereich
(44) aufweist.
7. Steckverbinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Nutgrund (36) der Außenumfangsnut (40) des
Bolzens (21) stufenförmig ausgebildet ist.
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