DE19945743A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen BauteilenInfo
- Publication number
- DE19945743A1 DE19945743A1 DE19945743A DE19945743A DE19945743A1 DE 19945743 A1 DE19945743 A1 DE 19945743A1 DE 19945743 A DE19945743 A DE 19945743A DE 19945743 A DE19945743 A DE 19945743A DE 19945743 A1 DE19945743 A1 DE 19945743A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- die
- punch
- undercut
- stamp
- joining process
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims abstract description 29
- 239000000463 material Substances 0.000 claims abstract description 13
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims abstract description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 4
- 230000007704 transition Effects 0.000 claims description 2
- 238000007493 shaping process Methods 0.000 claims 3
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 claims 1
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 abstract description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 1
- 230000000295 complement effect Effects 0.000 description 1
- 238000004049 embossing Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 230000005012 migration Effects 0.000 description 1
- 238000013508 migration Methods 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/03—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal otherwise than by folding
- B21D39/031—Joining superposed plates by locally deforming without slitting or piercing
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J15/00—Riveting
- B21J15/02—Riveting procedures
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J15/00—Riveting
- B21J15/10—Riveting machines
- B21J15/12—Riveting machines with tools or tool parts having a movement additional to the feed movement, e.g. spin
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21J—FORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
- B21J15/00—Riveting
- B21J15/10—Riveting machines
- B21J15/36—Rivet sets, i.e. tools for forming heads; Mandrels for expanding parts of hollow rivets
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16B—DEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
- F16B5/00—Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them
- F16B5/04—Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of riveting
- F16B5/045—Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of riveting without the use of separate rivets
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen in einem mechanischen Fügeprozeß, wie beispielsweise Blechen, mit einem Formstempel (1a) und einer mit einer Ausnehmung versehenen Matrize, zwischen denen die zu verbindenden Bauteile positioniert werden, dadurch gekennzeichnet, daß der aktiven axialen Vorschubbewegung des Formstempels (1a) eine Taumelbewegung während des ganzen Fügeprozesses oder während eines Teiles des Fügeprozesses und eine variable von der Taumelbewegung abhängige Stempelkraft (F) aufgeprägt wird, so daß ein zur Hinterschneidung (6) gerichteter Werkstofffluß erzeugt wird. DOLLAR A Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist beschrieben.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen
Bauteilen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft außerdem eine
Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 4.
Aus der DE 40 09 813 C1 ist eine Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden
plattenförmigen Bauteilen bekannt. Mit einer derartigen Vorrichtung lassen sich Blechen durch
das sogenannte Clinchen verbinden. Die Besonderheit bei dieser Vorrichtung besteht darin, daß
im Bereich des Umfangrandes der Ausnehmung der Matrize ein verformbares Material
vorgesehen ist, das weicher als das der zu verbindenden Bleche ist. Damit soll auf eine übliche
Teilung der Matrize verzichtet werden.
Aus der DE 39 23 182 C2 ist eine Vorrichtung zum Verbinden von übereinander angeordneten
plattenförmigen Bauteilen mit einem Stempel bekannt, bei der eine geteilte Matrize verwendet
wird. Zur Lagerung der Matrizenteile ist ein Grundkörper mit komplementären Kegelflächen
vorgesehen, sowie eine Rückholfeder zur Vorspannung auf dem Grundkörper in
Bewegungsrichtung des Stempels.
Beim Clinchen, unter Verwendung von Vorrichtungen nach DE 40 09 813 C1 oder DE 39 23 182 C2
, dringt ein Stempel beim Arbeitshub in einer geradlinigen Bewegung in die zu verbindenden
Bleche ein, wobei auf der Gegenseite eine feste oder geteilte Matrize die Form der sogenannten
Matrizenseite des Clinchpunktes mit ausbildet. In der geteilten Matrize wird ein Gegenstempel
positioniert.
Mit dem Einbringen der Vertiefung durch die Werkzeuge wird neben dem Kraftschluß der
bekannte Formschlußeffekt, die sogenannte Hinterschneidung, zwischen den Fügepartnern erzielt,
wobei der Vorgang bis zu einer vorgegebenen Bodendicke durchgeführt wird.
Nachteilig ist, daß beim bekannten Clinchen hohe Kräfte benötigt werden. Deshalb sind die
Werkzeug- und Werkzeuggestellbelastungen hoch und schränken die Anwendung bei hochfesten
Blechen ein.
Durch die hohen Fügekräfte werden bei der Notwendigkeit genauer koaxialer Ausrichtung
zwischen Stempel und Matrize große Anforderungen an die Führung der Werkzeuge gestellt.
Für die überwiegend als Werkzeuggestell eingesetzten C-Bügel wird mit hohen Kräften die
Ausladung und damit die Anwendbarkeit des Verfahrens eingegrenzt.
Durch die geradlinige Stempelbewegung wird die Dicke des stempelseitigen Bleches im
sogenannten Halsbereich stark verjüngt und der Hinterschnitt nur gering ausgebildet, wodurch die
Verbindungsfestigkeit begrenzt wird.
Die Überlagerung einer Taumelbewegung zu einer Fügevorschubbewegung ist vom Taumelnieten
her bekannt. Das Taumelnieten wird angewandt, um durch partielle Stauch- und
Prägeoperationen, z. B. an einem Hilfsfügeteil, eine formschlüssige Verbindung zu erzielen.
Aufgabe der Erfindung ist es, die beim Clinchen aufzubringenden Kräfte zu senken. Damit sollen
die Anwendungsgebiete bezüglich hochfester Werkstoffe und die Zugänglichkeit bei großen
Bauteilen mit C-Bügeln wesentlich erweitert werden. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, die
Schwachstellen geringe Halsdicke und geringer Hinterschnitt zu beseitigen und damit bei der
gleichen Fügeaufgabe eine höhere Verbindungsfestigkeit zu erreichen. Ferner sollen komplizierte
Matrizen und der notwendige Aufwand zum koaxialen Positionieren von Stempel und Matrize
nach Möglichkeit entfallen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 genannten
Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Varianten des Verfahrens ergeben sich aus den abhängigen
Unteransprüchen. Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Vorrichtungen mit den im Anspruch 4
genannten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den in den
Ansprüchen 5 bis 9 genannten Merkmalen.
Bei dem Verfahren wird der axialen Vorschubbewegung eine taumelnde Bewegung des
Formstempels und eine variable Stempelkraft überlagert, wobei die taumelnde Bewegung und die
variable Stempelkraft aufeinander abgestimmt gesteuert werden.
Während der Stempel eine Taumelbewegung ausführt wird die Stempelkraft so gesteuert, daß
während der Wanderung der zwischen Stempelstirn und Werkstück gebildeten Kontaktfläche vom
Mittelpunkt des Clinchpunktes nach außen die Stempelkraft erhöht und während der Wanderung
dieser Fläche von außen nach innen die Stempelkraft verringert wird.
Durch die Taumelbewegung wird der Werkstoff partiell umgeformt, so daß die Prozeßkräfte
deutlich sinken. Durch die variable Stempelkraft wird der gewünschte Werkstofffluß radial von
innen nach außen realisiert.
Die Taumelbewegung selbst kann während des ganzen Fügeprozesses oder während eines Teiles
des Fügeprozesses der axialen Vorschubbewegung überlagert sein.
Vorrichtungsgemäß ist am Formstempel ein mechanisch angetriebener Mechanismus vorgesehen,
der diesen in eine Taumelbewegung versetzt. Weiterhin ist ein mechanisch, servohydraulisch,
piezzoelektrisch o. dgl. angetriebener Mechanismus vorgesehen, der den Formstempel mit einer
variablen Stempelkraft gegen die Ausnehmung der Matrize vorschiebt. In Abhängigkeit von der
Taumellage wird die Beaufschlagung des Formstempels mit der variablen Stempelkraft ermittelt
und gesteuert.
Auf der Gegenseite liegen die Bleche auf einer festen oder beweglichen Matrize mit oder ohne
Gegenstempel oder aber nur auf einem glatten Amboß auf.
Eine spezielle Geometrie des Formstempels realisiert im Zusammenhang mit der
Taumelbewegung am Beginn des Fügeprozesses den Einzug von mehr Material in die
Umformzone. Während der Umformung und vor allem am Ende des Vorganges wird Material
radial aus dem Bodenbereich in den Halsbereich gedrückt und damit aus einem Gebiet, in dem
eine Anhäufung nicht notwendig ist, in den Halsbereich verlagert, der für die Festigkeit der
Verbindung ausschlaggebend ist.
Dazu besitzt der Formstempel eine Stirnform als Radien R1/R2 und/oder als Kegel und/oder als
Schleppkurve, wobei bei einer Ausbildung mit reinen Radien der Radius R1 größer ist, als der
maximale Stempeldurchmesser und R2 kleiner ist, als der maximale Stempeldurchmesser.
Der Gegenstempels weist eine Stirnform aus, entweder mit einem Radien R3 und/oder einem
Kegel und/oder einer Schleppkurve, wobei bei einer Ausbildung mit reinem Radius der Radius R3
größer ist, als der maximale Stempeldurchmesser.
Vorteilhaft besitzt der Formstempel eine Stempelhinterschneidung, an welcher der maximale
Stempeldurchmesser eine solche Verjüngung erfährt, daß eine Kollision zwischen dem Schaft des
Formstempels und dem zylinderförmigen Teil des stempelseitigen Bleches verhindert wird.
Es ist von Vorteil, wenn eine bewegliche Matrize einen Matrizenhinterschnitt besitzt, an welchem
der Matrizeninnendurchmesser eine Verjüngung erfährt, um die Hinterschneidung im Fügepunkt
zu unterstützen.
Es kann auch eine feste Matrize verwendet werden. Diese sollte dann eine Ausformungsschräge
mit einem Winkel und/oder Übergangskurven zwischen Matrizenstirn und -grund besitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert. In den
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 das bekannte Clinchen mit geteilter Matrize und Gegenstempel,
Fig. 2 einen Formstempel in ausgelenkter Lage am Ende des Umformvorganges,
Fig. 3 eine Bewegungsbahn der Kontaktfläche zwischen Stempelstirn und Werkstoff,
Fig. 4 eine Vorrichtung mit fester Matrize und flachem Ambos.
In Fig. 1 ist das bekannte Clinchen mit geteilter Matrize 4 und Gegenstempel 5 dargestellt. Der
Stempel 1 dringt in einer axialen Bewegung in die zu verbindenden Bleche 2 und 3 ein.
Mit dem Einbringen der Vertiefung durch die Werkzeuge wird neben dem Kraftschluß der
bekannte Formschlußeffekt, die sogenannte Hinterschneidung 6, zwischen den Fügepartnern
erzielt, wobei der Vorgang bis zu einer vorgegebenen Restbodendicke 7 durchgeführt wird und
sich ein Halsbereich 8 als entscheidendes Kriterium für die Verbindungsfestigkeit bildet.
In Fig. 2 ist der Formstempel 1a in ausgelenkter Lage am Ende des Umformvorganges dargestellt.
Die beiden Bleche 2, 3 werden in eine geteilte Matrize 4 gepreßt, die mit einem
Matrizenhinterschnitt 4a versehen ist.
Bei der Taumelbewegung kippt der Formstempel 1a um den Winkel α und gemeinsam mit den
Radien R1/R2 von Formstempel 1a und Gegenstempel 5 wird die Restbodendicke 7 gezielt
verjüngt und das Material aus dem Bodenbereich radial nach außen verdrängt.
In Fig. 3 ist eine Bahn einer Taumelbewegung dargestellt. Bei der Bewegung des Formstempels in
Form einer Rosette wird der Mittelpunkt des Clinchpunktes 13 mehrfach durchlaufen. Bei der
nach innen, Richtung Zentrum des Punktes verlaufenden Bewegung 14 wird die Stempelkraft
verringert, im Extremfall bis auf Null, bei der nach außen gerichteten Bewegung 15 wird eine
hohe Stempelkraft F realisiert.
Die Stempelkraft F hat also bei steigendem Wert α einen größeren Wert und preßt so den
Werkstoff radial nach außen. Diese variable Stempelkraft wird mechanisch, servohydraulisch,
piezzoelektrisch o. dgl. erzeugt.
Der entstehende spezielle Werkstofffluß und der Matrizenhinterschnitt 4a ermöglichen eine
bessere Ausbildung des kritischen Halsbereiches 8 und der Hinterschneidung 6.
Die Stempelhinterschneidung 9 des Formstempels Ia ist Voraussetzung für einen horizontal
verschiebungsfreien Vorgang und ermöglicht eine zylindrische Innenkontur des Fügepunktes.
In Fig. 4 wird auf der rechten Seite der Mittellinie die Vorrichtung mit fester Matrize 10 und auf
der linken Seite mit flachem Ambos 11 jeweils im unteren Totpunkt gezeigt.
Wiederum wird durch den Werkstofffluß ein gut ausgebildeter Halsbereich 8 und eine
Hinterschneidung 6 bei geringer Bodendicke 7 erzielt, wobei die Hinterschneidung 6a bei flachem
Ambos 11 geringer aber für viele Einsatzfälle ausreichend ist.
1
Stempel
1
a Formstempel
2
Blech
3
Blech
4
Matrize
4
a Matrizenhinterschnitt
5
Gegenstempel
6
Hinterschneidung
6
a Hinterschneidung
7
Restbodendicke
8
Halsbereich
9
Stempelhinterschneidung
10
Matrize
11
Ambos
12
Aushebeschräge der Matrize
13
Mittelpunkt des Clinchpunktes
14
nach innen, Richtung Zentrum des Punktes verlaufende Bewegung
15
nach außen gerichtete Bewegung
F variable Stempelkraft
R1 Radius am Stempel
R2 Radius am Stempel
R3 Radius am Gegenstempel
F variable Stempelkraft
R1 Radius am Stempel
R2 Radius am Stempel
R3 Radius am Gegenstempel
Claims (9)
1. Verfahren zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen in einem
mechanischen Fügeprozeß, wie beispielsweise Blechen, mit einem Formstempel (1a) und einer
mit einer Ausnehmung versehenen Matrize (4), zwischen denen die zu verbindenden Bauteile
(2, 3) positioniert werden, dadurch gekennzeichnet, daß der aktiven axialen
Vorschubbewegung des Formstempels (1a) eine Taumelbewegung während des ganzen
Fügeprozesses oder während eines Teiles des Fügeprozesses und eine variable von der
Taumelbewegung abhängige Stempelkraft (F) aufgeprägt wird, so daß ein zur
Hinterschneidung (6) gerichteter Werkstofffluß erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Taumelbewegung des
Formstempels (1a) unter einem veränderbaren Winkel (α) durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die variable Stempelkraft (F)
bei steigendem Winkel (α) einen größeren Wert annimmt und bei abnehmendem Winkel (α)
auf einen kleineren Wert reduziert wird.
4. Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen in einem
mechanischen Fügeprozeß, wie beispielsweise Blechen, mit einem verschiebbaren
Formstempel (1a) und einer mit einer Ausnehmung versehenen Matrize (4), zwischen denen
die zu verbindenden Bauteile (2, 3) positionierbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein
mechanisch angetriebener Mechanismus vorgesehen ist, der den Formstempel (1a) in eine
Taumelbewegung versetzt, ein weiterer mechanisch, servohydraulisch, piezzoelektrisch o. dgl.
angetriebener Mechanismus vorgesehen ist, der den Formstempel (1a) mit einer variablen
Stempelkraft (F) gegen die Ausnehmung der Matrize (4) vorschiebt, wobei der Wert der
Stempelkraft (F) in Abhängigkeit von der Taumellage steuerbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstempel (1a) eine
Stirnform als Radien (R1/R2) und/oder als Kegel und/oder als Schleppkurve besitzt, wobei bei
einer Ausbildung mit reinen Radien (R1) größer ist, als der maximale Stempeldurchmesser
und der Radius (R2) kleiner ist, als der maximale Stempeldurchmesser.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gegenstempel (5)
vorgesehen ist, der eine Stirnform als Radien (R3) und/oder als Kegel und/oder als
Schleppkurve besitzt, wobei bei einer Ausbildung mit reinem Radius (R3) dieser größer ist,
als der maximale Stempeldurchmesser.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstempel (1a) eine
Stempelhinterschneidung (9) besitzt, an welcher der maximale Stempeldurchmesser eine
solche Verjüngung erfährt, daß eine Kollision zwischen dem Schaft des Formstempels (1a)
und dem zylinderförmigen Teil des stempelseitigen Bleches verhindert wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine bewegliche Matrize (4)
vorgesehen ist, die einen Matrizenhinterschnitt (4a) besitzt, an welchem der
Matrizeninnendurchmesser eine Verjüngung erfährt, um die Hinterschneidung im Fügepunkt
zu unterstützen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine feste Matrize (10)
vorgesehen ist, die eine Ausformungsschräge (12) mit einem Winkel und/oder
Übergangskurven zwischen Matrizenstirn und -grund besitzt.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19945743A DE19945743A1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen |
| JP2000572038A JP2002525208A (ja) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | 重ねた平坦部材を連結する方法及び装置 |
| PCT/DE1999/003064 WO2000018528A1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
| EP99955786A EP1115518B1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
| US09/787,751 US6473957B1 (en) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Method and device for connecting overlapping flat parts |
| DE59904661T DE59904661D1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
| AT99955786T ATE234696T1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19843874 | 1998-09-25 | ||
| DE19945743A DE19945743A1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19945743A1 true DE19945743A1 (de) | 2000-04-20 |
Family
ID=7882140
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59904661T Expired - Fee Related DE59904661D1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
| DE19945743A Withdrawn DE19945743A1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59904661T Expired - Fee Related DE59904661D1 (de) | 1998-09-25 | 1999-09-24 | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE59904661D1 (de) |
Cited By (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10128759C1 (de) * | 2001-06-07 | 2003-04-24 | Siemens Ag | Verfahren und Einrichtung zum gegenseitigen Festlegen von Spannblechen bei induktiven Bauelementen |
| DE10151659B4 (de) * | 2001-10-19 | 2004-07-15 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Verfahren zum Fügen von zumindest zwei Bauteilen und Vorrichtung hierfür |
| DE10332124A1 (de) * | 2003-07-15 | 2005-02-24 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Vorrichtung zum Verbinden von plattenförmigen Bauteilen mit variabler Fügetechnik |
| DE102004020675A1 (de) * | 2004-04-28 | 2005-11-24 | Profil Verbindungstechnik Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Anbringung eines Befestigungselements an ein Bauteil, insbesondere an ein Blechteil |
| DE10102712B4 (de) * | 2001-01-22 | 2007-03-01 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Verfahren zum Verbinden von zumindest teilweise überlappenden Bauteilen und Vorrichtung hierfür |
| US7480971B2 (en) | 2005-04-28 | 2009-01-27 | Profile Verbindungstechnik Gmbh & Co., Kg | Method and device for mounting a fastener element on a part, particularly a sheet metal part |
| DE10243405B4 (de) * | 2002-09-18 | 2009-05-14 | ZF Lemförder GmbH | Kunststoffverbundbauteil |
| DE102010033738A1 (de) | 2010-02-05 | 2011-08-11 | Busch, Rainer, 76889 | Ermüdungsfeste Verbindung von Blechen und Profilen mit und ohne Hilfsfügeteil an einer Transportverpackung. |
| DE102021125267A1 (de) | 2021-09-29 | 2023-03-30 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Kraftfahrzeugbauteil und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden Blechen |
-
1999
- 1999-09-24 DE DE59904661T patent/DE59904661D1/de not_active Expired - Fee Related
- 1999-09-24 DE DE19945743A patent/DE19945743A1/de not_active Withdrawn
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10102712B4 (de) * | 2001-01-22 | 2007-03-01 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Verfahren zum Verbinden von zumindest teilweise überlappenden Bauteilen und Vorrichtung hierfür |
| DE10128759C1 (de) * | 2001-06-07 | 2003-04-24 | Siemens Ag | Verfahren und Einrichtung zum gegenseitigen Festlegen von Spannblechen bei induktiven Bauelementen |
| DE10151659B4 (de) * | 2001-10-19 | 2004-07-15 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Verfahren zum Fügen von zumindest zwei Bauteilen und Vorrichtung hierfür |
| DE10243405B4 (de) * | 2002-09-18 | 2009-05-14 | ZF Lemförder GmbH | Kunststoffverbundbauteil |
| DE10332124A1 (de) * | 2003-07-15 | 2005-02-24 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Vorrichtung zum Verbinden von plattenförmigen Bauteilen mit variabler Fügetechnik |
| DE10332124B4 (de) * | 2003-07-15 | 2005-08-11 | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. | Vorrichtung zum Verbinden von plattenförmigen Bauteilen mit variabler Fügetechnik |
| DE102004020675A1 (de) * | 2004-04-28 | 2005-11-24 | Profil Verbindungstechnik Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Anbringung eines Befestigungselements an ein Bauteil, insbesondere an ein Blechteil |
| US7480971B2 (en) | 2005-04-28 | 2009-01-27 | Profile Verbindungstechnik Gmbh & Co., Kg | Method and device for mounting a fastener element on a part, particularly a sheet metal part |
| DE102010033738A1 (de) | 2010-02-05 | 2011-08-11 | Busch, Rainer, 76889 | Ermüdungsfeste Verbindung von Blechen und Profilen mit und ohne Hilfsfügeteil an einer Transportverpackung. |
| DE102021125267A1 (de) | 2021-09-29 | 2023-03-30 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Kraftfahrzeugbauteil und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden Blechen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE59904661D1 (de) | 2003-04-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP2117746B1 (de) | Verfahren und werkzeug zum clinchen von dickblechen, sowie verwendung des werkzeugs | |
| EP1198309B1 (de) | Verfahren, vorrichtung sowie hilfsfügeteil zum mechanischen fügen | |
| EP2117747B1 (de) | Verfahren zum clinchen von dicken metallwerkstücken und verwendung eines clinchwerkzeugs | |
| DE3835566C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Befestigen eines Hohlkörpers an einem Blech od. dgl. sowie Matrizeneinheit zur Anwendung mit der Vorrichtung | |
| EP1115518B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verbinden von sich überlappenden plattenförmigen bauteilen | |
| DE1452782A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum nietlosen Verbinden zweier duktiler Blechteile | |
| EP2781280B1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Stauchniet-Verbindung mit einer rotativen Pendelbewegung | |
| DE4404659B4 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Nietverbindung sowie Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE19639677B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung des äußeren Elements eines Universalgelenks mit Kreuznuten | |
| DE19945743A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von sich überlappenden plattenförmigen Bauteilen | |
| DD245827B1 (de) | Verfahren zur umformenden herstellung von hohlkoerpern aus massivem halbzeug | |
| EP1549447B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum dauerhaften verbinden von einander überlappenden, plattenförmigen bauteilen | |
| DE19840780B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von plattenförmigen Bauteilen | |
| DE19929778B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum dynamischen Verbinden von plattenförmigen Bauteilen | |
| DE10027703A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Umformen, insbesondere Fließpressen eines metallischen Werkstücks | |
| DE10332124B4 (de) | Vorrichtung zum Verbinden von plattenförmigen Bauteilen mit variabler Fügetechnik | |
| DE10102712B4 (de) | Verfahren zum Verbinden von zumindest teilweise überlappenden Bauteilen und Vorrichtung hierfür | |
| DE19927101A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Clinchen | |
| WO2004054738A1 (de) | Taumelfügevorrichtung | |
| DE19643076C2 (de) | Vorrichtung zum in einem Arbeitsgang erfolgenden Stanzen und Fügen mindestens zweier Blechteile | |
| DE10151659B4 (de) | Verfahren zum Fügen von zumindest zwei Bauteilen und Vorrichtung hierfür | |
| DE4435460A1 (de) | Vorrichtung zum Durchsetzfügen von sich überlappenden Blechteilen | |
| DE102018112193B4 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Nietverbindung | |
| DE19816198C2 (de) | Nietverfahren und Nieteinrichtung zum Vernieten von mehreren, aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehenden Werkstücken | |
| DE69507582T2 (de) | Kaltgenietetes Zapfenelement |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |