DE19941996A1 - Verfahren und Anordnung zum Aufheizen eines Bauteils entlang einer vorgegebenen Bahn - Google Patents
Verfahren und Anordnung zum Aufheizen eines Bauteils entlang einer vorgegebenen BahnInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zum Aufheizen eines ein- oder mehrteiligen Bauteils (10) entlang einer vorgegebenen, mit einem thermisch verfestigbaren Kleb- oder Dichtstoff (18, 24) versehenen oder zu versehenden Bahn. Um eine gleichmäßige Verfestigung entlang der Bahn zu gewährleisten, wird das Bauteil entlang einzelner zusammenhängender Bahnabschnitte (26) mit mindestens einer Heizquelle (28) unter Variation der Energiezufuhr eine definierte Zeit lang auf je eine vorgegebene Solltemperatur aufgeheizt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung
zum Aufheizen eines ein- oder mehrteiligen Bauteils
entlang einer vorgegebenen, mit einem thermisch verfe
stigbaren Kleb- oder Dichtstoff versehenen oder zu ver
sehenden Bahn.
Beim Verkleben und Versiegeln von Bauteilen mit ther
misch aktivierbaren Kleb- und Dichtstoffen tritt das
Problem auf, daß das Bauteil entlang einer langen Bahn
kurve gleichmäßig auf eine Temperatur oberhalb der Ge
lier-, Verfestigungs- oder Härtungstemperatur der Kleb-
und Dichtstoffe aufgeheizt werden muß. Verfahren und
Anordnungen dieser Art werden beispielsweise im Kraft
fahrzeugbau zur Verklebung und Abdichtung von Karosse
rieteilen im Bereich von Bördelnähten verwendet. Die
Aufheizung erfolgt dort üblicherweise induktiv mit Hil
fe einer um das Bauteil herumgelegten Induktionsschlei
fe, die in ihrer Gesamtheit mit einer Hochfrequenzspan
nung beaufschlagt wird. Es hat sich gezeigt, daß durch
Wandstärken- und Leitfähigkeitsvariationen im Bereich
des Karosserieblechs einerseits und durch Abstandsva
riation und geometrische Unregelmäßigkeiten im Bereich
der Induktionsspule andererseits erhebliche Temperatu
runterschiede entlang der aufzuheizenden Bahn auftreten
können. Die Anwendung der induktiven Aufheizung ist
überdies beschränkt auf metallische Bauteile. Ein wei
teres Problem bei der induktiven Aufheizung besteht
darin, daß nur die äußerste Oberfläche des Bauteils un
mittelbar aufgeheizt wird, während die tiefer liegenden
Bleche durch Wärmeleitung von der Oberfläche aus be
heizt werden. Im Falle einer Bördelnaht, die aus einem
Außenblech und einem Innengerippe zusammengesetzt ist,
zwischen denen der thermisch verfestigbare Klebstoff
angeordnet ist, heizt sich bei außenseitiger induktiver
Aufheizung nur das Außenblech auf. Da der Klebstoff ein
schlechter Wärmeleiter ist, ergibt sich zum Innengerip
pe hin ein erheblicher Temperaturabfall. Dieser führt
dazu, daß gegen das Außenblech anliegende Klebstoffpar
tien relativ schnell aushärten, während die Klebstoff
partien im Bereich des Innengerippes bei niedrigerer
Temperatur noch pastös oder flüssig bleiben. Selbst
wenn man berücksichtigt, daß die endgültige Verfesti
gung des Klebstoffs erst später im Lackierofen erfolgt,
leidet dennoch die Handlingsfestigkeit während der bis
dahin durchzuführenden Zwischenschritte. Wenn bei
spielsweise eine Tür mit noch nicht ausgehärtetem Kleb
stoff in einem Zwischenschritt an einem Fahrzeugrahmen
aufgehängt wird, besteht die Gefahr, daß das Außenblech
gegenüber dem Innenblech aufgrund der Schwerkraft ver
rutscht. Dadurch kann es zu Verschiebungen in den
Spaltmaßen kommen. Weiter besteht bei Nähten, die un
vollständig vorgehärtet sind, die Gefahr, daß sie nicht
ausreichend wäscherfest sind: Der Klebstoff kann durch
unter Druck an die Klebstelle gelangendes Waschwasser
zumindest teilweise ausgespült werden.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, ein Verfahren und eine Anordnung zum Aufheizen
von Bauteilen der eingangs angegebenen Art zu entwickeln,
womit ein schnelles und geregeltes Aufheizen über
den gesamten Klebebereich erzielt werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Patentan
sprüchen 1 und 5 angegebenen Merkmalskombinationen vor
geschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbil
dungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von dem Gedanken aus,
daß das Bauteil entlang einzelner zusammenhängender
Bahnabschnitte mit mindestens einer Heizquelle unter
Variation der Energiezufuhr eine definierte Zeit lang
auf je eine vorgegebene Solltemperatur aufgeheizt wird.
Dabei hat es sich als wichtig erwiesen, daß an allen
Bahnabschnitten die Temperatur getrennt gemessen und
auf die jeweils vorgegebene Solltemperatur eingeregelt
wird.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
wird an allen Bauteilabschnitten die Temperatur ge
trennt gemessen und mit getrennten Heizquellen auf die
jeweils vorgegebene Solltemperatur eingeregelt.
Alternativ dazu kann auch eine Heizquelle vorgesehen
werden, die stetig oder schrittweise an den Bahnab
schnitten vorbeigeführt wird, während die Temperatur an
den einzelnen Bahnabschnitten nacheinander gemessen und
auf die jeweils vorgegebene Solltemperatur durch Varia
tion der Energiezufuhr zur Heizquelle eingeregelt wird.
Als Heizquellen werden bevorzugt Bestrahlungslampen
verwendet, vorzugsweise aus der Gruppe der IR- oder
NIR-Strahler.
Die erfindungsgemäße Anordnung umfaßt mindestens eine
das Bauteil entlang der Bahn abschnittsweise mit Wärme
beaufschlagende Heizquelle, mehrere, den einzelnen
Bahnabschnitten zugeordnete Temperaturmeßstellen sowie
eine Anordnung zur zeitweiligen Temperaturregelung im
Bereich der einzelnen Temperaturmeßstellen nach Maßgabe
einer vorgegebenen Solltemperatur durch Variation der
Energiezufuhr zu der mindestens einen Heizquelle. Ent
lang der Bahn können mehrere in Richtung Bauteil wei
sende Heizquellen und mehrere an den Temperaturmeßstel
len angeordnete Temperaturfühler angeordnet sein, wobei
jedem Temperaturfühler ein Regelkreis zur Ansteuerung
der im Bereich des betreffenden Bahnabschnitts angeord
neten Heizquelle(n) zugeordnet ist.
Alternativ dazu kann die Heizquelle entlang der Bahn
beispielsweise mittels einer Roboteranordnung verfahren
werden. Grundsätzlich kann auch der Temperaturfühler
entlang der Bahn mitgenommen werden.
Die mindestens eine Heizquelle umfaßt eine Bestrah
lungslampe vorzugsweise einen IR- oder NIR-Strahler,
wobei die Bestrahlungslampe einen in Richtung Bahnab
schnitt gerichteten Reflektor aufweisen kann. Grund
sätzlich ist es möglich, daß einem Bahnabschnitt auch
mehrere, gemeinsam über die Regelanordnung ansteuerbare
Heizquellen zugeordnet sind.
Die Heizquellen oder Bestrahlungslampen sind vorteil
hafterweise langgestreckt ausgebildet. Sie erstrecken
sich einzeln oder zu mehreren über die Länge der jewei
ligen Bahnabschnitte.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Vorrichtung können vorteilhafterweise zum Vorgelieren
oder Verfestigen von thermisch aktivierbaren Kleb
stoff-, Dichtstoff- oder Dämmstoffstreifen auf Karosse
rieteilen von Kraftfahrzeugen verwendet werden. Dies
gilt insbesondere für die Vorgelierung und Verfestigung
von Kleb- oder Dichtstoffen in oder auf Falzen oder
Bördelnähten. Ein weiteres Beispiel ist die Vorhärtung
oder Verfestigung von Klebstoffen zur Stützverklebung
von großflächigen Karosserieteilen, insbesondere von
Seitenwänden oder Motorhauben von Kraftfahrzeugen. Un
ter Stützverklebung ist das Aufkleben von Verstärkungs-
oder Stützblechen auf das betreffende Karosserieteil zu
verstehen, wobei die Stützbleche vorzugsweise als Bie
geteil ausgebildet sind und nur entlang ihrer abgeboge
nen Randnähte mit dem Karosserieteil verklebt werden.
Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist das Vorhärten oder
Verfestigen von großflächig aufgetragenem Enddröhnungs
material auf ein Karosserieteil eines Kraftfahrzeugs,
insbesondere auf eine Kraftfahrzeugtür. In diesem Falle
wird ein Dämmstoff breitflächig auf das Karosserieteil
aufgetragen und mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen
vor- oder ausgehärtet.
Die Aufheizung der Bahnabschnitte erfolgt zweckmäßig
so, daß zunächst während einer Aufheizphase die ge
wünschte Temperatur eingestellt wird. Sobald die Soll
temperatur erreicht ist, schaltet der Strahler aus. So
dann kann entweder über ein sukzessives Ein- und Aus
schalten des Strahlers oder über einen Dimmer eine na
hezu konstante Temperatur über eine vorgegebene Zeit
gehalten werden. Durch die Aufteilung der Bahn in meh
rere Bahnabschnitte mit getrennten Temperaturmeßstellen
läßt sich die Temperatur entlang der gesamten Bahn mit
einfachen Mitteln auf einen vorgegebenen Sollwertver
lauf einstellen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher er
läutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Kraftfahrzeugtür mit
mehreren Strahlungsheizern und Temperaturmeß
stellen entlang einer aufzuheizenden Bördel
naht;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus dem Bereich einer Bördel
naht und einer Versiegelungsnaht mit Strah
lungsheizer;
Fig. 3 eine schaubildliche Darstellung einer Roboter
anordnung zum Aufbringen einer Versiegelungs
raupe auf eine Kraftfahrzeugtür und zum Vor
härten der Naht mit Hilfe eines mitbewegten
Strahlungsheizers;
Fig. 4a eine Innenansicht einer Kraftfahrzeugtür mit
großflächig aufgetragenem Entdröhnungsmaterial
im unteren Türbereich;
Fig. 4b einen Schnitt entlang der Schnittlinie IV-IV
der Fig. 4a mit Strahlungsheizern und Tempera
turmeßstellen;
Fig. 5a eine Draufsicht auf eine Seitenwand eines Ka
stenwagens mit Stützverklebung;
Fig. 5b einen Schnitt entlang der Schnittlinie V-V der
Fig. 5a mit Strahlungsheizern und Temperatur
meßstellen.
Bei dem in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbei
spiel ist ein als Kraftfahrzeugtür ausgebildetes mehr
teiliges Bauteil 10 vorgesehen, das ein Außenblech 12
und ein Innenblech 14 aufweist, die an einer umlaufen
den Bördelnaht 16 wasserdicht miteinander zu verbinden
sind. Zu diesem Zweck wird zunächst entlang dem Rand
des Außenblechs 12 ein Kleber 18 in pastöser Form bei
spielsweise mittels eines Kleberoboters mit vorgegebe
ner Streifenbreite aufgetragen. Sodann wird das mit dem
Kleber beschichtete Außenblech 12 so um den Rand 20 des
Innenblechs 14 umgebördelt, daß der Kleber 18 den
Spaltraum im Bereich der Bördelnaht 16 ausfüllt. Um ei
ne Kantenkorrosion zu vermeiden, wird außerdem auf der
Innenseite der Bördelnaht 16 eine den Falzbereich 22
überdeckende umlaufende Versiegelungsraupe 24 aus pa
stösem Kunststoff aufgetragen. Zum Vorgelieren oder
Verfestigen müssen der Kleber 18 und die Versiegelungs
raupe 24 auf eine vorgegebene Mindesttemperatur aufge
heizt werden. Um eine ausreichende Handlings- und Wä
scherfestigkeit zu erzielen, sind bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel mehrere, sich über je einen Bahnab
schnitt 26 erstreckende, vorzugsweise als IR-Strahler
ausgebildete Heizquellen 28 vorgesehen. Weiter ist je
dem Bahnabschnitt 26 eine Temperaturmeßstelle mit je
einem Temperaturfühler 30 vorgesehen. Mit einer nicht
dargestellten Regelanordnung ist es damit möglich, die
Temperatur im Bereich der einzelnen Temperaturmeßstel
len nach Maßgabe einer vorgegebenen Solltemperatur
durch Variation der Energiezufuhr zu den einzelnen
Heizquellen 28 zu regeln. Wie aus Fig. 2 zu ersehen
ist, besteht die Heizquelle 28 aus einem Infrarot-
Lichtstrahler 32 und einem konkav gebogenen Reflektor
34. Damit kann die von der Infrarotlampe 32 abgestrahl
te Wärmestrahlung in der gewünschten Verteilung auf die
aufzuheizende Bördelnaht 16 gerichtet werden. Die gere
gelten Heizquellen 28 sorgen dafür, daß die Bördelnaht
16 über ihre gesamte Länge in einer Aufheizphase zu
nächst auf eine vorgegebene Temperatur aufgeheizt wird
und sodann durch Variation der Energiezufuhr eine Zeit
lang auf einer vorgegebenen Solltemperatur gehalten
wird. Dabei wird der Kleber 18 und die Versiegelungs
schicht 24 durch thermische Aktivierung vorgeliert und
verfestigt, so daß das Bauteil eine für weitere Verfah
rensschritte ausreichende Handlingsfestigkeit und Wä
scherfestigkeit erhält.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist ein Roboter
36 zum Aufbringen einer Versiegelungsnaht 24 auf den
Rand eines als Kraftfahrzeugtür ausgebildeten Bauteils
10 vorgesehen, das auf einer in definiertem Abstand vom
Roboter 36 angeordneten Unterlage 38 fixiert ist. Der
Roboter 36 weist einen Düsenkopf 40 zum Ausbringen des
Versiegelungsmaterials 24 auf, der entlang einer vorge
gebenen Bahnkurve über dem Bauteil 10 in Richtung des
Pfeils 42 bewegt wird. In Bewegungsrichtung hinter dem
Düsenkopf 40 trägt der Roboter 36 außerdem eine als In
frarot-Strahler 32 ausgebildete Heizquelle, über die
die Versiegelungsnaht 24 auf eine definierte, durch
nicht dargestellte Temperaturfühler gemessene Tempera
tur aufgeheizt und dabei vorgeliert wird.
Bei dem in Fig. 4a und b gezeigten Ausführungsbeispiel
wird zunächst mit einem geeigneten Auftragskopf ein
Dämmstoff unter Bildung mindestens eines breitflächigen
und dickwandigen Materialstreifens 44 aufgetragen. Die
Materialstreifen 44 haben die Aufgabe, ein Dröhnen oder
Klappern der Tür zu vermeiden. Der Materialauftrag er
folgt an der Innenseite des vorgefertigten Außenbleches
10 der Tür, solange dieses für den Materialauftrag noch
zugänglich ist. Um eine Weiterverarbeitung des Bauteils
10 zu ermöglichen, müssen die Dämmstoffschichten 44 zu
mindest vorgeliert oder vorgehärtet werden. Dies er
folgt in einer Anordnung nach Fig. 4b mit Hilfe von
Heizquellen 28, die einen Infrarot-Strahler 32 und ei
nen Reflektor 34 aufweisen und die so über einen Tempe
raturregler angesteuert werden, daß die mit den Tempe
raturfühlern 30 gemessene Temperatur auf einen vorgege
benen Sollwert eingeregelt wird.
Bei dem in Fig. 5a und b gezeigten Ausführungsbeispiel
wird das als Seitenwand eines Transportfahrzeugs ausge
bildete Bauteil 10 innenseitig mit gebogenen Stützele
menten 46 verbunden, die zu einer Aussteifung des Bau
teils 10 führen sollen. Die Verbindung der Stützelemen
te 46 mit dem Bauteil 10 erfolgt mit einem beispiels
weise mit Hilfe einer Roboteranordnung aufgetragenen
Klebstoffstreifen 18. Um eine Weiterverarbeitung des
mit den Stützelementen 46 bestückten Bauteils 10 zu er
möglichen, müssen die Klebstoffnähte 18 vorgeliert oder
vorgehärtet werden. Dies erfolgt mit mehreren Heizquel
len 28, die mit je einem Infrarot-Strahler 32 und einem
Reflektor 34 bestückt sind. Die Aufheizung des Kleb
stoffs erfolgt temperaturgeregelt. Für diesen Zweck
sind an den Bahnabschnitten 26 mehrere Temperaturfühler
30 angeordnet.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfin
dung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anordnung
zum Aufheizen eines ein- oder mehrteiligen Bauteils 10
entlang einer vorgegebenen, mit einem thermisch verfe
stigbaren Kleb- oder Dichtstoff 18,24 versehenen oder
zu versehenden Bahn. Um eine gleichmäßige Verfestigung
entlang der Bahn zu gewährleisten, wird das Bauteil
entlang einzelner zusammenhängender Bahnabschnitte 26
mit mindestens einer Heizquelle 28 unter Variation der
Energiezufuhr eine definierte Zeit lang auf je eine
vorgegebene Solltemperatur aufgeheizt.
Claims (16)
1. Verfahren zum Aufheizen eines ein- oder mehrteili
gen Bauteils (10) entlang einer vorgegebenen, mit
einem thermisch verfestigbaren Kleb- oder Dicht
stoff (18, 24) versehenen oder zu versehenden Bahn
(16), dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (10)
entlang einzelner zusammenhängender Bahnabschnitte
(26) mit mindestens einer Heizquelle (28) unter Va
riation der Energiezufuhr eine definierte Zeit lang
auf je eine vorgegebene Solltemperatur aufgeheizt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an allen Bahnabschnitten (26) die Temperatur
getrennt gemessen und gleichzeitig mit getrennten
Heizquellen (28) auf die jeweils vorgegebene Soll
temperatur eingeregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizquelle (28) stetig oder schrittweise an
den Bahnabschnitten (26) vorbeigeführt wird und daß
die Temperatur an einzelnen Bahnabschnitten (26)
nacheinander gemessen und auf die jeweils vorgege
bene Solltemperatur eingeregelt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Heizquellen (28) Strah
lungsheizer, vorzugsweise aus der Gruppe IR- oder
NIR-Lichtstrahler verwendet werden.
5. Anordnung zum Aufheizen eines ein- oder mehrteili
gen Bauteils (10) entlang einer vorgegebenen, vor
zugsweise mit einer Roboteranordnung mit einem
thermisch verfestigbaren Kleb- oder Dichtstoff
(18, 24) versehenen oder zu versehenden Bahn (16),
gekennzeichnet durch mindestens eine das Bauteil
(10) entlang der Bahn (16) abschnittsweise mit Wär
me beaufschlagende Heizquelle (28), durch mehrere,
den einzelnen Bahnabschnitten (26) zugeordnete Tem
peraturmeßstellen (30) und durch eine Anordnung zur
Temperaturregelung im Bereich der einzelnen Tempe
raturmeßstellen (30) nach Maßgabe einer vorgegebe
nen Solltemperatur durch Variation der Energiezu
fuhr zu der mindestens einen Heizquelle (28).
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß entlang der Bahn (16) mehrere in Richtung Bau
teil (10) weisende Heizquellen (28) und mehrere den
Temperaturmeßstellen zugeordnete Temperaturfühler
(30) angeordnet sind, und daß jedem Temperaturfüh
ler (30) ein Regelkreis zur Ansteuerung der in dem
betreffenden Bahnabschnitt (26) angeordneten Heiz
quelle(n) zugeordnet ist.
7. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizquelle (28) entlang der Bahn (16) vor
zugsweise mittels einer Roboteranordnung verfahrbar
ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die mindestens eine Heizquelle
(28) einen Strahlungsheizer vorzugsweise aus der
Gruppe IR- oder NIR-Strahler (32) aufweist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Strahlungsheizer einen in Richtung Bahnab
schnitt gerichteten Reflektor (34) aufweist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß einem Bahnabschnitt (26) mehre
re, gemeinsam über die Regelanordnung ansteuerbare
Heizquellen (28) zugeordnet sind.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Heizquellen (28)
langgestreckt ausgebildet sind.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Heizquellen (28) sich
über die Länge der jeweiligen Bahnabschnitte (26)
erstrecken.
13. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4 und/oder der Anordnung nach einem der An
sprüche 5 bis 12 zur Vorhärtung oder Verfestigung
von Klebstoff-, Dichtstoff- oder Dämmstoffstreifen
(18, 24) auf Karosserieteilen (10) von Kraftfahrzeu
gen.
14. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4 und/oder der Anordnung nach einem der An
sprüche 5 bis 12 zur Vorhärtung oder Verfestigung
von Klebstoffen oder Dichtstoffen (18, 24) in oder
auf Falz- oder Bördelnähten (16) an Karosserietei
len (10) von Kraftfahrzeugen.
15. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4 und/oder der Anordnung nach einem der An
sprüche 5 bis 12 zur Vorhärtung oder Verfestigung
von Klebstoffen zur Stützverklebung von großflächi
gen Karosserieteilen, insbesondere von Seitenwänden
oder Motorhauben von Kraftfahrzeugen.
16. Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1 bis 4 und/oder der Anordnung nach einem der An
sprüche 5 bis 12 zur Vorhärtung oder Verfestigung
von streifenweise aufgetragenem Entdröhnungsmateri
al auf Karosserieteilen, insbesondere auf Kraft
fahrzeugtüren, Kofferraumdeckeln und Dachpartien
von Kraftfahrzeugen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19941996A DE19941996A1 (de) | 1999-09-02 | 1999-09-02 | Verfahren und Anordnung zum Aufheizen eines Bauteils entlang einer vorgegebenen Bahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19941996A DE19941996A1 (de) | 1999-09-02 | 1999-09-02 | Verfahren und Anordnung zum Aufheizen eines Bauteils entlang einer vorgegebenen Bahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19941996A1 true DE19941996A1 (de) | 2001-03-08 |
Family
ID=7920658
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19941996A Withdrawn DE19941996A1 (de) | 1999-09-02 | 1999-09-02 | Verfahren und Anordnung zum Aufheizen eines Bauteils entlang einer vorgegebenen Bahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
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